Indiana Tribüne, Volume 22, Number 62, Indianapolis, Marion County, 20 November 1898 — Page 4

LJÜXJtfftSg MZsns Ärivüne. Erschein Täglich und 2mtzf$ Die tSgltche .Trtdüne' kostet durch den Xrlflet J et5 per Woche, die tZontaaSTribüe-k Xmtft per Woche, vetd ,us vrmtn 15 et , IS Cent per rk,,t. Per Voft ukerhald di Ub s,gtschiSt in ,rabthlns V Jahr. Dfftoi 18 Süd Vlabama Cfeft&t Zndianapoliö, Ind., 20. November '98. SoiinlttflS - Mlümi. Wenn morgen alle Sozialisten, Populisten, Anarchisten und andere Jsten stürben, dann brauchte unS um die Zukunft der Menschheit immer noch nicht bange zu sein, denn dann wäre immer noch ein Weltverbesserer da, der eö versteht, die Welt von Grund aus zu kurirea. Kommt da neulich ein Herr zu mir und bringt mir zur Verössentlichung ein langes OpuS, in dem von Kant und Sokrateö und SchopenHauer, von der Arbeitelscage und von der Kneippkur die Rede ist. Ich behielt eS einige Tage und las eS durch. Als er wieder kam, sagte ich ihm, was er über die Arbeitersrage geschrieben habe, sei ja ganz nett, aber die Sache habe keinen Schluß und die Kneippkur hätte er doch nicht damit zusammenwerfen sollen. Und nun hielt mir der Mann eine lange Rede mit großer Vehemenz und bewies mir aufö Deutlichfte, daß ich weder ihn noch von der Arbeiterfrage überhaupt etwas derstand. Die Kneippkur, daS sei ja gerade der Schluß, in der Kneippkur liege die Lösung der Arbeitersrage. Denn nur wenn der Arbeite? nach der Arbeit kalte Waschungen vornehme, werde er kräftig und energisch genug, um Versammlungen zu besuchen und sich mit den Fragen 'betreffs seiner Lage zu beschäftigen. Ich wagte zuerst schüchtern einige Einwände, aber der Redestrom deö Entdeckers einer neuen großen Wahrheit ergoß sich mit solcher Macht über mich, daß ich demüthig schwieg und mir zu Gemüthe führte, wie all mein Lernen und Studiren umsonst war und mit wie einfachen Mitteln man die Welt retten könne, wenn man dieselben nur kennt. Kalte Wasser zur Lösung der sozialen Frage ! Wie einfach, wie billig ! Der selige Bater Kneipp hätte sich daS gewiß nicht träumen lassen. Ich aber werde fernerhin nicht mehr behaupten, daß die Zeit der Wunder vorbei fei. In St. Louis haben sie dem Schiller ein Denkmal von Erz gesetzt. Ein Brauer hat daö Geld dazu hergegeben, aber dem Denkmal sieht man daS nicht an. Und wenn manS ihm ansähe, so würde daS ihm auch nichts schaden, sondern höchsten? dem Brauer Ehre machen, der feine Verehrung für den Mann gezeigt hat, welcher wohl eine Dithyrambe auf deu Punsch, aber niemals eine auf daS Vier geschrieben hat. Und als daS Denkmal eingeweiht wurde, da zogen die Deutschen der Stadt auS in feierlichem Aufzuge und große Reden wurden gehalten und Alles freute sich bei der festlichen Gelegenheit. 3n dieser selben Stadt find vor Kurzem nacheinander drei deutsche Zeitungen eingegangen. Eö waren ihrer füns da, j,tzt find el nur noch zwei. Fünf deutsche Zeitungen in einer Stadt find zwar etwaS viel, aber St. Louis hat über eine halbe Million Einwohner und ist zur Hälfte deutsch 3a, Feste feiern können die Deutschen, aber ihre Sprache erhalten können sie nicht. Wie lange wird eS dauern und jenes Schillerdenkmal wird dastehen tU ein Zeichen verschwundener Herrlichkeit. Ich sehe die Zeit kommen, in der deutsche Zeitungen und deutsches Theater zu den Dingen der Bergangenheit gehören. Daran wird kein Schillerdcnkmal und kein deutscher Tag etwa? ändern. Man sehe sich um in den Kreisen der Deutschen und man wird bei solchen Gelegenheiten Leute sinken, die sich vor Enthusiasmus heiser schreien, deren Kinder aber kein Wort Deutsch sprechen und in deren Hause keine deutsche Zeitung und kein deutsche Buch gelesen wird. DaS ist bei den Wohlhabenden nicht minder der ftall alS bei den Armen. Die Klage ist nicht neu und ihre Wiederholung wird auch nichts helfen. ES hat auch keinen Zweck, sich über das Unabänderliche zu grämen. Ich gräme mich auch nicht, obwohl mir daö doch nahe läge, nur ärgere ich mich manchmal über die vorlauten Schreier, welche so thun, als stünde ihnen nichts höher als ihr Deutschthum und die doch gar nichts für Erhaltung deSselben thun, und ich ärgere mich auch manchmal über Jene, die zu den sögenannten besseren Kreisen gehören, sich ber aus purer Eitelkeit schönua

ÄtiVcr

DeülsHe zü keln, mit Votliebe in amerikanischen Kreisen verkehren da ihr schauderhaftes Englisch paradiren, und dabei nichts weiter zeigen, als daß sie im Grunde genommen Kaffern find. Der Plauderer. perlorene Illusionen. Ein Lebensbild von Alfred ffriedmann. To einer gute Augen hat, kann er in einer großen Stadt eine Menge Dinge beobachten, die weder in Zeitungen stehen, noch in Büchern kommen, und daher eben nur mit den Augen der Beobachtung zu lesen sind. Ich wohnte mehr als zehn Jahre in einem großen klosterartigen Gebäude, es hatte zwei gewölbähnliche Durchgänge und umfriedete einen mächtigen Hof. Je nach der Tageszeit fluthete eine Stromwelle von Passanten nach der anderen hindurch; zu gewissenStunden wieder war es öde und still, so daß man ganz deutlich die klagende Zither eines blinden Veteranen hören konnte, der bald an dieser, bald an jener Gewölbeecke saß, und, mit leeren Augenhöhlen in die Welt starrend, dem wurmstichigen Instrumente sein wildes Wehe anvertraute. Zur Schulzeit und um die Mittags- und Vesperstunde pflanzte sich ein Orgelmann wie ein Cerberus vor einem Durchgang- auf, und mahlte" eine Melodie nach der ande ren auf seiner Kaffeemühle. Damals bekam ich einen Haß gegen Musik. Ich verabscheute Palestrina, Pergolese, Haydn, Bach und Beethoven und fluchtete mich in dasEndzimmer meiner Behausung, das auf einen kleineren Hof des enormen Traktes hinausging und zu dem das George! der Sttauß'schen Opern nicht drang. Um diese Epoche meines Wiener Lebens sah ich um die neunte Stunde, wenn die Arbeiter, die Beamten, die Schulbuben und die vielen Approvisionisten des großstädtischen Magen? bereits über meinen Hof gezogen, ein kleines Mädchen, mit einer Mappe unterm Arm, gefolgt von einer noch jugendlich aussehenden Dame, durch den Staub des ungepflasterten, ungepflegten Carrees schreiten. Das Mädchen besaß etwas ungemein Anziehendes in seinem Benebmen, seiner Haltung und selbst in seinem Gange. Es hatte daS frischeste, lieblichste Gesichtchen, das man sich denken konnte, ein polnisches, viereckiges Pelzmützchen auf, knapp anliegende Tuchgewänder und hohe, polnische Reiterstiefelchen an, wie man sie, uneleganter, auch bei böhmischen Arbeiterinnen fast durchwegs findet. Sein Antlitz glich dem deS Greuze'schen Mädchens mit dem zerbrochenen Kruge am Brunnen. Das Bild hangt im Louvre: La cniche casse" heißt es. Das Mädchen sah stets unter sich und nie Jemanden an, sein Blick schien immer auf die Spitzen der kleinsten Sriefelchen geheftet, die ich jemals eine freudig - lebensbewußt - schreitende

Gestalt tragen sah; man suhlte aber instinktiv, daß das herzige Mädchen doch Alles sehe, daß es unter seiner gesenkten Stirn unendlich viel denke, und das in den lieblichsten Wellenlinien geschwungene Mündchen sah stets aus wie ein zurückgehaltenes, überlegenes Lächeln. Eine gewisse Sieqessicherheit war über das ganze Antlitz gebreitet, über welches es oft blitzartig aufleuchtete, das Wangen von der entzückendsten Karnatlon, emKinn mit Grübchen und ein reines Oval aufzuweisen hatte. Die Dame, welche neben dem Kinde, das damals vierzehn bis fünfzehn Jahre zahlen mochte, herschritt, mußte unbedingt die Mutter fein. Die Tracht, das Gesicht, die Haltung war dieselbe. Nur kam mir die vielleicht fünfundzwanzig Jahre alter aussehende Frau ganz nichtssagend und ungraziös vor, so sehr ihr die Tochter auch glich. Es war an emem Rosenstrauche die frisch erblühende, noch kaum duftende Knospe, und neben ihr die welk herabhangende, verblühte, würzlosi A?se. Wenn ich so um die neunte Stunde mein Frühstück eingenommen, die Spatzen und Tauben des Hofes gefüttert, den sich im Staube, Regen oder Schnee nachjagenden Hunden der Hofeinwohner zugeschaut hatte, sodann meine türkische Pfeife zum Fenster hinaushielt, wartete ich immer ungeduldig auf das hübsche Polenkind. Und es kam immer, schritt gesenkten Hauptes aus einem Durchgang zum anderen, mit Mappe und Mutter. Dann zog ich mich zu meinen Büchern und Scripturen zurück und Schlag ll Uhr erschien das holde Mädchengebild wieder, auf dem Heimweg begriffen. Zuweilen stieg ich um jene Tageszeit hinab und seh mir das Köpfchen, die Mappe, die Mutter näher an. DaS Köpfchen hob sich wohl einmal und schlug kaffeebraune Augen, aber nie gegen mich, ich war Luft für sie. Aus der Mappe stand Musik-, mir dazumal ein fürchterliches Wort, weil alle Orgelmänner für jenen Hof einen Freibrief hatten; die Mutter ward tag lich korpulenter und uninteressanter. So verstrich die Zeit. Pflasterer kamen und bedeckten die staubige Fläche des Hofraumes mit schönen, viereckigen Ziegelfliesen, die noch oben drein eine Zeichnung hatten, und während sonst das Geräusch der Räder der durchfahrenden Karossen, der Huf schlag der. stolzen Pferde still im Staube verhallten, machte jetzt der schwerfällige Wagen des Klosterabts einen heillosen Lärm. In der Mitte des Hofes erhob sich ein grüner Rasen. an dessen sechs Enden sechs winzige Kastanienbäumchen als Schildwachen eingepflanzt wurden. Nach ein paar Jahren aber streckten sie schon ihre duftigen harzigen Blüthenkegel bis an's Fenster meines ersten Stockwerkes. Spatzen wiegten sich in den kahlen

-f ' , ' ... . . , ... j .' . Nv ir-jjm' i",nT?T-rin.M i w-iimii ii in UTrrammrf ""')

ILtÄiiicA UKkjkWAAJk'kA Üb Lt

j Aus dem 1 Wett MoUke's

(Auszug aus der Gartenlaube.) W Der General-Feldmarschall l vcn Moltke genießt seit Jahren jz starrendes HeilnahrungSgetrank m t)amx Hoff 53 Extrakt und i ftritfiftiirf v 7 1 fc5 Ein Dutzend Flaschen

's flüssiges Malz. 'mMMmmW M

trinkt cfi tSsltirf iiint

' : j f ti3 (&ttait enthalten mehr Nährkraft wie ein Faß Bier oder Porter.

W ZoKann DoK"'"""ni... i JVI;WUI1 11 V VV xtm Aork. 156 Franklin Skr. W k ÜJm2jmm Vi.. MiHjUjt J..JI.ÄJ.lfc.Ji. ji JfeJKife 1.&-H4. JkJh.t

Llesten. !u den grünen Zweigen, dann sielen braune Früchte zu meinen Füßen in das frisch angebaute Gras. Das Fräulein ging noch immer in zwar etwas größeren polnischen Stiefelchen, mit einer neuen Mappe, einem zierlichen polnischen Hütchen, aber mit derselben Mama in die Musikstunde. Ich hatte inzwischen durch einen Zufall ihren Namen, ihre Wohnung erfahren und mir aus Wahrheit und Dichtung und ihrem selbstherrlichen, nun wie eine junge Mairose entfalteten Rosenmündchen den Roman ihres Lebens zusammengedacht. Wilma Dobrowolska hatte Talent für die Gretchen, Julien u. s. w. Sie fang aus voller Kehle eine herrliche Arie nach der anderen in die Welt hinauS, und des Nachts, wenn sich die jungfräuliche Gestalt in ihr Linnen hüllte und die Fittiche des Traumes über die langbewimperten Augen hinfuhren, sah sich die Holde als Somnambula" über die Dächer schreiten, als Dinorah, der Patti zum Trotz, den Schattentanz tanzen und die Nilsson, die Lucca, und wie all' die glücklichen Sterne erster Größe heißen, zerbarsten vor Neid, wenn sie, die aufgehende Sonne, am Morgenhimmel der Kunst erschien und all' die Sterne aller Größen und Farben mit ihrem reinen, weißen Lichte auslöschte, mit ihrer Alles übertönenden Stimme zum Schweigen brachte! Das war die Dichtung. Ich begann mich immer mehr für die angehende Jenny Lind zu erwärmen, und so oft ich in den Zeitungen von einer Kunst - Elevin las, die unter dem oder jenem wohlklingenden Pseudonym ihr Debüt in der Oper oder Operette feiern sollte, besuchte ich die Premiere. Die schöne Polin Wilma aber schien noch immer dem Studium obzuliegen das Lampenlicht zu scheuen, auch in Concerten war nichts von ihr zu sehen, zu hören. Nun kam eine Zeit, da ein unternehmend aussehender Husaren-Lieutenant Mutter, Wilma und Mappe regelmaßig über den Hof begleitete. Daß ich das Trio in dieser Gesellschaft sah, that mir in der Seele weh, denn ich kannte den schlanken Ungarn mit dem stolzen Schnurrbart als einen Glücks-, Fuchs- und Mädchenjäger. Damals glaubte ich ein sommerliches Aufblühen der zukünftigen Henriette Sonntag zu erspähen. Sie sah so glücklich aus, ihre Wangen füllten sich und die Grübchen verschwanden, sie glich einem reifen Pfirsich mit all ihrem Pflaum, Hauch und Wohlgeruch, und ihre Farbe war die der Flügel eines unberührten rosigen Sommerfalterö. Dann sah ich den Husaren nicht mehr. Wilma ging noch immer mit Mutter und Mappe in die Musikstunde, sie sah verweint, abgehärmt aus. Ihre Wangen fielen ein. in schwarzen Höhlen lagen die Augen, wodurch sie dreifach vergrößert und von ganz dunklerGluth zu sein schienen. Dann erholte sie sich wieder und mußte eifriger denn je dem Studium zugewandt sein. Denn sie schleppte ganze-Berge von Musik hin und her, Partituren und andere kleinere Liederhefte, sie trug mehrere Mappen, und ein einzigesmal sah ich sogar die nun schon ganz häßlich gewordene Mutter der unter der Last Ermüdeten ein dünnes Heftchen, ich glaube, es waren Mendelssohn's oder Schumann's Lieder, abnehmen; welche Erleichterung glaubte die Alte der Jv?gen zu bieten! So verstrich Jahr um Jahr. Die alten Gassen und Straßen um die Rieseninsel meines Hofes wurden abgerissen, der Staub kam über die Däeher und legte sich auf das frisch angelegte , Gras, daS jeden Lenz durch viereckige torfstichähnliche Humuskuchen erneuert wurde. Die Zinnen eben entstandener Paläste schauten nun über die Dächer und Schlöte meines Hofes" herein, und der Ein- und Ausgang führte aus neuen Quartieren durch unsern von der Zeit unberüyrten Trakt in neue Viertel. Viel Altes stürzte, viel neues Leben entkeimte den Ruinen, and? Spatzen, ldere Tauben balgten sich um meine Almosen, der blinde Zithermann lag irgendwo an einer Friedhofsmauer in tiefem Schlaf in den vielleicht doch Melodien seiner Jugend hineinklangen denn wer weiß, ob wir so fest schlafen, daß wir gar nichts mehr hören. Die Kastanienbäume waren schon so groß geworden, daß mir ihre breiten Schattenblätter die Aussicht verdeckten und gleichsam dem zweiten Stock die Hand zureichten. Andere Blinde und Lahme geigten und flöteten an den Hofpforten, um einen Kupferkreuzer zu erhäschen, sogar drei invalide Zigeuner spielten Strauß'sche und wehmüthige ungarische Walzer in dem Hofraum. Und Wilma gistg noch immer zu dem Musikprofessor. Ob ich noch derselbe war? Ach! Sie war nicht mehr dieselbe. . Mit unsäglichem Mitleid bemerkte

Ji jitkL JtÄAti JJ'tUiS V-M Graf als Jo t Äobann Soff'S Mal: lcy nacy einer längeren Frist, daß sie anfing, ihre Schönheit zu verlieren, daß sie mehr und mehr ihrer ganz zur Vogelscheuche gewordenen Mutter glich. Sie war im Gesicht, am Körper zusammengefallen, und doch aufgedunsen, sie trug die Haare über den Halsansatz verschnitten, und machte ganz den Eindruck jener oft beschriebenen, vielverschrienen Nihilistinnen, die etwas zu rächen haben, was nicht allein der Monarch und der Staat verschuldete. Endlich veränderte ich mich selbst; kch verließ den trauten, liebgewonnenett Hos" und bezog ein anderes Quartier. Nach Monden und Monden begegneten mir Mutter und Tochter, ohne Mappe, in einer entlegenen Vorstadtgasse. Mein Herz preßte sich zusammen, als ich die einst so schöne, duftige Rosenknospe Wilma wiedersah. Ich begriff wie noch nie das Wort: .Verlorene Illusionen". Aus dem schönen, reichbegabten Mädchen war nichts geworden, keine Sonntag oder Lind, keine Nilsson oder Lucca, aber auch keine glückliche Gattin, keine geliebte Mutter, der ihr Nesthäkchen Trost und Ersatz für alles sonst so schön Erträumte, so wenig zur Wahrheit Gewordene bietet; die Ideale waren nicht von den unerreichbaren Höhen herabgestiegen, das eigene Heim, daS vom Fleiß fast zum Genie gemachte Talent hatte sie nicht in die Regionen der Ideale hinaufgezogen. Sie war gescheitert an der Unerbittlichkeit des Lebens, an der Macht der Verhältnisse und an, der Hlmmel welß welch' unsichtbaren Klippen und Rn fen, die der Ocean der Weltstadt so klug durch schaumende Wogen zu verbergen weiß. Sie war gescheitert an der Sandbank, über welche tückisch eine seichte Welle von großstädtischen La stern fließt: Neid, Mißgunst, Klatsch sucht, Lust am Neuen und Niedagewesenen, ProteAlonsschwindel, Vergeß lichkeit und Egoismus. Arme Wilma! Du gleichst nun ganz Deiner Mutter und Deine Mut ter hat wahrlich wenig Aussicht, von der Bühne oder dem Podium herab Herzen zu erobern und goldene Berge zu versetzen. Vielleicht war Deine Mutter eine Mitschuldige an Deinem Schiffbruch. Wer wollte aber auf die Beschränktheit den ersten Stein werfen, da Jeder an und in sich die Grenzen der Menschheit fühlen muß. da Jeder den Anderen beschränkt und an die Schranke des anderen Ich an stößt und anprallt. Arme Wilma! Ich bedauere Dich und weiß nun auch, welchen Titel ick über mein Dir gewidmetes Blatt zu setzen habe; er muß lauten: Verlorene Illusionen!" Gedankensplitter. Um einen Irrthum nicht einzugesteh'n, smi W ti.fr " ' xulio inancyer ueoer zeyn neue vegeh'n. Je winziger, desto kecker der Held. Nichts scheint solchem Wicht zu ver- ' messen. Er wagt's, das ewige Sternenzelt Mit Daumenbreiten zu messen. Die erste.Falte. Die erste Falte im Antlitz der Frau Entspringt der Befürchtung, man sehe genau Bereits den Zügen das Alter an, Das sie verheimlicht vor jedermann. M. B e r n. Merkspruch. Haut wer her. hau' du hin. Aber kräft'ger, dann Gewinn. E i n guter Mensch. Herr (zu seinem Freund): Du warst doch immer kerngesund, ich dächte. Du fingst jetzt auch zu kränkeln an." -Ja weißt Du. der Doktor Schmied ist seit zwanzig Jahren mein Freund, und da muß ich dych auch anstandshalber 'mal krank werden." Macht dtr Gewohnheit. Nichter: .Wie kamen Sie denn dazu. dem Zeugen, während er badete, die Kleider abzunehmen?" Angeklagter: Das hab' ich schon von früher; ich war nämlich längere Zeit Theateraardcrobier!" Kindermund. Tante (welche sich für gewöhnlich schminkt, malt und pudert, um jünger und hübsch zu scheinen): Komm. Fritzle, laß De jetzt wascha, daß De schö' bischt." Fritzle: Tanta! Warom bisch denn Du net schö', wenn De g'wascha bischt?" Nette Aussicht. Gutsbeüker: .Ack. Klärcken. das v-k-n an? unserem Gut wird sich reizend gestalten! Was wir für das 5iaus K-nntKZ-I W f V I' gen. bekommen wir hier' im Dorfe, und f ff ?kl, in n.it.2 n(.!V vut6 mu juiu uuec einen Hut brauchen, da fahren wir in die M,skk?n,Z" lR.iMn. Ysk... .14. . . . ( u - , u 4 ' V das wird schließlich doch langweilig werden. ,so oft in die Residenz fahren zu müssen.-

f:a

tj "'ii'iV,wo i ) j Hcs 'rSs S JtW i m T' ijk l'T- ? 4

W t

'mm,m m

o o &Vz-.r-.z

m

Tl

m

.rrV.O.G.Mfnff hat seine Office nach dem Willoughby Gebäude, No. 224 Nvtd Meridian Str.. ,rste Etage, verlegt. Ofsice.Ttunden : Von 2 bis 4 Uhr Natmittag Telepho : Office Wohnung 3. Dte.Wohnung befinde sich wie bit her : 1S37 Nord Pennsylvania Straße. MüUers Leber - Pillen ist daS beste und nebenbei auch gelindeste Mittel gegen UnVerdaulichkeit, Verstopfung, Leberleiden etc. 23 CrntS die Schachtel bei Ferd. A. Müller, Apotheker. Ecke East und Washington Str. und auch i aütn andere pothtken. 15 Fässer aviWio's Porzellan, : : soeben erhalten. : : Neue DecorS, neue FaconS in Tafel-Scrvicc. hgZ.ssLIISo 29 & 31 West Washingtons!?. nrner Bau- und Spar-Verein macht Hypotheken-Anleihen zu den niedrigsten Zins-Raten. Abzahlungen der Schuld nach Be lieben. Man erkundige sich bei den Beamten : Albert (5. Metzger. Präftdint. LouiS Lielken. ice.PrSftdent. lri Bobn. SekrMr. Carl $. Lieber, chatzmetkn. Versammlung jeden Samstag Abend im Deutschen HauS. Fünfzig Jahre unermüdlichen deutschen ötrebens in Indianapolis von THEODOR STEMPFEL. Fest-Schrifl zur Feier der Vollendung deß Deutschen Hauses Brochirt 50c ; gebunden $1.00. Postvorto beträgt 15c. Au habe in der Offl:e der frtdfl.' (Xann uch bet d H. Lieber in der Ossi de .Tklegravd' und i rs r ä r . . . r. i . im LtmiqiR iaK( gtiauji nnsen.) ! ! ! Aber nicht vergessen bafc Mode die best wähl von Stiefel nd Schuhe I . fc. A l A L A 1 ' in cc( oiaci 9m, , besonder in warme WinterEtiefln und Schuhe und Haupat,ffln. Exnch vor ad überzeugt Euch selbst. 143 Oll Washington Str. MI IDXIxiaIl. tto. 1210 elzelbv Strafte. S9 fl fl stAWÄ-V üUU UrTir'Ä A TEAR1 adartakttodrlt fc 11! . ... ' ipvreoa nrw rtt. tad mbA. ' wwwmiiri TMl OaJIax Mm alUMtia rsaployoMaMU hick oaeu arnni tkataaoaat. Wo tot aM aalM aaecaatfal u abaa. Eaaily as4 aalekly MiwL I 4atra aal aaa warfcar fron aaeb Uatrict o; aoaatr. aava akaad taafftl a4 prooa wlU aapiorMai tara taarta tbair wa leeallti, knrnr tn.y wil' älao Ainlia

yiwv

" ' " "" mi '" ',,' - LAXIR itEiiTopfj2 mmmljmtiiSiStl -MOm MCKMUfm ,,,,11. tfonuf . ÜX7

fj

knMcka 6 k J$ ljdianapofe, lrcl.

t"? S MW yaar wck. It M W ftJJfPr rfJ-

r.y- vv y-.v .

3m Diese kalte vkäckte machen einen Winter-Ueberreck sehr nothwendig. Wenn Sie nicht bereitö einen oekauft baden, so fern men Sie und sehen sich unse e schöne Auswahl an. Die feinsten und besten Uebrnöcke sehr billig. Anzüge für Männer und Jünglige $5.00 und auswärts ; einreihig doppelreihig, Sack oder Taille. Anzüge von Serge und unappretirten Wotfted, ein- und dcppelreihig ; die Doppelreihigen mit oder ohve Seiden-Ausschlag. Preise von $7.50 bis $8. HO Eine Partie ganz wollene mit Atlaö. Ausschlag nur S10. 5 und 7 West wash. Straße.

i'iMii," Mj'i t '..iuli'i'i

Die

inger !

zf ) x Z . . f.M'-iJ:"-i. " ski, y. -btiT " " '"?--? - ' "

s?Ä iHftln "ChuSÖSSte

t

:i;i-L -'r p't W lVM - l M .rdlfX ml ly?K Q--n s rl) id-V mmL Wls h dtW 5" V dHA 5, 2. I -i t "r.T. . V väi rZZw w ) it 2ajtVS0i V '3Ti ft-Lxx--h&r& r - . ' 'Äl 5 O ,7' -L' N's!T,4. - l'5r

in der größten und bestauögestatteten Fabrik der Welt, wo jede Nähmaschine mit der größten Sorgfalt auf ihre Tauglichkeit untersucht wird, indem man aus ihr näht. Ueber 13,000,000 wurden sabrkzirt unb verkauft Nur verkauft durch die

inger taufaefuring Oo

No. 26 West Washington Straße.

Größte ZSuownhl von

Heiz .Kochöfen in der

Möbel, Teppiche, (veltuch, Blech, Granit u. porzellanwaaren

' und alle aushaltungssachen.

317 31v Ost Washington Str., t Square östlich vom Courthau.

CDI2n.ca.t3 TLim IIIIirrttaniicnEnjnri-,

Tel, 1725.

c ä G l ) oWlij3Lbo

Sehen 5ic in sere Covert Ucberröcke zn S7.50 SI0JI2 SI5 Ganz un)!, ene Kerseys vvn 8 onswarrs. Sehen Sie unsere blauen schwarzen und braunen later (tersey ttcBerrfläe ganz Wolle, Atlas Aermelsutter, der btste 515 Rock zu nur Zwölf 0 l l a r s. 5 und 7 West wash. Straße. i

ß$$t$&( aT icyA )v4Afi . h ,

Gebaut lvie eine Uhr

! -Lyzi

rs3:; . v,m -rl - ' :i ; 5jyj jjdiithyy r: r

-? w-- rirrAX:'--' . Stahlherden Stadt. Nachfolger von Haueisen & Hartmann.

ji j4. , w -v ' :-- J--V.".-i gr1