Indiana Tribüne, Volume 22, Number 65, Indianapolis, Marion County, 23 November 1898 — Page 1
0 o n VY U Y U a6 y y w v k iy ly w v k w o y v Office : No. 18 Süd Alabama Otraße. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiano. Mittwoch, den 23. November 1898. Jahrgang 22, Viel C5
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Gtstnrh Carl NleiS. E.h , Wm nn WIUIU Rose Met?. 1 Monat alt. Dien, sta, Mittag um U Uhr. Di, Vendigung findet Tonn, ßaz Nachmittag 2 Uht vom Trauerhaus, No. 1221 Ma disoa Vvenu au statt. Tie trauernden Eltern.
(Kecn MerriiiiaiiiiDi c.i tL'T 3, -- ,rsl fW ir v kVV Office: 26 Tüd Delawarestr. Ställe , 220. 222, 224, 226, 223 Ost Pearlstr. Telephon ZI. Offen lag und Nacht. Große Kirmes veranstaltet von den :: k'3 k hvh hm ;; am DanksagunStag, Donnerstag, den 24. Nov'br. NickmittagS großes Zindsrfsst bsi freiem Eintritt. : : : : Peck';j Boys Brigade Band Abenvö Konzert, Znnzkrünzchsn und Vrtosung. :::::: ENG-LIS HS Qpara House! Montag, 28. November, TtfüaMfl'l'' ?nmk!.i1'5Sk? ihttiillW liMil HjMäntUI (JHUitfiM) Karl Schneider, Dirigent. Großes SymphonicrKonzert Solist: ' Wm. . Bfyoxtvoob, Amerika? grtzoer Pianist. Cn ?er?as Litz, Itgtant D,nsta,, Un 24. ftaocrnDct im Oxnhu Eintrittspreise : Die regulären Preise deb HauseS $1 00, 75e und ftOc. OeffentlicheProbe. Mo"taa. 2S. Nov. 2 uyr Naqm. mm w ven. Tomlinson-Halle ! Samstag Abend, den 26. November. D-r Mursch'Kön 01IS8 - und seine - ftrttfff 1 r i : j vJohn Phlip Sonsa. Kapellmeister. ?audReefeTavikS ox. lorotbh Hohle. BUIUlfH. Sitz si im r,ud Oper Hus u hab. The Union Trust Company l:lt)t öctoer aus 2rurthelacntt)um tn der Stadt, lie auch auf Pachtaüter, gegea mZ,ge Zinsen au, orger sparen Geld wenn sie sich direkt an die Eomvany enden. Die Company bewilligt Zinsen auf Veldkpo fiten. die u 1 1 c t b einer Zeit gemalt werden und nach erfolgter Anzrtze oder u einer festge setzte Zeit zurückgezogen erden und .war ah read der ganze Zeit während wilcber dieselben depontrl waren. Für Leraiter, dmtnistra torea uns Trusteek oonEigenthum würde sich die Lomvary al tn pissender Plctz zur Devontrung du Selber erweise ; sie nimmt keine Depo fiten, welche auf Verlangen sofort auezuzahlen find, och rna&t sie Bank, schifte. Irnil'Jgndl und Truki'Valagen werden spa rat halten und find o tkn kttvaS der S pantz getrennt. Einbezahltes Kapital S600,000 Ueberfchuß-Zond 05,000 Office: (e'äude der tZesellschaft) No. 118 und 122 Ost Market Str. Beamte: SS. toüthai. räftdt. ddtson C z'rxiI.1.ViePrifid,t. Henrtz . kitt,Pifidt d echtztist. H. e. kr, r. 3cf?n y. Unding, Nackkalaer von lZdkiard Müller. Nachfolger von Soward Müller. 89 OK Wasblng'on Str. Jmportirt Magdeburaer sanerkraut ttnorr'scue Erbswurst. Ampotirte Luisen. Lmportirte Verve. Hirse und. Grünkern. Telephon 087. Prompte Lbliefirung. A.n MW rnwifctH ... mmmm wotk für , kr Aut rr, A-wla. r V . iiwi .vn. jviwv.'niv " cat. 0tl-rr.ara4otncuw.il. Wk) turnt. Toa r.a d ik. werk aa4 Ut. ot voa? o.i. cri mwmr w .M MW m :.t dtm,., N hrctr 7. tn. ? d J rl'inv. nr ntly amla tmm aa f il..d.7.llatM. W.MMVjrMto u mmm Mn 7"- . v tm ymwm or II 'h. timt. b'.g noat j fcr workÜEW an4nslOTrVil. ranl!uM. ra. ralii-r.aakBOwaaBMaatk.am. mj5tvmmi XSwVJTorwU M, ?,
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Editorielles.
Ein Cincinnatier englisches Morgenblatt brachte dieser Tage eine Mittheilung auS Washington, welche einen Krieg zwisöen Deutschland und den Ver. Staaten als eine vermeidliche Thatsache hinstellte. DaS darüber interpeüirte Staat. Departement hat die Geschichte als eine alberne Srsiadüng bezeichnet. Welchen speziellen Zweck die Verbreitung einer solchen Nachricht hat, laßt sich schwer sagen. Vielleicht hatte sie gar keinen. Vielleicht lag derselben nichts veiter zu gründe als Sensatioaösucht. 3n der rücksichtslosen Verbreitung von Lügen, in dem Mangel jedes Ve ußtseinS der moralischen Verantwort lichkeit für die Folgen wetteisern die amerikanischen Zeitungen mit den sttnzöfischen. Nicht nur die so jenannten gelben Journale", welche m,n als solche bereits kennt, sondern auch andere Zeitungen scheuen sich nicht, ohne Rückficht auf die Folgen, die al. beruften Lügen zu veröffentlichen, wenn ste nur Reklame sür sich selber davon erwarten können. Die Nudertracht dieser Art Jour nalistik ist um so größer, je ei, stufe reicher die VolkSmeinung und mitbin sie Presse ist. Ja den Ver. Staaten iit die Volksmeinung bedeutend rnat tiger, als in jedem anderen Lande. Die politischen Einrichtungen in Europi sin derart, daß die wichtigsten Dne lezeadeiten bei StaatSvohlS der Komsetea; des Volkes entzogen' find. Senn in Deutschland Volk und Presse igch so energisch nach einem Kriege mit irgend einer Nation verlangen sollten, so würde dieS die Regierung in keiner Weise beeinflussen, falls sie einen Krieg nicht berechtigt, oder unzeitgemäß betrachtete. Thatsache ist. öaß die auswärtigen Leziehungen diei'eS Landes zum großen Theil durch die SolkSmeinung regulirt werden und vielleicht noch leider zum größeren theil durch die Presse.. Als Beweis sei. hier die kürzliche Aeußerung deS National-Abgeordneten Voutelle von Maine angeführt, der in öffentlicher Versammlung erklärte, daß der Krieg mit Spanien in allererster Reihe der Hetzpresse zuzuschreiben sei. Statt sich deshalb einer größeren Mäßigung zu bifleißen, scheint der Triumph, den der gelbe Journalismus durch Herbeiführung eines Krieges mit Spanien errungen hat, eher anfeuernd. a'S zurückhaltend zu wirken. Daran ist aber auch zum großen Theile daS sensationslüsterne Publikum schuld. Die Zeitungen glauben seShalb, daö Interesse ihrer Leser nicht fesseln zu können, wenn sie ihnen nicht tagtäglich mit einer Verhetzung aufarten können Zu einer Zeit, ehe sie spanische Affaire begann, war eS Mode, den britischen Löwen täglich an dem Schweif zu ziehen, und man wird sich zu erinnern wissen, welche Span nung damals zwischen den Ver. Staatea und England bestand. Wir glauben mit der Behauptung nicht zu übertreiben, daß eS zur Zeit der VenezuelaEpisode ein LeichteS gewesen wäre, daS Land in einen Krieg mit England zu hetzen. Thatsächlich hat nur die Nachgiebigkeit der englischen Regierung diesen Krieg verhütet. Wie dem abzuhelfen, ist schwer zu sagen. ES ist ja leider eine Thatsache, daß sich daS Publikum mehr durch Leidenschaft als durch Verstand beeinflussen läßt, und so finden viele geitungen ibren Prosit beim Hetzen. ES wird auch, so lange der Prosit die Grundlage deS ganzen wirthschaft lichea Lebens ist, kein Mittel gegen solche Ausschreitungen zu sinken sein. UHnalen. I I 9 Wetterbericht. Schönes, kaltes Wettter heute und morgen, yochne Temperatur innerhalb der letzten U Stunden 20 Grad, niedrigste 14 Grad. um Hotelbrand, Verlust an Menschenleben. SanFraneiSeo, 23. Nov. DaS Bck'.dwin Hotel, eines der größten HotelS im Lande, brannte heute nieder. Viele der Gäste sprangen auk den Fenstern und mehrere verletzten sich dabei derart, daß sie ftarber.. Ach Dienstmädchen, welche im obersten
Stockwerk schliefe, find wahrscheinlich
verbrannt. Die obersten Stockwerke konnten von der Feuerwehr nicht erreicht werden und man befürchtet, daß eine ganze Anzahl von Personen in den Flammen umgekommen ist. Der Schaden belauft sich auf über eine Million Dollars. ,, Die transsibirische ahn. Bancou v er, B. E.,2Z. Nov. Der österreichische Graf Johann Thun, ist auf einer Reise um die Welt hier angelangt. Im Mai d. I. fuhr er von Moskau ab und nahm seinen Weg quer durch Sibirien, entlang der im Bau begriffenen transsibirischen Eisenbahn.- Ueber deu Bahnbau theilt er mit, daß jenseits von ZrkutSk die Arbetten vor einem Zahre schon weit vorgeschritten waren, doch schwere Stürme und Wildwasser hätten wieder vernichtet, waS von Menschenhänden aufgebaut war. Bahndämme und Brücken wären zerstört worden, und der angerichtete Schaden belaufe sich aus $86, 000,000 Rubel. Während deS verflossenen SommerS plagten ungeheure Schwärme von Inselten die bei dem Wiederaufbau beschäftigten Arbeiter. DaS Land entlang der Route ist, nach Graf TbunS Uetbeil, ,um größten Theil eine ö-e, wüste Gegend Nördlich von der Mandschurei in einer Ausdehnung von 200 Werft tollen sich unermeßliche Goldfelter b, finden, doch verhindert die fürchterliche Kalte die Ausbeutung der ErdichStze. denn nur wäh-end der drei kurzen Sommermonate kann dort Gold gegraben erben Graf Tdun meint, daß die transsibirische Babn in etwa zwei Jahren fertig sei und hauptlüchlich zu militänschen Zwecken zur Be förderung von Truppen dienen wird. Zum Fall D rey fu S. London, 22. Nov. Der Pariser Correspondent der St. JameS Ga zette" will quI einer ungewöhnlich gut unterrichteten Quelle in Erfahrung gebracht haben, daß daS geheimmßvolle Dokument im DreyfuS Fall, auf wel cheS die verschiedenen aufeinander folgenden . französischen Kriegsminister ibre Aufrechterhaltung der Berurtheilung stützten, in einem Brief von General Freiderrn FrederickSz, dem ruffischen Militär-Attache in Paris, beSehe. Dieser Brief ist auS Berlin datirt und an die französischen Mililärbehörden gerichtet. SS heißt in dem Brief, der Verräther, welcher für den Verkauf von Militärgeheimnissen verantwortlich gehalten werden müsse, sei ein gewisser Hauptmann DreyfuS. Später jedoch so heißt es weiter-stellte der rusfische Militär-Attache fest, daß er von einem Agenten Efterhazy'S oder dS Obersten Henry gröblich getäuscht worden war, und daß eS den Letzteren sehr darum zu thun gewesen, die Schuld auf DreyfuS zu laden, um sie von fich selbst abzuwälzen. Madame DreyfuS soll gegenwärtig im Besitz eineS SchreibenS deS genannten Militäe-AttacheS sein, worin er seinen Irrthum zngesteht. DaS Borhandensein deS letzteren Schreibens soll dann daS KassationGericht veranlaßt haben, auf die AuSsagen der vier Ef-KriegSminister keinen großen Werth zu legen. Rußland vermehrt seine Flotte. S e r l i n. 22. Nov. Angesichts der begrenzten Leistungsfähigkeit eigener Schiffswerften wollte Rußland zahl reiche neue Kriegsschiffe aus deutschen Schiffswerften bestellen. Letztere muß ten ablehnen, weil sie mit Arbeiten sür die deutsche Regierung auf Jahre hinaus vollauf beschäftigt find. Infolgedessen hat die russische Re gierung, da anscheinend französische Wersten keine größeren Bestellungen übernehmen können, während Rußland in England nichts bestellen will, Ver Handlungen mit dem Stettiner Vulkan" sowie mit Krupp angeknüpft, damit diese beiden Weltsirmen in Rußland Privatversten errichten und sür Nußland Kriegsschiffe bauen mit deutscheu Ingenieuren und Arbeitern, bis eventuell ein russisches Arbeitspersonal herangebildet werben könne. Rußland will alle möglichen varan tieen übernehmen, sogar einen großen Rtingevinn garantire eine interessante gJlluftratioa zum Ab-rustungS-Manifest deS Zaren und zur ! Herbeiführung deS ewigen griedenß"!
AuS dem deutschen Reiche.
Berlin, 22. Novbr. Ueber die wirklichen Gründe sür die eilige Rückkehr deö deutschen KaiserpaareS ist an noch immer im Unklaren, aber eS scheint, daß hauptsächlich die, durch Englands herausfordernde Haltung schwierig gewordene europäische Lage und die zweiffelloS politische Miß. fiimmung in Deutschland den Kaiser bestimmt haben, aus der kürzesten Route heimzukehren. In politischen Kreisen ist man fest davon überzeugt, daß Englands umfassende Rüstungen weniger gegen Frankreich als gegen Rußland gerichtet find und daS Umschmeicheln DeutschlandS seitens deS britischen KolonialsekretärS Joseph Ehamberlain in seiner letzten Rede mag den Zweck haben, Deutschland zu bewegen, Rußland und Frankreich in deren Streitfragen mit England behilflich zu sein. Aufrichtig gemeint find Englands FreundschaftS Versicherungen für Deutschland ketneSfalls, ebenso wenig aufrichtig, wie die FreundschaftS - Versicherungen für Amerika. Uncle S sowohl wie der deutsche Michel, sollen Zohn Bull? Interessen fördern, um dann bei der ersten Gelegenheit von ihm über'S Ode gedauen zu werden. Und die Bunbekfürsten verseben sich voi Wilhelm dem Zweiten auch allerlei Eingriffe m ihre bundeSoersassungSmäßigen Rechte. Die von dem Kaser im Zusammenhange Mit der Palästina fadrt erstrebte Stellung eines 3um mus ep'kcopus" der gesammten evangelischen Kirche DentichiandS 'st an dem Widerstände der proieftantischen BundeSfürstln, voran deS Großher,os von Weimar, gescheitert, die sich 'kr, landeeherrlichen Rech'e vom Kaiser nicht verkümmern lassen wollten. Die Parteinahme deS Kaisers in der gippe'schen Thronfolge - Frage hat ebenfalls unter den deutschen Bundes fürsten sehr lebhast Stimmung gegen daS Verhalten deS Kaisers geschzffea. Viel wichtiger als die. , drehende europäische Lage aber ist die Annahme. daß die innerpolitischen Verhältnisse deS Reiches die Anwesenheit deö KaiserS nöthig machen ES herrscht im Deutschen Reich auf vielen Seiten eine große Mißstimmung gegen die Regierung deS Kaisers, und zwar bei den Fürsten sowohl, wie bei den Volkskämmen. Der Zusammentritt deS Reichstages wie deS preußischen LandtageS, bietet Gelegenheit, diese Mißstimmungea zum Ausdruck zu bringen WaS fich da Alle unter dem Kampfe gegen den Umsturz" birgt, das ist zum größten Theile eine reaktionäre Strömung, die in den RegierungSkreisen vorherrscht. ES ist nicht zu leugnen, daß die Ma jestätSbeleidigungS-Prozesse fich unter Wilhelm dem Zweiten in auffälliger Weise mehren und rigorose Strafen fich häufen. DaS allgemeine preußische Landrecht, daS noch vom Geiste deS friedericianischen Zeitalters beeinflußt war, bestimmte, daß alle Erkenntnisse über MojeftätSbeleidigungen dem Lan deSherrn besonders vorgelegt werden sollten, damit dieser erkläre, inwiefern er von seinem Begnadigungsrechte Gebrauch machen volle. Mehrere neue Gesetzbücher hatten fich aus denselben Standpunkt gestellt, indem sie, amentlich vegen bloß wörtlicher oder bildlicher MajeftätSbeleidigung die Untersuchung von einer besondere Ermächtigung deS Ministeriums abhängig machten. (Sachsen, Württem berg, Braunschweig, Hannover, Baden, Thüringen.) Das Reichs - Strafgeset)buch hat diese Zustände nicht zum Wohle der Allgemeinheit und auch nicht zum Wohle der Monarchien abgeschafft und alle Versuchk, darin Wandel zu schafsen, sind bis jetzt fehlgeschlagen. " ' um Unruhen in Ungarn. Budapest, 22. Nov. Im Unterhause deS ungarischen Landtages brachte gestern die Opposition, um den Fortgang der Geschäfte zu bindern, nochmals die Frage der Entfernung deS Denkmals für den Oesterreich Hevtzi und die 418 Soldaten aufs Tapet, welche im Sabre 1849 bei der Vertheidigung der Festung gegen die Ungarn fielen. Bei der Debatte ließ fich der Minister der nationalen Vertheidignng (Honved) Baron Gezaferjervary zu der Bemerkung hinreißen, daß es der nationalen Partei an Ehrj gefühl fehle, und er beschwor dadurch die stürmische Forderung der Rück-
ahme und Entschuldigung herauf.
Der Präsident der Kammer, Dr. von Szitagyi, suSpendirte die Sitzung. Nach fünf vergeblichen Versuchen, die Geschäfte wieder aufzunehmen, welche durch stürmische und gewaltthätige Scenen vereitelt wurden, trat um 11 Uhr 30 definitive Vertagung unter wüstem Lärm und Toben der Opposition ejn. Unterdessen halte die Polizei die Menge zerstreut, welche sich vor dem Yebäude angesammelt hatte. Aber eine große Anzahl Studenten blieb selbst beim Schluß noch pfeifend und joklend auf den Gallerien und die Rädelsführer wurden verhaftet. ' Bei der Eröffnung der heutigen Sitzung im Unterhause begann der Spektakel von Neuem, legte fich aber, al Baron Gezaserjervary seine gestrige abfällige Aeußerung über die Rationalpartei und in Folge dessen ein Abgeordneter die Behauptung zurückzog, der Minister habe kein Verständniß für Ehre. Die Harmonie dauerte aber nicht lange, und schließlich ging eS ebenso tumultarisch her, wie geKern. Alle Vorlesungen am Polytechnikum waren beute suöpendirt. Vor der Universität wurden Demonstrationen veranstaltet und die Studenten bombardirten die Polizei mit Steinen. Diese drang aber tn ben Hos deS SedSureS ein und jagte die Stubenten dinauS. Die Stubenten sammelten ftch väter noch einmal im MuleumSRmg und saugen de KcssutbHymne Nach heftigem Kimpf würben ste nochmall zeiftreut und viele Berbaftungen vorgenommen. Heule Abend herrscht Ruhe in der Stadt VS!??O,aQr.ten. Angekommen in : New I o r k : Spaardam" von Rotterdam; Kenfinaton" von Antverpen; Georgic" von Liverpool. Bremen: Kaiser Wilhelm der Großes von New gork. Queenstow n: Mojeftie" von New Sork. . allerlei. In Gamben, N. I., hat ein Pastor eine neue Kur gegen die Trunksucht ausgetüftelt, die ebenso einfach ist als sie wirksam sein soll. Der Pastor führt dem Publikum einfach eine Anzahl lebender Bilder auf dem Klnetoscope vor und das Resultat ist, daß sich die dem Genuß von Jersey L'lghtning" und anderen mehr oder weniger feurigen Stoffen huldigenden Camdeniten schaarweise etnfinden. um das Enthaltsamkeitsgelübde abzulegen. Sei einer Woche etwa findet in der Ersten Methodist - Episcopal Kirche eine von Pastor John Hzndley geleitete Erweckungsversammlung statt und volle 6C0 Personen haben während dieser Zeit das Pledge" bereits unterschrieben. Aus dieser Thatsache geht klar und deutlich hervor, daß das Kinetoscope die Keeley'sche Goldkur an Wirksamkeit weit übertrifft, oder aber, daß es in Eamden eine ganze enorme Anzahl von Trunkenbolden giebt. Die letztere Annahme werden die Bürger von Eamden natürlich mit Entrüstung zurückweisen, allein die Thatsache, daß der Temperenzpastor Hunderte von Patienten erfolgreich behandelte, bleibt bestehen. Es fragt sich jetzt nur noch, wielange die Bekehrten" ihr Enthaltsamkeitsgelübde" halten werden. . Einen verzweifelten Fluchtversuch machte der Falschmünzer John Burke. der von dem Bundesmarschall Delaney nach Stillwater, Minn.. transportirt werden sollte. Bei Menominee. WiS.. versuchte der Gefangene aus dem Fenster im Abort des PassagierzugeS zu springen. AlL d!eS ihm infolge der Wachsamkeit des Beamten nicht gelang, wartete er auf eine andere Gelegenheit. In der Nähe von Kingston war ein riesiger Ctein aus daö Geleise aefallen, so daß der Zug anhalten mußte. Als Delaney aus dem Fenster schauen wollte, sprang Burke. der keine Handschellen an hatte, aus und lief auf die Thür zu. Da viele Passagiere im Wagen waren, wollte Delaney nicht schießen. Der Zug fuhr etwa 20 Meilen pro Stunde. Burke svrana aber sofort ab. Er fiel auf einen Haufen scharfer Steine und erlitt : Schnittwunden. Der Deputy sprang ihm nach und verletzte sich nicht. Er setzte dem Flüchtling nach, dieser wurde aber erst nach zwei Tagen und Nächten wieder einaekanaen. als er auf der Farm eines früheren Sheriff? Arbeit verlangte. Der Flüchtling siel einmal, als ihm feine Verfolger dicht auf den ?k,rsen waren, in einen Brunnen. Das ' war für den Augenblick seine Rettung. . ... . jfci i r .v r.! )ver runnen mar nicyi ner un icmc Verfolger gingen an ihm vorbei, ohne, ihn zu bemerken.
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ahrc. M rS. Mary Le wiö, Frau eineS promi oentcu ffarmer und wohlbekanut untec schreibt: .Seit 27 Jahren litt ich sortwLhrevd an nervöser Erschlaffung und bezahlte grosse Geldsummen für Doktoren und angezeigt Mittel ohne Abhilfe. Vor drei Jahren wurde mein Zu ftand beängstigend, der geringste Lärm erregte mich und machte mich nervö. Ich konnte nicht schlafe nd hatt ein Anzahl verderblicher An fälle und wurde allmähli, schlimmer. Ich begann Dr. Milet' Reftorattve Rervtne und Nerven, und Leber.Pillen zu gebrauchen. Anfang schien dt Medizin nicht zu wirken, aber nachdem ich einige Flaschen genommen, trat Aenderung et. Ich ruhte Rächt besser, mein Appetit besserte sich und ich befand mich bald wohler ; nun bin ich nahezu wieder gänzlich gesund, wie ein Person meinet Altert rt erwarten kann. Sott segne aVfc. äVA 1 . a alle Bk"hnkrn rade Velmo. N. . m. 'Mimt- ervine. Tr. MllcS' Mittel werden durch all AZotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erste Masche nllt oder daS Geld wird lurlicker ttattet. Buch über die Krankheiten de! Herzrnt und der Nerv frei. Adresse: aw, Dr, t:a? 5. f-crvino! r nsatore F llcdth Al-M.wVy Vr. Mit Metz tea l ,.. ElklMt. Ind. Der in einer Offenbar ch e r Stoäfabrik arbeitende, in Bürgel wohnendeTheodor Ztopp versuchte seine in Hanau bei ihren (tltern weilende Frau zu ermorden. Die Frau hatte den Mann vor einigen Tagen in Folge ehelicher Mißhelligteiten verladen und sich zu ihren Eltern begeben. Zu die sen kam Kopp, angeblich um seine Frau zur Heimkehr zu bewegen. Er fand sie allein in der Wohnung und fiel nach kurzem Wortwechsel mit einem Messer über die Frau her, die sich anscheinend heftig wehrte. Der Unmensch bracht: der Frau 16 lebensgefährliche Stiche bei. Er stach mit, solch Wucht.. daß schließlich die Klinge des 'Messers brach. Hiernach scheint er, wie Verletzungen am Kopfe der Frau beweisen, noch mit einem Prügel geschlagen zu haben. Ganze Bündel Haare, die der Mensch seinem Opfer ausgerissen, lagen im Zimmer umher. Als er sah, daß die Frau kein Lebenszeichen mehr von sich gab, schleifte er sie in die Küche und entfloh. Um 6 Uhr wurde sie von ihrem heimkehrenden Vater bewußtlos aufgefunden Nachts wurde Kopp verhaftet und gestand die That ein. Er wollte, wie er behauptet, die Frau nicht todten, sondern nur verstümmeln, weil sie hinter seinem Rücken ein Liebesverhältniß unterhalten habe. Die Unglückliche wurde noch am Abend in's Diakonissenhaus verbracht, wo sie hoffnungölos darniederliegt. Der 35jähricze Zahnarzt Dr. Joseph Hegedüs. der früher auf einem Gute seiner Mutter, einer geborenen Gräfin Maithenyi, im Bihaser Comitate lebte und sich im März dieses Jahres in Budapest etablirte. wurde wegen mehrfacher Sittlichkeitsverbrechen verhaftet. Gegen den Arzt sind 36 Anzeigen eingelaufen. HegedüS wollte sich bet seiner Haftnahme vergiften, wurde aber an der Ausführung seines Vorhabens verhindert. . Ein Alter JungfernClub" ist in Nustagu in Kurland begründet worden. Jüngere als 27 Jahre alte Mädchen werden nicht angenommen. Bei der Aufnahme muß jedes geloben, nie zu heirathen. Salzsluh tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körpertheile Hood'S Sarsaparilla, der große Blutreiniger heilt Salzfluß. Hood'S Pillen wirken vorzüglich nach der Mahlzeit und kuriren Kovfweb. 25s .181 Ctraftt.
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