Indiana Tribüne, Volume 22, Number 97, Indianapolis, Marion County, 25 December 1898 — Page 7

Ruprecht. Von Paul HSrtl. Wenn die Flocken fliegen. Kommt der Weihnachtsmann, Rührt die kleinen Herzen, Rührt die großen an. Ueber tausend Jahre Macht er nun die Fahrt, Ueber tausend Jahre Weht sein weißer Bart. Durch die Dämmerstunde Geht er oft herfiir. Lauscht an jedem Laden, Horcht an jeder Thür. Kennt sie all' bei Namen, Weiß um jedes Kind,' Ob sie gerne beten, - - Ob sie artig sind. Niemals war dem Guten Noch zu fern ein Haus, Läßt sich nicht verdrießen Winternacht und Braus. Nickten all' die Kleinen Schläfrig ein am Herd, Kramt er aus dem Sacke - Buch und Schaukelpferd. Geht dann heimlich wieder. Daß ihn Niemand sah, 1 Läßt uns Großen lächelnd Liebe träume da. Und er thut ein Wunder Jede heirge Nacht: Hat die Herzen wieder Voll und warm gemacht. Stissc Yacht. Von Wilhelm Hegeler. Als die Zeit wieder herankam, wo die Axt durch den winterlichen Wald hallte, um die Tannen für das Weihnachtsfest zu fällen, da schlugen auch die alten Schmerzen wieder mit so grimmen Axtschlägen auf Edmund ein. daß ihm das Herzblut aus tiefer Wunde quoll, und Todtenstarre sein Gesicht verzerrte, wie vor einem Jahr, ls ihm in der Christnacht sein blühendes Weib gestorben war. Die alten Schmerzen hatten ja niemals aufgehört, das ganze lange Jahr nicht. Frühling. Sommer. und Herbst hatten ihm neue Erinnerungen an durchlebte Freuden geschickt, die mit bitterem Weh sein Inneres durchwühlten. Aber die Zeit hatte ihn doch ruhiger gemacht. Das Leben war an ihn herangetreten mit seinen tausend gleichgültigen Fragen, die man nicht überhören kann. So waren neben dem einen Gedanken viele andere laut geword5n, den Klageschrei, der seine verödeten Tage und Nächte durchhallte, umsummte der Bienenschwarm der Alltagssorgen. Am meisten hatte ihn die Fabrik beschäftigt. In nächster Nähe des kleixitn Ortes, der tief eingebettet in dunk-

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len Tannenwäldern lag. besaß er ein Holzwerk, und grade im Winter gab es darin viel zu thun. Der Waldbach, der die Säge trieb, lag wochenlang in Eis erstarrt, das oft bis tief ins Gebirg gehackt werden maßte; dann wieder brauste der Bach mit so übermächtigen Massen, daß er das Räderwerk zerstörte. Aber gerade !n den Tagen, wo es am meisten drängte, hatte Edmund plötzlich den Schlaq der Holzfäller gehört da war alle Farbe seinem Gesicht entwichen, alles Gedankensummen still, das ganze Jahr, welches dazwischen lag, wie ausgewischt; die Vergangenheit hielt ihn und ließ ihn den Tod noch einmal durchleben. Er verließ das Kontor und ging in sein einsames Haus, das er mit seinem vierjährigen Sohn und einer alten Dienstmagd bewohnte. Er betrat sein Zimmer und setzte sich in den Lehnstuhl, wo sie so ost auf seinem Schoß gesessen hatte. Er betrachtete die Blumen vor dem Fenster, die dunkle Wand von Kamelien und Azaleen, die nun mit Staub bedeckt dastanden, ohne Blüthen. Und wie hatten sie geblüht, als Agnes sie noch pflegte, als Agnes aus dem Zerstäuber den feinen Sprühregen über ihre Blätter blies! Zur anderen Seite des Zimmers ging fein schwerer Blick und vuhte auf dem hohen Bücherschrank, den sie von ihrer Hochzeitsreise aus Florenz mitgebracht. In wie mancher Dämmerstunde hatten sie davorgestanden. um die Reihen zu durchstöbern. Sie war auf einen Schemel geklettert und lehnte ihren Arm an seinen Kopf. Die beiden hatten viel gelesen; da es ihnen in dem kleinen Orte an Verkehr fehlte, waren die Bücher ihre besten Freunde gewesen. ' Vorbei, alles vorbei. Staub nistete auf den Büchern, eingerostet war das Schloß, todtenstill, von keinem fröhlichen Wort erfüllt, lag das Zimmer. Der Mann umpreßte die Lehne seines Stuhls und stohntt..und hob bis zum Zerspringen seine Brust. An seinem Fenster vorbei rollte über die Landstraße ein mit Ochsen bespannter Lastwagen, in dem hoch aufgeschichtete Tannen lagen. Die Räder knirschten .in den glatten Geleisen, und die Last 'der grünen Bäume verdunkelte für ei.nen Augenblick sein Zimmer. Da hielt 'Ldmund es nicht mehr aus, so wild -'packte ihn der Schmerz; er gmg ins 'Zimmer nebenan, warf sich vor dem 'Bette, daö einst die Ruhestatt seines Mtxltl gewesen war, nieder und preßte

ihr Kopfkissen gegen sein Gesicht, mit heißen Thränen die seine Leinwand tränkend. O Erinnerungen, warum wollt ihr nicht fort! Ihr hundert Dinge alle, warum habt ihr das Aussehen nicht geändert, warum seid ihr nicht derschwunden, zugleich mit ihr, die euer aller Leben war! Auf diesem Kissen ruhte einst ihr Haupt, ihre schwarzen Flechten ringelten sich über den weißen Spitzensaum.

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Wie heiß es ihn umslüsterte: Weißt du noch? Weißt du noch. Mann?" wenn das Lämpchen den rothen Glühschein warf. Ein bleicher Strahl der Wintersonne flimmerte auf dem Kissen. Vorbei, alles vorbei. Bretter und Erde lasteten auf dem theuren Haupt, das nicht mehr träumte, das die flimmernden Sonnenstrahlen nie mehr umspielten. Er hatte das Kissen zerwühlt, die Spitzen zerrissen und lag mit wilden Thränen über der leeren Bettstatt. : Dann stand er auf, und während die Stunden vergingen, saß er bald in diesem Winkel, bald in jenem, aber wo- . hin sein Auge fiel, überall krochen : die Erinnerungen hervor und sprachen vom Glucke ernst vom unwiederbringlichen Verlust. Gegen Mittag klopfte die Magd an dje Thür und meldete, daß das Essen bereit sei. Aber die Alte, die schon bei seinen Eltern gedient hatte und sich manches Wort erlauben konnte, trat herein, und während Schweißtropfen aus ihrem zornrothen Gesicht perlten, polterte sie: Laß mich!" Meinetwegen. Sie brauchen's ja nicht zu essen. Aber das Antonchen hat Hunger. Soll ich's zu mir in die Küche nehmen? Das wär 'ne schöne Wirthschaft!" Geh hinaus." Freilich, geh' ich naus. Ganz aus dem Haus meinetwegen. Aber das sag' ich Ihnen, wie Sie's treiben, das ist Sünde. Mit Ihrem Wesen schaffen Sie die Todte nicht wieder her, aber das liebe kleine Kind bringen Sie noch unter die Erde." Geh!" schrie der Mann gequält. Ich mag dein Gerede nicht hören." Wenn Sie nicht draus hören, um so schlimmer. Aber einmal muß man doch's Maul ausleeren So, Herr, das sag' ich Ihnen, kann's nicht länger bleiben." Sie hatte drohend die Hand erhoben und schlug krachend die Thür zu. Derweil saß der kleine Anton auf seinemStühlchen und schaute mit sehnsüchtigen Augen die Suppe an. Zu essen wagte er nicht, ehe ftin Vater kam. Er bNes nur derweil den Dampf ab und musterte die Klößchen, die unten schwammen. Endlich kam der Vater und setzte sich nach kurzem Gruß zu Tische. Als der Kleine seinen Löffel aus der Hand gelegt hatte, platze er heraus: Vater, weißt du, in achtTagen ist Weihnachten." D'tMann fuhr zusammen und warf seintt. Kind einen Blick zu, daß aus dessen Gesicht die Fröhlichkeit entwich und einem sorgenvollen Kummer Platz machte. Nach dem Essen schloß Edmund sich ein, und die alten Schmerzen warfen ihn nieder. Es wurde Abend. Es wurde Morgen. Da entfloh er seinem Hause. Aber was half's! Die Erinnerungen verfolgten ihn in die tiefsten Wälder. Oft blieb er stehen, von jähen Gedanken gepackt, und den Zeiger seiner Uhr betrachtend, murmelte er : Heut, in dieser Minute kam der Arzt. Er gab mir Hoffnung. Ich glaubte ihm, ich Narr! Sie sind ja alle Betrüger." Christnacht brach herein, die heilige stille Nacht, die Todesnacht von Edmunds Weibe. Kein Stern blinkte, kein Mondstrahl stahl sich durchs graue Dunkel, 'nur der Schnee strahlte schwach von seinem eignen Licht. Und immer neue Flocken sanken aus überschweren Wolken nieder; es war so still, daß man glaubte, ihr sachtes Gleiten zu vernehmen, wie ein Flöckchen sich an'S andere schmiegte, um die große Decke zu weben, die alleS Lebendige barg. Schon am Nachmittag hatte Edmund das Saus verlassen, nun trug er sein schweres Herz dem Walde zu. Er ging denselben tiefen Schluchtweg, den er vor einem Jahr mit Agnes gegangen war, gerade an dem Tag. als ihre Krankheit ausbrach. Im Sommer war's hier heimlich

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und kühl, kleine Quellen rannen aus dem Gestein, üppige Farnkräuter spreizten ihre Wedel, und die Campanula blühte hier in viel dunklerem Blau als draußen auf den Wiesen. Einst vor Jahren war er mit der Geliebten den gleichen Weg gegangen, an einem lauen Sommerabend. Eine Lichtung that sich auf der Höhe vor ihnen auf von jungen Fichten bewachsen. Hier hätten sie einen weiten Blick ins Thal, zu dem Oertchcn, aus dessen Dächern bläulicher Rauch quoll. Und dort gerade so weit, daß man den Marktlärm und das Gerede der Leute nicht mehr hörte, lag ihr kleines Haus am Rande des Waldbachs, dessen Kraft er sich Unterthan gemacht hatte. Und wie sie so schauten, hatte eine große Sehnsucht sie ergriffen, in diesem tiesen Thale festzuwurzeln, zu wachsen, wie die Bäume wuchsen und sich nicht forttreiben zu lassen von den Stürmen der Zeit. Lange saßen sie auf der warmen sonnigen Erde. Auge getaucht in Auge. Zwischen den Fichten hatte Agnes eine einsame Tanne entdeckt, und weil sie diesen Baum so liebte, hatte sie Edmund gebeten, er möge zum Gedächtniß dieser Stunde ihrer beider Namen in die Rinde schneiden. Gerade in diese kleine Tanne, denn jung wie sie, war ja auch ihre Liebe, und wie .der Baum, so sollte ihr Glück immer tiefer in dem Grunde wurzeln, immer höher der Sonne zustreben. Er hatte ihren Wunsch erfüllt; und oft in neuen Sommern, auch im Winter manchmal, waren sie den gleichen Weg gegangen. Und jedesmal wenn sie den Baum wiederfanden, der unter dichtem Grün das Zeichen ihrer Liebe barg, hatte eine große tiefe Zufriedenheit ihre Brust erfüllt. Auch als das Kind geboren war, blieb dieser Weg ihnen der liebste. Doch Agnes kam nicht mehr so leicht von Hause fort. Die Leute im Dorf lachten über das blutjunge Elternpaar, die, selbst noch Kinder, schon Vater und Mutter spielen sollten. Und Edmund wdr vielleicht auch noch zu jung gewesen. In seiner eifersüchtigen Liebe hatte er nicht begreifen wollen, daß Agnes außer ihm noch ein anderes Wesen am Herzen trug. Sie aber hatte still gelächelt und gesagt, nun liebe sie ihn noch viel inniger als vorher.

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AzA gg All diese Erinnerungen bra chen dem Mann wie schmerzliches Vluten aus den alten Wunden, während er in dieser stillen Winternacht den Schluchtweg hinanstieg. Oft glitt fein Fuß in den vereisten Wagenspuren aus, aber mit harter Hand trieb er die Zwinge seines Eichenstocks in die Schollen und kämpfte sich vorwärts. Edmund hatte die Lichtung erreicht. Lange blieb er stehen und schaute sich um ein einsamer Mensck in weiter Runde. Dann setzte er sich auf einen Baumstumpf nieder, und heiße Zähren fielen von seinen Wangen in den Schnee. An dieser Stelle des Waldes, ws einst das grüne Denkmal ihres Glückes wuchs, hatte das Schicksal zum erstenmal seine Axt erhoben. Nach langem Hocken zwischen vier Wänden hatten sie es war genau eine Woche vor dem Fest den Tagesgeschäften ein Dämmerstündchen abgestöhlen und waren ins Freie gelaufen. Die frische Kälte hatte ihre ganze Lebenskraft geweckt. Sie trieben tausend Tollheiten auf dem Weg. Agnes wusch ihn mit Schnee, und er schwur ihr dagegen, zu Weihnachten müsse sie eine Ruthe haben, weiter nichts. Und als ihnen auf der Landstraße Holzfäller begegneten mit tannenbeladenen Karren, hatte sie die Leute angerufen: Wo habt ihr unseren Christbaum? Den allerschönsten kriegen wir!" Dann waren sie weitergegangen, bald zärtlich, bald wie Kinder auf Weihnachten sich freuend. Und wie sie nun, ohne es zu beachten, den alten Weg einschlugen, bat sie ihn, er möchte sie zu ihrer kleinen Tanne fuhren. Er nahm sie, trug sie halb, halb zog er sie den steilen Weg hinan. Aber da als sie aus dem Dunkel traten, stand ihnen mit einemmal der Athem still in übergroßem Schreck. Wo die Fichten gestanden hatten, starrten nur noch abgehackte Baumstumpfen aus zertretenem Schnee. Arch ihre Tanne war nicht mehr. Sie zuckten zusammen, als wäre die Axt ihnen selbst an's Herz gefahren. Fassungslos starrten sie auf das öde Feld. Alle Fröhlichkeit war verschwunden, die Vorfreude auf das Fest zerstört. Sie dachten nur an ihre Tanne, die fortgebracht war, Gott weiß wohin, zu fremden Leuten, um dort im Keller zu verdorren. O die grausamen Leute!" klagte Agnes. , Als er versuchte sie zu trösten, indem er ihr versprach, im nächsten Früling in einen anderen Baum ihre Namen einzuschneiden, Katte sie wie in banger Ahnung den Kopf geschüttelt. Im nächsten Frühling! Wer weiß, wo ich dann bin?" Lange hatte sie gesessen in trübem Sinnen. Soviel er auch zum Aufbruch trieb, sie hatte nicht fortgewollt. Es war Abend geworden, und mit kaltem Glanz hatten die Sterne auf das leere Schneefeld gestarrt. Da war ihm aufgefallen, wie blaß sie plötzlich war. Und als er sie fragte, hatte sie gestanden: ; Ja. mich friert. Ich glaube, daß ich 1

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mich erkältet habe.- Und plötzlich zusammenschauernd: Komm, komm, wir wollen fort." . Sorasch es in der Dunkelheit' und auf den holprigen Wegen ging, waren sie hinuntergeeilt. Aber zu Haus hatte sie, anstatt für sich zu sorgen, erst in der kalten Kammer das Kind zu Bett gebracht. Edmund hatte getobt, sie solle doch den verzogenen Jungen schreien lassen. Aber sie hatte still gesagt: Laß mich! Erst kommt das Kind. Das ist nun meine Art."

ih. 'V M t t'yA w'vSS L ... '.. r iSCvXV Als sie dann endlich in trockne Kleider fuhr und heißen Rothwein trank, war es zu spät gewesen. Mit dem Rücken gegen die heißen Fliesen des Kamins sich lehnend, war ihr Körper immer von neuem von starken Frostschauern geschüttelt worden. Sie hatte sich gelegt. Während ihr Kopf glühte, waren ihre Füße eiskalt. Schon in der Nacht hatte die Athemnoth begönnen. Edmund war zum'Arzt geritten. Und nun kamen acht Tage, die waren wie eine einzige dunkle, bange Nacht. In der Christnacht aber, um die neunte Stunde, als der, Thürmer aus krystallklarer Luft das alte fromme Lied herunterblies, das auf sanften Schwingen bis an's Sterbebett flog, in derStunde war sie mit schwerem Seufzer zurückgesunken. Den ganzen Tag hatte sie im Fieber gelegen. Oft hatte sie aufrecht gesessen, während der trockene Husten ihre Brust zerriß; und aus dem roth gedunsenen Gesicht, das bis zur Unkenntlichkeit entstellt war, hatte sie mit irren Augen ihn angeblickt, ohne ihn zu erkennen. Dann hatte sie stundenlang verworrene Laute vor sich hingemurmelt. Am Abend aber, als die Lampe hereingebracht wurde, öffnete sie plötzlich die Augen, erkannte ihn und flüsterte: Hab das Kind lieb!" Das war der letzte lichte Augenblick gewesen. Drei Tage später hatte Edmund sein Weib begraben. Verwandte waren gekommen. Man hatte sie ringesargt. An all das erinnerte er sich nicht mehr. Nur eines Moments erinnerte er sich noch mit Schaudern. Bei der Trauerfeier im Hause, eben bevor die Leidtragenden kommen sollten, hatte Edmund, fast wie gedankenlos, erstarrt im Schmerz, vor sich hingebrütet, und mechanisch waren seine Augen umhergeirrt nach irgend einem Trost. Da hatte er den kleinen Buben entdeckt, der ängstlich, aber doch mit fröhlicher Gesundheit im Innersten, durchs Zimmer schlich. Ohne ihn anzureden, hatte Edmund ihn angeblickt. Und das Kind wie Kinder sind, denen das größte Leid .noch verborgen ist war lächelnd an den Sarg getreten und hatte auf einen Kranz gezeigt: Sieh mal Vater, Rosen! Gibt's das. im Winter Ros-n?" Das war dem Mann wie ein furchtbarer Stich durchs Herz gegangen. Er hatte das letzte Wort der Verstorbenen vergessen, und alle Liebe zu dem Kinde war seit dieser Stunde ausgelöscht. Acht Glockenschläge drangen langsam und schwer aus dem Thale zu ihm empor. Edmund fuhr auf. Da sah er das Dorf, das vorhin noch von tiefschwarzem Dunkel umhüllt gewesen war, in lichtem Glänze strahlen. Jedes Haus schien Lichtwellen auszuströmen, die sich vereinigten, daß das Dorf wie von einem strahlenden Nebel umwoben war. Nun war wieder der heilige Crist herniedergestiegen, Friede war auf Erden und allen Menschen ein Wohlgefallen. Tannenbäume brannten, und Kinder jubelten, und Glückseligkeit herrschte da drunten. &'Xw h y- ' v:k . vrm 2f7 V, V v iMUL rngii - v Der Mann aber stand auf einsames Waldhöhe hochaufgerichtet und y.zi Fluch die Hand ausreckend, schrie a in Uebermaß des Wehs: Verflucht die Nacht, wo mir der Tod in's Haus kam!" Der Schrei hallte geger. die hohen Schneewände, und dunk'.es Gemurmel hallte zurück. D-?" rar's wieder still. Edmund saß wic'.:r und jagte noch einmal seine Gedanken die alten schmerzvollen Pfad? der öjergangenheit zurück, aber müder war ihr Flügelschlag. Und nun glitt Im hurtige Zeiger wieder auf die Stunde, wo Edmunds Weib mit schwerem Seufzer zurückgefunken war. Und das Herz des Mannes begann wieder zu schlagen, das rasende, angstvolle Tnso. Vor seinem geistigen Auge schiebte da Todtenbett, sein Blick sah niest als seine sterbende Geliebte. Da klangen sanft die fernen, aber trystallllaren Töne deö alten Heilige Nacht-Liedeö zu ihm hin. das um die neunte Stunde der Thürmer blies. Und'if r, als trügen sie

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die Seele seines WeibeS zu ihm empor, hinauf in die Sternenklarheit. Der bittere Schmerz schwieg still, die Wunde hörte auf zu bluten fein Auge in der Klarheit badend, schaute der Mann empor. Agnes!" flüsterte er. Agnes, wo bist du?" Er suchte sie am weiten Firmament, als müsse ihr lichter Körper dort unter den Sternen schweben. Nun schwieg das Lied, und alles wurde still. Die Prust des Mannes, auf der die Erdenschwere des Jammers gelastet hatte, war leicht geworden. Er fchaute regungslos hinauf, sehnsüchtig den Blick bis in die tiefsten Fernen des Lichtermeeres sendend. Aber nirgendwo dort droben, auf keinem Stern konnte er die Geliebte finden. Doch wurde es ihm immer leichter, immer lichter. Er trank das Licht der Ewigkeit, das von dort kommen mußte, wo sie weilte. So stand er lange, lange. Dann schickte er sich zum Heimweg an. Doch in dem Augenblick, als er sein Auge sinken ließ, rauschte ein Stern aus lichten Höhen nieder.

Agnes!" flüsterte er beglückt. - Und da war's, als wenn sie selbst mit ihrer alten lieben Stimme noch einmal zu ihm sagte: Hab' das Kind lieb." Und während er durch den Wald nach Hause schritt, da wurde ihm dies letzte Wort der Todten eine große Predigt. Hab' das Kind lieb! klang es in ihm. Sie hat es getragen, und das Kind hat ihre Züge, ihre sanften Augen, den Tonfall ihrer Stimme. Dein Weib wurde dir nicht ganz entrissen, sie ließ dir das Kind, Blut vo ihrem Blut. Seele ihrer Seele und du hast es verschmäht. Narr du. Thor du! Leise ging er an dem schlummernden Waldbach vorbei und trat ins Haus. In tiefer Wehmuth dachte er zum erstenmal daran, daß seinem Kinde kein Christglanz geleuchtet hatte. Verlassen hatte es in feinem Bettchen gelegen und nicht gewußt, warum es ihm allein so finster war. Geräuschlos schloß er die Thür. Auf dem Hausflur war's rabenschwarz. Nur durch den Spalt der Küchenthür drang Lichtschein Dort mochte die alte Magd noch am Herde hocken und über ihn murren. Er trat ein, um ihr zu sagen, sie solle nun zu Bett gehen und ruhig schlafen, denn morgen sollte die Sonne wieder am Himmel leuchten, die Liebe zurückkehren ins verödete Haus, und alles sollte anders werden aber sein Fuß blieb an der schwelle haften, und kein Wort kam aus seinem Munde. Auf dem Schooß der Alten saß sein Kind, und seine müden, aber immer noch großen Augen hingen an dem Lichterglanz eines Tannenbäumchens, das auf dem Küchenherde strahlte. Die beiden fuhren zusammen, wie Edmund stumm vor ihnen stand, ohne Wort und Gruß. Aber die Alte ließ den Knaben zur Erde gleiten und ging mit drohender Miene auf ihren Herrn zu. 's ist Ihnen wohl nicht recht?" stieß sie leise hervor. Wir haben lange gehofft, Sie kämen noch. Da hab' ich dem Kind seinen Weihnachten machen müssen. Es hat ja keine Mutter und keinen Vater mehr." Mit gesenktem Blick hörte Edmund den Vorwurf an. Du hast recht," antwortete er. Dann ging er zu dem Knaben und strich ihm über die dunklen Haare. Komm Anton, ich will mich auch mitfreuen." Sie saßen lange Zeit vor den stillen Flammen. Die Magd war hinausgegangen. Das Kind hatte seine alte Fröhlichkeit wiedergefunden. Munter plauderte es seine sorglosen Kindergedanken aus. Still brannten die Lichter herunter, eins nach dem anderen erlosch. Als nur noch drei am Bö.:chen brannten und aus den WinUr. der Küche schon dunkle Schatten l,5rvorkrcckcn, fielen dem Kinde die Äugen zu Der 5ater trug es in die Kammer, kleidete es vorsichtig aus und legte es in fein. Bett. Lange Zeit saß er davor, wählend aus der stillen Winternacht St:rnenklarheit ins Zimmer sluthete, und tiefen Frieden trazik er aus den sanft schlummernden Zügen seines Kindes. Blutige Weihnachten. In der Geschichte unseres Landes hat der Weihnachtstag wiederholt .'ine große Rolle gespielt. In der Weihnachtszeit des Jahres 1776 bewerkstelligte Washington seinen berühmten Uebergang über den Delaware, was zur Ueberrumpelung der britischen Truppen und zu dem entscheidenden Siege bei Trenton führte. Am Weih nachtstage 1864 meldeteGeneral Sberman dem Präsidenten Lincoln die Eroberung von Savannah. Unglücklich dagegen verlief der an demselben Tage von Bundestruppen gegen das Fort Fisher unternommene Angriff. Ein echter Backfisch. Backfisch (zur Freundin): Ella, Du hast ja in Deinem letzten Briefe kein Postscriptum geschrieben, wie kann an nur so unweiblich sein!?-

ANdcutsche Weihnächten. Der alte Geschichtsschreiber Procop berichtet um's Jahr 560 v. Chr.: Die Nordländer senden in ihrer langen Winternacht Boten auf die Gipfel ihrer höchsten Berge, um die wiederkehrende Sonne zu erspähen, und wenn sie dieselbe erblicken, so verkündigt man laut, daß nach fünf Tagen das helle Licht in die dunklen Thäler dringen werde. Dann erhebt sich ein unermeßlicher Jubel, und man feiert ein großes Fest, das Fest der frohen Botschaft!" So haben unsere heidnischen Vorsahren schon ihr Julfest zur Zeit unseres Weihnachtsfestes gefeiert, denn in dieses haben später di: Sendboten des Christenthums, an die alten Gebräuche sich möglichst anlehnend, dasJulfest gewandelt. Wie sehnsüchtig hatten die alten Germanen nach der Wiederkehr des erwachenden Lichtes ausgeschaut! Lebten die Bewohner der tiefen Wälder Deutschlands doch den Winter über in steter Furcht, die allbelebende Sonne könne vielleicht einstmals ganz ihre Wiederkehr vergessen. Deshalb wurde der erste Sihl als leuchtender Vorböte mit solch' stürmischer Freude zur Mitwinterzeit begrüßt. Die Macht der Winterriesen hört auf. und der jauchzende Freudenruf: Die Mitternacht ist nahe!" durchdrang weithin die Gaue. Alle Kriegsfehde, jede Zwietracht verstummt, denn der Julfriede" ist angeKrochen! Weh' dem. der denselben frevelnd zu stören wagte; nichts galt den Urvölkern so heilig, wie die ungetrübte Feier - dieses, hohen Friedensfestes. Nun durften aller Orten auch die Festvorbereitungen beginnen. Die Frauen standen in Geschäftigkeit an ungeheuren Backtrögen, um mit kirnst geübten Händen das gewohnte Festgebäck zu bereiten. Wundersame Thiergebilde, wie Keiler. Wölfe. Füchse. Elche, Eber, Wiesente u. s. w. sah man erstehen. Und fragte der Kinder Wißbegier: Warum giebt es diese seltsamen Thiere?" so lautete die Antwort der Mütter: Es geschieht dies zur Erinnerung und zu Ehren der Götter; das Wye-Nachtenfest bringt der Götter Besuch, da muß die Tafel im Walde ihnen gerüstet sein." Und die Männer ergriffen ihre langen Spieße, hingen den Bogen von Eibenholz um die Schulter, lockerten das Messer im Gürtel und zogen mit ihrer laut kläffenden Meute hinaus, um den Keiler, den zum Julfeste geheiligten Eber, zu erjagen. Und ist die Wye-Nacht" da. so wird die nächtliche Stille, das tiefe Dunkel des Waldes plötzlich durch grelle Lichter unterbrochen. Im langsamen Schritt, brennende Fackeln tragend, zieht Alt und Jung in feierlicher Andacht in den Tann" hinaus. Eine geschäftige Thätigkeit beginnt dort, denn es gilt, das Festmahl der Götter zu bereiten und all' die Julgebäcke, Springerlein" genannt, in Thier-, Kringel- und Sonnengestalten ringkum an dieZweige der Tannenbäume zu hängen, dazu kommen noch Julschnitten und Fleischstücke. Kinder tragen nun kleine Tannenbäume heimwärts. Kräftige Männerarme fällen mit gewuchtigen Axthieben dieTannenbäume, um daheim den Julklotz" zu entfachen. Derselben durchleuchtet und erwärmt als Wildfeuer", aus sich selber weite: brennend, die weite Halle. Froh schaart sich alles um dies geweihte Herdfeuer; und nun wird mit fröhlichem Gelage, bei Essen und Trinken, Gesang und Scherz das schönste Fest, das Julfest. gefeiert. Würziger Tannenduft durchzieht wie Weihrauch die weite Halle, denn mit den Julhalmen (Tannenzweigen) ward der Boden' dicht belegt. Unterdeß halten auch die Thiere des Waldes fröhliche Mahlzeit, denn nach dem Glauben der alten Germanen schicken die Götter die ihnen geheiligten Thiere, die Dormersthiere", aus, um sich die dargebrachten Opfer holen zu lassen. Doch auch die Vögelein gehen nicht leer aus; in der Julgarbe", an Stangen befestigte Aehrenbündel. wird ihnen das Mahl bereitet. Diese hübsche Sitte hat sich bekanntlich in Norwegen bis auf. die heutige Zeit treu erhalten, toi: auch dort in gleicher Weise die altgermanische Gastfreundschaft gepflegt wird. Denn in den Weihnachtstagen sieht jedwedem ob arm ob reich das gastliche Haus und die wohlbesetzte Tafel offen. Ein andererWeihnachtsgebrauch unserer Altvordern bestand darin, daß Jäger, in Tannenreis dicht vermummt als sogenannte Wildmännlein" auf langer Stange den erlegten Jul Eber herbeitrugen. In feierlichem Geleite wurde dieser zum runenbedeckten Julstein gebracht, der unter der weitästigen Linde im Hofe stan. Ein Wildtanz wurde um das Julopfer aufgeführt. Danach machte der Priester mit einem scharfen Steinmesser, welches nur diesem Zwecke diente. Donars Hammerzeichen" an dem Kopf des Sunna-Ebers". Darauf wurde das .Gescheide" aus dem Thier genommen, das man sodann an Auerhölzern aufhänate. Das Julfeuer wird unter dem Eber entzündet und die hochzllngelnden Flammenzsengen ihm schnell die Borsten' ab. Am Spieße ihn drehend, briet man ihn, und der Freudenruf: Gar ist der Juleber" verkündet den umstehenden Genossen den begonnenen Julfrieden. Der Hausherr ruft laut in die feierliche Stille der WyeNacht" hinaus: Keinem zu Leid mit Julfreiheit!" Ein Apfel wird dem Thiere in's Maul gesteckt, man legt es aufsein erhöhtes Gerüst, 'und Mann für Mann tritt heran, um beim Haupte des Keilers das Treugelübde abzulegen. Andachtsvolle Stille herrscht ringsumher. Man wartet auf ein Zeichen Wodans, daß er die Gelübde annehme. . Ein Zischen und Brausen fegt durch die Lüfte, der Sturmwind entIacht höher und höher ie heilige Jullamme. Der Gottheit sind die Opfer

wohlgefällig Sturm und Flammr verkünden es den andächtig harrenden Menschen. ' Nun darf Lust und Freude des Julfestes beginnen, an dem sich Freie, Hörige und Schalken (Sklaven) gemeinschaftlich betheiligen. Dieses Fest läßt jede Trennung fallen, und der feurige Meth läßt alle Herzen in freudenvoller Feststimmung schlagen. Es zeigt im Tanz um's Feuerscheit Solch' eine wüste Lustigkeit, Daß man auf Erden kaum sie ahnt. Und sie an Odin's Hallen mahnt!"

?eiynachten in England. c Als die Angeln und Sachsen aus den deutschen Wäldern über den Eanal zogen, da haben sie den ganzen innigen Zauber der alten Julzeit mit in ihre neue Heimath genommen. Darum sind es dieselben Saiten des tiefen, nordischen Gemüths, die hier im Dunkel der Jahreswende erklingen wie in Deutschland, nur ihre Klangfarbe ist eine andere geworden. Nicht so sehr Frost und Schnee, nicht Tannenduft und Wachslichter-Schim-mer schlagen sie an sondern Sturm, Regen und Nebel über urbehaglichen Heimstätten, grüne und rothe Massen von Misteln und Stechpalmen, braune Puterbraten und brennende Plumpuddings, prasselnde Holzfeuer in altväterischen Kaminen, ätherische Mädchengestalten und heimliche Küsse unter dem Mistelzweig. Weihnachten ist für England das fröhliche" Fest, die große Zeit im Jahre, wo selbst der Aermste und Geplagteste auch einmal glücklich sein will. Wer kann es ihm verdenken, daß sein Glück in einem kurzen Traume mate--rieller Behaglichkeit besteht, die im Lichte derWeihnachtszeit einen verklärten Schimmer erhält? Seit Wochen freut man sich darauf und spart dafür in den ärmlichsten Hütten, Kellern und Dachstuben. Ein Plumpudding. ein Stück Federvieh und sonstige Weihnachts - Delicatessen sind an sich dort unerreichbar wie dieSterne". Doch der Weihnachtszauber schafft sie herbei. Ueberall werden. Weihnachtsclubs" gegründet. Den. Club hält entweder ein Kaufmann, der nachher die Waaren liefert, oder einfreundlicher Pastor, oder sonst ein guter Menschenfreund, der etwas dazu, beisteuern will. Alle Mitglieder zahlen, Wochen und Monate lang vorher kleine' oft winzig kleine Beträge ein.. Dafür bekommen sie dann zu Weihnachten je nach der Höhe der Einlage etwas oder Alles von den ersehnten Weihnachts - Eßbarkeiten. Möglich auch, daß Vater" Glück ge--habt und bei der Stegreif - Verloosung. in der Schankwirthschaft eine fette Gans gewonnen hat zum großen. Jubel der Familie! So kommt denn der feierliche Moment des Weihnachts - Mittagsmahlsheran, selbst in der Hütte des Armen. Wie weihevoll ist den Kleinen zu Muthe, die sonst tagaus, tagein unermüdlich und immer heiter den harten Kampf um's täglicheBrot mitkämpfen! Die abgezehrten Glieder, die so oft auf den Straßen halbnackend der Londoner Winterunl.ll preisgegeben, sind in die besten, zusammengeflickten Lappen, die Sonntagskleider", gehüllt, und da sitzen sie nun, die Augen gebannt auf den braunen Pudding gerichtet, den Mutter, die sonst me zu Hause ist, eben auf den Tisch setzt. Vater sieht in seinem fadenscheinigen, schwarzen Rock aus wie ein Gentleman" und tranchirt" ein Wunderthier eine Gansl Und es duftet und schmeckt, und Me sind fröhlich" zusammen, und die Weihnachtssaiten erklingen auch im dunkelsten und verbittertsten Gemüth dank den englischen Weihnachtsclubs, nach deren Nutzen man nicht den. kaltberechnenden National - Oekono men fragen soll, sondern den, der ein. Herz für das Volk hat! Andere Saiten ertönen in den Villen. und Landhäusern der Vornehmen. Auch hier ist man fröhlich bei noch viel schöneren Dingen, aber das mystische Symbol des Julfestes, die Mistel, breitet über das Alles den wunderbaren Zauber aus, den in ferner Vergangenheit die alten deutschen Eichenwälder beim Feste der Winter - Sonnenwende gesponnen. Die eleganten, glänzenden Räume, mit dem brennenden Julholzscheit" im Kamin, sehen seltsam verklärt aus im grünen und rothen Schmuck der Mistel- und Stechpalmenzweige Ein großer Mistelzweig hängt verheißungsvoll vom schimmernden Kronleuchter herab. Die ' schlanke, blonde Tochter des Hauses hat ihn selbst mit klopfendem Herzen dort befestigt. Ob er wohl kommen wird? Ob er sich darunter nach uraltem Brauch den Pflichtigen Tribut eines Mädchenkusses rauben wird? Und von wem?" dachte sie dabei. Jetzt ist er gekommen, jetzt wartet er mit bedeutsamem Lächeln in der Nähe des Kronleuchters warum hat sie nicht den Muth, mit scheinbar ahnungsloser Miene darunter hinwegzugehen? Doch er weiß sich zu helfen! Harmlosigkeit heuchelnd, die Hände auf dem Rücken, schlendert ;r zu ihr in die abgelegene Fensternische, wo sie sich in die Kissen eines Diwans zurücklehnt. Im alltäglichsten Gesellschaftston plaudert er. sich auf die Lehne stützend und so zu ihr herabblickend, von allerlei trivialen Dingen da plötzlich zieht er schnell die Hand hinter dem Rücken hervor und hält einen Mistelzweig gerade über ihr blondes Haupt, dann beugt er sich tiefer und dann Fern klingen die Punschgläser und brausende Hurrahs zu einem Weihnachts - Toaste, der Winterwind fährt heulend den Schlot herab, und das Julscheit" sprüht einen entrüsteten Funkenregen umher, doch zwei junge Leute hören und sehen nichts sie sind rettungslos dem Weihnacht 5zau ber des Miftelzweiges verfallen.