Indiana Tribüne, Volume 22, Number 56, Indianapolis, Marion County, 14 November 1898 — Page 3

Siuorrhoide.

"Jlh litt die Caalcn der Verdammte in. solze von Vortreteuden Hämorrhoidea. die durch?, stoxfung hervorgebracht rouren. an der ich leit zmanzia Jah-en litt. Ich weS auf Ihre Sa, rar. t, iu Um Städtchen Nrvell. Ja., und tuemal! sau ichih-e,. gleiche. Heute bin ch günzl.ch jrn von Hamorrholven und fühle wie n neer Mensch. K.H. Kein. HU Jonez et. Eiour llito. 2 ß.Ä '"ckbaft. w'rk'am. Cmekkn, qnt. an g. macheu nie krank or?r ttiuit, murlaen kein öchmer,,. 10c.Li.c. Heile ftopfnn. BUriUg Krmrtj toifuy, sfclcai-t, RoMr.a!, Nw Trk. 512jf NO-TO-H A P. und garantiert dsn otrn UA' xotbeker lar ßelluna dadaligewesn?!. " ÄJ. JSVlSltTtt, Deutscher Zahn - Arzt. ?!?. z Äerd V-.'.lv-nia tt. v C8 ttir cuf rRurtfö nnaurcv.yt, Dr. Louis EurcKhardt, No. 1134 Süd Meridian Straße. Svrechstunden : 8 9 Morgen? nd T bendi. Willoughby Block. 224 Nord Meridian Straße. Srechftnd n:'2 4 Nalömittgl. Tel. 32:. Dr. F. Güyler, 1-40 Sft IScGnrty Str. Sprechwoen : 8 ll H!r Vorm. ; 2 6t? 3 hr Nachm.; 8 M? 9 Nb? der.d?. Telephon 144G. -t?-1iTU?:fifxi : 35cr:uis nai Vermtttagk. Dle Ossice von Dr. H. P1NK und Dr. i OLE, befinvet nch in No. 24 Ost Oivo Ztrafi. ' 'gX3T' Telephon No. 927 Wie b'.Sbe?. WALTE K FBAKZ, Zahn-Arzt, o. 90 Ost Market Straße. Coffin Block. Zimer 43. Offtck.Ctunden, Sbi 12 Vm., lbilSRm., 7 H W Vonalag on iu uqi . du -ZtUqc tkt WzStBÄ RlPANS TABÜLES Are intcndecl sor cKTldrcn, ladics and all wKo preser a rnedlcine disgulsed as con fectionery. Thcy may now be had (put p ir Tin Boxes scvcnty-twö jn a box), price, twenty-slye cents or sive boxcs sor cne dolur. Any druggist will get th ifyou instst, snd thcy may aljvays be obtaincd by remittingthe pnee IhcKipansCheipjcal toniDanv-fAüH. ttx,oM ßpnccE V -if w wkMM 60 YEARS' lf EXPERIENCE a v- MM ÜL lllnn. - 0MI0N9 l Wm inv r M i ' vofiniun i K InVintlon 1s probably patentabla. Cornrnunlc. WoMtrtrtlyoonfldeattiL Uandbookon PatenU 5ent sree. Üldeat aeencr lor ecurtnpatenu. PitiS tken throuah Munn St Co. receiTt tpirtal otic, wtthout chwee. In tha Sdentific American. A. liandaomely ßliürtTated weekly. f.rttt .utinn of tnr cleT'tiflo lourn!. Temna. ti ywr: foor montbj, L Sold by all newiapaier. rMI!l&COmB"ia'-NewYork Jr."!. v Of CT.ihlntTtstn. T. CL prUHZn Aa m a ' ' W . ... IL -r-i- lJxrzl-irrzirziTTT flsrt9 TNii4(A.?fmrtfrttiil!ifi Ul UB H-v"J eciilsbupeau 1 Sotoriat von n HAKCKWOItTIT, 532 Vine St , Ciacmnati, 0., ift anerkannt dai Kiteste, roeitverbrei teste und zuverläjsigSe in Sfaunta und Deutschland, und alle Ansprüche aus Erbschaften und Rechte, Innn Vftttn TTrttt8aDH in seine Mt. mmtww 1 ' 4. . , . V L. tim U rta.icc legt, uno ciu, vg in Ut klemften, tote die größten IT rrtTTmrtshtOliiftWH? f .1 r- j W. mit gleichen Eifer und genauer RechtS h nifc hrnrnnt und aemifienfistft tt$ G Vt9 f " T " V I t ? I Mai werden. DUofsUIlCiPl vermisster Erben a m m. 1 kl.fu. f tm Z l U HWUjJUlH 1 VISICK Vä HtPIH LLJT?!" ttzL- rfrlI.-ngTS Ailolpii IFrey, IQU frecloia Bijjb:.' t x irfc.,i nriv---i al nf rt otarv ruimui jliüiwuuvi, - W Correpoiiiloiit otc. No. 97O West Walnut St. TV R)Va ft. M. GierZ, Deutscher Buchbinder. 417 Oft McCartu Str. Lcke Caft. Vp Otalri. tTT axl Utaopant,T aBUaatttat itmtBtM f1 ich .

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kJöil ic wJeUm Nomn von Alerandcr Vron von Robert?. (iloTtieung.) Cin Z?rn fate sif. .Sag', Flink tn, Du bist g:ck!" tief sie laut, bafe tl Ttl'dycn den bänden hallte. Wcihl Du irag? Lag mich m't Deinen Dm.7'.e.i in i!:,b, sonst t't es aus mit urä Seiten!" Alle fetter, sie ist noch das alte Cprähwije!chen: Er dachte, er hätte df?ch ein Anregt auf mehr sie sind.o&t nicht nclt Kinder! Vielleicht ziert stc sich nur man muh ein andermal kühner drauf losgehen! Aber ihre höhnisch sprühenden ugen sazten ihm, da er das andermal" eine gute Wci.'e hinausschieben möchte. Als ii? den Korkzieher hlnaojtiegen, war nur das Dröhnen ihrer klappern-. o:n schritte zwizchen den Wanden. , c: l. - cm - jl . i .-T j.i : x. i cm y ajijuctca lang ci(i:n ci mai, euch ließ er sich wegen eines geplanten MinuctZ durch Po tkarte mit Dienst cntsch-ld!:n. Er spielte den Yeleidig t!n und wollte sie merken lassen, wer sie denn eigentlich wäre, daß man viel -Imstanve mit lhr machte! alo daraus war Schützenfest in Deutz. Lena war von Frau Riemla l'nd deren Mann, einem Futteimeister der Ziurasjlre. die sie bel Blaumüllers ennen gelernt, dazu eingeladen nw die erste Tanzsestlichkeit, die sie aber Haupt mitmachte. Als sie gemeinKim ha Schützenzelt verließen, er, der ."Vutterxeisicr, wie gewöhnlich hochroth .ingeheitert, sie, die Len', noch ganz begeiiZer! von all den Huldigungcn der Herren Kürassi, war bereits Mitternacht vorüber. Die Buden hatten schon aeSchlossen, doch war noch ein Karussell in Betrieb. Die hölzernen Pferde mit t m wein frohen Reitern und Reiterinnen sausten eben in die Runde, ausgelassene Jauchzen übertönte die naelnde Musik der Drehorgel. Nun lies das Sausen, in dem die Figuren verschwamme, nach, und di ClDi wurden deutlicher. War das nicht . . . und das BkUt suhr der Len' plötzlich zu Herzen war das nicht das Fünkäzen dort auf dem Apfelschimmel? Das Fünkchen mit einem kubschen, drallen Drng zusammen auf einem Sattel? Er hielt das Äadchen tt mit dem einen Arm umpreßt, und es kicherte und zappelte unter der immer kühner werdenden Liebkosung. Nun stand das Karussell still. Er sprang herab und fing die Mitreiterin, die vom Satel glitt, mit erhobenen Armen aus da ihre Fuße langst den Boden erreicht, hielten seine Arme immer noch ihren Leib umschlungen. Sie kreischte aus unter dem Druck: ihr Antlitz hatte einen frechen Ausdruck. Die Len' wandte sich ab. Ja, was war denn, daß ihr das Blut so zu Herzen fuhr und sie fast zu ersticken mein te? Doch nicht die Eifersucht? Liebt sie, ja sie liebt ihn denn? Noch lange, da sie mit den Rlemlas nach Hause kehrte, hörte sie das scharfe Jauchzen des Mädchens und Fünkchenö lachende Stimme hinter ihnen herhallen. und jeder Ton that thr weh wie ein Stich; Viertes Kapitel. Frau Feldwebel. Schon zum zweitenmal war die Lena zum Verhör vor das Militärgericht in der Schnurgasse geladen. Will ihr denn der Audlteur mit seinen Fragen geradezu die Seele aus dem Leibe hörchen? Und dann das unausstehliche Glotzm seiner scharsspiegelnden Brillenglaser und das lüsterne Blinzeln feiner Augen unter der Brille hinweg! Sie weiß nichts andres, als was sie das erste Mal ausgesagt und unterschrieben. Der Uebersall der Kürassire geschah so plötzlich, und von dem Streit des Unteroffiziers Funk und der Andern weiß sie nichts; sie sah Jenen nur von der. Barrikade aus mit den Kürassiren im Kampf, dann entschwand er lhren Augen im Getümmel; weiter weiß sie nichts. , Die ganze Ermnerung war ein Ehaos. Ihr Verlobter?- fragte der Auditeur, von dem Aktenstück aufsehend; man meinte jede seiner Fragen wie einen Anprall zu verspüren. Sie lachte dem Mann in's Gesicht. Muß ich mir sehr ausbitten, Herr Justizrath!- Und ganz empört. Welche Zumuthung! Nun, nun, ich meinte nur so murmelte Jener in das Aktenstück hinein. Es wäre doch kein Verbrechen Berlobt! DasWort besitzt einen so eigenthümlich prickelnden Reiz. Die acht Tage lang zwischen dem ersten und zweüen Verhör lag es ihr fort und fort im Ohr. Das würde freilich das Ende des Triumphes bedeuten eine ganz neue Art Leben. Ei, es ist ohnehin mit dem alten aus, das wußte sie. Die Erstürmung der KLbesburg war der Kehraus jetzt ist es Zeit, vernünftig zu werden! So ganz zung ist sie doch auch nicht mehr. . ' " Verloben' verheirathen ! wenn .an es näher anschaut, so sieht es nicht ganz so lächerlich aus. Aber mit wem? Dazu gehören Zwei! Etwa mit dem Fünkchen? Mit -dem Springinsfeld? dem Suitier? Man könnte hell auflachen, wenn man nicht wüßte, der Aermsie hätte genug auszustehen auf seinem: -chmerzenslager. (Lottlob nichts Zesäbrlickies. aber er muß ncch lanae liegen. Em guter Kerl, amüsant und kein Spielverderber! Das ist aber auch Alles. Sie hat ihn gut zu leiden, er ist ihr LandZmann aber von Liebe keine Rede! Gehört denn zum Verloben und Heirathen Liebe? Ein tüchtiger, ordentlickier Mann, das genügt! Es war durchaus nicht kurzweilig, stundenlang hier im Wartezimmer zu lauern: arauaetünchte Wände, ohne jeden Sckmuck. ein arau verstaubtes Fenster und eine verschwärzte Mauer ' ... . . m" - a s Geaenüber: lern anores UJioca us i Holzbäuke an den Mauern. . as an

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ze Haus roch so nach Straf:. Äus dem Flur hielten sogar Posten mit au'gc pslanztem Seitengewehr, und die Z ugen waren alle so feierlich in ihrem Ordcnnanzangug. Es war ihr selbst zu viel des Militärs: alle die verschmiß n.'ügierigen Blicke auszuhalten und die Sticheleien mit stolzem Sch.oeigen abzuwehren! Ja, seht Euch die schöne Helena mal ordentlich an! Eine Seltenheit in einem solchen Lokal! Scnderöar, auch diesmal war S:rgeant Hubert wieder da, als wenn er sich absichtlich eingesunden, um sie zu tressen, während er doch nur voraeladen war, wie sie auch. Ein Zufall, der einen stutzig machen könnte! Das lete Mal hatten sie eine gute

halbe Stunde zusammen - geplaud:rt. Daß er in sie verliebt war, das war ihr nichts Neues, daö beachtete sie auch nicht weiter dergleichen ist sie gewohnt! Aber sie trug gleich beim ersten Mal den Eindruck mit fort, dzß er etwas besond:rs Stattliches vorstellte. ZU linke Arustseite war mit Ordenszeichen stark, beflaggt., vorne daS Ei- ' ferne Kreuz; die Uniform leuchtete vor Sauberkeit, eine überaus stramme, militärische Erscheinung. Er war auZ einer andern Luft als ihre übrigen Verehrer. Was er sagte, war kein leeres Süßholz; dazu der offene Blick seiner gewiß nicht häßlichen hellgrauen Augen. An Stoff zur Unterhaltung fehlte es ihnen auch heute nicht. Das Fluchtabenteuer an dem verhängnißoollen Sonntag flocht eine Art Vertraulichkeit zwischen ihnen Beiden. Aber er nutzte die nicht aus. Das gefiel ihr besonders an ihm. Er war eben anders als die Uebrigen, fast konnte er ihr imponiren. Diesmal waren nur wenige Zeugen geladen und eine ganze Weile blieben sie allein in dem leeren Zimmer. Sie saß auf der Bank, er stand vor ihr. und heute kam er ihr noch blanker, noch. stattlicher vor als das lete Mal. Sein alattrasirtes Gesicht leuchtete in glänzendem Braunroth, und sein kräftiger Schnurrbart . war energisch' ausgesetzt: wenn er lächelte, so zeigte er zwei massive und unverdorbene Zahnreihen. Er raucht nicht, er trinkt Nicht auch sieht er schon aus, als wenn er gehorchte er würde das Muster eines Ehemanns abgeben! Er erzählte unter Anoerm von seiner Heimath und Familie. ' Sein Vater, jetzt Steuerbeamter in Birnbaum, ist Feldwebel gewesen und sein Gnofcvater ebenfalls er hoffte es demnächst selbst zu werden, wenn die Va kanz da wäre. Sie blickte stutzend zu ihm auf. Nun, trauen Sie mir das nicht zu. Fräulein?- fragte er. O, gerade das!" fuhr sie lebhast heraus. Da, erschien das wildbartlge Gesicht des Aufsehers in der Thür. Sergeant Hubert, bltter Eine kurze Geöerde des Unwillens, das hübsche Gespräch so jah abgebrochen zu sehen, entschlüpfte ihm. Tres ' ich Sie noch?" fragte e, dringend. Was wollen Sie an mir treffen?' antwortete sie schnippisch. Sie konnte das nicht lassen; gleich that es ihr leid. Wie sie einsam dort zwischen den kahlen Wänden saß. konnte sie von drüben, aus dem Untersuchungszimmer. den Klang seiner stets so deutlich accentuirten Stimme vernehmen. Ihr ward so seltsam feierlich zu Sinn. Nicht das Lokal und der Zweck ihres Hierseins waren schuld daran. Verloben verheirathen diese beiden Worte umflatterten sie immer zudringlicher. O, er wäre wohl ein tüchtlger Mann für eine tüchtige Frau! Frau Feldwebel!- alle Wetter. ein imposanter Titel! Sie ging ihre Bekannten durch, so ihre Kurasstrfreundin Riemla: Frau Futtermeister das klingt so gefräßig aber auch die spitzt sich auf den'Wachtmeister. Dann eine andre Freundin, die der dem hungrigen Millionär als Zose gedient und einen Wallmeister geheirathet hatte Frau Wallmeister- das klingt schon besser. Aber doch Nichts hubscher und ansehnlicher als Frau Feld-webel!-Endlich kam der Aufseher und lud sie vor. Fast wäre sie aussahrend gegen den Auditeur geworden. Bloß um noch emmal zu bestätigen, dag ste nichts weiß, und abermals mit dem Gekritzel ihrer Unterschrist, hat man sie herbestellt, zur Verzweiflung von Frau Visferath ist nicht der ganze Vormittag für die Arbeit verpfuscht?! Als sie die Gerichtsstube verließ, sah sie Sergeant -Hubert an der Flurecke warten. Da begann ihr wahrhaftig das Herz zu pochen, als aalte eS jetzt eine Entscheidung. .' . Er fragte sie höflichst, doch mit einer gewissen Befangenheit, ob-, er sie begleiten dürfe.. .Ein. knappes Kopfnicken ihrerseits und: ..Warum nicht, Sergeant?Sie schritten nebeiieinander die steinerne Treppe hinab. Ich hab' Eil'!sagte sie, meine Madam verbrennt sich sonst die Händchen beim Kochen.Er horte nicht, schien so seltsam zerstreut, als wenn er an einer ganz tu sonderen Anrede drechselte. Verlegen strick er an den Finaern seiner erstaunlich weißen Waschleverhandschuhe. Endlich platzte er heraus: Mem Fräulein, hättnr Sie Lust eine Frau Feldwebel zu werdend' w , . r i4. rr Tl , c . cn..r IC jpcpiar rres ue. iaa ozi Us lyrem strauchelnden Schritt oder dem überraschenden Angebot? Seine massiven Zahnreihen blinkten, und in dem Grübchen seines rasirten Kinns, das ihn nicht schlecht kleidete, saß wahrhaftig ein Schelm.' Er sah wirklich hübsch aus. Das heißt später fuhr er, das Angebot verbessernd, fort einstweilen müßten Sie mit dem Sergean ten oorlieb nehmen wollen Sie mich haben?" Sie erschrak bis ins Herz hinein. Ein Jesses du mein!" entfuhr rhren Lippen. Und ihr Antlitz flammte. Der Pedant in ihm meinte, daß er nicht ganz nach der. Reael. verfahren.

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und er begann seine "Werbung, iu xit vorher einstudirten Worte zu kleiden: Darf ich mir erlauben, di: Geleg.nheit zu ergreisen . . Mit einem Auflachen schnitt sie ihm die schöne Rede entzwei: Sie sind mir einer Her: Hubert:" Ein paar-Stusen stiegen sie schweigend nebeneinander hinab. Nun?!" fragte er plötzlich wieder, flehen bleib:nd. Kommen Sie wir reden darüber!" flüsterte sie. (5s war auch nicht der Ort zu solcher Verhandlung. Der Kastellan, der ihnen die schw:re. eisenbefchlagene Thür öffnete, a!n wohl nicht, daß er ein angehende Brautpaar herausließ. LHährend sie nun nebeneinander die Gasse entlang schritten, überlegten sie. Es war seltsam,- wie gefck.äftsmäßig Alles klarg, obwohl ihre beiden Herren schneller schlug:. Als wenn zwei sonst gleichgültige Menschen die Paragraphen eines abzuschließenden Vertrazes miteinander berathschlagten. D:r Worte Verlobung" oder Heirathward nicht einmal dabei gedacht statt deren das verfängliche Wörtlein wenn," das sich immer wieder in die Unterhaltung einschlich. Er würde eine hübsche Wohnung in der Kasematte von Bastion Joseph erhalten, wenn . . Sie hätte über 500 Mark gesvart, das gäbe schon eine hübsche Aussteuer, wenn . . ." Ihr Onkel Balthes. der Steuermann, hätte ihr die dem R:girnciit zufallende Kaution versprochen, wenn . . . ." Später, wenn er Feldwebel wäre, bekämen sie den viel geräumigernWohnungsblcck der Moldauers ... Immer lebhafter umgaukelte ihr Gespräch das freundliche und behäbige Zukunftsbild. Sie achteten nicht des Straßengewuhls. Plötzlich, an einer Ecke überfiel ihn eine Hast: der Dienst! Er muß eiligst nach der Kasematte! Die Eile überraschte sie. Nun?- fragte er dringend, ihre Hand in der seinen haltend, seine Augeil so flehend in die ihren gesenkt. Es war dem nicht zu widerstehen; sie sühl te sich wehrlos. Na, ja!- nickte sie und zog ihre Hand aus der seinen. Es war eine Ueberrumpeluna, das Zukunftsbild hatte sie betholt. Sie biß das Zahnchen auf die Unterlippe. Aber das Ja! war heraus. Adieu, Lena ich laß noch von mir hören - Adjüs, Sergeant!'' Immer wieder wandte er sich nach seiner schnell davonschreitenden Braut um, ob sie nicht zurücksah. Aber sie eilte ihren Weg weiter, ohne sich umzu.renken. Es war wie ein kurzer chdten, der über seine Seligkeit ,'id. Es ist also geschehen! Das Geschick ihres Lebens erfüllt! Und jetzt keine Reue mehr und kein Zurückschauen! Aber das Fünkchen? Der Name gab ir einen Stich in's Herz. Was wird er sagen? Ist es recht, sich hinter scinenl Jiucken, wahrend er darniederliegt, sich zu verloben? Was hat das Fünkchen denn damit zu thun? Er hätte sie ja doch nie geheirathet Ah bah! Ihr Landsmann ist er wei ter nichts! Anavang! (Nortsltzung folgt.) Der Vloplgcilt zu Dibliesdois. Bon O. Hohnstein. Es ist eine weitverbreitete Ansicht, daß die Spiritisten das Geisterklopfen" entdeckt und in ihm ein Mittel gefunden hätten, sich mit den Seelen Abgeschiedener zu verständigen. Diese Annahme ist durchaus unrichtig. Klopfgeister hat es zu allen Zeiten ge geben; sie sind so alt wie der menschliche Aberglaube. Man kann Beweise dafür aui den steinalten assyrischen Keilschriften beibringen; sie erzählen bereits von Geistern, die in verschiedenen hölzernen Möbeln knackten und pochten, und sie berichten von weisen Männern, die aus diesen Tönen, aus dieser Geistersprachedie Zukunft vorauszusagen verstanden. Derselbe Aberglaube war auch in Europa im Schwange. DaS Volk deutete allerlei Geräusche, die sich in Wohnräumen vernehmen lassen, als Kundgebungen von Geistern, und Gelehrte, die sich mit der übersinnlichen Welt beschäftigten, stimmten ihm in früheren Jahrhunderten bei: ParacelsuS lehrte, daß eS Caballi und Lemu res, Polier- und Rumpelgeister, gebe, die durch Hämmern, Klopfen, Schlagen und Stoßen den Menschen allerlei Mittheilungen machten, sie störten und beunruhigten. So sehr war dieser Aberglaube einst verbreitet, daß bei dem Einweihen der neugebauten Haüser der Wunsch ausgesprochen wurde, sie möchten von Klopfgeistern" verschont bleiben. Kein Wunder daher, daß die einfachen Laute, wie sie durch Ziehen und Springen deS Holzes beim Feuchtigkeitswechsel in der Luft entstehen und sich so oft in Möbeln, Dielen oder im HauSgebälk vernehmen lassen, ahnungsreichen Seelen alsVorboten eines , Unglücks nur zu oft trübe Stunden bereitet haben. Dieser Aberalaube schuf aber auch Klopfgeister. Leute, die zu Taschenspielerkünsten Anlage hatten, fanden sich veranlaßt, ihre Mitmenschen durch gespenstisches Klopfen zu beunruhigen und zu schrecken. Blieben sie dabei unentdeckt, verstanden sie selbst der Polizei, die ihnen nachspürte, Schnippchen aufSchnippchen zu schlagen, dann gewann ihr Thun und Treiben einen übernatürlichen Anschein. Mitunter erregten solche Witzbolde großes Aufsehen, und ihr Klopfen und Pochen wurde zum Gegenstand langwieriger Untersuchungen und geharnischter Streitschriften. , Die Geschichte eines solchen berühmten KlopfgeisteS. auch eine Tragikomödie deS Aberglaubens, wollen wir :m Nachfolgenden erzählen. ?lm Abend des 2. Dezembers des JcchreS 1767 hatten sich die Mägde des etwa eine Stunde von Braunschweig entfernten Dorfes Dibbeödorf wie gewöbnlicb in der WobnNuSe des Kot-

fassen Anton Ket'khut" "versammelt und saßen, eifrig mit Spinnen beschaftit, in einem Kreise um die von d.'r Decke heraohangende. trübe brennende Ocllampe. Da ertönte plötzlich auZ der einen Ecke d:2 Zimmers ein dumpfes KloPfen wie das eines Hammers. Im Anfang achtete man wenig auf dasfelbe. Als es sich aber wiederholte, begab sich der Hausherr vor die Thür, um den Knecht, der, wie er vermuthete, aus Schabernack und um die Vcagde zu schrecken, das Klopfen verursachte, bei seinem Treiben abzufassen. Allein er fand Niemand. Kaum aber war er in die Wohnstube zurückgekehrt, als das Klopfen von neuem begann. Er schreckt sprangen die Spinnerinnen von ihren Sitzen empor und drängten sich ängstlich zusammen. Eine neue Untcrsuchung, die der Bauer anstellte, fiel erfolglos aus wie die frühere. Denn, während er auf dem Hofe vergeblich nach der Anwesenheit einer Person forschte, dauerte das Klopfen munter fort, so daß er seine erste Vermuthung, daß ein Knecht die Ursache desselben sei, aufaab und auf den Gedanken kam. daß vielleicht eine Ratte unter dem Lehmboden der Stube ihr Wesen treibe. Als man aber am andern Morgen alle Ecken des Zimmers genau untersuchte, ja selbst den Boden der Stube mit einer Hacke aufschlug, fand man weder ein Loch, noch auch eine Spur eines Ganges, in dem eine Ratte sich hätte aufhalten können. Dennoch ertönte das Klopfen am Abend von neuem. Da verließen die Mägde das ungastliche HauS und begaben sich nach dem nahegelegenen Hvfe des Kotsassen Ludwig Kettelhut, um dort ihre Sitzungen abzuhalten. Aber siehe, der Klopfgeist folgte ihnen, und lustig erklang sein Klopfen auch in dem neuen Heim. Vergebens hoffte der Hauswirth, daß der unholde Gast bald einen anderen Wirkungskreis aufsuchen werde, .er blieb der nun gewählten Stätte' treu irnd offenbarte sich allabendlich, ja selbst zuweilen am Tage. Natürlich erregte dieser Spuk, den man sich nicht auf natürliche Weise erklären konnte, im Dorfe große Unruhe. Deshalb sah sich der Amtsgeschworene Hennig Fricke zu Dibbesdorf veranlaßt, die Sache seiner vorgesetzten Behörde anzuzeigen. Am 6. Januar 1768 begab sich der Justizamtmann des Gerichtes Campen mit mehreren Begleitern nach Dibbesdorf, um die Sache zu erforschen. Er ließ die Wände des Zimmers einschlagen und den Boden desselben sowie alle Schränke etc. genau untersuchen, ohne auch nur das geringste Verdächtige zu finden. Auch ließ er den HausHerrn, die Hausfrau und alles Gesinde einen feierlichen Eid schwören, daß sie von dem Urheber des Pochens nichts wüßten, worauf er mit seinen Begleitern unverrichteter Sache abzog. . Indessen trug sich bald nach dieser erfolglosen gerichtlichen Untersuchung ein Ereigniß zu, das wohl geeignet war, dem bis dahin noch wenig beachteten Klopfgeiste ein? außerordentliche Bedeutung zu verschaffen. Eines TageS besuchte ein Bauer aus Waggum, ein naher Verwandter des Kettelhut, denselben, um sich von der Wahrheit des Gerüchtes zu überzeugen. Da der Klopfgeist gerade von seiner anstrengenden Arbeit ruhte, rief er: Klopfgeist, bist du da?" worauf sosott ein lustiges Klopfen ertönte. Und als er weiter fragte: Wie heiße ich?" antwortete derselbe durch 5tlopscn in dem Augenblicke, als der Bauer nach Aufzählung verschiedener Namen den richtigen nannte. Das bewog einen anderen der anwesenden Bauern zu fragen, wieviel Knöpfe er an seiner ganzen Kleidung habe. Kaum hatte er die Frage ausgesprcchen, als es 36 Mal klopste. was, wie sich beim Nachzählen herausstellte, vollkommen richtig war. Die Kunde von der Allwissenheit des Klopfgeistes zu Dibbesdorf verbreitete sich nun schnell in der näheren und weiteren Umgegend. Täglich wanderten zahlreiche Neugierige zu Fuß. zu Roß und Wagen nach dem so schnell berühmt gewordenen Dorfe, so daß häufig genug das Haus die Menge der Fremden nicht zu fassen im Stande war, und daß sogar die Landmiliz aufgeboten werden mußte, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Zahllos waren die Fragen, die man dem Klopfgeiste vorlegte. Oft schwieg er dazu, oft aber gab er auch wunderbar zutreffende Antworten. Fragte man nach der Seitenzahl eines Buches, die man gerade aufgeschlagen hatte, so klopfte es so viele Male, als die Zahl betrug, erkundigte man sich nach der Farbe des Haares oder der Kleidung der Anwesenden, so gab der Geist beim Aufzählen der Farben sie richtig an, wollte man wissen, aus welcher Stadt dieser oder jener Fremde gebürtig war. so schlug er dann zu, wenn der Name des betreffenden Orteö genannt wurde, mochte man auch noch so viele Namen vorher aufgezählt haben. Der Geist gab die Zahl der Zwiebacke an,die d?r Bäcker am Morgen gebacken, und das Alter der ihn fragenden Personen nach Jahren, Tagen und Stunden. Bei dieser Thätigkeit deS Klopfgei stcs war äußerlich nicht das Geringste wahrzunehmen; kein Staub wirbelte von dem Lehmboden auf. keine Bewegung war zu sehen und nichts zu hören auljer dem gleichmäßigen Klopfen.W?s war natürlich;?, alö . daß sich untr der großen Menge des VolkeS allmählich der Glaube verbreitete, daß daZ wunderbare Klopfen von 'einem l ösen Geiste herrühren der unter 'dem L)oden des Zimmers hause. In dieser Ueberzeugung begab sich einer TageS der Opfermann" eines benachbarten Dorfes nach Dibbeödorf, um den unsauberen Geist abzutreiben. Allein dieser widerstand trotzig allen Beschwörungsförmeln; ' henn, als. der, Teufelsbanne? am Schlüsse seiner langen Rede ausrief: Ich beschwöre dich, unsauberer Geist, wer du auch seiest, fahre cml von diesem Orte und begieb dich zur Ruhe." ertönte zum Jubel der Anwesenden aus der Ecke deS AimmerS chäS

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lustigste ctlcplnt, worauf d?r'Vcschwo rer beschämt von danncn el!!e. -Die Kunde von dein merkwiird?gen Ereignis; war natürlich auch an den Hof des damals regierenden Herzogs Karl I. von Vraunschweig gedrungen. In Begleitung seines Bruders Ferdinand, des berühmten Siegers von Krefeld und Minden, ritt der Herzog nach Dihbesdorf. um sich selbst- von der Wahrheit des Gerüchtes zu überzeugen. Schon vor der Ankunft der Fürsten verkündete der Klopfgeist, auf die Fragen des vor seinem Herrn ringet rossenen -Leibhusaren, welche Fürsten ihn aufsuchen, und auf was für Pferden sie zu ihm kommen würden; und ebenso antwortete er verschiedene Fragen, welche die Herzöge ihm vorlegten, wodurch sein Ruhm noch bedeutend zunahm. Auf Befehl des Herzogs wurde nun eine neue Untersuchung angestellt, da die erste völlig ergebnißlos gewesen war. Es wurde eine Commission ernannt, der ein Jurist und ein Physiker angehörten. Nach längerer Berathung kam dieselbe zu der sonderbaren Annähme, daß das Klopfen wohl von einer unterirdischen Quelle herrühren möge. Und in der That zeigte sich, als man mit einem Bohrer etloa acht Fuß tief in den Boden eingedrungen war, ein mächtiger Wasserstrahl, der in kurzer Zeit das ganze Zimmer überschwemmte. Allein. a!ö sich ds Wasser verlaufen hatte, ertönte das Klopfen von neuem. Da nun auch diese Annahme sich als falsch herausgestellt hatte, gewann dk Ansicht immermehr die Oberhand, das: der ganzen Sache ein arger B'etrua oder grober Muthwille zu Grundc liege. Der Verdacht lenkte sich als' bald auf einen Knecht, von dem man glaubte, daß er, um einer der Mägde den Aufenthalt in der Spinnstube zu verleiden und dieselbe aus dem Kreise ihrer Genossinnen zu verbannen, dcn ganzen Spuk veranlasse. Es wurde deshalb allen Dibbesdorfer Hauswirthen befohlen, zu einer bestimmten Stunde alle Knechte und Mägde in den Stuben unter strenger Aufsicht zu kalten. Indessen auch diese Maßregel erwies sich als eitel. Denn als die Commission zu der verabredeten Stunde sich in dem Kettelhutschen Hause einfand, erklang das Klopfen in derselben Weise wie früher. Run richtete sich der Verdacht gegen die Kettelhutschen Eheleute selbst. Zwar ließ sich kaum ein triftigerGrund denken, der dieselben e hätte beweget können, solche Thorheit zu begkden. Denn der Bauer lebte nicht nur in guten Vermögensverhältnien. sondern er war auch ein in der Äer.:indc angesehener und beliebter ? lann Dazu kam, daß er niemals eine Ent' schädigung. die ihm oft genug von den zahlreichen, zum Theil vornehmen Besuchern angeboten wutde, annabm.' vielmehr hatt: er nur den größten Schaden von der Sache, da die Ruhe in seinem Hause völlig grst'ört und er vielfach an der Ausübung seines Gewerbes gehindert wurde. Allein diel beachtete die Commission nicht, sondern, in ihrem Vorurtheile befangen, suchte sie nach Beweisen seiner Schuld. Deshalb forderte sie ein kaum der Kinderschuhen entwachsenes Dienstmädchen, daö in dem Kettelhutschen Hause diente, vor und erlangte vor, demselben durch Drohungen und Versprechunzen das Gestandniß. daß dic Hausfrau die Urheberin des Klopfens sei. das sie durch Treten auf dem Spinnrade bewirke. Und obgleich das Mädchen dieses Geständniß' alsbald widerrief und auch die ganze Torfgemeinde ,ihre Ueberzeugung von de: Schuldlosigkeit der Eheleute öffentlich aussprach, so wurden dieselben dennoch sofort in's Verhör genommen und trot der Vctheuerung ihrer Unschuld in's Gefängniß abgeführt mit der Erklärung. daß sie so lange in demselben verbleiben würden, bis sie den Zusammenhang der Sache aufgeklärt hätten. Da aber der Klopfgeist auch in der Abwesenheit des Hausherrn und der Hausfrau 'sein Wesen lustig weiter trieb, so mußte man dieselben endlich, nachdem sie beinahe drei Monate im Gefängniß gesessen hatten, wieder frei lassen. .... Di Commission berichtete an der. Herzog, daß sie zwar alle nur möglichen Wege der Untersuchung eingeschlagen, aber nichts entdeckt hätte, was Licht in dieser Sache gebe, deren Aufklärung der Zukunft vorbehalten sei. Die Hoffnung, welche die Commifsion am Schlüsse ihres Berichtes ausgesprochen, ging aber nicht in Ersüllung. Freilich verließ der 'Klopfgeist, nachdem er vom 2. Dezember 1767 bis zum März 1763. also über drei MoOSönbelt sitzt im Olnt. Neines Olut bedeutet reine Haut. Ohne biesk keine Ochönheit. Caöearet, Candy Cathartic reinigen das Olut, kräftigen die Leb er und entfernen . alles Unreine aus dem Körper. Fangen Sie. heute an, Vufleln, (Jeschwüre, Mitesser und so veiter zu vertreiben. Vüönbett für 10c. 3n allen! Qvotheken. ' '.Zufriedenftellung aärastirt. 10. 2Sa - Li-

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th 55 i th iK i l i i l t l i 5 th t t th l t Omaha, Nebraska. Ä -Alt, : D'böesdorf ge!v.':lt h.'.ite. sein c-iUo vci;n, um sich !.'!d diros ?.t benachricii Dörfern Esschof ur.d Lehre von neuem zu zeigen, aber eine Aufklärung der geheimnißvollcn Angelegenheit ist niemals erfolgt. Die Bauern, in deren Häusern er jetzt hauste, waren, durch die trüben Ersahrungen. die der Kotsaß Ludwig KettelHut gemacht hatte, gewitzelt, klug genug, die Sache zu verschweigen, und die Behörde ließ, nachdem das thätigste Mitglied der Commission inzwischen gestorben war, die Angelegenheit auf sich beruhen. Indessen rnag noch der Umstand erwähnt werden, daß der 5cne..ht. ans den die Commission schon einnd ihren Verdacht gelenkt hatte. gleiÄeiiig mit dem Klopfgeist Dibbesdorf verlies; und in Esiehof und kurze 'Zeit darauf in Lehre in Dienst trat, ein Umstand, der bei einer weiteren Unt??sucsn:ng. dir aber, wie schon erwäknt, nicht cl:g?stellt wurde, wohl oeeinet wäre, Licht in das Tunke! zu bringen. Durchdenin Sydneyan den Folgen der Influenza ganz plötzlich erfolgten Tod des Dr. med. Lilie bat die dortige deutsche Colonie einen schweren Verlust erlitten. Ter Verstorbene. der in Heidelberg studirt und sich später in Reu-Süd-Wales. zunächst in Sidney. in der Folge aber als Bezirksarzt in Mo:ee. niedergelassen hatte, war vor einigen Jahren nach kurzem Aufenthalt in Teutschland wieder nach Australien zurückgekehrt und hatte eine Privatklinik errichtet. In seinem Beruf als hervorragender Ehi rurg und sehr geschickter Operateur auch von seinen englischen Fachzenossen überaus geschätzt, war der stets lustige und lebensfrohe Mann ein ausgksprochener Liebling in den Kreisen seiner Landsleute. Dr. Lilie, der mit einer Tochter des Kommevzienrath Langen in Köln verheiratet war, stand erst im 40. Lebensjahre. Sein Bruder ist der Commandant des Heimdall", Korvettcnkc'.'ntän Lilie. Nach Unterschlagung von 5000 Gulden flüchtete der Secretär der Wiener Schlossergenossenschaft, Georg Schmidt mit seiner Geliebten Dietz und das Liebespaar miethete sich im Gasthofe zum Unterthurm" in der Nähe von Neulengbach ein. Dort wollten die Beiden gemeinsam sterben, brachten sich mit einem Messer aber nur leichte Schnittwunden an den Armen bei und verließen dann heimlich ihr Quartier. Kürzlich durchstreifte die Gendarmerie den Wald bei Purkersdorf und traf dort den Secretär der Schlossergenossenschaft, der eben im Begriffe stand, mit seinerGeliebten zusammen den geplanten Doppelselbstmord zur Ausführung zu bringen. Schmidt hatte das Messer in derHand, mit dem er der Dietz mit ihrem EinVerständnisse den tödtlichen' Stich versetzen und sich dann selbst den Tod geben wollte. Die Gendarmen vereitelten dieses Vorhaben noch rechtzeitig, entwanden dem lebensüberdrüssigen Manne das Messer und nahmen ihn sammt der Frauensperson fest. - Der Ober - Hof- und Hausmarschall Graf zu Eulenburg kann sich rühmen.im preußischenStaate derjenige zu sein, dessen Brust die meisten Orden zieren. Nachdem ihm jetzt vom Sultan der Nischan-Jftihar-Or-den in Brillanten verliehen worden ist, hat die Zahl seiner Orden, unter denen der ihm am 22. März 1897 gelegentlich der Enthüllung des Denkmals Kaiser Wilhelms I. verliehene Orden vom Schwarzen Adler die erste Stelle einnimmt, die hohe Ziffer von 63 erreicht. Selbst Fürst Bismarck und Generalfeldmarschall Graf Moltke hatten eine solche hohe Zahl von Orden nicht zu verzeichnen, die bei ersterem 54, bei letzterem 44 betrug. Kaiser Friedrich besaß bei seinem Regierungsantritt 72, Kaiser Wilhelm II., als er seinem Vater auf dem Throne folgte, 34. Der dem Grafen Eulenburg an Auszeichnungen zunächst Stehende ist , der Chef desMiliträrkabinetsGeneraladjutant v. Hahnke mit 52 Orden, dem Prinz Albrecht ' von Preußen mit 44 Orden f r.i -SLSWZWThe Waverley. The Ivnulioo Special. Di leitenden Räder diese Jahre, eil jede da des seiner Klafft ist und grkßeren Werth reprlsentirt, t man sonst irgendwo im j!hr ard, Handel bekomme kan. . Vopuläre Preise. Kataloge erde aus Wunsch überall hi er, sandt. - Ixidiana Bicycle Co., Pennsylvania & Ohio Str. Jndianäpoli, Ind. ! fcTikr McCulloiigli' & Reinhard, Rechts-Anwälte Zimmer 303 305 Indiana Trust Gebäude. "Telephon 1017. : fcerr Ctctnbarb ostsfitLU ; fc Itfosluj.tii Mmiats cuiuni. f

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