Indiana Tribüne, Volume 22, Number 69, Indianapolis, Marion County, 27 November 1898 — Page 10
S. ' V
v ..;
andwiirmer. Öln Vandwrm. wentzstens l8??uß lang, kam zu taae. als ict, jroei (iatfcaxetS genommen, tt War sicherlich die Ursache für mein schieftte Besin en während der letzte drei Jahre. Ich nehme noch iatcareit. da einzige Reinigungsmittel, lai die B 4 tan g vernünftiger Personen verdient." Geo. 33. Bowle, and, Mass. agenebm. fnia6aft, wirMarn. Schmecken gut. reun gut, rnacben nte tiant eCtr (cöipatt), ernriadjca teUie crnaitn. ioc,2Dc,3uc Heile Verftopfnng. lUtUat Bdj Coapaay, Clilcavo, X.atrval, Hw Y.rk. 313; Tn Tst U 4 P frertanft und garantiert von all tpotM ,ur Heilung rer Tadals gnvoljnyett. Dle Office vo Dr. Ä. PINK und Dr. C0LE, " befindet sich in No. 34 Ost OK so Straße. Telephon No. 927 wie bisher. a c.evertk, Deutscher Zahn - Arzt. No. Zj'Nord PennsyZvül:ia Str. a hb suf ?!:rtö nnaewandt. Dr. Louis Burekhardt. No. 1134 2ut Meridian SZraße. Svrechstunden: 8 Morgen und 7 bead. Willoughby Block. 24 Nord Meridian Straße. Sprechstunden: i 4 Nackzmittogß. Tel. 222 Z. Dr. Wühler, 120 Sst lÄcCnrty Str. Sprechstunde., : 6 biZ V Uhr Vorm. ; 2 dtt 3 . h? Nachm. ; 8 fctt 9 Nbr Sbendö. Telephon 1440. teiaundm: 3S?rir.taa5 :n cratttaal. WALTER FRANZ, ZäZZtt'N?Zt, No. 90 Ost Market Strbe. Coffin lock. Zimmer 43. Offtee.Stunden: bi 1215m., 11(1 5 Um., 7 Hl 9 bend. Sonntag oon lu Nhr Bm. bt 2,Ut)t aMflfltMHW "In 14 Chinfcnt n'iMt GnnarrliR vnt 'ucruigauf n u:in laancn durch GentaI!D1t nii ßthobrn ohne Undkq iemlickikeiKn. Preil $1.00, bei allen Trnigisten oder P. O. Vor t. en flotf. . .. ymzt ' isryr?:: Alle Teutschen Ninken Seel'ach's Thee. (Deutsche Schweizer Äräute ) Er itseittzt ridve. reinigt B M ,-n. ttjalitt bi ?f fiorft bli w. bksSrdnt Stuhlgang ; ctsoudtrl Ilrnite zu empfehle. Psftfrit Vk, Ngenten eclangt. B. 3sdaen. Peru, Jll. M4. 50 YEARS' V- EXPERIENCE D X" A Trade Marks Designs Copyrights Ac n Anyn iensllng sketcb nd dcrlptlon tn.f inlekir scrtalra oar opinlon tne wh.toer a nr.ntlon ls probtblT patcntabl. CoxnHiomcfc tiotu ttrtctly conOdentlaL IlandbooE on f atcni unt fr& (iiiiMt mrnncT für aecurtnr patenu. Patent taken throash Mann & Co. r.celr ipeiai notier, wittaout cbrve. In tta sciemmc ütsierican. A bandsomelr Ulantrate! weeklr Ijtnrewt rrrTerms. 13 enlation of anT .clentifle loornal ttr; Tour raontUS, lU SSOia Oj au mmunuem r,ü!III&Co.38,Broadwt''!lewYork Bnucb Offlo. CS T Pt. Washington. D. C X2S3S2ScS?"5aäS SfIKCE TR'EG, äWÄi- CSEO. 3 1 oar raontus, $L 8old by all newadaler. cu e-? f ?i:;t . -". . ' i4b fclabM ,T-f ' " ' J" r1- - f - . voi ! j v(irjT. i;itANiM küA'' BAR FIXTURES, j OÄir4 EOAnDS? ANDAt S Tlfi. ZtuQt Braus, üuu&isf' j nicket ond ol! Kltchcr &?d Plotoü Utensil Vood, MarbUnP celain, tltc CCORCS WM. HCrFJVTAH j sl. Ka9fc2xel7r aA4 FxtvriVJt . ZSS CrrV(A8Nti70HST.iaiAP6Lra THE BAH-KEEPEIiS' FRlE'iB. eiszs2S2S25 cätascszsasssassa .1 MMf V' - Zum Verkauf in Apotheke 25 (Xentl per Pfund. FRED LAGLER, Kach folgn 0 Hern iiak, flo. 15 Zöv llaoam Strafte. 'DrttnofÖdölrifsfötabUffemetit Saslrmrfict für Barbie, Scheeren, Clip .hi stA Atxuraifcfie Instrumente w-rde U.n,i iinh öut aeschliffen. Ulf Uiltil ' '
stXS LAX I R iV BON-BON3 VM d&&&3ix&J& lA.-SkJ MANOei-S MRKe cesi01CPT gf 'AMSB
(WW)
T I 1
i mm
y
r
??WMMz MWtM N Z C M RArrV .4V'iiS l? 6H itSTSiUlS fjFi 3 'ij vT ? -3 I T i k V "n j . ü j I? 4 i .1 cV& WlMWÄM
A.
s
1 -. j n rt -ri . 1 u a Z
1 1 r a ä 18
R rllÄL JUUti
- :4v:? iv.;.vvv.
Verörudriung. 5umoreö'e von K. E. LaranzewitsS. An jenem Abend, eZ war jour-fixe in der Familie Podopenkin, spielte Alezei Fedorowitsch seine Kartenpartie zerstreut und sichtlich mit Unlust. Das war beinahe einEreigniß und es mußte etwas ganz Besonderes vorliegen. Das kam aber so. Kaum hatte Alezei Fedorowitsch sich an den Kartentisch gesetzt, als er durch ein interessantes Gesprach, das im Salon geführt wurde, sich abgelenkt fühlte. Es war sogar eher eine Rede als ein Gespräch. Der Redner war ein unbekannter Herr, den er früher noch nie bei den Podopenkins gesehen hatte. Alexe! Fedorowitsch warf einen flüchtigen Blick in den Salon und fragte den Hausherrn nach dem unbekannten Gaste. Ach der! Das ist Burawtschikoff!" antwortete der Hausherr. Der Landarzt. Er ist nach Petersburg gekommen. um irgend welche medizinischen Instrumente einzukaufen. Wir sind Schulkameraden vom Gymnasium her. ... Nun, wer gibt?" Es war Alexei Fedorowitsch, und daZ Spiel begann. Dessen ungeachtet hörte Alexei Fedorowitsch die -ganze Zeit nicht auf zu lauschen, was im , Salon geredet wurde. Der Landarzt sprach verdammt gut und überzeugend! Keiner versuchte es auch nur. ihn zu -widerlegen! Alle hörten aufmerksam zu. Nur die Hausfrau unterbrach ihn zuweilen und entgegnete etwas, und Alle fühlten, daß das nur der Form wegen geschah, um den Nedner anzuregen. Sie sind doch manchmal sehr gewandt, diese Haus frauen! Nun, und reist er bald fort. Dein Landarzt?- fragteAlexei Fedorowitsch, indem er seinen Stich an sich nahm. Ich weiß nicht ich glaube morgen!" antwortete zerstreut und widerwillig der Hausherr, der ganz in sein Spiel vertieft war. Er wird Dich also nicht mehr besuchen?" Nein, nicht so bald. Was zum Teufel thust Du? Das ist : ja Trumpf!" schreit der Hausherr, roth vor Wuth. Ja so hm verzeih' Und Alezei Fedorowitsch .wendet wieder dem Spiel seine ganze Aufmerksamkeit zu. Aber bald fängt es an, ihn zu langweilen. Hol' der. Teufel das Spiel!- denkt er. Wir spielen fast jeden Tag. Ich will 'mal lieber ein wenig diesen Doctor anhören gehen." Im Salon, wohin er sich begab, hatte sich die ganze Gesellschaft, meistens Damen, um einen großen runden Tisch gruppirt. Die Herren standen abseits, in einzelnen Gruppen, und rauchten. Noch immer redete Burawtschikoff, ein großer, hagerer Herr mit struppigem Vollbart. Alezei Fedorowitsch setzte sich in eine Ecke deö SalönS,,, rauchte
eine Clgarre an und begann zuzuhoren. Sie bemerkten soeben, mein Herr," wandte Burawtschikoff sich an einen kleinen, kahlköpfigen alten Hec:n. der ihm während seiner Rede immer giftige Blicke zugeworfen hatt:. Sie bemerkten eben: so machen es Alle. Ja, erlauben Sie, daö ist ja ebn das Schlimme, daß es Alle so rnäich'ii". Sie sagen: nrir sind Heerdenmenschen. Ich Bitte S'.e, da? ist doch keine Eüischuldigung! Wenn der Eine so spricht und so'haudelt, muß ich es denn durchauS ebenso machen wie er? Kann ich denn, wenn ich'- meinen eigenen iVerstand, wenn ich selbst Herz. habe,, kann ick denn nicht auch nach meinem, eigenen Ermessen handeln und auf meine' Weise für den Anderen das thun, was ! ich für nöthig halte?" ;. Erklären Sie sich deutlicher, bitte. Herr Burawtschikoff!-' lispelte die Hausfrau sanft. Wir erstehen nicht!- - Der alte Herr wollte auch eiwas sagen, konnte aber nicht, da er zu stottern anfing. - . Was verstehen Sie nicht?- kife:te Burawtschikoff.' 'Brauchen Sie Beweise, Beweise? Tausend für ?inS könnte ich Ihnen anführen, aber, wozu das? Wir fühlen es Alle, wir wissen eS. -dafr . wir. nur nach der. Routine leben, aber wir haben eben nicht den Muth, mit ihr zu brechen! Sehen Sie doch, w?e viel Intelligenz sich be: Jhnen, in Petersburg, angehäuft hat! Es wird ihr schon zu eng. zu dumpf hier. Die freien Stellen, die Gasen reichen nicht mehr aus! Und im weiten Rußland ist eS ganz leer! Nirgends ist ein ordentlicher Techniker auszutrel ben, der Landarzt muß sich in Stücke reißen er ist nicht einmal im Stande, alle seine 'Kranken zir bestchtigm, vom Kuriren schon keine Rede! .New. zu unö müssen Sie kommen, auf's Land, in'S Dorf, dort wird Jede?:eine Thä tigkeit finden!- . . Alexei Fedorowitsch . rauchte und sann nach. Es wehte ihm etwas Frt sches, MuthigeS auS der Rede des ArzteS entgegen. Der Doctor hat Recht! dachte.'er. Unbedingt Recht! Was sind wir für Menschen, wie leben wir? ' Ich selbst, zum Belspiel. was thue ich? DeS Morgens in den Dienst, und daS auch , nur per Droschke oder Pferdebahn; dort fertigt man Papiere, Dokumente auS, dann kommt man nach Hause, ißt zu Mittag. Nach dem Mittag: em Schläfchen dann y:e Kar, tenpartie, und so-Tag- ausaa ein. Und womit ist der Kopf beschäftigt? Mit nichts! Man stumpft ab, wird zur Maschine. Aber waö für eine Thätigkeit, Doctor, meinen Sie? fragt me HauS frau. und fallet sogar flebend die Hände zusammen. WaS für eine Thätigkeit soll man denn dort, im Dorfe, ergreifen?- ' : Ja, ja, was für eine Thätigknt?rufen die Damen der Gesellschaft durcheinander. . WaS für eine Thätigkeit?- Nach den Myrten des Doctori fand üü ein
weites Feld: "Die 'Dorfklnlier unterrichten, die Bäuerinnen kuriren, endlich Gemüsegärten anlegen, äussren, ernten, sogar Pflügen. Das findet Alles den Beifall der Damen:, säen, ernten, aber - pflügen? Dagegen erhebt sich bei den Damen heftiger Widerspruch, und lebhafter Wortwechsel beginnt. Der Doctor muß endlich zu-
geben: das Pflügen sei allerdings mehr eine Thätigkeit für Männer. Der Streit wird durch die Einladung der Hausfrau zum Imbiß unterbrochen. Bei dem Gedanken an das Abendessen hellen sich die Gesichter der Streitenden auf. Beim Abendessen macht Alerei Fedorowitsch, der neben dem Doctor zu sitzen kommt, dessen Bekanntschaft. Nach dem sechsten Schnaps sind Beide in lebhafter Unterhaltung begriffen und Burawtschikoff klärt ihn über die Thätigkeit eines intelligenten Menschen :m Dorfe auf und rühmt das ruhige hygienische Leben im Schooße der Natur". Alerei Fedorowitsch stimmt ihm zu und wird ganz gerührt bei dem Gedanken an das Landleben. Nach dem Abendessen erhebt sich Burawtschikoff. knöpft seinen Rock bis oben zu, und nähert sich der Hausfrau, um sich zu verabschieden. . - ; Wie, Sie wollen schon gehen? Blei ben Sie doch noch etwas!- - sagt' die Häusfrau, indem sie die Augen, die ihr vor Müdigkeit zufallen,' gewaltsam aufreißt. Und Sie . auch?- wendet sie sich an mehrere andere Damen und Herren der Gesellschaft. Aber so bleiben Sie doch noch, meine Damen. meine Herren, ich bitte Sie!Die Damen und Herren aus derGesellschaft verabschieden sich und drangen in wirren Gruppen dem Vorzimmer zu, wo em verschlafenes Stubenmädchen mit brennendem Licht sie erwartet. Der Hausherr und die Hausfrau überreden die Gäste, im üblichen Tone deö Bedauerns, ., doch - ja noch einige Minuten zu bleiben. Während dessen hat der Hausherr es schon bemerkt, daß irgend ein Gast mit seiner Cigarette ein Loch in die Tischdecke 'gebrannt hatte, und da er den Thäter nicht kannte, so wünschte er im Stillen alle diese Zour-klxe-Gäste zum' Teufel. AlleS drängt nun in hellen Haufen die Treppe hinunter.- Alezel Fedorowitsch geht mit dem Doctor. An ider Straßenecke müssen Sie sich trennen. Der Doctor reicht ihm die- Hand, Alexei Fedorowitsch will ihm noch etwas sagen, aber Burawtschikosf zieht sich den Ueberzieher über die Lhren und entfernt sich mit großen Schritten. Seine hagere Figur taucht noch einmal im Lichte der Straßenlaterne auf und verschwindet dann im Dunkel. Alexei Fedorowitsch seufzt tief duf. so daß sein feistes Väuchlein wackelt, und. schreitet weiter. Er überlegt bei sich eine sehr ernste, wichtige Lebensfrage. WaS soll er thun? Soll er. bei der früheren Lebensweise bleibe mit all' der Oede und Abgeschmacktheit der dienstlichen Routine, oder sich mit einem Male entscheiden und ein neues Leben. anfangen?- Ist es aber- nicht schon zu spat? Nem! Er ist m. noch nicht fünfzig Jahre alt und befindet sich, was man so nennt, im besten Mannesalter-. Soll er in'S Dorf flüchten? Ja, ja, dorthin! Um. sich endlich loszumachen von all' dertödtenden Langeweile diese? lour-uxes. dieser Klatschereien, dieses stumpfen Lebens, schon allein um seine zerrüttete Gesundheit herzustellen. Zum ,'Beispiel, habe ich zetzt viel getrunken? denkt bei.. sich... Alexei .Fedorowitsch, '.sechs Schnäpse und ein (Bläschen Rothwein, und .schon fällt mir das Gehenschwer: Kürzathmigteit.' Müdigkeit die. Füße wollen' nichtl vorwärts.' Nein,,' von morgen an will ich eine andere Lebensweise - beginnen, 'aber 'heute...... Droschke! . . 'Wohin befehlen Die?- , t Kasattskaja! Dreißig Kopeken'.- . Jawohl!- AlexeiFedorowitsch setzte sich., noch immer. , in - Nachdenken, versenken, in den' Schlitten' und hüllte sich fester in seinen Pelz nir..;Dt Fuhrmann zerrte an der Leine "und - der Gaul trottete davon. .'Alexei Fedorowitsch konnte., die Gesichtsige des Fuhrmanns .'nicht, untktscheiden, da dieser. die.Pelzmütze.t.ief über die Ohren gezogen.hatte und seine.untere &t 1 "f 1 - . . c? Jr 1 . m 1 uQ!&iysli IC von ' einem : oillzieil. , ai! überwachsen.war. Aber Alexei Jedorowitsch ' s ah -den Rücken des RosselenkerS und dieser - Rucken srappme ihn durch ' seinen riesigen Umfang. ' Der echte Bauerngeruch entstieg !hm.?Dieser brave, russische Rücken!- brummte gerührt- Alexei. .Fedorowitsch. ' : Und welche Breite! -Rein, man' sage, waS man will, es ist doch ein tüchtige Volk, unser russisches!- ..: Ueber en Rand seines Pelzkragens begann er t, die Vorübergehenden zu mustern. Alles Russen. - und auch ich bin ein Russe 1" "dachte- et.- in süßer Selbstgefälligke t. Da geht ein Lehr. junge, n Krämer.. ; wie sorglos und i . m t."?fj c -Y-j er beuer ne oremicoauen. .. va un au ernweib. ... Ern prächtiges . Volk ! Die Zukunft gehört ihm!. .Ja, so zusam men iu kommen mit einem, echten ruf stschen Bauern, ein . oder . zwei,! Gläöchen mit ihmzu leeren,, beim Thee mit ihm zusammen zu schwatzen über dies und jenes lauter interessante Dinge er wird seine ganze Seele einem offenbaren tal ' ' , Der Gaul, trottet schläfrig weiter, die Schlittenreifen knarren im Schnee. Der 5?ubrmann fifet . schweigend, wie eine' Bildsäule auf dem Bock und scheint sogar 'von Zeit zu 'Zeit-leicht emzutticken ' Im.- . dunstrgen vitbtx leuchten die GaLflammchen .wie rothe Vünlte: die dunklen gestalten der Po IUiften stehen ' unbeweglich an den KreuzungSpunkten an.'-HauSthoren . " . w. J - m n R ll.ken.tn thtt i SaaipelZt gevuu, w Hausknechte. Einige Fußgänger hasten eiliS'über.-daS Trottoir. ES ist.katt. düster - und unsernutolls ..'rinaLura.
aber Alexei Fedorowitsch, der von sei'-
nem Biberpelz und seinen Träumereien erwärmt ist, fühlt sich sehr wohl und behaglich. ' - Recht hat er, tausendmal Recht, dieser Doctor! Man muß sich einleben in das Volk, sich organisch mit ihm verbinden, mit ihm verbrüdern, ohne Spielereien, ohne Kunstgriffe, ganz einfach, ganz menschlich! Seltsam! Einen ganzen Abend hat der Doctor geredet und. keiner hat ihn verstanden. Ist denn wirklich eine Verbrüderung mit dem Volke unmöglich? Wenn auch vorläufig nur auf der Basis gegenseitiger Interessen?- . . Alexei Fedorowitsch begann zu überlegenwas das für gemeinsame Interessen sein könnten, die ihn mit. dem Volke verbinden würden, aber es kam Alles so verschwommen und unklar heraus. . Villeicht auf die Weise, dachte er.. Also: der Bauer wird für mich etwas Holz fällen es mir bringen, und ch nun, ich werde ihm, zum Beipiel. dafür eine. Eingabe an's Gericht aufsetzen. . Er. wird doch, denke ich. rgend welche Processe be: Gericht haben?. Nein, das ist doch nicht das Richtige! . vielleicht .so: er wird mir im .Frühjahr den' Gemüsegarten umgraben und. ich. werde . ihm Jm Sommer-dafür beim'Heumahen. . ' . " ; .Teufel! Wo kriechst Du hin! Halt mehr rechts','. Dummloj)f!- ',Die Erwägungen Alerei. Fedoröwitsch's -werden durch; diese .Ausrufe, unterbrachen, der Schlitten halt, plötzlich,' und, durch den.; Ruck. vornübergeftoßen,". prallt er mit der. Stirn gegen den.breltenRucken des. Fuhrmannes.-' Erist' aus seinen Träumereien erwacht.iDas Schimpfen dauert. fort.. ".. '..'., . Selbst Dummkopf! Was fährst Du hinein?-'. ." ? ' Satan!-; Die Fuhrleute haben sich endlich ausgeschimpft und sind an einander vorbei -gefahren.' Alexei' Fedo- , r ' t V m . st- rr romllicy neyr siq um. ine enge iaijc, Gaslaternen PoNzisten, ' Hausknechte. Kutscher!- wendet er sich an den Führmann. ! Aus .welchem 'Kreise tLmmst.Du?'. 7. Au5.'dem Jamburg'schen!- ertönt es vom'Äock. '' - Ich Euer Dorf groß?Ja.--.. :'.'...:'.'. . Und -Du, wie heißt Du?- Der Fuhrmann schweigt' Ein echter russicher Bauer! denkt Alexei Fedorowitsch. Er . liebt es nichts unnützes Zeua zu schwatzen!." . Einfach .'natürlich und schweigsam ! . . Er betrachtet .wieder den Rücken, des Fuhtmantte.s und' je' mehr er ihn betrachtet-desto größere Ächtung empfindet er. vör.ibm Dieser colossale Rücken' erscheint .'ihm .wie ,die Personisicirung alles. Tüchtigen und' Braven zuf.der Welt..'' , Man. nennt mich .Gawrilo'.- .sagt plötzlich der'Fuhrmann. . Aber wozu brauchen Sie das.zu"wissen? - So ich wollte eS wissen. Jeder Mensch. hat.doch . einen .Namen!"' bemerkt tiefsinnia' Alexei Fedorowitsch Vist'.Du. derheirathet?-'. 'Der'Fuhrmann antwortet .nicht, und daSgefäll gerade Alerel.'Fesorowitsch. Eriwili eben nicht,red'endaS ist , Alles Wei weißvielleicht hater irgend.ein Faml liendrama-zu verbergen? "6s'hat Kei ner das Rechte sich in die Seele des An deren zu stehlen. Ja.wir meinen im mer:. er ist em,Bauerund er empsin det-das ' nicht. ,' nein er empfinde Alles sehr gut, vielleicht besser als wir Womit beschäftigt man sich ,dem bei Euch? ' Wohl meist mit .aüswärti gem. Dienst?-' fragt Alexe! Fedoro . 'ie- . , ' . .7 ' . ." .7 . wiicy, in Erinnerung . an einen unlängst gelesenen Zeitungsartikel. Wie?" . Ich meineob Ihr Euch meist nack auswärts verdingt?- . Wie eS kommt Die Emen verdmgen sich nach auswärts, die Anderer, bleiben im Dorfe arbeiten.Jhr , betreibt wohl auswärts ml Fuhrmannöwesen?- Keine Antwort Nun und zu Hause? ,Saet Ihr woh. aus?- , .Ja." WaS denn?-Allerlei.-. Alexei Fedorowitsch lächelte selbstzu frieden. Wir' verstehen einander ausgezeichnet. Ich roeiß doch .mit dem Volke zu reden! . Nun, und. wie ist Eure Wirthschaft? Dreifeldersystem, nicht wahr?". Wie unsere Wirthschaft ist? Na, wie all:!- . ,. . i . Viehstand gut?- Keine Antwort. Habt Ihr einen Fluß?- ,. .Ja. .Fische?" Ich weiß nicht!Um die Verbrüderung vollständig zu machen, fand es Alexei Fedorowitsch für nöthig, . dem Fuhrmann auch eini-zes-über sich mitzutheilen. Weißt Du was, Gawrilo! Ich möchte furchtbar ern in's Dorf! Ja, vielleicht siedle ich -ächstens, über! Was ist. hier Beson.zreZ in der Stadt? Immer irgend :cUn zu Gast laufen, sich in denTbeatern. in den ElubS umhertreiben! Ein schönes Vergnügen! : Die reine Langeweile, sag' ich Dir! Nein, ich habe das Alles satt! Ich will, mich 'mal im Dorfe ansiedeln!Sie haben wohl ein Haus dort?Nein, ich brauche auch keins! Ich werde mich in einer Hütte, einmiethen! Einen Gemüsegarten , will . ich anlegen, Fische fangen, Holz sägen.. Pilje suchen! Eine Kuh kaufe ich mir. Ich will selbst pflügen, in der reinen, gefunden Luft, . eigene,, angewässerte Milch trinken. In seinen Träumereien hatte Alexei. Fedorowitsch es gar-nicht bemerkt, daß er an dem Hause vorbei gefahren war, in dem seineWohnung.' sich befand.. Man mußte - umkehren. - Gawrilo, 'mein Fteund balie ; hier . an: der Laterne,bat Alex et . Fedorvwits A Der Fuhrmann, hielt.: Alexei - Fedorowitsch reichte ' ihm ! einen . Rubelschein - zum Wacbseln. Der' kkubrman. . kannte.
ohne sich zu beeilen, in die- Brusttasche seines Kaftans, holte den Geldbeutel heraus und begann das Kleingeld zu zählen. Nachdem er ausgerechnet, was er auf den Rubelschein herauszugeben hatte, reichte er das Kleingeld dem Fahrgast. . .Was ist denn das?- fragte verwundert Alexei Fedorowitsch. L)as sind ja nur sechzig Kopeken!" ' .Ja sechzig." Ich habe Dich doch für dreißig Kopeken angenommen!" Das ist mir zu wenig. Was sind wir die lange Zeit immer gefahren und gefahren !" .Aber wir hatten doch dreißig Kopeken ausgemacht!- Gekränkt durck, das
Betragen seines lieben Gawrilo. schaut lym Älexe: Fedorowitsch gerade in das Gesicht, das von der Laterne besckienen ist. Unter der riesigen Fellmütze tfW 1 V . m ' . oitai iym oas freche, mit Bart verwachsene Gesicht des in Vetersbura abgeschliffenen Bauern entgegen. ch habe mcht mehr bei mir!" erklärt jetzt der Fuhrmann. Wie? Ich habe es in Deinem Geldbeute! gesehen." Lauter Kupferstücke! So viel bekomme ich nicht zusammen!" , . Alexei Fedorowitsch . ist . empört' Schäme Dich mein Lieber-Du' hist ein russischer Bauer und willst betrügen?" : '. .Ich betrüge nicht! Das 'ist kein Betrug! . Sie haben' Unrecht!- Wit sind die ganze Zeit gefahren und fahren und nur dreißig Kopeken!-Un-sereinen darf man auch, nicht schindend schreit der : Fuhrmann. t Schon .-beginnt sich ringsum Publikum zu sammein. Die vorüberfahrenden ... Fuhrleute nehmen die Partei .Gawrilo'sz: Es werden Vorwürfe laut egen die Herrn, die sich, ohne zu zahlen, drücken wollen-. . . Alexei Fedorowitsch fühlt. daß ein peinlicher Skandal für ihn im Anzüge ist. Er-tritt rasch-wzdie Hausthür ein , und. stürzt rasch :die Treppe. zu seiner Wohnung hinan. Aus seiner Seele liegt eS schwer und' bitter) Etwas schnürt ihm die' Kehle zu und ?uillt in' ihm auf. immer höher und höher, bis ihm die Thränen in die Au gen treten.... . , Die Verbrüderung ist nicht zu Ttand gekommen. p Der verlauste Stammlisch : Man sollte es gar nicht glauben, was heute alles verkaust wird ja, daß man selbst als Gast eines Wir.thsHauses zum . Verkaufsobjekt werden ann. Und doch hat sich dieser junglaubliche Fall kürzlich ..in einem' der bekanntesten Münchcer Eafee-Restau-rants zugetragen.. Auf - einer , Seite des Lokales sammelte sich täglich nebst anderen guten" (d. hviel .verzehrenden . und ' viel. Trinkgeld gebenden) Gästen auch. ein aus zchn.P'ersonen bestehender '.Stammtisch", der dadurch bei allen Kellnerinnen besannt ist daß täglich 2 3 .Mark Trinkgeld von ihm", allein . abfallen. , Die. anderen Seiten" oder Service- in jenem Loka?e' sind . war . auch .nichi schlecht ' in punkto. Trinkgeld, aber jener Stqmmtischseite kommt doch keine 'gleich. .Nun war die glückliche Servierdame" jenes Platzes einmal, trotz ihreS. schönen Einkommens, in, ziemliche Geldperlegenheit gerathen. In ihrer Roth, wußte sie sich nicht, anders zu helfen, alSdaß sie ihre Collegin von der anderen Seite anpumpte.. Lange konnten sie die. geborgten ,200 Mark nicht 'zurückgeben, da sie einen Bräutigam-hat. der noch studirt und schauderhaft.vielGelp-zur Unterstützung für seine tiefgrüiidigen Studien braucht.' . Endlich. machje chr die Gläubigen' ..folgende Vorschlag: .Ich gebe Dir noch 100 Mark .baar, dafür verkaufst Du mir Dein, Service mit dem Stammtisch und übernimmst mein Services . In ihrer Bedrängniß ging die verliebte-Braut darauf ein; der Besitzer deö Gasthauses hatte.gchen den Wechsel auch nichts, einzuwenden und so wurde der Kauf perfektDie Stammgäste aber, wo sich die? brautliche Maid großer Beliebtheit erfreute erkundigten sich selbstverständlich mit großer Gründlichkeit nach der. Ursache dieses Wechsels und so kam eö end lich an das Tageslicht, daß dertganze Stammtisch regelrecht , um .300 Mark verkauft worden, sei. Man, kanw sich die Heiterkeit vorstellen, die diest Enideckung hervorrief:. Schau,: -schaut? rief einer der Aeltesten auS der Cäfelrunde, - da kumma aus mi'- sa no' dreiß'g Markl hatt' gar net glaubt, daß i' für a jung's Madl no' so viel werth bin!" ::.;- In einem Hotel in Vo denbach'an der sächs.-böhm. Grenze.erschoß der insolvente Kaufmann Zehr auS Laun seine Geliebte durch -zwei Schüsse und tödtete sich .dann; selbst durch einen Schuß in den Kop-.Jn einem Schreiben geben die UnglÄlichen an, daß 'sie, nachdem ihreBaa'rs Mittel zu Ende gegangen. seien,""den Entschluß gesaßt hätten, gemeinsam zU sterben.- .. j . ; j j. Ein s e lts ante r Relcht'öweg. Client: ..Waö tbun'wir.nun.' Herr Rechtsanwalt? Nachdem .gegen mttt OfrT! lf...nM.Titotl.rMK. iwitiii vui4t4 itui tiuuyytiy)t tiuvV4 den, daß er mir 10.000 Mark' unterschlagen hat. stirbt .plötzlich - viechtsanwalt: - Ja, mein .Herr, nun geht die ache an das jüngste Gericht zur Aburtbelluna.- - ä r r;l , , , - cZSönbeit fltzt im Olut. ! Keines Blut bedeutet reine 'Haut, Ohne diese keine Schönheit. Catcaretö, Candy Cathartie reinige baß Slut. kräftigen die Leber und k entferen alleö Unreine aus dem Körper, fangen Sie beute an, yusteln,. Ct schwüre, Mitesser und so deiter zu vertreiben. Ochönhett für 10e. In allen Avotbkkrn. . ZofriedeapelluLZ
R.ÄÄioÄÄÄÄÄÄÄÄÄ ÄÄÄÄÄÄÄ aäää
? ? ? ?
G!n hervorragender deutscher Redakteur beieugt ült kettsnmen Kräfte dieser Arznelmittel. ' . Mit zwei Pallete von Dr. ay'KRenovator gebrauckl und fuble jetzt besser, al ,l.ren. Ich bin überzeugt, da die grohen Erfolqe drer Heilmittel die erdaltenen ?kk,f".aa,ungen rechtfertigen. Ich fbdlte durch und durch kraut, ermüdet und diniallig. gebauchte ihren enovator dorschnftsmänig.- In den ersten Tagen fütilte ,ch mich ge. .,mach,er. aber nach einer Wocve weikerrn Erdrauchs zeigte Na, ein merti,ctier Wechsel zum Beser kverden.. Ich. nehme ,eyt gelegentlich. ,e nach Bedürfniß. ,rden Nacdm,?kaa ein d zwei Tolen. - Turch den Gebrauch Jnres RenovatorS habe ich ln einer natürlichen Weise meine kin piroride tvteder ttf die gehörige Thätigkeit gebracht.-. Z)r. iay'& Renovator "' Bor einigen Wintern litt ich unter einem heftigen Anfall von Gnrpe und bin seitdem jeden Winter leiMtere nriffen dieirr ran:de,k ungrfärir um diejelbe e,t auaeiekt Ihr Tr ay'KLnngendalkam hnlie mich ,r. dieiem Winter sofort. Ich bade stet mit sicte tem Erfolg diesen Lungen-Balsam ,n meiner Familie gegen Husten und (Erkältungen angemen det. 'Soweit meine lrsabrung geht kann ich mit gutem lewissen Ihre Meduiu alt lai einpfeb. Im, toai Sie für dieselbe beansprucheri.- Ganz Ergedenst (Sari Sang. - . Herausgeber der täglichen und wöchenttlcheu ansa llity Presse." ansak Xitt. Mo., den 30. MärL 1897. Priil 21 Cent d $1.00. . verkauft den Apotheker oder durch die Post versandt. 'Wenn Aerzte erfolglos find und alle andere Gegenmittel fehlschlagen so beseitigen unsere Mittel die Ursachen und heilen chronische rankdetteu. schreibt uns für "Dr Kay Home Treatmeo;" ti ist ein wertbvolle Buch von 63 Seiten. Man asresfirki DR. ß. j. KAY MEDICAL CO.. - - Omaha. Nebraska.
t: ?- ? r ? ' ? ? ? 4?. 4? 4? & V, 1; V. VJL V L L-T" V T l, , T
: MM : -inldlÄPl . -" sH ' j&i&d I ' J'-Li I TB dV
'-jT--- ' ... . I- . ri
Frenzel ! ...!
No. 1 West WiIhit Strahe,
j r . , ' , t.tiofsnfo National Bank.)
. Sin europäisches Departement. Wecdiet, Sreditbriefe unv Postanweiungen aui alle Städte Europas. Schisssschtwe nach und von Surova. An-
and Verkauf auslandischen Geldes. I; -J Die bcfte
mit tetnNem. lmporlttlem Huvuou ,,,Uer."
ZT UTH1-RI Hc
Nn Äbertroffen
in Bezug auf
Reinheit und Schmackhaftigkeit
sind die beliebten Biere der
?0W6 .. . j . ; , . ... ,CbniiiimnlIfia,5 VlPaBe . i Auch in fflaschen für den
Oepaltement" zu beziehen. : ' ..: . . , ' - . TeleDhon 1050.
ALBERT
(?!achiolgevon ihu! Schmidt) . v ' - V Fabrikant aller Sorten
' - , , i
ti-' ' -'i.il:J ;':. t V 'Seine CHöcoladen eine Specialität. , , , i ? v . ' . j - Händler in geschälten und ungeschälten Nüssen. 'j ' . ; " ' v-;' -
Bäcker, Groeerifteu, Sonntagtschulen, Bereine und Lcen werden gebeten mlr ihre Kundschaft zukommen zu lassen. - . : ': ,' ' ... 5lo.!18 Lüd Sennsylvnin Strntze,
i .i'? . gegenüber der . -i '
Deuts C) e
Feüer-Versicherung
- VON IIÄ1llI.IOQ. auptofst: L7t Qüd Delavare ßtz., Indianapolis, Znd.
. ? . ' I
VieäUeKe verficherungs-Stsellschaftraik 44z adrigem edrenhastea Bestände. ' l: l-its v..i. : . ',' r ..' ' - ffolidl Ciöer! OiUiq! CaptiälOiÖÖ,ÖOO. Aktiva: $393,787.59 , i .(.::.. . . j ini .,'.) I, "t -1 A mm OÄert auch gegen Gäö'vttlofton und Sturrz'Schädea ?l
Q0üro.Qtdt. VkSftdenu Jüormna Gobmidt. Cettttit. Ooocld.ecidoDticlicr, Coitcttot. . .i.j'vt i'k. '(.. ..;
l i t l l i l l i i Ih t l t t 5 l l l l
, T 7" L t L t, C O-' O. Ct s3Ttr"Sia Brothers, 10c Cigarre J. XUnjan:9 Fabrikant.
rewing Cornp
,M alz IlxtZ'a elctt Familiengebrauch durch tat Bottling. KRULL - - ... Gaö-Osfice, lajegtic Luiläin. sgcscllschaf! Theodor Reyer, Vcharrnftni AuguMt Oöppera' Lpezial unö.Statkae,
(SLäo
atvit 104. Löe. : . .
