Indiana Tribüne, Volume 22, Number 55, Indianapolis, Marion County, 13 November 1898 — Page 3

Ausmd Mr.

Noman von Ludwig Hablt. (9. Fortsetzung.) Ihr beiderseitiges Schweigen wurde jetzt von den Engländerinnen unterKrochen, die auf baldige Rückkehr drängten, denn es sei schon spät. Wedec der Marquis noch die Gräfin erhoben Widerspruch dagegen; die anderen Boote hatten sich schon auf den Heimweg gemacht, und so gab auch der Lord dem Wunsche seiner Landsmänninnen nach und ruderte mit seinem Gehilfen wieder dem Lande zu. Nun hatte der Marquis seine Lebhaftigkeit wieder gewonnen; er begann auf dem Rückwege in seiner angenehmen, liebenswürdigen Weise zu plaudrn und war entzückt, wenn er seiner Nachbarin ein beifälliqes Lächeln entlockte. Seine gute Laune wurde immer mehr gesteigert, j? mehr er heute das Schlachtfeld ganz allein behaupten konnte, denn der Lord gab sich mit ganzem Eifer seiner einmal übernommenen Aufgabe hin und schien heute wirklich nur darauf bedacht zu sein, sich als kräftiger und geschickter Bootsführer zu zeigen. Pfeilschnell flog der Nachen dahin, und bald war das Ufer erreicht. Lord Beathon half jetzt mit großer Bereitwilligkeit seinen beiden Landsmänninnen aus dem Boote; er wollte nun auch der Gräfin die stützcndeHand reichen, aber diese dankte freundlich und sprang rasch und mit großer Siäxrheit an's Ufer. Der Marquis wollte hinsichtlich solcher Kcrpergewandtheit hinter Franziska nicht zurückstehen und wies ebenfalls die ihm vom Lord angebotene Hilfe mit einem überlegenen Lächeln zurück; er stieg zunächst auf das Brett, nahm einen Ansatz und wäre im nächsten Augenblick in's Wasser gefallen, wenn nicht die Gräsin rasch die Hand nach ihm ausgestreckt und ihn mit einem kräftigen Ruck in Sicherheit gebracht hätte. Ah, Gräfin, Sie haben mir das Leben gerettet!" rief sogleich der Marquis in großer Erregung aus. Wie soll ich Ihnen danken!" Er zog die Hand, die er noch immer gefaßt hielt, leidenschaftlich an seine Lippen. Franziska lehnte lächelnd diese allzu lebhafte Dankesäußerung ab. Es war nicht die geringste Gefahr. Hier, so nahe am Ufer, konnten Sie nicht untergehen." Doch, ich hätte mir den Schädel dort an dem Pfahl zerschlagen," entgegnete der Marquis eifrig und zeigte auf ein Stück Holz, das aus dem Wasser hervorragte und das ihm beim Fall allerdings hätte gefährlich werden können. Sie allein haben mir das Leben gerettet und solange ich athme, bleibe ich Ihnen dafür dankbar!" Das kleine Ereigniß an diesem Mondscheinabend war für den Marquis vollends entscheidend gewesen; er sah in Franziska die Göttin, deren Besch allein sein ferneres Dasein verschönern könne; aber zu gleicher Zeit glaubte er nun auch ein volles ausschließliches Recht auf das Herz seiner Lebensretterin" zu haben. Es schlingt sich ja immer ein inniges Band um zwei Menschen, die das Schicksal auf solche Weise zusammengeführt hat, und wem dabei von dem Anderen ein sehr wichtiger, unvergeßlicher Dienst geleistet worden, der wird in der Regel von diesem am meisten geliebt. Auch der Marquis zweifelte keinen Augenblick mehr daran, daß ihn Franziska liebcn müsse, und er rrug es jetzt offen zur Schau, daß er sich allen Ernsies um Herz und Hand der Gräfin bcwerben wolle. Nun entstand zwischen den beiden so verschieden gearteten Männern ein wahrer Wettkampf um die Gunst der schönen Deutschen. Das trockene, nüchterne Werben des Engländers war so belustigend, das feine, liebenswürdige des Marquis so angenehm, daß Franziska den letzten Rest ihrer düsteren, schwermüthigen Stimmung abstreifte und wieder mit viel helleren Augen in das Leben blicken lernte, das gerade hier so viel eigenthümliche Reize bot. In der guten Laune, in der sich Gräfin Ballerstädt jeji befand, theilte sie dem treuen Freunde, den sie daheim zurückgelassen, alle ihre Erlebnisse mit; sie gab ihrer Schilderung eine möglichst humoristische Färbung, um Botho damit zu zerstreuen und ein wenig zu unterhalten. Zu ihrer Verwunderung erhielt sie diesmal auf ihren Brief keine Antwort. Er hatte sie also schon vergessen. Nun gut, sie war zu stolz, um den Faden, den er so absichtlich fallen gelassen, noch einmal zu suchen und wieder anzuknüpfen, auch sie verharrte jetzt in Schweigen! 14. Im Havellande, nicht weit von dem durch seinen ausgedehnten Ziegeleibetrieb bekannten Städtchen Ketzin, liegt ..ein tiefer, klarer See mit bewaldeten Ufern, die auf einer Seite ein Dreieck bilden. Gerade an dessen Spitze steht das Stammhaus des Barons Botho v. Llchtenbera; ein sauberes Dorf lehnt . fies, daran, das sich allmälia in die schier endlose Heide verliert. Das Dorf hat fast durchgängig saubere. aus rothen Ziegelsteinen neu erbaute Häuser, denn es ist ein paarmal durch Feuersbrunste hamgesucht wor den, und die Bauern, deren Häuser vom Feuer verschont geblieben, haben hinter denen, deren Hütten zerstört worden, nicht zurückbleiben wollen und sich ebenfalls stattlichere Wohngebäude errichten lassen, herrscht doch hier eine oewisse Wohlhabenheit. Auch wö Pfarr- und Qsazmyeus Mo neu, vage gen ist die Kirche ein uralter Feldstein bau. Mitten im Dorfe liegt ein von alten

Weiden umgebener Tümpel, auf dem t im Sommer von Enten wimmelt und in dem auch die Kinder mit ihren bis über die Knie hinaus entblößten Beinen herumplätschern. Heute ist es still, denn ein grauer Novemberhimmel liegt über Dorf, See und Heide und gibt dem Bilde eine düstere, melancholische Färbung. Düster war auch die Stirn Bothos von Lichtenberg, der im Jagdanzuge und gefolgt von einem großen, braunen Hühnerhunde durch das Dorf schritt. Seine Züge nahmen den Ausdruck gespannter Erwartung an, als er den alten Landbriefträger, der soeben aus dem Pfarrhaus getreten war und bei seinem Anblick gestutzt hatte, mit etwas beschleunigten Schritten auf sich zukommen sah. Wieder ein Brief aus der Schweiz, Herr Baron, wollt' ihn eben auf's Schloß tragen, nun darf ich mir wohl den Weg sparen!" sagte er und blin zelte recht schlau mit den Augen, als er ihm das elegante Eouvert aus gelblich weißem Elfenbeinpapier mit der neunzackigen Krone und den Anfangsbuchstaben F. B. darreichte. Die Hand des Barons zitterte leicht, als er sie nach dem Briefe ausstreckte und gleichzeitig seine Cigarrentasche hervorzog, um dem Landbriefträger ein paar Cigarren zu überreichen. Der Mann griff dankend an die Mütze, schulterte seine schwere Tasche und schritt, den Stock fester aufsetzend, in der Richtung nach den Ziegeleien von dannen, während der Baron weiter durch das Dorf ging. Er hatte die größte Lust, stehen zu bleiben, das Couvert zu öffnen und dessen Inhalt zu U'tn; aber er bezwäng sich, steckte den Brief in die Tasche und beschleunigte seine Schritte, um das noch in einiger Entfernung vom Dorfe liegende Gut zu erreichen. Allgemein b:klagte man es, daß Botho v. Lichtenberg, der früher kein Spielverderber gewesen, ein einsiedlerischer Geselle geworden war, der für nichts mehr Sinn hatte, als für seine Wirthschaft und die Jagd, von dem man außerdem wissen wollte, daß er oft zu Hause bei den Büchern hocke. Die letztere Verdächtigung fand allerdings bei Solchen, die Botho näher kannten, wenig Glauben, sie wußten recht gut, was ihn plötzlich fo verändert hatte, (ein Verhältniß zu Gräfin Franziska v. Ballerstädt war kein Ge-

heimniß, und man bedauerte ihn. war aber doch der Meinung, er hätte sich dadurch nicht so sehr niederdrücken lasfen dürfen. Es gab :n der Mark' noch manch hübsches Edelfräulein. das gewiß nicht abgeneigt gewesen wäre, ihm die Hand zu reichen und dem gar nicht unvermögenden Baron eine würdige Hausfrau zu werden. Seinem Hunde pfeifend, schlug Botho den kürzesten Weg über die Stoppelfelder ein. Schafheerden weideten darauf, deren strickende Hüter den Baron ehrerbietig begrüßten, von ihm aber nur ein flüchtiges Nicken als Gegengruß erhielten, so daß sie sich im Stillen wunderten, was denn dem Herrn heute Unangenehmes geschehen sein mochte. Immer düsterer und arauer wurde der Himmel; flach und öde war die Landschaft, deren Einförmigkeit nur unterbrochen ward durch kleine Gruppen schwarzgrüner Kiesern, oder durch Wassergruben, die ihr Entstehen der hier entnommenen Thonerde zu verdanken hatten. Die riesigen Schornsteine der Ringöfen ragten in die Höhe, der ihnen entströmende Rauch zog schwarzen Fahnen gleich am Horizont dahin, denn obgleich jetzt die Arbeiten in den Thonstichen wie an den Mischen" derZiegelarbeit eingestellt und die Letzteren, Zugvögeln gleich, wieder in ihre lippesche oder schlesische Hermath zuruagekehrt waren, so wurden doch die vorräthigen Steine noch in den Rwgöfen. gebrannt. Bon Bothos Schritten ufgescheucht, flog ein Schwärm Krähen kreischend in die Hohe. Zu anderen Zeiten hätte Baron Lichtenberg wohl die Flmte von der Schulter gerissen und eine Ladung Schrot unter die schwarze Schaar gesandt; jetzt hielt er sich dabei nicht auf. Der Brief,, den er in der Tasche trug, brannte ihn. förmlich, er konnte die Zeit nicht erwarten,, da er ihn in der Einsamkeit seines Zimmers mit Muße lesen durfte, denn er kam ja von qzp an der seine Seele noch immer mit allen Fasern hing! Ach, und doch wußte er im Voraus. daß sich semer, wie dies bisher stets der Fall gewesen war, eine noch tiefere Traurigkeit bemächtigen würde,, nachdem er den Brief zu. Ende gelesen. Was. er auch enthalten mochte, er krachte ihm nicht das, wonach seine ganze Seele lechzte. Ehe Franziska Wiesenburg verlassen, um sich zu einem langen, vielleicht dauernden Aufenthalt nach der französischen Schweiz zu begeben, hatte Botho an sie geschrieben und sie gebeten, sie möge die Beziehungen zwischen sich und ihm nicht ganz abbrechen, sondern ihm zuweilen von sich Nachricht geben und ihm gestatten, an sie zu schreiben. Franziska hatte das zugesagt, dabei jedoch die Bedingung gestellt, daß die Gesühlsseite nicht berührt werden dürfe. Ihr Briefwechsel müsse sich lediglich auf Thatsachen beschränken, andernfalls würde sie sich genöthigt sehen, ihn sofort abzubrechen, und sie hatte auch gleich in ihrem ersten Schreiben, das sie aus der Schweiz an ihn sandte, ganz genau Ton und Form angegeben, in dem sie den Briefwechsel gehalten haben wollte. Und auch er hatte sich nach Kräften bemüht, nicht durch das mindeste Zeichen die in ibm lebende Sehnsucht zu verrathen. Er berichtete nur Thatsächliches. Er ahnte nicht,' daß gerade dadurch seine Briefe einen sehr hohen Werth für die Gräfin erhielten. Sie hatten den frischen Erdgeruch der Heimath, die

Herbheit und ursprüngliche Kraft, die der märkische Boden ausströmt. Sie waren ihr wie ein Spiegel für' ihre Seele, sie waren ihr der Maßstab für die Anderen, die sich um ihre Gunst bewarben, und es reichte Niemand daran hinauf. Sein Urtheil über Dinge und Person? gewann für sie hohe Bedeutung, denn er war bei aller Einsachhcit und Schlichtheit doch immer treffend und oft überraschend; und anleinend nur um zu plaudern, schrieb sie ihm doch in Wahrheit Vieles, um seine Ansicht, seinen Rath zu vernehmen. Lichtenberg ließ sich nicht träumen, wie er, fern von ihr. ihr so nahe getreten, wie er schließlich doch der Gebende geworden war, der Mann, zu dem sie aufblickte. Er ließ es sich nicht traumen und litt oft gerade- da, wo er hätte stolz sein sollen. Das Schloß, wie nach märkischem Brauch das Wohnhaus des Gutsherrn genannt wurde, obwohl es diesen stolzen Namen eigentlich nicht verdiente, war erreicht. Es war vin. würfelförmiger, drei Stock hoher Bau mit einem hübschen Erkerthurm. Zur Linken lehnte sich, umschlossen von einer niedrigen weißen Mauer, der Wirthschaftshof mit seinen zahlreichen Gebäuden an das Schloß, alle im besten Zustande und zum Theil neu erbaut; hinter demselben lag der Garten, der sich parkartig bis an den See hinzog. An der Vorderseite des Gebäudes prangte, in Stein gehauen, das Wappen der Lichtenberg. Das Schloß hätte für eine zahlreiche Familie fowohl wie für eine Menge Gäste Raum genug geboten. Für den einsamen Botho war Alles viel zu weit und groß. Er beschränkte sich auf drei Zimmer; die übrigen wurden nur geöffnet, wenn die Wirthschaften es für angemessen hielt, darin einmal wieder einen Kampf gegen Staub und Spinnweben zu unternehmen. Diese Wirthschaften, eine schon bejahrte Frau, die bereits bei den Elterndes Barons im Dienst gestanden und sich eine Art mütterlicher Veaufsichtigung ihres jungen 5)errn, deren er nach ihrer Ansicht dringend bedürfte, ange-. maßt hatte, kam ihm bei feinem Eintritt in das Schloß entgegen und sagte: klagend und doch sichtlich erleichtert: Gott sei Dank, daß Sie endlich da sind, Herr Baron. Sie sind seit dem frühen Morgen fort, und jetzt ist's gleich Abend!" Dazu gehört im November nicht viel, und ich habe dir auch was mitgebracht!" versetzte Botho. Er reichte ihr die Jagdtasche, aus der die Köpfe zweier Hasen heraushingen. Sie nahm sie auch, ohne der Jagdbeute große Aufmerksamkeit zu schenken, da ihre Sorge nur dem Jäger galt, und fubr fort: Und den ganzen Tag über haben Sie nicht einen Löffel Warmes in den Leib bekommen. Wollen Sie jetzt gleich essen oder soll ich erst eine Tasse Kaffee bringen? Es ist Beides sofort da. Oder wie wär's mit einer Schale Warmbier?" . Später, später Christine, ich muß mich erst umkleiden," antwortete er und schritt, zach seinen im unteren Stockwerk belegenen Zimmern, die aneinander stießen und sämmtlich nach dem Wirthschaftshos gingen. Christine schaute ihm kopfschüttelnd nach Wie er jetzt wieder aussieht," murmelte sie, mit der tiefen Falte zwischen den Augenbrauen und dem müden, traurigen Blick! Mein lieber, frischer Botho, wenn ich denke, was aus dem geworden ist! Hockt hier Sommer und Winter allein in dem aroßen

Schloß, plagt sich ab und weiß nicht, sur wen! Und. konnt's so gut haben; kein Fräulein schlüg' ihn aus, wenn er sich nicht grad' auf die eine capricirt hätte.mit ders. doch nun einmal nichts werden: kann!."' Sie murmelte noch etwas, das nicht' gerade sehr schmeichelhaft für Fran ziska klang, und verfügte sich dann. fchleunigst in die Küche, um wenigstens süe ihres.Hen leibliches Wohl zu sor-. gen Botho- war es gar nicht in den. Smn gekommen, wie er der Alten-ge sagt, di: Kleider zu wechseln. Er be-, trat sein. Arbeitszimmer, nahm die. Flinte von der Schulter und stellte, sie. in die Ecke schleuderte den grüngrauen: kleinen Filzhut mit dem Federstutz auf. einen Stuhl, zog den Brief aus der. Tascye unÄ riß ihn hastig auf. Sich auf einem, der in der Fensternische sie-, henden Stühle niederlassend, überflog-, er beim letzten Schimmer des sinkenden Tages die mit den klaren, schönen. Schriftzügen der geliebten Hand be deckten Blätter. Der Proceß gegen Bankier Böster ist noch immer nicht entschieden. Unser lieber Regierungsrath glaubt fteWh, daß er ihn gewinnen werde, sobald der Bankier den ihm zugeschobenen. Eid nicht ablegen wolle; aber was sollte den Mann schließlich hindern nicht zu schwören?" Ach, das habe ich ja bereits von Boltenstern selbst gehört!" murmelte er mit einem leisen Anflug von Ungeduld. Es war nicht das, was er aus Franziskas Briefen zu erfahren wünschte. Hastig las er weiter. Richtig. x war es auch schon! Lord Beathon und Marquis d'Antichamp sind immer noch hier," mur.melte er unruhig vor sich hin und ließ vas Blatt einen Augenblick sinken, es scheint, als wollten diese Herren den Genfer See gar nicht wieder verlassen." Ein englischer Lord, der gewiß über große Reichthümer gebot ein französischer Marquis, der Abkömmling eines uralten feudalen Geschlechtes, ausgestattet mit der seinem Volke ri&t nen Liebenswürdigkeit! Was war dagegen er, der auf seiner Sandscholle sitzende schlichte, märkische Junker, der ihr nichts zu bieten vermochte, att sein treues Herz, seine grenzenlose Liebe?! Er las weiter, und immer mehr ver sinsterte sich feine Stirn. Franziska

erzSM von dttk Skrelklgleiken, die es zwische den beiden Rivalen gegeben, von der Herausforderung zum Duell, und welche Mühe es sie gekostet habe, den Frieden zwischen ihnen Wiederherzustellen. Möchten die beiden Kerle sich doch gegenseitig die Hälse brechen!" rief er ganz laut und schleuderte das Blatt von sich. Er nahm es schnell genug wieder auf, glättete es, druckte seine Lippen darauf, als müsse er der Schreiberin ein an ihr begangenes Unrecht abbitten. und las es dann zu Ende. Wer wird sie gewinnen?" seufzte er, durch das Fenster auf den Hof und auf die leichten Schneeflocken starrend, die im wirbelnden Tanze als Vorboten des nahenden Winters fetzt niederflatirrten, auf dem Steinpflaster aber sogleich zergingen. Der Engländer oder der Franzose? O Franziska, ich habe geglaubt, dein deutsches Herz könne nur für einen Deutschen in Liebe erglühen, du könntest deinem deutschen Vaterlande niemals untreu werden! Franziska, ich habe geglaubt, deine Liebe gleiche an Stärke und Tiefe de? meinigen!" Erst jetzt ward er inne, daß'.er doch' immer noch gehofft hatte gehofft ge gen seine Ueberzeugung, gehofft gegen seinen Willen Es war eben stärker als er. Jetzt war es an ihm, diese' Hoffnung zu begraben. Herr Baronl Herr Baron!" Heftiq fuhr, er auf. Was gibts? Was wollen Sie von mir?" schnob er die alte Christine an, die so erschrockenwar, daß sie die brennende Lampe, die. sie in den Händen hielt, beinahe hätte fallen lassen. Sie setzte sie auf den. Schreibtisch unv bat: .Seien Sie doch nur nicht böse, Herr Baron. Ich habe ein paarmal geklopft, aber Sie antwortcien nicht,, da fyüf ich die Thür, aufgeklinkt und bin hereingekommen." Was soll ich denn?" fragte er in milderem Tone. Aber Herr Baron!. Essen und trinken sollen Sie.. Eine geschlagene Stunde wart' ich, und Sie kommen nicht wieder! Sitzen hier im Dunklen! Und umgezogen haben. Sie sich auch nicht! Gehn Sie in JSr Schlafzimmer. Herr Baron, ziehen Sie die schweren Jagdstiefel und die feuchten Sachen aus und machen Sie. sich's bequem. Sie müssen ja hundemüde sein." Er schüttelte den Kopf Doch, doch," beharrte sie, und hungrig und durstig obenein. Ich decke inzwischen nebenan den.Tisch, eine gute Flasche Wein habe ich. auch schon aus dem Keller geholt." Um dem Drängen der Wirthschafterin zu entgegen, that. Botho ihr den Willen. Als er nach Verlauf einer Viertelstunde in frischen, warmen Kleidern aus der Schlafst:rbe kam und das ihm gleichzeitig , al& Empfangsund Speisezimm:r dienende Gemach betrat, überkam ihn unwillkürlich ein behagliches Gefühl. ' Die. Läden der Fenster waren geschlossen, der Ofen strömte eine wohlige Wärme aus, die Lampe bestrahlte hell den einladend gedeckten Tisch, und lieblich , dufteten die Speisen, die Christine mit. vorsorglicher Geschäftigkeit auftrug;. Es war dies eigentlich nicht ihr Amt, sie ließ es sich aber heute nicht nehmen. und machte sich auch, nachdem der Baren am Tische Platz genommen, im Zimmer zu schaffen. Botho aß und trank,, blieb aber stumm und zog sich gleich nach dem Essen. in sein Schlafzimmer zurück. Während der Nacht floh der Schlaf seine Augen. Und als er sich am Morgen von, seinem Lager erhob, da war sein Entschluß gefaßt: er woMs sich keinen trügerischen Hoffnungen' nuhr hingeben. wollte das Leben aufnehmen und tragen als ein Mann unlx sich nie wieder weich machen lassen durch Rückerinnerungen. 15;. Es war ein wonniger. Frühlingstag. Elelia Gundlach stand, turn dem Spiegel ihres mit vollendetem Geschmack eingerichteten Toilettenzimmers und befestigte das Weiße., mit duftigem, blaßlila Flieder geschminkte SpitzenHütchen aus dem braunen Haar. Ein helles, fliederfarbenes. Seidenkleid, das ihr foeben erst zugegangene Meisterwerk einer der erstcn.Modistinnen Berlins, schmiegte sich, ihr ebenmäßigen Taille an und floß. in. schönen Falten ifrm ($'AyYsat- fv r i-fi in Yti-ffr

Ull liytllil WWkf.'Vk. -v-tUW, tlt IklUflVl Umhana aus weißer. Seide mit kostba-. rer Stickerei in. der. gleichen Farbe lag,, nebst den Handschuhen: bereit. Darf man naher, treten? fragte: von der Thür her. die Stimme des, Consuls, der in: einem Sommeranzuge nach dem neuesten.Schnitt gekleidet warund Hut und Handschuhe in der Hand' trug. Bitte," entyegnete Clelia freund--lich, ich biiv übrigens fogleich f-.rtig,. wenn du diecG.üte haben wolltest,, mir: den-Umhang! umzugeben." Er war. sofort an ihrer Seile? ex griff das leichte Gewebe mit spitze Fingern und überflog dabei .mit entzückten Blicken ibre Gestalt. Ausge zeichnet!." murmelte er. Dc& ist doch wieder eine Toilette, die di so leicht keine Dame nachmaßt." Ich gefalle dir also?" Wie immer." Er tooUt sie umarmen, trat aber vor eine?: strafenden Blick aus, ihren braunen. Augen zurück und begnügte sich mit nem Kuß auf ihre Hand, wobei er sogt: Entschuldige, ich habe über dich deine Toilette vergessen." Sie drohte ihm Lchelnd mit dem Finger, und er fragte, sich umschauend: Hast du dich denn heute allein angekleidet? Wo ist deine Jungfer?Das hat mit wieder einmal Vergnügen gemach V entgegnete sie, es ist ganz gut, deu Leuten es von Zeit zu Zeit zum Besoußtsein zu bringen, daß man nicht abhängig von ihnen ist. Ich habe der Johanna erlaub", auch zum Nennen, zu gehen, und da ihr nicht wie

uns ein Wag zur Verfügung sieht, hat sie sich früher auf den Weg machen müssen." Friedrich ist vorcMhten sagie der Consul: es ist zwar j?ch etwas früh, da du doch aber fertig Äst. und wir Tuch noch nach der BluiNönstraße müssen" ' Ach nein, das müssen wir nichts unterbrach ihn Clelia. Mberta hat soeben telephonirt, daß sie und ihr Mann nicht mitfahren. Es hat sich ein Einkäufer von außerhalb cmgemeldet. und da kann Gustav nicht fttt." So hätt Alberta doch allein mit uns fahren können; sie hatte sich za so darauf gefreut auch einmal einem Rennen beizuwohnen," sagte der Consul, der viel von Schramms hielt und ihnen gern auf jede Weise seine Dankbarkeit bezeigte, daß .sie ihm zu seiner Frau verholfen hatten Ich werde ihr das mittheilen; ehe wir hinkommen, hat sie noch Zeit, sich an.uk leiden." Er wollte nach dem in seinem Zimmer befindlichen Telephon eilen, aber seine Frau hielt ihn zurück und bemerkte: Da kennst du. Alberta schlecht. Die würde es für ein schweres Unrecht halten, wenn sie sich an einem Vergnügen betheiligen wollte., während ihr Mann im Geschäft bleiben, und arbciten muß. Ich glaube, auch, der Gescbäftsfreund ist bei' ihnen zum Abendessen eingeladen,. und da hat sie natürlich alle Hände voll zu thun." Clelia fagte dies Alles, in. dem fcherzenden, tin wenig ironischen Tone, den sie gern annahm, wenn sie.dcn. dem etwas. spießbürgerlichen Leben des Sch.amms'schen Ehepaares sprach; es barg sich darunter ober ein Neid, gegen den sie mit aller Kraft ihres, besseren Selbst ankämpfte und dessen sie doch nicht, immer Herr zu werden vermochte. Von jedem Besuche, den sie in der Vlumenstraße machte, kam sie in tiefster Seele, verstimmt zurück. Alberta; besaß eben, was ihr versagt war: einen. Gatten.. den sie liebte, ein Kind, auf. das sie stolz, wxr. Du. wirst also heute mit mir. allein fllrlieb nehmen müssen," wandte sie sich. an. ihren mit etwas enttäuschter Miene. dastehenden Gatten, und. die rn dieser Bemerkung enthaltene Kokettme verfehlte, ihre Wirkung nicht. Es war mir ja nur um Albertos Vergnügen zu thun, sonst kann es für mich doch, nichts Schöneres geben., als. mit dir. allein zu sein!" rief Gundlach eifrig und betrachtete sie mit leuchten--den Augen. Er meinte es mit. der Versicherung ganz ehrlich, dennockent-' spracy. sie nicht ganz der WahrheitGewiß,.: war von seiner Gattin be--zaubert!. Diese elegante, vornehme, kühle und: zurückhaltende Dame war so ganz .die. Lebensgefährtin nach .seinem. Geschmack;-aber sein Glück würde, doch ein recht unvollkommenes gewesen -sein,, hätte er immer allein mit Clelia. blei--ben, sich nie an dem Weihrauch berau-.

schen sollen der ihr gestreut ward.' An eins, lebhafte geschäftliche ..Thätigkeit gewöhnt, hatte er das Leben ei--nes unbeschäftigten, nur seinem .Ver-. gnügen nachgehenden Rentiers doch; nicht lange, ertragen und sich bald:nach seiner Verheirathung an einem großen. Exportgeschä-st, das seinen eigentlichen. Sitz in..Hamburg, aber eine bedeutende Filiale- in. Berlin hatte, betheiligt.. Mehr noch Is die reichen Geldmittel,, die er. zur Verfügung stellen konnte,, kamen. dem Unternehmen seine Ersahrungenund' feine ausgebreiteten Bekanntschaften zu Statten, so .daß es., einen hohen. Aufschwung nahm und. sich, dadurch, seur ohnehin großes Einkommen noch ahnsehnlich vermehrte.. . Erc brauchte, sich und seiner Gattin keinen. Wunsch, zu. versagen, emppng iN:m herrschaftttÄ eingerichteten Hause, .das er in. der. Rauchstraße bewohnte,- diebeste Gesellschaft und verkehrte in-den Kreisen, der höheren Finanz- und.Beamtenwel. Clelia wußte mit voLendetemAn? stand.der. Stellung gerecht zu w?rden,. zu der: sie: durch den Reickthum und.die. gefeUschaMichen Beziehungen ihres. Gatten, gelangt war, ja. ihre P-rfön-lichkeit:t.rug noch viel dazu bei, d'ese zu-. verbessern; und zu erweitern. Dennoch, konnte, sie: darin nicht ihre volle Befrie- . c it..i. ;t rtf i 11 diguna finden. Unter ihrer kühlen, vornchMN Außenseite barg sich, noch immerc die leidenschaftliche Gluth,. die Clelm Hammers verzchrt hatt. Sir achtete' ihren Gatten, fk war ihm.dank?ar, daß er sie mit Gilanz unö;Reick--thunr UMgeben, abersie empfznd. dach I schnnrrzch wie weniz das Alles.Ersitz'. geben, tonnte für das Gluck Jtt.xmK vW dem sie einst geträumt hatte,, unk stärk und bitterer. ward noch der Haß, und Groll gegen den, der sie darum br tWgen. ihr jungesz Herz versZinert: und verhärtet hatte. Inmitten ihres glänzendem LeÄns hatte sie Theodoz: Sanders nicht der geffen, im Gegenteil, sie vfplgte jxtzt. wo sie mit ihm: in derselben Stadt lebte, sein Thu und Treiben mÄ den aufmerksamstött Blicken.. Ve? hatte bereits die Genugthuung. Rlwissvr. daß die Ehe. die - um des GeldeS willen geschlossen, durchaus Z'jne Mckliche war. Seime Frau, urn eini Jahre alter als führte da& Regiment im Hause und Ueß es iln &i jer Gelegenheit fiihlen, daß 'ffc das Geld gehabt UV es ihm ermöglicht hatte, die großen Terrainankä-zf zu machen, an denen, er-, neben der von ihm betriebenen Handlung mit Ziegelsteinen, Ce--menr und sonstiMN Baumaterialien Millionen zu verttenen hoffte. Clel hatte eö anders mit ihm im Sin, rrrd kurz vorher ehe sie an ihre leite zur Ausfahrt nach dem Resnen zegangen war, hatte sie einen Bruf geschrieben, von dem sie hoffte, da& ein von ihm in dK Wege geleitetes Geschäft zerstören, und ihm einen sehr npfindlichen Verlust beibringen solrk. Sie streifte jejt die Handschuhe über, legte ihre Hand leicht af den Arm ihres Gatten und schritt tt ihm durch mehrere glanzend, ahn mit vollendetem Geschmack eingerich(Ue. Jimm d

teppichbelegte, marmorne Treppe hinab in das mit hohen Ziersträuchern in Kübeln und mit weißm Statuen geschmückte Treppenhaus, wo ihrer der Diener mit dem Hute in der Hand wartete. Er öffnete schnell die Thür, war der Herrschast beim Einsteigen in den mit blauer Stide ausgeschlagenen Landauer behilflich und fchwang sich zum Kutscher auf den Bock; ein leichtes Zungenichnalzen des Letzteren, und ie schönen hellbraune Pferde flogen dahin. Der Consrö war kein Sportsmann. Es wäre 'ihn? nie eingefallen, einen Renrftall zu hilten und theure Pferde für sich laufen zu lassen; er ließ sich auch l?Äht auf h?he Wetten emaber er war doch gern dbei. Es gehörte zum guten Tan, zu toi Rennen $t fahren und über' die Pfee reden zu können. Er wetten auch, uud noch lieber that dies Clelia. die bei ihren Wettern ganz auffälliq v.n Glück" begünstigt ö urde. Es hatte sick-i schon ei ganzer Krjö.g5bildet, der ftrts auf das Pferd sftzts, auf das die s höne Frz. Consul gvet iet hatte. Auch heute .durde dc?Z Paar bei Pner Ankunft inKarlshost von mtfrc ren Herren unU einigen ebenfalls ":n? duftigen Frühjcchrstoiletkön. erschieß nen Damen lebhaft begrüH. und t entspann sich sch'icll eine einige UnterHaltung über die Pferde, dis theils von' Herrenreitern, theils von J'c'Äys geritten werden sollten.'. 5to den Är eiaenen

lässigen, aber entschiedene Weise sprach sich Clelia für Grcch Pahlens Zemire" und für TevensenÄ Outsider" aus und beauftragte ihreuMann mit den Einsätzen Bald isrtarj ward das Zeichen zum Beginn des ersten Rennens gegeben; Clelia nahm mit ihrer Begleitung auf der Tribuns Platz und brachte die langstielige?, von Schildpatt eingefaßte Lorgnette, die sie an einer ganz feinen Goldkette am Armband trug, an die Aügen Sie wendete jedoch dem Renne nur ine untergeordnete Aufmeckspmteit zu und antwortete zerstreut, auf, die Bemerkungen, die ihr von rechts, und links zugeflüstert wurden; . ihr Auge verfolgte vorsichtig, aber stetig. &nt Männergestalt, die sie unter 'Äaichnden herausgefunden hätte, und-die.:ih,r sofort aufgefallen war. Theodor Sanders war auf' den? Rennplätze anwesend. Zum ; ersten Male seit jener Trennung im Parke, m Sudenburg befand sie sich wieder: irr feiner bcähc, und ihr Herz klopftezum Zerspringen. Was lag zwischen jenem Tage?'vd? dem heutigen! Sie war angelangt, auf der Höhe, die zu erreichen sie. sich damals geschworen hatte, stolz. :; ?inb triumdhirend konnte sie auf den herab-, blicken, der sie auf diesen Weg gewiesen nein, gestoßen hatte, und der-ft&ft; ihn. kaum bis zur Halste zurückgelegt.. Und er sollte Nicht an s Ziel gelangenl Von Neuem leistete sie sich., den (Schwur, ihn zu vernichten, während ' sie heiter und angeregt mit dem OIficier in der blauen Dragonerunirnr. ' plauderte, der hinter ihr Platz geno-m ii st r v c r r men yaire. ie wouie ncy oem ean- ' ten in der ganzen Pracht ihrer Uüqh i zugten. Lebensstellung zeigen. HrM sie ihn wirklich? RegÄchch! - für ihn lein anderes Gefühl mehr. in. , ihrem Herzen? Nein, nein! Nicht: i mit. einem fluchtlg:n Gedanken biach;,si& ihrirn Manne die Treue, obwohl sie sichj einaestcmd. daß der ehemalige Eliebte jetzt,, wa. tt männlicher geworden.nch; : viel, hubscher war, ja selbst ein f.rqtere Zugder auf seiner Stirn lag, dmi-.ae , wisse Bitterkeit, die um seine niirleicht losn, einem Bärtchen beschattete Liv pent zuckte trug dazu bei, sein Gesicht interessau-ter zu machen. '" Ich hasse ihn! Ich hasse ihn-und werde mdjt eber Ruhe finden,, als: bisZch.mich M ihm gerächt habe!" schrie-cö. ' in. ihr ans, während sie lächelte, scherzts! 'und d ihr dargebrachten HldigM;. , gen. ei williges Ohr lieh. Gleich darauf nahm sie die-Ciold. stücke in Empfang, die ihr? glückliche Wette ihr einbrachten, denn Zemre . jm. , A. x y und. utstver waren w .rmcy , a ,ste m Start angekommen .un hat-.- . t rrXT flsT?thmr nT fipmi mn ten alle Mitbewerber geschlagen. ! .Sollen wir den Gewi Zln.,.za: dem i die gnädige Frau uns heute wiernvei holsen hat, nicht durch ern lle.iile5Ma.hk ! feiern?" schtcg der Maler Greßler.vor-. i hex Ztets eine Veranlassung zit finden wuAe, um Sect zu trinken.!.' Consul ; Gundlach, 5er kein Spie erderber. und !hc3.te besonders ausgeräumt: KM. . stimmte z; wäre er aber eil; feinerer Beobachter der Seelen'iorgange seiner ; Frau gewesen, so hätt?,es..ihm.auffab. len müssen, daß Elelldiesflnsp.mch: gern in Restaurants verke-hrie heute leine Widerrede hatte sondern im. Gegentheil sich erfreut über , die Aussicht auf den fröhlichen Abend zeigte Gundlachs Wagen ful vra. Auf Einladung des COnfuls,nahMn: der Maler Greßler und Wwteznmt von Oertzen auf demRücksitze PlUtz. und im schnellsten Tabe fuhr man der Stadt und demi-.AdelonIfchur Restaurank Unter de:Lindi za. Erst nach eifriger Zeit: ftkkglen die anderen TheilIehmer an der improvishU Festlichkeit, bermSrutnU lachend klärend, EMdlachs; wTn noch ew; Ml Siegee. gebUeHen. denn ihrer. Braunen hätte nicht . einmal da Dampsro dem fo- sich hatten ander? trauen nnissen, zu- folgen vermocht. Man nahm in tsnivx besonderen Ec&i net PlaK und bald herrschte bei vLt senen (Speisen und Weinen die ssröh lichste Stimmung. Cleas sonst. Kleiche Wangen hatten sich vut einem.' feinen Roth überzogen, ihre. Augen schwammen in einsm feuchten Glänze, man glaubte nie schö n gesehen ie geistvollere Bemerkungen aui ihrem Munde geWt zu haben. GundlBh strahlte vot Stolz und Glück, weit entfernt, zu ahnen, wohz di(ftr, Glanz und Schimmer stamnite. (Fortsitzunz sylgt.)

Zur dle Mchc.

Far'5krt'e'5 Omelette, LU der Füllurq. zweier Omelettes veren det man Braten- oder auch nur &chfleisch - Reste, die fein gewiegt werden. Bon zwei Löfn Butter und ebenso viel Mehl bereits man eine gute,, nicht zu dunkle Schwie,. verkocht diese mifc einer halben Unze aufgelöstem FleischEztract, einem Glase Wein mt seist, gewiegten Kräutern zu einer dicken, auce, so daß' das hineingcv.ebene' Flei,ch eine ziemlich konsistente Massen bildet. Mit Salz und ein wenig Madeira abgeschmeckt, füllt man diesauf' die obere halbe Seite eines jeden Ome- ' lettes, schlägt Ut andere Hälfte über und servirt. Hühner iblsMarengo. 5Äe" Hühner werden vorbereitet und roh in etwa vier Stücke tranchirt. mit Salz, und Pfeffer bestrtni. mit feinem Provenceröl in einer sserolle eine halbem Stunde unter öftereiu Umwenden ge--braten. Sobald sie sich schön gold- -braun färbm, fügt irüin kleine Zwie-' beln, Champignons... Trüffelscheiben nebst einem KräuteiÄlzrdchen bei und ' läßt sie hiermit vollend weich dämpfen. Inzwischen besitet man von Weißwein, gehackten Chalotten, geviegter Petersilie, SZnUtlauch und einigen Löffeln sehr staita Brühe aus Liebig's Fleischeztract rie. Sauce, ' inÜtm man die genannten: Bestandtheile einer mit Knoblauchlricht ausgeriebenen Kasserolle aufko.b?2i läßt und lletzt einige Löffel des Qels hinzu zjbt, in welchem die Hüi-inx gebraten niidcn. Auf einer tuntai Schüssel angerichtet, werden die Hübne? mit den Champignons, Zwiebeln i'ltv Trüffeln garnirt und mit Semmeln Croutons odi Vutterteig - Fleurons' umkränzt, die.Sauce gießt man über Hühner. K.aninchenfleisch'l.s Ragout. Das Fleisch wirddin SalzWasser weich gekocht, von d?e: Knochen gelöst und in Scheiben otin kleine Würfe! geschnitten. Alsdann, zerlaßt man Butter oder Fett in tixvtz Kasserolle rührt einige Löffel Mebl hinein und laßt dies unter fortwährendem Rühren gelblich-braun werden. Dann gießt man von der beim Kochen des Fleisches gewonnenen Vouillair (oder Wasser.) hinzu, thut einige , Lorbeerblätter, eine sein gehackte Zwiebel, Essig und Syrup nach Geschmack, sowie etwas Salz und ein paar Gewürz körner hinzu. (Eine Gurke 'u geschnitten, erhöht noch den. Wohlgeschmack.) Wenn die Sauce kcckt-. wird das zerschnittene Fleisch hinzugethan und noch einige Minuten mit. derselben auf dem Feuer gelassen. Schweinefleisch-R2iz!.sut. Hierzu nimmt man die Rippen Äder die Brust, theilt sie in beliebige.:Siücke, wäscht dieselben, reibt sie gut.nnt.Salz ein und beizt sie zwei Tage ix. Essig, dem Wurzelwerk, gelbe Rübe. Zwiebel und Citronenscheibe, Lorbeerblatt, ei nige Nelken und mehrere PfefMärner Äeigefllgt sind. Nach dieser Zethtummt nran die Stückchen aus der Äeize und legt dieselben mit allen ZutuatQl in eine Kasserolle mit heißen. Schmalz und zwei Schöpflöffeln Beize, und iberrso viel Wasser. Ist. Alles schön weich gekocht, stellt man den TLpf Uu feite. Nun macht man ein feines, braunes Einbrenn, füllt halb Vrize halb Wasser auf, gibt es in die. fc:rg- eingekochte Sauce, läßzl diese , damit gut durchkochen und treibt sie kcnrn durch ein Haarsieb. Nun legt , rccnr die Fleischstückchen wieder hinein, pxcbut, ob es pikant schmeckt, und !a& Alles noch ganz kurze Zeit aufkochuu.. Trichternsdeln. ...Zu', einem Pfund Mehl nimmt man-i eis Pint Milch und rührt mit diesem einen schönen Teig an. Stach und .ch mengt man fünf Eier darunter vnfc falzt et toa. Nun läßt man in einen. Trichter mit einem Schöpflöffel lantzsanr Teig nlaufen in kochend gesalzenesWasser. Haben die Nudeln mehrmals aufgewallt, so hebt man s-qz niät dem Schaumlöffel heraus, giKsie. auf eine .t.n.. mrii. ...w c&.i 5 luuiui ycuueuje jiuiic tu;u ju.iyii fort; bis der Teig beendet.ist. Schließ Uch schmalzt uzan mit ffos Butter. i i.. vorm emm-uneyi aeMer. wuroe. Humme?Mav ojusa i s c -Fein geschnÜtene ChMtes schwitzt . man in 2i Urnen Butten aebt 1 Unu" Mehl und üne UnziMeZser dazu,, sckiwikt die H etwas, dock bne dak t Farbe ann'zmnt, gießtdazn 3 Estlof- . fel voll Rcbm (füßen,iiQd ein ha Fes Quart kräftige helle Fsuchbrühe dv. . über, kochdies Alle'tis 15 ZMyu... ten, sugt 7ch 5 tzkiUe rollen? igon-.. essig hinz. zieht dSruce mii S-3 Eigelbenzb, nimmtste iom Fei'rrpnk f rührt si-Kis zum Müüten. Sobald dies errvcht ist, fgt.nsan unt'r.forg-. fältigeir Rühren ÄMffel rl eng-, lisches.enfmehl :xtit 3 Unzeit feinstes Olivnöl. letztes nach u'ch., ncrfj,, hmz'V Schon vorher kochte man 1bi& 2 Hvaurnern, Uste. ft aus, zertbMe: slcau lassend, Md. besprengt das roni' NtLfleisch min e5was Oe.und $jtrc ymfaft, thueiwss von drm Hinmer ftusch in Gwsfchüsseln, ,jjbt dnm dni d MayoMife darüber wechselt im mer mit Hammer und ?AayorNaise ab. stets etwazzern dazvische.stremnd und streif obendrauf die Mmzonnaise recht DtcXi, gutm jtc ?uvlcy,. leg: veim Anrichtm. Salat (Erivieu oder Kopfsalat, cmch Kresse) nngsVN verziert den Matrand ivcch nfc garnirten Eiern. 25d legt in die MiÄV das Fleisch einer Hummersckzere. Dtrby - K.uche5. Reibe yN Pfand Butter zu Sah und füge zwei Plnd Mehl hinzu, ferner ein Prnd Korinthen, Zucker und ein ganzS Ei. Vermische Ves mit einem Pin Milch, rolle es dünn aus und steche runde Kuchen daraus. Diese backe nnn 5 Mi nuten lang in einem mittr(mätz,ig fyU ien Oftn.

das, putsch in MUndgerechtcheRur daFleisch ariden Scheery möglichst: