Indiana Tribüne, Volume 22, Number 130, Indianapolis, Marion County, 29 January 1899 — Page 1

0 0 A sVO Ct r Af (4s w o ks AC N v k w v y w y o ov v v Office: No. 18 GüD Mabama Otrahe. Telephon 1171. Jahrgana SS. Indianapolis. Zndiana Sonntag, den 2). Zanuar 1899. Noi13

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erspart, vermählt x Kapital. Wie viel ersparen Sie ? Wissen Sie, daß die Dndiana Trust Goiiipany Jhen drei Prozent bezahlt auf alle ersparten Depositen von (Binrm Dollar und aufwärts? Office : JndisnT TruK 0 baude 1 Starb: ronZiaz tUnt), . Ziuu, um IX Ui nach Ungra d fchnm d William Hrcker, tmltkr öS Jahr,. D BeertfjuBj findet am Vkootaz achmilla, 2 Übe. T?uthus, . U91 Oft et. El.tr tttzlt, au iiatt. Lu se Hecke, 6. Bffaii, dattii. Keo. ttDciTiMainnB Ä , y$jt&&3tegh, MMM's A WWW ttMfWWÄMF MHenbepMee, Office: 26 Süd Delawareftr. Ctl2e , 220. 232, 2U, 226, 228 Ost Pearlstr Teleph'sn 9 1 1. Offen las und Nacht. Preis' Maskenball beiInd'pls Schweizerbundes in der Mozart-Halle ! am Dienstag, den 7. Zebruar 1899. Eintritt 25 CenS di; Person. VZnfik von Vkis'r's Orchester. Masken-Ball ut Preußen Unt. Vereins in der - Mozart- Halle, am Donnerstag, 9. Februar 1899. Eintritt 25 Tent a Person. AmhMjrilhleii. Die Armee.V or la g e. Washington, 23. Jan. Zur heutigen Sitzung des Repräsentanten Hauses da tun ficd so wenig Mitglieder eingesunken, daß Hall, der Vorsitzer des Comites für rnilltärische Angetegeuheiten beschloß, die gestern von ihm angernelbeten Amendementö eist am Novtaz einzubringen. Die Opposition gegen die Vergrößruug de HeereS auf 100.000 Mann ist so groß, daß das Comite eS für gut fand, sich mit 60.000 Mann zu bt gnügen, doch soll dem PlSfioentea uoumaqt gegeben erden, wenn nöthig, das Herr um vettere 40.000 Mann zu vergrößern. Dahin lauten di? ero?Shnten AmendementS. Sß fragt sich jebaö, ob daS ReprSsenta tenhauS und der Senat Willens find, be Präsidenten solch weitgehende vollmachten zu ertbeilen. - ml . SS ist noch Geheimniß. Washington, 23. San. Olsi. ziell ift noch nichts über den Wahrsprach in dem Falle SaganS bekannt. Oahkschewl'ch kennt ihn noch nicht einmal der eieaSsekretär. Die Akten vttden ihm inbij baldigst vom Zudge

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schelnltcd werden sie erst in einer Woch an den Präfi'enten gelangen. GegenKotontalpolitik. NewIork. 28 Jan. Edward 3 Pbelps, srüderer Gesandter in London und jetzt Professor am Aale College sprach sich entschieden gegen imperia liftische Politik auS. Unser voß. tdum" eignet sich nicht nach seiner An ficht für die Regierung und Versal. tung von Kolonieen. Riesige Kosten würden entstehen und die PenfionS, liste würde ins Unendliche wachsen Mit der Pensionszahlung, meinte er, würden wir nicht fertig er den bis die fünfzehnjährige Frau deS neunzigjährigen Veteranen in bobem Alter gestorben sein wird. Ja Folge deS Boßtdum seien die höchsten Stellen in der Armee mit unfähigen Leuten besetzt. Koloaialpolitik tauge nicht für unser Land. ,,, ES scheint, wir haben nichts verloren. Ur b av a, O.. 23 Jan. Die Jury brachte in dem Prozesse, wegen deS LyicheaS von S. Mltchell, der im Juni 1627, antälgig gemacht worden war. einen ' Wahrspruch gegen den Kläger ein. Die Klage war die erste unter dem Gesetz?, welches dem nächsten Ver wandten eines Gelynchten daS R,ch' giebt $5000 Schadenersatz vomCounty zu beanspruchen. (Unsere LegiSlatu, verwarf am Freitag ein ähnliches vom Gouoernör empfohlenes Gesitz ) , ,,, Sine neue Partei. Avon, 3ll., 28 San. Eine Conferenz von Delegaten von Farmer Organisationen in den CountieS Fulton, Warren und MeDonough beschloß die Gründung einer neuen Partei unter dem Namen Nationale Farmei'Par tei." Sie haben eine Prinzipieller klärung erlassen, in welcher ausgeführt ist, daß die Laniwirthschaft der wich, tigste Beruf ist. daß die Farmer einen sehr groben Theil der Bevölkerung bilden, der seiner Größe entsprechend im Coagreß und in den Legislaturen vertreten sein sollte und daß der Zweck der Partei darin bestehe, Farmer in die genannten Körperschaften zu wählen Bestechung. Saeramento, Cal., 28. Jan DaS Comite der Legislatur, welches zu untersuchen hatte, ob Bestechungen in Verbindung mit der Wahl eines BundeSsevatorS ftatlfanden, berichtete, daß Sprecher Wright von dem Kandidaten Grant $900 alS ein Geschenk und $760 als Darlehen bekommen habe und daß er feine Wahl als Sprecher durch allerlei falsche Versprechungen bezrisss seiner Stellung in Bezug aus die Wahl eines Bundessenators erlangt habe. Betreffs der Bestrafung WrightS machte daS Comite keine Borschläge. ,,,, Allerlei au S Deutschland. Berlin, 28 San. AuS Smun de, de? Residenz" deS Herzogs von Cumberland, Herzogs zu Braun schweig und Lünebnrg", Ritter deS ElepdantenordenS u s. w., kommt die Nachricht, am herzoglichen Hofe werde das Gerücht, daß der älteste Sohn deS Herzogs, Prinz' Georg Wilhelm, sich bereit erklärt habe, die durch die Ereignisse von 18SS geschaffenen Zustände in Hannover vnd vraunschweig anzuerkennen und zur Bekräftigung dieser vothgedrungenen Anerkennung als Osfizier in die preußische Armee zu treten, bez. auf die .preußische Fahne den Eid zu leisten, oll unbe gründet bezeichnet. Dem Prinzen Georg Wilhelm soll eS gar nicht einfallen, fich zu einem derartigen Zugefiäadniß herbeizulassen, sonder er werde gleich seine Sroßvater und vatee ftiS an'S Ende der Welfensache" gegen den preußischen Kronenraub von 18SS protestier' 3 diese Falle dürste eS mit den Aussichten deS jungen Prinzen, dereinst, oder sie eS vor Kurzem hieß demnächst, den braunschveizischen HerzogSthroa zu besteigen, "man ssack" bestellt sein. Die ossinösen Blätter beuten an, die kaiserliche Kundgebung bet der Parade über die Garnison von Hanover zeige, daß keine Annäherung

an daS WelfendauS beabsichtigt sei. Alle diesbezüglich Gerüchte entbehrten jeden thatsächlichen HintergrundeS. Mit großer Zähigkeit erhalten fich diesmal die Kanzlerkrisen - Eerüchte,

wenn auch in Variationen. Vor eini gen Tagen hieß eS, der jetzige Statt Halter der Reichslande, Fürst zn Ho hevlohe-Langenburg, sollte der Nachfolger deS Reichskanzlers Fürsten zu Hohenlohe -. SchillingSfürft werden Dann kam die Meldung, der Schwa. ger deS Kaisers Prinz Adolf von SchaumburgLippe solle zum Statt Halter der Reichslande auSeriehen sein und nun sagt der Berliner Börseneourier", der Reichskanzler beanspruch? biS Recht auf Ruhe. Der alte Herr möchte an seinem 80 Geburtstage, dem 31. Marz eS 3 . den Gang auf dem gespannten Seile beenden und die Ba lanzirstange" niederlegen. - Trotzdem wird von offiziöser Seite erklärt, eS läge kein Anlaß vor, welcher diese Gerüchte alS begründet erscheinen ließe. 3m preußischen Abgeordnetenhause hat der sreifinnige Abgeordnete Dr Barth die Regierung wegen der AuSwetsua.en auS NordschleSwig ivterpel lirt. Daß die dänische Bevölkerung fich noch nicht mit der eeuischen asnmilirt dabe, liege seiner Anficht nach in te? unrichtigen Behandlung. Er kritifirte dann die Ausweisung däni'ch'r Dienstboten zu dem Zw.ck. deren bä' Nische Herrschaften zu strafen, und charakterifirte die ganzen AuSweisangen alS eine Verschwendung der SlaatSenergie und als kleinliche Maßregeln a la Metternich. Der MiN'ster deS Innern v. der Recke v. d. Horst er widerte, eS gelte, eine freche Agitltion zu unterdrücken. Die Aeußerung des Redakteurs und Abgeordneten Har ssen. die LoSreißung Schleswigs von Pren ßen durch einen Krieg würbe kein Ua glück sein und die Dänen wären dem Oberprästbeo'ea Herrn v. Köller dafür Dank schuldig, daß er Ernst gemacht habe, sei typisch. Abg Har ssen erwiderte auf die An gr ffe deS Ministers v. d. Recke, letzte? rer habe fich auf Aeußerungen bezogen, die er, Havssen, gemacht habe, ehe er zum Abaeoroneten gewäh t worden war, und außerdem hätte der Minister Lätze auS dem Zusammenbang ge rissen. Die schlekwig'iche Bevölkerng stehe auf dem Boden der preußischeu Betsassung, beabsichtige keine LoSreißung von Deutschland. 3u dem etcn tau 0 Einv hier zählenden Dorfe Wlngerode. Kre'S WorbiS, im preußischen Regierung?bezirk Erfurt, find durch eine FeuerSb unst fiebzeh Gebäude abgebrannt, darunter befiaden fich die Gaftwirthfchaften von Knierim und Kaufbold und die Gehöfte der Leinweber Schulze, Gödel, Jacob, Thüne, Byer, Wenderoth und Hausmann. allerlei. Ein eigenthümlicher Un fall stieß dem berittenen Polizisten Pa triff Faney im New Ao'rker Central Bark zu. Er hatte sich über den Kopf seines PferdeS gebeugt, als das Thier plötzlich mit einem jähen Ruck denKopf zurückwarf und den Reiter mit großer Wucht m's Gesicht traf. Eine Anzahl Zähne wurden auf diese Weise dem Polizisten ausgeschlagen, zwei davon drangen durch die Unterlippe, dieselbe schlimm zurichtend. Auch sonst erlitt Faney erhebliche Verletzungen im Ge sicht. E r t r.u n k e n i st , d e r 15jähr:ge Sohn deZ Herrn George Lamberson in einem Bach in der Nähe der elterlichen Wohnung zu Salenä,,S. D. Der Junge war epileptischen Anfällen rn xerworfen. Er wurde nach dem Bach geschickt, um Wasser zu holen. Bald da rauf fand man ihn mit dem Gesicht im ' Wasser liegend. DaZ, Leben war be-1 rrits entflohen. Die' Familie verlor, vor ewiger Zeit einen, anderen Sohn;. vleser wurde von emem aus tyn fallen den Baum getödtet. ' .. ." Al5 de; 16 Ja fpt'- alte John Williams, ein Sohn de5-tn Dawsondille, Montgomery County, Md., wohnenden FarmerS Arthur Williams, nach dem Stalle hinritt, um die Kühe zu melken, wurde das Pferd durch daS Geklapper der Milcheimer, die der Knabe dem Thien um den Hals gehängt hatte, scheu, warf den Knaben ab Und rannte davon. Dabei war aber

der Knabe mit dem Fuße in einem Steigbügel hängen geblieben und lourde eine weite Strecke fortgeschlkppt, wobei er schwere Verletzungen am ttops und Rücken erlitt. Er wurde b'wupt

los aufgehoben und ist der Zustand des Knaben nach Ansicht der Aerzte ein sehr kritischer. ' Auf einemStaketenzaun der Schule an Leonard und Maujer Str. in New Jork wurde der 13 Jahre alte Georg Egner aus No. 103 Stagg Str. aufgespießt und so schlimm vcrletzt, daß keine Hoffnung vorhanden ist, den Knaben am Leben zu erhalten. Er hatte mit Gefährten in der Nähe der Kirche gespielt und wurde von einem Jungen gejagt, pm dem Verfolger zu entgehen, wollte er über einen eisernen Zaun klettern. Er war bereits mit emem Vein auf der anderen Seite, als er den Halt verlor und herabrutschte. Wie ein scharfer Spieß drang die Eisenspitze in seinen rechten Schenkel und durchbohrte daS Fleisch. Der Junge stieß einen markdurchdringenden Schmerzenöruf auö und wollte sich befreien, doch der Eisenhaken bohrte sich noch tiefer und verletzte auch edlere Korperiheile. Jn Scranton, Pa., wurde ein skandalöser Auftritt auf derStraße durch eine gekränkte und aufgebrachte, in Gesellschaftskreisen wohlbekannte iunae Dame. ??rl. Lizzie ?!ames. dadurch hervcraerufen, daß sie ihrem treulosen Liebhaber. I. A. Ackermann, einem bekannten EngroS - Kaufmann jener Stadt, vor dem Delaware und Hudson Eis:nbahnh?f ang.sihts :ineZ zahlreichenPublikumö eine Tracht Prügel mit einem Ochsenziemer verab reichte. Seit drei Jahren hatte Ack:rmann dem Fräulein den Hof gemackt und Jedermann glaubte, daß er sie hnrathen würde, Bor Kurzem brach Streit zwischen Beiden auö und dieser Tage meldete eine Zeitung, daß fich Ackermann mit Fcl. Millie Wormser verheirathen würde AlS dann vor dem genannten Bahnhof Frl. James dem Treulosen begegnete, schlug sie mit der Peitsche darauf loS, bis er davon lief. ' Tausende, von Menschen sahen dieser Tage dem Stapellauf des riesigen ??Lnfmasten'ScboonerS .Äobn B. PreScott- von Bean'S Schiffsbauyof ln Camden. Me., zu. Frl. Jennie PreScott von Webster. Mass.. die Toch. ter deö Eigenthümers, taufte daS Schiff, aber nicht wie üblich mitChampagner, fondern mit einem RosenBouauet. welcöeS sie über den Bua dcS SchiffeS warf. Der Schooner, w:lqer für ven oylenyanvel bestimmt in, genießt die Auszeichnung,' das größte Segelschiff im Wasser zu sein, und sein Erbauer. H. M. Bean, ist mit Recht stolz auf daö stattliche Fahrzeug, welcheö 583.000 gekostet hat. Das Schiff ist 412 Fuß lang. 44 Fuß 4 Zoll breit und 21 Fuß 11 Zoll tief. Jeder der fünf Masten ist 112 Fuß 6 Zoll hoch. DaS Schiff wird mit Dampf geheizt, und in allen Theilen sind elektrische Glocken angebracht. Die Anker wiegen 6000 Pfund und daö Schiff kann 4300 Tonnen Kohlen ausnehmen. Frau ö. R. Stafford von Montclair. N. bat dem Präsidenten McKinley die Flagge zum Geschenk gemaazr, welche vom Mastkorb von Paul JoneS' Fahrzeug Bon Homme Richard" wehte, als dieses am 23. September 1779 den denkwürdigen Kampf mit dem englischen Kriegs Ms .eraptS' bestand. . Die lagge wurde , von Lieutenant , Staford. einem Vorfahren des Gatten der Geberin, während deS Gefechtes in Sicherheit gebracht und von der Marine-Commission von Vbiladeldbia im Jahre 1784 Jameö Bayard Stafford in Anerkennung hervorragender Kriegsdienste zum Geschenk gemacht. Die Flagge war, wie Frau Stafford nachweist, da erste Sternenbanner, welche von einem amerikanischen Kriegsschiff wehte, in englischen Gewässern gesehen wurde und von einer ausländischen Macbt salutirt würd. Präsident McKinley hat das mit Dank entgegengenommene Geschenk im Nati 7 rm..f... r . rm iuma.:u(ucum au gangen lauen. In derPongratz '.scher. Wirthschaft zu Cham entstand eine große Rauferei, wobei der HäuSlerSsöhn G. Wittmann von Stockn bei Zant in die Brust gestochen und. dann aus die Straße hinausgeworfen wurde, wo er unmittelbar darauf verschied. Sew Schwager Franz Schmaderer von Stockn wurde durch Beilhiebe aus den Kopf so schwer verletzt, daß er auch schon gestorben sein soll. Daö Gastzimmer bot ein. Bild greuliche? Verwüstung. Zwei Burschen von Altenmarkt sind alS die muthmaklichen Thäter verhaftet. Der in Cottbus wohnende Arbeiter August . Kuritz. geboren am 16. September 1L43 zu Sussow Kreis Kalau, hat seine Ehefrau durch einen Messerstich hinterm rechten Ohr im Schlafe ermordet. ' Daö Sjährige Tochterchen. welches in demselben Zimmer schlief, hat von der Ausführung dieser That nichts . wahrgenommen. An ülcxizz der Na! bat frij sich

in der Richtung nach Strelitz entfernt und ist bis jetzt nicht zurückgekehrt. Die C ? w m

Polizel. welche von .Hausbewohnern von dem Morde n'.lterrichtet wurde, fand die Frau im Bett als Leiche vor. Einen Kampf scheint Kuritz mit seinem Opfer nicht gehabt zu haben. Kuritz, der dem Trunke ergeben war, hat die That wahrscheinlich in trunkenem Zustände ausgeführt. Die Polizei fahndet nach dem Thäter. Der Schwurgerichtshof in Konstantine hat die beiden reichsten und angesehendsteu Araber der Region El-Milia zum Tode verurtheilt. Die Ursache der Verurtheilung war folgende: Ein unauslöschlicher Haß herrschte seit zwanzig Jahren zwischen dem Scheik Sayid und einem Mann seines Stammes, Ahmed. Sayad war inzwischen gestorben und seine Wittwe, die mit den Schwiegersöhnen m Streit lebte, gab Ahmed Vollmacht, diese Sayad Said Lärm und Sa had ben Abdakah bei dem Kadi zu verklagen. Kaum hatten die Schwie gersöhne dies erfahren, als sie in Be gleitung ihres Cousins Bon Mezray sich zu Ahmed begaben und diesen ohne Weiteres mit drei Gewehrschüssen tod teten. Die beiden Schwiegersöhne deS früheren Scheiks wurden zum Tode, ehr Cousin zu zehn Jahren Kerker ver urtheilt. Ein Sonderling hatte sich vor dem Schwurgericht in Zweibrücken wegen Todtschlages zu verant Worten. Der 66 Jahre alte Rentner Ottmar Weigel aus Rheinzabern lebt trotz seinem, bedeutenden Vermögen sehr einfach und meidet jede Gesellschaft. Sein Nachbar, der Maler Reiß, trieb es seit längerer Zeit als Sport, den menschenscheuen Hypochonder zu hänseln und zu belästigen. AlS Reiß ihm nun auch noch emen gemeinen Schimpfnamen anhängte, war die Geduld Weigel's zu Ende. Er riß ein Jagdgewehr von der Wand, eilte dem Beleidiger nach irnd schoß ihm aus nächster Nähe einen vollen Schrotschuß in den Kopf. Reiß war auf der Stelle todt. Nach der Angabe des als Sach verständigen vernommenen Psychiaters Dr. Karrer (Klingenmünster ist Weigel hochgradig nervös und in Folge erblicher Belastung und durch Alkoholgenuß nur in gemindertem Maße zurechnungsfähig. DaS , Urtheil forttete auf ein Jahr sechS Monate Gefängniß. . Ein großer Juwelendiebstahl wurde zum Nachtheil der Tochter der Prinzessin von Bibisco, die das Schloß Scex am Ufer der Saone bewohnt, unter folgenden Umständen begangen: Die zunge Prinzessin Bibesco war vor ungefähr 6 Monaten über Lyon und Genf auf Reisen gegangen; sie hatte sich während einiger Zeit in Er.g5.din aufgehalten und war dann über Luzern und Zürich nach Frankreich zurückgekehrt. Bei ih rer Ankunft in Scex bemerkte ihc Dienstpersonal beim Auspacken der Koffer, daß der Juwelenschrein, der sich in einem Koffer befinden sollte, verschwunden war. Es wurde zwar sofort eine Untersuchung angeordnet, aber da die Prinzessin während der ganzen Dauer ihrer Reise niemals Gelegenheit gehabt hatte, ihre Juwelen anzulegen, war sie fast ganz außer Stande, nähere Angaben zu machen; insbesondere ist es ihr nicht erinnerlich, wo und wann der Juwelenkasten verschwunden ist. Die Juwelen hatten einen Werth von 120.000 Francö. Eine heitere Episode, bei der die Socialdemokraten die Geprellten waren, ereignete sich bei einem anläßlich der Einverleibung von Neckarau von der Stadt Mannheim gegebenen Festessen. Es war vorher festgesetzt worden, daß nach dem ersten Gang das Hoch auf den Großherzog von Baden ausgebracht werden sollte. Ze C?k"''nld'mr'kr't?n ln-Ti bierrm Kenntniß bekommen und betraten den ensaai crn. iuiG);tm oas JQoca ver: klungen wr. Im Saale aber hatte man inzwisch-n die für die anscheinend ausgebliebenen Herren bestimmten Plätze anderw:itig besetzt, da daZ Festessen viel stärker besucht war, als man ursprünglich angenommen hatte. Die langenGesichter der eintretenden socialdemokratischen Stadträthe und Stadtverordneten kann man sich denken. Eine Zeit lang irrten sie suchend und hilfeflehend durch den dicht besetzten Saal, jedoch lein Mensch kümmerte sich um ihre Noth. ES blieb ihnen schließlich nichts Anderes übrig, als mit leerem Magen abzuziehen, was vielfach unter den übrigen Festgastcn große Heiterkeit erreate. , ,,, Salzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körvertheil, Hood'ö Sarsaparilla, der große Blutreinige? heilt Salzfluß. Hood'S yillen birken Vorzuglich noch der Mahlzeit und kurirea üopfveh. 25.

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