Indiana Tribüne, Volume 22, Number 83, Indianapolis, Marion County, 11 December 1898 — Page 10

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das Loos. denn wir wollten, versteht sich, alle Drei nach Monte Carlo. Es ergab sich, daß Kalle Bester der Wllrdigste fei. Er steckte unsere Baars chaf; zu sich und kutschirte seines Weges. Zwei Stunden hatte er Zeit, um ein Vermögen zu gewinnen man kann eZ in Monte Carlo in zwei Stunden weit bringen, wie Du vielleicht weißt! So kamen wir beiden Anderen denn nach Genua, und richtig, da stand er auf dem Perron, elegant und gelassen, wie gewöhnlich, und mit einer rothen Rose im Knopfloch. Wir hatten ge wettet, Fersken und ich, wie viele Tausende er gewonnen haben lvürde. Aber kannst's uns glauben ehe wir noch aus dem Coup6 waren, kehrte er

mit eiserner Ruhe seine Taschen um und zeigte, wie leer sie waren. Er war absolut auf dem Trockenen! Binnen fünf Minuten waren unsere gesammten Reichthümer zum Teufel gegangen. Nachher hatte er mit ein paar Russen Billard gespielt und ihnen fünf Francs abgewonnen. Und gleich darauf waren die fünf Francs wieder verspielt. Da standen wir nun und konnten nicht nach Paris. Wir gingen in einen Winkel und überzählten unsere Kasse. Sechs Francs. Was sollen wir thun.- sagte ich. Etwas essen,- sagte Fersken. Wir spazirten quer über die Straße und traten in ein Restaurant. Sig nor Carlo?, der aussah wie ein englischer .Lord, Ferken in seinem großen Wettermantel der konnte eigentlich so ziemlich Alles vorstellen und ich, fesch, in gelben, ve wrackt engen Beinkleidern, wie es damals Mode war, und einem kurzen Jacquet und Stanleyhut. Die Cameriere verbeugten sich vor Bester und er sah sie nicht einmal an, Fersken dagegen war nicht hochmüthig. sondern nickte ihnen zu und sagte Ihr Diener!" und winkte auf italienische Art mit den Fingern. Wir nahmen ein Bistecca. Ich für mein Theil fühlte n.ich ein Bischen unbehaglich, Carlos sah unberührt drein, Fersken aber war bei seiner besten Laune. So soll's einem gehen, dann spürt man doch, daß man lebt. Das Leben ist ein Traum und waS bedeutet Alles daS in hindert Jahrcn?Jch schlug vor, eine Kunstausstellung zu eröffnen und Fersken tunesische Studien zu verkaufen. Aber er war nicht einverstanden. Er hätte sie nach Hause geschickt, sagte er damit sie bei der Ankunft bezahlt würden. Bon wem denn?- staunte ich. Weiß ich es?- sagte er. Jrgend Jemand wird's schon sein. Mir bleibt sich's gleich.- meinte er. Just die Ungewißheit über daS' Kommende ist's, die las Leben lustig und pikant macht,- lautete Ferskens Mazime. Und gar so pudelnärrisch war sie wohl nicht. Indessen kamen wir mit unserem Brockt nicht vom Fleck. Fersken führte sich so zufrieden mit dem Dasein, seit er sein Beafsteak hatte. Wie wir nun so dasitzen, sage ich: Gäb' es irgendwelche Gerechtigkeit hier auf Erden, so müßte jetzt einer der sogenannten Kunstfreunde StockholmS durch diese Thür da kommen!" Und stell Dir vor die Thüre öffnet sich und wer tritt ein? Sibbern Du weißt ja, der alte Sibbern in höchst eigener Person. Ich traute meinen eigenen Augen nicht. Bester aber hatte sofort die Situation erfaßt. Er fuhr augenblicklich, auf und bett, kommnete seinen Landsmann' mit osftnen Armen und freudestrahlenden Augen. Nein, das ist eine freudige Ueber-raschung!- .,' ! Und das war eS auch isaktisch. für uns war es eine ungewöhnlich freudige Ueberraschung. Oho, sieh mal an, sind, die Herren da?- sagte Sibbern. , Er kannte unS. Er hatte uns daheim auf seine eigene patentirte Art unterstützt. Er kaufte kleine Bilder um fünfzehn, zwanzig Kronen, wußte immer wann ein junger Künstler in der Klemme war, kam dann und nahm, was ihm gefiel. Und man mußte froh sein ein wenig Kleingeld zu kriegen. Eine andere Spezialität von ihm war es. sich Zeichnungen und Skizzen auszuleihen, die er dann nie mehr zurückstellte. Was einmal in meine Mappe kommt,- pflegte er zu sagen, das kommt nicht mehr - heraus.- Und grinste und war mit sich zufrieden. Im Uebrigen zahlte er mitunter ein Mit--tagmahl und war angenehm und geistreich, solange er nicht an's Geschäft dachte, denn da war er ein rechter Knicker und Geizhals. . El? er noch irgend etwas sagen konnte, erklärte Bester, der Großhändler dürfe uns unter keiner Bedingung die Bitte abschlagen,' ihn bei einem einfachen Frühstück in unserer Mitte zu sehen. , Schön: das nahm er dankend an. Signor Carlos bestellte, ein gutes Frühstück und sprach von Spanien und "t(i. .i ; " L je . w ( cizaquc oon .gigcuncimauujcn uno spanischen Prinzen, mit denen er,.be hauptete er, gut Freund gewesen war. Der Alte war animirt ' und lustig, nachdem er anfangs ein bischen säuerlich dreinschaut er ahnte wohl, was t kommen würde. Und richtig, es kam' auch! Bevor , wir noch beim Kaffee angelangt waren, hatte Bester ihn bei , Seite genommen und angepumpt, und nachdem dies geschehen war, ließ er . Punsch auftragen und dann nahmen I wir Abschied, und der Alte begleitete uns zum Zug und umarmte unS und , 1. V C. t I nannie uns Praqiiungen, uns oaraus fuhren wir unserer Wege. , Na, da hat sich Sibbern doch weatgstenS ein bischen , amujftt," war WesterS Reflezi-n, alS wir im CoupS saßen. 1 K , : i Lr V' " ,

Er soll ein Bild von mir kriegen,' sagte Fersken wohlwollend. Ich gelobte, ihm auch eineZ zu schenken ich hatte dazumal keinen Mangel an unverkauften Bildern. Er bekam es auch wirklich, als ich nach Stockholm kam und als er es hatte, erbettelte er sich noch eines dazu. So kamen wir nach Paris. Ich miethete mir ein kleines Loch drüben an der Avenue du Maine, Bester dagegen nahm ein feines Atelier in Clichy cm, denn bei ihm mußte Alles großartig sein. Fersken quartirte sich bei mir ein. machte einige Aquarelle, verkaufte sie für geringes Geld und fuhr von dannen. Schrieb dann Reisebeschreibungen und schickte sie mir. Zuerst blieb er in Düsseldorf sitzen. Dann schlug er sich nach Hamburg. Da war aber die Kasse wieder öd und leer. Er verkaufte seine Habseligkeiten; der Wettermantel war gewiß das Einzige antu . . Farbenkasten, das er übrig cr).t V Tj jnn spazierte er zum Hafen hinunter, sieht die schwedische Flagge

an einem Fahrzeug, hört, daß es nach ? Malmo hlnubergeht, packt den Steuermann an, zahlt ihm ein Glas Bier und verspricht, die Schute abzumalen, wenn sie ihn hinübernehmen wollen nach Schweden. Topp, abgemacht! Und er klatscht ein Aquarell hin. Aber wie sie nach Malmö kommen, sagt der Steuermann: Wegen des Passagiergeldes muß der Herr mit dem Capitän reden!- Und der Kuckuck weiß, wie Fersken sich nach Stockholm durchschlug, aber h'.n kam er. Fersken war doch ein braver Kerl. Das war ein anderer Schlag als dieser Andere da. Bester also blieb in Paris und spielte den Dandy. Aber nicht unter den Künstlern. Mitunter tauchte er auf; dann blieb er wieder lange Zeit verschwunden. Kein Mens) wußte, wovon er lebte. Aber Auswege hatte er immer. Im Vorjahre, als er aus dem Lande wohnte, verlobte er sich mit der Wirthin des Hotels und lebte gut und trank ihre besten Weine aus; als aber der Herbst kam. entdeckte er, daß sie nicht sür einander paßten, und fuhr ab. Ja, ein unerschrockener Jüngling war er schon daheim, als er , noch ein Bub war. Einmal lieferte er der Nordischen Kunst- ein Bild. Vierhundert Kronen sollte es losten. Das kaufen sie nicht,- sagte ich ihm, das ist zu theuer für ihre Gewohnheiten. Hast Du nicht einen kleinen Plunder um fünfzig Kronen?" Nein, das hatte er nicht, aber er machte es in ein paar Stunden eine Nachtstimmung mit Mond und See schifte es ein und verkaufte es um einen Fünfziger. Das. größere Lild, das natürlich viel besser war, das nahmen sie aber nicht. - Wie war er denn als Maler?fragte ich. Das will ich gerade erz'ählen,sagte Figge. So ein Mensch, so ein Künstler! Er htte Talent, darüber gibt's keinen Zweifel. Aber, es ist nicht genug. Talent zu haben, man muß auch Charakter haben. Nach un serer Reise von Rom herauf sah ich ihn selten. Er fuhr in einem kleinen englischen Wagen in Gesellschaft Germaines nach dem Vois. Germaine war ein Modell, ein Pariser Atelierkind der unverfälschten Sorte, schwarz und schlank, kokett und araziös. Seit ihrem zehnten Jähre lebte sie zumeist in den Ateliers, stand Modell, machte Gänge; ein richtiges Vagabundenkind übrigens. .Nun aber war sie in eine elegante Dame verwandelt, die im eigenen Wagen fuhr, mit kleinen Bedienten und einem weißen Pudel und allem Möglichen. Und der Teufelsbalg war vollkommen chic. Kein Mensch hätte gesehen, daß sie ein Gassenmädel sei, daö Toilette gemacht hatte. Sie war Pariserin und die Eleganz war ihr angeboren. Bester erschien so ziemlich überall in ihrer Gesellschaft. Ich traf sie auf dem Mask-nball in der Oper. Aber weißt Du, was ich nachher zu hören bekam? Daß sie festgenommen wurde, weil sie Juwelen über die belgische Grenze geschmuggelt hat es soll daS in spät.; Zeit' ihr Mu.r g.wchn sein und daß man Bester an dem Geschäfte für betheiligt hielt. Ich erfuhr das, nachdem er schon verduftet war.. Und fetzt- kommt die Hauptsache! Ich begegne ihm eines TageS auf der Straße und er sagt: 3ch reise morgen Abend. Ich hab' eine Staffelei, die ich verkaufen möch te. Du brauchst wohl keine Staffelei?Ich gehe mit ihm hinauf in'S.Atelier. ES ist ziemlich ausgeplündert und leer. Ich kaufe die Staffelei und bezahle sie TagZ darauf soll sie abgeholt werden. Auf Wiedersehen morgen!- ist daS Letzte, was er sagt, wie er oben auf der Treppe steht und mir mit seiner treuherzigsten biedersten Miene zunickt. Am nächsten Tag komme ich hin und habe einen Träger mit. ' Die Thür steht offen und ich trete ein. Drinnen steht die Hausbesorgerin und Kocken, der Landschaftsmaler Lotta, wie wir ihn nannten. Lotta ist zornig. Bester ist verduftet." ruft er mir zu. Er fahr' in Frikden!" sag' ich. Eö ist nicht seinetwegen, daß ich komrne,sagt' ich. Ich will die Staffelei da holen, die ick. ibm aestern abzekauft

' ' ' ' ' 3 1 ' I T SJfc;lfcl,fc4tfct WUIKUJ. be. t t I Was fällt Dir denn ein, jetzt immer Bist Du verrückt? Ich hab' sie vor. erst in der Frühe nach Sause zu komgestern von ihm gekauft schrie Lotto, men?- (Jr: Aber Du weißt dock. ftsf, ( 1snf f.,vll s iJC : OI.C. vt rw . ,u . .'

vvu I" vt3uii, ,uy ;m. DaS hab' ich auch gethan,- sagte Lotta. Und wie wir so stehen ib unsere Gedanken über d:ii Schlingel austauschen, da kommt ein kleiner Amerikaner herein, der sein Atelier nebenan hat. ' Ich höre, daß Miste? Bester abgereist ist.- saate er zur Hausbesorgerin.

.Da wollen wir" die Staffelet zu mir zurücktragen.Die gehört mir." sagen wir Beide, ich und Lotta. Wir haben sie gekauft und bezahlt." sagen wir. Nun sind wir zwei gegen Einen. Da wurde aber der Amerikc.ne? böse. Hol's der Kuckuck, ba ist meine Staffele!.- schrie er irr- wurde blau im Gesicht. Mister Ujier hat sie von mir geliehen, ich habe Zeugen dafür." Und ehe wir einen Muckser th:m konnten, hatte er die StJffelei hinausgerollt. Wir standen mit langen Nasen. Lotta und ich. Seither hörte ich nichts weiter von Mister Bester und Germaine wai und blieb verschwunden. Aber jetzt hast Du selbst gesehen, wie prächtig und neugeboren er aussah, wie er da mit seiner Madame daherkam und wie erfüllt von Freundschaft und Treue. Man kommt nie dazu, ihm zu sagen, was man solche Lust hätte zu sagen. Was mich ärgert, ist jusiament das, daß der Kerl Künstler ist. Ich sähe lieber, er wäre blos Hausbesitzer an dergleichen Individuen hat man doch keine Ansprüche. Na. gehen wir jetzt. Ich mag mich nicht mit ihm einlassen. Man ist wohl auch kein Spießer! .... Bergbau in Japan. Ueber Gold, Silber, Kupfer und Kohle in Japan dringt die Zeitschrift

für pracltzcye Geologie die neuere Statistik. Entw.ulung des Bergbaues hat in Japan tit Beendigung des letzten Krieges einen ganz weenllochen Ausfcywunz genommen und sördert betracytliche mengen edler und nutzbarer betaue, oogielcy man im Auslande eigentlich wenig von dieser Produktion i,ort. Die Eotdproductlon jueg seit 1&)3 um fast 5000 Unzen und erreichte 1896 den Ertrag von 28,300 Unzen. Die neunzehn vorhandenen Goldgruben sind theils im taiserlichen, theils im Vrivatbesitze. Die bedeutendsten sind die von Sado und Jtuno. Neuerdings ist bei Nilko Gold entdeckt worden, und es wird sich dem gemäß die Goldgewinnung in nächster 'At'it noch erheblich steigern. Nilko hat übrigens die Aussicht, das Centrum der japanischen Edelmetall - Gewinnung zu werden, da außer Gold auch stark silberhaltige Bleierze gefunden wurden. Die Betheiligung an berg baulichen Unternehmungen ist nach lZpamschem Gesetze Auslandern ge stattet. Silber wird in Japan an 45 Stellen gefunden und warf 1896 einen Ertrag von anderthalb Millionen Un zen ab, was einer Zunahme von fast 650.000 Unzen seit 1893 entspricht. Außerordentlich bedeutend ist di: Ku pfer-Erzeugung in Japan, die gegen wärtig durch 70 Gruben betrieben wird. In dem am letzten 30. Juni endigenden Rechnungsjahre gewann man 35 Mill. Catties oder , rund 500.000 Centner Kupfer im Werthe von 5,800,000$? (rund $3,000,000). Seit 1875 hat sich die Kupfer-Produc tion beinahe verne.unfacht. Das meiste Kupfer geht nach Hongkong, dann nach5hina und nach England, die Gesammtausfuhr erreicht 350.000 Cent ner, alfo fünf Siebentel der ganzen Produktion. Der Kohlenbergbau ist seit dem Kriege um etwa 1 Millionen Tonnen gestiegen, und es wurden 1897 bereits über 2 Millionen Tonnen Kohle im Werthe von rund $6.000.000 ausgeführt. Die mit dem Kohlenbau beschäftigten Gesellschaften befinden sich in sehr guter Finanzlage. Im Ganzen sind 120 Kohlengruben vorHanden, von denen jedoch nur etwa 50 bedeutend sind.' Am meisten bringt die Grube Miike in der Provinz Chi kugo, nämlich 600,000 Tonnen jähr lich. Ein neueS Kohlenfeld wurde 1896 entdeckt und ist jetzt in Angriff genommen, es liegt in der Provinz Jburi am Flusse Mukawagawa . und soll 40 Millionen Tonnen über und 30 Millionen unter dem Meeresspiegel an Kohle enthalten. Abqesehen von diesem letzten stunde hat man jedoch ÄÄÄ; pans bei der iekigen Ausnützung in 45 Jahren erschöpft sein mu.en. Träumerei. lMödern).' VonT. Cila. Welkende Strahlen Im Westen verkommender Sonne Vorne Ein Tümpel, gleich dem Leben! Violettlich, gelblich . Ewig ? Am Uferrande aber, träumerisch, Eineröte, : Sie hubbt und hubbt Fraglos auf allen Vieren . Wonnedusel! Und ich. Mensch, ' : Uebermensch! Hab' nur Zweie Warum - Verschnappt. . Nichter: Sind Sie schon 'mal wegen Diebstahlö bestraft?- Angeklagter: .Bestraft noch nicht!" - Unt.äulfcinnnrr (tr ifir, Uhr n.s,.:t.,.,. rau,. .iiciuc kizuz, vag ocr uni gejagt cai, die Abendluft sei mir nicht zuträglich.ericynappt. Frau: Jetzt ist's zwölf Uhrz Du wolltest doch nur einen kleinen Spazierganz machen!" Mann: Wollte ich auch; aber es fing an zu regnen, und, ich mußt? mich in eine Kneipe flüchtend Hattest Du denn keinen .Schirm bei Dir?.Nein. Gott sei Dank nickt !-

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