Indiana Tribüne, Volume 22, Number 117, Indianapolis, Marion County, 16 January 1899 — Page 1

'Ar s 0X o' fis ritt kVA Art V yy ly w o w kx o w v Office : No. IS Güt Olafons; Otrasze. Telephon 1 171 Jahrgang SS. Indianapolis, Zndiana. Montag, den 6. Januar (899. dcJ117

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Angeblich lebendig begraden. WestSuperior, WiS., 16. Jan. Sine sensationelle Entwickelung scheint der Fall der Frau Wilsung nehmen zu sollen, welche angeblich lebendig begraben worden ist. Aus Anweisung deS DistriktSanwaltS begab sich der hiesige Coroner DownS heute nach Duluth, um die Leiche behusö Sektion und Feststellung der Todesursache aus Verlangen der Angehörigen zu ezhumiren, wozu die. Behörden in Duluth die Erlaubniß ertheilt hatten. Ali er aber am Trabe mit einem Leichenwagen ankam, und da? Grab zu öffnen begann, widersetzte sich eine Gesellschaft von 160 Juden seinem Vorgehen, griff ihn an, und zwang ihn, unverrichtete? Sache zurückzukehren CoronerDownSbeabsichtigte denVeruch um Mitternacht mit genügender Mannschaft zu widerholenunddurchDr. Conklin morgen die Sektion vornehmen zu lassen. 3m jüdischen Tabernaele kam ek heute Nachmittag zu einem Krakehl, und die Bekannten und Verwandten der Verstorbenen griffen den Ehemann Wilsung thätlich an, woraus sich eine allgemeine Schlägerei entwickelte, der die Polizei ein Ziel etzen mußte. Botschafter White über die Hetzereien. Berlin. 16. 3an. Der hiesige amerikanische Botschafter sagte heute : Die ganze Indignation in den beiden Landern ist in diesem Jahre ebenso grundlos wie im vorigen. Meiner Ansicht nach geht sie einzig von einer leinen Anzahl Leute auS, die i Trüben sischen wollen. Deutschland weiß, daß seine beste Politik im Osten darin beüeht, mit den Ver. Staaten auf gutem Fuße zu sein. ES hat keinen Grund zu Sympathien mit den Spaniern oder Insurgenten, und kann keinen Vortheil von einem Aushetzen derselben gegen unS erwarten. Daß eS in Hongkong und sonstwo Deutsche giebt, die sich einen Zorn auf die Amerikaner einbilden, ist ebenso sicher, wie, daß eS dort und anderSwo Amerikaner giebt, die Deutschland nicht lieben. Aber diese Herren lenken weder die Politik in unserem Staatsdepartement noch die des deutschen Auswärtigen Amtes. Die Beziehungen zwischen unserem Lande und Deutschland waren während deS Krieges völlig harmonische, und seit dem Kriege haben die Deutschen sich bei unseren Vorschlägen beruhigt. Sie sahen von Anfang an, wie der Krieg enden würde, und aceeptirten die Situation in vollständiger Freundschaft. Weit entfernt, in jetziger spater Stuude über Besitzungen im Pacisic Crreit anzufangen, neigen sie mehr und mehr dazu, mit unS zur Ausdehnung deS Handels und der Civilisation zusammen zu arbeiten. Vor kaum einer Woche telegraphlrten sie ihrem Vertreter in Zloilo, unte? keinen Umstanden Otreitkräste zum Schutz der Spanier zu landen, sondern daS den Amerikanern zu überlassen. Und in der gleischsrage haben wir allen Grund zu der Annahme, daß die neuen Zustände für uS viel Vortheil haster sein werden, als die alten. Die Kölnische Zeitung schreibt in einem inspirirten Artikel : Die deutsche Regierung kämpft nicht mit geschlossenem Bisir. Außerdem würde eS in Anbetracht deS Umstandet, daß die deutsche Industrie den amerikanischen Markt braucht, unglaublich thö richt sein, eine dem amerikanischen Volke feindselige Politik einznschla gen u Die Militär vorlag,. B erlin, 16. Jan. Der Reichstag trat in die. zweite Berathung deS StatS ein. Kriegsminister v. Goßler, der die Nothwendigkeit der Militär vorläge zu begründen hatte, sprach geschickt und wirksam. Zuerst rechnete er mit der starken Strömung im Centrum ab, welche die Zustimmung zur Vor läge davon abhängig machen will, daß die zweijährige Dienstzeit gesetzlich se?

gelegt werde. Mit einer Entschiedenheit, die allgemein ausfiel, wies er die dauernde Festlegung der zweijährigen Dienstzeit ab. Man habe über sie bisher nur kurze Erfahrungen gemacht

und diese ermuthigten nicht gerade. In Folge deS Fortsalls deS dritte DienstjahreS müßte daS zu erlernende Pensum in zwei Zahren absolvirt wer den, waS daS AuSbildungkpersonal un gemein anstrenge. Dazu komme aber noch hinzu, daß Letzteres alle die vorzüglichen Kräfte verlöre, die.bei drei jähriger Dienstzeit als Unteroffiziere dem dritten Jahrgang ..entnommen würden. Dieser Mangel an Hilfsper sonal habe sich bereits so fühlbar ge macht, daß, wenn in Zukunft nicht ein Theil deS . dritten Jahrganges freivillig bleibe, eS nothwendig werden könnte, auch bei der heutigen zweijährigen Dienstzeit die Regierung zu ermächtigen, eine bestimmte Quote des dritten Jahrgangs für ein drittes Dienstjahr bei der Fahne zu behalten Auch über daS Rekruten-Material klagte der Kriegsminister. Geil 1882 habe sich in erschreckendem Maße jährlich die Zahl der schon vor ihrem Sintritt bestraften Rekruten vermehrt. Heute betrage diese Zahl 82 Prozent mehr alS im vergangenen Jahre. Weiter bezog sich der Kriegsminister auf die Erfahrungen deS letzten Krieges, die deutlich den hohen Werth einer guten militärischen Ausbildung hätten erkennen lassen. Hiermit kam er aber bei dem freifinnigen Eugen Richter schön an. DaS eien Redensarten, die der KeiegSminister immer mache, wenn er mehr Geld und Menschen haben wolle. Die deutche Armee gebrauche die Erfahrungen deS letzten Krieges absolut nicht unere Armee ist sür alle ihre eigenen Armeen verbessernden Völker Vorbildich, ihre Güte unübertressitch, und dahe? habe sich alle Welt gewundert und enttäuscht gefühlt, daß die Regierung schon wieder mit Vermehrungen und Reuorganisationen an den Reichstag herangetreten sei. Dies fortwährende Organisiren bringe eine höchst schädliche Unruhe in alle Formationen und lasse glauben., daß der ZickzackkurS auch schon beim Militär eingerissen sei. Er müsse allerdings zugeben, daß der KriegSminifter mit dem Friedenkmanifeft deS Zaren nicht rechnen könne, denn daSselbe sei einzig und allein eine sentimentale Anwandlung deS russischen jungen Herrschers, aber andererseits müsse doch endlich einmal mit der ftetigen Erhöhung deS Kriegsbudgets ein Ende gemacht werden. Im Landage," sagte Herr Richter mit erhöbener Stimme veiter,varnt derFinanzminister Miquel vor der Vermehrung der dauernden Ausgaben; ich möchte hm rathen, er solle auch mal den Reichstag warnen." ' (Große Heiterkeit.) grhr. v. Stumm - Halberg glaubt das Zarenmaniseft ernst nehmen zu müssen. Wenn er und seine Partei trotzdem für die Vermehrung stimmen werde, so geschehe daS aus der höchst praktischen und patriotischen Rücksicht, daß man auf der Friedenskonferenz möglicherweise eine prozentuale VerMinderung der Rüstungen beschließen werde; und bann komme Der am Beften fort, der vorher am meisten gerüstet sei, und deshalb stimme er für die Vorlage. (Heiterkeit.) Außerdem seien die Otreitkräste deS ZveibundeS denjenigen deS Dreibünde? noö immer überlegen. NamenS der Konservativen erklärte Herr v. Levetzov, seine Partei erwarte noch Aufklärung in der Kom Mission. Der Lauf der Debatte, und was man in den CouloirS hört, macht die schließlich? Annahme der Vorlage zwei selloS. Zu den Anträgen, die auS dem Hause hervorgehen werden, gehört na türlich wieder der deS Centrums auf Zulassung der Jesuiten. Er soll, am nächsten SchverinStage gestellt werden, womit freilich noch nicht gesagt ist, daß er auch sofort zur Diskussion kommt. DieDreysuS-Assaire. P a r i S, 15. Jan. Der Soir sagt, der deutsche Botschafter Gras Münster habe gestern plötzlich Paris verlassen, weil er vom Staatssekretär deS AuSvärtigen, von vülow, zu einer Conferenz bezüglich der DreyfuS-Vffaire berufen worden sei. C werden Anstalten getroffen, um

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zu gewähren, damit er vor dem KassationShof in der DreyfuS-Untersuchung aussagen könne, nachdem ESerhazy dem Präsidenten Mazeau eine Uebersicht über die Aussagen geliefert hat, welche

er machen kann. L o n d o , 16. Jan. Wie der Correspondent deS Daily Telegraph in Caynne meldet, hat der KassationShof eine zweite venehmung DreyfuS' be züglich feines angeblichen Geständnisses gegenüber dem Hauptmann Lebrun Renault angeordnet, unter dessen Auf ficht er zur Zeit seiner Degradirung stand. Sturm in der Schweiz. Bern, Schweiz. 15. Jan. Ein heftiger Sturm mit furchtbaren Regen gössen hat viele Gegenden der Schweiz heimgesucht und großen Schaden angerichtet, viele Gebirgspässe find ge sperrt und man fürchtet schweren Cchaden durch Ladinen. Wollte nicht verkauft werden. London. 14. San. Der Wiener Correspondent der Daily Mail sägt: Die Gräfin Rosemont de Rouge- Uiz Tochter deS Millionärs Steward in Boston, hat hier seit einiger Zeit ineognito als Gouvernante in einem Hause gelebt. Sie ersuhr venige Minuten nach ihrer Trauung, daß der Graf sie nur geheirathet habe, weil ihr Vater versprochen habe, seine Schulden im Betrage von tzl.600.000 zn bezahlen. DaS war ihr zu diel, und um gegen einen solchen Verkauf zu Protest!ren, verschwand sie und will ihren LebenSunterhalt selbst erwerbe, bis sie ihre Ehescheidung durchgesetzt hat. , Die Sage in Zloilo. Manila, 15. Jan. Soeben auS Zloilo auf der Insel Paday eingegangene amtliche Depeschen lassen schließen, daß die Eingeborenen freundschastlich gesonnen find, wenn sie sich auch absolut weigern, die Landung amerikanischer Truppen ohne Befehl auS MaloloS, dem Sitz der fogenannten Filipino-National-Regierung zu gestatten. Einige Beamten in Zloilo stehen nicht im Einvernehmen mit. der revolutionären Regierung, sondern find bereit, sich einem amerikanischen Protektorat zu fügen, und werden sich zu Agninaldo verfügen, um ihm Borstellungen zu machen, falls die Amerikaner ihre Beförderung übernehmen. , Die amerikanischen Transportschiffe Nevport, Arizona und Pennsylvania mit dem 18. Infanterie - Regiment, dem Bataillon auS Iowa, dem 6. Artillerie - Regiment und einem Detachement deS OignaleorpS, welche General MillerS Erpeditio bilden, liege bei SuivaraS ZSland zwischen Panay und NegroS vor Anker, wo sie vorzügliche Wasserzufuhr haben. Die Singeborenen hatten zwar anfänglich nicht Luft, den Amerikanern frischen Proviant zuzuführen, aber gestatten jetzt den amertkanischen Ossizieren anS Land zu kommen und stellen ihren jederzeit eine Eskorte. OigS-NatZriiZien. Angekommen in : H a v r e : La GaSeogne" von New Ssrk. Antwerpen: Nederland" von Philadelphia.' allerlei. Sieben Tage lang auf einer unbewohnten Insel zu verbringen, ohne andere Nahrung als Muscheln und Seegras, war das Schicksal von drei Klondikefahrern. Dr. Phillips auS New York, Robert Blick und Mlliam Bridges, welche auf der Fahrt von Port Sumpson nach Skagway mit ihrem, kleinen Schooner auf oie offene See verschlagen wurden. Mit knapper Noth retteten sie . sich an den Strand des öden unbewohnten Tongas Island, wo sie Tagelang Hunger und Kälte erdulden mußten. Ein Jndianerknabe, der in einem Canoe von einer benachbarten Insel herkam, wurde von den Verzweifelten sofort gepackt und gezwungen, sein Boot ihnen zu überlassen. Dann unternahmen sie in dem kleinen Fahrzeuge die Rückreise nach Port Simpson. Sie waren, als sie dort eintrafen, dem Hungertode nahe und völlig erstarrt. In Fontanelle. Adair County. Ja., starb dieser Tage die Mutter von George Sears und ver theilten die Kinde? und Erben das Mobiliar, wobei jedes sich wählte, was ' t wollte und einen noininellen Preis

dafür bezahlte. George 'Sears erstand einen alten wurmstichigen Lebnstuhl, für den er 25 ?ents cfferZrte und ihn erhielt. Er brachte dcn Stuhl

. nach Hause, wo ihn Frcui Sears wegen ' ii cm''.tn." ü . uc uiicn xioöciiuaes ganz geyorig auszankte. Der Mann ging ärgerlich fort.und kam mürrisch nach Hause; doch wie erstaunte er. als ihm seine Alte freudestrahlend um den Hals fiel, ihn abküßte und ihm zu d?m alten Stuhl, den er gebracht, gratulirte. Sie führte den Erstaunten nach dem Tische, aus dem $1100 in Banknoten fopen, welche Frau Sears in de? Abwesenheit ihres Mannes in dem Möbestück gefunden hatte. Der Stuhl kLtte einen doppelten Voden den welb ttcher Scharfsinn bald entdeckt hatte; sii schraubte ihn loS und fand das Geld. Die anderen Erb?n sollen jet schiefe Gesichter mach?n. . Die Theorie, da ß die Natür jeden lebenden Körper veranlaßt, in ihn eingedrungene fremde Stoffe oder Körper wenn möglich selbst wieder auszustoßen, ist durch einen Fall, welchir im St. Michaels Hospital zu Jersey City behandelt wurde, in eclatänter Weise auf's neue bewiesen. Mit einem schmerzhaften Geschwür am Unterschenkel, welcher berelts angeschwollen war. fand der 25,jhrige Patrick Landes in der Anstalt Ausnähme. Er war in Trenton vor etlva zwei Jahren durch einen Schun in die Wade verwundet worden. Die Aerzte dors im Hospital hcrttai die Kugel nicht finden können und seitdem hatten sich beständig große Geschwüre am Unt,rschenke! gebildet. Landes hatte sich verschiedenen Operationen unterziehen müssen, doch war die Kugel nie gesunden worden. AlS die Aerzie im St. Michaels Hospitale nun das Geschwür öffneten, waren sie nicht wenig t staunt, als die so lange vergeblich gesuchte Kugel mit dem Eiter auö der Wunde kam. In Perry Hall an der VehairRoad, etwa neun Meilen von Baltimore entfernt, hat der Hufschmied Loutö Walter, ein Sohn des Ex-Frie-densrichterö Henry Walter, auf eigen thümliche Weife Selbstmord begangen. Er.' schraubte nämlich einen alten Flintenlauf in einen Schraubstock ein, lud den Lauf mit Pulver und Blei und entzündete dQs Pulver auf der Pfanne durch . einen brennenden Holzspahn, nachdem er sich aus den Kmeen vor dem Schraubstocke niedergelassen hatte. Die Kugel durchbohrte das Herz und der Tod trat augenblicklich ein. Ein Strick. welcher m der Nahe lag, wies darauf hin. daß Walter anfänglich sich zu erhängen beabsichtigte, später jedoch eine andere Todesart vorzog. Was den 41jährigen Mann, der in guten Ver Hältnissen lebte und eine Gattin und drei Kinder hinterläßt, eigentlich zu der That veranlaßte, wird wohl nie aufgeklärt werden. Man nimmt jedoch an, daß er durch Melancholie, die sich seiner letzthin bemächtigte, in den Tod getrieben wurde. Der 57 l a h r t g e. v e r y e träthete Austräger Georg Schmid von Saularn. Gemeinde Hohenau, lebte mit seinem Sohn Johann beständig in Unfrieden. Auch neulich entspann sich wieder ein Streit zwischen Vater und Sohn, und kurze Zeit hernach todtete Schmid seinen in der Scheune beschäftraten Sohn meuchlings durch einen Gewehrschrotschuß. Die herbeieilende Ehefrau deS Sterbenden wurde, nachdem sie ihr Gatte mit der letzten Lebenskraft noch geküßt hatte, von dem Wütherich mit einem Beil schwer verlekt. worauf sich dieser selbst, ein ungefährliche Schußwunde am Kinn beibrachte. Im vornehmsten Theil des Westens von Berlin gab eS ein Skandälchen. dessen Vorgeschichte ein ganz interessantes Kapitel aus dem Leben der Großstadt ist. Ein reicher, sehr reicher alter Herr, der schon über die sechzig ist, aber dessen Herz noch feurig und frisch wie in der Jugend schlägt, begegnete vor mehreren Janren eines Abends in der Friedrichstraße einem sehr hübschen jungen Mädchen, daS ohne Prüderie auf die Liebeswerbungen des Alten einging. Der grauhaarige Adonis verliebte sich sterblich in seine neue Bekanntschaft und schickte das Fräulein nach einer Schweizer Pension, wo ihm die Grundzüge der gesellschaftlichen Bildung beigebracht wurden. AlS die äußere Politur glänzend genug zu sein schien, als Madernoiselle Bertha sogar etwas französisch plappern konnte, reiste ihr On W mit ihr nach London, wo er einen alten Bekannten,' einen Grafen von altem Geschlecht, bewog,, Bertha zu adoptiren. Dann heirathete der alte Herr trotz heftigen Protestes seiner verheiratheten Töchter und Söhne das'einstige Mädchen von der. Straße. Jetzt sieht man die Dame sehr oft ausreiten und sahren, wobei sie sowohl durch ihr elegantes Kostüm, als auch durch die geschickte Art. wie sie die Zügel lenkt, die allgemeine Aufmerksamkeit erregt. Kürzlich ließ sich bei der jungen Frau ein ziemlich schlecht gekleidetes Mädchen melbcn eS war die Schwester der reichen Dame. Sie bat, da es ihr nach dem Tode der Eltern sehr schlecht ehe, die reiche Schwester um eine Unterstützung, aber Madame prügelte sie unter wüsten Schimpfreden mit einer Hundepeitschc die Treppe hinunter

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än P. abe.ck. von voea. N. I. ei LX"eran der Z. N. H. Artillerie und seit 2 dreißig Jadnn bet der Barock & Mnnsel Garria ae &. von uburn sagt: .Ich schreibe, um meinen Dank auk,uspr,chen für den wunder bare Kitten, den mir Dr. Mile' Heart Eure brachte. Äch litt seit Jahre an Sciattca all Resultat U rmeeleben, wodurch mein Her, in schlimmster Weise ergriffen wurde, meine Glieder schmollen n von den nkchel aufwörtt. Ich war aufgeblasen, daß ich nicht tm Stande .war. meine leider ,uuknöpsen. hatt heftig Schmer,? in der Herzgegend, erstickende nsälle und kur,en them. Drei onate lang konnte ich nicht liegen und nur in einem Armftuhl schla sen. Ich wurde von den deften Doktoren behan delt. aber allmöhlig schlimmer. Vor ungefähr einem Jahre begann ich Dr. Mile' Heart Eure ,u nehme und k rettete mein Leben wie durch in Wunder. Dr. Mile,' Mittel werden durch alle Apotheker verkaust unter iner positiven Garantie: die erfi Flasche nlltzt oder dak Geld wird urlicker. stattet. Buch über die lkrankheiten dei ter,eot und der erven frei. rt1. A Cft t i r.5 ätolO: 5 istcrca j Utzl JS f Vjv' dresse: Dr. Milk edteal E.. Ettht. Jud. Ein blutige? D r a m a hat sich im Dorfe Biltoft bei Apenrade abgespielt. Der fcej seinem Sohne :vot)liende 7()jährioe Abnahmemann Nielsen kehrte Nachts in betrunkenem Zustande l)eim und sitzte im Hause da Trinken fort mit seinem Sohne. Hierbei geriethen die Beiden in Sinn, in desfen Verlauf der Sohn seinen Zater auf den Kopf schlug, dak oa Llut herabflog Der alte Mann tu risf zur Abwehr ein scharfes Messer und hieb blindlings auf seinen Sohn ein, so daß dieser aus vielen Wunden blutete. Als der Alte am andern Morgen erwachte, sah er seinen Sohn im Blute schwimmend todt vor seinem Bette liegen. Der alte Nielsen ging sofort zur Polizei, woraus seine ÄerHaftung erfolgte. In seiner Vernehmung behauptete er, von seiner grausigen That nicht das geringste zu wissen und dak nur der Alkohol ihn die That hätte ausführen lassen. Der Ermordete Kinterlant vier 5kinder. I n religiösen Wahn sinn ist der protestantische Prediger de Vries in Elberfeld verfallen. Er wurde von der Polizei ins Irrenhaus geschafft. De Vries war ehemals Pfarrer in Velbert und ist damals wegen seiner absonderlichen Ansichten aus dem Pfarramt entlassen worden. Hier suchte er nun eine eigene Gemeinde zu gründen und sammelte auch eine Anzahl Glaubige um sich, entwickelte aber bald Ansichten, die jeder gcsundenVernunft widersprachen, u. a. sah er sich als Himmelskind an und verstieß als solches Frau und Kmd als Teufelslinder, die schließlich derArmenverwaltung zur Last fielen. Auch kündigte er für dieses Jahr das Ende der Welt an. Seiner Festnahme setzte er den heftigsten Widerstand entgegen, so daß zu seiner Ueberwältigung schließlich vier Beamte nöthig waren. An der Widerstandleistung betheulgten sich auch einige weibliche Anhänger de Vries', die bei einem der Beamten Spuren ihrer Nägel ,hinterlieSui. Die auffallendsten Heilungen von Scrofeln, die man kennt, find mittelst Hood'S Sarsaparilla erzielt. Diese Mittel sucht seines Gleichen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur H o o d'ö. Ho ob's Pillen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich anGröße und QttiiQt. 25?. Der ew 7orIi tore (CtaMlrt 1853.) "SS it. Sutterid NTuüer! Zwei große Lager werden hier zu halbem Preis und weniger verkauft. Bekommen Sie Ihren Theil von Dry Goods, Notions, m HanShaltungssachen. ifanMüÜ S k?.M

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