Indiana Tribüne, Volume 22, Number 116, Indianapolis, Marion County, 15 January 1899 — Page 5

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WeeKifon von chyio Fand erbebliche Hilfe durch Pc-ru-na. Kongreßmitglied Z. Meekissn schreibt btn folgenden Brief an Dr. kzarrman. D r. S. B. H a r t m a n, ColumbuS, O. Geehrter errl Ich habe mehrere Fischen Pe-rwnä gebraucht, und dieselöm haben rmr ganz eußerordentlich gut gethan. S Äjt y JL. 2lchtb. D. Meekison. Ich litt an Katarrh des KopfeS und fühle mich durch den guten Anfanz vollkommen zu der Annahme berechtiqt,daß fortgesetzter Gebrauch vonZZe,ru-na eineKrantheit von dreißigjähriger Dauer ganz und gar ausrotten wird. Achtungsvoll, D. Meekison. Das fortdauernde Eintreffen derartiger Be stätigungen der Heilwirkung von Dr. Hart mans großartiger Kztarrhmedizin sollte den Werth derselben über jeden Zweifel hinaus feststellen. Die hervorragendsten Männer allerorten erkennen die Vorzüge von Pe,ru-na an und sind willens, ihrer Ueberzeugung in der Hinsicht Ausdruck zu verleihen, da eine absolut sichere, unfehlbare Kur sür Katarrh eine Wohl that für das ganze Menschengeschlecht ist. Alle Apotheker verkaufen Pe-ru-na. Fraaen Eie v einen Apotheke? noch einem Pera-na Kalender für daS Jahr 1699 Frei akggeben. Wenn Sie ein I AI0 kaufe wollen, so suchen Sie eö dort zu kaufen, wo Sie die größten Vortheile erlangen. Aber wie können Sie dieses auifinden, ohne viele Mühe und langes hin und hersuchen ? Ganz einfach: Verlangen Sie von unS Beschreibung und Preis deS IAN0. Außer diesen Pianos haben wir auch eine vollständige Auswahl von billigeren PianoS. Wlrfind gernebkreitIhnenTmpfehlungen auS Indianapolis und anderen Städten ÄndianaS'S zu geben. The John Churcli Comp'ny, CIncinnati. Ohio. Schicken Sie unZ81.0 ZöMW: Ihnen diesen großtu Z t. befte esr,,te okle Hol,ochos,n. ch dem eneftk I8te ell hkrgksttllt. bei ftraät. C. O. D. gut UntrrtuAnna eiedl idn ans der ftractit-gtatton unt wenn zur Ihrer Aufriedenbe,t bfjatjlm Sie dem Sracht genten1er, L,al Prels. f 18.0O; i den Sie den unt eivgeschtck ten xouat der zahlen J12.00 und MUtUII tosten. lerCfen ist N. röhe. ackofen ia4xisx U: der ObeNhel! SfcVK; )5chreibenTiesürunsererik. rie.a,alge errra aroöe Wärmeröhre.schwere Teckel.lckiwere euer Keine und Ofenrost, schwerer Aussah' schwere mit inn gefütterte Qsenthure. schöne utckelplatttrte Ber zierungea und Besevunqen: enra qxoiti, tidti. echtes mtt Ltandi,d ,r,klla sgefutterre Rkstr ir vd große versierte aff. Best Kohlenbrenner, je gemacht, und wir gben Ihnen frei einen extrae, Hoinsst, welcher den Ofen zu dem besten Holzdrenier macht. Wir gebe Jdnen ie bimdenb arn te, und garantiren sichere dlieserung auf Ihrer isendahn-Ztation. Ihr Lokal-Agent fordert ts.ui für einen solchen Ofen; die Fracht st nur unges. U iix S00 Meilen nd 1 können ir Ihnen weniafteni 110.00 !. Ädresier: Scars, Roebuck 4. Co. inc). Chicago. lc., . & UO. ftnd vollständig juverlässiz. Red.) CLEVELAHD !0 BUFFALO NNN, 5u Llee? " ÜIPAÄALLELEO KIGHT SERVICE. HEW STEAH&RS "CITY OF BUFFALO" an " City of Erie. both tocttther belcz without doubt, 1a all rapcts, tha flnet and fastest tbfttare ran la (& Laterit oi (sie crariisig puoiio ip Vüf uaita Bttes. TIME CARD, Daily imcluoino Sukoay. Uxrt aercliad 8 P.M. BulUlo 8 Arrlre Baffalo 6 A.M. CUveUsd6 - CSNTHJU. STAM8AR0 TIUC. ' Conaet1ont mnAm at Baffalo wlth traln tnr aJl Eiatarn And (n&dian DOlQt. Alle ticket agent for ticits YlA C. A B. Llnt. Moa xour eenta Tor uiatrtea parnpoiew SPECtAL LOW RATES TO BUFFALO AMD M1AQAM FALLS LVLXY tATUROAY RICHT. W. r. MCRMAN, BiauH, miimu Ammr, CLivaumo. CARL PINGPANITS - Lsutschs Buch Handlung 7 Eüd Alsbans Sttaße. stellungea und Wsnnement auf 2e w In. und NuZlande scheinend, üch und

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Copyright 8,8 ty lhe Gervita Prrtk & Plat C 0. 61. Mein lieber Herr Redattionär! o a. (. :x o) ycu ililq l o an n Wea. wie mei'Biknes geht, odder besser gesagt, wiees mt geht, gewöhnt, daß ich's ganz gut gleiche, tfi tell juheS a.eht nicks immer e ruhige - Werthschast! So von Morgens bis Owends gibts nicks zu schasse wann ich mich e wenig ausruhe wlll. dann leg ich mich hinnig die Var un nemme en Näpp, un wann die Jtids aus die Schul heim komme, dann wecke se mich uff un dann is es ebaut Zeit for Dinner un ich kann Jhne gar nit sage wie gut so e Dlnner tehste duht, wann' me? sich vorher so recht schön un diesent ausgeruht Hot. Die Lizzie Hot immer gedenkt, mir dehte den Wedesweiler doch noch kaput mache, awwer der Hot als rieteiert Ealuhnkieper seh? schön sei Lewe gemacht. Ich hen die ganze Zeit nicks von ihn gesehn, bikahs ich sin nit aus den Stoyr erau komme un er is off KohrS aach nit in mei Platz komme. 'Awwer ich hen von die Kids gehö.t. daß er arig heitohnd lewe duht. (Zr Hot sich e feines Boaaie kaaft un e Hohrs un duht alle Da sei Nraa dreiwe. Ich sin so aefickst. dak ich sell aach sehr gut erfordern könnt, awwer letzt muk ich den verdollte Salubn an Hand hen, do hört das alleö uff. Ich hen zu die Lizzie gesagt, mir des,er veyte den Saluhn ussgewe.. Aus kaase deht lbn doch Niemand. Do sin ich awwer schlecht, bei die Lizzie ankomme: Nosser Hot se gesagt, to gleiche's den Weg ganz gut. jetzt weiß r ' . . wemgsttns, wo. ou vei )ag un bei Nacht bischt. Ich hen dich immer schön in's Haus un du duhst aach bei e lang Schatt nit mehr soviel' drinke. Biseids daß, müßt ich jo aach e Rind. Vieh sein, wann ich jetzt das Geschäft uffgewe deht. Dann hätt der Wedes Weiler erscht recht de Lähf an uns, o no. so iesig l sin ich nit.- .?la. auck emol Lizzie'che," hen ich gesagt, du sprichst voir Geschäft. Es is gut ge nug e Geschäft zu hen, wann awwer aach nor e wenig Bißnes drin wär! Wann ich Owends Kassestor, mache. dann falle drei oder vier Nickel aus den Käsch - Draher, un wann ich dann Jnwenntohrie mache, dann fehlt e achtel eg Bier, e halwe Battel Witzkie. VoZzend Slegahrs u. s. w. Rufst du das Bißnes?" Newwer meind. Phil." sagt die Lizzie. .sell is schon ahlrecht genug, mir mache ennihau noch Geld dabei. Wann mir den Platz nit rönne dehte. dann' dehst du doch all den I Stoss in en annere Saluhn iuhse un dehst dein schönes Geld for spende. Mir kaase alles Hohlsehl un do sin die ckspen es doch nor halb so aroh. Ich muß sage, sell war riesenebbel ge sproche un gege so- AhrgumentS do hen ich aach nicks sage gekonnt. Jwwerhaapt is die Lizzie in die letzte Zeit, diel mehr sennsibbel. als wie se biefohr war. 3ch sin schubr. se bot do iraend Abbscheckt gehabt un ich denke, ich weiß aach was es is. Es war nor noch e kurze Zeit biefohr Krismeß un ich sin schuhr, se Hot e feines Pressent von mich eckspecktet. Se Hot jo aach ebbes hawwe solle wann ich nor gewißt hatt. was. In frühere Johre do hen ich ihr alle Krißmeß en silwerner Fingerhut. was mer uff deitsch en Timd?! rufe duht' for Krißmeßpressent gekaaft. Sell war doch ebbes von Silwer und was das Impohrtenste war, es h?t nit viel gekost. Später, wie mer' c wenig besser ab wäre, do Hot die Lizzie nit mehr soviel Sohing gedahn un for den Riesen Hot se aach nit mehr rbre Timbels ausgewohre. is es komme, daß se uff eemol e ganz: Backs voll Timbels gehabt Hot. Do hen ich off Kohrs stappe gemißt, noch mehr zu kaafe un biseids das,hen ich aach erfor dern könne, t wenig mehr Gild zu spende un do hen ich aach ebbes feir.eres kaaft. Wie di: Lizzie in b.'ssere Zirkumstenzes komme is, do Hot ;e for Krißmeh - Pressenz immer ganze Peil Geld gespend. In die erschte Lein sin do die 'Kids komme, wo mer jo immer e ganze Latt von gehabt ben. O. jes, do Hot se nicks drum gewwe. was der Preis war, nor bnmer das feinste Hot se gekaaft. Ich ti h-an-nert mol gesagt, sie sollt .nit !lut lisch sein. Später, wann die KidS emol älter sin. dann dehte se se doch :iit for danke. Sell Hot se awwer nit ge glaabt. awwer ich sin dieselwe Zeit doch recht gew?se. Der Karlie is en Toff geworde. un mein vkrheiraiheter Bud, well von dem kann mir' aach nit viel mehr sage, als daß 'schon ebaut drei bis vier Kids Hot.. Er duht sei Fraa nit schlecht triete, o, no. awwer er qleicht blos nit zu schaffe. Ick wunner. von wem er da heese Häbbit Hot! Die kleine Kids, well die sin jo noch ilonasters. wo mer nit diel eckspeckle kann, awwer ich sin schuhe, RaudieS albts aack. Wann so de Krißmeßzeij komme is. do iätt m,r doch denke soll?. daß se sich e wenig behehs? dehte. awwer nickskommeraus, sie wart ea säcktlie so wiescht, als wanns e annere Siesen wär. Sie hen gut geauz gewißt, daß se ihre Pressents doch tricge tubn. also wis l der 2ubs. sich zu debebfe. enibau? Ich ' lag. Jhne. die Festersch hen Wisches gehabt, sell war auteseit. Eemvl h;s :Ä m;ch den Iohnnie getaZelt un im 3?fwji: wSeh; Johnnie. Hot denn die Ma l'.vch keine Riemahrts In Rieg2hrd z.: hr Krißmeß Pressen: gemacht, oa je don mich eckspeckte duht?" 'Do rot der Johnny t wenig nachgedenkt un dnn sagt er, .natt ecksacktlre.- bot er aesagr.

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awwer die M.t ?'ilt scSon e lovvele

teims gesagt, ie deljt for K?!f:n'.etz e neie Sielskin Kehp krZ?ge. Lei Galle, hen ich gedenkt, die c.'.te L:hd!e werd awwer eckspensief. Awwer, ws konnt ich mache? Ich sin Hingange un sin in en Stohr for ihr Sielskin Kehp zu V rtv a ai' j v V vrverc. jjva ies Vvi oit: .vuniirtu Dahler käsch gekost! Awwer was duht mer nit, for PieZ in's 5)aus zu hen. Ich hen mich arig viir gefreit, daß ich die Lizzie ihren Wisch so ut getäckelt gehabt hen. E vaar 2ag später, do ho: der Johnny emol bei sei Ma aesosse un Kot fckman mit se tahkt. Nach e kleine Weil, sagt der rv . t ? . . rr t .rn ; -t . ' r. - X. oynnie: mzq, Dia, iaj roeijj t.. was du for e Kr:nmekzvresse.il von den Pa kriege duhst !" Off 5ioh:3 hbt do die Lizzie wisse gewollt, ivas und do do sagt er, e Sielskin Kehp. Do war die Lizzie geschk'hrt w alles und sagt: 55or Gut.cß Seht. :J hen mul jo auch eins geord::!! Ich dcch kein Juhs for zwei!" Der Johnnie Hot nit schnell genug zu m:ch in die Z'"'e hahl rönne könne. Pa, Hot er gesagt, du besser nimmst dei Order for die Ma ihr Pressent reduhr. dikahs sie Hot schon selbst e Kehp fer sich entert. Äell.' in die erschte Lein, hen ich sell nit so eckstra gegliche. awwcr dann hen ich gedenkt, es is aach nit so 5ös. wann ich mei Geld sehfe un do :si ich denn reiteweg zu den Stohr gange un hen aesaat. dak se mit den Kebv stappe sollte, bikahs ich deht mehbie lehter an ebbes disserent?? ordere. ' 'Z)er :orkiever bot fick nit aefreit. sell i3 e scbuhr Dina. awwer dieselwe Zeit Hot e? doch nit helfe gekonnt. Well, wie oec Kriß mek M komme is. do sin mer in de Parlor gange un do hen die Kid? ihre Dmgses kriegt, wo die Lizzie ,or se gekaaft bot. Se ben sich aria driwwer gefreit un die Lizzie Hot dann immer mich angeguckt, als wann se froge wollt, well, wo komm ich in? In e koppele Minnitts, hen mer alles gewißt: Ich hen daä Kehp addeztellt un so Hot die Lizzie ihres un da Riesolt war. das se gar keins kriegt Hot. Off Koh- Hot die Lizzie arig gegreint un ich hen nickö annerscht duhn könne, als das Kehp. am annere Daa Widder zu ordere. Der ffonn am Krißmeß war gespeult utt mit die SehslNg is es aach nicks gewese. Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liewer Philipp Sauerampfer. per Vrautwagen. i Als das später so berühmt aewordene Fräulein Minna Grünkohl noch als älteres junges Mädchen' mit ihrer Mutter im vierten Stock eines Berliner Miethshauses wohnte, machte sie zaghaft ihren ersten schriftstellerischen Versuch mit dem Roman Der Braut wagen". Der Stoff dazu war ihr eingefallen, als sie auf dem.Hofe den funkelnagelneuen Brautwagen erblickte. den der. im Hinterhause wohnende Fuhrherr Lehmann von dem Hausbeitzer Milde, von dem er, das Fuhrgechäft kaufte, übernommen hatte. Der alte Milde war einst Droschkenkutscher gewesen, dann Besitzer einer Droschke, dann Besitzer einer zweiten und dritten Droschke und endlich eines Brautwagens, welcher das Ideal seines Lebens war. Als er bereits zwei Brautwaaen verbraucht und bereits den dritten ganz neu angeschasst hatte, wurde er aus dringendes Ersuchen seiner gebildeten Kinder Hausbesitzer und Rentler. Vergessen wir aber dabei Minna Grünkohl nicht, welche nach Fertigste!lung ihres ersten Romans em Pseudonym für denselben suchte. , Ihren eigenen Namen wollte sie mit Rücksicht auf einen alten Erbonkel verschweigen. Dieser war ein in den Ruhestand verletzter Schornsternfegermeister und hätte, wie er sagte, die Schande, eme Schriftstellerin in seiner Familie zu haben, mcht erlebt. Da nun Minna Grünkohl einen Autornamen brauchte, kam sie auf die Idee, denselben auf, dem stummen Portier ihres Miethshauses zu suchen, und unt?r all' diesen Namen gefiel ihr keiner besser als derjenige des Hausberrn Martin Milde. So ging denn der Noman Der Brautwagen von Martin MUde in die Welt hinaus, und da er in mehreren kleinen Provjnzzeitungcn gedruckt wurde, erschien er auch in dem Stadtchen Eulenhorst, wo er von den Damen aller Stande mit höchstem Entzücken gelesen, von Fräulein jät.he Wqsser.mann, einer siebemlnzwanzig!ahr.igen Blondine, aber niH Inbrunst ver schlungen wurde. Seit diese n Roman galt ihr Mgrtin Milde als einer der berühmtesten Schriftsteller, wobei allerdingS nicht zu 'rschweigen ist, daß sie ihn deshalb so hoch schätzte, weil der im Brautwagei. geschilderte Held ihrem Ideal völlig glich. Wi, nun, wenn Martin Milde selbst dieser Held war,. und wenn er seine; seitS als sein Ideal Käthe Wafserman betrachtete, vorausgesetzt. ' daß er siy kennen lernte? ! Unter einem angenommenen Namen fragte sie bei der Redaktion der Eu tenhorster Zeitung- nach der Adresse Martin Milde'S, und sie erhielt' im Briefkasten die Antwort: Berlin W Feuerstraße 25.- : Wenige Wochen später sügte eö sich, daß Herr Direktor Wasserman mit seine? Tochter Käthe nach einem Nordsee bad fuhr, und die Reise ging" über Berlin, woselbst ein, mehrtägiger Aus. enthalt genommen wurde. Ob eS nun Zufall war oder nicht, Käthchen ging eines Tage im Westen Berlins spätren, und da sie fleißig nach den Straßenschildern blickte, entging ihr auck die .Feuerstraße nicht, i ebensowenig die Nummer 25.

I Zaghast trai sie in "den 'Hausflur " . ii i i rrr r rv 4. und emdeale nm Myigesauen oei: stummen Portier-, auf dem sie erfreut den Namen Martin Milde- erblickte. Der Sicherheit wegen beschloß sie, einen kleinen Jungen zu kragen, der auf der Straße mit Murmeln spielte. Sag' 'mal, Kleiner, in diesem Hause wohnt doch Herr Milde?Der Kleine erhob sich zu seiner dollen Größe, und mit dem Instinkt eines Berliner Jungen die Provinzialin witternd, sagte er mit hauptstädtischer Würde: : Wat wollen Sie denn von ihm?" Das geht Dich doch nichts an. Kannst Du mir nicht meine Frage beantworten ?- Nee, wenn Sie so sind, bin ick ooch so.- :; Käthchen zog ein Geldstück aus der Tasche und sagte, es dem Jungen hinhaltend: Willst Du nur antworten, wenn ich Dir dies Fünfpfninigstück gebe?" ' Der is ja-keen Fünfpfennigstück.So? Was ist es denn?- , Det is ja een Sechser! Aber det is mich eengal, geben Sie ihm man her. Nun, hier hast Du den Sechser, wohnt hier Herr Martin MildeZDet weeß ick nich." Käthchen starrte den Jungen betroffen an. Der Sechser schien also einer verfehlten Spekulation zum Opfer ge fallen zu sein, aber es schien auch nur, denn gleich darauf dämmerte es dem Jungen, und er sagte: Meenen Sie vielleicht den. ollen Milde? Ja, der wohnt hier.Jst denn noch ein junger da?" Ja. sein Sohn, der is Buchhalter in de Fabrike.Wie hoch wohnt er denn?" Vorne, eene Treppe !- Käthchen stieg empor und drückte an dem Knopfe der Glocke, welche sich ne ben dem schmierigen Messingschilde be fand, das den Namen Milde- trug. Ein Dienstmädchen, welches in Bezug auf Reinlichkeit dem Messingschilde Eonkurrenz machte, öffnete. Ich wünsche Herrn Milde zu spre chen.Ach so, wegen die Wohnung!" Ehe die junge Dame das Mädchen noch darüber aufklaren konnte, daß sie nicht wegen die Wohnung- komme, war dieses' schon verschwunden und kam gleich 'darauf mit dem Bescheide zurück, daß der Hausbesitzer sie erwarte. Ju'n Marien!" erwiderte der behäbige, in einen Schlasrock gehüllte Herr den Gruß seines Besuches, wollen Sie sich sie ansehen?" Ich komme nicht deshalb," stam melte Käthchen. ' ich wollte nur fragen, ob der Brautwagen" von Ihnen ist." Der Brautwagen? Ja, der is von mir. aber ich hab' da nichts mehr mit zu thun. Lehmann hat die janze Jeschichte übernommen." Käthchen muthmaßte. daß Lehmann der Verleger de Romans sei, und überging daher seine Mittheilung, indem sie fortfuhr: Ich wollte Ihnen nur meine Bewunderung des Brautwagens- aus drücken, namentlich wegen . der vielen erschütternden Stellen - Na, erlauben Sie 'mal.- unterbrach sie Milde, offenbar beleidigt, von Schüttern kann bei dem Brautwagen keine Rede sein, da sind die besten Federn zujenommen.- ! Allerdings, man da:f hier wohl von j einer berühmten Feder sprechen." " Na also, was wollen Sie denn! Sik j haben sich wohl verheirathet?- fragte der Hausherr, da seine Vermuthung dahin ging, daß Käthchen den Braut wagen in der Eigenschaft als Braut benutzt habe. ' Diese senkte erröthend das Köpf chen. Nein." lispelte sie. gerade deswegen hat der Brautwagen" auf mich solchen Eindruck gemacht. Ich habe darin das Ideal emeS Mannes gefunden. wie es mir stets vor der Seele schwebte." ' , Der ehemalige Fuhrherr starrte sie eine Weile nachdenklich an, dann aber schien ihm ein Licht aufzugehen. Aha, Sie sind Brautjungfer jewesen. und der junge Mann, mit dem Sie zusammen im Wagen saßen, hat Ihnen so sehr jefallen, nich wahr?" Käthchen schüttelte den Kops. Ih? wurde dieser Mcmn immer understöndlicher. Wie anders hatt jlt sich den Verfasser ihres LieblinasromanZ vorgestellt; ! ' Aber, dachte sie. vielleicht hat er den Roman aar nicht selbst geschrieben. vielleicht ist sein Sohn, dn Buchhattee. der Versasser,- " Ist denn der Brautwagen.- auch Wirklich yön Ihnen?" fragte sie daher noch einmal..Natürlich, von wem soll ihn Veh. mannd? i-tft: haben? - - Ich haß vielleicht Ih? Sohn V-""- . --"Ach. Ut 0 glücklicher Weise was Besseres isrden als ich der iSja Äuckbalte? -' . - I' . - ' .Wie : innen Sie das etwaH Besseres nennen? Gerade br Verui erschien mir fietS alS der i.lft. Wie glücklich ? . r-r x.' V müssen le icw ;n, Hyrer ugeno ge wesen.se.iX U die Fähigkeiten zu JHM Be,us tnlcckten!- ' ' ' .Na ja. wegeii die -vielen Trinkjel der.- meilite de: cliemaliae Droschken kutscher, ..davon hübe ick mir zuerst di Droschke uns nacer yn BraMwagen jkkaust. - kekt bühtii ci rnirfHA nickt m;t)r." sagie :Zätkchen kopfschüttelnd und zog die !ummern der Eulenbör ster Zeitung hevvor. welche dn 5!omau Der rau:wagen M?ieuen,,;;y?sen . :.e. a x.k .sjt': SK V.JIC.i WiilUU UlUl tyCUjllC hen?" ftQitc fuA i.ni?n sie ivp, auj

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besitze? eine Nummer vor die Augen hielt. Dieser las erstaunt: Der Brautwagen". , Von Martin Milde. Was soll das heißen!" rief der Fuhrherr a. D.. das is sicher eine Uhzerei von meine Stammtischfreunde. Die hatten schon einmal in's Blatt setzen lassen: Unserm Freunde Martin Milde ein donnerndes Hoch, so daß der janze Brautwagen wackelt!" Das war aber doch wenigstens zu meinen Jeburtstag. Was aber das hier bedeuten soll, da kann ich mir keinen Vers draus machen.7 Jetzt sah Käthchen ihren Irrthum ein und verabschiedete sich, zu ihren vielen zerstörten Idealen ein neues hinzufügend. (5 m p s e Y I u n q. Druden! (auf der Wohnungssuche): Dieses Zimmer ist wohl bisher immer von Studirenden bewohnt gewesen?Hauswirthin (eifrig): Ja. und ich kann -Ihnen sagen, sie haben alle ein vorzllKiches Examen gemachtZDas Allersüßeste. Freundin (zur anderen, welche sich 1 f r ee rr . 1 '. gicicv nacn Äeriassen oes Instituts verlobte): Ist denn das Küssen wirklich so gar gut?-' Na. da können sich sämmtliche Eonditoreien verkriechen!Freuden der Ehe. Sie: Habe ich nicht in tausendfächer Weise gelitten, seitdem ich Deine Frau bin?Er: Mag sein, aber in einer Weise sicher noch nicht.- SZ: (empört): In welcher, wenn ich bitten darf?Er: In stummer Weise.EinSchlauer. Herr: Das Wasser steht nun schon seit einer viertel Stunde llber'm Feuer, kocht es denn noch immer nicht?- Diener: Ge. dampft hat es schon seit einer ganzen Zeit, aber weil durch den Dampf so viel Wasser verloren geht, habe ich immer wieder, frisches n.i.aeaossen!Was sollen wir thun? Sine ernste und gefährliche Krankheit herrscht in unserem Lande. Sie ist tauschend und kommt so langsam, baß sie sich festgesetzt hat, ehe man ei recht merkt. Man kann sie in drei Stufen theilen. Zuerst Nierenleiden, Rheumatikmuk, Schmerz im Rücken, bäusiget und zuweilen schmerzhafte Uriniren. Schreitet die Krankheit weiter, so kommt ein Blasenleiden mit Schmer,en im Unterleibe, die Schmerzen beim Uriniren nehmen zu, zuweilen wird die Anwendung don Instrumenten nöthig. Wenn sich Stein bildet, so entsteht Geayr. Die dritte Stufe ist die ri.htsche Niereukrankheit. Da ist ek gut zu wisse, daß Dr. Kilmer, der große Nieren-Speziattk.! ein Mittel gesunden hat, das berühmt , st wegen seiner wunderbaren Heilung olcher ftälle. S ist Dr. Kilmerß Swamp Noot. Ei ist in allen Apoheken zu haben. Um seinen Werth zu beweisen, wird eine Vrobeflasche und ein Buch, das werthvolle Information enthält, auf Verlangen an eden grschickt. der sich an Dr. Kilmer & Co., Vingbampton. V. S . wendet. Wenn Sie sckreiben. bemerken Sie. daß Sie die Offerte in er Ändiana Tribüne" gelesen haben. Ö)'M aiä

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