Indiana Tribüne, Volume 22, Number 100, Indianapolis, Marion County, 29 December 1898 — Page 1

o o i 00 A0 fr (Ysr tti ,6 O kT A A Aft' r Vy o W V v kyj ,x V Office : No. 18 G5b Mabama Otrasze. Telephon 1171. Indianapolis, Zndiano. Donnerstag, den 29. Dezember (898. Jahrgang 33 NcZIUl)

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Frenzel Brothers, No. 1 West Washwgt Straße, (Merchants National Bank.)

Sin europäisches Departement. Wechsel, Creditbriese und yoftandei. r ä. m ... Ar T.itzr X. - t x. . . rm rw I

sangen auf alle Städte Europa?. Schisssscheine nach und von Suropa.

und Verkauf ausländischen Geldei. Sndiana Ernst Company Sparkasse-Departement Bekanntmachung aber Herabsetzung des Zins futzes auf 2 proj. 3n Folge feer allgemeinen Herab sejnug M Zinksuße. sük Anleihm

und apitalanlagen macht die Zndiana ganz in der Ordnung war, und daß der gftSber Freitag Höchste TempeTrust So. hierdurch bekannt, daß vom Morrill Tarif allen späteren Tarifen tur innerhalb der leiten 24 Stun-

1. Januar an, der ömksup sur w p0. i f O . rT . A . . A I Nlen im p2iiaeajcpancuuiu dicii Prozent (3?ö) betragin wird. Depositoren, welche wegen dieser Herabsetzung der Zinsrate ihre Depo dies, b , lf"n sie unle. ' '," UlLJJuw, n'.u. 'Sttleibenben D.ftosit.n reiben tit 3. . .. -i c. lsen ;r alten Rate b.S I.Januar

10ftst M.i v, r..t,m .. 1 o -v", " uwiiiuii ju ui. wii ii' fta!l d höheren Insurgenten zu Landstreichern doch am Abend de. 24. die Stadt geNate von drei Prozent (3) berechnet h w M ßm j.w

I werden. I Ys..k- !. Dik,.;,.m 3m Auftrage des Dttektormms, oi an er t an -c v , I. P. Frenzel, Präsident. I. A. Butter. Sekretär. RICH.LIEBER&C0., Direkte Importeure vei NheiN' und Moselsmen. KZ. K.st..;, .k.s.,, wi? u U 1893 Binger S7.50 1895 Lieserer 67.50 1QH1 fairnftmei SQ All Ao.yi V 1895 Z lting?r Bu'g S9.00 1893 ZeltlNger Burg . u3le 01-.-0 es e e t 1893 ElisknbergerAusltse.820.50 1 QCO tt.rtiTrts.f nHnr fiQsi flst xg per Dutzend Quartk. Complete Preisliste aus erlangen. Neellste Bedienung ist unS Shrensache. Absolute elnyett und ualität garantirt. OKI Of; I Npst New Flork Str. I I TI 1263. (Keo. IHIerriiiiiaimim t . A.. rrr,"-TVrTT V S -zy': f fßßr-':,uzT) f ' ,.ii4J t. XVAAtrVM-VM fiSttUJUVUWWf Office: 26 Süd Delawareftr. iba. oo oo Oft n.riv xeltmnuil. iicn a3 uno rtai. Unrerttust die ,etri,bursschsdse. rs. Zs Itt und ltf iigm Ldue,

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(Lditorielles Bundessenator Morrill von Vermont, der gestern starb, ist 88 Jahre alt geworden. Er war seit 43 Zahren im Congreß, zwölf Jahre lang al, Congreßmitglied, 31 Jahre lang alö Senator. Der Tarif von 1861. der seinen Namen trägt, war der erste durchgreifende Lchutzolltarif. den die Ver. Staaten hatten. Sonst ist ge X mSAiI CQ .s..V..i i. .. 1 1 f. iait muiw 2ucunueuD von lym zu flgen. Nur muß anerkannt werden, daß oor di Jayren die Schubzollpolltlk . . i zur Grundlage bunte. Ot r r am ünnctgaio 37 Iayre yaven stq sret lich die Verhältnisse bedeutend geSw dert. " " " unserm Mo. de.laus. du,ch,u, nicht seh, '.st..'g.u.d.. :"r": T," . 3 3 r1 ihhww i . .

Vt.Httu Utuviv(u iuv, uitiu uiuuixaurai uns vciic laui so lunven jl r.:.. ,:... q-l c.c. riM.r.l ... . . .

,5lut lllWK Sfcö1' aöcn n fx,;,. 9mima mgk(tm nm l imi ukVP gch. Ae.S aber liegen di. Dinge auf den Philippinen. Wir haben da etwas bekommen, was der Geber eigentlich nicht besaß. Die philippinischen Insurgenten fahren außerhalb ManllaS fort, die Spanier zu bekämpfen, als ob gar kein Krieg zwischen Amerika und Spanien stattgefunden häite. Sie haben die zweitgrößte Stadt, Jloilo, und noch einige andere Plätze erobert, eine große Partei der Bewohner 'st für Unabhängigkeit, und AguinaldoS Slvsiuß scheint im SchvinK n . ii ( irt I v biES kann sein, daß man mit den Znsurgentea Paktiren, oder gar fich schla. gen muß. SS kann sein, daß wir die a, k , . . . r t jnin, roenn wlr ste yaoea wouea, ern erobern müssen. Möglich, daß die Zasurgenten schließlich nachgeben und -l fi den Amerikanern obne Kamvfl unterwerfen, aber sicher ist daS keines- . . . . . . iracjo uno oie lluailva m eine levri kritische. "" Der Souvervör will der Legitlatur ein Gesetz unterbreiten, durch welches dem Lynchen ein Svde gemacht werden soll. Vermuthlich soll durch icciB eieg oav ounio, ,n wetqem i.. a.e.L v. ir . , , I clac Lyncherei kattsindet, zu SchadenpsK hffiAl. k.lt k..T X..

if vuH(u utiveu, weiset uaiaci x. anuar luciincqmcn tonnen, die Hinterbliebene deS Selynchte zu! Sie sagen, sie würden alle kubanischen

zahlen sein dtkd. I Stwa mag das schon helfen, aber eS sollte auch verfügt werden, daß angeklagte Lyncher nicht in dem Sounty, in dem daS Lynchen stattfand und auü in keinem der anstoßenden CountieS prozessirt werden dürfen, sondern daß dafür etwas entlegenere Gerichtshöfe gewählt werden. Wenn Zndiana Anspruch aas den Namen eineS Rechtsstaates machen will, dann sollte mit aroßer Sneraie I . . gn das Lynchen eingeschritten werI Der Vorfall in Scott Couuty ist im höchsten Grade beschämend. Hier zeigt , ftch auch nicht ein einzige versöhneni deS Moment. In Nlpley Sounty hatte man noch wenigstens, die angeb-

einer Bande von Eewohnhmöverbrechern zu thun hatte, welche seit Langem die Gegend unsicher gemacht und die Bewohner in Furcht und Schrecken gehalten hatten und die auf andere Weise unschädlich zu machen, man nicht für möglich hielt. Wai aber kann den Pöbel in Scott Couuty andere geleitet haben, alb roher bru. taler Blutdurst ?

Der Eelyochte v ohne Zweifel ein ganz darmloser Mensch. SS ist rich. tig, daß er seine grau und sich selbst durch Revolverschüsse verletzt hat, man kann annehmen, daß er seine grau und sich selbst ermorden wollte, aber man darf auch annehmen, daß er die grau,' welche ihn verlassen hatte, leidenschastlich liebte und. daß er die That in der Verzweiflung beging. Der Mann hatte vorher niemali Jemand etwas zu Leide gethan und würde vielleicht auch in Zukunft Nie. mandem etwa au Leide aetban haben fi ttai oftne .isel ein tausend Mal ' K.kr.... WmmtA f Kl flhnr tn,IA VlCltfc cfW V 1 ..Mf, uicktS veiter sind als brutale blutdurstige Mordgesellen. Man schämt sich, daß so etwaS in einem Gemeinwesen vorkommen hnn zu dem man ebenfalls gehört. Man sSamt fii solch Mitbürger" und fragt sich bedauernd : vaS ist ameri kanilche Civilisation, wenn so etwaS vorkommen kann und wahrscheinlich n"ch obendrein ungelühnt bleibt. ROkMWl!. Wetterbericht. Tckönel Wetter beute Nackt: viel .Zlte. trübe Wetter mit Scbnee. i i ' bn 4l rstb jedrigSe 29 Grad. Von den Philippinen. Washington, 28. Dez. Kurz lS Oti,: ....27.... .chhbe.m ?- Ä anr:ii. ..L : .ri V 0 k.v..l . 1'V roi atm ipaniiracn vcncrai uot u ,.e f... I p. Bte IN urgenien ergnisen am 1 KL . ' ".V1 IZö. oep oon BCI laoi, UN voller fand. daK.Vauinaldo, ttlaaae bereits darüber webte. Söann iebt nicht sagen, wie die Sache ausfallen wird, da ich, ohne abelverbindung, vor 4 Tagen keine Nachricht haben werde. Die spanischen Truppen haben alle Stationen aas den südlichen Inseln, mit Ausnahme von Zamboanva auf Mindanao, auf Befehl aus Madrid geräumt. Augenscheinlich find die Schwierig. ketten unseres riegSdepartementS bezüglich der Ausdehnung unserer ro inii. a...iil!li!. 1 v C f .f MuuJHiwuuön hui in jnirin durS dies Kreianisse ttbebliS erschert, und in Zeit einer Woche dürf. tea fich wichtige Ereignisse auf den . Philippinen adjplelen. Zvlan erwartet. daß Senttal OtiS die Uebergabe na Zliolo fordern und nötbiaenkallS " ' m i eriwinae wird. - ..... - - .. . B l e u,uvaner lind unzufrieden. Chicago, 28 Dez. Sine Svezialdeoesche von Savana an die Tri Ibune" sagt: Unter den Cubanern herrscht große Unzufriedenheit in Folge der Anordnung deS (Sen. Brooke, daß Vertreter oer euvannqen Jniurgenten ... . ... . nicht bei den Näumungkseierlichkeiten Ck t .if .t , und amerikanischen Flaggen abnehmen und innerhalb ihrer vier Wände' bleiben. Sie fragen sich, vb sie für ihre Unabhängigkeit, oder nur deshalb ge kämvkt Kaben. um den Serra tu weck. seln. Die kubanische griedenSeomis. oa telearavhirte an Gen. Some,' er ciöae veableiben. da ibn doü keine Anerkennung zu Theil werde. Die Tubaner sagen, sie. werden den Tag, anstatt ihn zu einem Tag der Nreude über daß Anfzieben deß Cttt nenbannerS zu machen, als einen " ? MH.OTg Man hatte heute den Insurgenten erlaubt in die Stadt zu kommen und yolizeidienfte zu verrichten. DieS gelang ihnen in wunderbarer Weise ein paar Worte genügten, um die auf-

)te eule tn oen unteren a;iKwicnj der Stadt folgen den Insurgenten ausS Wort. Heute ist die Stadt ruhig. Vmerikanische Truppen haben die Batterie Reina und die Festung CabanaS besetzt. H a v a n a, 28. Dez. Die Patrouillen der Amerikaner haben dreißig Persone verhaftet und den CivilbehSrden übergeben. SS ist ein beliebter Sport bei den Cubanera Leute in den Straßen an zuhalten, von denen man glaubt, daß sie spanisch gesinnt find und sie zu zwingen, die kubanische glagge zu küssen und zu rufen: ES lebe daS freie Cuba". Zuweilen laufe diese vorfälle in heiterer Weise ab, zuweilen aber enden sie mit Kämpfen, die schwere Verletzungen und Tod verursachen. Heute Nachmittag wurde ein Spanier, Namens Fernandez, Mitglied der Munizipalpolizei in dieser Weise angehalten. Sein Gewehr wurde ihm auS der Hand gerissen und er wurde aufgefordert "Viva Cuba libre" zu rufen. Fernandez hielt die Hände in die Höbe, und verlangte Ruhe. Darauf rief er : TS lebe Spanien l" und in einem Nu senkten sich drei Messer in seine Lruft. Er liegt im Sterben. Der gall Ziethen. Berlin,!. Dez. Von bekannten Sjrlftsiellern, Juristen und Abgeordneten aller Parteien war zu heute eine Volksversammlung einberufen worden. um zu ver naezeaenoe,l uhun Stellung zu nehmen. Etwa 3000 Frauen und Männer aller Bcruföftände hatten fich eingefunden. Schriftsteller Robert Schveichel führte den Borsitz. Oberstlieutenant a. D. v. Sgidy hielt eine 2jSündige Rede, worin er den Fall Ziethen in all seinen Phasen schilderte. Der Fall ist um deswillen interessant, weil er dielfach mit dem Falle DreyfuS verglichen uud Denjenigen entgegengehalten wird, welche sich als Deutsche aus die Brust klopfen und meinen so etwaS wie die Affaire DreyuS sei in Deutschland nicht möglich. . Liegt der Fall nun auch nicht ganz o, wie der gall DreyfuS, so ist eS doch mmerhin Thatsache, daß die Regierung fich weigert, die Wiederaufnahme deS Verfahrens gegen einen Mann anzuordnen, der seit fünfzehn Jahren im Zuchthause fich befindet, trotzdem mit Sicherheit angenommen werden kann, daß er unschuldig ist. In der erwähnten Versammlung stillte Sgidy den Fall wie folgt dar: Ziethen ist wegen Ermordung seiner Frau zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt worden. Sr hatte mit einer FraueuSperson in Köln ein LiebeSverhältniß unterhalten und deShalb oft Streit mit seiner Frau gehabt. v. Sgidy stellte fest, daß Ziethen am Tage deS MordeS, dem 25. Oktober 1883, erst mit dem Abends eintreffenden Zage auS Köln, der fich noch verspätet hatte, in seinem Wohnort eingetroffen war und srüheftevS 11 Uhr 18 Minuten in seiner Wohnung sein konnte, daß dagegen ua 11 Uhr 21 Minuten schon Hausbewohner an die Mordftätte geeilt waren. Ja dieser kurzen Zeit habe der Mord und die Berbergung der Werkzeuge nicht geschehen können, uud in drei Minuten konnten auch nicht so große Blutlachen entstanden sein. Redner kritifirte dann daS Belastungsmaterial und hob die Momente hervor, die für den andern Mörder sprachen. Die Ermordete sei in einer Lage vorgefunden worden, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus einen Luftmord hindeutete. Der Barbierlehrltng Wilhelm, damals kaum 17 Jahre alt, war eine sinnlich brutal veranlagte Natur und sei mit grau Ztethen von 10! bit 11t Uhr allein gewesen. Der Bruder ZiethenS, ein in Berlin wohnender Restaurateur, entdeckte 1837, daß Wilhelm, der vährend der Untersuchung den Ziethen der That beschuldigt hatte, trotzdem in Gemeinschaft mit Ziethen angeklagt, aber freigesprochen wurde, in Berlin bei dem Barbier PiSker in Stellung war. Letzterem gelang eS, den WilHelm zu dem Geftändniß zu veranlaf sen, daß er allein der Mörder sei. DieS Geftändniß habe. Wilhelm vor den yolizei.Znspektor v. Meerscheidt Hüllessea und auch bei dem UntersuchungSrichter in Slberfeld aufrecht erhalten, schließlich aber doch widerrufen. Lr vurde deshalb wieder ent-

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lassen und soll fich in der französischen

Fremdenlegion befinden. Obwohl daS Slberfelder Landgericht die Wiederauf. nähme deS Verfahrens beschloß, hat auf Antrag deS StaatSanwalkeS daS OberlandeSgericht Köln diese abgelehnt. Einige Jahre später theilte KreiSphystkuS Dr. Berger dem RechtSanvalt Dr. Friedman mit, daß ursprünglich weder an den Manschetten noch an dem Messer Z'ethenS Blutspurea enthalten waren, überhaupt seien weder an der Wäsche noch an der Kleidung ZiethenS Llutspuren gefunden worden, wie früher behauptet worden war. Polizeikommissär Gottschalk hat jedoch beschworen, daß sowohl an den Manscheiten als auch an dem Messer ZiethenS Blut geklebt bat. Trotzdem find zwei von Neuem gestellte Anträge auf Eröffnung deS HauptverfahrenS abgelehnt worden, weil kein neues Material vorhanden sei". Sin gevichtiget Moment sei noch, daß der Barbierlehrling Vollberger, alS er zu? Mordftätte gerufen wurde, vor dem Stall deS Wllhelm dessen aufgeklappeS Tafchenm,sser liegen sah. Vollberger klappte eS zusammen, nahm eS an fich, um eS dem Wllhelm zu übergeben. Sr hatte aber daran vergessen und übergab eS den Polizeibeamten, die später mit Wilhelm in die Wohnung kamen, um etwaS zu suchen. Die Polizeibeamten lehnten aber die AnnahmedeS Messers ab ; daraufhin nahm eS Wilhelm an fich und seitdem ei es verschwunden. Der Schriftart er Landauer habe nun den Polizeikommissär Soltschalk öffentlich der Fälschung und deS MeineidS gezieben. Srst nach langer Zeit sei, nicht aus Veranlassung GottschalkS, sondern aus Veranlassung seiner vorgesetzten Behörde, daß Verfahren wegen verleumderischer Beleidigung gegen Landauer angestrengt worden. Sottschalk solle eine Hand bei dem Niedervald-Atten-at im Spiele gehabt haben. Die Staatsbehörde fürchtete . di.lleicht, ivenn eS fich herausstelle, daß Galtchalk im Ziechen-Proceß eine gälchung begangen habe, dies auf seine Thätigkeit in der Niederwald-Attentat. Angelegenheit ein bedenkliches Licht werfen würde. Deshalb sei angenscheinlich bisher daS WiederaufnahmeVerfahren abgelehnt worden, da man durch einen neuen Prozeß daS Staatsinteresse für gefährdet halte." ES ist also auch hier die Staatsraison", welche die Regierung veranlaßt, einem Unschuldigen Gerechtigkeit zu verweigern und einen schurkischen Beamten in Schutz zu nehmen. ES wurde in der Versammlung darauf hingewiesen, daß eS in Frankreich schon nach vier Jahren gelungen sei, eine Revision deS DreyfuS-Pro-zesseS zu erlangen, daß in Deutschland aber die Dinge langsamer gehen und man nach fünfzehn Zähren noch nichts erreicht habe. Die Versammlung nahm eine Reso lution zur Befürwortung der Wiederaufnähme deS Verfahrens an. HungerSnoth in Rußland. St. Petersburg, 23. Dezbr Entsetzliche Mittheilungen über die HungerSnoth im Gouvernement Samara treffen hier ein. Die Zustände sollen nicht weniger schlimm als in de großen Huugerjahren 18911892 sein Nitt nur dem Hunger, auch dem TyphuS, Gedärmentzündung und anderen Hungerkrankheiten erliegen die Menschen zu Hunderte und Tausenden. Die HauSthiere, die noch nicht gefallen find, haben nur noch Haut und Knochen auf fich und find alS Nahrungsmittel nicht mehr verwendbar. 3n der Stadt Samara begehen die Leute Verbrechen, um nur ir.s Zuchthaus zu kommen, vo fie wenigstens Nahrung erhalten. I fünf weiteren Gouvernements herrscht Noth, doch nicht so schlimm wie in Samara. oqlssS.Nayrlytea. Angekommen in : N e w S o r k : Aller" von Genua; Wefterland" von Antwerpen. Liverpool: WSSland" von Philadelphia. Amsterdam: Amsterdam" von NevSork. Philadelphia: Maine" von London. Mo ville : Sthiopia" von New Lork. Genua: Alsatia" von Narstille,.

Allerlei.

Frau Barrios, die Wittwe des Präsidenten und Diktators von Guatemala, landete dieser Tage in New York und sollte für ihre Diamanten, deren Werth sie selbst auf $100,000 angab, 60,000 Zoll zahlen. Sie sagte, dieselben seien in den Ver. Staaten gekauft, konnte es aber nicht bewsen. Die Diamanten und Perlen wur den Kennern zur Prüfung übergeben, welche die meisten für Nachahmung erklärten und das Zeug nicht höher, als auf 520.000 sckäkten. Bei Hazleton, Pa., wuroe vor 2 Jahren Peter Reinmiller ermordet. Seine Freunde Knecht und Gerhardt wurden processirt, schließlich aber freigesprochen, als sie auf ihrer Behauptung, zwei Fremde hätten die That begangen, stehen blieben. Der letzte Schatten eines Verdachtes, der auf ihnen ruhte, wurde gehoben, als von einem gewissen John Reber, der kurz, nach dem Mord verschwand, aus Oesterreich ein Brief eintraf, in dem der Schreiber gesteht, daß er Reimniller erschossen hat. Sein Helfershelfer sei John Gidovran gewesen. Reber dient jetzt in der österreichischen Armee. Die Behörden werden versuchen, Reber's Auslieferung zu erwirken. Vor mehreren Wochen wurde der 63 Jahre alte Dr. Benj. Feucht von Fair Oaks, an der Fort Wayne Bahn, einer der bekanntesten Aerzte von Allegheny County, Pa., von emem tollen Hunde gebrssen. D üblichen Seilmittel wurden angewandt Dr. Feuazt weigerte sich jedoch, trotz aller Mahnungen seiner Collegen, die Wunden ausbrennen zu lassen. Die Verletzungen heilten allmälig und Herr Feucht hatte den Vorfall nahezu vergessen, als sich die Folgen des Wuthgisteö bemerkbar machten. Hände und Arme schwollen zu unnatürlichem Um, fange an und das Fleisch nahm eine schwarze Farbe an. Vor einigen Tagen verfiel Dr. Feucht in Krämpfe und zeigte alle Symptome der Wasserscheu. Alle Bemühungen seiner Collegen, ihm Erleichterung zu verschaffen, erwiesen sich fruchtlos und endlich brachte der 2d EÄSsUng. Abends UMt sicb der Arbeiter Hoffmanu tn Wien. Neulerchenfelderstraße, mit seiner Familie zum Abendessen, nahm aber ti9t kernen Bissen zu sich. Plötzlich gina er zum Fenster und stieß sich, ohne daß dies seine Angehörigen bemerkt hättenein sSarfaeschlUsenes Messer blö zum Heft in'S Herz. Dann trat er wieder an den Tiick und saate: jieöt m:r daS Messer heraus !" Der zufällig bei Hossmann wettende yausveiorger Franz Kavella zog auch das yJU)tx auS der Brust, woraus dir cvwttvcrlekte ,u Boden kürzte und einige Minuten später seinen Geist aukgao. DaZ Motiv der That war Arvntslongreir. Eine arone ffeuersbrunst wüthete in Schwetzingen. Der Brand brach in der Gastwirthschaft des Herrn Johann Härtung flutn Waldhorn us, und zwar in t dem dreistöckigen Hintergebauve. innen kurzer Zeit stand das ganze Haus in Flammen. Die Feuerwehr mußte sich auf den Schutz der angrenzenden Hauser, namentlich des Bezirksamtes, veschränken. DaS Hinterhaus, brannte vollständig nieder. Von den zahlreichen Heu-, Stroh-, Holz-. Kohlen- und sonstigen Vorräthen, die in dem Geb'äude lagerten, konnte nichts gerettet werden. Eine einstürzende Mauer fiel auf die angrenzende Scheune des Herrn F. Hirsch und zertrümmerte diese vollständig. Die Straßenreinigung von Nappoltsweiler wird auf eine höchst einfache Weise besorgt. Die Fremden, , die der alterthümlichen Dreiburgenstadt am Sonnabend einen Besuch abstatten, um von da auS wei ter in die Vogesen vorzudringen, haben Gelegenheit, von diesem eigenartigen Straßentoilettc Augenzeuge zu sein. Wie weiland Held HerkuleS den AlpheuS durch den Stall des AugiuS leitete und den Unrath fortschwemmte, so leiten die weisen Stadtväter von Rapvoltöweiler den Strengbach durch die lange Straße der Stadt und ent fernen so die Unreinlichkeit, die sich im Laufe der Woche auf dem StraßenPflaster ungestört hat festsetzen können. Für die Jugend aber ist diese Straßenreinigung in Vergnügen, zumal im Sommer, wo sie mit hochaufgekrempelten HöSchen ein reinigendes Fußbad in dem Straßen-Canale nehmen kann. Bei der plötzlich herannahenden Wasserwelle, die zumReinigen der Straßen in die Seitenrinne geleitet wird, erwartet die Kindermenge daS Schau spiel und läuft ihr nach, indem sie singt: Ploi rämpläm, der Lunzi kummt, und wenn er nit kummt, so iö er e Lump. Oalzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körvertheile Hood'S Oarsaparilla, der große Blut reinige? heilt Oalzsluß. Hood'S Pillen birken Vorzug lich nach der Mahlzeit und kuriren opsvey. xftt

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