Indiana Tribüne, Volume 22, Number 75, Indianapolis, Marion County, 3 December 1898 — Page 1

'O Y rlC V0 0 wo ! 00 0s kS OA w v y y w v k kX sy v7 V 2 Office : No. 18 Oüd Mabama Striche. Telephon 1171. Jahrgang AI. Indianapolis. Zndiano. Samstag, den 3. Dezember 898. 5KÜ76

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Virginia Ave. j. p. s:hiltges. deinen freunden und Bekannten zur gifllligm Änzetze, daß ich das JEFFERSON HAUS, 115 129 Ost South Straße, übernommen habe, und mich freucn werde, sie va,ttvfl zu vegruven. Boardtngyaus mit echt Deutscher 0t. chtlingSvoll, l Geo. Peter H&mmerle. JOpottm. Magoeourker Sauerkraut Alle Sor'en flösse. Nürnberger Lebkuchen und Pfeffer Nüsse. Mandeln, Citronen. Noslncn und (sorinthen, frisch bei r sy. c , 3obn I). Clnotttß, Nachfolger von Edward Müller. 349 OS Washington Ctr (föCOt CVriUtinn x üj fTiTxV 1 vftZi y t&Xmm Osnee: 26 Sud Delavarestr. eulle, 220, 2ZZ. 2tt. 226, 223 Ost Pearlstr. Telephon 911. Offen lag und Nacht. Editorielles. Drei der mittel-amerikanischen . . ., ..kl 0i Salvador hatten vor etwa einem Monate eine Union aearündet. ' Coüa Nica hatte sich nicht angelcdlossen, man erhoffte aber d.ssea baldigen Anschluß, Run ist e mit der Union beretts vorbei. In San Salvador war eine Re. volution erfolgreich und als Zolge da. von löste kch die Union wieder auf. Es war dem Bunde nickt aelunoen. die . I Revolution ,u unterdrücken und die - ' I neue Regseruna von San Salvador :vill nichts mit der Union zu thun ha. $.n , Die mittelamerikanischen R.publiZrn scheinen au den Revolutionen nd gegenseitigen Bekämpfungen nicht herauskommen zu sollen und ganz Änlich geht es in den übrigen spanisch. aerikanische R.vudltten unseres Tontuients. 17 - T I In M,r ko herrschen seit einiger Zeit Ru und Ordrung. aber südlich davon ist die Revolution immer noch eine ftehenee Institut on.. Und die Revolutionen, welche da auöwechen. lnd nur in den seltensten Fallen wirk. liche rolköerhebunqe. sondern von ehrseiligen und habsüchtigen Generälen angezettelte Ausstande und die Sckaa. ren dieser Generale find meist lumpiaes Sefiadel. 3n fast allen Ländern auf dem aan. ttn Erdboden, die je unter svanisch.r Herrschaft waren, wo spanische Sprache und spanische Sitten herrschen und die Bevölkerung spanisches Blut in fich bat. herrschen solch erbäuliche trau. riae Zustände. NiraendS steliae Ruhe. nirgends stetiae Ordnuna. überall ew aroke? Tbeil der Bevö keruna in ent- " " I seiliöer Armuth und Unwissenheit. " ' m I Wir haben die Veimutdung, daß unsere Jmgoek und Anneiionisten mit dieser Thatsache rechnen und fich daraus verlassen, daß der Zeitpunkt, zu wel. ihem Cuda fich selbst überlassen werden kann, nie eintreten wird. 2n den Sslonieen. welche wir eben erworben hLbt, auf den Ph'lippinen und auf yerto fl'o, sowie' auch aus Cuba berrsöen Zustände, die fich von denen in allen übrigen spanisch .amerikanischen Staaten venig unterscheiden. Ob die plli,schen Verhältnisse der Ler. Staate diese befähigen, auf den genannten Inseln bessere Zustände herbeizuführen, dai bleibe einstweilen dahingestellt. Sicher ist, daß es eine Niesenausgabe ist, die, selbst wenn sie gelingt, uns nicht viel Vortheil bringcn, wohl aber sehr viel moralischen und pekuniären Nachtheil bringen wird.

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AmhllllllhrilhKll. Wetterbericht. Heute Nacht kälter und etwas

Schneefall. Moraen schöne?, diel käl tereS Wetter. Höchste Temperatur in verbalb der ledten 24 Stunde 29 Grad, niedrigSc 31 Grad. um Serum gegen Schlangen - gift. Washington. 2. Dezbr. Der Consul Skinner in Marseille berichtet, daß Dr. Calmette, vom Pafteur-Zn-stit . , ßin , Serum atatn Schlangengist entdeckt hat. daö Schlan. genbisse unschädlich macht, wenn daSselbe innerhalb von vier Stunden nach dem Bib ur Anwendung aebraöt ird. WaS der Kriegssekretär zu . sagen hat. Washington, 2. Dez. Der heute der Okssentlichkeit übergebene Jahresbericht deS riegSsekretärS Alger'S ist rn inirniqicu eine ooufianvige s 1 s.. Ai.t IRiiilt Ci..TTaM mt mt'jm k nfll.k! n dllltyiP UUO Ul)UUlll uuium. 3n chronologischer Reihenfolge wer den die Kriegö-Treignisse erwähnt und geschildert. In einem Zeitraume von 113 Sst3tn' gerechnet vom Tage der Kc,eaerkläruna. erkämpften 50.000 Vlann der im Ganzen aus 274,717 Mann (Reg. und Freiw.) bestehenden amerikanischen Armee in den Tropen die Slege, die durch keine einzige Nie derlage getrübt wurden. Der Sekretär bemerkt, daß zur Pflege der Verwundeten bei Santiago 140 Aerzte vorhanden waren, und daß aus einer Zzhl von 1431 Vervnndetev nu 12 ihren Wunden erlagen. Er empsi'hlt die Vergrößerung des stehenden Heereö der Ver. Staaten aus 100.000 Mann nebst den nöthigen Olsijleren, und zwar theilweise durch Rekruten aus der Bevölkerung der In Uln, die j ht den Ver. Staaten zu. sauen. ferner empneylr erreiar m w mm m M . llger die Schaffung einer Constabler l (Voltze,.Macht) sur Hie Städte uva. Porto N'eoS und den Vymp. pen, au Leuten, welche der Lande. 'pracve mächtig und tn solchem Btenfle . ..... . mm . erfayren no. t 1 r . Zur Abhilfe für die auf Cuba Herrsenden Nothstände schlägt Sekretär ni v ao ! m.t Jit. lgrr ven cau einer aonnnie uoer i r l Ar f . . le ganze uange oer Jv,et vor. mii smelgvaynen nach den uftenftäbten I cw . ? r . : v . r au emer ,oimen Vayn wuroe wodl I2Ü.UÜÜ.V0O roiten; doch wurde den Kubanern Beschäftigung geben, m rn m & rm mn Ne ln oe rauqen oer Jnoupkte un. terweisen und sie anregen, ihre Farmen zu bebauen, und den Wohlstand der nsel-Bevölkerung heben und fördern. ,e Ausgaben wahrend de, am 20. I3uni abgelaufenen Fikcal-Jahres be . liefen sich auf tz62.b34.785; die Verattungölouen iur das am 1. Iult beginnende Jahr werben dagegen auf $195,250 377 abgeschabt. Bon le,er umme weroen ,os.4S0.v zur Löhnung der Armee benöthtgt sem. Die außerordenlltchen Ausgaben des Be partementS für die am 30. Juni 1899 ablausenden Monate werben aus 56.177,k39 berechnet, und die Voranschlage sur tiefe Periode zusammen knen sur das nächste giSkal.Jahr beztfsern ftch aus H25S.427.V17 oem erichte oe, eneraz. QuarllermeNterö lft ervahnenöverth, v die egterung sur den rieg 3.. dl)a Pferde und Maulthiere, 517S Wagen, 559 Ambulanzwagen und .v7, Tonnen ohlea ankauste. 77 . . . . . mr . rr 'N mlelvele uns i Vamps,q,fse ankauste. t.- 5t rm .cti(.i i eine er großen Woottvaien im Feldzuge erwiesen fich die weiblichen rankenpflegermnen. Ber Bericht sagt, aß Niemand, der ntcht Erfahrung ge. bavt und die Pstegermnen genau ve obachtet hat, fich einen Begriff von den Diensten machen kann, den diese edlen Frauen unseren kranken Soldaten in yolp"Slern erwiesen haben. Sonderbare Unzufrieden. I h e t t. Washington, 2. Dez. Das Staatöamt hat durch Botschafter White in Berlin seit langer Zeit mit der deutschen Regierung in Unter. Handlungen qeöanden, um eine VerMinderung der vielen beschwerlichen Bedingungen zu erreichen, denen jeht der amerikanische Fleisch - Export in ! Deutschland unterworfen ist.

Gegenwärtig müssen diese Eroorte, trotzdem sie durch das Siegel der Ver. Staaten Inspektoren garantirt sein sollten, in Deutschland mehreren, zu. weilen zvö stachen Inspektionen unter, worsen werden, ehe sie in die Hände

des Konsumenten gelangen. Sie müssen inspiirt werden, so oft sie ihren Besitzer wechseln. Dadurch werden selbstredend die Verluste des Exporteurs immer größer. Botschaf. ter White hat nun die Versicherung erhalten, daß im nächsten Reichstag eine Bill zur Erleichterung dieser Znspek. tionen eingebracht werden soll. Dagegen haben nun vermuthet. und aus Gründen, welche der Ver. St.Regierung soweit gänzlich unbekannt und unerklärlich find, die hiesigen Fleisch. Exporteure protestier. Die Regierung hatte die Versicherung er. halten, daß an Stelle der mehrfachen lokalen und fiädt. Inspektionen eine Rcgierungk. Inspektion treten sollte. Das Staatsamt hat die Exporteure um Ausklärung gebeten. Aus Deutschland, v erlin, 2. Dez. Den im preuß scheu Eabinet befindlichen Lieblingen der Agrarierpartei ist Heil widerfahren. Der westfälische Bauernverein hat nämlich den preußischen Landwirthschattsminister Freiherrn von Hammer. stein-LoLten und den Finanzminister und Vizepräsident des preußischen StaatSministeriumS, ' Dr. Johannes von Miquel zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Verhandlungen in dem berüch. tigten Erfurter Krawallprozeß find hrem Ende nahe. Wiederum find jetzr sieben wegen Widersetzlichkeit gegen die Polizei, öffentlicher Rustestörung und Landfriedensbruchs angeklagte Ersurer Radaubrüder zu Gefängnißstrafen von vier bis wols Monaten verurheilt worden. Neun Angeklagte wurden freigesprochen. Unter der surcktbaren Anklage, ihre igenen beiden Kinder an eine in der Werkftätte ihreS Manne stehende Hobelbank angebunden und die Werkstätte dann in vrand'geft.ckt zu baden, so daß die Kinder in den Flammen umamen, ist in Kornendurg in NiederÖsterreich die Tischlerkgattin Kinzinger verhastet und in daS Landgerichtsgefängniß abgeführt worden. 3 Leipzig ist der Reichsobergerichtsrath Toussaint aus dem Leben geschieden. 3n Danzig wurde der Landeshauptmann Janckel von einem jähen Tode ereilt, gerade als er bei einem Festmahl, dem er als Ehrengast beiwohnte, einen Toast auf den Kaiser begonnen hatte. 3a Hannover wurden mehrere von Berlin, Hamburg und auS Italien kommende Anarchistcn verhaftet, die im Verdacht standen, etwas gegen den Kaiser im Schilde zu führen, der in der nächsten Zeit zur Wildschmeinjagd dort erwartet wird. Die Verdächtigen wurden nicht festgehalten, sondern nur untersucht, gemessen und photographirt. nn Niederlage Dupuy's. Paris, 2. Dez. 3n der Deputirtenkammer reichte heute Sauthier, Republikaner, eine Vorlage ein, welche bestimmt, daß Senatoren durch allge meine Volksvahl gewählt werden sollen und beantragte Dringlichkeit. Dupuy opponirte dem Dringlichkeitsantrage und sagte, die Kammer sollte es sich zwei Mal überlegen, ehe sie das Wahl, system ändert. Der Dringlichkeit. antrag wurde jedoch mit 243 gegen 223 Stimmen angenommen. ,, Oberst Piequart's Hast. L o n d o n, 2. Dez. Eine Depesche der Exchange Telegraph Co." aus Paris meldet : Einem Besucher, welcher den Oberst Picquart im Cherche-Midi Gefängniß zu sehen wünschte, wurde erklärt, daß der Oberst zu müde" sei, um irgend einen Besuch empfangen zu können Es wird für sehr unwahrscheinlich' ge halten, daß der Oberst es ablehnen würde, Freunde zu empfangen, und es find wieder unheimliche Gerüchte v,rbreitet. Jedenfalls scheint die Solda teska. Clique ihr Aeußerftes zu thun, Picquart unsichtbar für das Publikum zumachen. Es ist wahrscheinlich, daß die Picquart. Angelegenheit bald wie. der in der Kammer zur Sprache kommen wird. 3a der DrezfuZ. Affaire find Ent hüllungea an der Vagesordnung und

jetzt debütlrt sogar die Wiener Neue Presse in solchen. Das Blatt reprodn. cirt einen von der Pariser Presse deröffentlichen Auszug eine Briefes deS Militärattaches der österreichischen Botschaft in Paris, Oberst Schneider, der in dem geheimen Dossier enthalten sein soll, und bemerkt dazu, eö könne als aus autoritativer Quelle kommend, versichern, daß Oberst Schneider weder diesen noch irgend einen ähnlichen Brief geschrieben habe. '" Die Friedens. Commission.

Paris, 2. Dez. Die Ver. Staa. ten - FriedenScommisston beendigte heute ihre Berathung mit General. Major Wesley Merritt und begann alsdann in ihrer Sitzung die Srörte? rang der spanischen Handelsrechte aus den westindischen Inseln sür eine Reiht von Jahren. Ebenso wurden andere Fragen besprochen, die später in der gemeinsamen Sitzung beider Commis. fionen zur Verhandlung kommen werden. Spanier. ftreunden, die in Verbindung mit der spanischen Commission stehen, machen großes Aufheben von der angeblichen Stellungnahme der Filipinos gegen die Ver. Staaten. Sie behaupten, Aguinaldo sei entschlössen, gegen die amerikanische OberHerrschaft zu kämpfen. Auch habe er soweit 60,000 Soldaten zusammengeschaart. Die gemeinsame Sitzung der Friedcns.Commisfion dauerte zwei Stun. den, doch wurden keine Fortschritte in den Verhandlungen gemacht. Die Spanier warten aus Instruktionen. Ebenso die Amerikaner. Das Jubiläum Franz Josephe. Wien, 2. Dezbr. Schon in der Frühe heute Morgen donnerten die Kanonen zur Einleitung des großen Festes. Die Stadt hatte ihr Galakleid angelegt, überall waren Dekorationen in den Landesfarben angebracht und Jedermann trugAbzeichen in den Landefarben.,Ja der Garnifonkirche fand ein großer Gottesdienst statt Unter die Soldaten wurden 3ubiläumSMedaillen vertheilt. Die Illumination heute Nacht war großartig. Sie dehnte fich bis auf die äußersten Stadttheile aus. Der Umstand, daß überall nur die Büste deS Kaisers und nicht auch der Kaiserin zu sehen ist, ruft vielfach eine trübe Stimmung hervor und man hört keine lauten Demonstrationen. Auch in den Provinzen wird der Tag überall gefeiert. Washington, 2. Dez. 3n der St. Matthews Kirche fand heute unter den Auspizien der östreichischen Gesandtschaft ein offizieller Gottesdienst zur Feier des fünfzigjährigen RegierungSjubiläumS deS Kaisers Franz Joseph statt. Der Präsident und Sekeetär Sau vertraten die. Ver Staaten. Alle auswärtigen Regierungen waren vertreten und das ganze diplomatische CorpS war anwesend. Nachricht von Andre e. Stockholm, 2. Dezember. Ein Lokomotivführer Namens Detke hat an den fchwed..norweg. Gesandten in St. Petersburg einen Brief geschickt in dem er behauvtet, er habe in der Nähe deS Urals eine Flasche gesunden, welche zwei Papiere enthielt, deren eineS eine französische Botschaft trug, während die auf dem anderen in rusfischer Sprache geschrieben war. Die erste Botschaft lautete : Andre'S Ballon ist übe? den Ural weg gezogen." Gez. : Andrer. Die andere (russ.) Botschaft lautete: Dieser Brief soll dem Consul oder der Polizei überliefert werden." Wie bekannt fuhr Prof. Antree mit seinen Gefährten Strindeberg und grenkel in dem Ballon Adler" am II. Juli 1897 von der Dänen. Insel in Spitzbergen ab, um den Nordpol zu erreichen, resp, zu kreuzen. Seitdem find keine bestimmten Nachrichten über daS Schicksal der kühnen Luftschiffe? bekannt geworden. Nur einmal hörte man von ihnen, nämlich all am 2. Sept. der in Kopenhagen einlausende Welfischsänger Falke", eine Brieftaube einbrachte, die von den Sch'ffern gefangen worden war und die folgende Votschaf' trug : 3uli 13., 12 Uhr 30 Nachmittag. Breitengrad 82 2; nördlicher Länge.

grad 12.5; gute Fahrt ostwärtSz alle wohl".

NchlttS'9!aHrichten Angekommen in : N e v S o r k : Emö" von Neapel. Antwerpen: Nederland" von Philadelphia. "MM allerlei. A)te ivnge Hrau eines Frankfurter Kaufmanns, der das laute Schnarchen ihres Ehemannes mit der Zeit unerträglich geworden war, beschloß, durch Anwendung eines energischen Mittels ihren Gatten von dieser Untugend zu heilen. Unter Teihilfe ihrer Mutter schlich sich die junge Frau an das Lager ihres im tiefsten Schlafe liegenden Mannes und warf diesem plötzlich ein nasses Tuch über das Gesicht. Der auf solche Weise Aufgeschreckte sprang, da er sich angegriffen wähnte, laut um Hilfe rusend, von seinem Lager auf und schlug um sich, wobei der neben dem Bett siehende Nachttisch zu Boden und die Marmorplatte der Schwiegermutter auf den Fuß fiel, sodaß die Fußzehen zerquetscht wurden. Außerdem brach sie einen Finger. Die junge Ehefrau hatte infolge eines Faustschlages in's Gesicht den Verlust eines Zahnes- zu beklagen. Die Scene spielte sich bei vollständiger Finsterniß ab. Man kann sich den Schreck und die Bestürzung aller Vetheiligtcn ausmalen, als man die Lampe endlich angesteckt hatte. Das Schloß, in das Napoleon der Dritte seine junge Gattm entführte, Villeneuve l'Etang bei Samt Cloud, dessen . herrlicher Park ein beliebter Ausflugsort der Pariser ist, soll seitens der französischen Regierung unier den Hammer gebracht werden. Man will die umfangreichen Baugründe für den Staatssäckel losschlagen, über welche Absicht die Pariser um so weniger erbaut sind, als sie fürchten, daß bei einem günstigen Berkauf von Nilleneuve l'Etang auch andere Parkanlagen in der Umgebung den gleichen prosaischen Weg wandern werden. Und wenn gerade dieses Schlößchen keine historische Bedeutung hat, so besitzt es doch eine romantische Erinnerung. Napoleon ließ es ganz chumlich fertigstellen - und .entführte dorthin am Hochzeitstage seine junge Frau in einem Phaeton, den er selbst lenkte. Das war Alles so verschwiegen arrangirt. daß Niemand von den kaiserlichen Gästen, selbst die Vewohner von Samt Cloud nicht, wußten, wohin der Kaiser die junge Herrin aebracht hatte. An Stelle des Parks treten also bald große Miethskasernen. 33Jah'remiternerKugel im Herzen hat William A. Smallridge gelebt, der dieser Tage in Glenville, Gilmer-County, W. Va., aus dem Leben geschieden ist. Der Mann diente während des Bürgerkrieges in einem Conföderirten-Regiment und wurde im September 1861 auf dem Marsche durch Gilmer Eounty aus dem Hinterhalt niedergeschossen. Die Kugel drang auf der rechten Seite semer Brust ein, durchbohrte die Lunge und blieb in der linken Herzkammer stecken Der Regimentsarzt erklärte die Wunde für absolut tödtlich, aber Smallridge starb nicht. Er wurde in iinem Nachen auf dem Little Kanada nach seiner Heimath gesandt vad genaß dort. Bor seinem Tode äußerte er dem Dr. G. O. Brown gegenüber, den Wunsch, daß sein Herz nach seinem Hinscheiden untersucht werden möge, und diesem Verlangen kam der Arzt nach: er fand das Geschoß im Herzen eingekapselt. In ven Jollspeichern in Christopher Straße in New York traf eine äußerordentlich werthvolle Sendung Tabak behufs Abschätzung seitens des Appraisers ein. Die Sendung bestand nur aus einem halben Dutzend Ballen, von welchen jeder nur 76 Pfd. wog. Jeder Ballen war in der Faktura auf im bewerthct. In der Office des Appraisers Wakeman würde beHaupte:, es sei selten, wenn überhaupt jemals zuvor, so kostspielig Tabak importirt worden. Derselbe ist HavanaTabak und besteht ausschließlich aus Deckblatt, der bekanntlich mit $1.85 per Pfund verzollt werden muß, während Einlage Tabak nur mit 35 Cents per Pfund zu verzollen ist. Eine barbarische Grausamkeit ist ,in Pennside, Mercer County, Pa., von maskirten Räubern gegen eine alte Frau begangen worden. Dieselbe besitzt einen kleinen Laden in Pennside, der sie ärmlich ernährte. AIS Frau Rodgers, so ist ihr Name, vor einigen Abenden ihren Laden schließen wollte, kamen drei unbekannte Manner,. nahmen ihr Geld fort, doch befriedigte sie die vorgefundene Summe nicht, sie verlangten mehr, was vergeblich war. Die Räuber zogen ihr Schuhe und Strümpfe aus und zwangen sie, auf den rothglühenden Ofen zu steigen und darauf zu stehen, bis sie bewußt loS war. Dann wurde die Aermste ge bunden und ihrem Hülflosen Zustand überlassen. Erst am anderen Morgen wurde ihr von Nachbarn Hülfe gebracht. Wahrscheinlich wird sie ihren Wunden erlieaen.

Hiesiges. ' . , )

Nus ven erichtöhöfen Polizeigericht. Cha. MyerS wurde wegen thätlichen Angriffs auf Emma Miller um tzö be. straft. John Hammond wurde wegen Trunkenheit und thätlichen Angriffs um je $5 bestraft. Fred. Hoffman, ein junges Burschchen, wurde wegen Tragen? eineS Re. volverS um 55 bestraft, aber mit einer Strafpredigt unter verhängter Strafe entlassen. Mich. Feeney wurde wegen Bum. melei auf 21 Tage nach dem ArbeitS. hauS geschickt. 3ohn Severance und Frau, welche der Diebshehlerei angeklagt sind, wur. den den Großgeschworenen zugewiesen, trotzdem die Beweise gegen sie schwach waren. Sie find mit Connor. Spain, Cd. Mead und anderen Dieben sehr bekannt. Suverior Court. Zimmer No. 1. Zittilla Jten gegen Frank 3ten. Schadenetsatzklage; zurückgezogen. Zimmer No. 2. Daggett fe Comp gegen Richard Lieber & Co. Zurückgezogen. Fayette Trotter gegen FranceS Trot. ter. In Verhandlung. Kriminalgericht. Clemens LewiS. Kleindiebstahl Angeklagter ist erst neunzehn Jahre alt und wurde darum auf sein Bersprechen hin sich zu bessern entlassen. Ora Alcon wurde unter der Anklage verbastet seinem Arbeitgeber, dem Gcoee? T. C. Scott $15 gestohlen zu haben. Die Geheimpolizisten KiN' ney und Tbornton nahmen die VerHaftung vor. Alcon behauptet unschuldig zu s,in. Geschieden wurden heute : Zettilla von Frank Jten. Charlei R. von RosrC.-Jack. ' Minnir von Rolla Mount. Sdgar vv Tella B. Vincent. Georgia von Jsaac S LarneS. 3no v.von Viola Ray. Sarah von Malhew ShearS. Minnie von Frank Story. Sadie dsn Edwin Hoghland. 3da von ohu (sonley. Ellen von 3'.: Lyons. Wenn ihr ein gutes Mittel h,ben wo?: tzr-r Blut zu reinigen, die Nerven zu stärken und die Conftitution zu kraftigen, gebraucht Hood's Sarfaparilla. Gebraucht un Hood'S. Ho od'S Pillen heilen Brechreiz, Kopfschmerzen aub dem Magen und Unverdaulichkeit. In der Office deS Gouvernö.kS liefen gestern verschiedene Berichte ein. Der Bericht deS Sndiana SoldierS and SailorS OrphanS Home meldet vollständige Ebbe in der Kasse, fordert für daS nächste Jahr bedeutend mehr Geld, den Bau einer Turnhalle, Was. serleitung usw. usw. In der Anstalt befinden fich 636 Kinder u. zw. 371 Knaben und 267. Mädchen. Die nördliche Irrenanstalt fordert in ihrem Bericht mehr Raum, den Bau neuer Gebäude. ES seien im Staat über eintausend unheilbar Irrsinnige, sür die in keiner Weise gesorgt sei. Durch mehrere Neubauten auf dem ausgedehnten Grundbesitz der Anstalt könnte man noch ca. 200 Patienten aufnehmen. Die Anstalt hat 610 Patienten. Der Bericht fordert außerdem Ein. richlung weiterer Zellen für Todsüch. tige und sür Erkrankte und schließlich anstitt der bisher bewilligten $94,510 die Summe von $100,000. Der StaatS-Auditor reichte seinen Bericht über dieVerficherungS-Abthei-lung ein. Gleich Anfangs heißt eS, daß die Bevölkerung deS Staates in dem am 30. Juni geendeten Fiskal, jähr $3.179,241.93 an VerficherungSgesellschasten außerhalb JndianäS ge. zahlt habe. Die gesammte, während deS JahreS an VerficherungSgesellschaften von der Bevölkerung deS Staates ausgezahlte Summe betrage über $10,000.000. Der Bericht empfiehlt Anschaffung eineS diebeS. und feuer. sicheren GeldschrankeS sür die VerficherungS. Abtheilung. Onlangt Nucho'S Oeft Ha. fzzzz CigarS."

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