Indiana Tribüne, Volume 22, Number 83, Indianapolis, Marion County, 11 December 1898 — Page 3

Mmtft nieder.

Roman von Luvwig Habicht. (13. Fortsetzung.) Diese hatten denn auch, wähccnd d:r Leichnam noch im Hause lag, vermittelst der Schlüssel, die sie unter seinem Kopfkissen hervorgezogen, sich an die Durchsuchung des von dem Alten stets I sorgfältig unter Verschluß gehaltenen Geldschranks gemacht. Er verdiente im eigentlichen Sinne des Wortes diesen Namen nicht, denn es befand sich darin nur wenig baares Geld und kein Werthpapier, dagegen ein ganz genaues Verzeichnis der Aktien, Pfandbliese und Hypotheken, die sämmtlich auf der Reichsbank lagen. So sparsam, ja geizig der Alte gewesen war, hatte er doch die Ausgabe für die dafür zu zahlenden Gebühren nicht gescheut, um gegen Diebes- und Feuersgefahr gesichert zu sein. Auch der Werth der Häuser war genau angegeben, ebenso wie die dafür eingehenden Miethen. Es ttar so ordentlich und übersichtlich Auch geführt, wie es dem alten, ungebildeten Manne eigentlich gar nicht zuzutrauen gewesen. Der Baumeister, der mit denSchweftern zusammen die Aufnahme machte, konnte denn auch nicht umhin, seine Anerkennung dafür auszusprechen und fragte Alma nur noch: Ein Testament hat er wohl nicht gemacht? Der Schein über die Hinterlegung und eine Abschrift müßten sich doch sonst wohl finden " Ach. wo denkst Du hin!" erwiderte sie, er mochte ja gar nicht an den Tod erinnert werden. Und wozu hätte er denn ein Testament machen sollen? An Kirchen, Vereine, Stiftungen etwas geben, davon hielt er nichts. Wir Töchter sind seine Erben und theilen, damit basta." Oho!" schrie Nosa auf, so haben wir denn doch nicht gewettet. Seit ich verhcirathet bin, hab' ich nicht einen Pfennig vom Vater bekommen, und Dich hat er bis jetzt ernährt und gekleibet; das muß Dir angerechnet werden, da kommt für mich noch ein hübsches Sümmchen heraus." Und Deine Ausstattung und die Wohnung, die ihr in der Eisenacherstraße habt! Eure Etage ist doppelt so viel werth, als ihr dafür bezahlt!" schrie Alma aufspringend. Ich wollte nichts sagen und die Geschichte gerade sein lassen, aber wenn Du mir so kommst, dann bestehe ich auf meinem Recht, und wenn ich klagen soll, dann wollen wir doch einmal sehen, wer dem anderen herauszugeben hat." Wieder entbrannte der Streit, sehr zum Verdruß des Baumeisters, der gern alles Aussehen vermieden hätte und immer fürchtete, Alma könne mit Anschuldigungen hervortreten, die sehr unangenehme Folgen haben konnten. Glücklicherweise wurde dem Auftritt t)urch die Ankunft einer Verkäuferin aus dem Gerstel'schen Trauermagazin ein Ende gemacht. In rührender Uebereinstimmung hatten die feindlichen Schwestern sogleich dorthin geschickt, und sie wählten nun unter den mitgebrachten und ihnen zur Auswahl vorgelegten Stössen. Es gewährte ihnen ein großes Vttgnügen, ohne jede Rück sicht auf die kosten kaufen zu können, was ihnen behagte, und sie suchten das Eleganteste und Theuerste aus. Nachdem dies geschehen, drang Fritz Böster darauf, daß seine Frau mit ihm nach Hause zurückkehre. Ich lasse Dich nun auf keinen Fall mehr hier, meine liebe Rosa," sagte er in Gegenwart des Dienstmädchens, des Portiers und anderer Leute, die zur Besorgung der Leiche ins Haus gekommcn waren, in zärtlichem Tone und mit der ernsten, gehaltenen Miene, imter der er nur mühsam seine Freude verbarg, Du regst Dich viel zu sehr auf, ich wünsche jetzt, daß Du ruhst, es stehen uns ja noch recht schwere Stunden bevor." Sie widerstrebte ihm nicht; hatte sie ja nun kein Interesse mehr daran, sich in der Wohnung in der Tauenzienstraße aufzuhalten, da ihr an den dort vorhandenen Sachen wenig gelegen war, und Alma davon auch nicht sofort etwas bei Seite schaffen konnte. Als Fritz Böster sich mit seiner Frau allein sah, sagte er ernst: Hüte Dich vor jedem Zank mit Alma. das könnte sonst böse Folgen haben. Das beste' wird sein. Du vermeidest so viel wie möglich jedes Zusammentreffen mit ihr und gibst mir für die Auseinandersetzung Generalvollmacht." Damit Du mich beschwindelst!" gab sie zur Antwort, worauf der Bau meister nur die Achseln zuckte und erwiderte: Thue, was Du nicht lassen kannst. Uebrigens scheinst Du vergessen zu haden. daß wir in Gütergemeinschaft leben." 20. Die Bestattung des altenMillionärs fand unter geringer Betheiligung statt; er hatte keine Freunde besessen, und die Leute, mit denen er im geschäftlichen Verkehr gestanden, waren dadurch nicht veranlaßt worden, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Nur der Bankier Böster mit, seiner, Frau, die FamilieSchramm und auch Her? und Frau Consul Gundlach waren' erschienen, obgleich letztere trotz der nahen Verwandtschaft sonst keinen Verkehr mit dem Baumelster unterhielten; sahen doch auch Gustav Schramm und Alberta den Bru der und die Schwägerin nur selten. - Ich komme zu Dir, Vater, sobald Du von der Börse zurück vlst, ziusterte 5?rik Vosier' dem Bankier zu ich habe viel mit Dir zu besprechen und fübre am liebsten sogleich mit Dir, " uß aber erst meint Frau nach Hause bringen." Er deuttte da! nrn den

Augen auf Rosa, die gleich ihrer Schwester eine Trauertoilette von ausgesuchter Eleganz trug und jetzt, in den Armen ihrer Schwiegermutter liegend, laut schluchzte, während Alma der Trauerfeierlichkeit recht gleichgültig beigewohnt hatte. Einige Stunden später stellte sich denn auch der Baumeister bei seinem Vater ein, der ihn in seinem Privatcomptoir schon erwartete. Es wird Dich doch interessiren, Vater. wie sich der Nachlaß meines Schwiegervaters herausgestellt hat begann er und nahm auf einem Stuhl neben dem Schreibtisch des Bankiers Platz. Du erlaubst!" fügte er hinzu, griff nach einer in seinem Bereiche stehenden Schale mit Cigarren, zündete eine davon an und sagte, die ersten Züge thuend: Ich bin heute noch nicht dazu gekommen, eine Cigarre zu rauchen. Aber nimmst Du nicht auch eine?" Nein," entgegnete der Bankier, ich habe mir das Rauchen fast ganz abgewöhnt. der Tabak schmeckt mir so wenig wie Essen und Trinken." . So bist Du krank!" rief der Vanmeister und schaute besorgt in das verfallene Gesicht und auf das ganz weiß gewordene Haar des Vaters. Du folltest einen Arzt zu Rathe ziehen." Ach. nicht doch, mir fehlt nichts, es ist das herannahende Alter, und dagegen ist kein Kraut gewachsen,- wehrte der Bankier mit sichtlicher Ungeduld ab. Lassen wir das. Du wolltest mir ja von Deiner Erbschafts - Angelegenheit erzählen." Ja, Vater, ich hätte eigentlich gkdacht, der Alte wäre noch reicher, aber es verlohnt sich doch. An barem Gelde,, das heißt in guten Werthen, sind fechs Millionen vorhanden, und die Häuser betragen auch noch eine Million." Alle Wetter!" fuhr der Bankier auf, und das scheint Dir noch nicht genug? Da bist Du ja jetzt ebenso reich wie der Consul Gundlach." Der hat mehr." entgegnete Fritz, aber ich bin auch so zufrieden. Nun wollen wir miteinander berathen, wie das Geld am besten angelegt wird. Die Häuser müssen wir vorläufig mitAlma zusammen behalten, bis sie sich nach und nach gut verkaufen lassen; eine Million nehme ich ins Geschäft, mehr brauche ich nicht, und die beiden: anderen " Würde ich Dir rathen, in den guten Papieren, in denen Dein Schwiegervater sie angelegt hat, zu belassen!" fiel ihm sein Vater ins Wort. Fritz riß die Augen weit auf. Aber Vater, das kann doch Dein Ernst nicht sein! Nein, nein, das Geld soll ordentlich arbeiten, undDu und die Mutter und auch Alberta. ihr sollt ebenfalls etwas davon haben. Ich gebe Dir zwei Millionen ins Geschäft. Du kannst Dich jetzt zu einem der ersten Bankiers aufschwingen. Du sicherst mir einenGewinnantheil, und im übrigen kommt mir, was Du damit erwirbst, ja auch einmal zu gute." Er sprach noch weiter fort und bemerkte in seiner freudigen Erregung zuerst gar nicht, daß der Vater das r. i : t 1 "t r

giogaiugc 'uuciDicicn xccqi iuqi aufnahm. Endlich fiel es ihm aber doch aus und er sagte: Aber Du verhaltst Dich ia so aleichaültia. Vater, freust Du Dich denn gar nicht?" Doch, doch! versicherte der Bankier zerstreut, aber sein Aussehen stimmte nicht mit seinen Worten überein. Und was sagst Du zu m:in:m Vorschlag?" Ich bin zu alt dazu. .Warum nicht aar. Vater! Du bist ja noch in den besten Jahren. Ich darf Ti?r SerS sifcTh firinnur? (SrfiTrtn Mnl1 mrwi r w vj ü Er hielt ihm die Hand hin, in die der Vater zögernd die seinkge legte. Die Werthpapiere sind bei nur jedenfalls gut aufgehoben." Nein. nein. Du sollst sie umseken und damit Geschäfte machen. Du hast Dir sonst doch oft gewünscht, mit einem recht großen Kapital arbeiten zu können." Ja, ja, was man in der Jugend sich wünscht, das hat man im Alter die Fülle!" seufzte der Bankier. Dann aber kann man's nicht mehr brauchen." Nater. Du bist krank. Du munt ei. nenArzt zu Rathe ziehen," sagte ausst:l i m . .:n. vr vr. cm..ii. yeno oci aumeiuer. u oic luiier zu Hause? Ich möchte doch noch einen Augenblick zu ihr gehen." Sie erwartet Dich, da ich ihr gesagt habe, daß Du zu mir kommen willst." entgegnete der Vater und Fritz empfahl sich und stieg die Treppe zur elterlichen Wohnung hinauf. Frau Böster empfing ihn mit offenen Armen und führte ihn sogleich ins Speisezimmer, wo sie einen Imbiß für ihn hatte bereitstellen lassen. Iß und trink. Fritz, ich wette. Du hast heute noch nichts Ordentliches zu essen gehabt. Weiß ja. wie es bei so!chen Gelegenheiten geht.. Die arme Rosa war ganz außer sich und hat gemiß nicht an Speise und Trank gedacht." Fritz blinzelte seine Mutter an. Hat Rosa wirklich so geschickt geschauspielert und hatten sich anch noch -andere Leute dadurch täuschen lassen? Ich habe Deiner Frau ein Unrecht abzubitten. hätte sie nicht für so gefühlvoll gehalten und nicht gedacht, daß der Tod ihres Vaters ihr so nahe gehrn würde; die Alma dagegen stand kalt und steif wie ein Stock," plauderte Frau Böster weiter, während sie dem Sohn Brötchen mit Butter strich, sie mit geräuchertem Lachs und kaltem Braten belegte und ihm Wein eingoß. Nun erzähle einmal, wie das mit dem alten Mann so schnell gekommen, ist." Fritz berichtete möglichst kurz ' den . Hergang der Sache; er sprach- nicht ' aern von den Voraänaen. beim Tode des Schwiegervaters und erzählte um so eingehender von der glänzendenErbschaft. .Ein schönes Geld." sagte Frau Bö. per schmunzelnd, da könnt ihr jetzt le-

ben wie die Fürsten, und Rosa braucht sich keinen Wunsch zu versagen.' Da wird es auch hoffentlich zwischen euch besstr werden." Aber Mutter, wer sagt Dir denn, daß es zwischen unö nicht gut ist?" entgegnete unmuthig der Baumeister. Er wollte es nie wahr habcn. daß er unglücklich mit seiner Frau lebe und am wenigsten der Mutter gegenüber, die ihn gewarnt hatte. Aber Frau Böster legte ihm dichand auf die Schulter und sagte weich: Ach, mein lieber Junge, das Mutterauge läßt sich nicht täuschen, ich weiß, wo Dich der Schuh drückt. Wenn ich dagegen Schramms sehe!" Na, die sind auch ineinander vernarrt!" Ja, und Alberta blüht wie ein? Rose, obwohl sie ihre Plage mit den beiden Kindern hat! Aber es sind süße Geschöpfe!" Fritz trank schnell seinen Wein aus und erhob sich; das Gespräch mit der Mutter hatte eine ihm wenig zusagmd: Wendung genommen. Ich muß fort, es gibt noch viel zu besorgen," sagte er und entfernte sich nach kurzem Abfchied. Er wNl nicht, daß man ihm auf den Zahn fühlt!" seufzte Frau Böster. Ach, wenn er doch eine Frau hatte, die weniger Geld besäße und mit der er glücklicher wäre! Und mehr Mann wird auch immer düsterer und trauriger. Wenn ich nicht Schramins und ihre Kinder hätte, so gab's keine. Freude mehr für mich!" Bankier Böster war nach der Entfernnng seines SohneZ in sehr gedrückter Stimmung zurückgeblieben.. Geld. Geld und wieder Geld!" stöhnte er. Die fünfmalhunderttausend Mark der Gräfin sind da-, ich könnte sie mit Leichtigkeit zurückzahlen,, aber ich darf es nicht. Ich habe einmal gesagt, daß ich das Depot nicht crhalteilhabe und mußdabn bl:ib:nMeine.' Ehre, die Ehre meiner Kinder wärea. für immer dahin, wollte ich jetzt bekennen, daß ich gelogen und betrogen habe! Weiter,, immer weiter maß ich auf der einmal betretenen Bahn. Es wird mir nichts übrig blei??n, als den falschen Eid zu leisten!" Er schauderte. Auch die zweite Instanz hatte auf' den Eid erkannt, und wuin jetzt auch die Sache zur weiteren Entscheidung beim Obertribunal schwebte, so war und blieb das doch nur eine Galgenfrist! - Es klopfte an die Thür. Einer der Angestellten steckte den Kopf herein. Herr Böster, es ist ein jungerMann hier, der Sie in einer Privatangelegenheit zu sprechen wünscht." Wie heißt er?" Er hat den Namen nicht genannt und sieht etwas reducirt aus, ich glaube " . Schon gut, lassen Sie ihn nur kommen." Seit er sich in solchen Gewissensnöthen befand, wies er keinen Bedürft!gen von sich und gab mit vollen Händen; es war als bringe er solche Opfer, um seine Schuld abzukaufen. Der junge Mann entfernte sich, und gleich darauf trat Hedicke ein. Dank einem Vorschuß, den sein Genosse ihm auf den zu erwartenden reichenGewinn gegeben, hatte er sich etwas besser herausstaffirt, machte, aber doch nicht den Eindruck, als ob er zu dem Bankier g.ekommen sei, um Gkld anzulegen. Dieser wandte stch denn auch, ohne sich von seinem Stuhl zu erheben sofort mit der Frage an ihn 7 Was habenSie für ein Anliegen an mich, junger Mann?" Hedicke sah sich vorsichtig nach allen Seiten um näherte sich dem. Bankier, um einige Schritte und fragte, leise imfr in recht bescheidenem Ton: Sind wir hier auch ganz unbelauscht, Herr Böster?" Immer noch ur der Meinung einen Bittsteller vor sich zu habe und von der treuherzigen Miene, die der Vursche zur Schau trug, zu dessen Gunsten eingenommen, erwiderte Böster: Sie können unbedenlllch sprechen;, es hört uns hier Niemand. Haben Sie mir denn etwas so Wichtiges auzuver-' trauen?" Etwas sehrWichtiges!" antwortete., dem Bankier noch um einen Schritt näher tretend, Hedicke m so eigenthümlichem Ton, daß jener sich von einer unbestimmten Furcht ergriffe fühlte und auffahrend rief: Wer sind Sie. und was wollen Sie von mir?" . Sachte, sachte Herr Böster, schreien Sie nicht so; tl ist besser, wenn das, was wir abzumachen haben, unter uns beiden bleibt. Ich heiße Hedicke und war früher Diener beim Herrrc Grafen v. Ballerstädt aus WiesenbnrF." Böster erbleichte; der Athem stockte ihm. Wie eine Ahnung drohenden Unheils kam es über ihn. Die Grafin-Tochter hat, wie Sie wissen, Wiesenburg vermiethet," fuhr der Besucher fort, und ist nach der Schweiz gegangen. Ich wurde entlassen und konnte keinen ordentlichen Dienst erlangen, ich bin in Noth gerathen " Und da kommen Sie zu mir und wollen eine Unterstützung von mir haben!" fiel ihm, erleichtert aufathmend, der Bankier ins Wort und griff schon nach der Tasche, um das Portemonnaie hervorzuziehen. Dazu hätten Sie einer so langen Vorrede gar nicht bedurft." ' Ach nein, Herr Böster, so verhält sich die Sache doch nicht, ich bin kein Bettler." , Aber was wollen Sie denn von mir?", unterbrach ihn Böster ungeduldig, so rücken Sie doch endlich mit der Sprache heraus." Ich möchte Ihnen etwas zum Kaufe anbieten, das ich gefunden habe!" Böster fühlte sich abermals von einer bangen Ahnung ergriffen, das Herz stand ihm still, es war ihm, all

müsse ihm die Zunge den Dienst versagen. Sich mit dem Taschentuch den Schweiß von der Stirn wischerd sagte er: Sie befind: sich im Jnthum; wenn Sie Gc!d ooer Ed:lsteiue za derkaufen haben, müssen Sie zum J'ewelier und nicht zum Bankler geben. Doch warne ich Sie, gefundene Gegenstäde " Ach nein, Herr Böster," unterbrach' ihn Hedicke, es ist kein Schmuckstück, sondern ein Papier." Und das soll ich Ihnen abkaufen?" rief entrüstet der Bankier, in der Meinung, es handle sich um eine Aktie oder um irgend ein anderes Wcrthpapier; nein, mein Bester, das thue ich nicht. Wenn Sie sich einer Fundunterschlagung schuldig machen, so will ich nicht der Hehler sein." Ach, mein Gott, es unterschlägt mancher," erwiderte Hedicke fpöttisH. Sehen Sie sich nur mein Papier erst an, dann werden Sie vielleicht anderer Meinung." Er hatte,, während er dies sagte, eine in ein rothes Tuch aewickelte Brieftasche hervorgezogen, öffnete sie umständlich und hielt dem Bantier ein Papier, das er derselberr entnommen, trtnmphirend unter die Augen. Mit einem halbunterdrückteir Aufschrei fuhr Böster zurück. Der Mensch hielt den von ihm ausgestellten Depotscheiu über die vom Grafen Ballerstädt deponirteu fünfhundertwusend Mart in der Hand. War da eiu böser Traum? War es' ein Blendlvert? New. es war Wirklichkeit, furchtbare Wirkllchkeitt Und Böster sank, kraftlos in sich zusammen; er sah ein. daß er in der Gewalt dieses Burschen' war. Fahreu Sie fort," sagte er tonloS: Hedicke trat noch näher. Herr Böster, ich bin, nicht, als Feind zu Ihnengekommen; hätte mit dem Schein doch auch zur Gräfin oder zumRegierungsrath von Boltenstern gehen können "' Warum haben Sie's nicht gethan?" Ha. ha!" lachte Hedicke verschmitzt, mocht's denen nicht, gern, sagen,, wo,' ich ihn her habe." Und woher-haben Sie ihm"' Na,. Ihnen kann ich'Z. ja erzählen,, wir verrathen' einander nicht." sagte, der Bursche mit einer Vertraulichkeit, die Böster in-die. Seele schnitt; es war ihm, als würde.' er-in diesem Augenblicke mit- einem Verbrecher an dieselbe Kette geschmiedet. Hedicke berichtete, ohne Umstände.von seinem, nächtlichen Einbruch in die Gruft der Grafen, v. Ballerstädt' hütete.sich aber wohl, dabei zu erwähnen, daß. er noch, einen Gefährten gehabt habe. Zwischen ihm und Glaser war, ausgemacht worden, daß letzterer bei dem ganzen Handel im Hintergrunde bleiben solle. Nun, Herr Böster, was wollen Sie mir für den Schein geben?" schloß er. Ich bin nicht unbescheiden, aber, leben und leben lassen! Ich bin; arm." ' Böster überlegte. Er durfte den Schein in keinem Falle in andere Hände kommen lassen. Es. blieb nichts übrig, er mußte auch diesen Schritt noch vorwärts thun auf der Bchn. der Schmach, und mit dem Leichenräuber Paktiren. Was wollen Sie. für den Schein haben?" fragte er so. leise,, als scheue er sich vor dem Ton seiner eige nen- Stimme. Herr Böster, ich bin ein armerTcufel und möchte nicht unbescheiden sein. Wollten Sie nicht lieber bestimmen?" Nein. Nennen Sie Ihren Preis." Na., denn, zehntausend Mark.. Ich denke, das wird Ihnen nicht zuviel sein."' Böster riß die Augen weit auf. Er glaubte, nicht recht gehört zu haben. Sollte.-der Mensch-so-gar: nicht' zu beurtheilen verstehen, welchen Werth der Schein für ihn besaß? Er hatte sich auf eine mindestens das-Zehnfache betragende Forderung gefaßt gemacht: Herr Böster, ich kann's . wirklich nicht billiger thuu." sagte Hedicke, der dem Zögern des Bankiers eine andere Deutung geben mochte. Bedenken Sie, was ich riskirt habe, um den Schein zu bekommen, und noch riskire7 man kann nie wissen, wie der. Böse: sein Spiel hat. Ich möchte morgen: nach, Hamburg und mit dem ersten Schiff, das aus dem Hafeu fährt, nach Amerika wemr ich da zum Anfang zehntauseud Mark habe, kann ich'S noch zu was bringend , . Der Bankier athmete aus. Nach Amerika wollte der Mensch morgen schon! Das erleichterte ihm die Sache sehr. Sie sollen die zehntausend Mark haben,"' sagte er . nach kurzem Ueberlegen, und aus die paar Hundert Mark, die die Ueberfahn kostet, soll cä mit auch nicht ankommen; aber " Na, was den noch?" fragte Hedicke, der schon über das ganze Gesicht geschmunzelt hatte, verdrießlich. Ich kann Ihnen das Geld nicht augenblicklich geben; ich habe eine solche Summe nicht hier im Schrank' liegen, undSie werden begreifen, daß ich nicht sofort an die Kasse gehen kann, um sie zu holen. Wollen Sie einen Check auf ein Haus in New York?" Nein. Herr Böster, ich möchte lieber baares Geld." antwortete Hedicke, der gar nicht daran dachte, Berlin zu verlassen und sich auch mit seinem Genossen noch auseinanderzusetzen hatte. Was machen wir denn da?" . Böster sann ein paar Minuten nach. Ich möchte nicht gern, daß Sie noch einmal nach dem Comptoir kämen, um es zu holen, und auch oben in meiner Wohnung könnte es auffallen. Wissen Sie nicht ein Restaurant, wo wir uns unbemerkt treffen könnten?" Ach ja. in der Schützenliefel".am Karlsbad; da trifft man nie eine Katze; der Wirth wird nächstens Pleite anmelden." Gut. heute Abend acht Uhr. Ich bringe Ihnen daö Geld, und Sie gen den Schein..Schön. Herr Böster

Mss heute Abend ounkt tfjt Uhr; ich werde Ihnen 'hntausenk? Mark bringen und hier haoen Sie eine: AnWeisung av fünfzig Mark, die lckffen Sie sich gleich an der Kasse auszahlen, damit man im Comptoir eine Erklärung für unsere lang: Unterredung hat." Er schrieb' die Anweisung, auf der er bemerkler Auf das Unterstützungsconto," reichte sie Hedicke, und dieser entfernte sich mit vielen Danksagangen. Nach dem Weggange des Burschen blieb Böster noch einige Augenblicke regungslos in seinem Sessel sitzen. Hatte er klug gethan, sich in die Hände dieses Menschen zu geben? Wäre es nicht das beste gewesen, jetzt lieber seine Schuld z? bekennen und' crlle Schmach für feine unehrliche Handlung auf sich zu nehmen, crls sich immer tiefer in Schuld zu verstricken?! Nein, nein, jetzt drohte keine Gefahr wÄter, sein ehrlicher Name-wrr gerettet! Wie von diesem Gedanken' aufg?stachelt, erhob sich derBankierrund athmete wie von einem Druck befreit wie--der auf. Noch war er nicht uerloren',. noch hatte sich alles günstig für ihu gestaltet und vielleicht fiel auch der Pro ceß schließlich zu seinen Gunsten aus, und es wurde ihm die Ableistung' des. Eides erspart! Am Abend punktlich stellte' ssa? derBankier in der verabredeten Kneipe ein' und fand Hedicke, der die erhaltenen' fünfzig Mark zur abermaligen Verschönerung seiner Person benutzt' zu' haben schien, seiner bereits wartend

vor. Wie er vorausgesagt, waren' sie; ms einzigen Gaste, und der Kellner- erachtete es auch nicht für nöthig, um ihretwillen im Lokal u bluben. Er verließ es, nachdem er das besielltcBier gebracht hatte. Böster reichte dem Burschen ein: Brieftasche .mit der vereinbarten Summe und empfing dafür denSchein, den er sorgfältig durchlas, prüfte und dann zu sich steckte. Dann trennten sich die beiden. AIs der Bankier nach Hause gekommeu war, zündete er ein Licht an'und verbrannte den verhängnißvollen Schein bis aus das letzte Stückchens. So, das wäre vorüber!" seufzte er tief auf. Ich werde an dieser 'Last persönlich zuGrunde gehen, aber meine Ehre und die meiner Familie bleibt rein-, vor der Welt." 2L Im Hause des Fabrikanten Hammers in Magdeburg herrschte ein frohbewegtes Leben. Frau Consul Gundlach war mit ihrem Gatten zu einem auf einige Wochen berechneten Besuch gekommen, und auf ihr lebhaftes Zuredeu hatte Alberta Schramm eingewilligt, sich einmal von ihrem Manne zu trennen und mit ihren beiden Kindern dem erstgeborenen Töchterchen hatte sich bald ein Knabe zugesellt für ein paar Tage als Gäste in das Haus ihres Onkels einzukehren. Clelia hing, da ihr das Glück, ein Kind zu besitzen, bis jetzt versagt worden war, mit großer Zärtlichkeit an den Kindern ihrer Cousine, und hatte den Eltern in jedem Briefe davon erzählt; nun wce sie ihnen die Kleinen gern zeigen, uut Alberta: yutte sich der liebevollsten Aufnähme zu erfreuen. Der Zeitpunkt für den Besuch war auch sonst gut gewählt. ' Fabrikbesitzer Hammers fühlte jetzt wieder ganz sieheren Boden unter seinen Füßen. Die Verluste, durch die er bis an den Rand des Bankcrotts gebracht worden, waren ausgeglichen, allen seinen Verpflichtungen hatte er bereits genügt, reichliche und lohnende Aufträge sicherteu für Jahre hinus ein ruhiges, gedeihliches Arbeiten, und es herrschte zwischen den Arbeitern und dem Arbeitgeber ein leidliches Einvernehmen. Adolf Hammers trug den Kopf, den er einst so tief gebeugt hatte, wieder hoch uud saß mit seinem silberweiß gewordenen Haar und blühendem Antlitz wie ein Patriarch imKreise seiner-Kin-der und Verwandten. Auch seine Frau, deren braunes Haar ebenfalls Silbersäden durchzogen, sah gesunde aus und hatte sogar eine Fülle bekommen. die ihr sehr gut stand; sie war. auch heiter und guter Dingeundwie? immer im glücklichsten Einvernehmen mit ihrem Gatten, trotzdem wollte die fein und scharf beobachtende Clelia bemerken, daß sich zuweilen-ein leiser: Schmerzenszug um ihren Mund legte, und ihr braunes Auae einen- weh'mü--thigen Ausdruck annahm, und daßdies zumeist geschah, wenn: chre? Blicke auf ihrem Sohn geruht hatten. Ferdinand war anscheinend ganzder Alte einfach, herzlich, dienstbe--. reit und unausgesetzt thätig, die itte liche Seele des ganzen großen FabrikUnternehmens, der, dem der: neue träfc tige Aufschwung desselben-vornehmlich zu danken war. Aber, auch auf ihm schien ein Schatten zu- liegen, den: mmv, wenn er im angeregten Gespräch oder mitten in seiner Thätigkeit war,, nicht gewahrte, der aber kam, sobald er sich in Ruhe befand, der zuweilen durch irgend ein Wort, rrgend trat Bemerkung hervorgerufen werden konnte , Es war am Tage nach der Ankunft der Gäste. Hammers. Vater und Sohn, waren sogleich nach dem Früh stück mit dem Consul nach Schönbeck gefahren, wo dieser für ein Exportge schäft eine Bestellung machen vollte; Frau Hammers, Clelia und Alberta hatten sich mit den Kindern und deren Wärterin in den Park begebe, denn es war ein herrlicher Septembertag. Die Damen saßen plaudernd unter einem großen sogenanntenPilz aus weiß und roth gestreifter Leinwand auf Gartenstühlen, die Wärterin fuhr den kleinen Knaben in seinem Wagen spazieren, während das Töchterchen auf dem Schooß der zärtlichen Mutter Platz gesucht hatte. Mama, müde!" stammelte die Kleine nach einiger Zeit und schmiegte das Köpfchen fester an Albertus Brust.

Sofort sta'nd diese auf, olwohl sie mit der Tante' Und der Cousins gerade in einer recht lebhaften Unterhaltung begriffen war, und sagte: C.elias Schlafstunde P gekommen die Kleine führte de Namen ihrer Plin und auch für Willy ist es besser, er wird jetzt hingelegt." Sie gab der Wärterin einen Wi?3. Aber mußt du denn selbst mitgehen?" fragte Frau Hammers. W:nn die Wärterin nicht allein damit fertig Nerven kann, mag sie sich das Huömadchen zu Hilfe nehmen." JRtin, nein, liebe Tante," widersprach Alberta, die Kinder sind es so gewöhnt, daß ich bei ihnen bin. wenn sie sich schlafen legen. Laßt euch nicht stören 5 in einer halben Stunde bin ich wieder da, dann können wir. bis zur Rückkunft der Herren hier im Freien bleiben. Mit reichten, elastischen Schritten enteilte sie, nachdem sie auch das kleine Mädchen in den Wiigen gesetzt hatte. Frau Hammers hatte eigentlich erwartet, ihre Tochter würde mit Alberta gehen, denn sie schien fast unzcrrtrennlich vvu ihr und den Kindern, statt dessen- lehnte sich Clelia in den Gartenstuhl zurück"., ließ die Häkelarbeit. die sie in den Handen hielt, sinken und sagte: . Eä ist. mir ganz recht, daß Alberta uns' setzt,, wo auch uns:re Herren' aus dem Wge sind, allein gelassen hat. liebe Mutter; ich mächte gern ganz vertraulich mi't. dir redeu." Was hast du' mciu Kinv?" fragte Frau Hammers, und: ließ forschend und besorgt ihr Aüge' auf der Tochter ruHerr' .die in dem von' der ersteu Schneidenn angefertigtem' Kleide aus feinstem.resedafardenem Wollenstoff und der' leichten Spitzenbarbe auf den? wie mit Goldfunkem bestreuten' Haar seh: schön' und elegant aussah- ihr aber doch schon zu denken gegeben hatteSie schien viel weicher als früher,, nahur die rücksichtsvolle Zärtlichkeit ihres. Gcüten dankbarer und weniger: füht entgezen als früher aberc den' Eindruck eir glücklichen Frau:machte sie nichts Sollte sie dr Mutter einen' Einblick in ihr'Jnnerstes gestatten wollen?' Es wäre das erste .Mal während ihrer Ehe gewesen. Clelia mochte 'am .TöN"UnwBl!ck der Mutter wahrnehmen' was.diese erwcrrtete und.beeilte:sich. dieseVoraussetzung zu zerstören, indem sie begann:: Liebste Mutter, es freut mich sosehr, daß ich, die Fabrik wieder im', alten- Gange,, euch von 'Neuem- in- Wohlstand und Glück sehe, daß rr Vater, sein liebes Haupt wieder hoch trägt, und die snl here Lebens- und Arbeitslust, ihm. aus den Augen schaut. Und auch du, liebe Mutter, hast dich sichtlich erholt.?" Gott sei Dank, ja, es ist,, wie du sagst; nach düstereu Regentagen scheint uns wieder die Sönne."" Aber nicht. unumwölkt!7" erwiderte. Clelia.- Deine Heiterkeit ist getrübt, sobald du deine Blicke auf Ferdinand richtest, und auf meinem Bruder, liegt es wie ein Druck." Das hast du schon bemerkt und bist doch erst seit gestern hier?" rief Frau Hammers erschrocken. Ich müßte euch wenigerlieuchaben, wenn mir das hätte entgehen können.. Was quält dich und den Bruder, liebe Mutter? Kann ich euch nicht helfen.?"Ich glaube nicht, Kind." Um Geld kann es-sich nicht handeln, sonst " Es ist nicht das Geld,, was.- mir und Ferdinand Kummer: verursacht. Clelia, kannst du es wirklich nicht errathen?" Die junge Frau ' schaute? diec Mutter einen Augenblick betroffen au,, dann rief sie: Er denkt.noch immer au. SophieGrower?" Er denkt .nicht:nur. an- sie,, er ist. fest versprochen mit. ihr: und? wird nie von ihr lassen." Cleiia schüttelte- verwundert den Kopf. Diese Beharrlichkeit hätte ich ihm nicht zugetraut. Und Sophie?Hängt mit unerschütterlicher Treue cm ihm, und es. ist. doch recht traurig, daß den Beiden-.ie: besten Jahre über dem Warten vergehen müssen. Und worauf, warteu sie dcuu?" Frau Hammers, brach, jetzt m Thränen aus. Das frage ich mich auch, und die Antwort: ist eine entsetzliche auf den Tod des Vaters" - Jst denn gar keine Aussicht vorhandzn daß der Vater seine Einwilligung geden. könnte.?"' Ich fürchte,, es rft kerne vorhanden. Deiw. Bruder hat e2 versucht in guter wie: in böser Weise, sie sind Beide schon mehrmals hrrrr cmciuanke? gerathen; ei Hai ebensowenig gefruchtet wie meine Vitteu und meine Vorstellun' gen." Ab eigentlich kann es ihm der Vater ernstlich nicht verwehren," sagte Clelia: nachdenklich. Ferdinand ist großjährig und selbstständig, er ist der eigentliche Leiter der Fabrik." Gerade weil die Dinge so liegen, sind dnuern armen Bruder die Hände gebunden! Ließe Ferdinand es aus ein ernsteö Zerwürfniß mit dem Vater ankommen, trennte er sich von ihm, so bedeutete das einfach den Untergang der Fabrik. Weil er das weiß, muß er den Bruch vermeiden." Und diesen Erwägungen opsert der arme Ferdinand sein Lebensglück?" Was bleibt ihm anderes übrig?"

Wie groß, wie edel von ihm!" riej Clelia in aufrichtiger Bewunderung. Ja, er übt eine große Selbstvnleugnung," bestätigte die Mutter thut Alles, was er nur kann, um den Vater in der glücklichen Selbsttäuschung zu erhalten, daß er e5 sei der das Werk wieder auf seine jetzige Höhe gebracht habe; und dein Vate, bleibt zum Dank dafür dabei, die Tochter des Grobschmieds GroZver sei keine Partie für Ferdinand." ' " Darin hat er ja nicht unrecht, in ttfc (Fortsetzung folgt.).

Für die Suche. E)??g'ramm vonHhsern. Von z.Neä bis drei jungen fieischigen Hühner löst man die Brüste vnd die Keulen cAs; die Vruststückchen spickt man, nachdem man die Haut dausr.gelöst und dunstet sie nicht lange vordem

Anrichten mit etwas Butter .snd Fleischbrühe aus Liebig's Fleisch!ertrakt gar. Die Keulen dagegen kocht man mit dei5 Gerippen, Salz und !Warzelwerk gc.uz' laugsam weich, ent-'...11-1 . r n , I oic ourcygeielme ruye unu macht sie mit ittfc Mehlschwitze dick fk"A ein Glas Weißwein hinzu, legrt die.' Sauce mit eirrigm Eidottern, laßt , sie'etlsus verkühle, taucht die Keulen hinein laßt ste ab.ÄZpfen. wendet ste in geriebenem Weißbrot, das man mit geriebenem Käse Parmesan oder Schweiz)! vermischt bat und backt sie in Schmelzbutter hellöruun Beim Anrichten füllt man in die Mitte der Schüssel ein: Nagout voir Kalbspriesen, Ochsengaumen, Champignons, kleinen Klöschen, gießt die im Wasserbade wie der erwärmte Sauce darüber, legt die Hühnerbrüste und die gebackenen Keulen obenauf und.' garnirt dM Rand mit Blätterteigstucken' M ü n ch n errF l e i s !? a p f e n. Reste von Braten- und Suppenfleisch wiege man mit Petersilienkraut, Zwiebel und Citronenschale fein, zusammen. Mehrere alte Semmeln t?erden abgerieben, oben schneidet man dann die Oberseite ab, höhlt die S'MMln aus und füllt sie innen mit denr. gewiegten Fleisch. Dann bindet mair die Kappe mit Faden wieder darauf und legt die Semmeln in Milch, bis sie: mäßig durchweicht sind. Alsdann ?wQden sie in verrührtem Ei gewendet, mit Bröseln bestreut und in Schmalz, lichtbraun herausgebacken. Schinkenschnitt ch'n Die Reste von gekochtem Schinken: wiegt man recht fein, rührt das. Fleisch mit einigen Löffeln Jus. aus. Liebig's Fleischeitratt, einem Löffel .voll, aeriebcnem Käse, wenig Pfeffer,. Sahne und fein gehackter Petersilie auf. dem. Feuer heiß, zerquirlt einige Eidotter, mit der Farce, fügt das nöthige Reibbrvdhinzu und streicht das Füllsel .auf kleine dünne, in Milch geweichte. Weißbrodfchnittchen, wendet diese icnEi. und Reibbrod und bäckt sie in Schmelzbutter hellbraun. Hasen - Pie. Eine ' feuerfeste Schüssel mit fingerbreitem', flachen Rand wird mit einfachem Blätterteig ausgelegt und mit einem, Ragout gefüllt. Für einen Pie für vierrPecsoneu lost man den Ziemer einest abgehäuteten jungen Hasen vorsichtig dom , Rücken, schneidet das Fleisch iu.fingerdicke, schräge Scheiben, bestreut, dieselbeu mit Pfeffer, Salz und Muslatnuß, worauf man sie mit einigen, kleingehackten Zwiebeln und etwas Peterfllie nebst 5 Unzen Speck und einem Stückchen frischer Butter kurzem Zeit dünstet. Aus dem von Sehnen, nd Häuten befreiten Fleisch der Keulen uebst 4 Unzen Kalbfleisch und5 Unzen Speck bereitet man eine Farce,, indem man Alles zusammen mit Citronenschale, Salz, Pfeffer, Muskatnuß und etwas Majoran im Mörfer stößt und mit einem halben Glas Rothwein anfeuchtet. Dann wird die PieSchüssel mit dem Blätterteig aufgelegt und mit abwechselnden Schichten von Farce und Hasenstücken gefüllt'. Auf die oberste Schicht legt man-. Speckfcheiben und einen Deckel von: Butterteig, den man rings' auf dem Räude festdrückt, worauf man ihm mit Ei überstreicht und die Pastete 1, Süindc braten läßt. Bevor man sie zu: Tische giebt, nimmt man den Deckel ab gießt etwas Madeira oder gute Bratensauce hinein, legt den Deckel wieder darauf und servirt die übrige Sauce? nebenbei. Gedämpftes K'r attt Zwei mittelgroße, feste Weißkohlköpfe wer. . den in Viertel geschnitten und nachdem man die Strünke. und 'dicken Rippcn ausgeschnitten, hat, fein: gehobelt, dann mit kochendeM'Wasser: gebrüht. Räch etwa 1 Minuten läßt man das Wasser ablaufen,,. thut das Kraut in eine Kasserolle, fügt etwas Essig. Wasser und ziemlich-, vict Schweineoder Gänsefett, sowie das erforderliche Salz hinzu undläßt t& eine Stunde dampfen. Hierauf fügt nran ein Glas Weißwein, einen-Loffer voll Zucker und einen halben Theelöffel voll Liebig's Fleischekirakin-uu wenig Wasser aufgelöst,' dazu; läßx es eine zweite Stunde kochen und verrührt es mit einer Prise gestoßenen-, weißen Pfeffer. Als außerordentlich wohlschmeckende Beigabe eihnet sich dies Gemüse auch besonders zu Schweine-, Gänse-, En-ten-oder Hasenbraten. Ein'. rrene-S Karioffelgem ü s Man- schundet für je drei Personen-1 Pfund gutes Rindfleisch oder- ie- ein balöeS Pfund Rind- und .Hammelfleisch in . flache Scheiben..

klopft sie, reibt sie mit Psener. aiz und geriebenen Zwiebeln ein und zer theilt sie in kleine Stücke. Sodannr Mt man eine entsprechende Menge rohe Kartoffeln und schneidet auch diese in Scheiben. Hiernach putzt man etwas Suppengrün und Wurzelwerk sauber zurecht, legt dieses auf den Bo-: den eines Kochtopfes recht breit, thut hierauf nnt Schicht Fleischstücke, dar. auf eine solche von Kartoffeln, sodann wieder Fleisch u. s. w. Zuletzt gieM man reichlich kochendes- Wasser auf. läßt 2 3 Stunden lang kochen and würzt vor dem Anrtchten noch mit Salz nach. O l i v e n t u n ( e z u H a m e l braten. Die Oliven werdm ge schält, zehn Minuten in Salzroasse, ge locht und dann abgegossen. Nun rührt man eine braune Mehlschwitze mit Fleischbrühe an und gibt die Oliven hinein.

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