Indiana Tribüne, Volume 22, Number 103, Indianapolis, Marion County, 1 January 1899 — Page 5
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Der Bettler.
Ich haü' als Bettler Im Neich der 'JJl'wi (beklopft an maivt Herzensthür, Doch einmal öffnet Ein gar viel holdes Und minnigliches Mägdlein mir. Ach. hab' Erbarmen!Bat ich. Du Schöne. Die Du so reich von Anmuth bist, Ein Bettler bittet. Der schon acht Tage Nein rothes Mündlein mehr gekübt!" Da sie lachend Mich in die Thüre Und gab mir Küsse, schnell bereit. Doch wegen Bettelns" Hat mich die Arge Dann eingesperrt auf Lebenszeit. Der Taugenichts. , Humoreske von T. Rsa. Herr Achat Bremer!" Der alte Herr, Chef der Firma Neißner & Sohn, der sorgenvoll an seinem Pulte gesessen, sprang nach die ser Meldung des Dienstmädchens aus und ging dem Eintretenden mit ausgestrebten Händen entgegen. Gott sei Dank, daß Sie da sind, wir erwarten Sie mit Sehnsucht Sie sind doch Ich bin Privat Detective und siehe ganz zu Ihren Diensten." Meißner sen. fuhr sich ein paar Mal durch sein graues Haar. Eine unangenehme Geschichte ist's ich kann mich vollkommen auf Ihre Discretion verlassen?" Das gehört zu meinem Beruf," lä chelte der Andere. Bitte, th:ilen Sie mir mit, welchen Dienst ich Ihnen lei, stcn kann!" Es ist einer meiner Commis durchgebrannt; ein blutjunges, unreifes, bartloses Bürschchen. Er soHtc eine ziemlich bedeutende Summe aus der vieichsbank einzahlen. Das ist nicht geschehen. Ich hätte ein Unglück oder ein Verbrechen gefürchtet allein der Bengel ist zufällig auf einem Vorort Bahnhose gesehen worden " Und warum wollen Sie ihn nicht gerichtlich verfolgen?" Das mochte ich eben vermeisen sagte der alte Herr bekümmert. Ich hatte hm nicht so unbedingtes Bertrauen schenken dürfen aber er ist der Sohn meines besten Freundes. Sein Vater schickte ihn mir, damit er etwas Strenge und Zucht kennen lerne. Der Vengel Louis Lemöre heißt er war der richtige Pariser Gamm. Ich kann es dem Vater nicht anthun, den Jungen für sein ganzes Leben zu brandmarken. Wir knegen lhn wohl auch so wieder, und es bedarf nur einer ernsten Lection.. Die Summe würde mir mein alter Freund augenblicklich ersetzen." Haben Sie Spuren, wohin sich der junge Mensch gewandt?" Ger ist entschieden nach München noch eins es ist nicht unwahrscheinlich, daß er in Mädchenkleidern steckt tern hübsches Gesicht eignet sich dazu, und er hat hier bei lustigen Gelegenheit ten die Maskeraden ein paar Mal mitgemacht. Meine Tochter vermißt ein rehfarbenes Neisekleid. Uebrigens wenn Sie auf der Tour von München nach Italien wohin er jedenfalls ist in B. eine halbe Stunde aussteigen wollten da ist ein Bekannter von uns Assessor Röchlin der besitzt ein Bild des jungen Lemöre 's ist nur so eine Schnellphotographie mit drei anderen Herren zusammen, aber Sie haben dann doch einen Anhalt oder soll ich telegravhir:n?" Nein, nein!" wehrte Herr Achat Bremer ab ich besorge das selbst wollen Sie mir jetzt noch Ihre Fräu lein Toch1:r rufen, um das Kleid näher zu beschreiben, so würden Sie mich verbinden." Eine Viertelstunde spater verließ Herr Achat Bremer das Haus und begab sich sofort nach dem Bahnhöfe, wo er eine Fahrkarte nach München löste. Durch das Gewühl tc Münchner Bahnhofes drängte sich athcmlos eine junge Dome. sie hatte ersichtlich größte Angst, nicht mehr mitzukom men, und athmete tief auf. als sie den Zug erreicht hatte. Hastig warf sie Plaid, Handtasche und Schirm herein und ließ sich dann, erschöpft vom raschen Lauf, in die Polster sinken. Gerettet!" dachte sie. DaS ging noch gut! Hoffentlich bleibe ich allein, damit ich mich ein bischen in meine Rolle einleben kann!" Dieser Wunsch ging indessen nicht in Erfüllung. Ein Herr, der schon mehrmals den Zug entlang hin- und hergegangen war, stieg jetzt, höflich grüßend, ein. Es stlmmt so weit!" dachte Herr Achat Bremer. Rehbraunes Reise kleid weiße Moirö - Weste hellbraunes, lockiges Haar große blaue Augen (herrliche Augen, nebenbei) ein reizender Bengel, wenn er's ist." Der bekannte Trillerpsiff ertönte die Wagzonthuren schlugen zu da im letzten Augenblicke schob der Schaffner noch eine ganz junge Damö herein, die über Achut's Bein fiel und sick, sehr roth und verlegen amrattte. Pardcn. mein Herr!" sagte eine süße Kinderstimme. O bitte aber daö ist ja ent zückend!" lachte Achat Bremer endlich sehe ich Sie wieder, mein Fräulein! - ,!- r... -je o iznisinuen ic iiuj miMMj. ilvu,, Das junge Mädchen lächelte ver schämt. O ja!" Wissen Sie auch, dan ich Sie wo üenlana gesucht habe alle Gassen abgelaufen alle Bälle besucht (V . . I. W alle Concerte uno lzcaier uno nie eine Spur. Wie eine verwunschene Prinzessin waren Sie verschwunden, nein wie ich mich freue! Heute
muß ich aber Ihren Namen, wissen 1 und wo haben .Sie gesteckt?" i
Tante war krank und ich darf gar nicht allein ausgehen," klagte die Kleine und Sie wissen ja meinen Namen," setzte sie verschämt hinzu. Gretchen." flüsterte Achat ach, Gretchen! wissen Sie noch die Fensternische V Gretchen hielt die Hände vor die Augen der insame Bengel starrt fortwährend her," dachte Achat Bremer empört könnte auch was Besseres thun! Aber Unsereiner darf schon keine Privatgefühle haben immer blos hinter dem Gaunergesindel her so vaö kriegt man satt, wahrhaftig! Ach! und nun so ein unschuldiges Kind so ein weißes Blatt, so ein süßes, mädchenhaftes Geschöpf nach all' dem raffinirten Verbrecherpack dieser Gegensatz die LiLe unter Giftpflanzen und diesen Engel hab' ich ge küßt damals auf dem Masken balle in der Fensternische ach!" Er warf einen Blick nach der rehbraunen" Zungen Dame -r die schüttelte eben genial die Haare zurück und spitzte die rosigen Lippen zum Pfeifen. Gretchen- hatte unterdessen eine Düte hervorgezogen und schmauste andächtig und kindlich Pralinös. ' Ein ganz schwarzes Maulchen hat sie schon, der Engel!" dachte.Achat entZückt. ' . Bitte die Fahrkarten, meine Herrschaften!" Der Beamte stand in der offenen Thür. Achat reichte ihm die seine Gretchen hatte sie schon in der Hand. Dagegen suchte die junge Dame im rehbraunen Kleide vergebens in Umhängetäschchen und -Portemon-naie. Ich hab' sie doch am Perron zeigen müssen," meinte sie ärgerlich denk', unterwegs zeiqt man sie nicht mehr? Na haben muß ich sie vielleicht in der großen Tauche." Achat Bremer war ganz Auge. Er lächelte still in sich hinein, als die junge Dame sich tief übec ihre Tasche beugte und mit einem blitzschnellen, scheuen Blick auf ihre Reisegefährten, diese öffnete. Sie hatte die Fahrkarte auch sofort doch so kurz und wenig sie auch die Tasche geöffnet ' dem geübten Detective hatte eö genügt er wußte nun, daß die Reisetasche einen Männer-Anzug barg. ' Dich hätten wir, Bürschchen!" dachte er vergnügt. Heraus kannst Du nicht also warum soll ich nicht auch einmal meine Angelegenheiten besorgen?" - . Und mit leuchtenden Augen wandte er sich Gretchen zu, die vor Schrecken darüber die Düte fallen ließ bums! da kollerte die süße Bescheerung. Achat kroch sofort auf dem Boden herum und sammelte. Gretchen daneben da fiel euch noch das Handtäschchen eine Eau de Eologne-Fla-sche eine große Häkelei ein Geldtäschchen und Achat wickelte den Knäuel und sammelte Pralinös. Ganz klebrige Händchen haben Sie von dem Zeug," tadelte er sanft soll ich sie ein bischen waschen? Gretchen nickte verschämt steckte ein Fingerchen nach dem anderen in den Mund und hielt sie dann Achat aufsordernd hin. Der hatte sein Tächentuch mit Eau de Cologne befeuchet und rieb die Händchen ab da zwischen mit einem Seitenblick nach dem Bengel" alias der Dame im rehbraunen Kleid , druckte er sie verstöhlen an die Lippen darüber kicherte Gretchen und h'elt, sich mit der freien Hand die Auaen zu. Gretchen! hauchte Achat rei zendes, süßes Gretchen. ich muß Ihren Familiennamen wissen, sagen Sie ihn mir ich mochte bei Ihrer Tante Besuch machen möchte (Donnerwet ter, der Bengel will ausstelgen) bitte! (hier kommen wir ja in das Nest, wo Röchlin wohnt! Na. wart' ich steig' auch aus) Gretchen!" Gretchen ich muß bald ausstei gen schreiben Sie mir hier meine Karte postlagernd München! Nur Ihre Adresse, wollen Sie ja? Sagen Sie ja!!" Gretchen nickte verschämt. Engel!" sprach Achat haben Sie mich denn ein ganz, ganz klein bischen gern?" Gretchens Gesicht verschwand letzt oollkommen hinter dem Taschentuch aber ein leises Kopfnicken erhob Achat Bremer in den siebenten Himmel. Station B. Vier Minuten Ausenthalt!" Da soll der Teufel drein schlagen!" knurrte Achat grimmig. Gerade im schönsten Augenblicke da steht der Schlingel, diese Rehbraune, schon aus dem Perron!" Er ergriff beid: Hände Gretche.ns. mitsammt dem Taschentuch, zog sie an seine Lippen und flüsterte: Ich schreibe postlagernd München mein holdes Gretcyen, auf Wie derseben!" Der Zugführer setzte die Pfeife an sie Lippen. Die Thür schlug zu .anasam setzte sich der Zug in Bewe luna. Ein lachendes," rosiges .Gesicht oeugte sich heraus ein Tüchlein ,oebte .Auf Wiedersehn!" rief Achat md warf Kußhand aus Kußhand dem Entführten Engel nach Donnerwetter die . Pflicht! Hott sei Dank da ist die Rehbraune. Rutscher, fahren Sie langsam jener Droschke nach. O Gretchen, himmlischer Traum ich darf dich jetzt nicht ttäumen!" Fünf Minuten nach der rehbrauaen Dame" betrat Ackat Bremer daö Lestibül eines stillen, m einer Seitenstraße gelegenen Hotels und nahm den Chef, der auf sein Verlangen herheigerufen ward, bei Seite. Die junge Dame, die soeben eingkcreten ist, darf das Haus nicht mehr verlassen befahl er dem ganz Bestürzten. Hier meine Vollmacht. Halten Sie die Dame unter irgend einem Lorroande auf Ich bin sogleich ii
Ver da. Wo woynl Herr Assessor Rochlin?" . . . '
0 ganz nahe!" Der Wirth beschrieb den Weg genau, und Achat Aremer eilte fort.' Herr Assessor Eugen Röchlin stand in seinem Zimmer und steckte eben eine Marchal - Niel in das Knopfloch seiritt sehr eleganten Jacketts. Groß, schlank, breitschulterig ein schmales. gebräuntes Gesicht mit nnem kuhner. Schnurrbart und ein paar Veilchenäugen, war er ein uutzergewoynlich hübscher junger Mann. Noch ein paar Striche über das leicht gewellte Haar ein Blick in den Spiegel. So ein langer Mensch, sprach er vor sich hin und immer diese verdämmte Schüchternheit! Wie oft hab' ich diesem entzückenden Klärchen nun schon sagen wollen, daß ich ihr gut bin und bring s nicht fertig; ob ich s heute fertig bringe?" Da klopft's. Herein!" Achat Bremer trat ein dicht hin ter ihm ein Junge mit einem großen, goldenen Korb voll Mar6chal - NielRosen. ' Pardon, einen Moment!" bat Röchlin also hier der Brief kommt in die Rosen, gib :hn im Theater ab. Junge die wissen schon! Da hast n Trinkgeld. So nun stehe ich zu Ihrer Verfügung, mein Herr!". Achat lächelte nachsichtsvoll und trug sein Anliegen vor sollte das Bild nicht zur Hand sein, wäre es einsacher, Herr Rochlm ginge selbst mit. Ja das ist besser das Bild liegt wo aber ich müßte erst suchen. Nein, so ein nichtsnutziger Bengel ordentliche Prügel müßte das Bürschchen haben na, also vorwärts!" In der Einsamkeit ihres Hotelzimmers war unterdessen eine seltsame Metamorphose mit der jungen Dame im rehbraunen Reisekleioe vorgegangen. Das rehfarbene lag über der Stuhllehne, und vor dem Spiegel stand ein allerliebster, blutjunger, bartloser Bengel, bürstete sein Lockenhaar und pslss helltonig wie em Buchsink. Wenn ich nun 'ne Droschke nehme und das Plaid umbinde, fällt das jetzt nicht auf, wo noch kein'Licht brennt," simulirt er. Da klopft es hart, energisch. Werda?" rief das Bürschchen erschreckt. Niemand darf herein!" Oeffnen!" Das Klopfen wurde immer stärker. Im Namen des Gesetzes!" Ein Aufschrei. Blitzschnell 'hatte das Bürschchen sich in das Plaid gewickelt so schob es den Riegel zurück. Eine schwere Hand legte sich auf die zarte Schulter. Achat Bremer beugte sich herab und sagte leise: Louis Lemöre ich verhafte Sie machen Sie kein Aufsehen danr. sollen Sie möglichst geschont werden weg da mit der. Maskerade!" Und blitzschnell hatte er das Platt weggezogen. Das Bürschchen schrie auf. Herr, was wollen Sie von mir? Ich heiße nicht. Lemöre . ich . bin j Klärchen Dorn vom Stadttheater ii M. die Naive und hier zum einmaligen Gastspiel." Die Naive," lachte Achat grimmig Sehr naiv in der That m i ü scheinen Sie indessen, sür n o ch naives zu halten! Und dieser Anzug mein naives Fräulein?" Aber ich spiele ja den Taugenicht! von Paris" haben Sie die Anschlagezettel nicht gelesen?" So!" lachte Achat den Taugenichts von Paris spielen Sie? Ich meine, der sind Sie? Aber mx. ten Sie, Du sollst mich hören, stärke', beschwören" Herr Röchlin, bitte!" Weinend schlug der Jüngling, du Hände vor das Antlitz. Die Treppe herauf stürmte es mit drei Sätzen dann Achat Bremer rieb sich die Augen träumte er? Zwei Arme hatten sick ausgebreitet ein jubelnder Schre .oar erklungen. Und da stand diese, Röchlin und hielt diesen verworfener Schlingel diesen Taugenichts n den Armen und herzte und küßte ihn. Achat wurde es plötzlich so sonderbai zitterig in den Knieen denn sr würde er Louis Lemöre doch gewiß nicht küssen und wenn es sein b e -st e r Freund wäre!" ' Und nun lachte Röchlin plötzlich lau! auf und der .junge freche Bengei trocknete die Thränen und benahm sich wie ein echter Gamin er hielt seim z:hn ausgespreizten Finger an das reizende Naschen und brachte zum Ueberfluß ein schmales Zungenspitzchen zwischen den Kirschenlippen hervor das er hohnvoll; nach ihm ihm, Achat Bremer ausstreckte! - Na also erlauben Sie einmal. Herr Bremer, da haben Sie nun wirklich Pech gehabt, Dieser Junge ist ein Mädel, nicht umgekehrt wollt' ich mir auch acnz ergebenst verbeten haben. Fräulem jlara Dorn Naive vom Stadttheater zu M. und außer dem ist der Schlingel .von; heute an meine Braut die Rolle der Naiven übernehmen S t e wohl für heute?" Achat hielt sich mit. beiden 'Händen den schmerzenden Kops diese Bla maae!. , Jetzt nur schnell .das Bild Erbarmen, daß ich. einen sicheren Anhalt habe und dann entgeht mir der Kerl nicht und sollte ich ihn aj$ der Hone holen!" -Klarchen band ihren Plaid um. Der Theaterwagen fährt vor er hatte Ordre, mich um sechs Uhr hier abzuholen. ich nehme Sie ein Stündchen mit, meine Herren!" Draußen starrten der Wirth, drei Kellner und em Stu.enmadchen entjetzt dem Herrentteehlatt nach, daö einmuthig die Treppe herab kam. Vorhir. war es doch eine Dame gewesen? Uni der Wirth schüttelte sich daö muf ein sckwerer Verbrecher sein," raunte ei dem Oberkellner zu Im Wagen hat
len Röchlin und Klärchen abwechselnd Heiterkeitsanfälle, die sie vergebens zu verbergen ' suchten. Der arme Achat brütete finster vor sich hin. Er bekam erst wieder Leben, als Röchlin an seinem Schreibtisch stand und da Bild' .suchte". Und was Alleö dieser Schrcibtiscb barg Handschuhe, Shlipse. welk: Rosen, rosa Briefchen, einen Hammer, Nägel, eine Flasche Coznac, eine weiße Seidenschleife, einen Damenhandschuh - - Gott im Himmel, haben Sie nun vielleicht noch lebende Karnickel oder tausend Meter Band oder zwölf Schalen Goldfische? Kommt dieses vertrackte Bild denn nie?" Wird schon! Nur Ruhe! Uebrigens famose Idee das mit den Mädelklcidern, mein' ich. der Bengel sah darin zum Verlieben aus, haben's 'mal :uf einem Maskenbälle gemacht gab einen Riesenulk da ist das Bild!" Achat Bremer hatte in dieser letzten Minute eine schreckensvolle Vision gehabt eine Vision von einem Mas kenballe und einem Kuß in einer Fensternische. Es konnte doch nicht sein seine weiße Lilie, das süße, mädchenhafte Geschöpf, das er ange-
schmachtet wie ein Primaner, er riß das Bild heftig an sich und sank im nächsten Augenblicke mit einem dumpfcn Stöhnen auf seinen Sitz. Sie war es! Liebe Ehre Gewinn Gret chen Alles verloren! Diesem Jungen konnte er nicht mehr gegenübcrtreten, er konnte nur, so schnell es ging, seinen Auftrag in andere Hände legen. Stöhnend vor Qual raffte er sich auf. Und währenddessen fuhr der Pariser Taugenichts in die lachende Welt hinein und lachte sich beinahe todt über den verliebten Privat .- Detective, dessen Karte er lustig zum Fenster hinausfliezen ließ. Furcht vor der Operation. Das neueste Heft von Richard Fleischer's Deutscher Revue" bringt einen vortrefflichen Aussatz von Professor Dr. JosLjrandt, in dem er die Furch! vor der Operation" behandelt und darlegt, welchen Einfluß das Angstgefühl auszuüben vermag und wie umgekehrt Furchtlosigkeit den guten Erfolg der gewaltsamen Eingriite fordert. Von. Wichtigkeit für den Arzt ist es, die Veranlagung der Kranken zu bcruasichtigen. Prof. Brandt erzählt: Bei einer hysterischen Dame sollte ich wegen einer sehr großen Myomgeschwulst eine Hystero - Laparotomie machen. Ganz eingeweiht in die lebensrettende Operauon, erklärte sie sich dazu bereit, verlor aber nachher doch den Muth, je naher der Termin der Operation heranrückte. Was machen, wo Raison nicht mehr half? Mein Plan war fertig, der Trug sollte es thun! Ich weiß nicht, meme Dame, ob Sie die zur Operation nothwendige Narkose auch gut vertragen. Das müssen wir erp probiren!" Nachdem im Operanonssaal Alles zur Operation Nothwendige im Geheimen vorbereitet war, begann ich im Zimmer der Patientin die vermeintliche Probe - Narkosis, die in idealer Weise gelang. Nun wurde die Patientin in bewußtlosem Zustande auf den Operationstisch getragen und operirt. Als sie aus der Narkose erwachte, lag sie bereits wieder im Zim mer auf ihrem Bette und suhlte sich im Nachrausche der Narkose, halb noch betäubt, ganz wohl und erst in den folaenden achtundvierzig Stunden, von öfterem Brechreiz geplagt, etwas unbehaglich. O Gott, o Gott! Wenn schon die Narkose mir so viel Leiden macht, wie viel mehr noch wird es die Operation thun! war der Ausdruck ihrer kummervollen Seele. Da mußte abermals eine schwierige Klippe überstiegen, nämlich der erschütternde Asfekt der Freude besiegt werden. Denn wenn wir auch die Wahrheit jenes AusfprucheS: Man stirbt nicht an der Freude", mit welchem Madame de Girardin ihr Schauspiel Die Furcht vor der Freude" beschließt, nicht bezweifeln, so gilt das nur in Bezug auf ganz gesunde Menschen. Wie die heftigen Ge müthsaffekte als Folge unerwarteten Glückes, einer Trauer, einer Täuschung und sy weiter bei krankhaft veranlagten Individuen den Geist umnachten, durch Gehirnschlag oder Herzlähmung den plötzlichen Tod einleiten, ist eine bekannte Thatsache. Ebenso bekannt ist die ärztliche Vorsicht, fieberhafte Kranke vor Psychischer Aufregung zu schützen, um einer schlimmen Wendung im Verlauf der Krankheit vorzubeugen. So geschah eS bei meiner Operirten, daß ich ihr erst nach Verlauf der Reaktionszeit, an: fünften Tage, und dann auch nur in scherzhaftet, ihr anfängt lich unglaubhaft erscheinender Weise die bereits vollführte Operation eröffriete und dadurch den schönsten Heilerfolg erzielte An anderer Stelle heißt eö: Wie leicht und frei von schweren Folgen die Narkose von furchtlosen Individuen vertragen wird, daö beobachten wir an kleinen Kindern, die ja für die ge-i sammten an ihnen - vorzunehmenden Operationöakte kein Verstandnip 6a ben. - Nach einigen Athemzügen schon schlafen sie ein und' schlafen während stundenlang dauernder Operationen.ja nachher auch durch diele Stunden rulzig welter, und zwar um so mehr; je jünger sie sind. Vor Kurzem erst operirte ich bei einem 48 Stunden alten Kinde, welches nicht einmal noch die Brust genommen, in eine Stunde lang dauernder Narkose otne die mindesten schlimmen Folgen emen . entzündlich tingeklemmten Nabelschnurbruch von deZ Kindes eigener Kopsgroße." ,, Oinen fcdönea Qbend erbrinat man, wenn man eine 10c oa Cloore Cigarre rangt.
Den Wind seien.
IslstZe Nehändkung oder Vernachlässigung des Katarrhs verursachen AktZeik.
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f r- VVter Fünftel der Bewohner unseres Landes haben a L .SL tarrh. Einige haben ihn leicht, andere schroer. Siele 1 VS kämpfen dagegen; andere vernachlässigen ihn; allein
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verbeffert. zwanzig ständig.
Dr. S. B. Hartman. Qolumbuö, O. GeehrterHerr ! Ich litt zwanzig Jahre lang an chronischem Katarrh. Seit ,öls Aabren ar ick aus der linken Seite tbeilweise taub. . or sechs Monaten mußte ich mich roäh.
rend der Nacht im Bette durch Kissen stützen, lassen und auf der Seite liegen, weil ich fürchtete.
zu ersticken. Ich glaube mcht, daß ich je rurirt m nebmen und glaube nun. dak ich MndliÄ . und ftei, und ich kann Ihre Medizw, Pe-ru.na,
tarrh scheint mich nicht im geringsten zu asfiztren.-
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atarry unbeachtet lassen ober ihn unnchtlg be. handeln bringt Unannehmlichkeiten über Unan ehmlichkeiten. Peru-na greift Katarrh in sewe? Hochburg,
den Schleimhauten, an und tretbt ihn thatsächlich aus. Dr. Hartman, der Ersinder von Peru'na, hat Katarrh seit vielen Jahren turnt, und er thut dies mit Pe'M'na. Die allgemeine Erfahrung mit dem Gebrauch von Pe-runa geht dahin, daß eö durch Beseitigung des Katarrhs daS System kräftigt und den allgemeinen Gesundheitszustand Herr J. W. Orpe, Quanah, Texas, hatte Jahre lang Katarrh.' Pe'rwnakurirte ihn voll Hier ist sein Bries: werden könne, royoem vegann q Peru'na rurirt bin. Mein Whem ist vollständig , leicht nicht eindringlich genug enrpfthlen. Der Ka genommen werden, ooer man rann me man ihn verstehen. Krankheiten erden sret verschickt, wenn man sich wendet. , Sie klären das Geheimnisvolle auf. sind in einer Weise geschrieben, die jede Person Ein Spezialbuch für Frauen unter dem Titel verschicu. ue Apotheker verkaufen Pe-riuna. ir.tm N ,ru.n ffnr.nW f.ir mi& -v.hr ikur ww-m rw w w- IM MW 5 VWV . u. Stahlherden Stadt. Str.. i Square östlich dorn Courthau. N"köfolaer von Öaueisen 6 ?a?4mann. Ml UEBER & CO., Direkte Importeure von Rhein und Moseleinen. Für die Festzeit empfehlen wir 1893 Bwger 87.50 195 Sichrer 87.50 1891 Ge'senheimsr: 89 00 1895 Z lting ru g 89 00 l893Zeitinger Burg ' Ausllse 812.25 1893 Ws.nbkrgerAuslrse.820.50 1889 Äernkestler Do:tor.. 836.00 per Dutzend QuartS. Complete Preisline aus Verlangen. Reellste Bedienung ist unö Ehrensache. Nbsolute Reinheit und Quauät garantirt. 951 Sc 958 West New York Str. Tel 1263. Jmportirt. Magdeburger Sauerkraut Alle Sor en Nr sie. Nürnberger Lebkuchen und Pfeffer Nüffe, Mandeln, Citroren. Rosinen und Korinthen, frisch bei John h. dnding, Nachfolger von Edward Müller. H9 OS Washington Str. Meinen Freunden und Bekannten zur gfälligln Anzeige, daß ich tal JEFFERSON HAUS, 115 119 Ost South Skraße, übernommen habe, m.d mich freucn werde, sie oasrldst zu begrutzm. Soardinghaus nlit echt deutscher Kost. Schtungivoll, Geo. Peter Härnrnerle. 401 und 403 Virginia Ade. j. p. s:hiltge5. Theo. F. JSmither, geschickter und zuverlässiger DachdetkerM Pech- und KieSdächer. Dächer vor, Qkphalt und Silsonit. ,gHKdli e2 Att D , ch t , li,. Teiepvo hQl. 801 Weit Maryland St. CibU4CA ms Rtl!HvEai ch CW
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