Indiana Tribüne, Volume 22, Number 66, Indianapolis, Marion County, 24 November 1898 — Page 3

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.Liuml' "2 iA USaae ohe ethlsng ae ', iPeien. 6.- i r dazu im stunde war onne ülq I ine von . - . Malier, eöromjöje Virstopsuug seit sieden Jahren brachie mich ir diese störetflicfce Lage: während dieser Htt bade id TLüti gethan, wo von ich hörte, aber keine Hllle gesunden; so war meia taX biS iS anfrna. (Sa tat et u edraucben. Ich habe ,eyt ein fci8 dreimal Sqlich Stuhl, und wenn ich reich Ware, würde ich 100 für jede? Mal ge den. eine solche Hiise iste." ylme, L. Hunt. 1639 NuZse2 St.. Tetrvlt. Mich. ' Nzedi. s?nabft. tctr?f(irn. Ceftntetffit flut, ttim torntrjen. ioc,25c,ax. Heilen Berttopsnng. .rtl bwd; soapuT, rklraxo, atr.al. Rw Iwt. 22? wn, mawkn nte rrani cerr idjtr.im, r-fniruroen leint Die Qfflce von Dr. H. PM Uitb Dr. COLE, befindet sich in No. 24 Ost Ohio Straße. gjCT Telephon No. 927 wie bisher. C. V. EYEBT8, Deutscher Zahn - Arzt. ÄS. 6; Jlczir Pennsylvania Str. g 8 vird cjf r '.:tuftta!ib?. Dr. Louis Burckhardt, No. 1134 Xüd Meridian Straße. Sorechstunden : 8 9 ltoraen und 7 bnd. Willoughby Block, 224 Nord Meridian Straße. Sprechstunden: Z tNa?mittag. Tel. 2 121. Dr. I. Vützler, 120 Gst'iScnrty Str. Sprechstunden : 8 bis fr Uhr Vorm. ; 2 613 3 . hr achm.-. 8 bis S Ud? ÄbendS. Telephon 1446t?$ftKen: ur.ntao T.nx Vormittag!. WALTER FRANZ, ZahwAlZt, o. 90 Ost Market Strebe. Cossta lock. Zimmer 43. Osstee.Stunden: öii,1Z Vm.. IbilSNm., 7bil Abend, egnnlzg von 10 Uhr Lm. bil 2,VLU Nm VMW?? vv.-wvu.-RIPANS TABULES Are intcndej sor cMIdrcn, tadlet and I) who preicr a rnedicine disjuised as von fectjonery. They "may now bc lud (put vp !fl Tin Boxes, seventy-twb in a box), price, twcr.ty-five cents or sive boxes for one dolkr. Any drustwulgetthem is vou insist. and thev xnav slwavs be cbtalncd by rernitting the price to yTif TheRipans Chenvcal Company riaio ; fr u4kl- t!4äuia: ffglfr V Das Deulsch.AWerikanische HBGhlsbuiBau 1 flotorial von H 3IARCKW0RTH, 532 Vine St , Cincinnati, O ist anerkannt daZ älteste, rveitverbrei teste und . zuverlässigste in Amerika und Deutschland, und alle Ansprüche auf Erbschaften und Rechte, kann man vertrauensvoll in seine Hände legen, und versichert sein, daß die kleinsten, vie die größten Vollmachts-Aufträge. mit gleichem Eifer und genauer Rechts kenntnitz prompt und geroifsenhaft ledigt wtrden. ri,ffizikll,Lift vermisst? Lrlzo Zchtatlich t dies, VlatU ernrt. um 1- rrslMZ. "l-iTsLWLiTiT M, 50 YEARS uni-nlPftim7 (ß-M v4 Traoc Marks a V bArcnibnvb I nAUL ninnn Designs rrfi rnpvRir.uTi &c r v W w ABTtn. ,n!ln c tketod nd slccrlptloti tna ul"lly ncruin onr pnlon tr whKli a üiTrJtlon uprob.blr patentb . Cornmunlc Uonj ftrtcUy confldentlal. llmdöook oa Patent iMnnt for .MMirtnff catenta. pZ.nS taen throuh Mann & Co. ralr wöuial notier withoat churye, u tu. Sdentific Hinerican. a t..uTn.lT mnstrtl weeklf. T.airwt r imlatlon of any actentlflc lonrnal. Ttmt.n CUimuuii 1 SiOA httll tltatllMlwL ftr ; iour nuuuu, u , , f.lUHII&Co.-HßwYork lilWHii i w o. nr..iiTinn T s! Braoca umoe. c-a ' ru. AdoIp!a Frey, (91d rreedom Klgtit.) Iffotary Public, Translator Correspondent etc . No. 970 West Walnut St. TaVe RUV St. O-. M. icrltJC,

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Die schöne Helena. Roman von Alerardcr Baron von RobsrtS. (gortjehung.) Ah, Du bift'S. Mamsell! Na, bist Du der?n allein?Mamsell hatte einen wichtigen Posten hier in der Kammer, wo es von Mäusen wimmelte; oft konnte man das scharrende Getrippel unter den Dielen des Fußbodens hören, ein wildes Heer in Miniatur. Das Thier war mU einem ausgeschlagenen Auge Herzugelaufen, doch die Soldaten hatten es, wie jämmerlich es auch zugerichtet war, wieder hochgebracht. Nun that es sich ein gutes an den schönen Braten des reichen Jagdreviers, und es hatte die rundliche Behäbigkeit einesGourmands angenommen. Blaumüller schlief. In der hinteren Abtheilung sand die Sett ihn vor dem Tische siden, den Kopf auf die gekreuz ten Arme her?bgesenkt. Hat er sich heimlich wieder einen Rausch angetrunlen? Doch auf dem Tische befand sich weder Flasche noch Glas. Nun, er respektirte ja die Heiligkeit diejes Dienstraumes, und er Pflegte die Flasche zwischen den Kleiderstapeln unter einen H?lm oder in einem Tornister zu verstecken, wo er dann in aller Heimlichkeit das Teufelsgetränk herabgurgelte. Früher hatte sie ihm wohl die H'äklichkeit solch heimlichen Lasters vorgehalten; sie hatte weder Thränen noch Vorwürfe gespart unö ihn in der Glühhitze langer Gardinenpredigten zu erweichen gesucht. Umsonst! Es war nicht Krakehlwasser, das er trank, er verhielt sich still und trug gleichsam seinen Rausch mit einer duldenden Ergebenheit. In der ersten Zeit brach, noch ehe der Rausch verflogen war, ein Zorn gegen sich selbst heraus; später ergab er sich in das Veryängniß. Nie ward er dabei roh gegen .seine Frau, nie zuckte eine Brutalität ibm in den Fäusten. Zuletzt begann sie selbst ihn zu bemitleiden es war eine entsetzliche, unheilvolle Krankheit, die ihn behexte vergeblich, dagegen anzukämpfen! Das schwüle Bewußtsein, daß irgend ein Schicksal über kurz oder lang herabfahren und sie Beide gänzlich zerschmettern würde. Der Tisch, auf dem des Sergeanten Kopf lag, stand gegen die Wand gerückt zur Seite des kleinen' viereckigen Fensters, dessen Laden halb aufge.schlagen war. An der Wand heste.n em paar Holzschnitte aus Journalen, sowie eine deutsche Maßtabelle und ein Kalender' Auf dem Tische lagen die Kammebücher offen, ein ehemaliges Salbentöpfchen diente als Tintenfaß, der Deckel eines Kochkessels enthielt Schreibuiensilien, unter die sich auch eine scharfe Patrone zufällig hinverloren. Blaumüller mußte geraucht haben. Eine Zigarre war vom Rande des Tisches herabgefallen, und sie hatte dort unten ein Stück Pappe angekohlt es roch brenzlich. Herr, du mein!" wie sie erschrak! Welch ein Unglück hätte damit angerichtet werden tonnen! Dort ln der Ecke, gegen die Holzwand, welche die beiden Kammern trennte,'kag ein Hau fen Werg, der als Putzmaterial diente, allerlei Papier trieb sich umher, die ganze Bude würde in Flammen aufgehen wie eine Streichholzdose. Karl, wach auf!Sie rüttelte ihn unwillig an' den Schultern. Er murmelte etwas in seiner Schlaftrunkenheit, langsam hob er das Gesicht, das die Abdrücke der Rockfalten, auf denen es gelegen, zeigte. Schwülen Auges blickte er sie an. Hundert und sieben und sechzig Paar stammelte er. Im Schlaf hatten ihn sogar die Zahlen des KammerbucheS. beschäftigt. ' Ein andermal wirst Du Dich in Acht nehmen, Karl! Sie 'mal her.-was Du angerichtet hast!" Und ihn immer noch rüttelnd, deutete sie nach der Zigarre dort unten auf dem angekohlten Papier. ' Er starrte mit wüstem Blick hinab, begriff nicht, waS sie meinte. Nur; da siehst Du nicht? Hättest eine schöne Feuersbrunst anrichten können!Er schien selbst nicht zu wissen, wie, das Ding dorthin gekommen. Er pflegte in der Kammer nicht zu rauchen, weil es zu gefährlich war. Plötzlich fuhr er aus seinem Stieren auf. eine Wildheit blitzte aus seinen Augen: Und wenn meinetwegen, hol' mich der Teufel, die ganze Kabuse abgebrannt wärelKarl!" entsetzt taumelte sie zu rück. Nur ein ganz kurzer, zuckender Verdacht: bat er die Zigarre absichtlich dorthin geschleudert? Sofort erschrak sie vor der teuflischen Unseligkeit sei chen VüdachteS nein, Gott im Himmel, waö ist denn wieder geschehen, das ihn zu solch schrecklichem Ausruf, preßt! - - ' Mechanisch bückte sie sich und hob die Zigarre behutsam auf, als wäre die jetzt, wo sie längst erloschen, noch im Stande, Unheil anzurichten. Er stemmte den Kopf auf die Fäuste beider Hände und stierte vor sich-hin sn das aufgeschlagene Buch. So konnte er sitzen und- stieren, ganze Stunden lang, wie hypnotisirj hu;ch denSchand fleck dort, wo sein Radiermesser in vtt? hängnißvoller , Stunde gearbeitet. . Im? rner die Frage, . dih hohl vor ihm stand: p?ie ist er dazu gekommen? - Sie wußte davon.- In einer Stunde. da das betrunkene Elend über' ihn kam. hatte ex ihr das Bekßnnwikae? macht, und er hatte dabei geschluchzt wie ein Kind. Und -da war ihr daö Mitleid mit der Reue) die ihn . marterte, wahrhaftig größer als der Schreck über das geschehene selbst: Anner Mann, komm, mach Dir keine Gedanken mehr, jetzt, wo eö vorübtt ES war ja nicht so schlimm!,.WeNn'."ich.'.was fortnehme und hab die sichere Adsiozt, es wieder hinzulegen, dann, ist eS doch nicht daS, waS Du meinst. Komm; saß nur Muthll Sie wagte da! entsetzliche Wort nicht auSzusprechen. Sie nannte es .daö." Und eZ durchschauerte sie jedesmal dabei. . ...

Aber der Vcyanvfleck . brannte und brannte ihnen Beiden auf der Seele, alle Gedanken vergiftend und alle Kraft zum Aufraffen lähmend. Wieder war es das- ein Rückfall ein andres das eines zieht das folgende nach sich, der Teufel will

! es so! Sie ahnte es gleich; nun, da sie ihn so die Zahlen in dem Buch anstie-' ' r.n fnfi fr ifrr Krtrfi nrtnih V. IVM IV fw JVW. Um Gottes willen, was hast Du; gethan?" schrie sie, seinen Nacken mit ihren Armen umschlingend. Er wiegte den Kopf: Die Muste-! rung . . murmelte er dumpf vor sich hin. Die Nachricht hatte er von Funk, der weiß alles, , was auf dem Bureau vorgeht. Im Vertrauen hatte der es ihm' zugeraunr, denn ver vermin oer cu-' sterung durfte erst kurze Zeit vorher veröffentlicht werden. Gleich nach Kaisers Geburtstag sollte sie also stattfinden. - Musterung ! ' Lumpenparade! Der Schrecken aller Kapitän d'ärmes, daS jüngste Gericht, an dem sie Rechenschaft zu geben haben über jeden unnütz ver brauchten Knopf und jeden verschleuderten Schuhnagel. ' Der große Popanz kommt, der Intendant! KeinKammerwmkel und keine radierte Stelle, die seinen bebrillten Bureaukratenaugen verborgen bleibt!. Es sind nur noch vierzehn .Tage." murmelte Blaumüller, sonst hätt' ich's noch ausrangiert, Niemand hätte da von gemerkt . . . Der Teufel mußte sein Spiel haben, er hat es expreß angeordnet!" Er schlug mit beiden Händen auf das Buch, daß die Gegenstände auf dem Tisch klapperten. Sie ließ die Arme von seinem Nacken fahren, als wenn ein Schauder ihr sie herabriß. Ihre Glieder bebten, allerlei Farben flogen ihr vor dm Augen und durch diese Farben sah sie eine Vision: ihr Karl, der mit einer Straf lingsjacke angethan einen Karren voll Erde die Rampe hinausschiebt. Sein Bart ist ergraut von der ungeheuren Scham, uno droh:nd hebt der Wallmeiste? den Stab gegen ihn, daß er die kostbare Erde nicht vergeudet. Hast recht. Sett," stöhnte er, d n Kopf wieder zwischen den Fäusten, hast recht, daß Du die Hände von mir abziehst! Ich bin nicht werth, daß Du mich anrührst!Karl' red' nit so- Abermals fiel sie ihm jammernd um den Hals. Ich kann Dich nicht so reden höien! Hier kommst Du her! Ein Unsinn w'.e oamals! Du erkriegst Dich auch dies mal wieder ! Hier, zeig mir Alles - sag mir Alles ich muß AlleS wissen ich helf' Dir hier komm her! Wo ist's? Wo steht's? Hier Sre faßte die eine Buchecke und schüttelte die Blätter mit krampfendzr Zorngeberde als wenn darin, zwischen diesen Blattern, der Versucher steckte, der ihren armen Mann immer wieder ins Verderben stößt. EtwaS von der alten resoluten Sett kam über sie. Allong, gebeicht!- rief sie. Her mit der Beicht! Nix verschmiezen! Was, Du schqmst'Dich?. Nix da! Vcn Schämen' wird nichts geschasst! Es wäre Nlcht geschehen stotterte er, aber das Begräbniß " Sie fuhr mit der einen, Hand nach den Augen, die andre wehrte ihm sie hend. Sie weiß, o sie weiß! Das Bc. gräbniß hat viel gekostet, es hat die Noth voll gemacht. Aber nicht diese Entweihung ! Nickt das Andenken an den armen todten Liebling in die un sagllche Pein dieser Stunde heremgezogen! - - , Dann,-mit. dem Ohr nach seinen Lippen hingebeugt, lauschte sie seinem Flüstern, als wäre es eine schreckliche Beichte, die geleistet wurde, i , . Mit den Steseln begann eS also, sie veiß. da hinten die Maulaussperrer. Sie sind nicht eine Prise Salz werth. aber es fand sich ein' Angebot vom Trödler, der eines Tages auf seine Trunkenheit und seine" Verlegenheit druckte. Der Hauptmann- cjattr sie fortwerfen wollen - und er, er hat noch ein Stück Geld damit gemacht dies Geld dies freilich hat er eing steckt... Gepumpt!- verbesserte sie scharf. Und Du wolltest es abliefern; gleich wird es wieder beschasst!Da erzählte er ihr eine, lange, sehr verwickelte Geschichte von den Mänteln der Einjährigen. Er wendete solche Mühe auf, ihr daS Manöver, das er damit angestellt,' klar zu machen. Sie hörte nur das eine heraus,' daß auch hier gepumpt war und daß auch dies Geld beschafft werden mußte. - Dann die Stiefelsohlen. Ueber einer solch? Trivialität .muß er .zu Fall kommen! Aber da rerging ihr has Beschönigen und Entschuldigen. Er hatte, das Geld zum Beschaffen der Sohlen baar erhalten und und ' : Seine Augen bohrten sich auf einen Punkt - dort in dem Kochkesskldcckel. Nun fuhr er mit der Hand hinein und wühlte darin. Hier?- schrie er und hielt die Patrone mit der Faust dicht vor die Augen. Ich bin nicht werth, den Rock da zu tragen! Es war' sogar schad' um die Patrone da! . lMariam Zoseph!- Sie wand ihm das entsetzliche Ding von einer Patrone aus der Hand und schleuderte e2 auf den Tisch. Bist Du verrückt . . bist Du ganz und gar und völlig toll!" Aber durch all den Schreck bcb.'e die Vorahnung, daß ejwa.S dergleichen kommen mußte. Hinter ihnen ließ Mamsell ein klägliches Miauen verneh men; Sett zuckte, zusammen wenn uns Jemand hört . . . Draußen auf dem Wall ging der Zarmende Taktschlag derKlopfpeitschen. jetzt wieder hegleitet.von dem Gesang he Liedeö : " - , C3l fttrt rnWi lt. Ei schöne! TOI 1 !dtn WaS soll geschehen? Da sitzen und heulen und sich mit Patronen drohen? Allona. Kopf hoch! Jetzt gilt eö. daS Feld AU beschaffen und für daS Gsld die paar Brocken,- daß der große Popanz in Vierzehn Tagen nichts merkt! Tie.tftstkie mit. ihren Gesunken 'hin und her nach einer iss 'Morgen ist der elfte und LöhnungStag. WaS hilft fcgj, ist hoch daS Trattement schon zum

voraus sott; da dir MSer Beschlag darauf gelegt hat, sonst klagt er das wäre das Allerschlimmste! Hier hilft arich kein Krummliegen und die Pfennige aus der Ecke zusammenkratzen! Dic'Summe ist zu groß. Die Len' abermals ' anpumpen?

Das wurde sich mcht lohnen, denn die Huberts haben selbst nicht? übrig. Plötzlich stieß sie auf die Rettung: die Pifferaths! Natürlich. die! Es sind gute Menschen, die müssen, ,die werden helfen! Sie wollte sich sofort nachher aufmachen Eile, höchste Eile! Kop hoch unterdeß! In zwei Stunden ist sie zurück, dann wird Alles gut. Ob er inzwischen nichts zu schassen hat? Die Kerle, die er vorhin mit Sachen fortgeschickt, müssen gleich kommen; er will anfangen, für die Musterung reinigen zu lassen. Gut! Kops hoch, sag' ich Dir!Sie eilte also nach Deutz zu den Pif feraths. Sie lief fast durch die Straßen und hatte nicht eher Ruhe, als bis sie an den Rhein gelangte und Deutz jenseit des Wassers liegen sah als könnte das unterdeß fortgeschwommen sein. Wie ein Fieber glühte es in ihr. Während des Laufens flogen wieder Farben an ihr vorüber und sie sah wieder die Vision: ihren Mann, der in, der 'Sträflingsjacke Schubkarren ..fährt. Ost wandte sie sich um, als liefe Jemand hinter ihr her.' Es ist d!e Schande, welche die' Krallen nach ihr ausstreckt! Mährend sie nun dastand und wartete, bis die ausgesahrene Brücke wieder geschlossen war, meinte sie deut lich zu verspüren, wie jemand Unsichtbares sie von der Seite nach dem Wasferhindrängte,daZ strudelnd an d:n vordersten der Brückenpontons vorbeischoß. . I . ; Bei Pisseraths waren die Lädcn-der Fenster geschlossen. Sie klingelte. Nach längerer Zeit öffnete ein Mädchen: die Herrschast wäre verreist. sie hätte ihren Aeltesten. der von Asien zurückgekehrt,- in Marseille abgeholt und sei noch unterwegs. Wann wann sind sie. denn wiederzurück?" - Vielleicht bald, vielleicht in vierzzhn Tagen ist Ihnen nicht gut? Wollen Sie eintreten und, sich ein wenig erho len? Sie sind so gelausen!"Die Sett dankte dankte sür Alles; ja, sie ist nur so gelaufen, weiter nichts! Da rannte sie auch schon wieder.' Kopf schüttelnd sah die Magd ihre wie irr sinnig erregte Gestalt um die Ecke stür men. - - Als sie wieder an's Wasser kam. fluthete der Abendschein mit ungeheurer Blendung darüber hin. Die Häuser des Rheinquais, die Thürme, die Schisse, alles wie von dem Widerschein einer gewaltigen Feuersbrunst blutroth beleuchtet. Die Helle schlug ihr so in die Augen, und sietorkeltewiemeinemplötzlichen Schwindel; jetzt saßte ihre Hand nach dem. Geländer. und das kurze Zucken eines Wunsches, daß sse doch an einer andern Sielle getorkelt wäre, dort, wo kein Geländer sie 'vor : dem Hinabsallen geschützt hätte .... ; Sie eilte weiter über die Brücke, damit sie aus der unheimlichen Blendung die Dämmerung der Gassen drüben er reichte! Aber die blutrothe Helle dirfolgte sie auch dorthin als wenn ihre Gedanken keinen Schutz im Dunkeln finden sollten. .Wieder war ein: gespenstische Vision da: sie sah eine Zigarre herabfallen auf den Haufen Werg an der Holzwand, sie sah den Rauch aufsteigen, deutlich spürte sie den brenzlichen Geruch. Immer und immer wieder siel das glimmende Ding herab und kräuselte der Rauch empor ... Dreizehntes Kapitel. Kaisers lZeburts tag. Hubert wollte seine Frau nichts bußen lassen, er wollte die Zahne zusammenbeißen und seinen Grimm hinabslucken. Er liebt sie die Leiden'chast hat ihn damals übermannt, und :r hat sie geheirathet. Er möchte um lles in der W.lt nicht von ihr lassen. Aber dci.noch las sie auf Schritt und Tritt den Äorwurf in seinen Mi'ncn sie sah,' wie er litt, wie er sich unt:i :n Trümmern seiner Hofsnungen vo chn:eren krümmte. Sie hatte sie .!Nd ihm g:lobt, daß si: es i!;m o.'rz:;:cn wellte mußte ihn aber nit je oeS liele Wort von ihr, jeer Vrsu: iner ZärtlichZeit, durch die immer di Absicht zu schimmern schien, an dai Gewußte erinnern? . Auch sie. traf.-der Zusammenruch ihrer gemeinsame Hosjnungen wie ein schwerer Schlag .All' ihr Ehrgeiz zielte dahin hatte sie ihn denn nich. gerade, des Feldwebels wegen. geh:irathetf .;:..-.:i- -j .; : Doch daö war nur. die Enttäuschung eines 'Kindes, dem ein Spielzeug., zertriebt, nock ebe es in seinen bänden ist. das, '.was ihm der Zusammen3t.' v .i n '. i 'A j' fV-t V . üiucg ceocweir. s?crn waier war ?ycio; .bel-gewesen ros? sein Vk"ov2ter. es sa r die Tradition der Familie.' Schön Knc5?," da er, noch mit dea:. holzer :un Säbel spielte, sah ' e: in di:s:m ichen den' zukünftigen F:ldeöel:ezen. 5,t doch diese Charge .der Slp.el Ul Älanzes und des' Ansehens, derbem S?bn eines Subalternbeamten zu erreichen m'r6 ist. (Fortsetzung folgt.) ZUuUer yrijberl, Don Gustav Lanfttedtä. ' Wohl schon oft ist in humoristischer Weise des. früheren Vorstädtischen Theaters am Weinbergsweg in Berlin und seiner Leiterin, der Mutter Grä bert, in Theater , Feuilletons gedacht worden. , Ich will aus meinen reichen Theater-Erinnerungen -. eS nun unternehmen, mit historischer Gewissenhaf tigkeit die Geschichte deS entschwunde aen Musentempels, seine Leiterin und seineHauptdarsteller zu schildern; wenn trotzdem das Ganze einen komischen Anstrich erhält.so m das durchaus Nicht meine Absicht., sondern dts et.gent.hüm lichen Wikhältnisse.de's. frühex. sy.popu. lären Msistinstitutez geben Mkinen. Schilderungen diese Färbung. Zunächst will ich mitteilen. wie??rau

Julie Sr-aöert, geborene Pickenbach. ??n Teltow, wo ihr Vater Vllrgermei stcr und Matcrialwaarenhändler war, nach Berlin kam und an die Spitze des Theaters am Weinbergsweg gelangte. In der Joachim-Straße, im jetzigen Ballhause, befand sich schon in den Vierziger Jahren ein Tanzlokal, das dem alten Gräbert" gehörte, welcher auch durch Engagement von Volkssängern und Tänzerpaaren für das Amusement seiner Gäste sorgte. , Vater Gräbert hatte einen Sohn,

OUls, der lN dem Lokale seines Papas den Don Juan bei den Besucherinnen ver Balle spielte, und dessen Gesund heit durch seine nächtliche Thätigkeit als stellvertretender Wirth, eifriger Tänzer und Courmacher bereits gelitten hatte. Vater Gräbert beschloß deshalb, seinen Sohn zu verheirathen. und der verstorbene Possendickter Al bert Hopf empfahl als geeignete Partie sür den jungen Gräbert die beiden Töchter des Bürgermeisters Pickenbach lN mow. mnes sonntags, fuhr Louis Gräbert in Begleitung von Albert Hopf auf die Brautschau nach Teltow. Der alte Pickenbach nahm den Freier im blauen Frack mit blanken Knöpfen, sehr liebenswürdig auf, und seine beiden Mädchen servirten ein so lennes Frühstück. Als nach Beendigung desselben Louis mit seinem Begleiter allein war. fragte er: Du.Albert, welche soll ich denn nun nehmen? die mit den großen Händen oder die mit den großen Füßen? Er entschied sich für Julie mit den großen Händen, weil sie mit denselben sehr gut das Weißbier aus den Kruken in die großen Gläser einschänken könne, und sehr bald darauf führte Louis Gräbert Julie Pickenbach als seine Gattin nach Berlin. Nach dem Tode des alten Gräbert übernahmen Louis und Frau das Lokal der Privattheater -.Gesellschaft Amicitia" am Weinbergswege. Es bestand vorn aus großen Bierstuben, in welchen Weißbier geschänkt wurde, einem Saal mit einem Range und einer Bühne, auf welcher die' Vorstellungen des LiebhabertheaterS stattfanden, einem großen Garten, in desscn vorderem Theile alte hohe schattige Bäume sich befanden, und auf einem solchen sogar ein Storchnest, .und in dessen Hinterem Theile Kartoffeln und Spargel gebaut wurden. LouiS Gräbert gründete nun hier das Vorstädtische .Theater, in dem er im Winter im Saale öffentliche Theater Vorstellungen . mit engagirtem Personal gab. und im Sommer in dem im Garten neu errichteten Sommertheater spielte, welches mit einem Dache bedeckt, an allen Seiten aber offen war und einen sehr luftiaen kühlen Aufenthalt gewährte. Nicht minder wie die Theater-Vorstellungen waren rm Wmter in der großen Pause der Gänsebraten, m Sommer die Kotelettes mit felbstgezogenem Spargel die Ga Attraction- des Vorstädtischen Thea ters; schon vor der Vorstellung mußte man sich bei dem Kellner Pausewein einen Platz und eine Portion sichern. Gespielt wurde nur fünfmal in de? Woche öffentlich, und das Theater hatte sur zeden Dieser Abende em besonderes Stammpublikum. Jede Woche wurde bei diesem stehenden Publikum ein. anderes Stück gegeben, und kein Stück überdauerte die fünf Abende emerTheaterwoche. Das Repertoire bestand aus Ritter- und Räuberkomödicn, aus den französischenBoulevarddramen mit dem Bösewichte und den Verfolgten und der endlich triumphirenden Unschuld, und Wiener und Berliner Posfen. Ich nennen aus diesem Repertoire. die sich besonders als Zugstücke bewahrten: Der Wahnsinnige oder das Irrenhaus zu Dijon. Marie-Anne, das Weib aus dem Volke. derGehenkte, Die Verschwörung auf Kamtschatka von Kotzebue, Die Geheimnisse des grauen Hauses etc. An klassische Stücke wagte sich Louis Gräbert nicht heran; auf Drängen seines Freundes Ernst Littfaß entschloß er sich einmal. Schiller's Jungfrau von Orleans zu geben, und die rothen Theaterzettel des Vorstädtischen Theaters verkündeten eines Tageö folgende Vorstellung: Das Mädchen von Orleans, große romantische Com'ödie . frei nach Schiller für. die Vorstädtische Bühne bearbeitet von E. L. (Ernst Littfaß). Als man den Di .rektor Gräbert fragte, warum er den Ältel umgeändert hatte, sagte er Jung srau das glauben sie bei mir nicht und machen nur faule Witze darüber! Trotz der Pflege, die Louis Gräbert durch seine pflichtgetreue Gattin fand. nahm aber seine Krankheit zu; er litt an der Schwindsucht, und sem Arzt suchte ihn durch täglichen Genuß von Austern bei Kräften zu erhalten. . Als .sparsamer und öraktlscher Mann per wertbete er die Austernschalen, um die Beete im Theatergarten mit diesen CU.Pi ? . ' ( er... .c yollZil lauocr einzufanen, uno als eno lich der ganze Garten sich dieses Schmuckes erfreute, da schloß Louiö Gräbert seine Augen für immer; daö. Publikum, a!e,r hatte im Zwischenakte tm Gärten die Zerstreuung, die Austern zu zählen, welche der verstorbene Büh nenleiter vertilgt ! hatte.' DieGe schäfte sowohl der. Theajerdirektion wie per Neftauration ruhten "nun ollein in den Händen von Frau Julia Gräbert und sie führte beide geradezu mustersiltig. Der Ruf ihres Gänsebratens, rhreS Spargels, ihre: Weihen -und. ih retz Kühkäses stand ja bereits fest, aber auch die Lesung des Theaters . war,' trqtz' ihrer ringen' Bildung und ihrer theatralischen Unrfahrenheit, vyrtresf lich. ' Si? wurde auf ihren Wunsch von den Negisseuren und ihren Mitgliedern nicht als Frau Direktorin, sondern init Madame" anäesvrocken. weil die Kell ii - QöönUit Uht im DluU pieineß Blut bedeutet reine Haut. Ohne diese keine Schönheit. . Cakca retö, Candy Cathartic reinige hab n i t . " . uuii, irarjtgen stj ever yny en!ser allek Unreine aus dem Körper, gangen Vie deute 'an. yukeln. 0e schvür,, Mitesser und' so Vetter zu

dtrtreiben. Ochönheii für Ive. 3 allen Uvotheken. Zufritdcnsttllunz cznut'- 1ve.25c.

Ein hervorragender deutscher Redakteur vexeugt lle kettsurnen Kräfte tlieser Arzneimlttrl. Jck babe zwei Vackete von Dr. Say'ZRenovator gebraucht und sudle jet besser, al vor fahren. Ich bin überzeugt, dab die grvftrn Erfolge Idrer Heilmittel die erdaltenen ekanntmaüiungen rechtfettigen. . Ich kühlte durch und durch krank, ermüdet und dinfällig. 5ch gebrauchte ihren Renovator vorschriftmänig. In den ersten Tagen füdlte ,ch nnch e schwachter, aber nach einer Woche weikerrn Gebrauchs zeigte sich ein merklicher Wechsel zum Be ser werden. Ich nehme leyt gelegentlich. ,e nach Bedürfnik. jeden Nachmittaa ein lii zwei Tosen. Turch den Gebrauch Jdres RenovatorZ habe ich in einer natürNchen Wele meine Hin gewnde wieder in die gehörige Thätigkeit gebracht." Dr. Kay's Renovator Bor einigen Wintern litt ich unter einem hestigen Ankall von Vrippe und bin seitdem jeden Winter leichteren Angriffen dieser rankhett ungefäyr um dieselbe Hrit ausgejkyt. hr Dr. kr al,'LllNgendalsam heilte mich ,n diesem Winter sofort. Ich bade tittl mit siche tem örfola diesen Lungen-Balsam in mriner ffamilie gegen Husten und irkältunqe angewen det. Soweit meine Erfahrung geht kann ,ch Mit gutem Gewissen Ihre Medizin als das empfeylen. wai Sie sür dieselbe beanspruchen." Ganz Eroedenst Carl an q. HeranSzrber der täglichen und wöchentlichen ansaZ Tity Presse." KansaS Cith. Mo., den 30. März lfcftr:. PniS 23 SentS d f 1.00. verkauft Un bstbeker ode, durch die Post versandt. Wenn Aerte erfolglos Nnd und alle andere Gegenmittel fehlschlagen, so beseitigen unsere Mittel die Ursachen und Keilen chronische Krankheiten. Schreibt uns sür "Or, Kays Home Ti-'eatment;" ist ein werthvolle Buch von 8 Enten. Man aoressire : DR. B. J. KAY MED1CAL CO., - OMAHA, NEBRASKA.

::cr und das uchenpersonal daran' gewöhnt waren, sie so zu tituliren. Die Gagen, welche für die ersten Fächer 30 Thaler-monatlich betrugen, wurden von ihr persönlich am SchänktischeVormittags am 1. und 16. jeden Monats pünktlich gezahlt; Vorschusse bis zur Höhe von 5 Thalern gewährte' der Regisseur Schütz aus seiner Privatkasse, die aus einer grünen," blechernenZuckerdose bestand, und er zog von der falls gen Gage den Vorschuß mit einem kleinen Agio wieder ein; bei hübschenChoristinnen und zweiten Liebhaberinnen erbot er sich sogar, . den gewünschten Vorschuß in die Wohnung zu bringen. Gegen ihre Mitglieder benahm sich' rau Gräbert wie eine zweite Mutter; bei Krankheiten sandte sie stärkendes Esse'n'-bezahlteApotheker -Rechnungen, sorgte. für tüchtige', ärztliche BeHandlung; ein gutes Abendbrod mit einer kleinen Weißen wär die Belohnung für eine gut gespielte Rolle, und auch Schulden von Mitgliedern wurden von ihr in Gemeinschaft mit den Stammgästen.des Theaters bezahlt. Nur einen Widerwillen hatte sie gegen die Autoren, deren Stücke sie zu honoriren hatte. Ick weeß nich. daß die Kerls noch. Geld dazu haben wollen sie müssen doch froh .sind, det ick ihre Stücke gebe" das war ihre Ansicht vom dramatischen Eigenthum. Zehn Thaler war das höchste Honorar, was sie ein für allemal für ein großes Schauspiel bezahlte. - Als ich ihr einmal rieth, doch Tantiemen" zu bezahlen, und ich .ihr. auseinandersetzte, worin das Wesen der Tantiemen bestände, meinte sie: Det duhe ick nich! Det kommt mir so bor, als wenn ick bei Gerson mir eene Mantille koofe, und ledesmal. wenn rck rhr umbmde, soll ich vor bezahlen! JZ zahle gleich baa: een für allemal un denn rs dt Stück meine! Die Vorstellungen besuchte sie Nie; nur im Zwischenakte, wahrend sie eine Weiße einem Stammgast einschankte, ließ sie sich von ihm erzählen. ob det Stück Zut i3" oder wie heute der Schütz gespielt bat", und fiel der Bericht lobend aus, so sagte sie zum Oberkellner: Pausewem zehen Sie mal hinter und sagen Sie HerrnSchütz, er soll zum Abendbrod hier bleiben. Geben Sie ihm eenen halbe Gansedraten und 'ne kleene Weiße! Eine große Beschützerin war sie auch für die Storchfamilie, die dicht an der Schänke rm Garten auf emem alten hohen Baume' ihr Nest aufgeschlagen. Sehr oft machte sich diese Storchfamilie für die unter dem Baum sitzenden Stammgaste bemerkbar, rndem sie auf dieHute oder in die Weißbiergläser die Zeichen lhrer Verdauung fallen ließ, und sehr oft drang man in die Direktion, die Storchfamilie zu verjagen; dazu war sie aber nicht zu bewegen, sie sagte: Der. olle Storch bringt mir det. Glück in't Haus; wenn ich ihn wegjage, fallen mir am Ende alle Stücke durch! Sie hatte darin wohl Recht, denn niemals ist bei Mutter Gräbert ein Stück durchgefallen, und der Erfolg allerAuwren war durch die Storchfamilie garantirt! Eine eigenthümliche Justiz übten in Traunfeld Bürger Kleister irisch und Gastwirtb'Ehrens, oerger an einem alten 70jährigen Manne, der m dem Orte vorher ianzere Zeit Hopfen gezupft hatte. Der Greis kam Früh mit einem Unterhänder in der Wirthschaft des Ehrensberger . zusammen. Jeder ließ sich ein Glas Bier geben. . Der Wirth abe verlangte von dem alten Manne sofortige Bezahlung. Als dieser sich dessen weigerte, dem Wirth aber zeigte, daß er mebr als 30 Mark Geld in der Tasche habe, wurde der Wirth mit feiner Forderung immer zudringlicher. packte den alten Mann und warf dabei dessen Glas herunter, so dan es zerbrach. Run sollte der Gäst auch noch das Glas bezahlen. Als er sich weraerte. wurde er vom Wirth und dem dazukommenden Bürgermeister gepackt. in die Scheune . hinter da Haus geschleppt Und dor.t mit einer Wagensverrkette. nackdem ibm' die5)ände rücklingö zusammengebunden waren an die Wand so angehängt, daß er nur aus den Zehen.-stehen konnte, die.Lage war

unerträglich, schreien und Lärmen Hals nichts, ja die Qual wurde noch größer) denn eS kamen Kinder herbei, lachten den Gefesselten aus. spieen ibm .'n's Gesicht u. s. w. Erst spät am Abend hörte der Lehrer davon und eilte zum Bürgermeister. Da endlich wurde der Gefangene losgelassen, war aber sc ermattet, durch die Kette verletzt und krank geworden, daß er nach Neumarkt in'S Spital gebracht, werden mußte... -i & ch n i 1 V h o I s e n. Director: Sie Zöllen n Wilhelm Tell" spielen? 'Sie können ja Ihren sächsischen Dialect nicht lassen!" - - Schauspieler (Sachse): Macht doch nischt. kutester Herr Director. Spielen wir einmal den Wilhelm Tell aus der sächsischen Schweiz!-to Kurzundbündig. Lieutenant (Uhland's FrühlinqTglaube lesend):. Was diese civilistischkn Dichter nur. für eine schwerfällige Ausdruckskvt haben: Nun muß sich alles, alles wenden!" Unsereiner sag! einfach.' Kehrt! Da weiß Jeder, was zu schien hat,"

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:y4 ö i n e f u r ch t b a r c L e i d e n gesch:chte erzählen d:e aus ctr i tc bruch desTchocners Jennie F. Willy geretteten Mannschaften, die vom Ward Line Dampftr Saratoga" naH New Bork gebracht wurden. Es wzre: d;r Eapitän F. E. Buener und 6 Matrosen. Die Jennie F. Willy- segelte von Jacksonvllle nach Martinique, als in den letzten Tagen des September von einem furchtbaren Orkan überrascht wurde. Das Schiff trieb mit ge refften Segeln durch ' die sturmgepeitschten Wogen und lag dann mehrere Stunden lang ganz still in dem Centrum des Sturmes, wo das Meer ganz glatt war. Dann trieb dasSchiff wieder in den Sturm hinaus, und am 1. Octoöer wurde der Orkan so cri, daß. etwcr 600 Kienen von Aoaco entfernt, zuerst alle Boote und dann die Masten fortgerissen wurden. Schließe lich wurde auch noch das Deckhaus weggerissen und der Rumpf trieb, ein Siel der Wogen und der Winde, steuerlos dahin. . Die Mannschaft klammerte sich auf Deck der Cajüte an und trieben so 23 Tage, von Nichts lebend, als von rohen Fischen, die sie fingen, und von Regenwasser, das sie sammelten. Elf Tage lang hatten sie gar nichts zu essen. Erst nach 23 Tagen fuhren sie auf ein Riff bei Walkers Key, Abaco, auf, und wurden von einem spanischen Fischerboot gerettet. Der Schooner zerschellte bald auf den Klippen. Als sie an's Land gebracht wurden, war der Koch der Willy" wahnsinnig geworden und wurde nach Nassau in's Hospital gebracht. Von Nassau wurden die Geretteten durch den Bundes - Consul nach New Aorl gesandt. D e r Sauere. Wirth (ei7.cnVerwundeten, der in sein Local ge bracht wird, einen Schluck Wein einflöhend): Gott sei Tank, er lebt . . . er hat's Gesicht verzogen!" -Classische Malice. Sei ist denn eigentlich jene Dante?" SDl ist die Schwiegermutter unseres Teno, risten Schreier." Ah. dcü (3dna:n M'i'iÜI" Theo. F. Sinither. geschickter und zuverlässiger Dachdecker Pech- und Kiesdächer. Dächer vor Asphalt und Kilsonit. Engro Händler in alle rte von D a ch m a t (. Telephon 01. 301 West Maryland Lt. eabmefllU 9St vou Mttrssivvi iinb War tank ti S'. K. Mrcgdo, Leiche - Bestatter, Wieder auf dem alten Platz, No. 221 u. 223 N. Delaware Str. GZJ- Tel. 250. Coke. Coke. Än Nlumxen .zerkleinert. XltttM kZno Ei btksmmk in der Ofst der Irid'ttolis Ösi . Ito. 58 Süd Pennsylvania Str. zu haben in Küeye und HauS, erfüllt jede gute Hausfrau mit gerechtem Stolz. DaS beste Mittel, ol?e Me. tallwaaren in kürzester Ze,t und für die längste Dauer blitzblank und glänzend wie einen Spiegel zu machen, ist die t?. iCMetal Polish Pasta, rte von der altbekannten u. bewahrten Firma George W. Hoffm an, 295 Ost Washington Etrake, in Indianapolis hergestellt wird. Für Gastwirthe ist das altbewährte Putz mütel The Barkeepers's Frienc, von derselben Firma here' cüt, um Putzen der Bar Fipuus :c. einfach unentbehrttch und wer es einmal gibraucht hat. wird eö ftets wieder holen. Bar Zieeprr'S Frtend' da Unenrdthrliche, ist überall in kxothe en tzubaben. Uorernnvr dte Fr. tzettktede den Uto r!llsdödSe. o. 183, 1 und ' 142 VlraKv.nuei C it. RnmörrHl!.-iWrtno HcCallougli &: Rftinlurd, Rechts-Anwalte Zirnrner 303 305 . . Indlana Trust Cb&ude. Telephon 1017. ver? eindsrd si4 i'IoU

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