Indiana Tribüne, Volume 22, Number 56, Indianapolis, Marion County, 14 November 1898 — Page 1

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1 ts-&&ttm&iin ! mtheilen. daß der Besuch deS Kais

iWtMfßMA strikt inoffiziell sei. RMMGWWW ' dMWBM Altgeld's Zukunftsplane 7 ii7-'Äj:u'.rr? ' r

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WetterderiSt. Kühleres, trübe Wetter heute Nacht; wärmeres, trübe Wetter morgen. Höchste Temperatur innerhalb der legten 24 Stunden 46 Grad, niedrigste 41 Grad. Weizenernte der Welt. Wasbinaton. 13. Nov. Der Statistiker Hyde vom landwirthschast lichen Departement hat den Ernte Bericht für die Welt fertig gestellt. Die russische Weizenernte wird geschätzt aus 417.000.000 Winchester Bushell, Oesterreich. Ungarn 122,277,200 Bu. zue0Pfund,Deutsch'and 11b.000.000 Bu. zu 60 Pfd., Italien 131371,900 Mach. Bu , Spanien 96.000.000 W. Bu, England 77,000.000 W. Bu , Rumänien 68.456.904, Monitoba 26,729.808, Ontario 33,028,079, Canada 63,000,000. Die Schätzungen der australischen Ernte sind unsicher in Folge der dort herrschend gewesenen Dürre. Argentinien hat etwak von Frösten gelitten. . ,,. Kaiser Wilhelm Reise. Washington, 13. Nov. ES heißt hier, die deutsche Regierung habe die Versicherung gegeben, daß der Besuch deö Kaiser? Wilhelm in Spanien jeden offiziellen Charakter? und jeder Bedeutung entbehre, daß die offizielle Reise deS Kaisers mit der Abreise auS Palästina ihr Ende erreicht habe, und daß der beabsichtigte Besuch in Eadiz und Carthagena größentheilS im Interesse der Gesundheit der Kaiserin er folge, da die Fahrt lang und ohne Unterbrechung für die Kaiserin zu anstrengend sein würde. Diese Vernaerunaen nno aus rceien iUaen von . c..,... n.u.x.. ..k.. i jivtnu yinivm wy' I den, und stehen in Einklang mit ihren Bestrebungen, den schlechtcn Eindruck . .-" , , . ? . . izu oerwl,kn, rocisjcn okr,ry,evrne J!k,kn. wftnX hi &i . u i uj in uui vuiiuv vviiityie u macht hatten. Die Andeutung, daß der Kaiser als Schiedsrichter in dem Fall in Betracht kommen könnte, daß die Philippinenfrage in der Friedenkeomm,ssion akut werde, wird alS absurd bezeichnet, da davon ohne gemeinsame Aufforderung seitens beider Länder nicht die Rede sein könnte. Der Ankunft deS Kaisers in Eadix und Carthagena wird von den deutschen Behörden mit Spannung ,tg.g..sZ,, t kZ? AnlaK 1U eitltt elgegengt,een, o nc aniap zu einer 'panllchen Volttemonstrallon geben könnte, die in Amerika falsch ausgefaßt werden könnte. Um derartigen Vorkommnissen vorzubeugen, ist der deutsche Geschäftsträger in Madrid angewiesen worden, der spanischen Negierung miterS Chicago, 13. Nov. Die Niederluc 011 rmsirali,qen Par,e, in oer r . v v- i..i:ri.. ; v. letzten Wahl hat allerhand Vermuthungen über die Zukunft der Partei und die etwaige Aussöhnung zwischen den FaktionSführern, Major Ha'rison und S;. Gouverneur Altgeld zu Tage gefördert. SS beißt, daß Herr Altgeld a!S Candidat für das Amt deS StadtSchatzmeisters n Asficht genommen ist und da das Amt etwa $10,000 jährlich abwirft, so dürft Herrn Altgeld, dessen sinancielle Verhältnisse bekanntlich nicht die besten sind, mit demselben wohl gedient sein. Die Militär - Unruhen in Ha van a. a d a n x, 13. 2iOv. ?lt avallerie und Infanterie der Orden Publico wurden gestern nach theilweiser lEntlöhnung entlassen. SS geschah. weil sie Unruhen angestiftet hatten, mit welchen die dritte Compagnie am Donnerstag vor dem Palast begann. Damals hielt General Solana eine Ansprache an die Leute und führte fi dann in ihre Kaserne zurück, wo sie Spanien und General Blanco hoch leben ließen. Der Militär-Gouvernör von Havana befahl ben Einmarsch von 4000 Mann, welche in den Vorstädten lagen,, worfle NachtS eintrafen. An ihrer Spitze marschirte er nach den Quartieren der Orden Publico, wo die protestirende 3. Comp. unter Waffen auf die Straße aufgestellt war. Die Regulären weigerten sich, ihre ! Kameraden anzugreisen oder auf sie zu feuern, alS dies befohlen wurde, in der ISoffnung, sie einzuschüchtern. Sie

wurden aber schließlich bewogen, in ibie Stunde herauf an daS Licht kommen' Quartiere zu gehen. Bei anderen Re-1 Nach Ablauf der sechs Monate jedoch gimentern fanden während der Nacbt wird er wie ein gewöhnlicher Strafgegeringfügigere Unruhen Satt. fangener behandelt werden, nur mit Ausnahme dieser Ereignisse hat die dem Unterschied, daß er für etwaige

Mllitärbeköede überall die Controlle. behalten. Ein Oberstlieutenant von General Arola'S Stab ist an der Hand verwundet, und ein anderer Offizier scbwer. Militär bivuakirt in den Straßen. Aber Alles ist jetzt ruhig Die Aufrührer hatten erwartet, die Guardia Civile und ein Theil der Ar tillerie werde sich ihnen anschließen. Allerlei ant Deutschland. Berlin, 13. Nov. SS gilt hier alS sicher, daß Spanien nach dem Friedensschluß die Reste seiner Colonien, vornehmlich die Marianen, Carolinen und Pala.Jaseln verkaufen will, und eS heißt, daß Deutschland bereitS vorsichtig sondirt hat, zu welchem Preise sie erhältlich sein würden. 3m Auswärtigen Amt wird zugestanden, daß diese Colonien für Deutschland von großem Werthe sein würden, wegen ihrer Nähe' zu Deutschlands ?efitzungen in Central-Afien; aber ob Deutschland wirklich Absichten auf sie hat, darüber ist nichts zu erfahren. Die Zunahme der MajestätSbeleidigungSprozesse wird in der deutschen Presse viel besprochen. Ja vereinzelen Fällen find nicht nur der Redakteur, andern auch die Seher mit Hast bestraft worden. Fast überall außer von der konservativen Presse, wird daS derurtheilt. Die Frankfurter Zeitung" agt : ES ist dahin gekommen, daß eS unmöglich ist, über politische Dinge offen zu sprechen, da eS bei dem hervorragenden Antheil, welchen der Kaiser an ihnen nimmt, eineS der schwersten Kunststücke ist, der Verfolgung durch einen verrückten StaatSanwalt zu entgehen." Die Prinzeß Heinrich von Preußen st nach Genua abgereist, von wo sie per Dampfer sich nach Kiau Tschau begiebt. Die Braunschweiger Neuesten Nachichten haben ein Schreiben deS HerzogS von Cumberland velossentlicht, n welchem er seine Ansprüche auf Hannover und Braunschweig ausrecht erhält. Fürst Herbert Biömarck, erklärt, daß keine öffentlichen Einladungen zur Beisltzung seineS VaterS erfolgen werden, welche am 27. November stattfindet. DaS Mausoleum ist äußerlich fertig. Die innere Ausschmückung kann nicht vor Jrüdjahr beendet sein. In Hoskreisen heißt eS, der Kaiser werde der Beisetzung nicht beiwohnen, da er sich verletzt fühle, wegen der ihm bei der Leichenfeier zu Theil gewordenen Behandlung. Die Correspondenten, welche die Orientfahrt mitmachten, sagten, daß sie zwischen dem fabelhasten Thatendrang deS Kaisers und der Ueberwachung durch die türkischen Beamten ein wahres Martyrerlyum ourqgemacht hätten. Einer sagt, er hätte früher hinter guchShunden zu Fuß gejagt, und sei der amerikanischen Armee in Cuba gefolgt, aber daS sei daS reine Kinderspiel gewesen gegen die Auf gäbe, dem Kaiser zu folgen. Er habe den sandigen Marsch von Haifa nach Jaffa in zwei Tagen zurückgelegt, waS nie unter drei Tagen erledigt wurde. Todte Pferde lagen dann am Wege und ermattete Cavalleristen und Ka meele kamen während der ganzen Nacht vereinzelt nach Jaffa. Mehrere Correspondenten, welche eingeladen waren, den Einzug in Haifa vom Hose deS amerikanischen ConsulatS anzusehen, wurden von den Türken trok oller Proteste deS ConsulS vertrieben, und der Correspondent deS italienischen BlatteS, welcher geschrieben hatte, der Sultan mache sein Land bankerott, um den Kaiser zu feiecn, wurde in tat Gefängniß gesteckt, wo er Prügel und nichts zu essen bekam. Schließlich bestach er seinen Wärter und entkam. Die italienische Regierung hat hohe Entschädigung deswegen verlangt. Luccheni'5 Haft. Genf, 13. Nov. Der italienische Anarchist Luccheni, der wegen Ermordung der Kaiserin Elisabeth zu lebenSlänglicher Hast verurtheilt ist, wurde noch gestern nach der Eveche-Stras-anstatt gebracht. Er wird sechs Monate in Einzelhaft in einer unterirdischen Zelle zuzubringen haben, die beinahe gar kein Licht hat, und nur alle zwei Monate einmal darf er aus eine

Uebertretugea von Gesangnißregeln

eztrastreng bestraft wird. Die Philippinenfrage. Pariö, 1. Nov. Unter den Unbetheiligten herrscht die Anficht, daß die spanischen FriedenScommissäre nicht ihre Zustimmung zu einem Vertrage geben werden, den die Amerikaner zu unterzeichnen gewillt wären, gast er scheint eS mögl.ch, daß bei dem schweren Druck, welchen die Gläubiger auf die spanischen Commissäre ausüben, und der entschlossenen Haltung der Ber. Staaten, die Spanier den Kamps ausgeben und die beiden anderen Faktoren sehen lassen werden, wie sie mit einander auskommen. Ob morgen schon eine weitere Sitzung stattfinden wird, oder ob sie aus Dienstag verschoben wird, soll sich erst morgen zeigen, da die Spanier zunächst mittheilen solle, ob sie ihr neues Memorandum fertig baben oder noch weiteren Aufschub dafür brauchen. ES heißt hier, daß letztere Erklärung der Amerikaner den Charakter eireS Ultimatumö hat, wenn auch nicht die Form Aber eS wird jedenfalls noch eine diplomatische Schlacht geschlagen werden, und eine amerikanische Antwort ist voraussichtlich noch zu erwarten. soviel auch von Abbruch der Berhandlungen die Rebe ist. Sollte ein Abschluß deS Vertrages statlfiiden. so ist er innerhalb 3 Wochen zu erwarten, obgleich eö nicht' wahr ist, daß die Amerikaner einen Schlußtermin gestellt haben. allerlei. Bei Colorado Sprinas) Col., wurde der 13jährige Roy Kendall von einem absturzenden großen Felsstück auf der Stelle getödtet. Sein Vater wollte den Felsen, unter dem sich Kaninchen verkrochen hatten, abstemmen, aber der Junge kroch, als sein Vater ihm den Rücken wendete, unter den Stein, der im nächsten Augenblick auf ihn herabfiel. I ü n g st wurden in New Nork vier große, fünfstöckige BacksteinHäuser von ihrem alten Platz an der Südostecke von Willis Str. und 134. Str. nach ihren neuen Fundamenten an 133. Str. und Southern Boulevard gerückt. (5s ist dies die größte Hausmoverei", die jemals vorgekommen ist; sie wurde in's Wer! gesetzt, trotzdem das Bau - Departement anfangs die Sache als zu gefcihrlicti verbieten wollte. Die Äordeeeitttns.e zum Umzug hatten Monate in Anspruch genommen. 17 Tage dauerte es. m die Last 70 Fuß südlich an WiUiv Atj-e. angelangt war und naäi weiteren vier Tagen standen die Häuser da. wo man sie haben wollte, d. y. man mußte U noch 3.V Fuß tief auf die Grundliuuec herablassen. Während de: Wanderung ruhten die Steiukolssse auf 3W,00() Fuß Lauholz, das au den ttZeitstellen mit Seife beschmiert war. W Schrauben wurden stets gleickzei-. tig in Bewegung gesetzt und bracdten jedesmal die Last um drei Sechzehntel 'cll vorwärts. Der Cvntraktor erhti für die Arbeit $10,000. Jedes der Häuser ist $15.000 werth: sie nutzten von ihrem altenPlatze entfernt werden, weis dorthin die Abfahrt zur neuen Hartem River - Brücke zu siebe:, tfirnnit. I m sonnigen Italien scheint man noch nicht zu loissen, daß Dampserlinien kleine ttinder, deren Eltern Passage genommen, frei befördern und fo werden die kleinen Würmer denn häufig in Bündel gewickelt oder auf andere Weise an Bord geschmuggelt. Bei der Landung in den amerikanischen Häfen wird dann zum großen Aerger der Inspektoren dieselbe Manipulation noch einmal versucht. Dieser Tage trafen in New Norl mit dem Dampfer CaliforniaGiuseppo Gobonita und seine junge Frau ein. Die Letztere trug ein Bündel bei sich, in welchem es. während dem Ehepaar die üblichen Fragen zur Beantwortung vorgelegt wurden, mit einem Male lebendig wurde. Die Frau gestand denn auch unter Thränen ein, es sei ihr Baby, welches sie da in dem Bündel habe und der Mann fügte bei, seine Mittel seien beschränkt und er habe sich unn'öthige Kosten sparen wollen. Dieses ist das vierte Mal innerhalb deS laufenden Monats daß ein Versuch gemacht wurde, einzuschmuggeln. Eine Frau hatte ein zweijähriges Kind unter ihrer Schürze verborgen. Die Beamten der Dam pferlinien sind natürlich von solchen Vorfällen nicht besonders erbaut, da auf jede Person, dere?. 5Zame nicht auf dem Schiffsmallist erscheint, eine hohe Strafe gesetzt ist. .

.1 !! l a ö g v iü ! si c i n g ewiss?r Ia Tl?vmsen a.'storbe:!. den alle füreinen Eeizwlö schlimmster Sorte hielten. l?r lebte allein 'in einer ganz ärmlichen Hütte, bereitete sich seine

Spesen selbst und ließ Ulnt lebende Seile in ff in Haus eintreten. Vor einigir Zeit erkrankte er und wurde ins Hospital gebracht, wo er starb. Als Grund stellten die Aerzte, unzureichende Ernälirung fest. Jetzt ist nun zur alls?i!X;in:n Kenntnis; g !omm:n, daß sein Advokat auf seine Anweisung jährlich IHvo Franken an Wodltyatigkeitswerke verteilte, und daß Thomsen 000,000 Franken hinterläßt, von denen 2j Millionen Wohltbätigkeitsinstituten zasliesten. Die Stadt Genf hat soeben in ihren Mauern eine der letzten Phasen der berüchtigten Panama-Ge-scbichte gesehen, indem in einemSchuppen an der Rue des Gares der Hausrath des Cornelius Herz in Genf versteigert wurde. Im Jahre 1894 hatte Herz seine Sachen in Genf in Sicherheit gebracht. Die Versteigerung, welche mehrere Tage dauerte, fand ganz geräuschlos statt. Nur wenige Leute, die auf Möbel und Luzusgegenstände boten, hatten eine Ahnung davon, daß von den beiden Damen in tiefer Trauer, die den Kindern d.'r Käuferinnen so freundlich Sllßigkeiten zusteckten, die eine die Tochter, die andere die Schwägerin des berechtigten Kranken von Vournemouth sei. Der größte Theil des verganteten Mobiliars ging zu bescheidenen Preisen in den Besitz ehrsamer Kleinbürger von Genf über. Nur ein auf 5000 Francs geschätztes Gouachegemälde fand keinen Liebhaber. Die alterthümlichen Ausstattungsstücke gingen alle zu den Preisen ab, die ihrem Werthe entsprachen. Silberzeug und Bücher, unter den letzten herrliche Klassikerausgaben, brachten die Erben des großen Schwindlers nicht unter den Hammer. Der deutsche Dampfer Trinidad", der mit einer Ladung von Feuernngsmaterial für die deutsche Flotte in Ostasien von Hamburg nach Kiautschou unterwegs war und dort als Hulkschiff benutzt werden sollte, ist in der Straße von Formosa einem schweren Taifun zum Opfer gefallen. Das Deckhaus mit allen Signalflaggen wurde von den Wogen fortgerissen, so daß es der Bemannung schwer war.deu vorübcrfahrenden Schiffen Nothsignale zu geben. Zwei Dampfer fuhren vor bei, ohne die schlimme Lage der ..Trinidad" zu bemerken Endlich brachte der englische Postdampfer Rofcifla" den Schiffbrüchigen Hilfe, nachdem diese bereits zwei Tage auf Scyisfszwicback und Wasser angewiesen gewesen waren. Trotz des .hohen Seeganges gelang cs zwei Booten der No hitta-, an die Trinidad" heranzukommen und die ganze Bemannung von 110 Personen einschließlich eine Fahrgastes, sowie ihre Privatsacken zu retteil. Der Capitän der Noliilla" ließ seinen College von der Trinidad empfehlen, seinen Dampfer womöglich zum Sinken zu bringen, wenn er ihn verlassen wolle, damit er in der von Fahrzeugen aller Art belebten Straße von Formosa nicht eine Gefahr für die Schifffahrt würde. Diesem Nathe leisteie man dadurch Folge, daß man den Verschluß der Centrifugalpumpe entfcrnte. Hiesiges. Der Neger Alezznder, des Mordes deS jungen Wilharm verbuchtig, wurde heute Nachmittag vom Stfangniß aus in daS städtische Hospital geschafft. Er leidet an Luftröhren, entzündung. EG Marh Ann HzheS, 19 Jahre, unverheirathet, wurde irrsinnig erklärt. Sie ißt nichts, will nicht fchlafen und hat die Lust, auch nur dak Geringste zu thun, gänzlich verloren. CT Zm Commercial Club hielten heute Vormittag zwei Mitglieder deS Philadelphia Commercial Museum, Dr. Edmund Coöbe und Herr v. W. Hanna Vorträge über daS Annonciren amerikanischer Firmen im Auslande. CP Die in Zimmer Ro. 10 deß Miller Blocks, Ecke Market und SllinoiS Str. wohnende Annie Woodruss versuchte am Freitkg Abend Selbstmord zu begehen, indem sie Karbolsäure zu sich nahm. Mund und HalS find furchtbar zugerichtet,' jedoch der Magen nicht, da keine genügende Quantität hineingekommen ist. Die Aerzte hoffen sie durchzubringen. CZJ Am nächsten Mittwoch Abend hat der Soziale Turnverein eine gei-stig-geselligen Abend, an dem auch Damen Theil nehmen können. ES wird über die vom VundeSvort gestellten stragen debattirt und die Pausen werde durch MufikvortrSge, Dekla mationen ze., ausgefüllt. Der Südseite

Turnvereins ist dazu eingeladen.

Ein zerrüttetes Nervensystem ' Schließlich Herzbeschwerden. sundhel, wkederhergeftellt durch Dr Mil,S'S Nervine.

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W 11 ß& VV'it'M rrc v, li.wn M " - , i r Edw.ard Hardn. der jsoialt B.'aa AH ger tti grob?., Srore der hexpera Co. ja rjcct'ilu, JU.. ichreibt: 5Zck war nie k,nen Tag kran7 ia mrnitui Ütktn, bii 1390. Ich litt so Zcdlimm an nervös Srschlassung. dzß ich meine Stelle nicht versehen konnte und ,u medi ,'niren ansangen musste. Ich versuchte unsere ökal-Aer,te und einen in joliet, ad Itintx sonnte mir beiseit und ich dachte, ich würde fkerden. Ich wurde verzagt und stand unsägliche Ängft aus. Konnte wever effen. noch schlafen und rüden, es schien alz! könne ich nicht eriftiren. ach verlaus von sechZ Monate,, kvar ich nur ein schatten und yjUt.t wurde mein her, ergris, sen und ich war toadrdast elend. Ich luldm sechZ oder acht 7, lassen von Tr. VilUi' iieivine. die mir von Ansang an Vludenntg brachte und ich VedenS. ,,mimu murre, ict arrke egtn uietaeä Dr. Miles' mud werden durch aÜt l?tdkker verkauft unter einer positiven Garantie: die eifle Ylasche nitt oder das tteld wird luiü&esiattet. Viich über die Krautdeilei, de: Herze? und . der Nerveu frei. Adresse: ' ii -. AA!j. i Wervenej Nostows v , Health vV r .... .v tJJu.De. MlleMedicalS o.. Sikdari. Jnd CO Der No. 2101 Southeastern Adenue wohnende Otto Kaffader fuhr gestern hinaus inS Freie. 3n der Nähe von Acton fiel ihm ein feister TrutHahn inS Auge; ebenso zwei fette Hühner. Er drehte ihnen die Hälse ab, warf die Kadaver in seinen Wagen und fuhr auf und davon. Einige Farmer hatten seine Manipulationen beobachtet und waren ihm nachgejagt. Sn der Stadt angelangt, umstellten sie sein HauS, telephonirten zur Polizeistation und eine halbe Stunde' später saß Kaffader hinter den schwedischen Gardinen. Er wurde mit $5 und 30 Tagen Arbeitshaus bestraft. Wer einen Eatarrb keilen will, mub mit dem Blut anfangen. Hood'S Sarfaparilla beseitigt die Ursache dieses Uebels und heilt Katarrh oaourcy, oap ne das Vtut reinigt. Ho ob's Pillen wirken milde aber rasch und sicher auf die Leber und den Magen. 2öL. Der deutsche Veteranenverein hielt gestern Nachmittag seine regelmäßige CeschSstSversammlung ab und nominirte die nachfolgenden Beamten : Hauptmann Lorenz SeiS und Dan. Bernd. 1. Lieutenant Wm. Steinert, 3os Rümmele und Sohn Henschen. 2. Lieutenant Anton Käppler. Adjutant 'ZhaS. Krst-nbader. Quartiermeister 3ohn Ebner und Jacob Scholl SS wurde beschlossen, sich an der Feier eineS deutschen TageS zu betheiligen. Die Herren L. Neubacher und Eonrad Bauer wurden als Delegaten ernannt. Nach Erledigung der Seschäfte wurde eine Gedenkfeier für daS verstorbene Mitglied Otto Pfäsfiin veranstaltet, an welcher auch die Familien der Mitglieder Theil nahmen. Hauptmann Neubacher widmete demselben einen warmen Nachruf, in welchem er besonders hervorhob, daß der Verstorbene ftetS bereit war, Zeit und Mühe dem Verein zu opfern. S. S. Reese, dratfcher Zahnarzt, U OS Obio Str. Der Tork Utoxo. (Stabttet 1853.) "Sßnifir Vutterick Muster ! Helle lohbraune Kersey Jacken mit den neuen abgerundeten Ecken und durchaus mit Seide gefüttert 311 $10.00. Der größte Iackenwerth in der Stadt. m m m mm

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So heißt'ö bei den Plattdeutschen. echt ist 578 ! . Stahlherden der Stadt. I kmw, Washington und Pennsylvania Straße äcjÜ A Schmidt,) aller Oorten

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