Indiana Tribüne, Volume 22, Number 60, Indianapolis, Marion County, 18 November 1898 — Page 1
0 n V - AO fr k&Y sVC rtf K svft r LUV V a w vv kyj o o sA V Office : No. 18 Güb Alabama Straße. Telephon 11714 Indianapolis, Indiano. Freitag, den S. November 1898. Jahrgang 88. siciöo
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Starb : malie Wülfing. Ea'ttn U Herrn t?ugen j Zwülftng. 2t Jahre alt. am 17. Novembn. Morgen, j 4 Uhr t la Hnzschlag,. ?erdigung morgen (Sam, Pag) achwittag 1 Uhr 30, vom Traierhause. . 811 ( AlftfvnV V ,, Alll - Highland Avenu au Tie trauernden Hinterbliebene föeo Mevrmann Fsichenbsftsttss, Office: 26 Süd Delawarestr. Ltälle , 220. 222. 224. 226, 223 Ost Pearlstr. Telephon 911. Offen lag und Nacht. Frei! Frei! Frei! z&32nzLfiXkz&2 verschenken wir mit jedem Verkauf eine praktische Hutbürste. 1.98 v Samstags Spezialofferte. Steife oder weiche Hüte, die allerueuefteMode sür8l.8. Alle Farven uns eine Uuarnat, welche mcht zu $3 übertrofsen werden kann. Dante? Hat Co;, No. 8 Ost Washington Str. Schild: Der große Glas-Hut.I & WW kür Viano, Anibilduna der Ltimm? . Theorie. Honorar von ti bi $5) für den Kursu. Etrculare zu Ihrer gkf. Versugunz. Franz B&llinger Direttor. 605 ?i,rd Delamare Lttabe. ! ? ! mhfv nickt nsr's?',, bat Zode die teste u,wahl von Stieseln und Schuhen ta drr Stadt hat, b.f.ndnt in warmen Vintkr.Ztlefeln und Echuben und Hauipantoffel. Exrecht vor und überMgt Euch selbst. 145 ON W.Isuinttton Str. KH. E)Ittdle. Fünfzig Jahre unermüdlichen deutschen Strebens in Indianapolis von THEODOR STEMPFEL. Fest-Schrift zur Feier der Vollendung deö Deutschen Hauses Brochirt 50c ; gebunden $1.00. Postporto betragt 15e. !
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Editorielles.
Puckle s in seinem berühmten uuic wjsiiicui uctuyimtu lZeschlchtöWkrke "IllStory Ol tK c; ;Hzat:0n of England" auSeiNSN- I O a der, daß eS für den Fortschritt der Zivilisation eine Nothwendigkeit war, daß ein Theil der Menschheit für die andere arbeitete, damit dieser andere Theil die genügende Zeit und Muße fand, um die Geistesarbeit der Menschheit zu verrichten. Für einen bestimmten Srad der Aultur hat diese Anficht auch ihre dollftändige Berechtigung. So lange die Menschheit mit nur primitiven Werkzeugen und Produktionsmitteln auigestattet war und die Erzeugung der LebenSbedüfnisse den größten Theil der Zeit und Kraft eines Menschen in Anspruch nahm, war eS wohl nicht leicht möglich, sich an der Herstellung der Lebensbedürfnisse zu betheiligen und zugleich wissenschaftlich oder künstlerisch thätig zu sein. ES wäre Zeitverschvendung, darüber nachzudenken, ob nicht auch ohne die Einrichtung der Dienftbarkeit in ihren verschiedenen Formen, die Entwicklung der Kunst und der Wissenschaft gerade so vor sich gegangen wäre, wie mit derselben. Die Einrichtung hat beftanden und daö Verhältniß der Dienstbarkeit eines Theile? der Menschen hat dem anderen die zur Geistesarbeit nöthige Muße verschafft, und, den geseemäßigen Verlauf aller Dinge vorausgesetzt, ist man wohl berechtigt anzunehmen, daß daS nicht anders hätte s.: Es wäre B. vollstänM . ön btt hoU Stand der griechischen Kultur ohne die 9 ff 'f () T T - Sklaverei möglich gewesen wäre, und da nun einmal die Natur nicht aus lauter Güte und Wohlwollen zusammengesedt ist, so hat man daS Recht, gie Frage ohne Weiteres mit Nein zu beantworten. Heute aber liegen die Verhältnisse ganz anders. Hkte steht dem Menschen die Maschine zu Gebote, heute arbeiten Lust, Dampf. Elektrizität und Wasser für ihn. Mit Hilfe dieser Kräfte und der Maschine ist die AnWendung der menschlichen Kraft zehn. zwanzig, ,n manqen yauen meyr aic hundert Mal so Wirksam wie früher. I.. (m,ri;H , t-i LIl IUIIU IfU IV ülllli(r' tion hervorgerufen, welche vor hundert Jahren der größte Phantast sich nicht erträumt hätte. Um nur ein einziges Beispiel zu erwähnen. Früher brauchte eine Person, um mit der Hand hundert RieS Papier herzustellen, 4800 Stunden, heute verrichten zwei Personen diese Arbeit in drei Stunden. Unter solchen Verhältnissen ist die Einrichtung der Dienfibarkeit zur Förderung der Wissenschaft und Kunst I t -M ftd Mrtl&2 Ci m MlAf '" H M I ejste Aulturnothwendigkeit. Die Zeit, welche die Herstellung der Lebensbedürfnisse erfordert, ist so gering, daß für die geistige Arbeit vollauf genug übrig bleibt Dr. Herzka sagt in seinem bekannten Buche: Die Gesetze der sozialen SntWickelung" bezüglich Zeit und Arbeit daS Folgende : Nach sorgfältigem Studium bin ich bezüglich der Zeit und Arbeit, die nothwendig find, um AlleS, was die österreichische Bevölkerung an gewöhnlichtn Lebensbedürfnissen bedarf, herzustellen, zu folgendem Resultate ge kommen : ES sind 15,500,000 Hektare Land nöthig, um alle nothwendigen Bodennen) zu produz.ren. Sämmtliche fc,ft K nMiftfi hr Qnnhm VUII V VHHHII) V Wirthschaft, der Bergleute, Bauarbeit u. s. to bedürfe 615.000 Arbeiter. 11 Stunden täglich, zu ihrer Herstellung. Dufe 015,000 Arbetter find nur 12 cn ic r i . r . m . vrozenl oer aroeu,saylgen evo.rerg der 16 Jahre, Frauen und inder auSgeschloffen. Sollten dle fünf MlMonen arvenssüylger Menschen be schäftigt sem, dann wurden dieselben ur 36 Tage im Jahre zu arbeiten ba ben, um alles Nothwendige für die österreichische Bevölkerung zu produzi . tntthn Ms fünf VTHifliniiiu. -v - I I " , M z,h. 4inlntx Mn . . . r - - C - 4 fX.!i lwao jcocnaue groo.en itxni, um stets frischen Vorrath in jedem Depar tement zu haben) dann würde Jeder nur eine Stunde und 22 Minuten täglich zu arbeiten haben. Zwanzig Prozent der erwachsenen arbeitsfähigen Männer könnten bei zweistündiger Ar I beitSzeit nicht ur alle nothwendigen
Produkte, sondern auch alle nur denkbaren Gegenstände deS LuzuS und der Kunst herstellen; 300 Arbeitstage im Jahre gerechnet. Würden diese 20 Prozent mit den übrigen 80 Prozent ax; n..t.!i : cr.t.xf m f m
miCQiatOCil iul ttuiiuip iiitMiiu, dann würde kein arbeitsfähiger männ liche? erwachsener Einwohner Oefter reichS länger als zwei Stunden täglich während zwei Monate im Zahre zu arbeiten haben. Die andere Zeit könne dem Studium, dem Vergnügen, körperlichen Uebungen u. s. w gewidmet werden." Was für Oestreich gilt, das gilt natürlich für alle Kulturländer, und ob diese Zahln biS aufS kleinste Detail ricktia sind, iß nebensächlich. 3n der Hauptsache werden sie kaum zu beftreiten sein. Dabei ist nicht zu vergessen, daß die Technik noch immer veiter vorwärtS schreitet und die Produktion?fähigkeit sich immer mehr vergrößert. Efeist völlig klar, daß heute keine Kulturnothwendigkeit mehr dafür besteht, daß ein Theil der Menschheit im Dienste deS anderen arbeitet. Wenn eS dennoch geschieht, so liegt daS nur an der Langsamkeit, mit welcher sich die sozialen Einrichtungen, den Veränderungen in den wirthschaftlichen Zuständen anpassen. Diese Anpassung aber wird und muß stattfinden, gleich, viel wie langsam. e RHnachrWn. Wetterbericht. Kühler, schöneS Wettter heute Nacht; schönes Wetter morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden b2 Grad, niedrigste 48 Grad. Die Untersuchung der Militärverwaltung. Washington, 17. Nov. Die Commission zur Untersuchung der KriegSvervaltung schloß ihre VerHandlungen hier heute Nachmittag, um morgen Bormittag im Fisth Avevue Hotel in New Lork zusammenzutreten General Dodge hat Anfragen bezüglich der Sitzung in New Jork von Huaderten von Personen in der Umgebung der Stadt erhalten, weiß aer nicht, ob dieselben alle als Zeugen austreten wollen. Von New öorkgeht die ComMission nach Boston, und von dort nach Philadelphia. Bei der Rückkehr werden in Washington noch viele Zeugen gehört werden und, wenn die Eommisfion nicht nach Cuba geht, wird man von dort verschiedene Personen hierher kommen lassen. Col. Denby bleibt in Washington zurück und hört Leute an, die sich zum Zeugniß selbst erbieten. Die kanadische AusgleichsCommission. Washington, 17. November. Die Canadische Ausgleichs - Commisfion beschäftigte sich heute mit der nordatlantischen Fischerei und der Reciprocität. Frage. Die Fischereifrage kam zum ersten Male zur Berathung, und eS ergab sich, daß Canada den Amerikanern erweiterte Rechte zugestehen will, falls die kanadischen Fische zollfrei zu den amerikanischen Märkten zugelassen erden. Damit ist et großes BlSkulnonSselv erösfnek, und ein Abschluß ist nicht sobald zu erwarten. 3a der ReciprocitätSsrage bestehen die Amerikaner daraus, daß vor Allem auS dem kanadischen Tarif daS Vorzugsrecht von 25 Prozent für England gestrichen werden muß. Ohne diese Eonzession dürste eine Einigung unmöglich sein, da die fragliche BeKimmung einen großen Theil deS amerikanischen Handels zu Gunsten EnglandS vernichtet hat, namentlich in Baumwollwaaren, Sisenwaaren etc. Für unmöglich gilt eS nicht, daß daS angedeutete Ziel erreicht wird. N a ch E u b a. Washington, 17. Nov. Mit der Beförderung von Truppen nach Tuba wird in etwa zehn Tagen begon nen werden. Der bestimmte Tag ist noch nicht festgesetzt. ES hängt dieS von den Vorbereitungen jaus Cuba zur Unterbringung der amerikanischen Truppen ab. Ausschluß von Schweizer Vieh. Washington, 17. Nov. Dle Regierung wird ablehnen, daS Verbot gegen die Einfuhr von Rindvieh auS der Schweiz aufzuheben, weil in 11
Kantonen der Eidgenossenschaft die Maul- und Klauenseuche herrscht, welche nach der Anficht des AckerbauDepartements alles Vieh gefährdet. Ein Besuch deS Gesandten der Schweiz
beim Sekretär Wilson in dieser An gelegenheit war in Anbetracht deS bestehenden Gesetzes fruchtlos. Eisenbahnunglück. Jersey Sity. 18. Nov- Auf den Hackensack Wiesen arbeiteten etwa zwanzig Polen und Italiener am Geleise der Pennsylvania Bahn. Sin Sisenbahnzug fuhr mitten unter sie hinein. Elf blieben sofort todt, die Uebriaen wurden mebr oder minder verletzt. Der Lokomotivführer hatte in Folge parken NebelS die Leute nicht gesehen. Kampfe mit d en Filipinos in Aussicht. Seattle, Wash., 17. Nov. Capt. John Larnson vom BundeStranSport dampfer Arizona ist auf Urlaub von Manila angekommen. Nach seiner Angabe herrscht unter den Offizieren allgemein die Annahme vor, daß, nachdem die FriedenSeommisfion ihre Arbeiten beendet hat, den BundeStruppen ernstliche Unannehmlichkeiten mit den Eingeborenen bevorstehen werden. Admiral Dewey hat ihm gesagt, daß Aguinaldo nicht nur unzuverlässig, sondern sogar verräthkrisch ist, und daß er seinen Leuten versprochen hat, daß er sofort nach dem Abzüge der Spanier den Ver. Staaten den Krieg erklären wolle. Aguinaldo hat serner geäußert, daß er die amerikanischen Truppen schneller umbringen kann, als sie von der Regierung nach den Inseln gebracht werden können. Wie Eapt. Barnson angiebt, besteht zwischen den Seeleuten und den Landtruppen über die Besitznahme der Philippinen eine Meinungsverschiedenheit. Die Seeleute sind dafür, 'aber die Truppen stark dagegen. Der Aussatz in Manila. V a n e o u v e r, B. E., 17. Novbr. Wie der Dampfer Empreß os China" auS Manila berichtet, herrscht dort allgemeiner Schrecken vor dem Aussatz Durch Nachlässigkeit der spanischen Beamten sind etwa 200 Aussätzige auS der Haft entkommen. Eine Zeit lang war dieS den amerikanischen Behörden unbekannt, und die Kranken wanderten unbehindert umher. Später wurde Befehl gegeben, alle Aussätzigen festzunehmen, und sie sollen jetzt auf einer kleinen unbewohnten Insel südöstlich von Luzon untergebracht werden. Diese Insel soll von der amerikanischen Regierung zum DetentionSort für alle AuSsäigen auf den Philippinen gemacht werden, und die Unglücklichen werden dort auf Kosten der Regierung ernährt und verpflegt werden. Soviel man weiß, sind ihrer jedoch noch 60 auf freiem Fuß und machen die Straßen und Vororte von Manila unsicher. . Verworfen. B er l in, 17. Rov. Im öftreichischen ReichSrath wurde der Antrag deS Herrn Pangermann, den früheren Minifter vadeni dafür in Anklagezustand zu versetzen, daß er Polizei in die Sitzung deS ReichSrathS beordert habe. verworfen. Seht nicht nach Spanien. B e r l i n, 17. Nov. Sine offizielle Depesche von Valetta, aus der Insel Malta, meldet, daß der Kaiser nach Pola am adriatischen Meere gefahren sei und daß er von dort direkt zu Lande heimreisen werde. Als Ursache verden Gesundheitsrücksichten für die Kajserin angegeben. Von der Insel RhoduS auS telegraphirte der Kaiser an den Khedis von Sgypten, daß er bedauere, ihn nicht besuchen zu können, dem Khedif zugleich für dessen Vorbereitungen zu seinem Smpfange dankend. London, 17. Nov. Die Daily Mail" sagt, daß nach einem Uebertillkommen deS Kaisers und deS SultanS Letzterer in Zukunft die zionistische Bevegung begünstigen werde. DreysuS. Paris, 17. Nov. Ja Gerichtskreisen glaubt man, daß der KasstionShof binnen Kurzem die Ueberführung DreyfuS' nach Paris anordnen wird, da seine Vernehmung per Kabel sich zu kostspielig erweisen durfte.
ES wurde heute gemeldet, daß Labori, der Vertheidiger deS Oberst Picquart, der sich im Gefängnisse Cherche Midi befindet, Erlaubniß erhalten habe, mit seinem Klienten zu kon-
fernen. La Petite Republique sagt, daß während deS Zola Prozesses Esterhazy gesagt haben soll, daß Gen. Billot, der frühere Kriegsminister ihm 80,000 Francs für Fälschung deS ordere gegeben habe. Waß sollen sie dann thun? London, 13 Nov. Pariser Depeschen an die Londoner Zeitungen besagen, daß die Spanier sicherlich alle amerikanischen Forderungen bewilligen werden, wenn auch unter Protest. Madrider Zeitungen drängen die Regierung, die Sach: zu Ende zu bringen, da eS für Spanien ja doch unmöglich sei, den Kampf zu erneuern. (Die Spanier werden froh sein, wenn sie die Philippinen loS find. SS ist ein Glück für Spanien sie loS zu werden. Natürlich suchen sie in Geld so diel wie möglich herauszuschlagen. D. R ) ni König Humbe r t S Thronrede. Rom, 17. Nov. In seiner Thronrede bei der Eröffnung deS Parlaments gedachte König Humbert der Krawalle in Italien vom letzten Frühjahr, und erklärte, er sehe dem Augenblick entgegen, wann er im Stande sein werde. Diejevigen zu begnadigen, welche sich damals hätten irreleiten lassen. Der König besprach die Annahme der Vorschläge über die Regierung Kreta? seitens Italiens und die Anar-chiften-Konferenz als Beweis von der Herzlichkeit seiner Beziehungen zu den Mächten. Die Finanzlage deS Landes ist nach Versicherung der Thronrede befriedigend, die Marine wird allmälig vergrößert werden, und eine Anzahl innerer Reformen wird in Aussicht gestellt. Zum Schluß heißt rS, Italien be. dürfe deS Friedens und sei durchaus mit den Vorschlägen deS Zaren einverstanden, die Frage der Abrüstung auf dem bevorstehenden Congreß zu besprechen. - Katholische Mission v erf o r a n n r. S h a n g h a i, 17. Nov. Die Nebellen haben die Stadt Kwaig Fu im oberen Thale des gelben Flusses angegriffen und die katholische Mission verbrannt. Einzelnheiten fehlen noch. . ,,. Bußtag in Preußen. Berlin, 17. Nov. Gestern war preußischer Büß- und Bettag. Der Himmel machte auch diesmal ein entsprechend griesgrämig Gesicht und versuchte die Sünden der Preußen mit Regenschauern adzuwaschen oder doch mit Nebelschleiern zu verdecken. Trotz deS abscheulichen WetterS aber und trotz deS polizeilichen Verbot aller profanen" Vergnügungen, benutzte der Berliner den Bußtag vorwiegend zum Amüsement. Die Straßen der Stadt waren voll von Spaziergängern, welche, an den weit geöffneten Kirchenthüren vorbeischlupfend, sich in der geliebten Stamm-. kneipe Rendezvous gaben, um dort entweder Skat zu dreschen" oder zu kannegießern. Wie strenge auf Heiligung" dieseS TageS gesehen wird, erhellt z. B. daraus, daß die Polizei sogar ein geistliches Konzert, daS im Schillertheater stattsinden sollte, verboten hat, und zwar mit dem Hinzufügen, daß nur die Aufführung von Oratorien gestattet sei. .., . OHisss-NaHriqten. Angekommen in : QueenStown: Jtalia" von Philadelphia. Philadelphia: Maiu" von London. New S o r k : Germanie" von Liverpool. Bremen: Lahn" von New Sork. Es lohnt sich, Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, Dlph teritiS oder Fieber. Hood'S Pillen find von den auSge sachtesten Pflanze sorgfältigst zubeMM,
Chronische Dyspcpsia knrirt.
X ILi jp .
Ltt ach nahezu dreißigjährigem Leide an DyZ 5J pepsta schreibt MrS. H. Q. Dugdale. die " fttau tmri prominenten GrschästSma inr4 von Warsaw. N. V.: .Seit 23 Jahren litt ich fortwährend an DySpepsia und schwachem Maen. Die leichteste Nahrung erzeugte Beschwer den. verursachte heftige Schmer,en und Formi. runa von aJ. Einerlei wie sorgfältig ich mein Diät wahrte, ich. litt ualence Schmerzen nach dem Esten. Ich wurde von dielen er, ten behan delt und versuchte zahlreiche Mittel ohne bau ernde Abhilfe. Vor ,wei Jahren begann ich Dr. Milei' Nerven und LeberPillen und Vervin iu nehme. Innerhalb einer Woche stellte sich Besserung ein und ich war bald im Stande iu tffen. wak mir beliebte, ohne üble Folgen. Ich halte dieselben stet dorräthig und eine einzige Dosi vertreibt irgendwelche alte Symptome. mi' fmu.i werde durch alle Apotheker - verkauft unter einer xofitiven Garantie: die erste Flasche nützt oder daZ Geld wird zurllcker stattet. Buch über die Krankheiten bei Herzen und der Nerve srei. . fcl4l llllt &sz in- vi K ITIIIVl, KcrvInöS ' Raa4ama S ,niwiw HecKhV "" dresse: D r. M i l , M e d t a l .. Ellhart. Ind. Aus der Eisenbahnlinie Bern - Kiel hat sich ein schwerer Unglücksfall ereignet. Ein Schüler des Technikums in Biel, Friedrich Hari von Adelboden (Kanton Bern), war in Viel auf den Zug gestiegen, der Nachmittags in Bern eintrifft. UnterWegs schaute der junge Mann unfern der Suoergbrücke bei Bußwyl zum Fenster des Bahnwagens hinaus, indem er einer Hasenjagd draußen auf dem Felde zusah. Er lehnte sich dabei stark aus dem Fenster hinaus; der Zug brauste der Brücke zu und im Augenblicke war der Kopf des jungen Technikers zerschlagen. Der Verunglückte lebte , noch fctä zur Station Lyß; der Oberzugführer ließ einen - Arzt holen, aber die Hilfe kam zu spät. Ä o n der Dombühler Gendarmerie wurden in Sulz vier angehendeWegelagerer verhaftet und nach Schillinsfürst inGewahrsam gebracht. Sie heißen Georg Ehrlinger von Feuchtwangen, 16 Jahre alt, Friedrich Decker, Optiker aus Nürnberg, 18 Jahre alt, Heinrich Ernst, Schlosserssobn von Nürnberg, 15 Jahre alt und Kunst von Georgsgemünd. 14 Jahre alt. Ste hatten sich rn Nürnberg zusammengefunden und wollten unter der Führung des Decker in de? hiesigen Gegend rauben und morden. Drei von ihnen waren mit Revolvern und einer mit einem langen Messer bewaffnet. Decker hatte sie mstrmrt, wie sie sich beim ersten Angriff zu verhalten hatten und wie es mit dem Schießen gehalten werden solle. Sie wollten zunächst einen Mann, der auf der Straße bei Sulz in einem Einspänner daher kam. erschießen und d.Aln das Fuhrwerk für ihre Zwecke behalten. Da die beiden jüngsten Burschen mit diesem Project nicht einverstanden waren, UNterblieb die Ausführung noch im letz ten Augenblicke. . Der York Store. lMablirt 1853.) Butterick Muster ! Samstag. em No. 8 Kochofen mit Ofenrohr, Zink und Gasbrenner und eine? KüchenauSftattung von 40 Stücken, für 1 3m neuen Basement. John H. dnding, Nachfolger von Edward Müller. 319 ßö Washington (Ztr. Jraportirt Magdeburger Sauerkraut Knorr'sche Erbwurst. Jrapotirte Linsen. Jmportirte Oekfte. Hitse und vrünkern. Telephon 087. Prompte Ablieferung.
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Hoch oder platt Droeg oder natt Beer oder Win Gros oder fin, Aber echt mutt dat sin.
So Heißt'S bei den Plattdeutschen. echt ist 578 ! günstigstsn Vsdinsungen.
WZ
