Indiana Tribüne, Volume 22, Number 116, Indianapolis, Marion County, 15 January 1899 — Page 4

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Zudiana Jribüne. Erschenö Täglich und Sonma Die täglich Tribäne- kostet durch den Xxlt i ecnti e? Woche, die onntag.Irtba'k Sextl pe, Ooche. Leid ,usn M etl K H Ccntl yn Itit. Ver Y,ft uierhkU c it ngtWft Im ,ri,i ng V P? 1fr. ' Dfi 18 Süd 5Uasa Otre4 Indianapolis, Znd., 15. Januar 1899. Sonntags - Mnilerei. Das Kleine Journal" iu Berlin hat kürzlich die Frage aufgestellt: Welche That des neunzehnten Jahrhundert ist als die hervorragendste zu betrachten ?" SS ist selbstverständlich, daß eS mit der Beverthung von Thaten genau ebenso geht, vie it der Bewerthung von Speisen. Der Eine ißt gerne Gänsebraten, der Andere Kartoffelsalat, der Eine begeistert sich für die Wissenschaft, der Andere für Politik, der Dritte für die Kunst u. s. w. Die Frage ist also ebenso dumm, wie wenn man so im Allgemeinen fragen wollte, welches die beste Speise ist. ES kommt sehr daraus an, wo man geboren ist und waS man treibt, ob einem Spätzle, Kartosselklöße, Speck oder Beaffteak daS Beste dünken. Sine sehr große Zahl von beuten hat dahin geantwortet, daß die Wiederausrichtung deS Deutschen Reiches durch , BiSmarck die größte That deS Jahrhunderts sei. DaS läßt sich vom Standpunkte deS deutschen Patrioten auS begreifen. Aber eS wird nicht Jeder damit übereinstimmen, denn erstenS sind nicht alle Deutsche Patrioten und dann sind nicht alle Menschen Deutsche. Ich bin überzeugt der Amerikaner denkt anders darüber. Nach Anficht deS Amerikaners kann die größte That deS Jahrhunderts überHaupt bloß in Amerika geschehen sein. Superlative kommen bloß in Amerika vor. Unser künstiger Bundessenator Beveridge sagte z.B. .in einer Rede nach seiner Nominatiov, der Senat der Ber. Staaten sei die größte gesehgebende Behörde der Wett und selbst verständlich nickten Alle dazu mit den Köpfen. Zn Gedanken fügte er wahrscheinlich hinzu und ich der größte Senator". Warum der amerikanische Senat größer ist. als der sranzöftsche, oder ber deutsche BundeSrath, oder das englische Oberhaus wird zwar schwer zu ergründen sein; eS ist wohl Sache deö Glaubens und Herr Beveridge wird wohl daran ebenso fest glauben, vie an seine eigene Größe. Für die Bewohner dieser Seite deS Ozeans bleibt eS sich ganz gleich, ob man die Versenkung deS Merrimae, oder den Sieg DewcyS, oder die Sinnahme von Santiago, oder die Lynchuag Marion Taylors, oder die Liefer ung eibalsamirten Fleisches für die größte That des Jahrhunderts hält, die Hauptsache bleibt immer die. daß die That in Amerika geschehen ist, daß eS eine amerikanische That ist. Vom patriotischen. SuperioritätSge fühl abgesehen, hängt sonst wohl daS Urtheil über die größte That deS Jahr Hunderts vom Temperament ab und vom Steckenpferd, daS Siner reitet. 3e nachdem wird Einer eine kriegerische oder eine friedliche That alS die größte ansehen. Die Urtheile waren deshalb sehr verschieden. Natursorscher und Aerzte stimmen für daS von Robert v. Mayer entdeckte Prinzip von der Sr Haltung der Energie, oder für die Darvin'sche Theorie, oder die Srfindung deS Chloroforms, oder die Be gründung der Bakteriologie, oder die Spektralanalyse u. s. w. Sertha v. Suttner halt daS Friedenöm,nifst deS Zzren, ihr Gatte daS Vorgehen Zola'S und PirquartS, Frau v. Tro-Baro-styani die als Frauenbewegung" bezeichnete Erhebung der Frau zur Erringung ihrer Gleichberechtigung mit dem Manne für die große That deS Jahrhunderts. Merkwürdiger Weise finde ich unter den eingegangene Antworten keine Erwähnung deS elektrischen Telegraphen, oder deS. unterseeischen oder sonst einer Elfindung auf elektrischem Gebiete. Ein Professor der Astronomie an der Berliner Universität hält für daS Größte und Bedeutendste, waS daS Jahrhundert hervorgebracht hat, daS Erwachen und Aufblühen christlicher LiebeSthätigkeit, besonders die Errichtung innerer Mission". Der Man sollte Consiftorialrath werden. Ludwig Fulda meint die größte That deS Jahrhunderts sei die Sntdeckung deS sozialen Gewissens. Ich will die Antwort als geistreich gelten lassen, diel mehr ist sie nicht.' ES ist noch sehr fraglich, ob dieses Gewissen überhaupt entdeckt worden ist, eS ist fraglich, ob eS eziftirt.

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Der Schriftsteller Hermann Sar beantwortete die Frage, vie folgt : Für die größte That unseres JahrHunderts halteich den zweiten Theil deS Faust : denn in ihm ist der Seift von drei Generationen enthalten." Der Rede Sinn ist etwas dunkel. Hier haben wir zwei Dichter, von denen der eine die größte That auf sozialem, der andere auf litterarische Gebiete findet. Vielleicht gehört sie beiden Gebieten an, denn tiefer durchdacht und folgenschwerer als Karl Marz'S Werk DaS Kapital" ist wohl schwerlich je ein Buch gewesen. Darwin'S Entwicklung der Arten" kommt ihm darin vielleicht gleich, nur daß Darvin sich nicht auf sozial- sonder aus naturwissenschaftlichem Gebiete bewegt. Aber freilich, die Frage ist dumm. Man könnte ebenso gut fragen : WaS ist nühlicher, daS HauS oder daS Rind?" Thaten aus verschiedenen Gebieten lassen sich nicht mit einander vergleichen. Wenn aber irqend einer meiner Leser Lust hat, die Frage zu beantworten, möge er eS immerhin thun. Der Plauderer. Dunkle Meteore. Die neuerdings häufigen Nachrich ten von dem Aorübergang dunkler Körper vor der Mondscheibe hat ein Mitglied der Britischen Astronomischen Vereinigung veranla&t, darauf aufmensam zu machen, cafe oichc uriajci nungen gelegentlich eine sehr wunder liche Ursache haben können. Dieser Sternkundige Namens Graven beobachtete neulich den Mond durch ein Fernrohr und bemerkte plötzlich einen dunklen runden Korper, der in amel lein Fall über die Mondscheibe hinglitt. . r . "i.f! valo varaus von einem zrocucn aqnn chen gefolgt. Er hatte kein rechterer trauen zu der himmlischen Ursache die ser Wahrnehmung und unternahm eine aenaue Untersuchung seines In tru mentes. Da fand er denn zu seiner Ueberraschuna. dak diese Himmelser scheinung- von einigen kleinen Stäubchen herrührte, die jich von der ge schwärzten Innenseite des Fernrohrob jektivs losgelöst hatten und mehr oder wemaer senkrecht über das Glas weggefallen waren. Graven will in seinem Berichte darüber keineswegs die Behauptung aufstellen, daß die Beobach tunqen von Meteoren vor der Mondund Sonnenscheibe etwa stets auf eine solche triviale Ursache zurückzuführen seien, aber so viel ist gewiß, daß besonders nach längerer Nichtbenutzung eines Fernrohres solche Täuschungen durch schwarze Staubtheuchen häufig geschehen können, vielleicht sogar geschehen müssen. Es ist daher wünschenswerth. daß die Beobachter vor ihrem Eintritt in solche Untersuchungen ihre Ferngla ser genau auf diesen Punkt hin prüfen, reinigen und staubfrei machen. Pro fessor May. der Vorsitzende der astro nomischen Vereinigung, wies noch sei nerseits darauf bin. dak nach einer längeren Zeit ungünstiger Witterung sich die meisten Fernrohre in einem Zu stände befinden, der eine solche Reim gung vor Bezinn derartiger Beobach tungen nothwendig machen würde. Nach dieser Aufklarung scheint eine be sondere Vorsicht gegenüber den Nach richten von dunklen Meteoren oder gar zweiten und dritten Monden geboten. dak auch das Vorubergleiten von Zug vögeln vor unserem Tages- oder Nachl gestirn zu dergleichen Täuschungen Veranlassung geben kann, wurde schon früher bemerkt. Es wäre von besonde rem Werthe, wenn zwei oder mehr Be obachte? zu gleicher Zeit und an dem selben Platze die Beobachtungen aus nähmen, und die Sicherheit in der Ver meidung von Täuschungen würde sich noch erhöhen, wenn andere Beobachter an anderen Orten ebenfalls zu genau derselben Zeit ihr Auge durch das Fernrohr auf den Mond oder d:e Sonne richteten. Erst dann könnte man einigermaßen dahinter kommen, ob daS Vorübergleiten von Meteoren über Sonne und Mond zu den häufigeren Ereignissen gehört. Auf Grund einer Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung verurtheilte-.d:e Strafkammer in Chemnitz den Director Rahmig von der Fabrik von Winckler u. Sohn in Rochlid zu 150 Mark Strafe. In der Fabrik waren sechs Arbeiter, die ohne die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln Fäden rnit Bleiweitz-andrehten," an chronischer Bleivergiftung erkrankt. DaS Gericht nahm an, der Director habe die Erkrankung der Arbeiter dadurch fahrlässig verschuldet, daß er die in seinem Beruf erforderliche Aufmert .samkeit unterlassen habe. Moderne DiennSoten. (ZrpeS, Dienstmädchen: MaI.ist.denn daö für eme Familie, bei der Du jetzt dienst?" Zweites Dienstmädchen : .Ach. mit den Leuten ist nicht viel loS; von den Töchtern fährt nichts einmal eine Lictzcle.Auch ein T? s st.' m. .' . Rein. Papa, -den Herrn Baron hnrathe' ich niemals; ich mag ihn nicht leiden, er hat ja ganz rothe Haare.- .Gott, vie heißt rothe Haare? Hast De denn nicht bemerkt, daß sie ihm schon auSgehen ?" --Im Restaurant. Student (zum Kellner): .Sie. Jean, ver ist der Her? in der Ecke mit dem grauen Bart, der alle Tage hierberkommt?" Kell, ner: .Ah. das ist ja Ihr Professor!EineEvaStochter. Mut. ter: .Hast Du die. BonbottS mit Deinem kleinenBruder getheilt?- Elsa: .Gewiß, Mama, ich aß die Bonbons und gab ihm die Jerfe, veil er gar so ttrnlieül-

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Ein Schatten. Ton Marco Brociner. Sie waren eben von einem Qauballheimgekehrt, vom ersten Ball., den sie :n ihrer halbjährigen Ehe besucht hatten: er abgespannt, bleich, seine Verdrossenheit durch ein erzwungenes Lächeln maskirend sie hingegen noch frisch, munter, die Wangen glühend, die schönen, dunklen Agen sprühend vor Lebenslust. Sie blickte aus die Wanduhr. .Sckon vier rief sie. indem sie die Armbänder abstreifte, wie die Zeit verfliegt. Es war aber auch herrlich, nicht wahr?" Gewiß.- entgeanete er, und icy habe mich ja auch herzlich gefreut, dasz Du Dich so prächtig amüstrt hast. Und wie Du umworben warst! Du bist aber auch eine Tänzerin, wie man selten eine findet. Du hast a förmlich Furore gemacht." Er hatte sckernbar gut gelaunt ge sprechen. Aber in seiner St'.mme lag eine leichte Müdigkeit und etwas Anderes noch, das sie befremdete. E klana nicht wie ein verhüllter Borwurs, o nein, aber sie glaubte aus seinen Worten doch ein leises Mißbehagen herauszuhören. Sie trat dicht aus ihn zu, legte die Hände auf seine Schulter und schaute ihm so forschend in die Augen, als wollte sie die geheimsten Re gungen in. der Tiefe seiner Seele ergründen. Sie war schlank, at o gron wie er, daS Antlitz noch mädchenhaft anmuthig, die Gestalt von ungebrochener Jugendfrische. Ein leiser Schauer durchbebte ihn bei ihrer Berührung. Warum diese inquisitorischen Blicke?- fragte er ein wenig beklommen. Weil ick vermuthe.- erwiderte sie, was Dich' verstimmt. Du bist eifer süchtig! Geh', wie thöricht. Du weißt doch, wie alelchgiltig mir diese jungen Leute sind, die mich umschwärmten. Du welkt, daß Du junger, schöner er scheinst, als all die Anderen trotz der grauen Haarbüschel an Deinen Schläsen. trotz Deiner. . . Sie wollte noch etwas sagen, aber sie verschluckte die Worte, schlang rasch die Arme um seinen Nacken, küßte ihn auf den Mund, lachte dann fröhlich auf. wendete sich um und ging in das an stoßende Schlasgemach. Er blieb allein. Er horchte. Er vernahm das mstern ihrer Robe, wahrend sie sich entkleidete Dann rief sie ihm, schon halb schlaftrunken. .Gute Nacht!" zu. Und bald darauf 'verkündeten ihm ihre tiefen Athemzüge, daß sie eingeschlummert war. Er aber wußte, daß er nicht so bald den Schlaf finden werde. Es war in ihm eme Fülle von sorgenden Ge danken, von dunklen Empfindungen aufgehäuft, die nach Klarheit rangen. Er ließ sich auf einen Fauteuil ne ben dem Tisch nieder, über dem die brennende Oänaelampe schwebte. Er starrte sinnend vor sich. Und wie er so sann, strich er unwillkürlich mit der Hand über die Schläfe. Bei dieser Be wegunz fiel ihm ein. was ihn sein Frau soeben gesagt: dak er ihr schöner erscheine, als all' die Anderen. Trotz der grauen Haarbüschel an seinen Schläfen, trotz seiner. . . a yalte ne aoqeoroaien. vlun er gänzte er im Geiste den Satz: Trotz meiner achtundoierzig Jahre". Dann sprach er diese Worte halblaut vor sich. Eine bange Sorge beschllch ihn. Warum war sie plötzlich verstummt? Wa rum hatte sie sich gescheut, diese Zahl zu nennen? Wollte sie ihn nicht an sein Alter gemahnen, gerade heute, da sie sich in der überschäumenden Kraft ihrer neunzehn Jahre im Tanzsaale herumgetummelt? Das geschah sicherlich aus Zartgefühl. Sie empfand also bereits die Nothwendigkeit, in dieser Sache zartfühlend gegen ihn zu sein, vor ihm Bersteckens zu spielen. Ab:r ließ sich denn trotz seiner noch rüstigen Erscheinung sein Alter verheimlichen? El hatte es ja bereits heute gespürt, schmerzlich gespürt, in-jenen Momen ten. da er in einer Fensternische de' Saales mit pochendem Herzen stand und mit lauernden Blicken seine Fiau beobachtete. Wie sie mit ihren gesunden weißen Zähnen lachte! Wie ihre Au gen blitzten! Wie sie in glücklicher Selbstvergessenheit lächelte, so oft sie. von einem Tänzer umschlungen, bim den Saal dahinschwebte! Ab und z.. flog ein Blick zu ihm hin. in dem r deutlich die Bitte lesen konnte: Lass' mir doch dieses Vergnügen!" Und e war ja thatsächlich nur ein harmlose Vergnügen. Er wiederholte es sich un ablässig. Erdachte sich über sich selbs lustig. Eifersüchtig! Gleich jetzt schon Lächerlich! Und er empfand gleichwob eine eigenthümliche Beklemmung, ei: Gefühl der Angst vor etwas Namenlo fern, jene Angst, die ihn einmal bereit, überkommen hatte, in der Stunde dr Verlobung, da er den ersten Kuß au? ihreLippen preßte. Damals schon, mitten in seinem Clückstaumel. in seinem Wonnerausch, während es um ihn lachte und jauchzte, hatte ihn ein jäher Schrecken umfangen, und eine Fragc war in ihm aufgeblitzt, die er nicht ir Worte fassen wollte, vielleicht nicht n. Worte zu fassen wagte. ch Jetzt aber klang diese Frage klai und deutlich und eindringlich in ihm: That ich recht daran, dieses jugendliche Wesen für immer an mich zu fesseln?- Er begann mit gerunzelter Stirn darüber nachzudenken und sich alle Umstände zu vergegenwärtigen, wie die Liebe sich allgemach in seinem Herzen eingenistet hatte. ES war seine jählings erwachende Leidenschaft gewe sen, die ihn beim ersten .Anblick des jungen Mädchens überwältigte. O nein! - Monate vergingen ohne daß x sie sonderlich beachtete, und erst an if nem, Tage, da er ihr lUe.reIe M ihn

merkte, sing "ihn an, "der VWatiK $u umgaukeln. ob er wirklich noch im Stande sei. das Herz eines so jungen

Mädchens für ihn zu erwarmen, unv als er in ihren Augen las, daß ihm,' dem alternden Junggesellen, wirklich ein Glück blühe, auf das er kaum mehr noch zu hoffen gewagt, da überkam irrn ein seliger Rausch, der ihn ihren AI tersunterschied vergessen ließ. So wurde sie sein Meib. Und sie liebte ihn ja! Er wußte es. Er war davon Zn tiefster Seele überzeugt. Er merkte es an tausend kleinen untrüalichen Aeichen. Also warum dieses Bangen? Warum diese seltsame Angst? Sie hatte sich unterhalten, sie hatte getanzt, lim harmloses Vergnügen! Was ist denn da weiter dabei? Es lag ja nicht der geringste Anhaltspunkt zu einem Ve dacht vor. Ein Verdacht? Lächerlich. Sie batte keinen der Tänzer besonders bevorzugt. Sie kam überhaupt allen zungen Mannern, mit denen sie ver kehrte, mit derselben gleicymutyigen, stillen Freundlichkeit entgegen. Wozu also die grundlose Selbstaual? War es nicht zum Lachen? Er fuhr emvor. und leise lachend schritt er in das Schlafgemach, das eine Ampel mit einer bläulichen Dämmerung umwob. Er setzte sich vor das La ger seines schlummernden Weibes und betrachtete mit forschender Neuaier ihr Antlitz. Wie schön eö war! Wie kindlich der Ausdruck des Mundes! Wie rem die Züge! Wie klar die schmale, von Lockcken umkrauselte Stirne! Und das war sein Weib! Sie gehörte ihm! Er hatte sie sich errungen.' erobert durch seine tiefe, starke heilige Liebe! Ein iubelndes Gefühl wollte in ihm aufsteigen und ein glückliches Lachen. Aber dieses Lachen erstarb aus seinen Lip pen. Warum war sie verstummt? svrühte es wieder in ihm auf. Warum hatte sie sich davor gescheut, ihn an sein Alter zu gemahnen? Achtundvierzig Jahre, dachte er, und noch zwei, das sind fünfzig Jahre.- In zwei Jahren also stebt er an der Schwelle des Greisenalters. während sie erst recht zum Leben erwacht. Das ist eine Thatsache die sich nicht verleuanen läßt. Dann wird sie ihn nicht mehr aus Zartge fühl, sondern aus einer anderen Em pfindung an sein Alter nicht erinnern wollen. Was wird das für eine Empfindung sein? Grauen vor dem alten Mann, an den sie aebunden? Was wird das für ein Leben werden! Er richtete sich empor und trat vor den Spiegel. Er musterte prüfend sein Ebenbild, Zug sur Zug. Noch sah er nicht greisenhaft aus. Noch war seine Gestalt schlank. Freilich diese kleinen Runzln um die Auaen. die zwei schar-. sen Striche um die Mundwinkel und diese Furchen airf der Stirne und diese Auaen mit ihrem müden Glanz verciethen sein Alter. Und dann. . . er fuhr mit der Hand über sein yaupt. Am Scheitel begann sichsein Haar zu llchten. jetzt allerdings merkte man nock wenig von der keimenden Glatze. Adel nach zwei. drei, nach vier Jahren, wenr. er einmal die Fünfzig, überschritten. wenn die elchirerdtN und ieviez e ds Alters sich allmallg ankündigen! i Und wie er so finster sinnend da stand, da war es ihm. als versänke die Gegenwart. Er sah sich gealtert, ge beugt, neben seinem juaendlich blühenden "bstibt in einem an, aale wie heute. Aber er empfand kein bloßes Mißbehagen, wie es heute seine Laune getrübt. Ein wüstes Weh wühlte in sei nem Herzen beim Anblick all dieser jungen, lebenslustigen Männer, die um seine Frau sich bewarben, mit ihr durch den Saal glitten, sie an die Brust drückten und ihr ab und zu geheime Worte ins Ohr flüsterten. Und ihm dünkte dabei, al leuchtete aus all den Augen dieser Männer ein leiser Hohn. eine boshafte Freude. Und er mußte alles still dulden. Er durste sich ja nicht lächerlich machen. Seine Frau war ja noch so jung! Sie gehörte der Freude, der Lebenslust, der kraftvollen Jugend! Das alles sagten ihm diese gierigen Blicke, die sein junges Weib umkrelsteil ! Und dann erst daheim! Er sah sich vor dem Lager seines schlummernden Weibes stehen, zagend, grübelnd, dü stere Gedanken erstickend, die immer wieder aufkeimten, die immer wieder wirre Fragen auf seine Kippen dräng ten: Was mag wohl hinter dieser kla ren Stirn weben? Was den't? was sinnt sie im Geheimen Gehört sie ihm noch? Oder ist ihm ihre Seele allge mach entwischt? Was mag sie wohl träumen? Warum lächelt sie im Traum? Tobt die Jugend nach ihrem unbändigen Necht? Und welches Recht hat er selbst noch auf sie? Er wandte sich um. Er war todtenbleich. Seine Augen hafteten mit einem irren Ausdruck an der Schlafenden. Eine dumpfe Wuth tauchte in ihm auf, krumpfte ihm die Fäuste zusammen. und ihm war, als mußte er sich auf die ses Weib stürzen, sie aufrütteln, ihr all diese martenden Fragen ins Gesicht schleudern. Er machte einige Schritte und glitt vor dem Lager seiner Frau auf einen Stuhl nieder. , - Es sind ja nur Schemen. Schattenbilde?," murmelte er. öde lächelnd. Dann sank ihm das'Haupt in dieLehne des Stuhles zurück und zwei Thränen rollten seine Wangen herab. i HuWristisch. DU Mode kümmert sich nicht um den, Geschmack. Man muß viele kleine Freuden lassen, um eine große zu erringen. Natürlich! .Ist aus dieser Bahnstrecke ein Tunnel?- Lieutenant: Werden ja. sehen, ob sich Damen in Guter Rath. .Du. Oskar, das neue Kleid paßt gar nicht zu meinem Teint." Dann nimm einen anderen Teint!" . .

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