Indiana Tribüne, Volume 22, Number 102, Indianapolis, Marion County, 31 December 1898 — Page 1

o o r sVT rlC A W :tp-ft TVO ks I :V"' L. X s v v y W V w o w v Office : No. 13 Güb Qlabama Otrasze. Telephon 1171. Indianapolis, Zndiana. Samstag, den 31,. Dezember (898. Jahrgang 8 3. OcilOS

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BeutschesTheater. Sonntag, den 15. Januar 1899 im DeutschenHause. vorfttlung nslil:t in Dramatischen Sektion deS Sozialen Turnvereins. Etz!a sird :

Dorf rrnd Stadi ! chttsxt! i, t WUn n, 5 kt hlU, Vchxltkn. I.Tbetl E'Lorle. 2 kt. L. Tbkt? L,oore.Skke Iifa-i prompt halb ach (Irica Uhr. Eintritt 50 Berits unv 25 ffento. Cti f5nttt t Dnt'cht $s tifcntct tttbi. tc Kell Ist ni4t vut für Mtt,lidr de Has,I, saubern für d Publikum Kaaizttaia. Anirnal Meeting osthe Sssalcr terdn Si:ck Üss?dd:s. Notice is hereby given that the annual rneeting of the Socialer Turnverein Stock Association, will take place on Tuesday, january loth 1899, at the Auditorium of the Deutsche Haus Herman Lieber, Pres, Albrecht Kipp, Sec'y. JEFFERSON HAUS, 115 110 Ost oulh Straße, Heut? Abend zum Lunch echte deutsche Metz"1-Sppe Sauerkraut 1 Schweinefleisch Geo. Peter Häraraerle. B.1CH. LIEBER & CO., Direkte Importeure von Nhein- und Moselemsn.

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Lditorielles.

fortwährend kommen über Eng'land Nachrichten, daß die französischen &.tnnitftrif hintun wi nute ituin wiuaiwiiinMi Unmöglich ist dieö nicht, denn eS scheint, dab die Verbreckerbande. die an der I Spitze der französischen Armee steht, in Folge, der Entwicklung, welche die Drtysuö. Angelegenheit genommen hat, nicht mehr auk noch ein weiß und daß sie, um sich au der unbehaglichen Situation, in die sie gerathen ist, zu befreien, gesonnen ist, doch noch die Gewalt entscheiden zu lassen. Zn der That scheint allek in Pariö aus eine gewaltsame Katastrophe hinzudiängen. Die unparteiische VeHandlung, welche der assationShos bisher dem Fall Dreywö angedeihen ließ, läßt der militärisch. klerikalen äl'qiic, die am Ruder ist, nur geringe Hoffnung, daß nicht alle ihre Ma chenschasten, Fälschungen und Berbrechen, die mit der DreysuS-Ange-lezenheit zusammenhängen, an' Tageslicht kommen. Der Umschlag in der öffentlichen Meinung in Folge der btöhertgen Enthüllungen ist schon ein o vollftandiger, daß man sagen kann. neun Zehntel der Pariser Bevölkerung eien jetzt schon von der Unschuld Drey US' und der Geduld dek Generalstabs überzeugt. SS scheint wirklich sür die chulöigen Mitglieder der leitenden MllltSrbebörde, wenn sie tt.6 drohende Strafgericht von ihrem H,upte ablenken wollen, nur ein Mittel zugeben : den Staatkstreich; den Versuch der Vernichtung der Republik. Da bleibt dem herrschenden Verbrecherthum in Paris kaum ein anderer Weg, als entweder von der Schaubühne zu verschwinden, oder Alles auf eine Karte zu setzen. SS ist daher durchaus nicht unwahrscheinlich, daß es diesen letzteren Weg einschlagen und so sich wenigstens eine Möglichkeit des Erfolges offen halten wird. Zugleich mit den' Nachrichten über den wahrscheinlichen Staatsstreich wirb aber auch gemeldet, daß die Sozialiften von Paris ein Vigilanz-Komite gebildet baben, das die Bewegungen der republikfeindlichen Staatestreichler überwachen sollte. Jetzt ist man dazu übergegangen, in allen Distrikten der Stadt solche Vigilanz - Komiteen zu bilden und man darf wohl annehmen. daß diese revolutionären Komiteen nicht blos die Ueberwachung des Feindes, sondern mehr noch die Organistrung des Widerstandes gegen dessen Pläne in die Hand genommen haben Die Pariser Arbeiter find alle jetzt chnn aus der Hut und auf dem Posten und eS ist zu hoffen, daß es ihnen gelagt, die reaktionären Anschläge der herrschenden klerikal - militärischen Kl,que zu vereiteln, sollte diese es wirklich wagen, die Waffen gegen den Sestand der Republik zu erheben. 'Noch mehr zu wünschen wäre indeß. daß durch diese Vorficht der Plan der Staatöstreichler gleich von vornherein vereitelt wird. !)ni()liiisl)rirfjicn. Wetterbericht. Kälteres, schönes Wetter heute Nacht und morgen. Höchste Temperatur inaerhalb der letzten 24 Stunden 60 Grad, niedrigke 18 Grad. Hl Die Fleisch lieferung für die Armee. Washington, 80. Dec. 2n Folge des Streites zwischen den Generälen MileS und Sagan wegen der Qualität des der Armee gelieferten Rintflelsches hat das Krlegsbepartement heute Abend auf schriftliches Ersuchen des Generals Sagan eine Spezialordre erlassen, wonach sich am künstigen Dienstag in Washington eine Commission von Ossizieren zu ' versammeln hat, um eine allgemeine Uaiirsuchuvg über die Qualität des gelieferten Rindfleisches und besonders über die Verantwortlichkeit für den Verlust von 300.000 Pfund gekühlten Fleisches anzustellen, welches nach Porto Riea zur Zeit der Sxpedition des Gen. Miles gesandt wurde. Za Mitgliedern der Commission werden ernannt : Col. Charles H. Ulden, Assistent - General - Surgeon; Eol. I. M. Moore, Assistent - Quartiermeike? ; Col. Francis 2. Günther, 4. Ver. St. Artillerie; Capt. 8. C. Scherer. assiftirender Qdjutant-Seae ralreeorder.

Die erwähnten 300.000 Pfund Rindfleisch gingen von Nevport News nach Porto Rico, doch wurde mitge -

theilt, General Mile habe sich am Lande' mit frischem Fleisch versehen, .-"c.fi. Cfcf f X V.Lf ... . - D f " U w u v f viai ariuniir uciiai uinu ucduuiu ur rück, und als es Montauk Point erreichte, soll es durch den Aufschub und den Mangel an . Kühlmaterial verdorden sei. ,,,, Groß-Pittsbur g. P i t t s b u r g, 30. " Dez. Pitts bürg und Allegeheny City, die . beiden Schsefterftäbte, werden endlich, nach öfteren fehlgeschlagen Versuchen, sich zu einem Grob - Pittsburg vereinigen, und voraussichtlich wird diese Verschmelzung bereits im nächsten Frühjahr öder Sommer ftattsiaden, da sofort nach Annahme der soeben entworfenen Groß - Pittsburg - Vorläge" durch die im Januar zusammentretende Legislatur die nöthigen Schritte zur Ausführung des Projekts gethan werden sollen. Bisherige Versuche seitens des Plttsburger republikanischen, aus Veutepolitikern bestehenden, Ringes. Allegheny City und andere im County Allegheny gelegene Städte und Ortschasten, wie McKeesport, Bräddock. u s. w. zu verschmelzen, icheiterten an d'm Umstände, daß die früher entwcrfeien Groß - Pittsburg - Vorlagen" ene Zmangsvereinigung bezweckten, während die jetzige von Senator Wm. giynn entworfene Vorlage nicht nur das Selbst - Bestimmungsrecht vollständig bewahrt, sondern auch bezügl,ch der Regelung der finanziellen Ver Hältnisse derartige präzise Bestimmungen enthält, daß eine Benachtheiligung der sich Pittsburg anschließenden Gemeinwese ausgeschlossen ist. Kund gebungen seitens der Handelskammer, der städtischen Beamten und der Bürgerschaft von Allegheny im Allgemeinen lassen keinen Zweifel mehr obwalten, daß bei der vorzunehmenden Abst'mmung sich eine überwältigende Majorität zu Gunsten des Anschlusses an Pittsburg entscheiden wird. In wenigen Wochen wird Allegheny City mit seinen mehr als 100 000 Einwohnern, von denen nahezu die Hälfte Deutsche ober von deutscher Abstammung find, in Pittsburg auf gegangen sein. D r e y f us. N e v g o r k, 30. Dez. Nach einer Depesche aus Paramaribo ist Hauptmann Dreyfus von der Teuselsinsel nach Cayenne auf einem GefangenenTransportschiff nach Frankreich abgereift. Näheret über seine Abreise und sein schließliches Reiseziel ist jedoch nicht zu ermitteln. Man glaubt, daß er nach Paris gebracht wird, um die Anordnungen deö Kassationshoses abzuwarten. P ar i s, 30. Dez. Das KolonialMinisterium läugnet, daß sich Dreysus von Cayenne nach Frankreich eingeschifft hat mit dem Bemerken, daß ausschließlich der Kassationshos über die Frage der Heimkehr des Gefangenen zu entscheiden hat. London, 80. Dez. Der Pariser Correspondent der Daily Mail behauptet, trotz der offiziellen Abläugnungen sei Dreysus bereits aus dem Wegenach Frankreich. , ,, Nachwirkung der KotzeAffaire. Berlin, 30. Dez. Gras Friedrich von Hohenau, ein Sohn des Prinzen Albrecht von Preußen aus dessen morganatischer Ehe mit' der Gräfin Rolalie von Hohena, ist aus dem deutschen Armee - Verbände ausgestoßen worden. Der Graf soll mit den Urhebern des bekannten Kotze'schen jöries-Skandals in Verbindung gestanden yaoen. Politische Duells. Budapest, 30. Dez. Das erke der Duelle von Horanski und Genossen gegen die Mitglieder d,S Kabinets Bavssy hat heute stattgefunden. Zwar nicht der an der Uneinigkeit der relp. Sekundanten gescheiterte Zweikampf zwischen dem radikalen Parlamentsschreier Horanski und dem von diesem im Parlament in durchaus unparlamentarischer Weise beschimpften ungarischen Premierminister Oaroa Bavssy. wohl aber zwischen dem martialischenLandesvertheidigungsminifter grhrn. von g'jervary und dem oppofittonellen NeichstagsabeordnetenGras

Stephan arolyi von Slagy.aroly. l f)tx Zweikamps nahm einen harmlosen ! Verlauf. Frhr. von Fkjervary schoß

in die Lust und Graf Karolyi's Schießeisen ging überhaupt nicht lol. ' m Sie fügen sich. H a d a n a, 30. Dez. Da us 150 angesehenen Cubanern bestehende Comite hat in einer langen Sitzung beschlössen, sich den Anordnungen der Generäle Brooke und Ludlos unbedingt zu fügen, und ihre beabsichtigte Stägige Feier aufzuschieben. (m entsprechendes Manifest ist an die vevölkerung gerichtet worden, uud. theilt nochmals die Verfügungen bezüglich der Feier mit. Die Aufregung unter den Cubanern ist noch groß, aber das Comite glaubt, sie dämpfen zu können. OchtA.57ariten.' Angekommen in : ' Southampton: St. Paul" von New öork. Queenstovn: Lueania" von New öork nach Liverpool. allerlei. Der dek Reknbeck, Ja., ansäfsige wohlhabende Farmer John DahmS beging Selbstmord durch Erhängen. Der alte Mann hatte 80 Acres Welschkorn auf dem Felde stehen und Niemand war da, .ihm zu helfen. dasselbe einzubringen, was ihn schwermüthia macöte. I n W i l l i a m 8 b n x q. R ft., lu Utitt Frau James Swayne ihren Gatten aus dem Gefängnisse während sie selbst zurückblieb. Die Frau kam m enem dunklen leide nach der Jaü um ihren Mann zu besuchen. Der Gefänanikwärter lieb sie eintreten ' und nach kurzer Zeit trat eine Gestalt in Zsrauenkleidern wieder auö dem Gefängniß. Die Frau hatte ihrem Gatten ihre leider gegeben, die dieser anzog und Swayne trat ungehindert aus dem Gefängniß. Die Flucht wurde erst am folgenden Tage entdeckt, als man statt Swayne. dessen Gattin in der Zelle vorfand. Dec Entflohene stand unter der AnklaaeeS Dtebstakls. In einerKirche beiMif. souri City, Mo., wurde Delia Eleven--ger durch einen Schuß tödtlich verwuN' det und ihr Begleiter, George Allen, erschossen. Der Mörder ist Ernst Cle. venger, ein Vetter deö jungen Mädchenö. Die mörderische Schießerei fand nach Beendigung d:s Gottesdienstes statt und als die Anwesenden die irche verließen. .Allen begleitete De lia Clevenger, als sich der Vetter mit einem Revolver hinter sie schlich. Allen durch einen Schuß in den Kopf todt niederstreckte und Delia eine Kugel in den Rücken jagte, so daß sie auf ihrcn todten Begleiter hinstürzte. Die Mit. alieder der Gemeinde waren durch die schreckliche That so in Schrecken verseht, daß Niemand daran dachte, den Mordbuben festzunehmen, der mittlerweile seine Flucht bewerkstelligte und bis jetzt noch nicht verhaftet ist. W.ihn. sinnige Eifersucht war die Veran.as' sung zu dem Doppelmord. In Pasaden a. Cal.. ist der Millionär Edward Bain, bekannt als der Mann, welcher niemals schlaft," aus dem Leben geschieden. ES ist absolute Thatsache, daß er in den letzten 16 Jahren keine einzige Stunde im Bette zugebracht hat. Uebermäßige Thätigkeit in seinem Geschäft zog ihm Schlaflosigkeit im höchsten Grade zu, so daß er nicht mehr im Stande war, im Bette zu ruhen. Die einzigen Plätze, an welchen es ihm möglich war, emen kurzen Schlaf zu genießen, waren Theater und Billardzimmer, wo die Musik und das Knarren der Bil lardkugeln einen beruhigenden Einfluß auf seine Nerven auszuüben schienen. Während der letzten zehn Iah fuhr er regelmäßig fast den ganzen Tag spazieren und suchte in derNacht irgend s em Unterhaltungslocal auf. Er war 76 Jahre alt und stammte aus Kinderhook,N.V. Ehen werden im Himmel aeschlossen sagt zwar ein bekanp Sprichwort, aber nicht immer tr..ft dasselbe zu, denn eS finden auch im Gefängniß Eheschließungen statt, bei denen daS geladene Gewehr als BrautWerber dient. Dieser Tage kam Cdward Hendrickson von der unweit von Vancedurg, Ky., belegenen Besitzung seiner reichen Eltern nach der Stadt und wurde dort auf einen von Frl. Bertha Jrvin, der Tochter einer angesehenen Familie, erwirkten HaftLbesehl hin verhaftet. Frl. Jrvin beschuldigte Hendrickson, ihren Rum verursacht zu haben. Kaum war der junge Mann in Haft, da erschien der greise Vater des Mädchens vor ihm. In der einen Hand hielt er ein doppelläufiges Gewehr und in der anderen Hand daS Geld für eine tkirathslicenz. Der Vater befahl dem erhafteten. zu wählen, und dieser wählte selbstredend die Heirath. Ein Friedensrichter wurde zur Stelle geschafft, der daS Paar in HymenS Fesj sela sömiedete.

Ein 13 jähriger Knabe hat in Wien seinem Leben ein Ende gemacht. Der Knabe, ein Sohn deö Fuhrmanns Wlach. hatte einen Schulkameraden durch einen Steinwurf im

lestazt verletzt. AlS daraus jemand nach einem Polizisten rief, meinte, er: Abführen lasse ich mich nicht und einsperren erst recht mcht!" und lies fort. Den ganzen Tag und die darauf folgende Nacht irrte er umher, verfolgt von dem Gedanken, daß ihn die Volizei suche, um ihn dem LandeSgencht einzuliefern. Erst gegen Morgen schlich sich der Knabe in die Kegelbude, die sich unweit des. väterlichen HauseS befindet, wo er sich erhängte. Dort wurde er am nächsten Tage hinter dem tlö Kugelfang dienenden Strohsack als Leiche aufgefunden. Eine Million Deckelschnecken kauften dieser Tage zwei Pariser Händler in dem schwäbischen Albdorfe Gutenstein ouf. Das Tausend dieser Weinbergschnecken wurde mit 8 M. 60 Pf. bezahlt, eine willkommene Einnahmequelle sür die atttit Gemeinde, wo dieser Industriezweig der Zucht und Mästung derWeichthiere seit Jahrzehnten in Blüth: steht. Eine wei tere Specialität wird in Gutenstem fabricirt: die Latwerge aus Wachho derbeeren. Die Früchte des Juwpeni cornrnunis werden waggonweise aus Italien bezogen, wenn der Ertrag auf der Schwäbischen Alb nicht ausreicht, mit Zucker zu einem breiartigen Gemisch zusammengekocht und dieses sindet in Süddeutschland, hauptsächlich aber nach der Schweiz, großen Absatz. Auf dem evangelischen Kirchhofe zu Fraustadt in der Provinz Posen liegt Vabrius Herberger, der Dichter des Kirchenliedes: Valet will ich dir geben, du arge, böse Welt" begraben. Ueber dem Grabe des Dichter, der 1562 dort geboren wurde und 1627,als Pfarrer an der Kirche Zum Kripplein Christi- dort starb, erhebt sich eine mächtige, uralte Linde. An diesem Baume wurde unter entsprechenden Feierlichkeiten eine Gedenktafel zu. Ehren des Dichters befestigt. Die gewaltige Linde soll nach einer Sage im 18. Jahrhundert nahe daran g'wesen sein, einzugehen; da habe man sie mit. der Krone in die Erde verpflanzt, so daß die Krone Wurzeln bildete, und seitdem habe der Baum sich wieder zu neuem Leben entwickelt. Jn Heidelberg starb in seinem 80. Lebensjahre ein Veteran der deutschen Lehrerschaft, der preuß. Geh. Regierungsrath a. D. Karl Hielscher. Auö der Nähe 'von Breslau stammend, wußte er sich durch seine außergewöhnliche Strebsamkeit vom einfachen Landlehrer emporzuarbeiten. Er errichtete zu Posen die erste Kna-den-und Mädchenmittelschule in Deutschland und wurde so derBegrunder jener überaus praktischen Anstalten, welche als Mittelglied zwischen den Bolks- und höheren Schulen gegenwärtig über alle größeren Städte Deutschlands verbreitet sind. Später wirkte der Verstorbene als ProvinzialSchulrath in Pommern. Vor wemgen Jahren ließ er sich in Heidelberg nieder. Ein grelles Licht auf die Geistes und Gemüthszustände der Großstadtjugend wirft eine Prüfung, die an mehreren Schulen Berlins veranstaltet wurde. Da stellte sich heraus, daß von sämmtlichen gefragten Schülern von 6 und mehr Jahren ge gen 70 Procent keine Vorstellung vom Sonnenaufgang und 54 Procent keine vom Sonnenuntergang besaßen, daß 70 Proc. noch keinen Thau, 75 Procent nsch keinen lebendigen Hasen, 64 Procent keinEichhorn gesehen, 60 Procent keinen Kuckuck, 82 Procent keine Lerche gehört, 49 Proc. keinen Frosch, 53 Procent keine Schnecke, 87 Procent keine Birke, 59 Procent kein Äehrenselb, 66 Procent kein Dorf, 67 Proc. keinen Berg und 89 Proc?nt keinen Fluß gesehen hatten. Mehrere Schü ler wollten einen See gesehen haben, bei genauerer Nachforschung ergab sich jedoch, daß sie einen Fischbehälter aus dem Marktplatz meinten. Kürzlich ist der Sekretär des Hotels Europa- in Mailand. Namens Eduard Bügler aus dem Kanton Zürich, unter Mitnahme von 90.000 Lire verduftet. Die Nachricht davon ging auch in die Blätter von Lyon über. Beim Lesen derselben erinnerte man sich im dortigen Bankhause Morin, Pon & Co., einst auch daS Opfer eines KassenmarderL mit dem Namen Bügler gewesen zu sein, nur hieß er Johann statt Eduard. Der Mann war im Jahre 1893 als Correspondent in diesem Bankgeschäfte an gestellt und genoß großes Zutrauen. Aber eineS TageS verschwand er mit 30.000 Francs. DaS Gericht verurtheilte ihn in contumaciam für diesen Diebstahl und die Fälschungen, die noch entdeckt worden waren, zu fünf Jahren Gefängniß. Wie nun au? der Photographie hervorgeht,' welche das' Lyoner Bankhaus dieser Tage dem Besitzer deS Hotelö Europa zusandte, sind Johann und Eduard Bügler ein und dieselbe Person. Der Mailander Hotelier fiel wie auö den Wolken oh der Entdeckung; er hatte., yl? er Bügler anstellte, keine Ahnung davon, einen schon vorbestraften Dieb in'S HauS zu nehmen. ES, ist der Polizei bisher noch nicht gelungen. Bügler einzufancen.

Chronische DhZpcpsia kurirt.

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LtzB ach oabeza drelblajttrigem Leid an Dhö ZJ pepsta für Mr. H. Q. Dugdale, Ute ta prominenten Gi-fchäftimaine von Warsaa. N. SQ.: Eelt 23 ?ahren litt ich fortwährend an Tykpepsia und schwachem Ma ae. TU leichteste Nahrung erieugte Beschwer den. verursachte heftige Lchmer,en und Formt rung von GaZ. Einerlei wie sorgfaltig Ich meine Dtlt wahrte, ich litt qualende Schmerzen nach dem Essen. Ich wurde von vielen Aerzten behan delt und versuchte zahlreiche Mittel ohn, da ernde Abhilfe, vor ,wei Jahren begana ich Tr. 57111,1' Nerven und LeberPillen und Nervtn zu nehmen. Innerhalb einer Woche stellte sich Besserung ei und ich war bald im Stande iu essen, real mir beliebte, ohne ttble Folgen. Zch halte dieselbe ftett vorräthig und ein inztg, Dost vertreibt irgendwelche alte Cvmvtome. A rr rm , . . ivcrdea durch alle Apotheker verkauft 211m auiuci WÜ7 unter einer positiven Eirantie: die erste lasche nützt der daS kld wird lurücker stattet. Buch Lber die jkrankheiteu dei Herjenl und der Nerven frei. KS ffVffTI v4 &ficrvino3 ftestores rf u..ul .y rv r vreffe: Dr. Mile Mtdleal ff., Elkdart. Jd. Hiesiges. 3n einer heute Vormittag abgebaltenen Sitzung deS Board of Public Wortt wurde der Capital Sweeping Co. $10,526.83 für Straßenreinigung während deS letzten VierteljahreS bewilligt. 3ohn F. Fetler, der heute zurücktretende Hilf. County-Clerk, hat während seiner die, jährigen Amtszeit 8001 HeirathSlizensen, 735 Papiere sür ZrrfinnSfälle. 1148 Papiere für CoroneiöfSlle und 2340 Papiere für Versicherungen ausgestellt. Die Sentinel Job Printing Co. erhielt den Kontrakt für die Drucklachen für daS County. Deputy Auditor Shepard rechnete aus, daß unter ficrn Angebot dieDrucksachen $1,752 35 kosten würden. Die anderen Angebote kellten sich wie folgt : Journal Job Printing Co $5,566.28 Baker Thornton 7,213 78 W. B. Burford 7,590.01 McD nie! Printing ?o 8,855.88 W. H. Morrison 8,873.68 Levy Br. S S? Co 8,522.65 Central Supply Co 12,834.51 Vom 1. Januar ab soll die Regel eingesühr) werden, daß streng Buch über die Nsguisitionen geführt wird. .Rheumatismus im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Glbogen oder Handgelenken enfteht durch zu viel Säure im Blut. Sood'b Sarsaparilla Heilt Rheumatismus. Hood'6 Pillen find die beste Adsühr-und Leber-Medizin sür Familiengebrauch. 25 Der Lohnkutscher W. S. Cropper wurde gestern Nacht von den Geheimpolizisten Asch und Dugan unter der Anklage deS DiebftahlS verhastet. Er soll einem Mann, NamenS S. McSrav von ColumbuS, O. $110 gestohlen haben. McGraw kam hierher und zog von einer UnfallverficherungSgefellichaft $100. Hierauf ging er und "pkirlteä the town red", 0. h. er besuchte alle Wirthschaften, welche ihm in den Weg komen und traktirte in freigebigster Weise. Dabei lernte er feropoer kennen. Später engsgirte er denselben' ihn herumzufahren und um 7 Uhr brachte Cropper ihn nach dem Bahnhas und begleitete ihn an seinem Eisenbahnwagen. Der Zug hatte kaum den Bahnhos verlassen, als MeSraw seinen Verlust bemerkte. Cr sprang an der Liberty Str. vom Zug und eilte auf die Voli,eikatioa. Cropper behauptet unschuldig zu sein, aber MeSeaw behauptet mit Bekimmtheit, daß derselbe tat Selb habe. Cropper wurde ia Polizeigericht heute freigesprochen. MWWJ.00 fmt H Mr m4 by Job Geod'io.Tro7.Yal worfc t m. kwdit ymm not ik u Bach, bat wt ci tnck yoaajalekly fcow t m front ti tc tl dar at th. Wart, aad tost a f om. Bth msm, II M Ia aar art oi im all y tloanaraaaoBiiaif enlrw th rortu AU U aw. Craat pty tUk so ttt wtirkar. Wa Mart TO, fonilahlr " nrytbt. BAtlLT, SfKEDlLT laarawaT AaMrica, ro cm Mapitact at koeja. i,K r- n " a . . m Mai a. -

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