Indiana Tribüne, Volume 22, Number 57, Indianapolis, Marion County, 15 November 1898 — Page 1
O ; st rN hC o A H Ar W O kv A KiA k m y y w lch v o W v yy w Office: Sto. I Cfta SUabaxna Ctraftc Telephon 1171 Indianapolis. 3ti&iono Vienstäg, den 15 November (898. Jahrgang SS. NlUS7
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Lditorielles. Der Elektriker TeSla will eine Elsindung gemacht haben, durch welche er die Kraft bei NlagarafalleS in Elektrizität verwandelt und ohne Drähte nach Paris leiten will, um dort bei der Ausstellung die Maschinerie in Bewegung zu s tzen. Der alte Napoleon liebe den Mann in ein ZrrenhauS ft cken. Wir aber halten nichts mehr für unmöglich, was auf Anwendung der Naturkräfte be ruht. In Tt. Louis wurde vorgestern ein Schlllerdenkmal unter großen Feierlichkeiten entbüllt. Der Stifter ft der Brauer ChaS. Stifel. DaS Denkmal wurde in Stuttgart gegossen und kostete 518.000. Die Stiftung ehrt natürlich den Stifter, wenn aber jeder Deutsche ein Schillerdenkmal in den Herzen seiner Kinder durch eine deutsche Erziehung stiften wollte, so wäre das bei Weitem bksser, alS ein eherneS Denkmal. Die Sozialisten können mit hren Erfolgen bei der lrtzten Wahl zufrieden fein. Sie haben fast überall an Stimmen bedeutend gewonnen. In Massachusetts ist ihre Stimmenzahl von 6000 auf 10.000 gewonnen. Es st wahrscheinlich, daß sich im Tanzen die Zahl ihrer Stimmen mehr als vervovoelt hat. Eine Frage ist freilich, ob dieser Forlschritt anhält. DaS wird sich erst in zwei Jahren zeigen. Die DebSsche Sozialdemokratie hat nicht viel Erfolg aufzuweisen. Sie ist in Milwaukee zurückgegangen und hat eS in Massachusetts auf nicht viel mehr alS tausend Stimmen gebracht. im Wir müssen ed einstweilen dahingestellt sein lassen, ob daS erstaun lich groüe Votum, welches die Sozialisten im Staate bei der letzten Wahl hatten, augenblicklichen politischen Eonstellationen oder einer wirklichen Verbreitung der sozialistischen Ideen zuzuschreiben ist. DaS werden künstige Wahlen zeigen. Einstweilen aber ist eS Thatsache, daß sich daS sozialifrisch Votum von 283 Stimmen in 1896 aus 1417 in 1898 gehoben hat. Dabei fehlen och Berichte auS einer ganzen Zahl von EountieS, in denen, wie z B. in Vigo County (Terre Haute), sicherlich auch sozialistische Stimmen abgegeben wurden. Selbst in dem ganz ländlich, n Brown Eounty wurden 33 Stimmen für die Sozialisten abgegeben. Sollte diese Zunahme anhalten, .so könnten die Soziallsten binnen, wevigen Jahren bedeutenden Einfluß er langen Die Stimmenzahl brauchte nur zur Differenz zwischen Republikauern und Demokraten anwachsen, also zur sog. tjakace of powcr. Jedenfalls hat der AuSgang der letzten Wahl den Sozialisten ZndianaS bedeutende Ermuthigung gebracht. UM Die amerlkanische Industrie ist über die Konsumfähigkeit deS eigenen Landes bereits hinaus gewachsen. Die Unfähigkeit, die eigenen Produkte zu konsumiren, ist selbstverständlich keine natürliche, sondern eine durch die Verhältnisse erzeugte. In der Wirkung bleibt sich daS aber gleich. Die I. dustrie bedarf ausländischer Llbsahzebiete und findet sie dies nicht, dann ist
Äkbe'tSlosigkelt und niedriger Lohn o,e Folge. Well nun der Amerikaner so weit wenig gä!gkkit gezeigt bat, sich siemde Märkte zu erobern, geht e m,t dem Äufschwung der Geschäfte wenig oder gar nlcht varnärtS. Za diesem Mangel an Fähigkeit, in fremde Märkte zu dringen, liefert wieder der Bericht deS amerikanischen EonsulS in Shanghai an daS Staatsdepartement einen Beweis. Darin heißt eS : China würde ein ausgezeichnetes Absatzgebiet für amerikanisches Mehl abgeben, da eS bedeutend billiger geliefert werden kann, als daS einheimische Produkt. Leider lassen eS sich jedoch die amerikanischen Produzenten nicht die nöthige Mühe kosten, diesen Markt zu erobern. Statt dessen wird daS Land von amerikanischen Fabrikanten mit Prospekten und illustrirten Katalogen überschwemmt, die Niemand lieft, Viele auch gar nicht lesen können, statt daß sie dem Beispiel der übrigen Nationen folgen, welche Waare, lager unterhalten, damit die Chinesen sehen können, waS die Amerikaner zu derkaufen haben. Von derselben Un sähigkeit, sich gezedenen Verhältnissen anzupassen, zeugt, daß amerikanische Fabrikanten darauf bestehen, Waaren nach China zu schicken, für welche man keine Verwendung hat, wie BicycleS, Stiefel, Schuhe und Bier, während der Handel in Werkzeugen und Baum vollenwaaren, die einen guten Absatz
finden können, vernachlä figt wird." Wenn man nun glaubt, daß die ErWerbung einiger Inseln in fremden Meeren eine große Aenderung darin hervorbringen wird, so irrt man sich. Der alte Glaube, daß der Handel der Flagge folge, hat sich überlebt, er paßt nicht mehr auf heutige Verhältnisse. Deutschlands Industrie und ' Handel haben auch ohne bedeutende Kolonialbesitznngen einen riesigen Aufschwung genommen, ver oer oemfqe snoustrielle und Kaufmann weiß wie man daS macht und der amerikanische weiß es nicht. Die Aussichten auf wirklich gute Z:iten sind leider sehr gering. IrchlNlhrichlell. WetterberiSt. Wärmeres, schönes Wetter heute Nacht und Mittwoch. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 42 Grad, niedrig? 27 Grad. Hii Vatermörder und Selbstmörder. R ea bin g, Pa , 14. Novbr. Der 44jährige Schuhmacher Morris I. Lutz wurde heute Abend durch seinen Sohn, den 18jährigen Harvey, zweimal in den Kops geschossen und tödtlich derwandet. Der junge Lutz war betrunken nach Hause gekommen, und erhielt deShalb vom Vater einen Verweis, worüber er so in Wuth gerieth. daß er dem Bater zwei Kugeln in den Kopf jagte, und sich dann den HalS abschnitt. Er stand schon in dem Ruf eineS desperaten Burschen. Selbstmord eines MarineOffiziers. Baltimore, Md., 14. Nov. 2m Carrollton Hotel erschoß sich heute der Marine. Olsizier Lieutenant Herman G. Dresel, wie sich auS seinen hinter lassenen Papieren entnehmen läßt, weil er nach Manila zum Dienst aus dem Zasiro kommandirt war. Kurz nach seiner Ankunft schloß sich der Selbstmörder im Toilettenzimmer ein und erschoß sich. Bei der Leiche wurde die erwähnte Ordre, und ein Telegramm an Lieutenant C. H. FaleS in Washington gefunden, worin er diesen bat. daS Kommando mit ihm zu tauschen. Einen Grund für seinen Widervillen gegen Manila kennt man nicht. Diegamilie Beilstein. P i t t S b u r g, Pa., 14. Novbr. Bor etwa sechs Wochen erschoß Bertha Beilftein ihre Mutter und brachte sich selbst lebensgefährliche Wunden bei, nachdem sie durch den Tod ihres Vaters I. F. Beilftein, ineS sehr angesehenen wohlhabenden ManneS, in Tiefsinn verfallen war. Sin Verwandter der Familie, David Neich, ließ sich 24 Stunden daraus in Alleghaniz durch einen Eisenbahnzug überfahren. Heute wurde BerthaS Bruder, Edward Beil-
stein, tost auf d,m Grabsteine seiner Mutter aufgefunden und eine hinterlossene Not, z besagt, daß er sich derglsiet habe. Frau Beilkein, Edward BeilsteinS Wittwe, ist ,n Folge M Schrecks über den Selbstmord dem Tode nahe und die Aerzte halten ihre Rettung kaum für möglich, da sie ohnehin seit Wochen leidend war. Der Schwester und Muttermörderin, Bertha, ist nichts vom Selbstmorde deS BruderS mitgetheilt, da ihr Leben in Folge der mit eigener Hand beigebrachten Wunden nur an einem Faden hängt. lim D i e Eubaner-Commifsion. Havana, 14. Nov. Die von der Cubaner - Versammlung in Santa Cruz del Sur am Donnerstag Abend ernannte Commission, welche dem Präsidenten McKinley die Wünsche der Versammlung unterbreiten soll, traf heute hier ei, und wurde auf dem Bahnhos von dielen Cubanern begrüßt. Die Mitglieder find Gen. Calerto Garcia, Präsident, Manuel Sanguilly. Kose Miguel Gomez, Antonio GonzuleS Lanuzu und Jose Ramon Villalon. der Sekretär. Ihre Abreise nach den Ver. Staaten erfolgt am Mittwoch. ,, Die deutsche F l e i s ch - U n t e rsu ch u ng. Hamburg, 14. Nov. DieHamburger Nachrichten besprechen die pio jektirte FleischinspektionS-Vorlage und sagen : Die Amerikaner sollten sich freuen, baß Deutschland sie allmählig zu der Annahme seiner eigenen Methoden der gleischinspektoren zwingt. Bisher war die amerikanische Inspektion nicht vertrauenSwürdig. WaS die Drohung einer amerikanischen Vergeltung betrifft, so wird Amerika die Anwesenheit von Gisten in deutschen Waaren, Wollstoffen, Spielzeug und Chemika-
lien nachzuweisen haben, so wie Deutschland daS Vorhandensein von Trichinen im amerikanischen Schweinefleisch nachweist. Berlin, 14. Nov. Die Berliner Correspondenz versichert, daß die San Jose SchildlauS in Hamburg im September und Oktober in gedörrten und nicht gedörrten Birnen und Nectarinnen gesunden worden ist. Die Sendüngen wurden beschlagnahmt und unter amtlicher Aussicht wieder eportirt. Ausschreitungen gegen Deutsche in Prag. Wien, 14. Nov. Die Prager Tschechen sind über den AuSsall deS Duells zwischen Wolf und dem Polen GnievoSz außer sich vor Wuth. Eestern Abend versuchten sie wieder einmal in'S deutsche Kasino zu dringen, wurden aber von der Polizei daran noch rechtzeitig verhindert. Aus der Straße mißhandelten sie Deutsche und Jaden, die ihnen in den Wurf kamen und verübten derartigen Radau, daß viele Deutsche und jüdische Geschäftsleute sich veranlaßt sahen, ihre Läden zu schließen. Oallerlei. Einen nüppelgardisten, der zugleich Doctor der Medicin ist, gibt es in Baltimore. Der Mann John Roth ist sein Name stammt aus Schwarzenfeld in Kurhessen, kam aber schon als vierjähriger Knabe nach Baltimore und zählt jetzt 46 Jahre. Seit 19 Jahren Polizist, hat Roth in seiner freien Zeit sich mit dem Studium der Medicin befaßt und nach vierjährigem Besuch der Baltimore? Universität den Doctortitel erworken. Im Keller der Valley Qicw Vineyard zu Livermore, Cal., war John A. Campbell mit der Reinigung einer großen, 20.000 Gallonen fassenden Gährbütte beschäftigt, auS welcher der Wein eb?n abgezogen warden war. Der Vormann A. A. Fargo hörte ihn fallen und eilte ihm zu Hilfe und versuchte ihn herauszuziehen. Der Mann war aber durch das Einathmen der in der Bütte zurückgebliebenenKohlensäure völlig betäubt und unfähiä. ich zu helfen. Fargo hatte mittlerweile elbst eine Quantität des giftigen Ga eS eingeathmet und fiel neben dem Bezälter bewußtlos zu Boden, während Campbell in denselben zurückfiel. Eine Stunde später fand seine Frau ihn dort. Die Aerzte glauben ihn retten zu können. Campbell wurde todt hervorgebracht. Er war 30 Jahre alt und blnterlakt eine Wittwe ohne Kinder. Damen der New Jorker Gesellschaft haben der bekannten ' Schauspielerin Marie Dreier und ei
ner Nnzahl ihrer Colleginnen einen geradezu lächerlichen Streich gespielt. DZr genannten Künstlerin war behufs Verringerung ihres Körpergewichtes der häufige Besuch eines Schwimmba des empfohlen worden und die geninnte Dame wurde in Folge dessen bald in Gesellschaft dieler Colleginnen ein täglicher Gast eines vornehmn Schwimmbades an 45. Straße. Dies paßte aber den fashionablen- Damen kcsneswegs; sie protestirten bei der Bade - Verwaltung, und die Folge War, daß den Künstlerinnen der Eintritt unter einem nichtigen Vorwande untersagt wurde. Jetzt wollen nun die Damen der weltbedeutenden Bretter denSpieß umkehren, denn sie haben beschlössen, einen Theatrical WomenAtheletic - Club" und eine feenhaft eingerichtete Bade - Anstalt zu gründ;n, in welchem Mitglieder der Bour geoisie" unter keinen Umständen aufgenommen werden können. In Landshut (Bayern) wurde der frühere Theater Kapell meiste? Koch verhastet. Koch unter hielt dort ein von Folgen begleiteteß Verhältniß und hatte die Ehe versprochen, gleichzeitig aber machte er einem Passauer Fräulein Heirathsversprechungen. wodurch er von dieser etwa 1200 Mark nach und nach herauslockte. Seine Verhaftung erfolgte auf Antrag der geprellten Passauer Geliebten. Ein Publikum, das seine Schauspieler selbst engagirt. will sich das unter städtischer Leitung stehende Grand Theatre" in Marseille großziehen. Diese zum mindesten neuartige Einrichtung wird nach soeben verösfentlichtem Beschluß des Maire in folgender Weise gehandhabt: Am Abend des zweiten Auftretens des auf Engagzment spielenden Künstlers erhält jeder Theaterbesucher zwei Karten, die den Namen des Schauspielers und sein Rollenfach tragen ; die eine mit ja", die ander: nilt nein- gekennzeichnet. Bevor derVorhang zum vorletzten Male gefallen ist. sammeln Beamte der Municipalgarde diese Stimmzettel ein, die in eine große Urne im Foyer des ersten Ranges gethan werden. Vor Beginn des lekten Aktes wird das Resultat verkündet und unter Veisitz eines städtischen Vertreter, eines solchen von der Theaterdirektion und eines Delegirten aus dem Publikum Vie Entscheidung gefällt: überwiegt das Ja" das Nein", so ist der Candidat" gewählt. im anderen Falle stellt man ihn kalt. Das Publikum des Marseille? Theaters hat also, wenn es will, eine schauspielerische Kunst! Der Bergsee bei Sä kkingen. der von Scheffel im Trompe ter" besungene, ist verschwunden! Eine Steinwüste ersteckt sich da, wo sich sonst die Tannen in den Fluthen des kleinen Gewässers spiegelten, und nur ein armseligerTümpel an der tiefstenStelle erinnert daran, daß sich hier früher die Hechte und Karpfen tummelten oder daß man auch wohl, wie zu Jung Werner'sZeiten geschehen, durch die Schuld unschickter Ruderer einen namhast alten Stiefel und 'nc plattgedrückte Kröte" fischen konnte. Der liebliche kleine See ist der Industrie zum Opfer gefallen; er mußte sein Wasser zum Betriebe der Säkkinger Fabriken hergeben. Der )!aturfrcund aber, wie der Verehrn öer Scheffel'schen Muse sehen mit Betrübniß die verödete Stätte, deren Besuch nun dem Wanderer nur noch eine Enttäuschung bringt. I n d e r M a r i n e - C a d e U tenschule zu Kopenhagen ist ein neunzehnjähriger Jüngling. Aspirant Schwanenflügel, Sohn des Comman deurs und Seezeugmeisters, ein Opfer roher Behandlung geworden. Mehrere der älteren Cadetten haben den jungen Schwanenflügel gezwungen, mehrere Wochen hindurch in einer von ihnen mit Seewasser übergossenen Bettstelle, die überdies einem starken Zugwinde ausgesetzt war, zu schlafen, und am Tag muß er ein nasses Unterkleid tragen. Diese Behandlung hatte zur Folge, daß der junge Mann schließlich heftig erkrankte und dann einemGicht fieberanfall erlag. Die öffentliche Mei nung verlangt nun die sofortige Entfernung nicht nur des Schulchefs, sondern auch der schuldigen Cadetten und wahrscheinlich wird der Marineminister diesem Verlangen nachkommen müssen.
Hiesiges.
an ven Oerlytshöstn. P o l i z e t g e r i ch t. Der Polizeirichter hatte heute wieder einen geschäftigen Tag. ChaS. Lilloughby, der ein Viertel Fleisch auS einer Srocery in W. Washington Str. gestohlen hatte, erhielt $5 Strafe und 60 Tage Arbeitshaus zugemessen. Ben Whitsel und OScar Mann, zwei Ooldaten, welche in No. S51i West Washington Str. zu nachtschlafender Zeit einen Besuch abstatten wollten und in unceremonieller Weise die Thüre einschlugen, wurden mit je IS und Kosten bestraft.
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Hoch oder platt Droeg oder natt Beer oder Win Gros oder sin, Aber echt mutt dat sin.
So Heißt'S bei den Plattdeutschen. echt ist CÖIPAIY 578 !
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Theodor Reyer, Cchamctn; Amguat DSppera. CjtjUl' und CtAatliBatP
