Indiana Tribüne, Volume 22, Number 35, Indianapolis, Marion County, 23 October 1898 — Page 4
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Uncke Tazl'.üi unD iimv$ Dle tägliche. Tr'.büne kost buxi len Xtia 1 3em per Woch. txt onnta(jS.Xrt&ÜK" tentl per Woche. Leide ittlacwni 15 Ztxit it SSttentl ptiltuttt Per V, LUtznh K gecht, i, sxaJciiimt ft 9 JK DffUw 18 EKd NiSMG ZndianaooliS.Jnd.. 23 Oktober 188. Sonntags ZZttmi. In unserer' Stadt der Congreffe und Conventionen tagte in vergangen,r Woche der Gefängs.iß. Kongreß Soneerbarer Aueeruck! ES war nämlich durchaus fern Congreh von Ge sängnlffen, auch kein Congreß im Gefängn,ß, sondern ein Congreß von Eesängmhblrektorkn, Gesängmhaus. sehern und anderen Gefängnißbeamten. Sie kamen zusammen, um allerlei Fragen zu besprechen und zu losen. CS giebt nämlich heutzutage sehr viele Fragen. Wo man hinschaut, sieht man eine Frage. Da ist die gaschoda- ' Frage, die DreyfuS.Frage, die Silber. frage, die' Frauentage, die soziale Frage, die Tarissrage, die Philippinenfrage und hundert andere Fragen. Die Zahl der Antworten ist natürllch noch viel größer, denn jede Frage wird hundert Mal verschieden beantwortet, wobei die weitere Frage entsteht, ob auch nur eine der vielen Antworten die richtige ist. Bei dem Eesängnißcongreß beschas. tigte man sich mit allerhand Fragen betreff Behandlung der Sträflinge. Jedes Jahr kommen die Leutchen zusammen um Fragen zu lösen, die noch immer ungelöst sind und eine der im gelösten Fragen ist noch jedesmal die gewesen, ob die Leutchen klüger heimgehen, als sie gekommen sind. In einem Gefängniß muß natürlich die Disziplin aufrecht erhalten werden und daS mag wohl manchmal schwer werden. ES wird wohl manchmal, wenn nicht oft ungerechte Behandlung Schuld sein an der Widerspenstigkeit eineS Gefangenen, aber daö wird ein Gesangnißverwalter wohl selten zugeben. Die Frage ist indeß, die, wie bringt man die Widerspenstigen zur Raison Die Dunkelkammer bei Wasser und Brod ist daS Mittel der Humanen, Schläge das Mittel der Anderen. Die Letzteren halten sich indeß auch für human und meinen, daß Einzelhaft und Dunkelzelle grausamere Strafen seien als Prügel. Ob daS wahr ist, weiß ich nicht. Ich bin gegen Prügel weniger aus Gründen der Humanität als weil sie im Sträfling den letzten Rest von Würde und Selbstachtung vernichten und seine Besserung unmöglich machen. Welche Erfahrung aber haben die Gefängmßbeamten in der Sache, um beurtheilen zu können, was humaner und waS grausamer ist ? DaS raschere oder länger dauernde Brechen deS Widerstandes beweist nichts. DaS kann ebenso gut der Humanität, wie der Grausamkeit zugeschrieben werden. Aerzte Probiren zuweilen, sogar mit Gefahr deS LebenS, von ihnen neu entdeckte Mittel an sich selbst. Hat daran schon einer dieser Gesängnißbeamten gedacht und versucht Prügel und Dunkelzelle durch Anwendung an sich selbst zu prüfen ? Mögen sich dock die Herren einmal festbinden und prügeln und dann wieder einmal bei Wasser und Brod in eine einsame dunkle Zelle sperren lassen. dann werken sie auS Erfahrung reden können. , ES ist dieS keine ange nehme Lernmethode, aber eine sehr wirksame. AlS ein Mann seiner Zeit, oder vielmehr unserer Zeit hat sich C. P. Hoyt, der Warben deS StaatSreformatoriumö von Colorado gezeigt. In finniger Weise und mit vollem Verständniß der Thatsache, daß wir im Zeitalter der arbeitsparenden Maschinen leben, hat er sich bemüht, eine Ersindung zu machen, durch welche daS aufregende und echaufsirende Prügeln per Maschine abgemacht werden kann. Die Maschive empsiadet nichts dabei und die Kraft der Schläge kann genau regr.lirt werden. Seine Bemühungen säieinen mit Erfolg gekrönt worden zu sein. Der Delinquent wird mit dem bloßen Allerwertheftea aus einen Stuhl gebunden, dessen Sitz ausgeschnitten ist. Unterhalb deS Stuhle besinden fic die Schläger, welche durch eine elektrische Maschine in Bewegung gesetzt werden und auswärts schlagen. Der Exekutor befindet sich im Nebenzimmer, drückt aus einen Knopf und die Prügelei geht im schönsten Trom-melschlag-Takt loS. DaS nenne ich Fortschritt ! Prügeln par Disiance ! Die Vortheile einer solchen Einrichtung sind unverkennbar und die Sache ist jedenfalls sehr human für den, der
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die Prügel austheilt. Wie sie sich für den Andern macdk, weiß kd nicht. Aber Humanität ist, wie man sieht, dabei. Es lebe unser humanes Zettuller ! - Der V l a u d e r e r. 5in Manöver im Zahre 1999. H a l l e, 2. Sept 1999. Mir trafen heute Abend 6 Uhr auf dem Bahnhöfe der elektrischen Hoch bahn hier ein und lourden vom Höchstcommand:r?nden persönlich emöf2ng:n, der uns Rettung Correspondenten in liebenswürdigster Weise mit seiner Motor Equipage in das Hotel gelei tete, wo für uns Quartier gemacht war. Der commandirende General macht einen vorzüglichen Eindruck, er ist gegen 30 Jahre alt und besitzt zur Zeit noch keinen Orden. Um 8 Uhr fand ein Liebesmahl uns zu Ehren statt im Casino des 4. Leib - Radler - Regiments No. 217, bei welchem es äußerst solide herging; übrigens ist der Weinkeller des Regiments berühmt durch seine Auswahl trefflicher Weichsel - Weine von den Graudenzer und Thorner Ordensritter - Bergen. Die Ausstattung der herrlichen Casino - Räume ist militärisch einfach, das Mobiliar stammt aus den Werkstätten unserer chinesischen Colonien und zeichnet sich durch' Leichtigkeit und Billigkeit aus. Die Wände schmücken die Marmor - Statuen sämmtlicher Regimentscommandeure seit der Gründung des Regiments im Jahre 1930. Nach Aufhebung der Tafel wurde sofort zum Dienst geschritten und im Kriegsspiel - Saale das bevorstehende Manöver besprochen und durchgespielt. Wir Correspondenten erhielten durch die jedem von uns zugetheilten zwei Generalstabsofficiere oder Adjutanten die nöthigen Pläne und Schriftstücke; aus letzteren erlaube ich mir, Ihnen die allgemeine Kriegsläge und die ordve de bataille gleich heute zu telephoniren. General - Idee: Die an den Helgo lä'nder Bojen" (wo früher die Insel Helgoland lag) ankernde 9., 11. und 17. Kreuzer - Division, unter Commando des Prinzen Waldemar Sohn, erhält den Befehl, am 2. September unter Dampf zu gehen, den Mitteleuropäischen Schifffahrtscanal Hambürg - Triest möglichst schnell zu passiren und sich bei Deutsch Creta mit dem Levante - Geschwader zu verein!gen. Ein Ost - Corvs. welches in der Provinz Masuren concentrirt ist. erhält am 3. September 8 V. den Be febl. seine Reserven einzuziehen und das Passiren und Durchschleusen des Nordsee - Geschwaders zu verhindern. dieses .selbst entweder zu nehmen oder zu zerstören. Der Canal ist zur Zeit nur in seinen Schleusen - Befestigungen besetzt und geschützt, also bei Hamburg durch das 18. Armeecorps, bei Magdeburg durch das 4., bei Dresden durch das 2. Sachfische No. 24. bei Praa durch das 8. Ober - Böhmische, bei Wien durch das Nieder - Oesterreichlsche und bei Wa rasdin und Laibach durch das Panno nische Armeecorps. Der Reichs-Kriegs-RathVerlin ord net am 3. September 9 V. an: Das 35. Nieder - Elsässische Armeecorps ruckt sofort aus und meldet sich beim Obercommando in Halle, um die Kanal - Besatzung zu verstarken und et nem von Osten drohenden Vorstoß ent gegenzutreten. Die Armee - Corps haben außer den Torpeder - Luftschiffer - Abtheilungen auch die Corps - KinematographenAbtheilungen und die ScheinwerferRegimenter mitzuführen. Zum elsässischen Armee-Corps stößt die zur europäischen Dienstleistung commandrrte 2. Nieder - Afrikanische Brigade (Regiment Graf Wikmann No. 3 und Regiment Feldmarschall Liebert No. 4). Der Proviant in comprimirtem Zu stände ist von jedem Mann für zehn Tage mitzunehmen. Flurschäden dürfen nicht mehr vorkommen. Das Gros hat sich im Allgemeinen an die alten Eisenbahn-Stra-ßen zu halten, die nunmehr im Reich durchweg zu Radler - Bahnen eingerichtet sind. Halle, 3. 9. 1999. Heute Früh wurde ich von den zu mir commandirtenOfficieren abgeholt, welche mir noch einen Gefreiten mit Schreibmaschine und photographischem Apparat zur Disposition stellten. Wir begaben uns zu dem für das HauptQuartier eingerichteten alten DrachenFessel - Ballon, a: weichen uns ein Patent - Harmonika - Kautschuk - Lift emporhob. Der Ballon stand auf 6000 Meter Hohe und gewährte einen prächtigen Ueberblicl; mit den verbesserten Generalstabs Doppel - Fernrohren cf90 konnte man die Truppen - BeweZungen bis Dresden und Magdeburg deutlich erkennen.' Allerdings war die Luft klar. Das .Schiff des Fessel - Ballons ist für 50 Personen eingerichtet, enthält die Bureaus für das General - Conmando, photographische Ateliers, Ordonanzen Zimmer und irtc vortreffliche Restauration. ' Zeder Truppentheil hat hier einen Phonographen deponirt, mit . welchem die Befehle an die betreffenden Comznandeure befördert werden. Soeben zieht das 4. schwere Axjillerie - Reaiment vorübe.r, welches bei Toraau und Rusa Stellung nehmen soll: es ist ein LerLNuaeu. die blanken leinen
schütz - Lokomobilen defiliren zu sehen. Sie je eine pneumatische Haubitze iinl inen imitionswagen ziehen. Du Ossicizrc sind zum Th?il gut beräd?rt, '.um Tlz.'ll bedienen sie sich-e!k!tri'schtt .Naschintn mit Accumulatoren. Heute besuchte ich auch die LaMethe 'vt nun wieder ganz unter de? L::.'un männlicher Aerzte steckn, nachdem ncn in Bezug auf das weibliche AerztePersonal mit der Zeit dieselben Unzuträglichkeiten herausgestellt hatten, die im Jahre 1980 zur Auflösung der famrsen Amazonen - Corps führten. Gegen 1 Uhr Mittags waren am Himmel die ersten Melde Ballons der 14. leichten Luftschiffer - Brigade fichtbar; diese kleinen, nur von einemEclaireur besetzten Fahrzeuge bewegen sich mit ungemeiner Schnelligkeit bei ta delloser Lenkbarkeit. Gerade über uns hielten sie und stießen dann, wie die Falken, nieder zur Meldung beim Obercommando Die Elsässischen Meldefahrer sehen zwar ausfallend, aber recht schmuck aus in ihren weißen Attilas mit rother Verschnürung. Wie ich höre, hat die 14. Lustschiffer - Brigade den Auftrag, das Gelände und die Luft nördlich und südlich des Netzeflusses bis zur Weichsel aufzuklären und schwächere Kräfte zurückzuwerfen. Hierzu steht dem Commandeur auch die 36. leichte Luft - Artillerie - Brigade zur Verfügung.
Uebrigens ist der Adjutant der 14. Brigade, dessen Steuer anscheinend ge brochen war, beim Marsche über den Taunus durch den scharfen Nordwest südwärts verschlagen; nachgesandte Eclaireurs haben bis jetzt noch keine Meldungen gebracht. Um 5 Uhr tra fen die Spitzen der 70. Radler - Divi wn oel valle ern. um 7 Uhr waren beide Divisionen zur Stelle und bezogen südlich der Stadt Biwak. Ich be suchte das Lager, die Truppen machen einen vorzüglichen Eindruck und zeigen keine Spur von Müdigkeit: die Commandeure sprechen sich mir gegenüber durchweg günstig aus über die siebenmonatliche Dienstzeit. Der Zubern tung der Abendkost seitens der Mann schaften wohnte ich mit großem Jnter e e vei: :n wenigen Minuten waren auf den Koch-Gas Lokomobilen, von denen jede Compagnie eine mitführt,, die comprimirten Portionen zu einem wahrhast lukullischen Mahle hergench tet. Im Lager erfuhr ich auch, daß die schwarzen afrikanischen Regimenter, welche die Bewegungen zu Rade erst lernen, weit zurückgeblieben sind und bei Darmstadt lagern. In der Nacht kamen die Scheinwerfer - Regimenter an und erleuchteten das Gelände bis Meißen hin, um der 70. Torpeder Luftschiffer - Abtheilunq, welche daselbst Orts - Unterkunft beziehen soll, den Weg zu weisen. Die Kinematographen - Abtheilung des 35. Corps traf erst des Morgens um 4 Uhr ein. Bei Halle. 4. 9. 1999. Wir wurden sehr früh alarmirt. Das Kreugeschwader hatte die Nacht benutzt und war, ohne Lichter zu zei gen, bis an die Torgauer Schleuse gedampfte Der Commandeur des. Ostcorps scheint geglaubt zu haben, die Flotte gestern Abend noch beiHamburg fassen zu können, wenigstens meldete heute bei Tagesanbruch die Hamburger Schleusenbesatzung: Bor und über unfern Befestigungen lagern zahlreiche feindliche schwere Luft - Batterie und Torpedo - Ballons. Hiermit stimmt auch eine Meldung der Eclaireur - Ballons des Westcorps wonach zwei feindliche Radler - Divisionen ohne jede Artillerie auf dem Vormarsch nach Westen sind; die eine Division hält Rast bei Stettin, die andere wird, auf der Ostbahn radelnd, zwischen Küstrin und Landsberg beobachtet. In Folge dieser Meldungen gibt der Commandeur des West-Corps den Befehl: die 36. leichte Luft - Artillerie. Brigade, welche bei Gubcn Gas und Munition einnimmt, schwenkt sofort nach Norden ein und greift den Feind an der Ostbahn an. Wir begaben uns mit dem OberCommando auf den Kampfplatz. Obgleich die Masurischen Regimenter sehr schnell einschwenkten und die mordensehen Magazine spielen ließen, wurden sie durch das Schnellfeuer der BallonGeschütze doch auseinander gesprengt und die Division von den Schiedsrichtern für heute außer Gefecht gesetzt. Die Kinematographen - Abtheilung hatte die Einzelheiten des Gefechtes aufgenommen. Diese Aufnahmen werden, wie überhaupt alle solche von bedeutenden Aktionen, sofort in drei Exemplaren nach Berlin gesandt: an das Cabinet, an das Kriegs - Ministerium und an den Großen Generalstab, wo die reproducirten Bilder bei der späteren Besprechung und Kritik VerWendung finden. Um 5 Uhr gaben die Sirenen das Signal: .Das Ganze Halt!" Ich fuhr mit dem Commandirenden über Frankfurt nach Halle zurück; unterwegs warfen wir kurz bei Beeskow die Anker, um uns die berühmte letzte Eiche anzusehen, in deren Stamm eine Bronze - Tafel eingelassen ist mit der melancholischen Inschrift: Um mich herum stand stolz und alt Des Deutschen Landes letzter Wald. Anno 1978. Bei Halle, 5. 9. 1999. Die Artillerie - Macht des Ostcorps ist von Hamburg südwärts gefahren und hat die Flotte bei Riesa eingeholt und vorläufig festgelegt. Von 7 V. an entwickelte sich ein' heftiger Artilleriekämpf 'zwischen' der Bahn Artillerie und den pnkumaztischui Haubitz - Batterien der 1. fahrende.? Abtheilung Regiments ,4; die Marine tonnte sich nur aus den Schnellfeuer - Kanonen der Mastkörbe am Kampfe betheiligen. Ich
Schafft Fleisch und Blut.
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enthält eben so viel ftrafi und Nahrung, al? ein Faß Ale oder Vier, ohne berauschend zu virke. Okan hüte sich vor sog. Ersatzmittel. verlangt das echte Aokiann Hoff'sche Nalz-Sxtratt.
sah bei dieser Gelegenheit zum ersten Male die im Versuch befindlicher, amerikanischen Repellersheds" in Thätigkeit. Es sind dieS große gußstählerne, sehr leicht ausstellbare Schutzdächer, welche die aus den Ballons geschleuderten Projektile beim Auischlage mcht nur unschädlich machen, sondern sie sogar durch eine höchst ingenieuse Einrichtung mitMacht wieder zurückschnellen,- falls sie nicht sofort beim Aufschlage erplodiren. Die Versuche mit den leichten Manöver - Torpedos gelangen allerdings vorzüglich, und der anwesende amerikanischeErsinder Lord Edison strahlte vor Freude, während unsere älteren Artillerie - Osficiere von Humbug sprachen. Inzwischen waren auch die afrikanischen Regimenter eingetroffen. Ihnen wurde die Bewachung aller von Norden und Osten nach Sachsen einmün denden Radlerstraßen übertragen. Wie ich später erfuhr, lösten die vorgeschobenen schwarzen Vorposten die Aufgäbe, dadurch, daß sie alle Wege weithin mitGlasscherben und Stacheldraht unfahrbar machten, eine Maßregel, die durch die Manöver - Ordnung von 1993" auf das Strengste untersagt ist. - aber was wissen die Kameruner von Manöver - Ordnung? Von Interesse war heute das Uebersehen des 230. Radler - Regiments über den Kanal mit dem neuen RadReifen ii double effect cf99; wenn auch, im Wasser Radeln noch ungeübt, sich viele überschlugen, der größte Theil gelangte heil und glatt über das nasse Element. Bei dieser Gelegenheit ließ ich mir auch die jetzige Ausrüstung eines SoU dajen zeigen; der winzige, am Rade angebrachte Tornister enthält außer Wäsche und einem Anzug noch für 14 Tage . comprimirte Nahrungsmittel und 800 Stück Patronen, die für das jetzige Kaliber den Zündhölzern ähnlich sehen, welche früher das ärmere Volk zum Feueranmachen . verwandte. Das zierliche Schnellfeuer - Gewehr, dem man seine 3000 Meterkraft kaum ansieht, wird en bandoultere getragen. Außerdem ist für den Nahkampf am VZade ein Armee - R:volver und nicht zu vergessen! die herrliche Aluminium - Labe - Feldflasche angebracht, Um 2 Uhr gab die Sirene das Signal .Das Ganze Halt"! Wir machten Sr. Kgl. Hoheit dem Prinzen Waldemar auf dem Flaggschiff S. M. S. .Reichskanzler Lieber" unsere AufWartung. Der sehr liebenswürdige Prinz, der jetzt im Alte? von einigen fünfzig Jahren steht, ähnelt ungemein dem schönen Standbild seines GroßVaters in Kiel. Ich wurde vom hohen Herrn eingeladen, mit ihm nach Deutsch - Kreta zu fahren, um unseren Manövern im Mittelmeere beizuwohnen, was ich dankend annahm, vorbenehmigung eine? hohen Redaktion! Nachmittags machten wjr noch einen Ausflug nach der Besitzung des Fürsten Jsaaksohn bei Torgau. um das einzige noch in Europa bestehende Gestüt zu besichtigen. Besonders die jüngeren Osficiere. die noch keine Pserde gesehen hatte, erfreuten sich am Anblia dieser prächtigen Thiere der verschiedensten Rassen, die hier zu walirem Luxus aufgezogen wurden un sich auf den weiten Wiesenslächen der Elbniedeiung tummelten. Bei Riesa. 6. 9. 1999. Das ganze Gelände rings umher bedeckt heute ein dichter Nebel, welcher bestimmungsgemäß alle Truppen - Bewegungen im Frieden aufhebt; nur einzelne Eclaireur - Ballons streichen nach verschiedenen Richtungen, um die Ausdehnung der Nebelschicht nachHöhe und Seite festzustellen. Die ScheinWerfer durchdringen mit Mühe dieLuft auf 710 Kilometer. Eine eben aus Berlin eingegangene Ordre lautet: Am 8. d. Mts. 10 V. haben sich alle am Manöver betheiligten Osficiere und Zeitungs-Correspondentcn im Kriegsspiel - Gebäude des Großen Generalstabes zur Kritik einzufinden.Morgen soll bei Halle große Parade aller Manöver Truppen stattfinden; der Vorbeimarsch der ppt. vier Armeecorps dauert ja allerdings nach der Vorschrift nur 48 Minuten, aber ich will doch lieber der Einladung Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen folgen und mich heute schon zur Flotte begeden. Der commandirende General gab mir noch bis Dresden das Geleit und händigte mir beim Abschied auch die Manöver - Medaille ein mit der Jahreszahl 1999 am Bande für Njktcymbattanten. Tas goldene Schaf". Präsident Zaure bat nun auck Orden vom Goldenen Vließ", der aup,er vom Kaiser von Oesterreick auck vnm König von Spanien verliehen wird, erhalten. Nur fünfzig dieser Orden wer den übtthaubt vergeben und so ist es ein merkwürdiges Spiel des Zufalls, daß gerade der Präsident der französischen Revublik das nämlicke Eremvlar hrtam daS im Besitz des bürsten Bismrck n. Wesen ist, und daö Fürst Herbert erst i:x T x u : ' st luiziim v vttlglN'negenlln von 'Sv'aNien iiUrückaesandt bat. MmisZ,,,?
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.M mw Mz-MM 5'ichs, dem dieser rden verliefen wurde. Vor ihm besaß ihn Monsieur Thiers, Marschall Mc Mahon und Mr. Grevy. Präsident Thiers erbte das Goldene Vließ" vom Prinzen von Oramen, Grevy , erhielt es, nachdem Mimst Guizot gestorben war, und in Bezug auf den Orden, mit dem sich der Vorgänger des unglücklichen Earnot Ichmückcn durfte, wird nun eine erady liche Episode in Ainnermig gebracht. gelegentlich welcher der stets gelangweilt und melancholisch dreinschauende König Alfons XII. von Spanien sich wie nie vorher in seinem Leben amüsirt haben soll. Als der junge Herrscher vor Jab ren auf der Rückkehr von seinem Beiuch am deutschen Hose in Paris anlangte, wurde ihm auf dem Nordbahnhofe daselbst ein recht unangenehmer Empsana bereitet. Der König ersch'.en nämlich in der Preußischen Ulanenuniform nnd dieser Anblick erbitterte die Franzosen derart, daß sie wüt!,end aus ihn eindran gen und ihn fast getödtet hätten, ebe er seinen Wagen ' erreichen kannte. Ter Gedanke, durch dieses Versehen das sranzösisch' Volt verletzt zu haben, war dem öng se!)r schmerzlich; in tiefster Ver stimmung und mit gerunzelter Stirl. trat er daher dem Präsidenten G'.evu entgegen, der seinen hohen Gst sreud.'strahlend willkommen hieß. Kaum sie. der Blick d.'s spanischen Monarchen au das tadellos gekleidete Oberhaupt de. Republik, als sein düsterer Gcsichtöaus druck sofort dem des höchsten Vergnil gen Platz machte. Auf dem vorzüglich sitzenden Frack Monsieur Grevys prangte in voller Größe und Pracht der ganze Kragen des Ordens vom Goldenen Vließ mit den großen blau emaillirten, aus goldenen Flammen herauskommenden Zierathen. 'Anstatt das Gehänge am (indc eines breiten scharlachrothen Bandes zu tragen, hatte sich der Präsident den goldenen Widder in ganz verkehrter Weise um den Hals gelegt. An der belustigten Miene des Königs und seines Adjutanten errieth Mr. Grevr. allerdings sehr bald, daß er irgend eine Dummheit begangen habe; worin diesc aber bestand, war ihm unklar. Nichtsdestoweniger fühlte er sich äußerst unbehaglich und warf ziemlich ungnädige Blicke um sich. Bei Tisch wandte sich die Tochter des Präsidenten. Mme. Wilson. mit der Frage an den Bcglei ter des Königs, was diesem beim t5m pfange an ihrem Vater als so lächerlich aufgefallen wäre. Der Adjutant flü. sterte ihr nach einigem Zögern vertrau lich ins Ohr, daß Mr. Grevy ein kleines Versehen gemacht hätte: man müsse das goldene Schaff nicht auf der Brust, sondern auf dem Rücken zwischen den Schultern' tragen. Sobald die Tafel beendet war, nahm Madame Wilson ihren Vater in ein Privatge mach und, ihm die Erklärung des Ädjutanten wiederholend, versuchte sie, den Kragen umzudrehen. Dunkelroth vor Wuth, stieß der Präsident ihre Hand zurück, riß den Orden von seinem Halse und warf ihn in eine Schublade. Dieser verd.... Firlefanz!" ries er zornig; zuerst haben sie über mich gelackt und nun macken sie kick über Dick lustig, meine liebe Alne. Wenn uns schon Spielereien von dieser Sorte zugesendet werden, so wäre es wohl nicht mehr wie in der Ordnung, einen Zettel mit Instruktionen beiuleaen. damit man sich derartige Blamagen ersparen tonnte.Die Nadlerin. Gar ängstlich guckt Mimi d'rein. Als man die erste Ausfahrt wagte; Sie schaut' nicht rechts, sie schaut' nicht links Man sah. daß ihr's nicht recht behagte. Der erste Fortschritt kam geschwind: Sie konnt' imFahren lachen, schwätzen. Nach vierzehn Tggen sah ich sie Schon 's Glöckchen in. Bewegung setzen. Nach einem weiter'n Monat konnt' Sie schelmisch gar zur 'Seite schielen Und grüßen stolz vom hohen Roß Und nach entfernten Herzen zielen. Sie strampelt flotHetzi aber noch Kann ihr der Lorbeer nicht gebühren: Ach Gott, die Aermste kann nicht 'mal Ihr Taschentuch an's Naschen führen! Verführerisch. A.: '.Jfl es denn richtig, daß das neue Zuchthaus so gesund und hygienisch eingerichtet?B.: .Gewiß eö wird so. gar ärztlich empfohlen!-. D e r V e r rä t h e r. Herr: Ha ben Sie denVavaaei sckon lanae.zrrän lein Emma? Junge Dam,: Ja. .vir aven ryn ,cyon meyrere Jahre. ?:. 3tf er sehr gelehrt?" Junge Dame: O ja, er kann Alles nachsprechen." Herr: .Die Familie Naumann hat einen sehr merkwllrdigen Papagei; das Thier kann den Ton eines Kusses vorzüglich nachahmen. Kann das der Ihrige auch?- Junge Dame' (entrüstet): - Nein, derartige Töne bekommt er bei uns überhaupt nicht zu hören!" Herr: .Was Sie sagen!- In diesem Augenblick läßt sich die Stimme des Papageis vernehmen: .Aber nicht doch, Georg, warte doch wenigstens, bis ich .das Thier 'rausgetragen habe!-
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