Indiana Tribüne, Volume 22, Number 90, Indianapolis, Marion County, 18 December 1898 — Page 1
.4 0 00 AV o t rfft O k ao W v l l W V O' w o v Office : No. 18 Süd Alabama Oteajze. Telephon 1171. Jahrgang SS. Indianapolis, Zndiano. Sonntag, den 8. Dezember (898. SteJOO
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am Montag, 2. Dezember '98. iadnlch,nun,. Lmi14 Snloos. Eintritt Herren 16c, . . . Damen 10c. Noiiz T Die Mitglieder der Germania Loge No. 129, 1. D.D. F , sind aufgefordert Montag Nachmittag 11 Uhr, in der Halle, Virginia Zlvenue und Dlam,re Straße, zu erscheinen. um dem Begräbnisse des virstorienen Bru der, Wilhelm A. Schoppe. beizu. wohnen. . , Clemens Wendler, O. M. Henry ?. ThomS, Sekr. GtC0 UffcrrMliaimim sWenvestMev, Office : 26 Süd Delawareftr. vtälle , 220. 222. 224. 226, 223 Ost Pearlstr. Telephon 911. Offen rag und Nacht. Irchllilllhrichleil. Die Hebung der Main". Washington, 17. Dec. Wie verlautet, hat das Marine - Departement noch keineswegs die Hoffnung aufgegeben, daS im Hafen von Havana gesunkene Kriegsschiff Maine zu heben, und daS Wrack zur Herstellung nach den Ver. Staaten zu bringen. Auch halten erfahrene Sachverständige es nicht für denkbar, daß man den Cristobal Colon" auf dem Meeresgrunde in Stücke gehe lassen wird. Der $on ftrukttonSrath erwägt gegenwärtig Vorschläge zur Bergung und Ablieferung beider Schiffe in den Ver. Staaten. Chriftenversolgung. Tacoma, Wash., 17. Dez. Wie der Dampfer Smpreß of Zndia auS Chung Äing in China meldet, haben die Raubzüge' SumantzaS und seiner 60,000 unisormirten Rebellen, welche sich zum Zw,ck gesetzt haben, alle AuSländer und die christliche Religion in China auszurotten, in der ganzen Prodinz Szechunen alle Geschäfte zum Stillstand gebracht. Ueber 000 katholische Flüchtlinge weilen in Thng King, und die Rebellen haben Sigenthum im Werthe von ö Millionen TaelS zerstört, über 20,000 Menschen, eist christliche Eingeborene, obdachlos gemacht und 62 Personen, darunter mehrere europäische Missionäre getödtet. Zwei katholische Missionäre lieh Sumantza enthaupten, nachdem die Ytadt Suin Chuan sie alS Geißeln gestellt, und sie sich geweigert hatten, ihre Religion abzuschwören. Der englische Missionär I. Fleming wurde von Ausrührern in Tfing Ping ermordet. Frankreich fordert 6 Millionen TaelS für die Zerstörung französischen Mis-sionS-SigevthumS. Sine neue Stadt. Canon Citv, Col., 17. Dezbr. Infolge der Cntdeckung von Gold fünf Netten südwestlich von hier, ist dort eine neue Stadt entstanden. Die Hälfte der männlichen Bevölkerung von hier hat sich nach dem Fundorte beaeben und über tausend Claims" find abgesteckt. DaS neue Lager heißt vadson City, nach einem gewissen 8. ß. Davson, der eine Goldader gesun den hat, welche $16,000 per Tonne ergab. , yvlitischeS au Deutschland. O erlin, 17. Dez. Die Budgetdebatte im Reichstag wird wie daS allüberall parlamentarischer Brauch ist dazu benützt, sich über alle möglichen Dinge auSzusprechen, und so wurden die jüngsten Aeußerungen deS Kaisers und namentlich du angedrohte Gesetz gtbung gegen die Arbeiter dielfach be
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sprachen. Daß die' Sozialdemokraten
dabei nicht stille blieben, ist selbstver stündlich. Vollmar der Führer der süddeutschen Sozialdemokraten, erklärte ge stern, die Militärvorlage bringe die Finanzen deö Reiches in Unordnung. Allerdings seien auch die Sozialdemokraten durchaus nicht für eine dai Volk völlig wehrlos machende Cntvaff.mng. Wenn der Zar eine Abrüftung vorgeschlagen habe, so möge er damit vorangehen, dagegen befürworten die Sozialdemokraten eine kürzere Dienstzeit im Heere. Bezug lich der Palästinasahrt de Kaisers bezweifelte er, daß durch dieselbe dem deutschen Handel größere Absatzgebiete erschlossen werden würden. Wäre dieS der Fall, dann könnten die Völker CuropaS nichts Besseres thun, als ihre Fürsten auf lange Reifen zu schicken. (Rufe: Oho!) Dieser Zwischenruf veranlaßte den Redner zu der weiteren Bemerkung, die Sozialdemokraten wüßten zu antworten, wenn sie nach BiSmarck'schem Rezept bedroht wärden. Sie strebten keine Zertrümmerung, sondern nur eine organische Umgestaitung der Gesellschaft an. Selbst die konservativeren Parteien scheinen mit der Absicht der Regierung in Bezug aus die Streikgesetzgebung nicht einverstanden zu sein. Ja der gestrigen Sitzung erklärte der Abgeordxete Bassermann (national!!beral) noch mit Bezug auf die sog. ZuchthauSvorlage, wie die vom Kaiser empfohlene Vorlage zum Schutze der Streikbrecher vor den Streikern genannt wird, daß seine Partei gegen die Beschränkung deS KoalitionSrechtS und die unnöthige Verschärfung der beftebenden Strafbestimmungen sei. DaS Verbot der Bereinigung zu Arbeiterverbänden ollte ausgehoben und ein Arbeitsamt errichtet werden. Zur erfolgreichen Bekämpfung deS Anarchismus, meinte er ferper, wären schlechtbezahlte Polizeiorgane ungeeignet. SS ist also nicht wahrscheinlich, daß der Kaiser in dieser Sache sehr viel Glück haben wird. Vorgestern hatte Bebel behauptet, es seien geheime Befehle erlassen worden, beim, AuSbruch von irgend welchen Unruhen, sogleich die sozialdemokratischen Führer zu verhaften. Vom Ministertische auS wurde daraus die Wahrheit dieser Behauptung in Abrede gestellt. Daraus antwortete dem Kriegsminister der Vorwärts" mit einer seiner bekannten Enthüllungen". Sr leitet dieselbe mit der Bemerkung ein, im SeneralftabSgebäude müsse offenbar in der Abtheilung deS Innern ein Feind der amtlichen Geheimthuerei existiren, der die amtlichen GeHeimnisse deS Generalstabs preisgebe. Daraus folgt ein vom Jahre 1L96 datirter vom damaligen Kriegsminister General Bronsart v. Schellendorf und dem Chef deS kaiserliche MilitärkabinetS General v. Hahnke unterzeichneter Geheimerlaß, in welchem die derschiedenen Truppenkommandos angewiesen werden, im Falle eineS AusruhrS sofort zur Verhaftung der ortSbekannten Sozialistenführer zu schreiten. Höhnisch bemerkt der Vorwärts" dazu : Und dieser Geheimerlaß ist von demselben Kriegsminister unterzeichnet, welcher s. Z. im Reichstag spöttisch versicherte, Feuerspritzen genügten zur Dämpfung etwaiger sozialdemokratischer ,sftände oder Demonstrativnen. y Durch Verfügung deS Ministers deS Innern von der Recke find alle Volizeibehörden in Preußen angewiesen worden, binnen sechs Tagen zu melden, ob in ihren Distrikten Anarchisten vor Handen sind. Ist letzteres der Fall, dann sollen über die Personalien derselben gedruckte Formulare ausgefüllt werden, die an daS Ministerium einz reichen find. Der Zuzug und Wegzug von Anarchisten soll ebenfalls sofort an daS Ministerium berichtet werden. Mit der Fernhaltung von VuSlän der, die sich in den Ausweisungen auS Preußen kundgiebt, hängt ei offenbar zusammen, daß.die sächsische Regierung, wie auS Dresden gemeldet wird, beabsichtigt, Personen, die nicht Ange hörige deS deutschen Reichs find, nur in dringenden Fällen zu Naturalist ren.
Die amerikanischen Com-
m i s s 2 r e. South ampt o n, 17. Dez. Die amerikanischen Mitglieder der Pariser griedeneommission schifften sich heute nach New Lork ein. Sie weigerten sich, Zeitungsberichterstattern gegenübe? irgend eine Anficht über den Friedensschluß zu äußern. .,,, tZameSRothschildt L o v d o n, 17. Dez. Baron ger dinand ZameS von Rothschild, Parla mentSmitglied ist todt. Der Verstorbene war der Sohn de Barons AureliuS von Rothschild in Wien und daselbst 1829 geboren. S war Parlamentsmitglied und hatte noch andere politische Ehrenämter. Sr war ein eifriger Sammler von Kunst werken. Wahrscheinlich nicht wahr. Madrid, 17. Dez. Ein Bericht lies hier von Havana ein, daß General Malimo Gomez gestorben sei, allein man schenkt demselben keinen Glauben. Die Tortur in Spanien. Madrid, 17. Dez. Graf Casa Sola, der Bruder deö Marquis Ceraldo, bestätigt in einem Interview die Nachricht, daß die furchtbaren Grausamkeiten, denen die Anarchisten auf der Festung Montjuich in Barcelona unterworfen wuroen, aucy gegen die Carlisten, welche in Bilbao verhastet wurden, angewandt worden find, um ihnen Mittheilungen . über die Rüstungen und Anschläge der Carlisten abzuringen. Man fürchtet, daß diese Martern zu entsetzlichen Ver-geltungS-Maßregeln führen werden, wenn die Carlifta losschlagen sollten. Spaniens Lage. Madrid, 17. Dezember. . Die Regierung erwägt die Frage der VerHaftung der Führer der Carlisten. Ueber Telegramme wird die strengste Censur geübt, und alle Depeschen über Carliftenbewegungen werden unterdrückt. Auch die Berichte über die jüngsten Unruhen in Havana dürfen nicht publizirt werden. Cl Heraldo giebt heute eine trübelige Darstellung der finanziellen Lage, welche zeigt, daß die Zinsen auf alle öffentlichen Schulden jährlich 635 Millionen Pesetas und die Sin. nahmen 866 Millionen Pesetas beragen. Hiervon entfallen auf die Civilliste, Civilpensionen und sonstige nichtreduzirbare Posten 74 Millionen Pesetas, so daß für die Armee, Marine und alle andere Erfordernisse nur 157 Millionen Pesetas verbleiben. In Anbetracht dieser Lage verlangt der Heraldo eine angemessene Herabsetzung deS Zinsfußes der Schuld. Die wahren Künstler Von ll. Schuttes. Von 1823 bis 1840 stand das Hof' und Nationaltheater zu München. loa das Schauspiel betraf, auf der höchsten Stufe. Eßlair, Vespermann, Forst. W. Kunst. Heigel. Lang. Jost Christen, dann das Dahn'sche und Hölken'lche Ehepaar. Sophie Schröder, Fr. Fries, Charlotte und Auguste v. Hagen, das waren lauter Sterne, die zugleich ein so vortreffliches Ensemble blldeten. wie es das deutsche Thater noch nie gesehen hatte und vielleicht nie wieder sehen wird. Im Jahre 1831 gastirte nun Fer dinand Raimund zum ersten Male an dem Hoftheater zu München, welches der Volkskomödie bisher verschlossen war, unter ungeheurem Zulauf in allen seinen Stücke!?. Man hatte die selben den Anforderungen des Dichter - Künstlers nachgebend . s mit großartiger Ausstattung auf dieser Riesenbühne in Scene gehen lassen. Das wurmte nun die dramatischen Größen des HoftheaterS,' und wenn sie auch einerseits bei dem Spiele Raimunds Thränen der Rührung vergossen. und andererseits über seine echte Komik sich halbtodt lachen wollten, so blieb doch immer der Stachel zurück, daß diesen Raimund'schen Possen" gegenüber das große Schauspiel fast wie ein Stiefkind b:handelt wurde. öjne kleine. aber vortreffliche Wein kneipe, die sich gegenüber dem OberPollinger" in der Neuhauserstraße befand, war das Haupt- und Standquartier Eßlairs und seiner Verehrer. Zu diesen gehörte in erster Linie der Bolkskomlker und Direktor Hanm Schwelger des sog. Lipperl-Theaters
vor dem nahen Karlötyote, der tn set-
ner scheunenartigen Holzbude zu dem Emtrittspreise von 6, 3 und 1 Kreu zer der comoedia vulgivaga" die haarsträubendsten Opfer brachte! Hanm Schweiger, der Nrtypus der niederen Volkskomik, stand bei den Münchnern in gleichem Ansehen wie dre Großen des Hoftheaters, und derkehrte mit demselben als guterKamerad. Als nun Eßlarr mit ewigen Freun den eines schönen Morgens zur söge nannten 11 Uhr-Messe' in dasKneip lein trat, war Hanni eben dabei, den Gästen in begeisterter Weise das Lob Ferdinand Raimunds und seiner Dich tungen zu singen, und er schloß: .Dieser Ferdinand und unser Ferdinand (Eßlair), dös san zwei Nandl'n, wie's in ganz Europia nit no' amal af den Bretter rumtrampeln, die wie unser Kroßer Fritz Schillinge! (Schiller) sagt die ganze Welt un no' a Dorf nebenbei bedeuten! Lieber Freund, tant de bruit pour une omelette, oder, wie wir sagen: Warum eine Bombe, um einen Hasen zu erschießen!" tönte Eßlairs wohllautgesättigtes Organ, als Hanni Schweiger geendet hatte. Ich will Raimund weder als Dramatiker noch als Darsteller zu nahe treten, aber außer Verschwender", Bauer als Millionär" und Alpenkönig und Menschenfeind" ist alles Andere vom Standpunkte wahrer Kunst betrachtet... gleich Null!" Oho!" brauste Hanni auf. nuha bin i wohl auch gar ka Künstla?" Lieber Hanni, lassen wir das!" wehrte Eßlair vornehm ab. So?! Ihr nobligten Herrn Hofschauspüller seid wohl alloa die Kunstler, und was so daneben rumkraxelt, daö is niz?! I will Dir was sag'n, mei' liaba Herr von Eßlair! Woaßt Du, wo die wahr'n Künstler z'finden san? Bei mir da drauß'n vor'm Karlsthor in meiner Kreuzerbudn!" Nit mogli'!" tönte es von allen Seiten etwas höhnisch. Was i a'sagt hab' iö .wahr bis auf'S Jtüpferl. und i ttiü's Enk glei' beweis'!" schrie Schweiger voll Eifer. 'RauS mit dem Beweis!" schallte es im Chorus. Sich vor dem Hünen Eßlair in einer Stellung a la Napoleon die ungeheuer komisch wirkte dicht hinpflanzend, begann Hanni, welcher Eßlair kaum bis an die Schulter reichte, in dem grausamen Pathos desPrinzen Schnudi. Ihr meine vüllgelipten Herrn Hofg's'chauschpüller in Enkerem schönen Hofthiater lriegt eine großmächtige Gasch'n. könnt Rebhändeln, Backhändrln. Rahmstrudeln und Schnepfendreck speisen und einen Würzburger Bocksbeutel dazu trinken! Da rs das goar keine Kunst, schone Roll'n schpülln. un a großmächtiga Künsteler zu sein! Meine Leut daaea'n kriea'n a recht kloani. oda öft'n qoar kani Gasch. freß'n Kartoffeln, daß eahna der Dampf zu die Ohren raus geht, saufen ollendigen Schops, schpülln die Roll'n. wie's der Hirt zum Thor naus treibt, und san urfidöll dabei! Ergel, san bei mir die wahren Künstla!" Ohne Widerrede!" übertönte Eßlairs mächtige Stimme das Höllengelächter der Anwesenden, und mit Hanni Schweiger anstoßend fuhr er fort: Sollst leben, alter Kunstvater!' Auf dem südlichen Friedhofe Münchens ist Ferdinand Eßlairs Ruhestätte fast am Ende der linken Seite des rechten Ganges, nahe der Halle und auf dem hohen, würdigen Grabsteine steht bescheiden am unteren Rande: Dieses Denkmal der Liebe und Verehrung setzten dem größten deutschen Künstler die ... Mitglieder deS Schweizerischen VolkStheaters.Geprellt. Eine kurze Geschichte von Aden. Der Bürgermeister von Rumpelhagen saß in seiner Amtsstube und dressirte seinen Papagel'. Es war aber auch ein Glück für den Herrn Bürgermeistec, daß er an derartiger thierfreundlicher Beschäftigung seine Freude hatte, denn mit den Menschen in Rumpelhagen war doch nicht viel anzufangen. Als der Bürgermeister also gerade im besten Dressiren war, wurde an seine Thür geklopft, und ins Zimmer trat eine Gestalt, deren Schlapphut und quergestreifte Beinkleider schon auf fünf Kilometer den Künstlerhätten erkennen lassen. .Habe ich die unaussprechliche Ehr? den Herrn Oberbürgermeister hyf mir zu sehen?" fragte unter devoten Verbeugungen der Eintretende. Ich bin daS Oberhaupt dieses Ortes," sagte der Angesprochene. Was wünschen Sie?" Ich bin nämlich das Oberhaupt ei ner Menagerie und möchte in Ihrem, geschätzten Städtchen eine Vorstellung gehen .Nun, da find wir ja theilweise ColftW laate läckelnd der .aettrenae
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