Indiana Tribüne, Volume 22, Number 76, Indianapolis, Marion County, 4 December 1898 — Page 10
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szlaas. Dichter ausdcm Ilusse. Vs Friedrich Meister. (Z2 war alles durch den Steuermann gekommen. Ter hatte den Tamp einer Leine unachtsamerweise über das Heck hinabhängen lassen, die Schraube hatte den Tamp ersaßt und ihn, obgleich auf solche Arbeit gar nicht dressirt, rund um sich auf.ewunden. bis von der ganzcn Leine nur noch ein paut Faden übrig blieben. Dann stoppe sie, und das Unheil wurde erst entdeckt, nachdem der Schiffer in seiner gerechten Empörung dem Maschinisten alle die Liebenswürdigkeiten zugebrüllt hatte, deren nicht nur er selhn, sondern auch seine drei Matrosen und der Kajütsjunge im Augenblick habhaft werden konnten. Der Schiffer besorgte dies durch das Sprachrohr, das einzige Verbindung)mittel zwischen dem Nuder und dem Maschincnraum, und dem indignirten Maschinisten blieb zunächst nichts anderes übrig, als ruhig zuzuhören. .Der Dampfer, er führte den Namen We? hatte vor einer halben Stunde den Petroleumhafen in Hamburg derlassen und befand sich gegenwärtig zwischen Altona und Nienstedten; weiter sollte er auch vorläufig nicht kommen. Der Schiffer steuerte das lahmgelegte Fahrzeug dem Ufer zu und ließ es hier langseit eines alten, großen Schoo'nerZ. festmachen, der an der Werft lag. Jetzt fand er auchMuße, dem eigentlichen Sünder seine Aufmerksamkeit zuzuwenden, und so wurde dem unglücklichen Steuermann, der vorhin ' bei der Auswahl, der Bezeichnungen für den Maschinisten am erfinderischsten gewesen war, die. Wahrheit des Sprichwortes, daß ausgesandte Flüche immer wieder heimkommen, recht klar und deutlich. .Ick gah an Land," sagte Kippen Iansel zum Schluß. .Vor de nächste Ebbtid kommen wi hier doch nich wedder los. Bi leg Water gahst du dal und snidst de Lin' von de Schruw los. Hörst? 'ne ganze nige Lin'! Junge, Junge! Ick muß mi doch bannig vwer di wunnern. Cannes!.Ick nich," warf der Maschinist ein. oer einen nachtragenden Charakter hatte. .Wie meinen Sie das?" fuhr der Steuermann auf. .Ruhig, HanneZ!" wehrte der Schiffer streng. .Wi wüllt bier kei nen Strid an Bord. Ok keen Scöimvwörd. De Lüd könnt ok an Land gähn. Ok de Jnscheno'r, aber Damp nun ye yollen. Klock . sief gähn wi wedder loZ. Du paßt up dat Schipp Hannes." Er blickte noch einmal über das Heck ymao, schüttelte trübsinnig den Kops und kletterte über den Scbooner binweg an Land. Die Matrosen kamen achteraus, betrachteten die Schraube, schüttelten ebenfalls den Kopf und verließen das Schiff. Zuletzt erschien der KazutZzunge; auch er besah sich die.' Schraube und schickte sich eben an. den Kopf zu schütteln, als er dem Blick des Steuermanns beaeanete: da unterließ er diesen Theil der Ceremonie, in der schnell gewonnenen Ueberzeugung, daß das ungesund sein , könnte. Der Steuermann Hannes Maak war zetzt allem an Bord. Er zündete inne HZlzpselfe an und begann in ver'drossener' Stimmung zu rauchen. ' . Kapitän Brekwolt. der ffüörer des SchoonerS .Adler", der von dem Unsau Bereits gehört hatte, richtete von driifon her einige neugierig theilnahmSvolle Fragen an ihn, die er jedoch kurz und mürrisch, beantwortete. Als er nach einigem Auf- und Abschreiten zufällia wieder binüber lab' war - der alte Kippen Brekwolt, vercywunoen; an dessen Stelle aber gewahrte er eine junge Dame in Hellem Kattunkleid und breitrandigem StrohHut, die in einem Korbstuhl saß und las. Sie war so hübsch, daß der Steuermann sogleich all seinen Kummer vergaß; er rückte sorgfältig die Mütze gerade und setzte seinen Spaziergang kn möglichst adretter Haltung fort. Die junge Dame schien ihn jedoch gar nicht zu bemerken? sie war ganz in ihr Buch vertieft und nur gelegentlich blickte sie einmal auf, um mit entzückenden, kirschrothen Lippen einem Starmatz zuzuzwitschern, der in einem Drahtkäfig am Großmast hing. .Das ist ein hübscher Vogel nahm der Steuermann endlich daö Wort, indem er sich an die Neelinz lehnte und den Star mit großer Bewunderung betrachtete. ... ,.'. ... .Ja," saate das Mädchen, die'dunkelblauen, Auaen zu seinen braunen erhebend und dabei zugleich seine ganze Persönlichkeit taxirend. ." Singt er auch? forschte er. ein außerordentliches Interesse zur Schau tragend. .Manchmal, wenn wi? allein fad," war die Antwort. .Man sollte meinen, daß die Seeluft solchen Landvögeln schadete," setzte er die Unterhaltung fort und. 'eriöth:te dabei. .Kommen Sie .'oft . hierher. Fräulein? Ich entsinne mich nicht,, Ihren Schooner früher schon gesehen, zu haben." ' 4 .Nein," versetzte sie, .nicht oft.". $ .FeineZ Fahrzeuz, der- toset ' redete er weiter und überflsa dabei den alter. Schooner mit krttischem Blick. .Ich kann wohl sagen, " daß ich : ein Segelschiff einem Dampfer vorziehe." .Daö glaube ich Ihnen gern sagtl ai Mcdch:x (
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Crr K'-m. - ,.W!isoZ" fragie (l zärtlich,' attg,. nehm berührt durch das . mit diesen Worten bekundete Interesse: . .Keine Schrauben," versetzte sie ruhig; damit erhob sie sich und verschwand in der Kajüte. Der Steuermann biß sich auf die Unterlippe. Ihm wurde melancholisch zu Muthe, denn er fühlte, daß eine große Leidenschaft sich seines Her zens bemächtigt hatte, eine Leidenschaft, die aller Wahrscheinlichkeit nach schon nach wenigen Stunden eine hoffnungslose weiden mußte. Der Maschinist kam an Bord, sah nach seinem Feuer, und da der Dampfer jetzt bei niedrigster Ebbe beinah wasserfrei auf dem Schlick saß. so stieg er, gutmüthig wie er war, mit Hannes Maak hinunter und half demselben die Schraube von der Leine bcfreien, ehe er sich wieder an Land b:gab. Dann war unser Steuermann wn der allein und schwermüthig starrte (X hinüber nach dem leeren Deck des .Adler." : ES wurde zwei Uhr Nachmittags, ehe sich daselbst außer dem Starmatz noch anderes Leben zeigte. Nunmehr aber erschien daZ Mädchen wieder an Deck, in Begleitung einer . beleibten Dame in mittlerem Alter, die so jovial und gemüthlich dreinschaute, daß der Steuermann sogleich wieder anfing. . . .Schönes Wetter," sagte er munter, indem er den Damen gegenüber .Aufstellung nahm. .Sehr sköneS Wetter," nickte die Mutter freundlich und setzte sich in den Korbstuhl; darauf legte sie ihre Handarbeit in den Schooß und war nun .klar" zu einer Unterhaltung von beliebiaer Ausdehnung. .Ich will man hoffen, daß wir den Wind behalten, denn morgen ganzen in der Frühe gehen wir in See. Sie dampfen schon diesen Nachmittag wieder ab, nich?" .Ja, so um fünf Uhr, sagte der Steuermann. .Ich möcht wohl mal 'n Bussen auf ein Dampfer fahren," schwatzte die Mama weiter und verbreitete sich nun mit großer Redseligkeit über die Segelschifffahrt, insonderheit aber über ihren alten Schooner. .Wir sind zusammen fünf, die wir da unten in die klein Kajüt wohnen," sagte sie, .mit mein Mann und die beiden Jungens. Manchmal mein' ich. es könnt wohl gar nich mehr angehen, so skauderhaft dumpfig is eS." Der Steuermann seuszte. Er dachte, wie eö unter Umständen noch schlimmere Dinge geben könne, als dumpfige Kajüten. .Auch Hanna is rein so unzufrieden," fuhr die Mutter fort, die Tochter anblickknd, die ruhig in ihremBuche las. .Die mag ja kein Skipp un kein Seefahrer leiden. Die wird ja wohl noch ganzen verdreht von das viele Bücherlesen." .Laß mich nur, Mama." entgegnete Hanna. '.Dir könnte -eö übrigens nicht schaden, wenn du auch einmal em Buch vor die Nase nähmst." .Du, so mußt nit mit mich reden, das kann ich nich haben," sagte die Mutter ernst und verweisend. .Die Madgens m dem Buchers snacken ge wiß nit so mit ihr Mama." .Die haben auch andere Mamas versetzte Hanna, gleichmüthig ein Blatt umwendend. .So kleine enge Schiffe sind mir nun einmal zuwider, ebenso Seeleute, die immer so nach Teer dus ten. Ich bin noch keinem Seemann begegnet, der mir hätte gefallen kön nen." Der Steuermann schaute verlegen drein. .Die Seeleute sind sehr verschieden. Fräulein, wagte er demuthig emzu wenden. .Ach, lassen Sie ihr, mit so ein kann man nich sprechen", sagte die Mutter mit einem Ausdruck stiller Ergebung auf ihrem vollen Antlitz. ..Skade um jedes Wort, sag' ich Lmmer. 'Lierundzwanzig Stunden können Sie mit ihr snacken, in eins weg, un 's nützt doch Nil." .O, ich mocht'S schon versuchen, erwiderte der Steuermann, seinen Muth zusammenraffend. .So? Möchten Sie das?" sagte das Madchen und schaute ihm zum erstenmal erhobenen HaupteS fre: m das Gesicht. .Sie sind vielleicht noch nicht an Bord von größeren Schiffen aewesen, fuhr HanneS fort, während seine Augen durstig an ihren lieblichen Zügen hingen. .Es würde mir eine besondere Ehre und Freude sein, Ihnen unsere Kazute zeigen zu dürfen. Moch ten Sie wohl herüberkommen?" .Nein, danke," antwortete sie kurz und schnippisch. Dann lächelte sie boshaft. .Von Mama erhielten Sie wahrscheinlich keine Absage; der macht eS immer Spaß, wenn sie ihre Nase in anderer Leute Angelegenheiten stecken kann." Frau Kapitän Brekwolt 'blickteihr unebrerbietiges Töchterlein fest an; der Steuermann aber -schlug sich in'S Mittel.. " :.;! 1.7 .Mit größtem Vergnügen würde ich Ihnen alles zeigen, waS Sie zu sehen wünschten, Madame." beeilte er sich zu versichern. Erst zögerte die Mutter ein Weilchen, dann aber stand sie auf, erkletterte unter dem Beistand deS galanten Hannc3 die Reeling deS Dampfers, ließ sich an Deck herabheben und folgte ihrem Führer in die Kajüte.' . , Sehr skön." sagte sie,?sich mit.beifälligem Kopfnicken in dem'-- nichts wenlaer als . eleganten Raume mschadend, .wirklich ganzen nUdlicb un nett." ' .Nicht wahr, nani nett?" meinte auch der Steuermann, .wenigsten für oisg einen Pttroleumkayn, wie unser zm.? - . .. .. : . ' Damit entnahm er einem kleinen Wandscörank eine ftlafäe Vorter und schenkte zwei Gläser voll.
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.Darf ich bittech betehrii Frau?" lud er höflich ein. '.Was Sie man blos einmal, von mein Mägden, die Hanna, gedacht haben mögen," sagte die Dame und that einen Zug aus dem Glase. .Jugend." lächelte der weltmännische Steuermann; .Jugend, meine hochverehrte Frau. Das gibt sich noch alles." Hannes Maak zählte selber erst vierundzwanzig und dreiviertel Jahre. .Sie verliert aber dadurch." versetzte Hannas Mutter. .Doch da kann unsenein nix bei thun. Sonsten is sie ja ein ganz klein hübske Deern." .Das kann auch nicht gut anders sein," sagte der Steuermann mit einem vielsagenden und bewundernden Blick auf das fette Antlitz seiner Besucherin. .Ach, gehen Sie man weg!" entgegnete diese in bester Stimmung. .Wenn sie erst in die Jahre kommt, denn so wird sie auch so gräsig dick, als ich bün." . .Das wäre kein Fehler," antwortete der verschmitzte Frauenkenner. .Ach, gehen Sie doch!" lächelte die Dame. .Sie sehen sich beide so ähnlich, wie zwei Eier," behauptete Hannes mit großem Ernst. .Als ich Sie vorhin zuerst sah, da hielt ich Sie für Schwestern. Wahrhaftig!" .Sie sllnd nich der erste, der das gedacht hat," kicherte die dicke Kapitänsfrau. .lange nich." .Ich bin zu gern in Damengesellschaft," nahm der Steuermann wieder das Wort, nachdem er aus alter Gewohnheit einen Blick hinaus über daö Deck geworfen hatte. Er brannte darauf, eine Gegeneinladung zu erhalten. .Ich wollte. Sie wohnten hier und säßen immer auf dem Stuhl da. Es ist ordentlich, als machten Sie die Kajüte hell und freundlich." ' .Gehn Sie weg, Sie sünd ein großer Schmeichler," entgegnete die Dame, wohlgefällig zusehend, wie er ihr das Glas äuf's Neue mit der dunklen Flüssigkeit' füllte. Sie zeigte. so wenig Verlangen, sich von hier zu entfernen, daß der Steuermann, unter dem Vorwande, ein Wort mit dem Maschinisten reden zu müssen, an Deck eilte, um sich noch , einmal die Flügel zu versengen. .Noch immer so fleißig beimLesen?" begann er mit gedämpfter Stimme, als er der jungen Dame wieder gegenüber stand. .Wohl eine Liebesgeschichte?" .Haben Sie meine Mutter da unten ganz allein gelassen?" kam.die keineswegs freundliche Gegenfrage. .Nur auf eme Minute," antwortete er etwas eingeschüchtert.- .Ich wollte blos sehen, ob unser Maschinist schon an Bord aekommen ist. .Der ist noch nicht da," klang es entmuthiaend zurück. Er zögerte noch einige Minuten; da das Mädchen jedoch ruhig weiterlaS, stieg er wieder in die' Kajüte hinunter. Hier kam das Geräusch tiefer, regelma ßiaer Athemzüge in sein Ohr; er ging auf den Fußspitzen näher und gewahrte zu seiner Freude, daß seine Besuchen sanft. und fest eingeschlafen war. Er huschte an Deck zurück. ' .Sie schläft." berichtete er. .und sie sitzt so friedlich da, daß ich sie vorlau fia nock nickt aufwecken möchte." .DaL lassen Sie auch nur bleiben' wenn ich Ihnen rathen darf." versetzte das Madcken. .Mama lit immer ungnädig, wenn sie im Schlaf gestört wird." .Wie merkwürdig, daß wir einander auf diese Weife begegnen mußten, sagte der Steuermann nach einigem Stocken mit sentimentalem Augenauf schlagt .Das hat die Vorsehung so gefügt. Meinen Sie mcht auch, Frau lein?" .Sagen Sie lieber Ihre Unachtsam, keit." erwiderte sie. , k .Meinetwegen, dann ist mir's auch egal. Ich ' freue mich daß ich dje Leme über Bord schleppen nen. Was beste Stück-Arbeit, das ich mein Leb tag gethan.' 'Denn. sonst hätt' ich Sie - r.t m ' Niemals zu seyen geiricgr. . .Was Sie wohl davon haben!" antwartete sie' ruhig und gemächlich. .Denn ich glaube mcht, daß Sie muh a r.c , v. . icrnaia roicucijcijcii metucn. .Das sagen Sie nicht, Fräulein, entgegnete er eifrig. -.So oft wir hier ein- oder auskaufen werde ich scharf nach dem .Adler" auslugen, der doch auch meistens auf Hamburg fährt. Da Vrt'imH (iI.mI hMlin litt (SU iuui wuuy iuuui, iviuii tu wie uv und an nicht sehen sollte. Bis Kuxhaven ist ö eine lange Strecke, da lau fen wir sicherlich manchmal einander vorbei. Freilich, kann sein auch wah rend der Nacht," fügte er düster hinzu. .Dann werde ich aufsitzen und auf Sie warten, spottete Frauwn Brek wolt. " ! In dieser Weise ging die Unterhaltung noch eine Weile fort, wobei jöie lunge Zvame, mt gegen oes Steuermanns offenes, männliches Anflitz und seine?' Zchlanke.. stattliche Gestalt keineSwqS unempfindlich war, ihre Aufmerksamkeit zu drei Vierteln ihrer Lektüre und zu einem Viertel ihrem Verehrer, widmete. Plötzlich wurden sie durch eine Nei hensolae brüllender Töne unterbrochen. mt aus ver amte des SchoonerZ heraufquollen. ' :: ". ; ' Das ist der Papa." sagte Fräulein Brekwolt. indem sie sich mit meiner Schnelligkeit ert?ob. die iür 'Viran Vord des .Adler".' h!rrsc.',knde Diöciplin ein guteS Zeugniß ablegte. .Ich lou iym eine We te flicken." Damit warf sie ihr Buch auf den' Slllyi uno eme vavon. -Ver Steuert t; y . ' - . mann berfolgte sie mit sehnendem Dli cken, bis sie in der Karnpanjeluk ver; chwunden' war. ' Dann setzte er sich auf den Na'nd -; deS OberlichtfensterS und wartete. Die Sefaduna deS DaniöferS itfrfc
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Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit leiden, daß wir ein .... Tebcrlelden . . . . haben. Man hu sofort etwas dagegen, sonst komt der Magen in tnein schlechte Zuftand und da Blut wird unrein. Man hat in gutes Heilmittel nöthig. Gebrauch Dr. tlugust König's Kamöurgcr Tropfen, Sie erden die Leber neu beleben, den Magen und das Vlut reinigen.
r.l.-. einer nach dem anderen, an Bord"zurück; an Deck des Schooners aber zeigte sich keine Seele. Zuletzt kam der Schiffer; er lugte über die Seite fei nes Fahrzeugs hinunter und ertheilte dann den Befehl zur Abfahrt. ' Wenn sie nur noch ein ' einziges Mal heraufkommen wollte, sagte der unglückliche. Steuermann zu sich selber, dann riskirte ich's und fragte sie. ob ich ihr schreiben dürfte." , , . Sein Wunsch ging jedoch nicht in Erfüllung.' Langsam wendete sich der Bug des Dampfers von dem Schooner ab, die Schraube, die erst einige lang same Schläge gethan, begann sich schneller und brausender, zu drehen, und der Wex" glitt durch die Schaar der Leichterfahrzeuge. Ewer und Boote hinaus in das freie Wasser des großen Stromes. ". ... Volldampf voraus!" gröhlte der Schiffer durch daö Sprachrohr. . Die Schraube schlug einen brausenden Wirbel, unter dem' Heck, der Steuermann aber blickte traurig auf das sich zwischen dem W?;" und dem Adler" immer weiter dehnende Wasser. : Auf einmal erhellten sich seine Züge, denn Fräulein Brekwolt war eilig an Deck gekommen und winkte mit der Hand. Obgleich er kaum wußte, ob er seinen Augen trauen sollte, winkte er sofort eifrig zurück. Des Madchens Gebärden wurden heftiger, sie winkte mit beiden , Armen und deutete dabei abwechselnd auf den Dampfer und dann wieder auf den Schooner. Junge,' Junge," grinste der Schis fer, de Deern ha.pk ja woll bannig in di verleewt, Hannes. Kiek doch enk, se winkt, du schast torüggkom men.". Der Steuermann seufzte tief. Es scheint so," sagte er bescheiden. Zu seinem Erstaunen aber gesellten sich jetzt auch tte. männlichen Insassen deö SchoonerS zu dem Mädchen; sie alle winkten ihm aus Leibeskräften Lebewohl, schwenkten die Arme und r r r- . ri ' v!x .s lqrieen auerier unDcriianoucgcs eug. .Verdammt!" sagte der Schiffer erstaunt. Dat schient ja blnah, a3 hädden sik alle Mann in di verleewt! Süh da, steppen Brekwolt hat sogar sin oll Sprechtrompet fat kregen! Wat seggt he? Verstahst du em? Nee," antwortete der Steuermann, .ick hör em blot bröllen. Junge, Junge, nu huppen se ja just aS de Apen in'n Menascherie!" lachte steppen Jansel. stiek doch, Hannes, kiek doch! Steuermann Maak schaute sich fast die Augen aus, und als die' Entfernun'g immer grober wurde, sprang er auf die Reelina und winkte umflorten VlickeS die zärtlichsten Abschiedsgrübe dem Schooner zu. Wäre der Schiffer nicht in der Nähe gewesen, er hätte stußsinger zurückgeworfen. Glückstadt war passirt.- die, Seiten,laternen der hier draußen nur noch spärlich auftauchenden Fahrzeuge oe gannen bereits durch die Dämmerung zu leuchten, .da erwachte er aus seligen Träumereien. 'Wahrscheinlich hätte er denselben noch viel langer nachgehan gen, wenn er nicht plötzlich ein Angstund Schreckensgeschrel vernommen bätte.'däs aus der staiüte drana und die stille Abendluft weit hinaus .füllte. . Gott, du oewohr ml!" sagte der Schiffer erschrocken. Wat is. dat? . Ehe. der. Steuermann noch antwor ten konnte, würde die stajütskappe zu rllckgeschoben und eine ältliche Frau erschien m grotzter Erregung und ganz aufgelöst an Deck. '. - . Sie abskeulicher Mensk!" kreischte sie. auf HanneZ zustürzend. Bringen Sie mir auf.de? Stelle zurück zu mein Mann, zu mein lieben Mann!" ! -Wat schall dat bedüden, Hannes?" fragte der: Schiffer, die buschigen Brauen runzelnd. , : Der der der Skeusal hat mir in i! die sta sta staZüt gelockt" schluchzte Frau 'Brekwolt. un un mir eingeskläfert un un mir entführt!, Mein Mann sklägt mir tot. o . o-? ich kenn ihm er er iS ein ganzen Slimmen! Bringen Sie. mir zurual : - . - Worurn wollen Se wedder torllag. wenn Se man-doch blot -dotslabn warn?". wendete einer.dererzugekommenen Matrosen sehr verständig ein!. , Wenn ich nich so dummerhaftia geWesen wär,- denn so - hätt ich . fortsenö wissen müssen. WaS er ' meint, als er sagt, ich macht :yn die stajüt 'hell,'un freundlich un ich sollt man ewia auf den Stuhl-da -sitzen." weinte die gute Z?raü'. weiter, 'un als er saat. ick un meinochter 'sahen 'aüS'wie SwesterSl. roföbis. bVr! . - Äst dudät seggt Z" forschte der Schiffer grimmig... -; , . '."f .-.; . - ' . ; )mm ja, Dai.qcwp vx eggt," gestand der zerknirschte .Steuermann, aber wie'konnt' ich ahnen.'daß sie 'das sc m ' ....... in ' ' ' saija, verstehen. wuroel Wovor snackfl du son dämliche LögtnV -
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Wir können sicher sein
wenn wir an . . . ''fy Z'ZX HanneS Maak senkte den Kopf. Un sone Olsch ! Könnt din Moder sin!" sagte der Schiffer vorwurfsvoll. Dat sin ja schöne Geschichten, die hier an Bord von' mm Damper passeern, un noch dato in Gegenwart von den lütten Kajütöjung!" , ' :." Den KajütZjuna kann - minswegen l i m n s . e. c . , ".:r. ' ' oe xjuoci goienr-iiCB ver zum außer pen gebrachte Steuermann Hervor. -- Brinaen Sie mir doch blos - zu rück!" flehte Frau Brekwolt. Si: glauben nich, wie grasig- eifersüchtig mein Mann scm rann! Er wird Sie nix zu' leide . thun, liebe Madam," redete der Schiffer ihr freundlich tröstend zu. Aus - eine Frau in Ihren Jahren is kein Mann mehr .eifersüchtig, dat heet, wenn he Nich ganz un gor unilog is; Bis re merhaven müssen Sie nu woll" sacht mitkommen, umkehren kann ich nich wieder, ick heww all toveel Tid verlorn." Sie müssen un' müssen mir zurück bringen!" rief Frau Brekwolt zornig. Fallt, mi aor. nich in, nich vor hunnert Mark," entgegnete ' der Schiffex fest. Aber beruhigen Sie sich, liebe Madam; Sie' befinden , sich ' hie? cn Bord von düt Schipp so sicher, alö sa ken Sie mutterseelenallein-auf einem Floß mitten im Ocean. . Un waö der Stuermann fem thut, der hat -man bloß seine Uhlenspeegeleien - mit' Sie getrieben. IS dat nich . so, HanneS?" Der' Steuermann entgegnete etwäS; was er aber, sagte, das blieb sowohl der Frau Brekwolt, wie auch dem Schiffer und, den' eifrig lauschenden Matrosen unverstandlich. Sem oedauernSwer thes Opfer aber .ergab sich endlich in daS Unvermeidliche.stellte.'sich an die Heckreeling und schaute .betrübt nach der Gegend, wo Mona und Hamburg längst verschwunden waren. .Ler Steuermann, der während' die ser Fahrt seine Wohnung vorn im Lo gis bei der Mannschaft nehmen mußte. da 0ä&m ihm die stamnicrae noniuuiivmh dieselbe der Gattin des steppen Brekwolt angewiesen .hatte, fand erst am nächsten Morgen wieder Gelegenheit, die unfreiwillige Reisegefährtin . zu sehen. Die neugierigen Matrosen unbeachtet lassend, schritte? auf sie zu und begrüßte sie freund lick. ' - - - , " ' - " (Fortsetzung aus der Rückseite ) Wenn Cie ein PI1I0 kaufen vollen, so suchen Sie eö dort zu kaufen, wo Sie die größten Bor theile erlangen. Aber wie können Sie dieseS auisinde, ohne diele Mühe und! langes hin und hersuchen ? Ganz ein fach : Verlangen Sie von uns Beschreib ung und Preis des Tft Außer diesen Pianos haben dir auch eine vollständige Auswahl, von-billi. geren Pianos. . . Wir find gerne bereit Ihnen Smpfeh. lungen auö Indianapolis und anderen Städten Zndianas's zu geben. The John Church Coinp'ny, Cinclnnatl. Ohlo. : MS hXi U V t-Ct f i rrc . w IlOZART- HALLE, 87 und 80 Qüd Delavare OtraSe. Di 0ltK. arvkt und schSvft, ' beraia all in Jnbtanapott, letzt ru leaant ane.! attn, ftkyr vertlne nb vrivat? zur b alrung v, on,rtn, Bällt. Vr1alnna, dflHBO. 41 ,ttuhabe. 4. . nantCT iiocraicn o,ngge z, NA' lang. tAittO'Hauau isxocxcini nnl ut er
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