Indiana Tribüne, Volume 22, Number 130, Indianapolis, Marion County, 29 January 1899 — Page 4
FQdtsna Tribüne. (Ertötn Täglich uuö dwso
Die tägliche .Tribune- kostet durch icnlrijM X dtntk pcx Woche, die ontag.DNba''s ltl per Ooch. Beide ins U ttentf IS Senl ptx Zl$U Ver Vo Serha c Ud "gefchiSt l ,ri,h!g fJ J-zr. OfKs 8 StN NZsSsWG Sk?Dtzs Zndtanavoliö, 3no.,29. Zanuar 1899 Sonntßfls MMrei. Wen ich mir die gesetzgebende Körperschaft im Staatthause ansehe und ihre Werke" prüfe, dann tröste ich mich mlt dem, waö Mox Nordau sagt und vaö mir sehr richtig zusein söeinZ, daß selbst auö einer Versamm lang, in welcher nur Geister wie Schiller und Söthe sich befänden, nur sehr Mittelmäßige? hervorgehen würde und nur sehr Mittelmäßiges gesagt würde Ich bin nun allerdings weit entfernt davon die Gesetzgeber von Jndiana für Geige? wie Schiller und Göthe zu hal ten, ich halte sie nicht einmal beinahe dafür. Aber es mag wohl sein, daß große Dichter, Philosophen oder Manner der Wisserschaft im Allgemeinen seh? kleine 'Parlamentarier und sehr schlechte Gesetzgeber machen. . Möchten sie übriqenS noch so schlechte Sesetzzeber machen, daß sie, wie unsere amerikanischen Gesetzzeber keine Session vorübergehen ließen, ohne den Bedürsaissen ihres Moralgtsühlö durch Temperevzgesetze Rechnung zu tragen. bezvelfle ich. Mit Angst und Schrecken sehen hierzulande alle Wirthe und Aaeipenbesitzer jeder Legiilatursitzuvg entgegen und sie athmen erst wieder aus, rsenn die Session vorüber ist und ihnen nur ein Auge blau geschlagen uurde. Diesmal sirhtS bei unS auS, alS ob eS zwei blaue Augen gäbe. Sine unheilverkündende Temperenz Wetterwolke schwebt in der Lust und wenn der Bl'tz auS z heruntersähe und einschlägt, dann wird eS dielen Wirthen so schlimm gehen, wie eS den Spatzen gegangen wäre, wenn ihre feinde Qtfola aebabt kätten. Man v illte sie ausrotten mit Stumpf und Stiel. Erst holte man sie auS Europa herüber, aber als sie eS machten, wie die Kinder Israel und fruchtbar waren und sich vermehrten, da wollte man sie wieder loS werden. Sie säen nämlich nicht und sie ern ten nicht und sie leben doch. Darin haben sie Ähnlichkeit mit den Kapita listen und den Tramps. Diese beiden Menschengattungen säen und ernten auch nicht und leben doch. Unter Ernten verstehe ich dabei natürlich die mühevolle Arbeit deS ErntenS, den?, sonst paßt eS auf die Kapitalisten nicht. Man hatte die Absicht eine Prämie von einem Cent auf jeden Spatzenkopf zu setzen. Ich weiß nicht, ob ein Cent ein hoher oder ein niedriger Preis für einen Spatzenkopf ist, aber ich ve'ß. daß et Menschenköpfe giebt, die nicht so viel werth find, wie ein Spatzen köpf, wenn sie auch höher im Preise stehen. Zwischen Werth und Preis ist väm. lich ein Unterschied. Zur Zeit der SchreckenSberrschast, während der sran zöfischea Revolutiovkperiode, warer Menschenköpse sehr billig, aber di Köpfe, die da sielen waren sehr werth voll. Ja den Hallen unserer LegiSla tnr findet man Menschenköpfe, welch, och lange nicht daS Abschlagen ertd sind. Man war nämlich sehr ah, daran, dem Spatz wirklich den Krieg zu erklären. tft lliuzt unbedeutend, wenn man sagt, einen cent für jeden spatzenkopf, aber ich glaube mit dem Abzahlen unserer Staatsschuld wäre eS einstweilen zu Kade, wenn man ihn bezahlen wollte. WaS aber nicht zu Ende käme, daS wäre daS Spatzengeschlecht, denn noch , giebt . eS kein Mittel der Vpatz am Einwandern zu verhindern Und wie lieblich würde eS in unserer Straßen hergehen. Alle kleinen, und großen Buben würden sich mit Spatzen, schießen beschäftigen und man wäre seine Lebens nicht sicher. Doi Schießen ist ja. so wie so eine-Leiden-schast deS Amerikaners, und könnte man Geld dabei verdienen, dann würde sich die liebliche Gewohnheit de Schießens noch veiter verbreiten alt heute. . . Jetzt möchte ich nur wissen, ob der Kopf deS Mannes der die Spatzen-p-ämie außgedächt hat, mehr. werth ist, als ein Spatzenkopf oder weniger. V;.' V e? Plaudere r. v -- . .. Ko-To-"Bao"fut fünfzig Cents. Heilt die Leidenschaft für Tada?, kräftig! schwach Männer, reinigt, da Blut. 50c, 1, Lei allen Apothekern zu hSm. Meerschaumpseisen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrenspitzen bei Qs.L!uchv,1SS OS Washington OK.
UaturKinVer.
Lon Paul Bliß. Eines AbendZ kam der kleine Batun Zeck triumphirend in den Club und rief: Das Neueste! Egon von Stetten hat sich verlobt!" Erstaunen ringsum. Niemand wollte es glauben. Aber das Erstaunen wurde noch großer, als man den Namen der Braut erfuhr, es war Emmy von ??elsenstei.i. die einzige Tochier des millionfnrcichen Bankiers. ' öie war eine elegante Modedame, ' wußte ihr Geld mi! Vornehmheit auszugeben, aber aus ihren Augen sprach laue erecqnllng uno eine vucgi, u les zu bemäkeln. Sie hatte viel gelernt, aber sie fand ein Vergnügen dai . m v ii rf t . i ran, mit ihrem Wissen ;u prahlen. Und dies verzarte.te Treibhauswachs sollte die Frau eines Egon von Stetten werden? Das eben konnte Niemand von den Clubgenossen glauben, denn Egon war em froher Naturoursche, ein ausgelassen lustiger Kamerad, dem nie ein Scherz zu toll werden tonnte, obgleich er dabei schon ein gut Theil seines Vermögens verpulvert hatte. Niemand fand eine Erklärung dafür. Nur der kleine Zeck sagte achselzuckend: 2ße? weiß, vielleicht muß das Wappen vergoldet werden." Alle waren sie gespannt, von Egon selbst das Nähere zu erfahren; hundert Fragen waren bereit; aber Alle warteten sie umsonst, denn Egon kam nicht in den Club. . Daheim in seinem molligen Jungge sellenquartier scch er allein em Kamm und sah träumend den blauen Rauchringen nach, die er ausblies. ' Er lehnte sich behaglich in den Fauteuil zurück, streckte die Füße der ganzen Länge nach auö und dachte lächelnd an die Zu, kunft Nun war er verlobt, seit 24 Stun den bereits, und doch war eS ihm, a!ö ob das ganze Ceremoniell, das er nun ja gottlob hinter sich, hatte, nicht als eine große Komödie gewesen wäre, in der zufällig er die Hauvtrolle gespielt hatte. Lächelnd sah er ans dm goldenen Reif an seinem Fingrr. ' Das war nun die goldene Fessel, die er tragen mußte, und nun hatt: er das Gefühl, als ob von jetzt ab sein ganzes Leben in einem 'goldenen Käfig sich abspielen müsse. Immer noch lächelte er. Das ganze Arrangement kam ihm jetzt doch gar zu komisch vor. Seine gute Mama hatte ti so gewollt. EineS TageS hatte sie zu ihm in aller Seelenruhe gesagt: .Mein lieber Egon. Du mußt jetzt heirathen, und zwar eine reiche Frau, daö bist Du Deinem Stammbaum und Deinem Vermögen schuldig." Dazu hatte er zuerst gelächelt und war fortgelaufen. Als dann aber die' gute Mama jeden Tag dieselbe Melodie begann, hatte er sich nach und nach daran gewöhnt, und als Mamachen schließlich erklärte: .Wen-. Du im Ministe rium Carriere machen willst, mußt Du ein Haus machen; dazu aber reicht un ser Vermögen nicht aus, mithin mußt Du eine Geldheirath machen da hatte er der fürsorglichen Mama lächelnd beigestimmt. Trotz all' seiner Tollkeiten war er ein großes Kind, das sich itoch immer von der Mama leiten ließ. Diese aber wollte aus ihrem Einzigen leinen Land - Edelmann, sonoern einen berühmten Mann machen, dessen Namen in der hohen Politik. einen gewichtigen Klang haben sollte. Plötzlich erschien vor ihm das Bild seiner Braut. Und da mit einem Male wurde er ernst. Ein Gefühl leichter Unbehaglichkeit überkam ihn. Und er vergegenwärtigte sich nun die Gestalt der jungen Dame. Immer mehr ergriff ihn das Unbehagen, bis er endlich mit einem energischen Ruck aufsprang, umherging mit großen Schritten und so das Gefühl der Mißstim. mung vertrieb. ' Zwei Monate später. Der Frühling war da. Dle Fami lie des Bankiers von Felsenstein hatte ihren Sommersitz bereits bezogen. ES war ein großes Landgut mit idyllisch gelegenem Herrenhaus. Egon von Stetten war fast jede Tag ein paar Stunden draußen, den Damen Gesellschaft und Untnhaltung bieten. Er hatte, getreu einen, Lorhaben, sich von seinen rhemaligm Zechgenossen getrennt und bereitete sich nun nach und nach auf da .Philisterium seiner Ehe" vor. Leicht wurde eS dem jungen Lebemanne nicht, all' sein impulsives Un gestüm so in die Regeln des starren Conventionells und des entsetzlich langweiligen guten Tons zu zwängen, aber er dachte an seine fürsorgliche Mama und an die glänzende Zukunft, und so gelang es ihm nach und nach, all' seine so störend burschikosen 'Manieren sich, abzugewöhnen und sich die voll Geneigtheit seiner vornehm einherstolzirenden Schwiegermama zu erwerben. Nur 'Fräulein Emmy, die jugendlicheBraut, war noch immer von stolzer Zurückhaltung. ES herrschte eine wahre Treibhausluft im Schlosse Felsenstein: AlleZ, was auch nur eittt germaßen an frische. ..aturgemahnte, war verpönt und streng gemieden. Und das gerade empfand Niemand mit mehr Unbehagen als Eaon von Stetten, der fröhliche Naturbursche. EineS Nachmittags als Egon auf das Gut kam, traf er die Damen nicht daheim. Sie waren .durch 'ein Telegramm abgerufen und ließen sich durch den Verwalter entschuldigen. . Egon war im Stillen nlücklich 'darüber, denn er freute sich des freien Ta ges. und da e ein warmer Äpnltag war, beschloß tx, ein:n Spazierganz in die freien Felder der Umgegend zu machen, die er noch nicht kannte.Tapfer schritt er auZ und war bald auf dem Landwege. Es war ihm ganz gleich, wohin er kam, nur hinaus wollte er mal wieder, sich den frischen Wind Ui flach! Landes um die Nase vehea
f-yj a-v Brii-iB tütti
lassen. Ein unendliches Wohlbehagen zog ein bei ihm, eine Lebensfreuoigkeit, wie er sie lange nicht gehabt hatte. Die ganze Fröhlichen, die so ein Marsch in'ö weite Feld auf gesunde Gemüther ausübt, kam über ihn. Und während er mit kräftigen Schritten weiter marschirte, umgeben von all' der leuchtenden Herrlichkeit des jungen Frühlings, tauchte plötzlich das Aiid seiner ersten wildfrohen Jünglingsjahre vor seiner Seele auf, jener Zeit, da er zum ersten Male m7l heißem Ungestüm sich in dies köstliche Leben hineingestürzt hatte, und alle die Hoffnungen und Illusionen von ehedem standen wieder fonnenklar vor ihm alle jene Tage süßen Genießens, das Erwachen' der ersten Manneskraft und daS wild: Schlürfen aus dem übervollen LiebeSbecher, ein wahrer Taumel von (St nuß zu Genuß war eS gewesen. Plötzlich hörte er Gesang, ein landliches, volkstümliches Liebeölied, gesungen auö froher Mädchenbrust. Erstaunt sah er aus. Vor ihm, kaum zehn Schritte entfernt, stand in gebückter Stellung ein frisches junges Ding, das junge Gemüsepflanzen in die Erde legte. Leise und unbemerkt kam er näher. Immer erstaunter wurde er, als er das herzig frische Mädel genauer betrachtete. Wohl eine Minute lang blieb er, stumm zusehend, stehen. Da richtete sich das Mädchen auf und gewahrte ihn. Der Gesang versiummte und mit fröhlichen, erstaun ten Augen sah sie ihn an. Lächelnd zog er den Hut und grüßte höflich. Ebenso lächelnd, mit verstecktem Schalk, aber mit natürlicher Grazie dankte sie. Schweigend sahen sie sich an. Er wußte noch nicht, was er von ihr halten sollte, denn für eine Bauernmagd hatte sie zu feine Glieder und Hände. Endlich sagte er: Wie gut haben !sie es doch!" Doch kaum war es heraus, da ärgerte er sich auch schon über diese Banalität. . Und neckisch erwiderte sie: Nun. Sie haben es doch noch besser. Sie können spazieren gehen, während ich arbeiten muß." Sie müssen arbeiten?" . fragte er neugierig. Noch heiterer antwortete sie: WaS bleibt mir Anderes übrig? Unser Gefinde hat im Feld und Hause zu thun. " Ll.f. t m m irr uno dicc Zungen ip stanzen raunen gc setzt werden." Ihr heiterer Ton Neckte ihn an, so daß er Lust bekam, mit dem hübschen Mädchen zu scherzen. Darf .ich Ihnen dabei helfend fragte er la chelnd. Jetzt lachte sie lustig und laut auf. Na, das würde was Schönes werden! Sie würden sich doch nur die feinen Handschuhe und Stiefelchen beschmutzen! Nein, das ist keine Arbeit für die noblen Stadtleute. Wer sagt Ihnen denn aber, daß ich nicht auch ein Landmann bin?" fragte er, immer heiterer werdend. - Sie ein Landmann?- jubelte, sie. Na, so sehen Sie aucy gerade aus! Damit' drehte sie sich um Und lachte weiter. Mit großen, glücksfrohen Augen sah er sie an. Wie sie da vor ihm stand, mit den langen, blonden Zöpfen, mit der üppig vollen Mädchengestalt, war sie das Bild jugendlicher Hrastsuuc und Schönheit. Stumm und staunend sah er sie noch immer an. ' Plötzlich rief sie: Ach. da kommt der ater!" Und im Nu war sie wie der bei der Arbeit. Egon rührte sich nicht von derStelle. Er sah jetzt den alten Mann berankommen und er beschloß, zu bleiben, um Näheres zu erfahren. Erstaunt und mit ernstem Gesicht trat der alte Mann nähe? und sah prü send zu Egon hinüber. Egon stellte sich vor und sagte, daß er von Schloß Felsenstem herüberge kommen sei, um die Gegend hier herum kennen zu lernen. Darauf nickte der Akte, zog seinen Hut und nannte seinen Namen. Er hieß Walter und war Besitzer eines kleinen Gute. Während dle beiden Männer über Bodenkultur, den Stand der Saaten und über Rübenland sprachen, war l M, , mii rw cas lunae lucaocceii cuna dci larcr v.r bett thätig fand ader trotzdem Zeit, ab und zu enien Qlick auf E.on zu wer fen, md zivar eine:: ncht wohlwollenden, interessirien Älick. Bald darauf verabschiedete sich Egon von Vater und Tochter, und ging den Weg zurück. An diesem Abend aber ging er nicht ins Schloß Felsenstein, sondern ließ sich durch seinen Diener entschuldigen. Er schützte Unwohlsein vor. Vom andern Tage an durch er fleißig die ganze Umgegend, o PT ftlinkpnfrtTT.I l!TllfTtT)(Mä. Tl.lh streifte t war w 1 r-v f" i m mmer wollte e- Der ÄUsau. oag er zenen ei ben Landweg wieder aufsuchte, wo er 'das hübsche Mädchen zueist gesehen hatte; aber so viel er auch nach allen Seiten Umschau hielt, dir blonden Zöpfe fand er nicht wieder. ., Und seine Besuche im, Schlosse wurden immer seltener. Er fand jetzt merkwürdig viel Mästungen und Entschuldlguiigell. o iuß er kaum jeden dritten Tag kommen konnte. - Natürlich ahnte seine gute Mama nichts davon. ' ' Genau eine Woche später traf er die kleine wieder. j' Es war im Wald, nahe vor Sonnenuntergang. Sie suchte nach jungen Maikräutern. Als sie ihn ' kommen sah. duckte sie sich tief auf die Erde herunter, um ihr Erröthen zu verbergen. Und glückstrahlend kam er näher, zog den Hut und grüßte. "-. --.Sie that verwundert, dankte aber doö, neiate den fovk aber nur ein
klein wenig, dann bUclte ne iq nieoer, weil sie roth wurde. Und nun sprach er sie an. Vom Sonnenuntergang sprach er, und er sprach in so einfach schlichten Worten, bis sie ihm Antwort darauf gab. Dann betrachteten sie zusammen das herrli cve Bild des untersinkenden feuergluthenden SonnenballeZ. Dann gingen sie ein paar Schritte zusammen und spracyin über den Wald und seine Schönheiten und über die stillen Freuden deZ Landlebens.
Mn heimlicher Freude sah er sie an, und als sie läüelie. entdeckte er zwei entzückende Grübchen zu beiden Seiten des Mundes. Als sie sich dann Adieu saaten. reichte er ihr seine Sand bin. und als er ihre rosig weiße kräftige Hand in der iemen yatte, da druckte er einen Kuß darauf. . . ! 4 M mM na errolyeie ne uver und über und ief schnell davon. Oom nächsten Taae an trafen Tit stA fast regelmäßig, bald im Wald, bald im Feld, und immer fanden sie auch Gelegenheit, ungestört zusammen zu plaudern. Da erfuhr er denn, daß si: Elfe heiße, die einzige Tochter sei. daß sie zwar ein regelrechte Stadtkind-Er-Ziehung genossen habe. Pension in der Schweiz, fremde Sprachen, Musik, Litteratur-. und Kunstgeschichte! , daß sie trotzdem aber tapfer im Haushalt mit, angreifen müsse., seit sie ihre gute Mutter verloren hatte.' Sie gewöhnten sich aneinander. Sie unterhielten sich recht gut. Und endlich legte er seinen Arm um sie und ihre Lippen fanden sich zum ersten Kuß. , . . ' Natürlich gab eö, einen sehr ernsten Auftritt mit der guten Mama. DieL mal aber war Egon der Stärkere. Er verzichtete auf seineCarriere. löste seine Verlobung mit Fräulein Emmy, und führte sein blondes Naturkind zum Altar, und wurde ein tüchtiger Landmann. Dagegen konnte selbst Mamachen nichts mehr thun! Der liebste Zlachba i (Münchener Eerichtsscenei. .. . . MS schöne gute Morge wünsch euch Vane Vezirksrlckter! bobe die Ebre gute Morge alle Herrn mitsammen! Diese Worte mit dielen Bücklingen und Neunviyn Grinsen vorgebracht, hat ten nicht die akl ngfte Wirkuna auf d:ö Richtercolleglum, vielmehr . wurde der Angeklagte Wnzel Przelyöc 'ziemlich barsch aufgefordert, Platz zu ' nehmen. . Wenzel ist natürlich Böhm . :Vii .. a . t. i . 3 Ulli VCUl : UtlUiUUCI., -ilUä. UICUC massives Gesicht. hervortretendeBacken knochkn. schüchtern nach oben aeschwun gene Nase, strohgelbe 5)aare. bartlos und im Kostüme .Sontaanachmittäa schlechtwetterausaebanzua.- Wendel legt seinen Hut auf die Bank, nachdem . v :i t c"ri' e .:. ' cc vllittil svlgialikz jcinen ig aviZrwischt hatte. Ulld harrte der. kommenhen sT5in.ii ..... i Nichte:Du ' heHt - Wenzel 'P'rr,' Prrr:.. w.e-sprcht man d:r.n drehn tzeidennamen?Ungckl.:M PjHelisch ganz welche, leichte, ls se ganz- schone ame Pane ezirlsge richte. Wenzel Vschelifch bat auck aebei ßen-meiniges Äater und Großevater. Nichter:. Also Pschelisch? , Was thun nachher die Mengen r, c und z" dabei, wenn sie , gar nicht gesprochen werden? Diese sind doch unbedingt überflüssig! Angekl.:- O! sind se nir zu viel. Haben wir lieber - etwaS mehr als . wir brauchen, ohmlscoe Svrack is se - nobel und versieben se ganze Monarchie. R'chter: . Mir kann es recht sein! 'Du bist vun ange klagt eines Betruaes und in Saft we gen Landstreicher. Willst Du '.zu meiner -Äerantworrung dem Peryandlungsgang ' aufmerksam - folgen? Deutsch verstehst Du genügend. - wie wir wissen. Angekl.: - Donke gn'äd! aes Serr! Lerstebs mich aon,e deut sche Sprack! Bin ich Se ganzer sieb: deutsche' Nachbar. . Sage Se Wirth in Penzberg imme zu mir Herr-Nachbar. Nichter: 'Diefe Nächbarschatt ist dem betreffenden Wirth auch ziemlich theuer . C . r n ' Z t. r i . g: c3iocii xju oa i an Denen iuc:r ' . . m . rnuzzoar urntx ux sqwtnvetyasrenM gatt, däh Ou Geld .von u Hause U lornrnen würdest, dort flott auf. Pump aelebt und nachdem Du - etwa M M. Schulden hattest, bist Du bei Nacht und cedtt vurqzevrannr. - -Aeznuch: Lumderkien' bei dmen e5 sich ahn nur um kleinere Zchbetragc handelte, d'ast DU . ..e iY-.'v r ' je ewn . uus :iü:r llJNversmasl' Nö, eine Menge verübt, bis Dir schließlich das -Handwerk 'gelegt worden ist.5-Jm Uebrjgen bist Du ein mittelloser" Vaaant. -Anaekl.:'- Bitte, bitte! Be komme'ich Geld jede Tag wo. ich' will cirl rx.il r ' ' vvn avmtujinj ; tncirngcs, ifcaoci in Stadt Wien, wo se is ' sich Köchin bei Pane. lZbers "von de Dragüner ' Hat s wich geschrieben langes Äriefel. daß U mich'wlll schicken.fünf Gulden', wenn ich will kommen nach .Stadt' Wien Ho6 ich- wullen.zwänzig Gitlden forzil zahlenWrrth meimges . liebsii 'Nächöar. Hat Märuschka geschrieben, komme und hole selbet. .Lin ich nun 'gegangen' zu holen -die Seld nnd' wart - gleich ' wieder giko'mtnen zu-zahlen' die Mrth meintatr) Nacbbar.' .Auf : ' KZ? feirni r.-koäi IZ - w w w w y w " j WieniZ.se langer' großer WegunVhöb icy velommenrete Durst und Hunger.Soll'ichef!eln?'soN ich stehlen? . Hob ich '.u Diel Charakter und thu' ich liebe nix. Kehr ich bei Wirthschaften ein, eß a Krugel Bier ' und - trink se zwa Wurscht mit 'Semmel,''- warte, bis Wirth in Schank geht und lauf davcn WaZ macht d!e, Bezahlung,' fost gor nir. Nkt ganzFuszgekl. iiaini ich net bezahlen, wenn ich ität ZloauziglGulde hob -"von' Maruschka 5 , : Oder ,-diäe Wirthe' von Nosenheitn '-'zahl 'ich ,VieLHat mich diese Kerl dun große. Hund fangen lassen, und mehr wie drei $Ui den.wertb oeschlaaen. vDa2 hunb dar mir zerrissen den Nock und fressen
9i..Kttlywmuj nniiiwii nnnn K'.y"- -"LL' - H "wi , , "i I K mrm t r "it "tri",T"v v-t- v .
h 1
Ltnbiirt 1858. : : : Verkaufs Ag.nten für ButterickS Muster. : : : Verkauf von Teppichen und Drapericen.
S'ne große Gelegenheit lezenheit nicht entgehen. Spitzenvorhänge. Gchte Zelsd Pomt Sd'dendorbänoe. volle töße. ,u 4 bt h fiel aewökn. uche i Pieiseö. 8 Muster zu SS. 2 da Paar. L Ctbi wret - n ff va du tt 0 H m' o II 6 m - 7 04 25 200Paar guter Nottinobam Sv'den u vorhänge in weiß. 60zöllig, 3 Sardö tang, reg. VreiS 51.75. Ber- Q l)Q kauföpreiS.. dli 3 Eine 35c fancv decorirte Stavae mit Zubehör frei mit jedem Paar. , Polsterwaaren. 200 Refte Polsterwaaren für S-Kk und Kopfkissen, in diesem Ber- ir kauf....... 0Ü 5j paar Portieren. 24 Paar ?ea. Z9 00 vor- 00 00 tieren ju dUiUU 18 Paar reg. $12 Por- 0s) sin tieren zu UülUU ' V Paar reg. 22 Por 0Q Csl tieren zu UlJl JU zwa ioiurjcjt wo iq itn gen tfoj pi Auslässen. : Gemeiner 5tcri da Hund hat Wiicscht g:f?essen und mich noch öessee gcpaat. bis se :x Wirth is gekummen mit Stecken. , Nichter: Der Mann hat ganz Recht gethan. Mehrere derartige Gäste wür den einen -Wirth ruiniren. Dabei möchtest Du nicht einmal ein Landstrei cher sein, obwohl Du faktisch keinen Pfennig Geld hast. Das Märchen von den zwanzig Gulden und der Ma ruschka in Wien hast Du Dir erst während der Untersuchungshzft ausgedacht. Angekl.: Bitte, werd' ich be schwören, dafc Maruschka bei Pane Obers is meiniges Madel. Oder lassen Se mich aus, weid' ich Maruschka lassen schreiben, was wahr is. Madel iS aus meine Heimath und is se Wasel kind. hat net g'habt Mutter und Vater. Bitte, haben Se Erbaimung mit arme Madel und lassen mich weiter nach Stadt Wien.' Richter: Du bist be. reits der Landespolizei überwiesen und wirst nach verbüßter Strafe verschubt; brauchst demnach gar nicht laufen und bekommst sogar einen guten Begleiter bis zur Grenze. Wenzel ließ tlesbetrübt den Kopf sinken, er war von der Aussicht auf eine freie Fahrt offenbar wenig erbaut. Das Urtheil lautete auf drei Monate Gefängniß und acht Tage Haft. Angekl.: Nehm' ich kane Strof an! Verlang' ich kaiserliche Urtheil aus Be. zirksgericht in Wien, bin ich kane Deut .'che. versteh' ich nir Deutsch, lasse mich net deutsch einsperren und will äugenblictlich zu Gesande gehen. Auf einen Wink des Richters wurde Wenzel zusammengepackt und wohlder'wahrt abgeführt. Unser liebster Nachbar wurde schonungslos behandelt, Gut erzogen. A.: Meine Kiner sind vortrefflich erzogen.- B.: .Wirklich?- A.: .Ja. als neulich nein Schneider mit der Rechnung kam, zagten s alle, uö W rtöt zu Hause.--Enthusiasmus. Dekann. ter: .Der neue Lehrlina scheint sthr tüchtig zu seto?" Ctubem-nln: Na. ich sage Ihnen, wie der gestern den Zußbodea gestrichen hat .... der reine aphaellObue Rücksicht auf ttltet Die Nieren find . Schuld an mehr Nrankhetten, Leiden und Todesfällen als irgend em '. anderes Oegaa des örperk. Die meisten Uebel, velche, heutzu. läge die Leute befallen, fiaö auf SUt cenleiben zurückzuführen. Cte kom. men in allen Klassen der Zlellschaft. in allen Kllmaten ohne Rücksicht auf Älter, Geschlecht oder Laie vor. Die Symptome find unverkennbar, ökbeumatlßmuk. Neuralgia, Schlaf lofigkeit, Nückenschmerzen, , häufiger Oravg zum Ukiniren Tag und :lachl and Schmierigkeit'in dieser Beziehung -Urinsäure 'oder vodevsai find Zeiten erkrankte? Nieren, die daß Blut vergiften. - Zuweilen zeigt sich schwache öeriltbätiakett, ' Nierentheile - irn Ur,n und bei Vernachlässigung ftellt.fich . b,e nfährliche Oright'sche Rittenkrankheit ein. All diese , Symptome to erben rasch su,ch Dr. Kilmerk Swamp Root ge koben. SS hat einen Weltruf durch seine, heilende Wirkung. , .Svamp Noot tfi in jeder pothek, für fünfzig Cent oder einen Dollar iu. haben. ! Sie ,könen eine Vröbe flasche der. wundervollen .'Entdeckung und em vuch mit Äeschrelbung, haben und Oeid'eS".dird. Ihnen 'absolut frei zugeschickt. Schicken Sie Ihre Adresse nn Dr. lkilmer Cö , Oiväöamvto, ft. Öl V st?' Xlmt2 . unv.ern'aanen wie, vo wie iu liberale Offerte in der Jndiana Tribünr" gelesen haben.
PETTIS
Will
zum Geldsvaren und früh im akre dazu, cüt a.
Bargains in Grille. VrilleS für einfache und Doppellhüren zu ab vom reg. Preis 53 Slyt (einfache Thürev) $2 00 ! tt 3 33 $5 H (doppel 3 3 7 n h 4 07 Äne Partie Wandschirme. : 3 Dtzd. vierfaltiger Sapanefischer Schirme, 6 Fuß hoch, mit stdwar,em Grund, gekickt mit fantafti- Q IQ icyen Mustern in Gold.... fjütt Gestickter Vorhang Swiß. Alle 30 Zoll breit. 6 Partieen zu folgenden Preisen 15c Muster lic die Sd. 20c H 12c 25c ?0e . Sc 18c 85c 22c M H Zarbiger Scotch Swiß." 15 Stücke passend für und Sedlafzimmer BorbSnge. 86 ifn Z ll breit, früher 20c, j tzt .... IUü Kretonnes. Sine neue Partie, 84zöllig, if 1 n reg. 20c, zu ith Metzgemaaren . . ; 3a unserem neuen Laden haben toir Raum für eine Ausstellung aller Arten Handwerkszeug und Maschi nerie für Metzger . geschahen. . Wir laden Sie freundlichst zu einem besuch ein Voluisgut LäräArs Co. 120 n. Z24 Vst Washington str. Zum Kaiser Friedrich Nordwestecke Delaware und South Str. dnn Big Four. Frachtbahnhof gegenüber. Nur die besten Getränke und Cigarren, :: guten Lunch :: und zuvorkommende Behandlung bei Franz Büddkcker. Neinen Freuvden und Vekanntev . ' zur gZlligkn nzei,e, daß ich da JEFFERS0N HAUS, 115 119 Ost South Straße, vb 'rnomen habe, und mich freuen werd, ste daseldft zu begrüßen. Boardinghaus mit echt deutscher Kost. Lchtungivcll, Go. Peter HJirnmerl. ZZZ und 608 Vtrgluia Ode. . . J; ?. SCHILTGES. Einbezahltes Kapital 8600,000 Ueberschuß.Fond . . . . 05,000 Verbindlschkeit derNttio. . äre...... ...8600,000 The Union Trust Company , tiefe Gesellschaft laubt Jnterrsse aa elea klgkt,Hlten elkn. Dieselbe ttane stier zeit . indezahlt erden nd sinnen ach Mi; dtgung aber z einer feftgeZlhte ZetturZ e ige Bette und für cic ganze Zeit , In teiesse Ictcftilgt. . öjeeum ftmtnlftratoii oder Irufteel werden die Sseschafk eine de uee Seldntederlage finden Sie -utmst keine Depositen an, welche tzae SSndinng zahlbar find, ste aa,t keine Vankg'schüfle. , , TruS'Jondl und Truft.aptialalgk er , von de Verniögen der aselischasr separat ceführk. . Office: (Sebäui, der Gesellschaft) No.118 und I2S Oft Okarket.Otr. 'S e am t e :- Job 0. 0sllidh. Prästdeat. . ttddts, Horri,1.i.Prt5b,t. Henry Sitel, . ic.Pri5dt nnb chtztft. . - - H. . ttoltz. Eekr, k. . v UutersttSt die 1 ii kZ-MU I? leiriaentUtfln ot öxtlcx. Os. 1C3, 10 tsA m Odg ttoss Qsi Q. LsuVllls, Zlczicz
DRY
GOODS
iluu kv ulv ll rn
Eine andere Partie Wandschirme. . . 6 Dhd. fsrcy decorirte japa- nr nijche Ofenschirme, d,e letzten zu jLülj Rissen. Best gefüllte, mit MuSlin bezogene Kissen zu folgenden Preise': Federkissen. Größe 18xl8 für 2Sc H tt n 20xw 30c 22x22 ü f)c 24x24 59c Daunenkissen. Größe 18x18 für 44c ff 20X20 60c m 2tXtt m ?Sc . 24xii m Ü0c Rouleaux. 4 Spezial,. . 150 gute Thürrouleavx zu.... 10s 0 m 10c 500 genstelroulealif 400 ....Cüc CO. 4: ö Zuge nach Shelbyville, Srssusbnrg -und CDHnn.a?l oninxc3-QL V,s iael.4; 415 ti'l'b ' T vorm m ohm d Eonurag ; 10&08ot. mt, ulnabme Sonntag: achm.tSalUtz: 6ackm täglich. Berbtnrung t Nnt.n Bahnhof mit Q.&C L &N., B.&O.S.W. und C. & O. ach alle !chtge . südlich, südöstlich und östlich. Echla'niaae' aA fPosbiitotoa an hrm lAotl. um 6 SO iln&m. abfahrenden 8fl. ftür Zitat unb oo-'ettfonft fpteit nn or tn fcer to Xitfct Office, r. 1 Oft Wa,htngto Srrab nd Union Bahnhof. wuawu w. v -v Die populäre lSW tft die befte Mte ach . E kI l E A . Oier Züge! - UM S't.a,oli. (4 11 2 5n.ft..i. jajo-t ;d. 8Ci treffe litt et.... O ? . , . Ä i , Täglich ovlgen Sonaragl. te neuesten etftefferte - Osstibuts ZHZngsn, üIngnsr Schlnfwngsn elegante yarlorOagenund Vßwaßtt. Sokal-eSchlawage, i Jndtauapoltk steht 8 bed bernt. ' Verläßt htcag, w Vkaraenl. Kk jeber Zeit ach ddl benktzt erde. U S SasttngtV Gerat, ki-kt'OsftrZ : ßWMl, Ctxc&t. Rtr9e0f eff.Vaent. .0 ev'l Ctcfdrstr denk, ct, C 1 1 1. o all. Tr.ke.. , , viiiic t.va.e. Cweinnati Züge! C. H. & V. 11, E, Sbfahrt Indianapolis bfahrt m . SV . 10 4SBm . 1 U ' , 4 tt . 1 oom Dayton Lüge, Abfahrt Indianapolis bfahrt , 10 . luilm m 4M . T octtrn Ankunft ' ! (Slnrinnni i l hxwh ourii iVm? . i l v , , T 4Sm 10 C. H. & D. 5k. 5k. Ankunft Daytos AkNNft . U?, . X0?i3 ttClT4 II Toledo ü Detroit Züge. - C.H.&D.R.lt. " Abfahrt Ankunft Ankunft Jnd'vl : Toleda ? ffVtrfllr bfah 10 45Bm nrft t VSSUm Kz.Vft . www , 4vsm iiKJrn ) uZgenommen Vonntag. Ticket-Ofneen : Union Station und Äo. 2ö Weft Washington Straße, Sck. envian. ? Gicvhc, OzztICzz n i. . ri 417 OS ncCsrlD 6tr. C2c Qz üp ütalxtu fiett nl tHsstaaLTCiiCItltataii'.ei 9 88t CttUSSXgM fix ich tstsMnui
iig
mm
Ar.f
rayro
