Indiana Tribüne, Volume 22, Number 38, Indianapolis, Marion County, 26 October 1898 — Page 1
o A oo f0 sr Afr sfr W Y K fvs F m wiv v y y V y o o o Oiftce : No. R8 Süd Alabama Stratze. Telephon 1171. Zndiancxolis, Indiana. Mittwoch, den 26 Oktober 1.898. Jahrgang 22. Noj38
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Deutsches Theater. Sonntag, den 0. November, ind SNHr. im Deutschen HauS. Zur Aufführung gelangt :
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So nach und nach lassen sich die'B iS Neujahr wir d du 6a ge
Ursachen, welche zu dem jüngsten 3n-dianer-Krawall führten, deutlicher erkennen und man lernt den Wahnsinn", der die Indianer zu dem auSfichtSlosen Widerstand trieb, eher begreifen. Die ersten Mittheilungen über die Entstehungsgeschichte deö jüngsten Jndianerkriegeö" wußten von gerichtlichen Vorladungen, die man mißHtct von Verhastöbesehlen, denen man widerstand, zu erzählen, und wem dies nicht genügte, der konnte die Erllamna fii hai histTinfinntfl ffißrathm " - " D - --! V D-1 eines bisher als besonders intelligent fortschrittlich berufenen Indianer stammeS in dem Wort Whiskey" suxn k. hi,unn,ny s k ; x;. IM V M V.frI..M.M ? ... V ' I O Depeschen eingeschaltet wurde. Na-
türlich die Indianer waren whiS- richt, daß seine Empfehlung gutgehei-key"-toll, alS sie auf den KriegSpfad ßen sei. Inzwischen jedoch werden die
gingen. So vollständig sinnlos berauscht waren sie aber doch nicht, daß eS ihnen! waren sie ab nicht gelungen toare, ettoaö mehr Über die Veranlassung ihrer Widersetzlich-1 an die Otffentlichkeit zu bringen, 5o örtc OTan, während der kleine Krieg" noch im Gange war, daß 3ndianer, die als Zeugen nach St. Paul x;. lv.zs. s.,., - " a -" . .
Wohnsitz entfernt) beschieden vordenlsollte Halt geboten werde.
tt nachdem sie ihr Z'ugniß abae 1 ' H a legt, um die ihnen zuttehenoen eouy"n 0Dct cerlengelver betrogen und . . . . . . . gezwungen wurden, den langen Weg nzq ver e,eroanon zu upe zurr . , . ... o.n . - m I zulegen. Daß sich die Indianer nach solcher Erfahrung gegen wettere oerartlge rm . . . . I Zeugenreisen sträubten,, ist am Ende natürlich. Weiterhin wurde bekannt,! daß in dem Plan der Uebersiedelung der Pillager-Zndianer nach einerneuen Reservation eine Entschädiauna d-L A I!1hV!V selben für die ?mprovementS krbesserungen, welche sie auf ihren
allen Woynnsen ge,qafsen allen, QtWam unb jal sigrt. Große 'Nicht vorgesehen war. Daö heißt mit Pgbelhausen hatten sich vor dem Par- , anderen Worten, man verlangte von famentshaufe angesammelt und im In-
oen oiyyauren, oap ne guimuiy, ihre urbar gemachten Farmen und wohnlichen Häuser ausgeben und eintrtiif(ftn fnTTfrn nrntrt tniThft 9dnh un i- i- o-o " qat Uin! 5ufct' ihnen das nicht gefiel, läßt sich auch begreifen. DaS ist aber noch nicht AlleS. Neue, stenS stellt sich heraus, daß Weiße (darumer m,nve,iens ein eamler, oer oejagn wuroe. camii er ,e venno ver Nation vor Uebergr.ssen Weißer be- k r r - i . r r r ä r e rm I . .wwä. . v v v cm . . . v w v
leyußk) ,qon ,eu uangem große 'en- sg, ti sei geschehen, um Straßengen Bauholz stahlen auS Waldungen, Demonstrationen zu verhindern. vf?i v r cv i.l 1 '
oxt aasoruanq ourq emen erirag den Pillager-Zndianern zugesprochen . v . cm . . or if i .. i.l woioen waren. Zenn ,e vlyyauie ß X tMAW in'ii I w , iv iviu 0 ihnen verdenken ? Betrachtet man nun den Indianer - Aufstand im L.chte dieser Thatsachen, so will er weit weniger verrückt" erschein, als vorher. ES scheint dann tndhtAtt& KrtB htp nhtnntr rtA v'" " " " ' I Erschöpfung aller anderen Mittel, Ge1 ! .11 . C t Cf I recyllgrell zu erlangen ooer '9" c" r x v 1.2. 7 . rr irtxi.u ... i lawizom an oic enuiiuicii xui r ' rif! r i'i v f f i .. I z wiiwiv en oownrin ne - ttA.i..t f.(t.. ... v. ... I i.uM - i ip j , gif.n-ich, w uz mt. m. Truppen Onkel Sam'S zu besiegen, . m i r .. t I 'en "oersay. - - - - I kkNe Behandlung bekannt ZU MallZkN I . .Altl I no wvmvgnq eine 0rojic wni 'uqung er,e!ven zu erzwingen, enn suchuna bexfelben zu ztoingen. oas iyr owe war, ,0 yaoen nc 'eicht. ES büßten dabei allerdings . . r. . . . mr r r t n : I '0UntM0 Dim knzqen iyr eoen e,n aber wer mü da sagen ,yr läse., ai ... t.. . a ...oi l Slut komme aus der Indianer Haupt?! Die Indianer selbst werden sich von solcher Blutschuld jedenfalls völlig frei suylcn. I ES ist eben die alte, alte Geschichte
von Betrug und Ungerechtigkeit. Ver- Tone, die Erklärung deö KrieqStragSbruch und Täuschung auf Seiten inifterS habe ihn überrascht, denn der
er er nenunjeon aue zwanztg Fallen (m Bezug auf die
En.stehungsursachen) für alle 3. ; aeaU m DyS-Sall dem Kassa-dtaner-Aufftande gllt. Und dakei ... 1amm ,,k z.z.
... . OT M . . PViXl c""" fr" l die göttliche Vorsehung besonders . . . :: "Ö wllder" ozrer,qaslen Wetterbericht. KalteS, schözek, frostiges Wetter heute Nacht; etwaS wärmer Donnerstag. Höchste Temperatur innerhalb der letz - ten Z4 Stunden 57 Grad, niedrigSe 32 Grad.
ArahNchrichlei!.
. räumt. Wakbinaton. 25. Okt. Der Präsident hatte eine längere Berathung mit Generalanwalt GriaaS und den Sekretären Long, Hay und Alger. ES lag eine Depesche von General Wade in Havana vor, welche empfahl, daß die den Spaniern zur Räumung von Cuba gewährte Zeit vom 1. Dezember bis zum 1. Januar verlängert werde. 3n der Depesche heißt eS, eS sei eine thatsächliche Unmöglichkeit, die 124,000 spanischen Soldaten auf der Insel vor Neujahr fortzuschaffen und die ZeitVerlängerung sei deshalb angemessen und gerecht. Nachdem die Angelegenheit gründlich besprochen war. wurde ein Einvernehmen erzielt und Gen. Wade erhielt telegraphisch die NachVer. Staaten Truppen in Cuba von dem Gebiet .Besitz ergreifen, so schnell die Spanier eS räumen. Wahrscheinlich wird Havana zulkht geräumt wer ird Havana zulkht geräumt werden. Bezüglich der gemeldeten Absicht der Spanier, die schweren Geschütze der FortS und Arsenale nach Spanien zu schicken, wurde positiv erklärt, daß Derartige5nicht gestattet werden würde ..k Kmi Ua k,nn,n s,i ' ' ' DaS nachsteBundeöturnseft Philadelphia 25. Okt. Der Philadelphia Turnbezirk hat beschlos utxtf 0as Bundeöturnsest in 1900 zu . . übernehmen. Z sa m m e n t r i t t der fran zösischen Deputirtenkämme r' S'turx deö Ministeriums. ok cjlt. Di, Militär. ,.. . ... partet ,st obenauf. Da, M.nifterlum, da für Revision de Drevkvrottsse war, wurde in der Deputirtenkammer nnn selben war alle? Aufruhr. Allenthalben hörte man Rufe wie: jer mit den Juden", Spuckt aus , .. j , . Bkllion", vreysuö moze aus oer Teufelsinsel vermodern" u. f. w. K,nal banoin-. der KrieaSminisier. . Q h Taae.' Seine unerwartete Stellungnahme gegen DrehfuS cat t Sensation hervorgerufen. Ejgtlich ist noch nicht klar, warum , Ministerium refignirte, aber man ' 1 w 9 Kaum war die Sitzung der Kammer el8fjstlt fo achte Deroulede einen ' 1 ' hj Angriff auf den KriegSminipl hgnoine. 3u seiner VertheidiI., tnnt, h. mnnn,r fim m tht masian titt wie seine Boraän. .. Damit batte tt Be.ua auf die t bcr DreyfuS.Revision. Diese Bemerkung wurde mit Beifall?- und . krole t - emon trallSnen emvsanaen. 8 tspann sich ein wüster Lärm, der ' 1 1 ' mto fctm anbauttle. . i..., h,;.,.. ... v v v vmuui ivikvt itk utuvt 0 ' tommen fonnt uupttU tti Clfei wir i i der Wacht dir militSri chen Ehre und milft Jt ,,.., Zmmt ?. m -w w ... ..J leae mein Amt in Zb Sand v - v - ,,ua? und erkläre meine Resignation l mf Qn Kj-f. Tribüne " MZ,s, l??kl?n w,,,, ni'.k Imm M V Mr 1 w r Lsallgeschrei empfangen. Cbagin, d,. aletdb u SifeunaSfaal und Premier w sson betrat die Bühne. 3ha beNuse Re v ' ' 'sianirea I11 und lauUx Siffla Ut 2intcn Daraus Lärm, zlte und Verwünschungen von allen iUn Brisson blieb unbewegt. mn&hem der Sturm sick einiaer. c. QtUaL hait .jssg in rubi. 0fBMl Ux Kabinetösitzung bei-w.l-k.sckloü. die Doku. MWirBHIM(l uiIJUH)lll, tamal k.wttl.i Si.dug. g.. be-!., I G1(1Q. 7" Weiter sagte der Premier, die Resei s.st entschlossen, die Civilgewalt gegen die militärische ausrecht zu erhalten. Er ersuchte dann um Aufschub der Geschäfte. I Republikaner, Radikale und SoziaNisten traten in der Pause zusammen und beschlossen die Regierung zu un Iterüützen.
Um 5 Udr wurde die Sitzung wieder
aufgenommen. M. Bnsson e,klärte, die irreguläre Resignation" der Kriegsminister sei angenommen worden und ein interimistlscher Nackfolger würde noch heute Abend ernannt werden. Dann schlug er Vertagung aus Donnerstag vor. Demahy, der Führer der Antisemiten, schlug sodann eine Resolution vor, welche die Regierung auffordert, die Campagne der Beleidigung der Armee einzustellen, aber M. Brisson verweigerte, dieselbe entgegenzunehmen. Daraus stürzte sich Eavaignac, der frühere Kriegsminister, auf die Tribüne und verlangte sofortige Diskussion der Resolution. Man empfing ihn mit den Rufen: Säbel", Fälschung" Rasirmesser" und der Lärm ging auf'S Neue loö. Inzwischen hatte Brisson eingewilligt, eine von Ribot vorgeschlagene Tagesordnung, welche die Oberherrschaft der Civilgewalt über die militärische aubspricht, anzunehmen. Dieselbe wurde durch ein Votum von 259 gegen 2 Stimmen gutgeheißen. Sin Amendment Berger'S, welches die Regierung tadelt, weil sie keine Achtung vor der Ehre der Armee erzeuge", wurde mit 274 gegen 261 Stimmen verworfen. Dann wurde über DemahyS Reso lution abgestimmt : Die Regierung muß der Campagne der Armeebeleidigung ein Ende machen." Trotz deS Protestes deS Vorsitzenden wurde die Abstimmung vorgenommen. ES fielen 296 Stimmen dafür und 242 dagegen. Nachdem das Resultat der Stimmenzählung verkündigt worden war, verlangte Berteau ein Vertrauensvotum für die Regierung, welches mit 254 gegen 236 Stimmen abgelehnt wurde. Daraufhin verließ Brisson die Kammer und begab sich in'S Slysee, wo er vczi Präsidenten die Resignation seines Ministeriums ankündigte. ES ist die allgemeine Ansicht, daß Alezandre Ribot vom Präsidenten Faure mit der Zusammensetzung eineS neuen Ministeriums betraut werden wird. Die Umgebung deö PalaiS Elhsee ist mit Munizipalgarden, Kürafiren und Polizei stark besetzt, um Unruhen vorzubeugen. Der Laden eineS Juden wurde von dem Pöbel demolirt und geplündert. Aguinaldo erzwingt sich Gehorsam. Manila, 25. Okt. General Pio del Pilar, der als der bedeutendste Rivale AguinaldoS in der Bewerbung um die Führerschaft gilt, ist nach MaloloS, dem Hauptquartier der Jnsurgenten, befohlen und verhaftet worden. Er wird beschuldigt, die Autorität AguinaldoS mißachtet und den Amerikanern Schwierigkeiten bereitet zu haben. Aguinaldo möchte gern nach Paris gehen, um vor der FriedensCommission zu erscheinen, kann seine Absicht aber nicht ausführen, weil die übrigen Znfurgentenführer auf ihn eifersüchtig find und seine Abwesenheit gegen ihn ausnützen würden. UM Die C u b a n er wollen nnabhängig sein. Santiago, 25 Okt. Die erste Sitzung deS kubanischen Vor-Parla-mentS wurde gestern in Santa Cruz del Sur gehalten. Die Mehrzahl der Delegaten find Militärpersonen, je acht von jedem der sechs Armeecorps. DaS Erscheinen von General Calizto Garcia als einer der Delegaten vom 5. ArmeecorpS erregte Aussehen, denn daS macht ihn zum Diktator der Versammlung. Seine Wahl zum Vorfitzenden ist so gut wie sicher, da er die Mehrzahl der Delegaten in der Tasche hat. Die CeSvedeS Faktion hat saktisch schon ihre Niederlage jetzt erlitten, und sie stellen nunmehr ihre Absicht, Garcia vor der Versammlung anzuklagen, in Abrede. Die Hauptsrage wird die der Verabschiedung der Armee sein. Die AnnezionS-Partei ist nur schwach vertreten. Höchst wahrscheinlich wird daS Parlament nach einigen Ta gen nach Marianao übersiedeln, wo auch etwaS für den inneren Menschen zu bekommen ist-, waS in Santa Cruz weniger der Fall ist. Die Abficht der Delegaten ist, der Welt zu zeigen, daß die Amerikaner nur ganz temporären Verbleib auf Cuba genommen und die Insel wieder zu verlassen haben, sobald die Spanier fort find.
Allerlei.
Ein Skandal, welcher 1 1 er; in dem Hotel Majestic zu Atlanta.Ga.. zugetragen, hat in Officierskreisen nicht wenig Staub aufgewirbelt. Ein Major der regulären Armee, einem der Stabs - Bureaus angehorig, welcher dort logirte, hatte einen Streit mit dem Hotelbesitzer, und gebrauchte Ausdrücke, welche den Hotelier veranlaßten. ihm eine kräftige Ohrfeige zu verabreichen. Der Major steckte die Ohrfeige ruhig ein, ohne die Sache weiter zu verfolgen. Er drückte sich, um, wie er später seinen Kameraden gegenüber sich entschuldigte, in Uniform keine Prügelei zu haben". Die Kameraden berichteten die Affaire an das Departemcnt mit dem Ersuchen, diesen nach dem Westen hin zu versetzen, da sie mit ihm zusammen nicht weiter dienen möchten. Der betr. Officier hat weitreichende ffamilienverbindungen; er ist der Schwiegersohn eines (jetzt verstordenen) Bundes - Senators, der im Bürgerkriege eine Rolle spielte und später, für eins der höchsten Aemter kandidirte. Man ist im Kriegs - Departement eifrig bemüht, den Fall zu vertuschen. Vor elf Jahren wurde Louis Ball in Washington. O., ermordet, sein Kopf mit einem Rasirmessei abgeschnitten und dani? mitsammt dem Rumpf dergestalt über die Bahngeleise gelegt, daß es aussah, als ob der Mann verunglückt sei. Abraham Huffmann wurde als der That verdächtig damals verhaftet, aber bald darauf wieder wegen Mangels an überführenden Beweisen entlassen. Auch andere Personen standen in Verdacht, aber erst nach elf Jahren scheint durch die Aussagen einer Sterbenden Licht in dieses Geheimniß kommen zu sollen. Frau Jeffrys von Hillsboro hat in Gegenwart von vier Zeugen auf ihrem Sterbebette das Bekenntniß abgelegt, daß sie selbst, eine andere Frau und vier Männer an dem Verbrechen zusammen betheiligt waren. Die Na men gab sie sämmtlich an. Das Verbrechen wurde so ausgeführt, daß die andere Frau den Körper des Ball auf ihreui.Schooße gehalten hat. sie selbst. die Sterbende, hielt den Kopf und einer der Männer schnitt denselben ab. Dann trugen die Männer die Leiche nach den Bahngeleisen, um die That ZU verbergen. Die Schuldigen leben noch uns wurven veryasle:. Unter dem Verdach.te des vollendeten Giftmordes und zweier versuchter Giftmorde sind der Besitzer Kislat - Szabojeden und das Dienstmadchen Hosfman - Szabojeden verhaftet und dem Gerichtsgefängniß in Stallupönen zugeführt worden. Die bei Klslat wohnhafte Altsitzenn und Schwiegermutter des Genannten, sowie eine unverheirathete Tochter der Letzteren und die Ehefrau des Kislat erkrankten gleich nach Genuß deS Morgenkaffees unter Vergiftungserscheinungen. Die Altsitzerin starb nach kurzer Zelt, wahrend dle beiden anderen Frauen noch krank darnieder liegen. losort angestellten lLryeoungen lassen darauf schließen, daß der von der Verstorbenen und den beiden Erstgenannten genossene Kaffee mit Arsenik vergiftet war, von welchem in der Kislatschen Behausung noch eine Menge vorgefunden wurde. Außer dem .verhafteten Besitz?? Kislat. der sich inzwischen im Gefängniß erhängt hat und dem Dienstmädchen ist auch ein Sohn des Ersteren verdächtig, sich an dem Verbrechen betheiligt zu haben; dieser hat sich aber der Verhaftung durch die Flucht entzogen. Ein Proceß um fünf Pfennige, die dem Kläger rechtlich zustanden, verlief vor dem Amtsgericht in Schwelm wegen eines Versehens des Klägers zu dessen Ungunsten. ES handclte sich um 5 Pfennig Bestellgeld für einen durch Postanweisung an den Gläubiger eingesandten Betrag. Der Gläubiger klagte die 5 Pfennige ein, aber statt bei dem zuständigem Amtsgerichte in Haspe versehentlich bei dem Schwelmer Amtsgericht. Als der klä. gerische Rechtsanwalt bei Erkennung der Sachlage die . Klage zurückzog, mußte er sich natürlich gefallen lassen, daß die dem Verklagten entstandenen Kosten einschließlich der Gerichtskosten seinem Clienten auferlegt wurden. Das mag etwa 20 Mark ausmachen, die wegen der 5 Pfennige verpulvert sind. Der Verklagte wich jedoch einer neuen Klage bei dem zuständigen Gericht, die zu seinem Ungunsten ausfallen würde, dadurch aus, daß er sofort die 3 Pfennige Bestellgeld zahlte. Wenn nun nicht etwa noch um die Zinsen der 5 Pfennige geklagt wird, dürfte die Proceßgeschichte über diesen curio sen Fall geschlossen sein. Eine Blutthat ist im Dorfe Merkel bei Gudensberg verübt worden. Es war im dortigen Wirths Hause Tanzmusik, sog. Kirmeßprobe, bei welcher es besonders lustig zuging. cf i i rn" t . . .r cv:i uns oem in oer cayr gelegenen jjng lar waren auch eine Anzahl Artilleri sten von dem dort garnisonirenden Hessischen Feldartillerie-Regiment No. 11 erschienen. Es kam nun zwischen mehreren Burschen zu heftigem Streit, woraus schlieklich Thatlichketten ent standen. Mehrere Artilleristen sollen sich daran betheiligt haben. Durch den
Kulöete 2W Jahre.
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VtzK e. Mary Le toi. Frau eines promi. JJJ nenten ffarmerS und wohlbckanut untr? ""waütn Bewohnern nahe Belmonr. N. y. schrtibt: Seit 27 Jahrrn litt ich fortwahrend an nervöser Erschlaffung und bezahlte ärokt Geldsummen für Tvkloren und angezeigte Mittel ohne Abhilfe. Vor drei Jahren wurde mein Zu ftand beängstigend, der geringste Lärm regte mich und machte mich nervö. Ich konnte nicht schlafen und hatte eine Anzahl verderblicher An fällt und wurde allmählig schlimmer. Ich begauu Dr. Milei' Reftorative Nervine und Nerven, und Leber'Pillen ,u gebrauchen. Anfang schien die Medizin nicht zu wirken, aber nachdem ich einige Flaschen genommen, trat Aenderung ein. Ich rubte Nacht besser, mein Appetit bessert sich und ich befand mich bald wolzler: nun bin ich nahezu wieder gänzlich gesund, wie eine Person meine Alter e erwarten kann. Gott segne Dr. Mile' Rerdine. Tr. Milek' Mittel rverdkn durch alle Apotheker verkauft unter ein positiven Garanlie: die erfte Flasche nützt oder da Geld wird lurückerstattet. Buch her die Krankheiten bei Her,en und der Rerve frei. Adresse: t?VlLT'V; ö? Di x rr" v , , .fcrvino? 5 5 r t iicrca j V Ha&fth IJ V, I Dr. MiletMedtealE.. lkhart. Ind. JtMttQ und andere Perfonen wurde jedoch die Ruhe wieder hergestellt. Als' später der Maschinist May, der an dem vorhergehenden Streit gar nicht betheiligt war, ln denGarten trat, wurde er unvermuthet angefallen und durch einen Stich mittelst Messers oder Säbels in den Unterleib ganz furchtbar zugerichtet, so daß später die Eingeweide aus der Bauchhöhle traten und trotz ärztlicher Hilfe nach entsetzlichen Qualen der Tod eintrat. Als der That dringend verdächtig wurde der Artillerie Unterofficier Bergmann aus Fritzlar in Untersuchungshaft genommen. May hinterläßt eine Wittwe mit sechs kleinen Kindern. OHiffS-5)aHriHten. Angekommen in : Rotterdam: Statendam" von New Sork. Genua: Fulda" von New Aork. Rheumatismus im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Elbogen oder Handgelenken enfteht durch zu viel Säure im Blut. Hood'ö Sarsapanlla Heilt NheumatlSmuö. Hood'ö Pillen sind die beste Absühr-und Leber-Medizin für Familiengebrauch. 25 . W. Köhler, ein Arbeiter in Kirganö, soll einen Theil einer Nachlassenschast von $1,765,000 bekommen, so sagen ZeitungSdepeschen. Der Kann stammt auö Hessen-Darmstadt. Seines Urgroßvaters prüder soll nach England übergefiedelt sein und sich dort zuerst mit der Tochter eineS SordS, später mit einer Grast verheirathet haben, welche ihm Millionen hinterließ, die er aber nicht genießen konnte, da er kurze Zeit darauf erschossen warden sein soll. Seine Frau soll ihm nämlich ein Generalkpatent gekaust haben. Die Millionen sollen seither unbeansprucht geblieben sein, bis kürzlich ein unternehmender Advokat die Erben nun sinbig machte. Köhlers Vater siedelte im Jahr 1866 nach Amerika über. Die Geschichte wird sich wohl alS fauler Zauber entpuppen. Der Tork ütoro. (Mabttrt 18KS.) : Mti3ßmti, Butterick Muster ! Sie können eine Tasche voll ?enn!ö8 ... Wickels und Dimes sparen bei unserem große Verkauf von Notions, der Donnerstag beginnt. Versäumen Sie die Gelegenheit nicht. Mi w im s
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