Indiana Tribüne, Volume 22, Number 35, Indianapolis, Marion County, 23 October 1898 — Page 5
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Willig zu helfen. Befreiung von den Fesseln des Katarrhs erwirbt dem Befreier treue Freunde. Pe,ru,na hat sich , Freunde dieser Art - - -Jeti vielen Jahren Xerworven. ES tu Mtixt Katarrb. wo MM'innner derselbe sei UW nm Sitz hat. Frau R. EadeZ, wohnhaft No. 35 Achtundzsanzigste Etraße, Detroit Mich., ist eine der vielen taufende von Freunden Pe'ru'NaZ. Dies ist, ca3 sie zu Dr. Hartman sagt: 22 haben Ihr Peruna mit dem erstaun lichften Erfolge gebraucht und möchten nicht mehr ohnedasselbe sein. Wir haben es stets unse rm Freunden empfohlen. Vor einigen Jahren kaufte ich eine Flasche Ihres Pe,runa, und nachdem ich seine Wirkungen beobachtet hatte, empfahl ich ei meiner Grocersfrau, die an Dyssexste litt. Sie brauchte es, urde ge heilt und dadurch besogen, es in ihrem Laden zu verkaufen. Sie hat große Quantitäten da von verkauft. Weine Tochter ist soeben durch Pe,runia von Gelbsucht turnt worden. ES ürde mich zu weit führen, wollte ich auch nur txntn kleinen Theil der zahlreichen Kuren er wöhnen, die Peru-na in den letzt paar Jad n in unserer unmittelbarm Nachbarschaft be that." Dr. Hartman, Präsident de Eergical Hotel, Columbus, D wird in diesem Jahre fünfzig tsufend Frauen kostenfreie Rathschläge erthei lenünd Recepte verschreiben. Jede leidende Frau foLte nach dem Spezial.Fragenformular für Frauen schreiben und sich Dr. HartmanS Buch Gesundheit und Schönhett" verschaffen. Die .Pe-ru-na ZZedicine Co., ColumbuZ, verschickt beide aus Verlangen kostenfrei. Alle LsstteZn kaufen Peruna. Fragen Sie irgend einen Apothcke? nach einem Pe ru-na Kalender für das Jahr 1699. Frei abgegeben. Wenn Sie ein I A I 0 kaufen wollen, so suchen Sie eö dort zu kaufen, wo Sie die größten Vortheile erlangen. Aber wie können Sie dieses aukfinden, ohne viele Mühe und langeö hin und hersuchen ? Ganz einfach: Verlangen Sie von unS Beschreibuvg und Preis M Tfi PIANO. Außer diesen PianoS haben wir auch eine dollständige Auswahl von billigeren VianoS. 2Bir sind gerne bereit Ihnen Empfehlungen auö Indianapolis und anderen Städten ZndianaS'S zu geben. The John Church Comp'ny, Cincinnati. Ohlo. Fünfzig Jahre unermüdlichen deutschen Strebens in Indianapolis von ' THEODOR STEMPFEL. Sest-Schrifl zur geier der Vollendung deö Deutschen Hauses Brochirt 50c ; gebunden $1.00. Vostporto beträgt 15c. Hai n In Olfl:dt? .Tribüne. lann auch ,I der H. Lieber . . in der Oisice d .Telegraph' und im Tljcha Hau, gekaust erden.) ii 11 ä V V t V V Bau- und Spar-Verein macht Hypotheken-Anleihen zu den niedrigsten ZinS-Raten. Abzahlungen der Schuld nach Bclieben. t Man erkundige sich bei den Beamten: llbert k. Wltüatt. Prd. LoniS leistn. ic,.Prasid,t. UrwBodn.etkritZr. tfot 1 S. Lieber, chabmetk. Versammlung jeden Samstag Nbend im Deutschen HauS. vi.u5 c ' Ißtrvimmm
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i oeni, ie l könne noch rie i memdere, daß ich Ivor eaar Mo Irrn anrf tni Irni j).ivj viv mer aus den Nümp reduhr sin komme, in mei Bahrn e Boot ge bild hen. Es war '" 11 ' t Tehntie, awwer der Truw:l war. wie alles fertig war, do hcn mir asgefunne, daß das Boot zu grcb war, for dorch die Bahrndoor zu bringe uu seit die Zeit do Hot das Boot in den Bahrn gestanne un Hot sich ausgeruht. For e Weil do hcn ich mich arige Truwel gemacht un ich hen schuhr gedenkt, daß ich von eme gute nreind, wo die Stohrie in den Pehper gelese Hot, en Ettweis krieae deht. was ich in den Kehs duhn sollt. Schuhr genug. Yen lch aach so ebaut zwei Dotzend Briefe gekriegt, awwer ich denke, de Fellersch hen mich blos suhle gewollt. Eener Hot mich geschriwwe, ich sollt den Lehk in mein Bahrn laafe losse un dann die Dobr teid zumache. daß das Wasser nit mehr autseit könnt. ann tonnt ich lesiq in den Bahrn Boot fahre. En Annerer Hot mich den Ettweis gewwe, ich sollt Kindlingwutt aus dem Boot mache. Widder en annerer Hot geschriwwe, ich . könnt jo ganz iesig das Boot juhse, for mich alle Samstag emol diesent drin zu wasche, biseids daß könnt jo aach die Lizzie das Boot als Wascktobb iubse. In die öein wäre all die Ettweises. wo ich kriegt Yen. Ich hen off ohrs aewißt, daß mich die Fellersch nor suhle gewollt hen un ich hen for den Riesen aach die Brief all in den Wehstbäsket geworfe. Dann hen ich awwer en Brief kriegt, der war die blauaagige 5!arline vom Michigansee" gefeint un dodrin hen ich en Ettweis krieat. der war auteseit. Ich hen reiteweg die . J . 1l w cn"v . . . 0 mit ucn ucoesrvcizer iwwcx geaytt UN der Hot gesagt, es war ahlreit, UN es war en arig guter Weg, das Boot autseit zu kriege. In den Brief Hots nämlich gesagt, die Karline wär aach emol in dieselwe Ficks gewese, wie ich. un do hatt ihr Pa den Bahrn aerehst UN das Boot unne drunner autseit geduscht. Sehn se, do war doch wenigttens noch Seng drin un mir hen reiteweg en Kontrakter Wort geschickt, for den Schapp duhn zu losse. Der Mann Hot gesagt, es wär nit so arig iesig zu duhn, bikahs der Bahrn Hot e Faundehschen von Brickstein gehabt un do mißt mer arig kehrfull sein. Ich hen awwer gesagt, ich deht mckS drum gewwe, was die Eckspenzes wäre un deht aach alle Respansibiliteh immernemme, er sollt nor reiteweg starte, den Schapp zu duhn, bikahs ich warn sick un teiert, immer gefühlt zu werde. Mi? hen noch e weil getahkt un dann Hot der Kontrakter gesagt, ahlreit Hot er gesagt, dann will ich ehett gehn. Ich hen die ganze Nacht nit schlösse gekonnt, bikahs ich hen immer an das Boot denke gemißt. Eemol hen ich gedriemt, das Boot deht in die Jahrd liege un alles wär glicklich abgelaafe. Do hen ich mich in das Boot gesetzt for lauter Bergniege un uff eemol Hot das Boot gestart zu schehkc, ich hen mei Bällenz verlöre un wie ich um mich greife for mich an ebbes zu halte, do duhts uff eemol en ferchterliche Krisch, ich kriehe en Pusch un draus hen ich gelege. Dann sin ich erscht uffgeweckt un was wer'n Se denke, was gehäppend war? In mein Driem, do hen ich, wie ich am Falle war, en Waschpohl gesehn, den hen ich täckele gewollt, owwer denke Se emol, es war die Lizzie ihre Nos, wo ich geketscht hen. Die Lizzie Hot mich en ferchterliche Pusch gewwe un ich sin aus den Bett gefalle. Wisse Se als e Ruhl. liegt die Lizzie doch bei mich in den Bett un do war der Misstehk aria iesig. Die Lizzie Hot en arig Foß gerehst un Hot geklehmt, ich hatt mehbie am Owend Widder zu viel Bierche gedrunke. sonst hätt so ebbes nit häppene könne. Well, off KohrS hen ich e wenig viel Bier in mich gehabt, awwer ich sin schuhr, der Driem war nicks als wie Eckseitment, un das is all, was es war. Ich hen nicks drum gewwe in die Mittel von de Nachj mit die Lizzie zu feite un do sin. ich in mei Leibrehrie gange un hen mich Hort uff die Launsch gelegt. Ich hen dort arig gut gelege. Ennihau sollt ich aach. e Launsch. wo ich fünfunzwanzig Dahler for bezahlt hen, daß sollt schon ebbes dissentes sein. Well, es iS hardlie Dag gewese, do sin schon die Männer mit ihre Meschienerie komme. So schnell wie en Hund gauzt w2r ich autseit un hen den Wedesweiler geweckt, bikahs, der Hot in all den? Sache e lattse Eckspierienz UN sann viele Peuntersch gewwe. Der Wedeswkiler is in e Hurrie daunstehrs komme un Hot de Saluhn uffgemacht, mir hen off Kohrs erscht en Eiohpener genomme un die Schaffmänner hen ich sach emol getriet. Dann is es awwe.? ZoZgange. Bei Galle, die . hen die schwere Meschinerie gehandelt, als wann's Wiener Werscht wäre. Se ben au die Faundehschen Brickstein losgemacht, reit unnig den Frehm un, dann hen se Blems rn die Hohl? ge puscht, wo an die eine Seit enei un an die annere autseit komme sin. Jetzt hen se e Schkruh, wo so ebaut e onn un e halb gewoge Hot. angesetzt, hen zwaa HohrseS angespannt un hen die Meschienerle un die BiemS mit RohpS korinecktet. Wie das Biß?es geschafft Hot, kann ich off Kohrs mt diskruwe. bikahs ich sin in Riegahrd zu Meschie nerie e aria arme Händ, awwer besor daß die importentste Arweit gestart Hot. do hen ich gesagt, Ihr Männer,
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hen ich aelaat. iefet aebe mer juttfeht . ., . . ! ., - )V
tmol zu den Mister Mdewette'r un nemme eins an mich. Off Kohrs sin se all mitgange, un biseids daS aach noch e paar Sockersch, wo mit den Schapp gat nicks nit zu duhn gehabt hen un wo nor do erum gehängt sin. Ich wollt kein Foß rehse un do hen ich se aach eins hawwe losse. Der WedesWeiler Hot gesagt, ich wär e Kameel un ich deht einiges stende. Sell Hot er awwer erscht gesagt, wie ich for den Triet bezahlt gehabt hen un wie er kein Risk mehr geronnt is. O der is en Schmahrtie! Well,, die Männer Hot der Drink arig gut fiele mache un e paar dervon hen iewen zwei un drei Drinks genomm5. Ich hen nicks drum gewwe, was kehr Ich for e koppele Dahlersch! Well wie mir , uns all riefrescht gehabt hen. do sin mer Widder in unser Jahrd un dann is es losgange. Der Kontrakter Hot e dickes Rohp an das Boot geteidt, ich denke for dran zu pulle. Dann is er zu die Hohrsies gange un Hot gesagt, Gitt obb! Hot er gesagt, un mehbie die Hohrses hen gepullt for ihr Lewe. Awwer es war fonnie, ich hen gar kein Riesolt genohtißt. Ich hen zu den Kontrakter gesagt,' for warum die Hohrses so pulle dehte, ich deht doch gar nicks muhfe sehn. Is dat so, Hot er gesagt, watsche Se nor emol ganz klohs den Bahrn, dann hönne Se sehn, wie er gerehst werd. Ich hen geguckt un schuhr Ding, der Bahrn is ganz schloh gelupft worde. Ich sag Jhne, ich hen mich gefreit, wie alles, bikahs ich hen schon dasBoot sehn könne. Im-
mer hoher is es gange, immer hoher, bis der Bahrn so ebaut vier Fuß gerehst war. Dann Hot der Kontrakter die Gail gestappt un Hot gesagt, jetzt wär die Hauptsach geschafft un jetzt könnt ich iesig mei Boot hen. Do hen ich die Männer noch emol mit in den Wedesweiler sein Platz genomme un hen noch emol uffgesetzt. Der WedesWeiler Hot off Kohrs immer geklehmt, so früh Morgens do derft er eigentlich noch nicks drinke, Wege sein Stommeck Trobbel, awwer dieselwe Zeit Hot er doch aach immer eins genomme so oft ich getriet hen. Ich mögt wisse, ob alle die Saluhnkiepersch den Weg sin. Dann sin mer Widder in die Jahrd un der Kontrakter Hot gesagt, ich sollt jetzt das Rohp nemme un das Boot ganz schloh autseit pulle. Ich hen Mich das Rohp getackelt, ich denke, ich hen awwer e wenig zu hart gepullt UN bin den Weg gege en Biem gepuscht. Uff eemol duhts en schreckliche Krach, der Bahrn tombelt iwwer un verbricht in Millione Splintersch. Off Kohrs war das Boot zu Kindlingwutt geschmescht un die Meschieneriewar aach partlie kaput. O, Mamme, was hen ich do e Wuth gehabt! Ich hen- zuerscht den Kontrakter un dann den Wedesweiler for geblehmt, awwer es Hot mich all kei Gut gedahn. Der Bahrn war kaput, das Boot war kaput un ich hen aach noch den Kontrakter svr sei Work un for sei Meschienerie bezahle müsse. Ein Dina Hot mich blos gefreit: Die Lizzie Hot nit gekickt. Sie Hot gesagt, se war froh, daß der Bahrn fort war, er wär ihr doch immer im Weg gewese. Sie hätt e ganz anneres Pratscheckt mit den Platz. Sehn Se, ich' sag immer, es is Nicks so schlimm, es is for ebbes gut. Die blauaagige Karline soll sich awwer nor emol in meine Gegend blicke losse, dann is ihr Name Mott, Womit ich derbleiwe Jhne Jhrn liewer PhilippSaucrampscr. Der gute Papa. Von Kapff'Essenther. So lange er denken konnte, hatte Georg gehört, daß er einen besonders guten Papa hatte. Es war dies um so größeres Glück, als der Knabe schon sehr früh seme Mutter verloren dutte. Und wirklich, er hatte von seinem Papa nichts anderes erfahren, als Güte und Liebe. Niemals war ihm ein Wunsch versagt worden, kaum hatte er von seinen Lippen je ein Scheltwort empfangen. Papa war beinahe zu gut. Allerdings war Georg auch immer bescheiden, fleißig und dankbar aewesen. Vater und Sohn hatten gar keine Ähnlichkeit mit einander. Der Knabe war das Ebenbild seiner Mutter, unscheinbar in sich i. 1 L n " TV gcicqn, oer zaier nm ven esuen öu berfäden in seinem üppigen Lockenhaar, noch imnfer ein schöner Mann, von hinreißender Liebenswürdigkeit, lebenslustig, immer gut gelaunt. Kein Wunder, daß Georg seinen Vater anbetete. Nur leider bekam ejr ihn selten zu Gesichte. Papa war viel aus Reisen, amllsirte sich irgendwo, überließ sein Rittergut dem Pächter und seinen Sohn einem Pensionate. In den Ferien hatte Georg iM denselben Hofmeister, enen Nnterleh rer des Institutes, einen braven corretten jungen Menschen mit großem Appetit. Geor war eben 17 Jahre alt worden und verbrachte seine Ferien allein mit dem. Hofmeister, auf dem väterlichen Gute). Seine kleine, um viele Jahre jüngere Schwester, wurde, in vner Anstalt in Brüssel erzogen und kam niemals nach Hause.. Papa besuchte sie. wenn er nach Paris reiste. Diese Sommerserien sollten besondn bedeutungsvoll werden silr Georg. In seinem jungen, vereinsamten, nach Liebe lechzenden Herzen, war eine Leidensckaft entflammt für die schöne blonde Tochter , de? Pächters, die wie eine kleine Prinzessin aussah. Sie war hochmüthig. schlagfertig und spröde. Immer trug sie lichte Kleider n - . ? .fr-i.si. und )eorg aynre nudi, wie uiciouycuc sie darum von ihrer Mutter bekam. Ella war von engelhafter Güt? ae.g den jungen Baron Geor,& aöef e,5 wagte ihr nie von 'eme? Liebe zU sprechen, tont es erstens zu schüchtern , i 'i' n f . lvar, 3wcus Reu oer Zgoimeiner Nie
mals von seiner Seite wich. Ud doch einmal, ein einziges Mal, wollte er Ella sein Herz ausschütten und dieser Augenblick erschien ihm wie der HöhePunkt seines ganzen Lebens. Da kam der gute Papa plötzlich zu Besuch, auf der Reise von einem Seebad' in's andere, nur um seinen lieben Jungen wiederzusehen, ein paar Tage mit ihm zu verleben. Natürlich hatte er den Koffer voll kostbarer Geschenke für den Sohn; auch der Hofmeister wurde reichlich bedacht. Mehr denn je erschien Georg sein Vater als der edelste, beste und schönste aller Menschen vor allem als der Liebenswürdigste. Trotzdem vergaß er keinen Augenblick die schöne Ella und ging im Stillen mit sich zu Rathe, ob er sich seinem Vater anvertrauen solle. In vier bis fünf Iahren war es doch möglich, daß Ella die Seine wurde. Der gute Papa würde gewiß nichts dagegen habm. Es gab ein vorzügliches Diner mit siar":n Weinen, Pava verstand zu leben und
bewirthete bei dieser Gelegenheit auch verschiedene seiner Getreuen und seiner Nachbaren. Der Herr des Hauses war in fröhlicher Laune, neckte den Hofmeister und schenkte ihm ein Glas nach dem anderen ein. Der Baron selbst trank so ziemlich das Doppelte ohne eine üble Wirkung zu verspüren, während der pflichtgetreue Eandidat, der nicht zu widersprechen wagte, sehr wenig vertrug. Kaum daß die Tasel . aufgehoben worden, fiel er auf das Sopha im Billardzimmer und schnarchte heftig. Papa machte sich auf den Weg. um die Wirthschaftsgebäude zu besichtigen. Er nannte dies einen kleinen Spaziergang durch sein Königreich, forderte seltsamerweise den Sohn nicht auf, ihn zu begleiten. Georg meldete sich auch nicht dazu, denn er war ja frei! Seit Menschengedenken war ihm das nicht passirt. Er faßte Muth, er wollte sosort mit Ella sprechen. Nur ein einziges ermunterndes Wort von ihr, und noch heute Abend würde er seinem Vater alles gestehen. Es begann eben zu dämmern. Georg wußte genau, daß das schöne Mädchen um diese Stunde unter der großen Weide mit den herabhängenden Zweigen am Teiche saß. Der Jüngling überstieg, um unbemerkt zu bleiben. den Stacketzaun, welcher den Garten des Pächters von dem Schloßpark trennte. Wirklich fand er Ella unter dem alten, herrlichen Weidenbaum. Nur küßte sie schon ein anderer und dieser andere war der gute Papa. . Unbemerkt, in einem unbeschreiblichen Aufrühr der Gefühle, schlich sich der arme Junge davon. Von diesem Augenblick an riß er die Liebe zu Ella aus seinem Herzen. Aber in ihm blieb die Eifersucht gegen den jugendlichen Vater. der ihm zum Rivalen geworden. Bald darauf heirathete Ella mit Zustimmung des Herrn Baron einen salwucken Forstadjunkten. Das Liebesspiel des guten Papa war wohl nur ein oberflächliches gewesen, aber Georg blieb eifersüchtia und mißtrauisch gegen seinen Äaker. ir wuroe lym manches verständlich, was ihm von seiner Mutter erzählt worden war. Diese Mutter, die Georg ähnlich sah. war in qualvoller Eifersucht dahingewelkt, weil sie einem unwiderstehlichen Manne angehörte, der aus kleinen, wenn auch harmlosen Abenteuern, Nie herauskam. Der arme Geora trat nun diese traurige Erbschaft an. Als er heranwuchs, hatte er mehr Gelegenheit, seinen Vater zu beobachten. Papa amüsirte sich immer und hatte das Yaus voll Gäste, es war garnicht zu begreisen, wo er die hernahm. Und immer wieder machte Georg die Erfahrung, daß sein Vater unendlich mehr Glück bei den Damen hatte als er, der junge Student. Das Universitätsleben hatte Georg wenig verändert. Er blieb ernst, gewissenhaft, etwas schwersillig im gesellschaftlichen Verkehr. Im nächsten Frühling fuhrGe&rg, daß seine nunmehr. Ilährige Schweb ster, die er als ffnd' nur einige Male flüchtig gesehen, ans' der Brüsseler. Pension zurück sei und mit ihrer Gouvernante auf dem väterlichen Gute weile. Soeben waren die Öfters:. herangekommen, und er nach Hause, weil sein einsames, kiebebedürf .' i f jf- ' ' i. i -C:jC llges lieg fta yer iugcnoiip;?n Schwefle? sehnte'. Schon auf dem Bahnhof erfuhr er von dem Kutscher. daß sein Papa nicht daheim sei, sft dern zi5m Besuch bei der ÄutSNachbarschaft, einer, shf seinen Dame einer, wie dft Kutscher sagte, seufzte. So trieb der Papa noch immer das alte Spiel Aber rasch verslyg der erste Eindruck, als sein Schwesterchen ihm an dey Hai flog, ein reizende? Gtschvps und dem Papa wie aus dem Auge ge schnitten. Hinter Einmy stand eint größere Dame, welche der ezaltirte Backfisch dem großen Bruder beinahe i die. Arme geworfe hätte. Wie Emmy sagte, war dies die einzige, herzige ftlem,." We immer Uied Georg steif und verlegen. Aber bei Tisch gah sich das, und die drei fühl' ten sich mit einem Zauberschlage unge heuer wohl mit einander. Emmy war ein Überlustiger Kobold. Fräulein Klementine ein sanftes, kluges Wesen nicht gerade schön aber von vollenMX' Anmuth. In wenigen Tan rn Peorg z-i dem Entschlüsse. ntch weiter. Jus. zu, studittfi, lande.!. Landwirth zu er tan uM'immer zu Hause zu bleft. Per gute. Papa wurde zunächst gar nicht vermißt. GelegenUich abei ver; rieth Emmy, daß et, bei dem Abschiedsdiner dyr seiner Abreise ein Hoch auZg,ehracht hatte auf die .künZ..
I uge Frau' Baronin" und dÄeWemmI 4irr TT rtrrtTrtr&4 TnHm
b UltJiiUUt uti Einer seiner Scherze," warf Georg hin, während, sein Herz unruhig pochte. Hatte Papa ein - Auge auf Klementine geworfen, oder beschäftigte ihn die Sportlady? Papa war mit der Letzteren und deren Gäste auf einem längeren Jagd ausflug begriffen, wo Briefe ihn nicht erreichen konnten. Uebrjgens wozu sollte man ihn rufen? Nach einigen Tagen kam er unveimuther an, sonnenverbrannt, trotzdem höchst gentlemanlike, obgleich mit dem Anflug eines winzigen Schwipses. Mit unbekanntem Selbstbewußtsein hielt ihm der Sohn eine Strafpredigt über diesen frivolen Ausflug mit einer unbekannten Dame. - Unsinn mein Sohn," sagte der derblüffte Papa. Die cköro voi8ine ist ein famoses Weib, Du mußt sie kennen lernen." Papa ich bitte Dich, mit mir nicht mehr in diesem Tone zu reden," entgegnele Veorg ernst. Du hast am Ende Recht, mein Junge," seufzte der Vater. Man ist nicht mehr jung. Ich habe auch schon daran gedacht, sehr solide zu werden. Ja, ich habe sogar an's Heirathen gedacht. Es Ware doch auch zu reizend, wenn Emmy noch eine Mutter hätte!" Und plötzlich stand wieder die Scene mit jener Ella vor der erregten Phantaste des Jünglings. Mit einem Schlage fühlte er, daß er Klementine liebe, daß sie die richtige Frau für ihn sei. Vom ersten Augenblick an hatte er das unbestimmt gefühlt. Damals war er zerschmettert davon geschlichen, jetzt stürzt er auf den Vater zu und schüttelte ihn an den Schultern. Du hast doch nicht daran gedacht, daß Du auch die haben kannst, Vater, auch Klementine?" Aber Junge, wie kommst Du mir dennor?" Die noch immer schönen dunklen Augen des Vaters starrten einen-Au-genblick verwundert, dann platzte er in Lachen aus: Ach so!! Du hast auch Absichten, ernste Absichten?" Er las die Antwort in dem blassen, ernsten Gesicht, in den zornigen Augen seines Sohnes. Nicht mehr als Vater und Sohn standen sie sich gegenüber, sondern als Nebenbuhler. Der Vater faßte sich rasch. Nun, nun, ich bin ja kein Nabenvater, wir wollen gleich abhelfen." Er schellte wie toll. Ich lasse Fräulein Klementine bitten, nur für einen Augenblick!" Gleich darauf erschien das erschreckte Mädchen. Klementine glaubte, es sei ein Unglück geschehen. Mein liebes Fraulein! sagte der alte Baron in ungewohnt herzlichem und schlichten Tone. Ich habe neuIich einen Trink spruch ausgebracht auf die künftige Baronin" und Sie dabei verheißungsvoll angesehen. Nichtwahr, ja! da sind Sie schön böse geworden und haben gemeint, ich mache Spaß, es war aber Ernst, denn ich habe mir dabei gedacht, Sie wären gerade die richtige Frc für meinen Jungen. Der versteht es nämlich garnicht, sich selbst die richtige Frau auszusuchen. Nun. seid Ihr einverstanden, Kinder?" Vor freudiger Bestürzung wagten sie, die so plötzlich Verlobten, garnicht einander anzusehen. Ja. der gute Papa machte solche Sachen im Handumdrehen. Und schon, am folgenden Tage improviirte er ein großes Verlobungsfest ... ante ucho's JOett Hadanra
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