Indiana Tribüne, Volume 22, Number 73, Indianapolis, Marion County, 1 December 1898 — Page 1
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a o M AC A MfVft M W 4 W W W . o w Office: sZlo. 18 Süd Ola&msa Otrafte Telephon 1171. Indianapolis, Zndiano. Oonnerftag, den Dezember lö?S. Jahrgang LS N 78
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Lditorielles. In Rom hat eine internationale Conferenz von Vertretern von Staaten begonnen, um Maßregeln gegen den Anarchismus zu berathen. Die nach allen Seiten hm Hankerotte italienische Negierung, im Augenblick nur ein Sabelregiment unter konstitutioneller Sorm, hat bekanntlich die Conferenz einberufen. Die Weisen in Rom werden nun vor allem zu beKimmen haben, waS eigentlich Anarchismus ig. Irgendwie raus Mn &c boch definiren, waS sie inerimi. ntten wollen. DaS wlrd schwer genug sein. Die Anarchlsten bilden keine ligiösen. keine philosophischen, keine politischen Gemeinschaften. Der Begriff An.Archie obne Herrschaft schließt schon auS, daß sie sich irgendwelchen Regeln unterwerfen. Selten soll bei ihnen bloß, wessen und wie lange sich Siner freiwillig unterwirft. Ihre Verbindungen gleichen daher Spaltpilzen. Sie trenne sich ftetS auf. Richt ist bei ihnen beftändig als der Wechsel Ueber die Ziele deS AnaichiSmuS herrscht dieselbe Ma?nigfaltigkeit. Da ist die bakuniftisch. russische Sp,eieS, welche den Staat verabscheut, aber für den Mir", die emmuift,lche k'Ksche Dorfgcmewt. &u!tuS treibt. Da ist die Proudhon'sche franzö stscbe Spielart, die sich bei näherem Zus.hen als idealifirte KleinbürgerGesellschaft, verbrämt mit Schulzevel'tz'schem Genossenschaftswesen, darstellt Da , ferner der von Jobann Most erfundene eommuniftische Anarch'Smuö", ein unmöglicher Bastard von SozialiSmuS und Individualis mus. Dann giebt eS noch reine Indlv'dualiften", die auf Mor Stirner und, wenn sie Englisch verstehen, aus Herbert Spencer schwören. Kurz, ine . . . ' innemiqim oe, Programm, uns oer Anschauung eistrt da nicht, kann nicht T. Uebereinstimmung, aber auch retnesweg vouktänbig, herrscht AtfxtA tinf N lt Kam Vi tt Ms U Mf . HW Itt VU UHU, . . ' sah der Staat" abgeschasst- werden soll. Aber ThomaS Jefferson hätte oaS auch gerne gewollt Sr erklärte bekanntlich, der Staat sei bloS der Menschen Laster und Schwächen halber a. Da er ihn aber nicht ganz abichffen konnte, so wollte er wenigstens .i I - X t . AI 4 L . ' lU W(UI uiuuiibj viaai yaoen. "a&3'ffso" knnr. K. 11 X.iiXt.:. ... v . wuy.iiw nuiuauojicu. zu oc M. AtM . ftnire n, was Anarchismus ist. werden lote Delegaten in Rom wahrscheinlich oavon ablassen und ihrem Polizeilichen Charakter gemäß sich mit einer dehnbaren Phrase über diesen Punkt wegsetzen und Handlungen als anarchistisch bezeichnen. Der Yaragraph welcher dabei herauskommt. dürste dann ungefähr wie folgt heißen : Wer, in der Abficht, die gegenwärtige Gesellschaft umzufiurzen, zu Unruhen, Widerstand, Diebftahl, Raub, Mord. (folgt daS ganze Strafgesetzbuch) in Worten oder Schrift aufreizt ; wer in sg Jhstch. Verbindungen stiftet ober ihnen beitritt ; wer in solcher Absicht verbotene Handluvgen begeht, soll als Anarchist angesehen und naZ Cayenne, Srythräa, Kamerun, Gibt. I . . fcr...fl-f ft V. .l-.lX-.i IttM .v. ifi VW WMy(UUt, geköpft oder garottirt werden." AIS S'gäazung kommt dazu die Polizei liüe Ueberwaünna. Abschiebuna. 3lo
lirung, Verbote von Zeitungen, Ber-
einen ete. Und gebandbabt würben solche Beschlüsse selbstoerlländlich gegen alle Gegner der jetzigen Ordnung." Der Anarchismus steht in jedem Lande in einem umgekehrten Verhältniß zu der Zahl der Volksschulen und der Höhe deS Arbeitslohnes Italien und Spanien, verrottete Länder, stellen daS Haupt-Sontigent. DaS schließt nicht auS, daß eS auch einige hochgebildete und reiche Anarchisten giebt, die Ideologen deß Anarchismus Aber diese stechen nicht Präsidenten und Kaiserinnen todt; sie erde in gebildeten Kreisen" als interessante Srscheinungen" bewundert und' die Volizei thut ihnen mchtS. Wenn die Regierungen und die herrschenden Klassen die Richtung deS Gewalt-AnarSiSmuS in der sozialen Bewegung beseitigen wollen, so giebt eS dafür nur daS einzige Mittel der ivtelektuellen und wirthschaftlichen Hebung der Arbeiter Und wenn sie daS nicht thun, so werden sie ihn mit Volizeimaßregeln und drakonischen Gesetzen auch nicht loS werden. Vollends werden sie sich die persöaliche Gefahr nicht vom Leibe halten können. SS bat aristokratische, libe rale und demokratische Attentäter ge geben und einzelne Fanatiker werden auch in der sozialen Bewegung 'sein Etwaige Attentate werden eben die Leute, welche oben stehen, mit philoso phischer Resignation alS Risiko ihreS Geschäfts" oder ihrer Stellung hin. nehmen müssen. (Phil. Tagbl ) -9Drns)linid)iif)leii. ' Wetterbericht. SöSneS Wetter heute und morgen Höchste Temperatur innerhalb der letz. ten 1U Stunden 31 Grad, niedrigke 23 Grad5 Sie wollen heim. Washington, 30. Nov. DaS Verlangen der Freiwilligen-Regimen-er nach .Ausmusterung und Heimkehr wird' allgemein und dringend. NirgendS wollen sie länger im Dienste bleiben, und reguläre Truppen müssen bereit gemocht werden, um in die jetzt von Freiwilligen besetzten Garnisonen einzurücken, sobald der Kongreß die neuen Armeepläne bewilligt hat. Die jetzt schon soweit wieder completirten und erholten regulären Regimenter werden alsbald nach den Eolonien ab. gehen müssen. Zweite Wind - Auslage. Rew. Sork, 30. Nov. Auf', neue begann heute Nacht der Sturm mit Hagel und Schnee ; wieder ist der Verkehr vielfach unterbrochen. General Gomez bettelt für seine Landsleute. N e w L 0 s k, 30 Nov. General Gomez von der kubanischen GeneralKommission, bat Herrn Barton vom Rothen Kreuz um Hilfe für etwa 4500 Familien bei SanetuS Spiritus. Nrd Euba, die buchstäblich gar nichts zu leben haben., und die. sich auS der Stadt schon entfemt haben, weil sie dort auch nichts hatten. Herr Barton versprach Hilfe, einte aber mit Recht, es würbe nur ein Schlag ins Wasser sein. SS müßten andere Zaftände geschassen werden,, und daS könnte nur die Regierung, thun. DaS Rothe Kreuz setzte sich sogleich mit dem StaaiSmivikerium in Verbindung, und Gen. Gomez wird dem Präsidenten die Sache persönlich unterbreiten. . Gin Humaoer. Chicago, 30. November. Herr SbortaL, der Präsident der Sllinoiser Humane Society" befürwortet die Einführung der Körperstrafe und die Errichtung von Auspeitsche - Stellen. Da will er Tramps, Vagabunden, Lumpe und Solche, die ihre grauen mißhandeln, verhauen lassen. Er will bei der Legislatur bezüglich seiner hu manea Idee vorstellig werden. Ohio'ervergleute n nruhig. M a s s i l l o n, O.. 30. November. Präsident Morgan von der DikriktS-BergmanvS-Organisation, hat aus den 12. Dezember die Minenarbeiter von vier Kohlendistrikten nach dieser Stadt zusammenberufen. Da kürzlich die Beamten der Nationale BergmannsUnion hier getagt haben, so sind di,
hiesigen Minenbefitzer einigermaßen in
Angst vor einem beabsichtigten Streik. Mlll Ein wahnsinniger Wütherich. Dubuq ue, Ja, 20. Nov. Tillie, die Tochter deS Farmers Zoh Groß bei Decorah, wollte daS Elternhaus gegen den Wille ihreS VaterS verlassea. Sie mußte auf seinen Befehl heute Morgen erst sein Testament schreiben, worin er den VermögensAntheil der Tochter auf die Mutter überschrieb. Sodann hieb er mit eine Prügel auf daS Mädchen ein. Der Bruder wollte ihr beisteben; aber, der Vater veijzgte ihn, ergriff ein Gewehr, schoß seine Tochter dured Kops und Leib und schlug sie mit dem Kolben vollends todt. Dana bolte er ein anderes Gewehr und erschoß sich selbst. Seine Frau war noch zur rechten Zeit auS dem Hause gelaufen. In Green Tree erschoß der Farmer Friedrich Martzen auS unbekannte Ursachen erst seine Frau und dann sich selbst. Noch mehr Verunglückte. Boston. 30. Nov. SS scheint, daß die Zahl der mit dem Dampfer Portland verunglückten Personen bedeutend geringer geschätzt wurde. alS sie ,n Wirklichkeit ist ' Man spricht jetzt von ungefähr 1öS, Passagieren und Bemannung. ES ist unmöglich die Zahl ve? gescheiterten Sch'sse mit nur an. nähernder Sicherheit anzugeben. Nochm als ein Sturm. Boston, 30. November. Ein neuer Nord-Oft-Schneesturm begann heute Morgen um sieden Uhr bei hef. tigem Winde. DaS wird den BergungSarbeiten an den Stellen, wo Schiffe gescheitert find, sehr hinderlich sein. ' Nach Hause. Havana, 80. Nov. Marschall Blaveo reifte um 10 Uhr per Dampfer Billaverde nach Spanien ab. - O ö s e Stimmung. Berlin, 1. Dez Man ist in Berlin sehr ausgebracht über die Rede deS österreichischen StaatSminifterS. Graf Thun-Hohenfteia, im Reichsrath, womit er die Interpellation betreffs der Ausweisung von Oefterreichern auS Preußen beantwortete, und von Repressalien und dergleichen sprach. Die Bosfische Zeitung", die von Anfang an die Ausweisungen mißbilligte, fängt nich'Sdestoweniger sogleich Feuer und leistet sich einen hochpatriotischen Artikel. Da Graf Hodenstein sagte, er wisse daß der Minister de Auswärtigen, Graf GoluchowSki, mit ihm übereinstimme, fragt die Vosftscbe Zeitung", ob der Minister vielleicht eine Auflösung deS Dreibundes im Auge habe, und ob der neuliche Besuch de, russischen MinikerS deS AuSwärt,gen in Wien mit der Sache in Verbinduvg stehe. Deutschland sei im Stande sofort neue BundeSzenoffen zu finden, ja eS könne sich sogar ohne solche selbst beschützen, venn'S nöthig wird." Andere Zeitungen warnen die ökierre,ch,schen Minister und erinnern sie daran, daß gegen die 100 000 Deutschen in Oesterreich, sich 200 OOOOesterreicher, in Deutschland befinden. Ein Minister hätte daS bedenken sollen, ehe er Drohungen auSstieß. , ,,, Weizenernte in Auftralien. Sydney, N.'S. W., 1. Dez. Nach den letzten Schätzungen wird die Weizenervte dieses Zahr die vorjährige um 1,690 000 Bu. übertreffen, und es erden 2,260,000 Bu. für den Export verfügbar sein. , ,,, verlangt Lösegeld. Madri d, 30. Nov. Die Regierung hat von den Philippinen die Nachricht erhalten, daß Agniaaldo $1,500,000 LSsegeld für die gefangenen Mönche verlange. , ,, , Die Friedensartikel. Paris, 30. Nov. Die dreizehn griedenSartikel zwischen den ver. Staaten und Spanien haben folgenden Inhalt: 1. DaS Aufgeben, der Souveränität über Cuba. 2. Abtretung von Porto Rico und anderen westindischen Besitzungen und der Ladronen-Zasel Vuau.
3 Abtretung der Philippinen.
4. Details der Räumung der Philippinen. 6. Verpflichtung Amerikas bis zur Ratisikation deS Vertrages die Ordvuvg auf den Phil'psirien zu erhalten. 6 Entlassung aller KriegSgefangevea. 7. Abtretung der Carolinen-Zafel Kulae.. 8 Gegenseitiges . Aufgeben aller Entschädigungsansprüche. V. Einführung von NeligiontfreiHut aus den Earoliven. . - 10 Verleihung von Kabelrechtea an Amerika. 11 Entlassung aÜer volitlsöen Gesangenen auf Euba und den Philippinen. ' lS. Einführung der. Politik der offenen Tdüre" auf den Philippinen und Garantie derselben sür Spanien aus zrrölf Zahre. 13. Wiedereinführung aller durch den Krieg uuterbrocdenen Verträge. . Die Earltften.Gefahr. London, 1. Dez Der Correspondent der Daily Mail schreibt von Vlarritz: Sagosta giebt j'tzt zu. daß die größte Gefahr ,n Spanien im CarlikmuS besteht. Man befürchtet sehr einen Aufstand. Die Regierung hat 140.000 Mann in Bereitschaft, m einen Ausstand zu bekämpfen und wird bald 200.000 haben. Der Papk hat mit Bewilligung der Königin - Regevtin Unterhandlungen mit Don CarloS angeknüpft und schlägt vor, daß Don Zaime.der Sohn des Prätendenten die Prinzessin Marie von Oestreich Heirathe. SucanuS will resiguiren. v e r l i n, 30 Nov. SS verlautet, baß LucanuS. der Chef deS kaiserlichen ClvilkabinetS, refizmren werde, indem er verantwortlich für daS ominöse Telegramm deS Kaisers an den Regenten von Lippe-Detmold ist. , .D e u t s ch l a n d ö W ü n s ch e. ' London,! Dez. Der Berliner Korrespondent der Daily NewS" meldet: Deutschland unterbandelt in Washington wegen der Anerkennung der Rechte'Deutschland auf den Sulu Inseln. Die Unterhandlungen find freundlich. Deutschland wünscht in völligem Einveiständniß mit England und den Ber. Staaten zu handeln. Ich glaube, daß es richtig ist, daß Deutschand einen annehmbaren Preis für die Caroliren bezahlen will, eS wünscht ''er nich'S zu thun, waS seine freundl'chen Beziehungen zu England und den Bereinigten Staaten beeinträchtigen könnte. ,,, Provisorischer Ausgleich Wien. 30 Nov. Die Neue Freie Presse"- meldet, daß Baron Bavssy, der ungarische Premier einem provisorischen Ausgleich mit einer Verlängerung deS StatuS quo zugeKimmt habe. Csi)iuinairtaU8 Angekommen in: QueenStown: Germanic" von New gork. Neapel: Fürst LiSmaick" von New gork Liverpool: Laurentian" von Montreal. Rotterdam: Statendam" von RewSork. Kopenhagen: Hekla" von New gork. Baltimore: Dresden" von Bremen. . London: Minnesota" von Philadelphia. Bremen: H. H. Meier" von New gork. Glatgov: Anchoria" von New Sork. Genua: California" von New Sork. ,, m allerlei. Auf der Kanzel wurde der Methodistenprediger Füller RhoadeS cUs vtäuder und Pferdedieb verhaftet. Während der Seelenhirt" der gläubigen Gemeinde Buße und Umkehr predigte, erschien ein Sheriffsbeamter, paate den Pastor beim Kragen und erklärte den überraschten Nirchenmitgliedern, daß der vermeintliche Gottesmann ein arger Bösewicht sei, der deZ Nachts mit einer Räuberbande im na- ' hen Indianer - Territorium auf Vker-
, deölednabl ausnebe und cmiuuu.
! derer an der Landstraße beraube. 'Auch j in Wichita habe er einigen Bürzern die I besten Pferde aus dem Stall gei.lohzen. Im Verhör gestand .Panor" hoabes, daß er Mitglied der Banditen! cyaar des Räuberhauptmanns Williams ge- ! wesen sei und auch Pferde geoy.en habe. Bor vier Jahren sei er jedoch bekehrt und ein frommer Christ geworden. In Süd-Dakota, wohin cr sich nach Aerübung vieler Räuberthaten geflüchtet hatte, sei er unter die Heilsarmee gegangen und habe reuevoll den alten Adam abgelegt. Spater habe er sich zum Methodistenprediger ausgebildet, und als solcher' sei er nach Wichita gekommen. Die Behörden aber wollen Beweise dafür haoen, daß ver Pastor ein rückfälliger Sünder ist, der das Pferdestehlen nicht laen kann. Wegen Wechselfalsch ungen und Veruntreuungen wurde vcr einiger Zeit Bankier Ultsch in Regensbürg verhaftet. Seit der Verhaftung hat es sich herausgistellt. daß es sich um wesentlich mehr Fälle handelt, als ursprünglich angenommen worden war. Die in Frage kommende Summe ist 160,000 M. Auch Depots hat Ultsch angegriffen. Als Geschädigte erscheinen Geschäftsfirmen in Regensbürg, Berlin und Frankfurt a. M. und mehrere Privatpersonen. Der Vorfall erregt allgemeines Aufsehen, um so mehr, als Ultsch, der 36 Jahre alt, verheirathet und Vater von sieben Kindern ist, nur seiner Familie lebte und ein besonderer Aufwand von dieser oder von seiner Seite nicht bekannt ist. Unglückliche Spekulationen dürften, wie meist in solchen Fällen, den strafbaren Handlungen Ultsch's zu Grunde liegen. Verschiedenen Anzeichen nach wollte sich Ultsch von Regensburg entfernen, wurde daran aber durch seine Werhaftuna verhindert. Die Frau hatte von den Manipulationen ihres Mannes keine Ahnung. Ein Herr aus Herbede schickte seinem Freunde, der beim Feldartillerie - Regiment zu Wesels eine Uebung als Unterofficier absolvirte, ein Fäßchen Bier als Geschenk, welche Gabe denn auch bei den Söhnen des Mars allseitige Anerkennung fand und schnellstens vertilgt wurde. Wenige Tage nach beendeter Uebung erhielt der Unterofficier nun aus Wesel einen Brief, in dem ihm daS Ober bürgermeisteramt zu Wesel mittheilte, daß er sich der Steuerhinterziehunz schuldig gemacht habe; auch wurde er ersucht, schleunigst den für das in Wesel eingeführte fremde Bier zu erlegenden Steuerbetrag einzusenden. Da nun die Steuer 63 Pfennig für das Hcctoliter beträgt, das Fäßchen ndzr nur 35 Liter enthalten hatte, so betrug die ganze nachgeforderte Steuer 23 Pfennig, die denn auch alsbald in Briefmarken mittels eingeschriebenen Briefes nach Wesel abgesandt wurden. Berechnet man nun, daß das Oberbürgermeisteramt zunächst einen mit 5 Pfennig frankirten Brief an den Unterofficier in Wesel sandte, der aber, da dieser bereits abgereist war, mit 20 Pfennig frankirt diesem in seine Heimath nachgesandt wurde, so legt Wesel noch 2 Pfennig zu, abgesehen vonMühe und Arbeit sowie Papier u. s. w. Die Hauptsache aber ist: Ordnung muß sein und wenn auch daS Einheizen theurer ist als daS Backen. Unter den seit einigen Wochen sich mehrenden Räubergeschich. ten auS Sicilien und Sardinien hat besonders die Nachricht Aufsehen er regt, daß die berüchtigte Banda Maurina, die man seit zwei Jahren vernichtet glaubte, wieder in der Gegend von Mistretta aufgetaucht sei. Diese Räuberbande, die besonders die madoNischen Berge im Nordosten Sicilienö unsicher machte, war im Kampf mit einer Familie Leanza aufgerieben worden, und nur ein Mitglied der Bande Namens Caudino blieb verschont, weil er in jenen Tagen krank zu Hause lag. Infolge der Zeitungsnachrichten über das Wiedererscheinen der Bande, erhielt nun der in Palermo erscheinende Corriere dell' Jsola- einen Brief von Caudino mit dem Poststempel Petralia Soprana; darin erklärt derSchrei. ber jene Nachrichten für freche Lügen, ausgesprengt von der Familie Leanza, die sich fürchte, in den Wald zu gehen. Caudino fordert die Grundbesitzer auf, ihm zu bezeugen, daß sie keinerlei Belästigung von ihm erfahren haben, und versichert auf seine Ehre als redlicher Mann," daß er sie auch weiterhin respektiren werde, falls sie nicht Verräther werden. Er schließt mit der Aufforderung an die Bewohner, ohne Scheu in die madonischen Berge zu kommen, und an die Reyieruna, sich die Mühe besonderer Polizeimaßnahmen im Umkreis von Mistretta zu ersparen. Für die Veröffentlichung' seines BriefeS im Corriere- legte der edle Räuber 5 Lire bei. Die Zeitungen b'ätten aber zweifellos auch ohne dies seinen Brief abgedruckt. IIIH Rheumatismus im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Slbogen oder Handgelenken ensteht durch zu viel Säure im Blut. Hood'S Sarsaparilla Heilt RheumatiSmuS. Hood'S Pillen find die beste Nbfübr-und Leber-Medizin für gamiliengebrauch. 25
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