Indiana Tribüne, Volume 22, Number 105, Indianapolis, Marion County, 4 January 1899 — Page 1

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Deutsches Theater. HBMa Sonntag, den b. Januar J899 im DeutschenHanse. Derftellung verapRtlUt kn Dramatischen Cewon des Sozialen Turnvereins. Etzelea wird : :: Dorf nnd Stadt : :: Schspiel in Theile unk 5 ktea ,. Charlotte Vtrchpjeifn. I.TbeilL'Lorle.LAkte. . Tbeil Leon. 3 9u. aZanz xrsmxt hatt nach sitötn Uhr. Eintritt .50 Cent und 25 CentS. Cii kZnnen im T lisch Hus resnvirt nde. tte enstUlnvz Ist nicht mn für m:glitdn dk, Hause,, f.nbirn für da Publikum im Zllgemtinen. Meine Freunden uud Bekannten zur gefällig Anzeige, daß ich da? JEFFERS0N HAUS, 115 119 Ost South Straße, übernommen habe, und mich freuen werde, sie daselbst zu begrüßen. Boardinghaus mit echt deutscher Kost. Achtungsvoll, Geo. Peter H&mmerle. Zum Kaiser Friedrich Nordwestecke velaware und South Str. dm Big Four Frachtbzhnhof gegenüber. Nur die besten Getränke und Cigarren, ) :: guten Lunch :: und zuvorkommende Behandlung bei Franz Büddicker. IX 401 und 44)3 Virginia Ave. J. ?. SCHILTGES. Zportirt. Magdeburger Tauerkraut Alle Sorten NüfZe.

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i Nachfolger von Edward Müller. OS Washington Otr.

Cinbezahltes Kapital $600,000 Ueberschuß.Zond 05,000 Verbindlichkeit der Aktio. näre 8600,000 The Union Trust Company Vief eseUschaf erlaubt Interessen an allen klvgkiHlten Settern, riksklben können jeder zeit tabezahlt werden und können nch S2n igu der zu einer feftgesetz." Zeit iuriick, 'zojen werien und sied für d.e ganze Zeit iu In teresse berechtigt. tZxecutorS, dminiftratorl Her Truftee werbe die esellschaft eine be queme Seldnieberlage finden. Sie nimmt keine Depositen an, welche Hne Kündigung zahlbar find, sie macht keine VankzesZfte. Truft'gondl und Trust'Sap'lalanlagkn er den von dem Vermögen der e'ellschaft separat Itfiürt. 4 Omce : lSekaudt der esellscdaft) Uo. 118 und 122 Oft Market Str. -Beamte:J,d v. DolltdaY. Pristd. Uddtfon . Harri, 1.vic,.Pl.sid,t. Henri, Titel. . i.Pi5stdt und chatz,ift. H. Wt. Stein. kre K. &0t IBIerriMaiina

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Lditorielles, Die Commission für staatliche Strafanstalten im taate New Lork

befürwortet in ihrem Jahresbericht die Beibehaltung des jetzigen Systems der Sträflinggbeschäfzigung. nach welchem die Sträflinge nicht mehr für Contra? toren und den offenen Markt arbeiten. sondern nur Bedarfsartikel össent licher Anstalten anfertigen. Die Com Mission berichtet, daß unter dem jejigen System die Sträflinge zufriedener seien als unter den alten Verhältnissen, denn wenn sie wußten, daß privaie Korporationen Gewinn auS ihrer Ar beit zogen, seien sie immer unzufrieden gewesen. Hauptsächlich werde durch daS neue System der freie Arbeiter und fein Arbeitgeber von ungerechter Con currenz befreit. Der Staat fabrizire nur noch für seine Anstalten und Departementö und spare einen großen Geldbetrag, der früher für die Anschaffung der Bedürfnisse ausgegeben werden mußte. Auf den Einwand, daß dieses System den freien Arbeitern" darum keinen Vortheil bringe. weil die Waaren, welche die Sefange nen jetzt für den Staat verfertigen, ja andernfalls auf dem allgemeinen Waarenmarkt hätten gekauft werden müssen, nun aber dem Privatgeschäst ent. zogen würden, antwortet die N. 25 Volközeitung: DaS ist nicht ganz unrichtig; aber etwas anders liegt die Sache doch, weil die beschäftigten Ceangenenen auf diese Art nicht direkt als Concurrenten auf dem Arbeit?markt erscheinen und ihre lohndrückende Tendenz nicht in gleicher Stärke auS üben können. - Rückblicke auf daS vergangene Jahr beim Jahreswechsel haben im Allgemeinen wenig Zweck und wenig Interesse. Zei Ereignisse beS letzten ZshreS aber .find an sich so auffallend und stehen in so starkem Kontraste zu einander, daß daS Jahr um ihrethalben allein von besonderem Interesse war. Die beiden in so scharfem Widerspruche stehenden Ereignisse find daS Friedensmanifest deS Zaren und der EroberungSkrieg der Ver. Staaten. DaS friedliche Ereigniß ging von einem Lande aus, das man als ein kriegerisches, daS kriegerische von einem Lande auS. daS man als spezifisch friedlich ansah. Eine Militärmacht, eine Macht, welche Jahraus, Jahrein in irgend einem Winkel der Srde Krieg führt, thut einen Schritt n der Richtung deS Weltfrieden und eine Macht, welche bisher als die ancheinend friedlichste der Welt, als eine militärfeindliche galt, unternimmt einen Kriegszug und betreibt eine abenteuerliche EipanfionSpolitik, welche eine gewaltige Ausdehnung der Militärmacht bedingt. AuS einem SauluS scheint ein PauluS und umgekehrt wieder auS einem PauluS ein SauluS geworden zu sein. Der große Unterschied wird nur leider darin sein, baß wir bei Weitem schneller in der Bewaffnung vorschreiten, als Rußland und die übrige Welt in der Entwaffnung vorwärts schreiten werden. Mit der Abrüstung in Europa wird eS noch gute Weile haben. Die politische Lage ist dazu durchaus nicht angethan und die Monarchen Europas bedürfen für ihre eigene Sicherheit eines großen Heeres gegen ihre Feinde im Lande selbst. Wohl aber ist eS möglich, daß sich europäische Rationen darüber einigen, eS bei dem status quo zu belassen, um der drohenden völligen Erschöpfung zu entgehen. Man wird nicht abrüsten, aber man wird vielleicht nicht weiter rüsten. Wir hierzulande haben uns aber in eine Lage versetzt, in welcher wir daS schassen müssen, vaS man in Europa so gerne abschaffen möchte, wenn man nur Vor .t. Wir schaffen jetzt eine Armee von 100,000 Mann, wir schasfen unS Kolonieen an und damit die Möglichkeit künftiger Konflikte entweder mit anderen Ländern oder mit den Eingeborenen unserer olonieen. Wir brauchen gar nicht die Konflikte selbst, die bloße Möglichkeit solcher Konflikte, welche sich nach und nach immer deutlicher zeigen wird, wird dazu führen, daß der Militarismus beiunS vorwärts schreitet und daß wir immer mehr und mehr rüsten und namentlich eine große Marine anschaffen werde. Wahrlich, die Zukunft sieht nicht sehr rosig auS

AlchWriM

Wetterbericht. Kühler, gelegentlich Regen heute Nacht; viel kälteres, wolkiges Wetter und Schneefall am Donnerstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 50 Grad, niedrig? 34 Grad Der sozialistische Mayor Haverhill, Mass., 2. San. Der auf einer sozialistischen Platsorm er wählte Mayor Sohn T. Ehase hat gestern den AmtSeid abgelegt. 3n seiner Antrittsrede gab Herr Chase den Mitgliedern hl StadtratheS und den Bürgern die Versicherung, daß er jedes Atom seiner Macht alS Mayor zur Durchführung der Prinzipien deS SozialiSmuS, so weit dieselben aus die Munizipalvervaltung Anwendung fänden, verwenden werde." Der Mayor erklärte, eS sei vünschenSwerth, daß die Rechtsgleichheit, auf der die Freiheit und daS Glück jedeS Menschen bafire, erhalten bleibe. und behauptete, dieS sei nur möglich durch die Errichtung elneS kooperativen Gemeinwesens, gerner sagte er : Ich glaube, daß alle Macht, welche die Munizipalität befitzt, dem Volke im Interesse der Civilisation zur Verfügung gestellt werden sollte. DieseS Ziel im Auge unterbreite ich folgende Smpfehlungen : 1. Srlaß einer Ordioanz, durch die der Minimallohn der Straßenarbeiter bei achtftüniger Arbeit auf tz2 feftgesetzt wird. 2. Unionlöhne und Unionbedingngen sollen für alle Maurerarbeiten gelten, die unter der Ausficht deS TtraßendepartementS ausgeführt werden. 3. Alle Drucksachen für die Stadt sollen daS Union-Label führen." Bezüglich der dielen Beschäftigung?losen sagte der Mayor, dieS wäre eine Folge der Ersetzung von ArbeitSkrästen durch Maschinen und der Concentrirung deS Capitals, diese Frage könne aber keine Municipalität lösen, denn diese Frage wäre eine nationale und internationale geworden. Die Stadtverwaltung könne jedoch venigftenS etwas Abhilfe schaffen und deShalb empfehle er : 1. Der Stadtrath solle einen Landcomplex, der zum Anbau von NahrungSmitteln geeignet sei. beschaffen und den Beschäftigungslosen, die dieS wünschten, erlauben, daS Land zu bearbeiten, wobei die Stadt die Saat und die Gerätschaften zu liesern habe. 2. Die Vergrößerung deS Brenn-materialien-HofeS auf der städtischen Farm in einem solchen Maße, daß Alle, die dort arbeiten wollen, sich ihr Brennmaterial verdienen können. 3. Bewilligung eineS genügenden Geldbetrages, um Beschäftigungslosen bei öffentlichen Arbeiten Beschäftigung zu geben, ohne daß den regelrechten Angestellten der Stadt Konkurrenz gemacht wird. Zur Erreichung diese! Zweckes möchte ich zwei Vorschläge machen: a) Verbesserung des ParksyftemS. b) Schaffung eines Systems von Zweiradpfaden auf de Hauptstraßen Mayor Chase tadelte daS System der kontraktlichen Vergebung pädti scher Arbeiten an den Mindeftfordernden, empfahl dessen Abschaffung und sagte: Niedrige Angebote bedeuten billig Arbeit, billige Arbeit bedeutet billige Leute und niedrige Löhne, nied kige Löhne bedeuten aber eine Herab sehung der Lebensführung der Bürger. Die Stadt sollte ihre Arbeiten selbst ausführen lassen, sie sollt da Material selbst liefern und ihren Bürgern Beschäftigung geben. Der Mayor befürwortete Erhöhung der Bewilligungen für Unterrichtszwecke und städtischen Besitz der Werke für die elektrische Beleuchtung und der Straßenbahnen. ,,, Einer, der dabei war. Chicago, 3. Jan. Major A von Oonnenburg, der deutsche Mili tir-Attache in Japan, welcher seinerzeit zwischen den Admirälen von DiedrichS und Deuey die Vermittlung übernahm, in Folge deren Admira Devey gestattete, baß Seneralkapitän August! auf einem deutschen Kriegs schiff von Manila nach Hongkong ge bracht wurde, ist hier eingetroffen, und machte einem Berichterstatter, der ihn im Auditorium-Hotel aussuchte, fol gende Mittheilungen :

Indianapolis, Zndiano. Mittwoch, den 4. Januar (899.

Bei der Zerstörung der Flotte Mon tcjoS durch Ihren Admiral Dewey war ich nicht zugegen, aber von den folgenden Sreignessen habe ich viel gesehen. Wegen Dessen, waS ich gesehen habe, möchte ich wenigstens eine falsche Auffassung corrigiren, daß nämlich irgend welche Mißstimmung zwischen den Kommandeuren der ame rikanischen und deutschen Flotte be standen hat. ES bestand eine Disserenz, die ich zugebe, über daS Recht der Amerikaner, deutsche Schisse zu durchsuchen, aber dieselbe wurden bald beigelegt. WaS den Fall Augufti betrifft, so bestand kein Geheimniß bezüglich die ser Transaktion, ich selbst war der ote zwischen den beiden Admirälen bei der Diskussion darüber, wie mit Augufti zu Versahren sei. Admiral von DiedrichS fragte an, ob Admiral Dewey etwa? dagegen einzuwenden habe, daß der Seneralkapitän auf etnem der deutschen Depeschenboote nach Hongkong Passage nehme. Admiral Dewey verneinte dieS für den Fall, daß Augufti sein Ehrenwort daraus gebe, daß er nicht weiter die Waffen gegen die Ber. Staaten tragen werde. WaS die Amerikaner auf dem Lande und aus den Schissen angeht, so muß ich sagen, daß ich nie trefflichere Leute gesehen habe. Ich bewundere Ihre Freiwilligen. Nach meiner Anficht liesern sie ein vorzügliches Material für Soldaten, aber ich fürchte, .daß sie eine schwere Ausgabe aus den Philippinen vor sich haben. Ich möchte nicht die Aufgabe haben, die Controlle über diese Inseln zu üben, wenn ich nicht volle 60.000 hinter mir hätte. Diese Eingeborenen werden eine harte Nuß zu knacken geben. im Die Situation auf den Philippinen. Manila, 2. Januar. Nachrichten von Jloilo melden, daß die Jnsurgenen den Amerikanern die Erlaubniß gegeben haben, unbewaffnet zu landen. Die Insurgenten erhalten stetigen Zuzug und find entschlossen, einer bewassneten Landung Widerstand zu eisten. Die amerikanischen Truppen find unruhig. Sie sehen die Rebellen tagich am Ufer exerzieren und müssen unhätig bleiben. Washington, 3. San. Die Nachrichten, welche die Regierung von den Philippinen erhalt, gleichen ganz und gar den Preßnachrlchten. Die Situation ist eine sehr gespannte und fordert Seitens der Amerikaner diel Geduld und Ruhe. Der Präsident will die Insurgenten nicht allzusehr bedrängen und eS foll alleS aufgeboten werden, um ein friedliches Verständniß mit ihnen zu erzielen. Gen. OtiS berichtet, daß für die Spanier keine Nothwendigkeit bestand, die Insel zu räumen und daß sie sich ganz gut hatten halten können. DaS Verfahren ber Spanier war jedenfalls darauf berechnet, den Amerikanern Verlegenheite zu bereiten. Am nächsten Donnerstag, so berichtet OtiS, tritt der Tongreß der Filipinos zusammen und eS wird viel von dessen Verlauf abhängen. Der Einfluß AguinaldoS ist stark im Schwinden, und falls derselbe keine Majorität findet, wird eS für die amerikanischen Militärbehörden bedeutend leichter sein, eine temporäre Regierung zu etabliren. clyiffS'Naqriqtey. Angekommen in : N ew L ork : Aurania" von Li verpool. Liverpool: Catalonia" von Boston. QueenStown: Teutonie" von New vork. Senua: Kaiser Wilhelm I." von New Sork. (Zllerlei. Auf schauerliche Weise rächte sich der Farmer Gottlieb Wagner, der unweit von Montello, Wis., an seiner Frau, indem er sein eigenes Leben seiner Rachsucht zum Opfer brachte. Nach 35;ahriger Ehe ge rieth er mit seiner Frau auseinander und sie hatte eine Scbeldungsllage an gestrengt. Aus Rache dafür und zu verhüten, da etwas von semem Elgen thum in ihre Hände falle, trieb er sein Vieh in daS Stallgebäude und zündete eö an. Als die Nackbarn ibn voller

, Aufregung frugen, waS denn mit ihm r , . , , . '

:?s ici, anlworttle er iacyenv: mi will ich Euch zeigen!" Damit sprang er in die Flammen und verbrannte. . Das Feuer vernichtete 28 Stück Rind- , vieh. drei Pferde, hundert Turkeys. alles Farmgeräthe. nebst dem Getreide und Heu. Nichts war versichert und die. Mte sitzt jetzt mit den zwölf flut dern ohne Geld auf der schon stark mit Hypotheken belasteten Farm. W e n n e i n M a n n das 96. Le bensjahr erreicht hat, ist er todt nach dem Urtheil der Mutual Venefit Life Insurance Society von Newark, N. I. Als Resultat dieser Anschauung wurde Benjamin C. Miller, der dieses Alter vor einigen Tagen erreichte, um $10.000 bereichert. Miller war der Inhaber einer wohnlichen Lebensversicherungs Police für diese Summe der ersten Police, die die Gesellschaft ausgestellt hatte und die seit 53 Jahren m Kraft war. Als im Jahre 1843 Meinungsverschiedenheiten in der Mutual Life Insurance Co. von New Bork entstanden, gerieth Miller mit 200 Anderen zu einem Einverständniß und zwei Jahre später entstand die Newarker Gesellschaft. Miller war der Erste der Versicherten und fungirt von der Zeit ihrer Gründung bis 1380 als Schatzmeister der Compagnie. In den ersten Jahren fungirte er auch als Sekretär. Seu seinem Rücktritt hat er die Stelle eines Direktors bekleidet und, wenn das Wetter nicht allzu schlecht ist, ist er noch jeden Tag im Bureau zu finden. Als er dieser Tage im Bureau anlangte, erwartete ihn ein mächtiges Bouquet und daran hing ein Check. Was die Com pagnie anbelangt, gehört Herr Miller, obwohl er noch ruma ist, zu den Xnfc Unter sensationellen Um ständen hat Dr. John G. Campbell, ein bekannter Arzt und Coroner von Salem County. N. I.. in Elmer Selbst, mord begangen. Er war vom Marschall Sickens wegen Fälschung verhaftet worden und die Verhaftung verursachte großes Aussehen m.dem Orte. Der Arrestant wurde im Bureau des Mayors festgehalten. Am folgenden Morgen um 4 Uhr wurde der nebenan schlafende Mayor durch einen Schuß geweckt; er eilte herbei und fand Dr. Campbell bewußtlos auf dem Fußboden. Der Gefangene hatte zwei Schußwunden in der Herzgegend, und starb eine Stunde spater, obwohl man sofort mehrere Aerzte herbeirief. Dr. Campbell wurde beschuldigt, den Namen von Wm. A. Aigar auf einer Note von $100 gefälscht und die Note in der Woodstown Bank deponirt zu haben. Er hatte den Revolver m einer Tasche des Winterrockes, als man ihn verhaftete, und man glaubt, daß er ' den Selbstmord sorgfältig plante. Er soll in flnanneuen Schwulitäten gewesen sein und die Note gefälscht haben, um sich herauszuhelfen, da mehrere andere Gläubiger, denen er Noten gegeben, drängten. Der amerikanische Piorner xn nun aucy in vavana erngetroffen. Jene geschäftige Species im langen abgeschabten Gehrock mit glänzenden Ellenbogen, schiefgetretenen Stiefelabsätzen, krampfhaft blankem Cylinderhut und weißer Kravätte. welche in den Ver. Staaten unter normalen Umständen als außerordentliche Abgesandte von LebensversicherungsGesellschaften fungiren oder in der E!genschaft bevollmächtigter Vertreter von Verlagshandlungen, welche Encnclopädien, illustrirte LebenSbeschreibungen großer Männer und sonstige Kunstwerke (die auf dem Parlortisch keiner Familie fehlen sollten), publiciren, den Schrecken hilfloser Haufrauen bilden. Diese etwas schadhafte Sorte von Vorläufern amerikanischer Prosperität hat sich in Havana festgesetzt, treibt sich auf den Straßen, in den Cafees, den Hotel - Lobbies herum und gebärdet sich, als ob ihnen das gesammte Kapital der Ver. Staaten zur Verfügung stände. Sie bauen Bahnlinien, Lagerhäuser. VergnügungsEtablissements, kaufen Corner"-Lots u. s. w., natürlich alles mit dem Munde, und leben in den besten Hotels, so lange ihre Großm'äuligkeit dem Hotelbesitzer genügenden Respekt einflößt, um mit der Präsentirung der Rechnuna zu zögern. Später geht's dann abwärts, und zwar meistens mit äffenartiger Geschwindigkeit, und wenn die Hoteliers nicht mehr pumpen, verschwinden sie auf Nimmerwiedersehen. Z o r 4 0 I' a h'r e n w i e S Ed mond About in seinem Romane Der König der Berge" die engen Beziehungen nach, welche zwischen Politik und Räuberwesen in Griechenland bestanden. Daß derartige Zustände sich in einigen Theilen Griechenlands heutzu taae noch finden, beweist die Geschichte des Räubers Borossis, der, gestützt auf einflußreiche politische Persönlichkeiten der Provinz Andritsorna, sich zum neb tigen Beherrscher dieses Landstriches aufzufchwinaen vermocht hat. Was für eine unbeschränkte Macht der Kö nig von Andritsoina besitzt, zeigte sich r -f i . 1 V 11 nv oeionoers in ?acyen oes völligen ao tischen Gymnasiums. Einer der Professoren hatte sich durch die Bestrafung eines Schmers den Hak seiner einsiutz reichen Eltern zugezogen. Nachdem diese verqebens versucht hatten, dem ge strengen Erzieher der Jugend den Auf enthalt in Andritsoina Zu verleiden.

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iahre. M M 'Y I ll 5 "TAJ I j 1 l . v vw )) trL,vs ct? ? pj m . H fV t. Biatp 8e wl, 3raa eine promi, 2IXnenten Farmer und woblbekanut unter allea Bewohnern nahe Belmont, N. B. schreibt: Seit 27 Jahren litt ich fortwährend an nervöser Erschlaffung und bezahlte große Geldsumme für Doktoren und angezeigte Mittel ohne Abhilfe. Vor drei Jahhen wurde mein Zu ab beangftiaend. der geringste Lärm erregte ich und machte mich nervök. Ich konnt nicht schlaskn und haltt eine Anzahl drrdertlichkr An fälle und wurde allmählia schlimmer. Ich begann Dr. Mile' eftorative Rervine ad erven und Leber-Pille ,u gebrauchen, fang schien die Medizin nicht ,u wirken, aber nachdem ich einige Flaschen genommen, trat Aenderung ein. Ich ruhte Rächt besser, mein Appetit besserte sich und ich befand mich bald wohler; nun bin ich nahezu wieder gänzlich gesund, wie eine Person meine Alter e erwarten kann, ott segne vt. wim- ervne. Tr. Milk,' Mittel werde durch alle votbeker verkauft unter einer positiven Garantie: die erfte Flasche nützt der da Geld wird luräcker stattet. Buch Über die rgnkhkitkn dkZ Herzen und der erde frei. Adresse: L? r.:f 5 tfizrvlnoi ifcth ß ej D r. U ! l 5 , t t a l 5 .. Elkdart. Jd. wandten sie sich an den bürsten der Provinz, den Räuber Borofsis, mit dei Bitte um seinen Einfluß. Eines Tages fanden auch die Burger der Stadt einen an den Mauern angeschlagenen und an die geliebten Mitbürger" gerichteten Erlaß ihres Gebieters, worin die sofortige Schließung des Gymnasiums verordnet wurde. Weder Schüler noch Lehrer getrauten sich, die Schwelle der Lehranstalt zu überschreiten, und der gestrenge Professor, gegen den der Ukas gerichtet war, danktt Gott, als es ihm gelang, unter dem Schutze zahlreicher Gendarmen An dritsoina für immer m verlassen. ll f de m n e ii e n P o st q ebäude zu Cilli prangt als Aufschrift ein Posthorn! In dem offenbaren Seelenkampfe, ob man eine deutsche Inschrift, über welche die Slovenen zedenfalls aus dem Häuschen gerathen wären, oder eine deutsch - slovenische. gegen die sich die deutsche Stadt Cilli natürlich schärfstens verwahrt hätte, anbringen solle, hat sich die Regierungsweisheit entschlossen, zu dem bewährten Auskunftsmittel zu greifen, das bei den Münzen, bei der Prager Landwehrkaserne, bei dem Eisenbahnverkehre so gute Dienste geleistet hat. und gar mchts zu sagen, benehungsweise aufzuschreiben. So kommt Oesterreich nach und nach in die gute alte Zeit zurück, wo ein Hut den Hutmacherladen, ein Stiefel die Schuhmacherwerkstatt bezeichnete. Das PostHorn auf dem Cillier Postamtsgebäude kann der Deutsche deutsch, der Slovene slovenisch lesen die außer österreichische Welt aber ist um einen Anlaß zur Heiterkeit reicher. ersoc5end. A.: Wird die Entfettungskur, welche Sie mir verordnen, auch wirklich helfen?" B. (Kurpfuscher): Nach meiner Entfettungskur können Sie als Geist auftreten." Das Vorbild. Onkel (zum Neffen): Ich begreif' Dich nicht dies unstate Leben muß endlich aushoren immer, wenn ich morgens um vier Uhr ins Kaffeehaus trete, wen find' ich da? Dick!" IHM Die auffallendsten Hei lungen von Serofeln, die man kennt, find mittelst Hood't Sarsaparilla erzielt. Diese, Mittel sucht seines Gleichen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur Ho ob's. Hood'ö Pillen sind mit Ux Hand gemacht und völlig gleich anVröpe und SeviSt. 25s. Der ew 7ork tore n (CtaMirt 1853.) ML... Suttenck Muster ! Bergessen Sie den Leinenverkauf M r tn. v ' vc5 ix vie grogii des Zahres für tCiftfh frt -sA Gelegenheit StV 34 IUltll SMS

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