Indiana Tribüne, Volume 22, Number 83, Indianapolis, Marion County, 11 December 1898 — Page 1
O Ä A A -0 A ffi Y. kS A f 6 s I a V a&y o W V y w o o y i H Ofstce : Sto. 18 Oüd cuabama Otrafte. Telephon 1171. Jahrgang SS. Indianapolis, Zndwno. Sonntag, den . Dezember 1898. NozSS
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lEleclioia Notice.
Notice ii hercby eiven, that an , , election ot one trustee tor tne t-rrn of three years of the S, bwbischer Unterstuetzungsverein will be held on Sunday, December xSth 1898, at ocloclc V Äl ut tne usuai place of meeting. Jonx Weber, President David Fischei:. Sec'y. (Keo. Qllerniimainim LT". t&vr Office: 26 Süd Delawarestr. etlfle . 220, 222, 224, 226, 223 Ost Penlstr Telephsn g l l. Offen Tau und acht. ImVillilYricljleii. Nichter Shomalter todt. Chicago, 10. Dez. BudeS. richtet 3ohn W. Showalter , st beule an der Luzgenentünbuna g storbe,, (3 ist di,S der R'chker, welcher ,n dem Peozsse der Insianapoilser Straßen bahn Eo. gegen die Stadt eine (5-t-sqeldung ggen Die zwangsweile Herabsetzung des Fahrzelöti abgab ) . . Kapitalskonzentration. Trenton, N I, 10. Dez. Di, .Continental Tobacco Company würd, heute im StaatLsekretariat inkorporttt Jüal Aktienkapital ist 75 Millionen Dollars. Dle Sompzgnie fabrizirt Tabak in allen formen. ,,,, . SineSxptosron. Clinton, 3ao., 10 Dez. Heute in der Frühe fand in SdirkuS M,ne 0. 4 eine Srvlofion statt. ' Drei Bergleute wurden lebensgefährlich derbrannt HM Wahnsinnige S ch t n d e r e i. X w g 0 r k. 10 Dez. Bon den ehr als dreiß'g Rakfihrern. welche sich vom Anfang an, an dem sechs tägigen Nennen im Madison Square Qitttn betdeiligten, find hrute rur noch zwölf übrig, die Anderen muhten Segen Srsctöpfung die Betheiligung aufgeben. Heute Nachmittag um 2 Uhr hatte Miller 1962 Meilen gemacht. Dies ist die döcke Zahl, di, niedrigste bat Zuliu mit 1165 Meilen. Den Fahrern wird von ihre Trai euren da? Sssen sorgfaltig zugewo. gen und zugem.ssen und für jeden Einzelnen hingt die Flirtsetzung von Zeit zu Zeit von dem Ärgebaiß einer ärztlichen Ukiterluchung ab. Miller war in den biS j tzk verlaufenen fünf Tagen nur Vierzehn Stunden von der Rennbahn abwesend und schlief im Sanzen sechs und drei Viertel Stun den. Aehnlich trieben es auch die Uaderen. Die e ftea Acht erden Preise bekommen. Der erste Prei ist H1S00, der achte $125 Vorfitz'r Albert Mott, vom Wett. fahrer-Rathe der 2 A. W. (6,ga amerik. Nadfahrer) hat durch einen besonderen Erlab über die an dem Wetlsahrea therlnehmenden Rikfadrer den Ausschluß von den Bahnen der Liga verhängt und sie zur Zah'unz von je $50 Strafgeld veruriheilt. Ueber die Managers deß Mabison Oqaare Äarden" wurde eine Strafe von 11000'verhäagt, ezen Duldung dieser Schinderei AuS Deutschland. v erlin, 10. Dez. Bei der Ervähluvg deS Bureaus dki ReichStag'i . . m. . f c haben die soziaivemorraren ein. 7li. derlage erlitten. Ihre Fraktion hatte eine ibrer Mitglieder, den AbaeordnAXnyrfi. an &At1tt&hTtT in stl. H'ff " w.w - 1 w nÄU .lrAt rn... di. San. Vm '"B (." - - "
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stttalivea protrstirten, da es ihren köane. Öefühle und Anftcdten uwider lauf,. Die einzige Rettung für amerikani zsß.ei Vozialdemokrat im Bureau des fche und englische Zateressea liege in HanseS V'tz und Stimme habe. ES der gemeinsamen Forderung nach Zamußte deshalb von der sonst üblichen tegrität deS chinesischen Reiches und der Qahl durch Qkklamati? Abstand ge-j Einführung. von Reformen, um Seinommen werken und die Wahl durch tere Cesfionea von Provinzen und tIbzzbe von Stimmzetteln erfolgen. Häfen zu perhindern, und serner in - 1 t 1
Und in b..f Z.t.elwaHl ist ScHivpelldemVekede auf der ..offenen Spür von dem Polen Hek.or Graf il.ckii. den Zn.er.ssenspdaren Nußland. - Ritterzutkbefitz'?. R.ttmeister der Deutsülandi und'ftrankreich.
(qllK.ainMlsr.ff.hAnmf ..nh elti witivi'tiKir wti)i'iiiati "i i.ft.u... n.i,..M "f aflrem, päpftlicdem GeHe.m. kammerer, geschlagen notfcin. Gras Kmllickl war ichoa 1887 und dann Blffi.f tlit 18o0 WitaluD deß NeiSkObgl.iö i Ux nnmlt ,., - w. ,,.b. d5. i. r H.w, in u.. Ufl.g. i.d. Di.s.. s.. UyM ch t..tH4 ZahSlterlyum und seine AuSschreitun gen DaS Kaiserpaar hat j tzt wieder im Wobn' Potsdam Wohnung Stadticklob z genommen. Allgemein säur dag ungewöhnlich strenge Absperrn maßregeln getroffen ftad. Die poli ieiliche Ueberwuchung deS Schlosses st verschärft, da erveilen an den Eingängen und daS Pasftren deS Schloßhofeö für baö Publikum verboten worden. , Der berühmte Gesch'cht, und Genremaler Aools Merz?l feierte gestern rn völliger geistiger Frische und benelvensmertder körperlicher Rüstigkeit seinea 83. GeduriSkag. Der aiser und die Kaiserin, der Kultusminister, die Kunstakademie und die gesammte. Künstlerwelt haben dem greisen Met st er Glückwünsche gewidmet. Frau Sorma bat bekanntlich die für diese Saison p'ojkktirt g,w sene amerlkantsche Gast pieltournee unter Leikung Direktor Conrieds definitiv aufgegeben. Dafür heißt et jetzt, daß die uuSgezeichnete Künstlerin vielleicht für ein Gastspiel in Wien gewonnen erea wird. Marie Seebach, diese Hohepriefterin der deulschen Schauspielkunst, wirkt noch auS dem Giabe GuteS. Ihre Schwester Wilhelmine hat aus dem Nachlaß der Verstorbenen, einem von derselben bei Lebzeiten geäußerten Wunsche entsprechend, dem Verein für Errichtung von H'llftätten für Lungenkranke die Summe von hundert taui'eud Mark übergeben. Der Linbralh krS KreiseS Stormurn im preußischen Regierungsbe z'rk Schleswig hat dem. Fabrikanten Heel in WaneSd.ck verboten, Russ,n und Oestreich in feiner Fabrik als Arbeiter apzustellen. Die National. Zntung meldet, daß die BuadeSftaaten einstimmig empfohlen h'ben, daß der LunbeSralh die R.chte de Landtages von LippeDet mold bezüglich Erledigung der Thron-foige-Frage anerkennen solle. Der FriedenSoertrag. VariS. 10. Dez. Heute Abend um S Uhr 45 M wurde de? Frieden vertrag unterzeichnet. Die Hauptpunkte desselben find schon früher bekannt gegeben worden und ist über den Z halt kaum etwas Neuet hinzutufigen. Die amerikanischen Cornmisläce bereiten sich auf die Heimreise vor. im Leim Kaiser von China. Peking. 10. Dez. Der neue russische Gesandte Herr von Giert überreichte deute dem Kaiser feine VeglaudigungSschreibea. Die KaiserinWittwe war nicht anwesend. Herr von GierS hatte sich geweigert ihr seine Beglaubigungsschreiben zu überreichen. Der Kaiser sah schwach und kränklich auS. ' rn . Barrett über Ehin. Shanghai, 10. Dez. John Barrett, der frühere BundeS-Gefanbte in Siam, ist nach einer Reise durch China hierher zurückgekehrt. Tc sagt, die Lage sei äußerst kritisch. Die .Mandschurei sei nicht mehr chinesisches, t . t m P m m. Jtm . M . ,onern ruin.qe. evier. un ew T'chang. der größte nördliche Hafen und- Stapelplatt für amerikanische Äradukte. sei ein rnls6 ,k, h,r -r - w , - - ' Yvf w Zede naenblick .slss. 1 D I T " " 1 1
germeister .Holzer seine Zusammenvon den Jener MinKtllern. künste mtt den Mbvergnügten hatte. iW . was zur Belagerung Kaiser Friedrichs
Lon Dr. F. S. fm flrft eitrf in Vki OrtrOrtVsl ba ;25 W 2 X d abrbuudnle rändnt bat. Gmii - .Kh 'immn akkh blkbm d 'Wkmr und M dem mrstn W?'Äira ;sH,eÄft,bftäfi9tn. nntTTn?nTMafnbn mahnina. auS htm Wech el von Hitze und Kälte u. . v. zu erklären; smdihre Toctrinen auch dersZ.d.n nn hr "vfintinA tnar nickt ,u w vw v vgw mww rvv "y ww- " - schieden, an der Thatsache war nicht zu .13 ' . zg,':? bestand WssThinftJ ftUr
""""S vv war einst Legion, schon der biedere . Schmelz! sagt: Die ganj Stadt so gar durchgraben, So weit und tiefe kheller hab'n. Aol angesteckt mit khülem wein, Mochten nit pesser. lhüler sein." Wir wollen unö nicht, mit den Räu men befassen, in denen der Bürger zum Hauögebrauch sein goldenes Naß barg, sondern nur mit jenen, die als Zechstu ben dienten, eine ganz besondere Alt Wiener Specialität, die ehedem großer Sympathie sich erfreute. Die Einrichtung dieser Kellerschänken, wo man im dadalischen Laby rinthe, im Dämmernden und Winkel!gen gerade etwas Anheimelndes, Gemüthliche sand, war fast überall dieselbe: auf einer ziemlich stellen steinernen Stiege kam man von dem.HauZflur oder oem Hosraume in daS untez irdische, bombenfeste Gewölbe, das mit flackernden Unschlittkerzen beleuchtet war; an den Wänden lagen die ungeheueren Fässer mit faustdicken eisernen Reifen, vor denselben standen Holzbänke, Tische, deren Balkenfüße im Boden wurzelten, lagen Latten auf kleinen Gebinden. An den Wänden hingen meist durch schmutz unkenntliche Heiligenbilder, auch historische Scenen und Portraits zeigten sich in geschnörkelten Nahmen mit verrenkter Einfassung. Wer zum ersten Male einen so'chen Raum betrat, empfand schon nach den ersten Schritten abwärts neben der angenehmen Kühle die aufsteigenden Weindünste, die durch die Rase berausehend wirkten, einige Pfiffe- und er war dem tückischen Geiste verfallen, doch der Stammgast ist dem qewachfen. der Kellerknecht reich! ihm d?n macht'gen Stutzen", bedächtig hält er ihn dor's Auge und ergründet trotz der mangelhaften Beleuchtung die Farbe, dann kommt der Probeschluck, er zieht den Wein durch di: Zähne, die er l?!e kauend aufeinander schlagt, daher der Name Weinbeißer-, und sein größter Stolz ist. wenn er Sorte unvJahrgang richtig errathen hat. Je nach der Qualität kostete die Wiener Maß 6 bis 16 Kreuzer, dazu bekam man Würste, icd teö Fleisch und Käse von 2 bis 12 Kreuzern. Unter dtn Schankkellern war einer der ältesten und berühmtesten der Seizerkeller (unter den Tuchlauben), der schon 1325 genannt wird, als die Karthäusermönche auö Seiz in Untersteier wegen ihrer dem Herzoge Friedrich dem Schönen geleisteten Dienst: denRöhrhof mit der Schankgerechtigkeit erhielten. In demselben befanden sich so viele und ungeheuere Fässer, daß ein Statistiker, vermuthlich aber mcht an Ort und Stelle, ausgerechnet hat. daß alle Gäste in Wein ersäuft würden, wenn Lleichzeitig alle Reifen springen würden; dort wurden auch im Jahre gegen 20.000 Kerzen verbraucht. Noch in den Zwanzigerjahren unseres Jahrhunderts bestand dieser. Keller, in dem Daum sein Elysium gründete, bis selbes nach dem Umbau dieses Hauseö in den St. Annakeller in der Johanneögasse übersiedelte. . Der Annakeller beherbergte die Weinschätze der Jesuiten, die so beträchtlich waren, daß selbst im Jahre der Türkenbelagerung 1683 im Monat August noch 40.000 Eimer lagetten. Andere Klosterkeller waren du den Do minikanern Seiliaenkreurn- Mickae lern, Schotten, beim Deutschen Orden, St. Peter, im Bischofshöfe An die Belaaeruna der Stadt erinnern: der t'tt st. 'V r v frn tm ! TmliN elltt QM HttdeNschUß mQi Montenuovo) und der Sahelkeller im im ? f rrr . . f n r . tia ClWUfi lN oer Zvunger irae. Nach Zünften nannten' sich die Keller der Binder (Salvatorgasse), der Futterknechte (Schultergasse)' Fiaker (ingerstraße), Greißler , (Hoher Markt). Krebser (Hoher Markt). Tischler . (Bällgässe), der Rauchfungkehrer , , . . . rrri TJ.r.f am Peter, von wo aus ore ei eilen Un Uebrrkall.nuf das OauZ bi
Durst in der heißen Zeit üder.daS ge. luuuc.r ar,uuu, uu,uu wöhnliche Niveaö, dann flüchtete, der ' - ? jeJfÄ?" Alt . Wiener unter die Erde und von , Fude an du Wand, wo sie noch lange hier aus tonte seht Lied: .Im tiefen 1 Zusehen waren. -3?flr 5u' i fitTi- ' Bei dem Umbauen der alten Hauser DKSVlch Zufluchtsstätten 'ist die aM. Zahl -der Keller der-
- f - ir.,:r. in der Öiuj führn. Emen gmen Ruf hatten serner: der ?m M.tt. wo di. !nlndn,Y .Lgkr' wynt M M.: .SSSSiTS Wdto lir kMift-te Schlecktt.cm nMute K ' w dW. . WM 9l $ W semr UI der Dalmatinnkeller in der Nazler im HaarS tÄX8? fi Weine berühmt. tZm Wunder soll sich ungarischen . rii ::triÄ' rx -.r..-v : ...t..xi noch vorhanden als Schankzimmer in's ebenerdige Geschoß gerückt; dafür sollte den Wienern Ersatz geboten werden durch . einen .großartigen RathhausKeller. ' , Er wurde geschaffen, aber kein Auge .hat ihn gesehen, daöOhr vernimmt nur alljährlich zur Sommerölelt die Kunde, daß seine Eröffnung in Vorschlag gebracht werde so müssen wir uns mit seiner Beschrelbuna begnügen. Sowohl durch daS Thor in der MagistratSstraße, als durch, jenes in der Lichtenfelsstraße g'.langt man in den Hoftracten l un II zu den Trepven, die in die Kellerei führen, die sich Hufeifenformig unter dem Haupt- und den obengenannten Seitentracten hindurch zieht.. Der Hauptkeller, eine 106 Fuß lange und 60 Fuß breite Halle, ist 12 Fuß hoch und wird von 16 mächtigen Pfeilern getragen, zwischen welchen sich geräumige . Logen . befinden'. Die . bei den Seitentracte enthalten "-je 'tjit Schwemme", und zwei trauliche'Hallen, an sie schließen sich Keller an der nördlichen Seitenfront der Magistratsstraße für Küche. Office, für die Kellerwirthschaft, Weinvorräthe., und Musterlager in Flaschen und Gebinden an. ' Zur Zeit der Vollendung schrieb ein Fachblatt: .Es ist löblich, daß die Großcommune der Reichshauptstadt eine Specialität schafft, die in ihrer originellen Art geeignet ist, sowohl die Sehenswürdigkeiten der Stadt, als den guten Ruf der österreichischen Weine zu erhöhen. Die. imposante Structur und der wirkungsvolle Organismus deS Kellerbaues wird nicht mit conven tionellen Schablonen, wohl aber mit allem Comfort und der mit Gediegenheit verbundenen Ausstattung durch charakteristische Stylisirung von WänUn und Möbeln bis in'S Detail dem Reiz des neuen UnicumS entsvrecben.'' Äctt"Äe'ömuih leien wir tm'ommer 1893, dem zwanzigsten NichterosfnungSjahre des Rathhauskellers, diese Zeilen und sagen seufzend, der alten kellerreichen Zeit gedenkend: .Weh' Dir. daß Du ein Enkel bis:!Zweierlei. A. (im Eafö): Sind denn unsere beiden Freunde, der Maler unv de? Dichter, schon fortge gangen? B.: Ja, der Maler macht einen AuZflug auf'sLand, weil er 'mal gern auf andere Gedanken kommen wollte, und der Dichter ging in die Bi-bliothekl-A.: Aha. wett er auf die Gedanken Andere? kommen wollte!" VlrmerKerl. Svffel:'Sowie CornmilitonePump Geld bekommt, steht auch schon eine gaze Schaa? Gläubige? da, hi? (3 ihm abnimmt.Bummel: .Ja. bei dem dauert der .Erste- jedesmal nur bis 10 Uhr Vormittags! Können und Gönnen. Frau Commercienrath: Kennen Sie rüffelpüree?- Frau Amtsrichtrr: .Ja. wissen Sie kennen können ww so etwas schon, aber gönnen tonnen wir's uns nicht!Beruhigend. Dame: .Machen Sie die Coteletteö ja recht zart und schön, Jette, und auch reichlich; wir erwarten heute Abend Besuch!" Jette: Keene Sorje. Madameken; 'i wird Allens besorgt; mein Karl will ja ooch kommen!" ' Gebildet. Erste Arbeiterfrau,: .Wie das Zanken meine Nerven ngreift.- ZweiteArbeiterfrau: .Ach. Sie mit Ihre dämliche Nerven! Sie wissen von de Nerven jerade so viel. U t in. de Mitte mit'n f" geschrie verden!" '. ? Wohl überlegt. Mann: .Warum hast Du denn .Deiner Freundin den neuen Hut nicht gezeigt?" Frau: .Ach, die ist den ganzen . Tag blaß, wenn sie sich recht ärgert ... und blaß kleidet , sie so gut!" '
Me? I ficn 0as?e, welchem 1462 der 23ür
Tafelfreuven
Jetzt kommt die Zeit, wo wieder die Einladungen ergehen zu Diners und Sourers und sorgsame Hausfrauen sich das Köpfchen zerbrechen müssen, wie sie dcn verehrten Gästen die Tafel würben können. Wie sehr man dies schon zu unserer Väter Zeiten verstand, möae die Sreiscfolge eines sürstl.chen FestmaNs bewei en, welches türzlich im Rathz-Archiv zu Goslar aufgesunden wurde; es stammt ans einer Zeit, in welcher noch niemand an Markthallen dachte, nämlich aus dem Jahre 1431, und lehrt, daß man schon damals nicht nur gut zu speisen verstand, sondern auch auf anger.ehme Abwechselung .bedacht n-ar. vernehmen Si?t verel rte HauSfra'icn und Feinschmecker, den Inhalt dieses merkwürdigen .Speise et te!s: 1. (?l?ne Eyersoppe'n.it' Sanrän, P'esscrkörner und Honig darein; .2. (irrn Hresen iemüße! 3. tun (rsfcn cchavflcisch mit lsypollcn darober; 4. eyn gebradicn Hun mit Zwetschgen; 5. Stockfisch mit Ct und Roßzynen; 5. B eilen in Oel gebacken; 7. Gesotten Aal mit Pfeffer; 8. gmsiheten Pückling mit Scns; iK Sees.sch. sawer gesotten; 10. ein Parmmen, gebacken: II. klein 'ögcl in Schlnalß gepregelt mlt Nettig; 12. eine Schwynzkeule mit Göiken: 13. ei)ne gebradienelanö mitro'.en Nüben; U. gesalzener Hecht mit Pelersilie; l?y. tyi Salat mit lLyern; Itt. eyn GaUard. ten mit Mandiln. Lie bescheiden nimmt sich dagegen das Menu eines TinerS aus. das der commandirende Admiral attläßlich der deutschen nicU tenmanö:er an Bord des Flaggschiffs .Blücher" am 4. September cr seinen Officieren gab; es bestand auS Fleischbrül,e mit veilorencn Eiern, Lammrücken, ve ziert. Forellen mit frischer But ter, Tamw.ld'eule Compot, Salat. jungen Eibsen auf englisch Art, Ma cronentorte,,Käsecroutons, Obst, Kaffee. Bei dieser Gelegenheit wird eS unsere Hausfrauen interejsrren, einmal etroäS über die Herkunft unserer Eemüse zu dörcn und dabei zu erfahren, daß nur wenige Gemüsearten lei uns eigentlich heimatsbercchtigt sind. ' Der Blumen kohl stsmmt aus (Zypern, die .Bohnerst in" Egdplen' und Ostindien heimisch, Endivicnsalat und Petersilie waren von den alten Egyvtern, Griechen und Rö mern sehr geschätzt, die Erbse ist in ganz Asien heimisch, aus Gurkensaft bereite ten di Egypter ein Getränk, die Gurle war in Ostindien hämisch sowie in Kaschmir. China und Pcrsien.. die Kürbisarten werden in Asien nitt Vorliebe cultivirt, der fioU ist in Griechen land zu Hause, seine Anpflanzung wurde von (uncinnatus in Nom befohlen, die Kresse wächst in Asien und Südamerika wi'.d, Lattich galt bei den Alten als wirksames Katermittel, er kühlte daZ heiße Blut nach reichlichem Teingenuß. Zu den ersten Pflanzen.' die von den Menschen angebaut wuiben. gehört die Linse, die vom Hima'aya stammt, sie ist wohl der älteste Handelsartilel. denn Esau gab dafür sein Erst geburtsrecht hin; ebenso alt soll bis (I h. 1 1 . v. liurnir oer aucyarien zein, gtelcysaus aus Asien stammend. Nero, der den Lauch liebte und oft aß. wurde spott weise der Lauchsresser genannt. Knot tauch diente bet den Alten als ein ge sundes Genußmittel: er wurde genossen, wenn die Arbeiter, Cchiffsleute, Sol datcn ober Gefangene in großer Hite bei der Arbeit erschlafften. TieMelcne stammt aus Südasieu und wurde schon von Egyptern. Griechen und Römern gezogen, die Wassermelone hat Asn'a zur Heimat, der Mcerrettig hat sich auö Rußland nach Europa verbreitet, der Rhabarber, im 14, Jahrhundert in Europa eingeführt stammt auS Ehina.' ebenso der Rettig. pargtl wächst an der englischen Küste und w Rußland mild, er war das Lieblingsgemüse Pla tos. Aristopdanes empfiehlt ihn als VerdauungSmittel; in den russischen Steppen wächst er so häufig, daß er vom Vieh abgegrast wird. Der Spinat wurde von Arabern nach Spanien verpflanzt, Sellerie war einst in Groß britannien gemeines Unkraut, die Zw.ebei war zwei Jahrtausende v. Ch. bei Un Egyptern Gegenstand der Vereh rung, sie ist auS Indien zu un getom men. Angenehmste Tah Kart. Ertrinken find' iH jämmerlich. Auch ist eh nicht mehr Mode. Wer angenehm will morden sich, lieber sich zu Tode, In Marienbad A: .Und welches Wasser ist Ihnen am liebsten, Herr Süffel? B: .DaZ Meerwasser!" A; .Weso daL Meer-Wasser?--.Wett man ei nicht tnnkeMk'' ' . , I HM - Ql lohnt sich, yood's Oarsaparilla zu gebrauche. Lei reine Blut braucht Ihr keine ngfi zu habe vor Grippe, Lungenentzündnuz, Diphteritiö oder gieber. Hood'S Villen find von den aukaesuchtefteu ??anzeu sorgfältigst zubepUU. , -
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