Indiana Tribüne, Volume 22, Number 89, Indianapolis, Marion County, 17 December 1898 — Page 1
o. s rlC 04 rlC 0 rl 00 rvo O K IVS r y lUV -v iy ly w vv w y y o O 0 Office : No. 18 Gfct OlsLsa Gfcaße. Telephon 1171 Jahrgang SS. Indianapolis, Zndiana. Samstag, den Z. Dezember (898. Ziel 89
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Unser Gouvernör äußert sehr große Reformlust. Dagegen ist nichts 'einzuwenden. Er kann leider nur mcht viel mehr thun als reden. Sr kann fc" öegiSlatur in seinem Zahreöberichte allerlei Empfehlungen machen, aber er kann keine Beachtung derselben erzwingen. Er kann tadeln, kritisiren, vorschlagen, ob er aber aufmerksamen oder tauben Ohren predigt, das liegt nicht in seiner Macht zu bestimmen. ES ist aber doch immerhin etwaö, den guten Willen zu haben. Der Gouvernör ist namentlich der Ansicht, daß in der Verwaltung der CountieS und TownshipS, besonders der CountieS, durchgreifende Reformen nöthig seien, damit der Lüberlichkeit und Verschwendung in der VerauSgabung der Gelder Einhalt gethan werde. Diese Lüderlichkeit und Verschwend. ung ist allerdings notorisch. Der Gouvernör sagt, er kenne einen Fall, n welchem einem Sheriff $1800 für Dienste bewilligt wurden, für welche ein Vorgänger nur $45 bekommen hätte. ES fragt sich, ob die Fälle dieer Art, welche man nicht kennt, nicht zahlreicher find, als diejenigen, welche man kennt. Wie aber will der Gouvernör helen? ES wäre wohl möglich, an die Stelle der County Commissäre eine Behörde zu setzen, deren Geschäfte öfentlicher abgewickelt werden, aber sehr viel wird auch daS nicht helfen, sicherlich nicht da wo keine größeren Zeitungen bestehen. Der Fehler liegt in unserem Sy stem. In unserem pslitischen System, das nicht Männer von Ehre und Charakter, sondern Lumpe zeugt, daS nicht Ehrlichkeit, Rechtschassenheit und obl, Gesinnung großzieht, sondern Schwin del, Begünstigung und Korruption. Kann der Gouvernör daS ändern? Wenn nicht, wird er viel resormiren önnen? Der amerikanische GcverkschaftSbund, welcher zur Zeit feine JahreSVersammlung in KansaS City abhält, hat sich gegen tie Expansionspolitik unserer Negierung erklärt. DaS ist so weit ganz gut und waS Gomperö über den Gegenstand sagte, war auch ganz gut. Aber was wird eö helfen ? Wie die Dinge nun einmal liegen, st wohl kaum daran zu zweifeln, daß die Ezpanfionkpolitik der Regierung zum AuStrag gelange wird. Die epublikanifche Partei wird den Präfidenten nicht deSavouiren. Aber selbst wenn wirklich noch ein Einfluß von außen an der Sache etwaö ändern könnte besitzt der amerikanische GewerkschaftSbund diesen Sivfluß ? Kann eine Organisation wie diese, welche durch keinerlei politische Bewegung geragen wird, welche nicht die geringste politische Krastäußerung vermag, einen Einfluß aus die Politik des Landesauszuüben ? So lange die Arbeiter des Landes sich nicht selbständig in der Politik machen, so lange sie keine Partei haben, welche ihre besonderen Klasseninteressen vertritt, so lange bleiben solche Erklärungen bloße Schönrednerei, welche wohl denjenigen Vergnügen machen mag, die sich damit beschäftigen, weil sie ihnen Gelegenheit zu? Wichtigthuerei giebt. Praktisch kommt Nichts dabei heraus. )- Wie wir schon gestern mitgetheilt, hat daS StaatS-Obergericht entschieden, daß die Tity" Straßen bohngefellschaft in 1901 daö Recht habe, ihre Geleise mit Einwilligung der Stadtbehörden zu legen, wo sie wolle, und daß im genannten Jahre die Konzession der Citizens" Straßen bahogesellschast zu Ende gehe. Die CitizenS" Co. ist die, gegenwärtig die Straßenbahnen betreibende Gesell fälst. Die Tity" Co. erhielt die Konzession vor fünf Jahren, wurde aber an der Autsührung durch die Citizens" Co. gehindert. - Vor zwei Jahren passirte die LegiS latur ein Gesetz, von dem man glaubte, daß eS auch der Konzession der City Ca. ein Ende mache. Man wollte reinen Tisch machen. Das ist nun allerdings nicht gelungen. Immerhin ist eö erfreulich, daß die Entscheidung bestimmt erklärt, daß in 1901 die Citizens" Co. keine Rechte mehr hat. Der Contrakt mit der City Co. bietet immerhin bedeutende Bortheile, so
namentlich die Herabsetzung deö Fahr-
gelbe auf 4 CtS., die Verpflichtung der Gesellschaft, zwischen den Geleisen zu pflastern u. s. w. Vergleicht man diese Entscheidung mit der deS BundeSrichterS Showalte?,. so hilft sie mit zu? Befestigung der Anschauung, daß die Bundesgerichte ein festes Bollwerk der Monopole bil den, daß eS aber in den StaatSgerichten für das Volk immerhin noch möglich ist, einige Gerechtigkeit zu finden. Bleibt es bei dieser Sntscheidug, so ift zu hoffen, daß die Bundesgerichte die alte Regel weiter befolgen werden. Entscheidungen der StaatSobergerichte unangetastet zu lassen, ausgenommen natürlich in Fällen der Appellation. Ob aber unser StaatSobergericht bei seiner Entscheidung beharren wird, daS ist eine andere Frage. DaS Gericht war nicht einstimmig. Zwei von den fünf Richtern stimmten nicht bei. Und eö trifft sich so, daß die drei zustimwenden Richter Demokraten, die beiden anderen Republikaner sind. Eine Begründung für ihre abweichende Anficht haben sie nicht eingereicht und wir wissen nicht, wie weit sich dieselbe erstrecktNach Neujahr treten drei neue Richter ein und die Citize?s Co. wird wahrscheinlich von dem Rechte Gebrauch mochen, innerhalb sechzig Tage ein Gesuch um nochmalige Erwägung einzureichen. Einstweilen wird sich nicht derhindern lassen, daß die Entscheidung die Annahme bestärkt, daß die republikanische Partei monopolsreundlicher ist als die demokratsche. l)ins)lnari)tirfjlcn, Wetterbericht. TrübeS, etvaS kühleres Wetter morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 44 Grad, niedrigüe 33 Grad. . 5luS dem (Kongreß. Washington, 16. Dez. Die Bill zur Znkorpörirung der internationalen amerikanischen Bank wurde im Hause mit 148 gegen 103 Stimmen verworfen. SS wurde während der Debatte hervorgehoben, daß eine solche Bank den Handel mit Süd- und Cen-tral-Amerika sehr erleichtern würde, aber eS half nichts. Die Bill, die Zoll- und Steuergefetze der Ver. Staaten auf Hawaii auszudehnen, wurde pasfirt. Kein Mehl-Trust. Minneapolis, Minn , 15. Dez. Der Versuch, die Mahlmühlen des Landes unter einen Hut zu bringen, ist, soweit die Mühlen in Minneapolis in Betracht kommen, gescheitert, und ohne diese ist der Versuch überhaupt nicht ausführbar. In einer gestern Abend stattgehabten Versammlung, in welcher Vertreter der drei größten Mühlen. Etablissements der Stadt, der Pillsbur-Washburn glour MillS Co., der Northwestern Consolidated Co. und der Washburn-CroSby Co. vertreten waren, wurden die Vorschläge McZntyre'S abgelehnt. Die Besitzer der Mühlen in Milwaukee und Duluth werden dem Beispiel der hiesigen Müller ohne Zweifel folgen müssen. jAmerieanFederation o s L a b o ?. Kansas City, Mo., 16. Dezb?. Der von der Minorität in der Ameriean Federation of Labor gegen Präfident GomperS geführte Kampf ift erlahmt, aber einige Veränderungen im Eiecutivrath find wahrscheinlich, denn auch GomperS wieder gewählt werden wird. Herr Take, PittSburg, hält die Wie derwahl GomperS' für sicher. Man glaubt, daß James O'Connell, Chicago, und Thomas F. Tracy, Boston, zu Delegaten für den britischen Trabes Congreß und S, B. Donnelly, N. ö., an O'Connells Stelle in den Exekutiv rath gewählt werden wird. Der heutige lange Kamps um Anelkennung einer der beiden Faktionen der Printers Union führte dahin, daß keine der beiden Parteien anerkannt wurde. Die Convention nahm Resolutio ne an, welche die TabakStrufis verdämmen, nachdem ihr Verhalten gegen die Arbeiter scharf gegeißelt worden Allen unabhängigen Fabrikanten, wird Unterstützung bei der Bekämpfung der Trusts zugesagt, welche einen Fluch der
Menschheit bilden, und das Publiku
wird aufgefordert, von unabhängigen Fabriken den Tabak zu kaufen, derben Union-Label trägt. Abschriften dieser Beschlüsse sollen allen Nnions zugestellt werden. I der Nachmittagösitzung wurde die sozialistische Frage ausS Tapet gebracht, indem Mox HayeS für die Central Labor Union in Cleveland, eine Resolution einbrachte, wonach die Verfassung der Federation so geändert werden soll, daß die Zndosfirung politischer Parteien nicht möglich ift, auSgenommen solcher, welche in klaffendewußte? Weise die Abschaffung des Lohnsyftems befürworte. Das Comite für Gesetze stimmte der Resolution sodie einer anderen über die Jndosfirung der Sozialdemokratie nicht zu, empfahl aber eine eingehende Diskus fion aller das System der Trades Unionö betreffenden wirthschastlichen Fragen uter de Hinweis, daß die Federation sich fietS geweigert habe, irgend welche Politik zu indossiren, und mit der Empfehlung, dabei' zu bleiben. AIS sich zeigte, daß die sozialistischen Resolutionen geschlagen seien, verlangte Max Corey. Chicago, ein Subftitut einbringen zu dürfen, welches die wesentlichen Punkte der anderen Relolutionen umfaßte. Präsident Gompers erklärte dies jedoch bis zur Erledigung der Original-Resolution sür außer Ordnung und es folgte eine lange Diskussion, die morgen fortgesetzt werden wird. Zm Streite der Anstreicher wurden die Anhänger BarrettS für Secedenten erklärt, so lange sie sich nicht dem Baltimore? Zweige schließen. Die sozialistischen Fragen wurden gründlich erörtert und es zeigte sich olcheS Interesse dafür, daß zu Gunsten der sozialistischen Redner mehrmals von der Durchführung der Füns-Mi-nuten - Neael Abstand genommen wurde. Die Sozialiften erklären, sie seien mit dem Elfolge sehr zufrieden, denn zum ersten Male sei die Frage mit Würde und Aufmerksamkeit disutirt worden. Es erregte besondere Aufmerksamkeit, als Tobin von Boston erklärte, er habe gehört Gomperö habe soziaistisch gestimmt und Gompcrs dem nicht widersprach. Streik in K ? e s e l d. Berlin, 16. Dez. I de? bekannten Industriestadt Kreseld in der Rheinprovinz streiken Tausende von Arbeitern. De? Streik begann in der Tngländer'schen Fabrik und die übrigen Fabrikanten drohten nun mit einer Aussperrung ihrer Arbeiter, (Lockout), alls die Streiker nicht zur Arbeit in der genannten Fabrik zurückkehrten. Dies hatte zur Folge, daß dreitausend Seidenstossarbeiter sofort an den Streik gingen und 10,000 andere Arbeite? ihrem Beispiele folgten. RegierungSpräfid'ent von Rheinbaben und die Kommunalbehörden bemühen sich, eine Verständigung zwischen den Strikern und den Fabrikanten herbeizuführen. DieSpanie?dollenwa?ten. M a d ? i d, 16. Dez. Halbofsiziell wird gemeldet, daß die. spanische Regierung die Ratisizirung deS Pariser Vertrags verzögern will bis der amerikanische Senat denselben ratifizirt hat, um kein Gebiet abtreten zu müssen, daS Amerika gar nicht haben will(Uebelflüssige Vorsicht !) Hl. Italien und bet Dreibund. R o m, 16. Dez. Der Minister des Aeußeren, Admiral Canevaro, hat bei der Budget-Debatte eine Erklärung übe? die Beziehungen Italiens um Ausland gegeben und dabei gesagt. daß in Bezug aus Bündnisse keine Ve? schiebung stattgefunden habe und daß Italiens Beziehungen zu den übrigen Mächten nie so freundlich gewesen Wären, die gerade jetzt. Die Regierung sei besonders erfreut über den Abschluß des Handelsvertrages mit Frankreich und hege das Vertrauen, daß alle Mißverständnisse jetzt beseitigt erden würden. OiZiffS.NachritJten. Angekommen in : N e v L o r k : Lueania" von Liverpool; Werkendam" von Rotter dam; St. Paul" von Oouthampton. QueenStown: Campania" von New Sork nach Liverpool.
Gibraltar: Ems" von New Lork nach Neapel und Genua. Liverpool: Britannie" von New Lork.
allerlei. .Die Bostoner Polizei nimmt es mit der Verfeinerung der Kunstgenüsse für die Nabe der Weltsehr ernst. Sogar die Drehorgeln werden jetzt von einer Musik - ComMission geprüft, um zu verhindern, daß die Bewohner der Stadt an ihrem feinen Gehör Schaden erleiden. Die Musik - Commission widmete sich vor ein paar Tagen dem avberordentlichen Vergnügen, gegen 350 Dreh Orgeln und -Klaviere auf ihre künstlerischen Eigenschaften zu prüfen. Von ihrem Befund hängt es nämlich ab, ob eine Drehorgel auf die Stadt losgelassen werden darf, und wehe einem Klimperkasten, der nicht klassische Musik spielt oder gar verstimmt ist! Nur 50 von den 350 Drehkünstlern erwarben sich bei der Prüfung die Erlaubniß, den Bostonern etwas vorleiern zu dürfen. Siebzehn derselben mußten auf Befehl der Obrigkeit ihre Instrumente stimmen lassen. Die. Revierwache an Atläntic und Schenectady Ave. in Brooklyn, N. N.. wird seit dem Tode des Polizisten John Quinn nur mit Angst und Grauen betreten. Seit vielen Jahren ist das Stationshaus als Hoodoo verschrieen gewejzn. und du vor Kurzem erfolgte Erkrankung des Polizeicapitäns Collins bestärkte noch den Glauben der Leute, daß ein unhellvolles Geschick über dem Gebäude walte. - Von dieser Ansicht war auch der Polizist Quinn beseelt, welcher seit zwanzig Jahren im Dienste der Sicherheitsbehörden gestanden hatte. Ehe er neulich die Revierwache verließ, um sich nach seinem Heim in No. 1473 Dean Str. zu begeben, hatte Quinn noch über den Einfluß des Hoodoo's" mit seinen Kameraden gesprochen und die Befürchtung laut werden lassen, daß auch er demselben zum Opfer fallen werde. Er erreichte seine Wohnung und stürzte auf der Treppe leblos zu Boden. Wie eine Untersuchung ergab, war er einem Herzschlag erlegen. ; Ehrt st tan K o l y a u L, txn Bewohner von North Vraddock bei Pittsburg, ist ein Räthsel für die medizinische Fakultät. KolhauS wurde vor etwa einem Jahre, als er rn Harrisburg von einer Straßencar abstieg, von einem Radfahrer umgerannt und schlug mit solcher Wucht mit dem Kopfe auf das Pflaster auf, daß er in bewußtlosem Zustande nach emem Hospital gebracht werden mußte. Nach ewigen Wochen kehrten seme geistigen Fähigkeiten wieder' zurück, sein rechter Arm zeigte jedoch eine stetig zunehmende Lähmung und starb endlich ab. Das Eigenthümliche in dem Zustande des Kolhaus liegt jedoch darin, daß er, der vor dem Unfälle Deutsch und Englisch gleich fließend sprach, jetzt nur noch seine Muttersprache spricht und die englische Sprache total vergessen zu haben scheint. Kolhaus ist em Schneider, kann jedoch infolge der Lähmung des rechten Armes semem Handwerke nicht mehr nachgehen. Die Kanonenkönigin" Mademoiselle Susimetta, welche gegen wartlg in einem New Yorker Dlme -Museum als Kanonenkönigin" auftritt, wurde im Yorkville Polizeigericht von Richter Meade ob Ihrer Fähigkeit beglückwünscht, sich in Zeiten der Noth ihrer Haut wehren können. Sie war auf Veranlassung von dem im Put nam House wohnenden Henry James, der sie des Angriffs beschuldigte, vor den Richter citirt worden. Die Sachz war sehr einfach. Der kleine elegante Herr hatte die 190 Pfund wiegende Dame schwerenötherisch- verfolgt, ihr war schließlich die Geduld gerissen ein blauangelaufenes Auge und das Erscheinen im Polizeigericht waren die Folge.. Der Richter sagte indessen freundlich zu der dicken Dame: !jch habe mich immer darnach gesehnt, eme Dame kennen zu lernen, die sich ihrer 52aut zu wehren vermag. gratulire Ihnen.- Selbstverständlich wurde das starke Fräulein freigelassen. Der Kläger verließ verlegen den Saal. Zu welch' sonderbaren Verhältnissen das deutsche Kleinstaaten Wesen führen kann, davon liefert das Städtchen Kranichfeld ein Beispiel. Der 1760 Einwohner zählende Ort gehört zum Theil zum Großherzogthum Weimar.- Eisenach, zum. Theil zum Herzogthum Meiningen, Der Verwaltungsapparat setzt sich zulammen aus zwei ersten und zwei zwei ten Bürgermeistern. 13 Stadtverordneien, zwei Gemeinderechnungsführern, zwei Steuereinnehmern, einem Herzoglichen Oberjäger, einem Großherzoglichen Gendarm u. s. w., so daß auf etwa zehn Hausstände ein Vermaltnngsbeamter. entfällt. Bei Streitigleiten Zwischen GroßherzoaliÄtn und Herzoglichen Unterthanen sind ein rfi. r f v r. rvVyerzogiicyes un ein "avguigca llmtsaerickt zuständig, zwei Medici nalbeamte. zwei Bauräthe u. s. w. üben von Zeit zu Zeit in dem Städtchen ihre llmtsvflickten aus. Bei dieser staatlichen Fürsorge muß sich's. sorglos leben lassen;
DieVerleihungdesTitels Bürger der Stadt London", -der jüngst dem Sirdar Kitchener zu Theil wurde, bildet eine große Ehre, mit deren Vertheilung die Engländer sehr sparsam umzugehen Pflegen. London geHort mit u den Städten, die mit seltener Zähigkeit an den alten Traditionen festhalten, zu diesen gehört auch das Bürgerrecht. Diesen Titel zu besitzen, d. h. auf gleicherStufe mit einem Krämer oder Schneider zu stehen, haben sich selbst einige Herrscher geehrt gefühlt. So wurde der König von Dänemark vor einigen Jahren anläßlich der Hochzeit des Herzogs von Jork zum Bürger von London ernannt. Auch dem großen französischen Gelehrten Pasteur wurde er verliehen. Die Londoner Bürgerschaft setzt sich aus 14 Corporationen zusammen, unter denen sich dem Range nach geordnet folgende Klassen befinden: Krämer, Tuchmacher, Fischhändler, Goldschmiede. FellHändler, Kleiderhändler, Mützenmacher.Schmiede, Brauer. Schneider usw. Mit welcher Kaltblütigkeit und Offenherzigkeit die Vanditen in Sardinien ihrem Gewerbe nachgehen, hat man in diesen Taaen mit
Erstaunen wahrnehmen können. Jüngst . - n- t . lam aus anan Die angeneyme Meldung, daß der Bandit Luigi Deloga in Jtiri ein Manifest hatte anschlagen lassen, in welchem er den Bauern aufs Strengste verbot, von dem Besitzthum Grenghis auch nur das kleinste Stückchen in Pacht zu nehmen, widrigenfalls er sie mit dem Tode bestrafen würde! Das war klar und deutlich! Die Bauern wußten woran sie waren. Nicht 'mehr als billig also, daß ein Bauer. der sich wayrschelnllch aus den Schutz der Polizei und der Karabinieri verlassen und ein Stück von jenem in Bann gethanen Besitzthum gepachtet hatte, kürzlich in der Nähe von Sassari als gräßlich verstümmelte Leiche aufgesunven wuroe. Er hatte die Dummheit begangen, sich auf die Gesetze des Staates zu verlassen und die Gesetze der Banditen zu übertreten und hat seine Dummheit mit dem Leben gebüßt. .-Abends dranaen Ein breche? in den Hofraum des von dem Fuhrwerksbesitzer Hendrich in Brünn bewohnten Hauseö, wo sie mehre Gänse und Enten stahlen. Als sie sich entdeckt sahen, ergriffen sie mit lhrer Beute die Flucht. Die bei Hendrich zu Besuch weilenden Brüder Franz und Andreas Paullk verfolaten die Flüchtenden. Die Einbrecher wandten sich gegen ihre Verfolger und gaben gegen sie Revolverschüsse ab. Franz Paulik erhielt einen Schuß in den Unterleib und sein Bruder Andreas einen Schuß in die Brust. Franz Paulik ist bereits ? en x iemer Verlegung erlegen. . A d e l r n a Pattr gedenkt trotz ihrer 56 Jahre nochmals das Glück in der Ehelotterie zu versuchen. Ihr Verlobter, Baron Rolf Cederström, gebort einer ilymeoiazen ami- !. ... : cvc 1cm Vs.U uc an, oie im ouyic xuo uu wurde. 1731 wurden die Eederströms Barone. Ein Zweig der Familie führt den Titel Graf. Der Vater Baron Rolf's, der noch jetzt in Stockholm lebt, war früher Qfficier in der schwedischen ' . iv . cv CCl -1 z c.x . Garve - avauerle. aron -jivi in ber, ein schöner, junger Mann, ist Leiter eines schwedischen gymnastischen Zander Instituts in London. Er machte die Bekanntschaft Adelina Patti's im vorigen Jahre in Cannes und wurde darauf eingeladen, in diesem Sommer einen Monat in Craig-y-nos, dem wallisischen Landschloß der Patti, zuzubringen. Die Trauung wird Anfang Februar nächsten Jahres entweder in Craig-y-nos oder in Swansea stattfinden. Da Frau Patti, verwittwete Nicolini, geschiedene Marquise de Caux. katholisch ist. wird die Trauung erst nach dem Ritus der katholischen Kirche, dann nach schwedisch-lutheri-schem Ritus vollzogen werden. In der letzten Sitzung der Pariser Akademie der Wissenschaften berichtete Mascart über die jüngst von Ducretet unternommenen Versuche mit der Telegraphie ohne Draht, bei denen der Eiselthurm als Ausgangsund das Pantheon als Empfangsstation diente. Die Strecke beträgt 4 Kilometer. Die im Pantheon empfangenen Zeichen waren stets, selbst bei dichtcm Nebel, seh? deutlich, so daß die Entfernung wohl noch erheblich vergrößert werden kann. Die Ergebnisse sind um so bemerkenswerther, als der telegraphische Austausch über den hohen Häusern einer Großstadt stattfand. Der Empfangsapparat war von solcher Empfindlichkeit, daß er das Ab-hören-der telegraphischen Zeichen gestattete, Weitere Versuche stehen bevor, für die Mascart in seinem Laboratorium einen sehr hohen Mast errichtet hat; die Empfangsapparate werden außerhalb Paris in verschiedenen Entfernungen aufgestellt werden. Zu bemerken ist noch, daß in den Kreisen der Pariser Akademie die Telegraphie ohne Draht stets nach dem deutschen Physiker Hertz U7.d nicht nach Marconi benannt wird. Es lohnt sich, Hood's Sarlaparlua zu gevrauqen. et reinem Llut braucht Ihr keine Angst zuhaben vo? Grippe, Lungenentzündung, Dlph. teritis oder gieber. Hood's yillen find von den ausae .suchteften Pflanzen sorgfältigst zube. i
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