Indiana Tribüne, Volume 22, Number 27, Indianapolis, Marion County, 15 October 1898 — Page 1

0 H H K rC Af K i AO A O K M svO vy o w v w o O W K y Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Telephon 1171 Indianapolis. Zndiana, Samstag,, den J5. CNober 1898. Jahrgang 8S. NS7

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Editorielles

Ueber die Verhaftung deS pennsylvanischen' Bundessenators Quay wird recht JntertssanteS mitgetheilt. ES heißt, daß seine eigenen Briefe und Telegramme ihn überführen. Sie zei dak er die in Rede stehende Bank, irthr'a rtf in Vkiladelokia. ... M. sc:nTrtrt, rtrftfi ölimmfn " 7 rr v v'"" Don Staatsgeldern zugewenoel, ve Nändig zu. V..mi.ug f . Akti.n Spekulationen benubie. e zeigen unter Anderem, daß er zu einer Zeit der Bank die Summe von 5172,427 schuldete, die sie im Ankauf von Aktien für ihn ausgelegt hatte: sicherlich nicht von ihrem Gelde, sondern von dem Gelde au der Staatskasse, das sie f.: rc : cf .. CT . uVMf 1T.i.Stl I8 ein B.i.s cl früheren Slaal,. innern ixinnunc uiivuuuti mikuwu schahmeigee Haywood dor, der ganz klar zeigt, zu welchem Zwecke und unter atlä' euaii,.n der Bank überlassen wurden. Dieser Brief, von Haywood an den Präsidenten der PeopleS Bank." ZameS McManeö, gerichtet, lautet toie Is1: Am Montag werben wir Ihnen einen Check für $100,000 schicken, wo durch daS Guthaben deS Staates Pennsylvania bei Ihrer Bank aus 5600,000 gebracht werden wird. DaS Abkommen geht dahin, daß wir diese Summe von 5600.000 so lange unberührt als Einlage stehen lassen, bis Hon. R. R. Quay (der Sohn des SenatorS) die Anleihe von 5100,000, welche Sie ihm nächste Woche zu machen haben, zurückgezahlt oder in befriekigender Weise geordnet haben wird." Hier werden also der Bank zu den 5500.000, die sie bereit? hatte, noch 5100.000 auS der Staatskasse geschickt, damit sie diese Summe dem Sohne deS Senator? borge; und der Staatsschatzmeiste? (eine Kreatur QuayS) derpflichtet sich, keinen Theil der Staatsgelder aus der Bank zu ziehen, so lange O"" " V... g...., , der junge Quay jene 5100.000 nicht zurückbezahlt habe. Daß über die an zurückbezahlt habe. Daß diren 5500.000 in ähnlicher Weise verfüat war. kann danack nickt bezweifelt werden. Die Verratherischen Briefschaften, Telegramme u. s. w. wurden in dem Privatpulte deS KassirerS der Bank gefunden; der Kasfirer selbst, der der Vermittler der Quay'schen Specula tionen war, hat am 25. März diese? nÜfiS &fftftntnh nMi.ttmn nrtfiKtn oer su,ammenorucy ver vanr uno oa r r m v nr v t. mit die Bloßstellung der verbrechenschen Geschäftsführung nicht mehr abzuwenden war. Am folgenden Tage wurde der Bankerott der Bank angezeigt. In demselben Pulte fand sich daö Geheimbuch deS KassirerS, daS eine Berechnung der auö den StaatSgeldern in verschiedenen Zeiträumen erzielten Zinsen und deren Vertheilung zeigt. Von der Gesammtsumme der Zinsen wurden jtweilS 20 Prozent für einen nicht bezeichneten Zweck abgezogen, der Rest wurde unter drei Personen vertheilt und der eine dieser Zinsenempfänger ist an verschiedenen Plätzen mit Q", mit Quay" und einmal mit M. S. Quay" bezeichnet. WaS hier zu Tage tritt, die AuSnützung der StaatSgelder durch Quay und mit ihm verbündeter Politiker, ist, so bemerkt dazu der St. Louiser Abend-Anzeiger, schon lange össent licheS Geheimniß gewesen. Der frühere Generalpostmeifier Wanamaker, der seit Jahr und Tag den Kampf gegen Quay'S korrupte Maschinenherrschaft innerhalb der republikanischen Partei geführt hat, hat vor einiger Zeit nach gewiesen, daß in dem Zeitraume vom 1. Januar 1892 bi 1. Januar 1898 durchschnittlich mehr als fünf Millionen Dollars StaatSgelder in den politischen" Banken deponirt waren. Zur Rate von nur 2z Prozent berechnet, haben diese Gelde? in dem genannten pcuumuw .ÜV,uuv; JlNien getragen, die nicht dem Staate, sondern I . . cm .11! er rr Zejtraum über 5750,000 Zinsen ge oer uay-aiqlne uBinoncn st.no. Die pennsylvanischen Gesetze be drohen mit schwerer Strafe jeden öffentlichen Beamten, der öffentliche Gelder für Privatzwecke benutzt. Sie verbieten in gleicher Weise den Van?kassirern, sich direkt oder indirekt au th.il,r,ill,ni-H .z.sss, er?. IWUltUttfllVMIII IHIHtHM tlll HM T U II V kaufen oder u verkaufen, oder sonüia mm w betreiben außer denjeni aen. die ib QteHuna in der Sank V ' ' w '

ihnen auferlegt. Der Kassirer der People'ö Bank hat sich, alS die Spekulationen den Krach herbeigeführt hatten, durch Selbstmord der Strafe für die Vergehen entzogen, u denen

er nach allem Anschein durch Quay und dessen Verbündete aetrieben worden -i war. Und nun ist die Frage, vaS 'mit Quay geschehen wird. Wird daS Ges eh oder die Maschine sich alS die über legene Macht erweisen ? Wird Quay im Senate oder wird er im Zuchthaus, landen? Selbstmord, daS ist sicher wird er nicht begehen. Scham- oder Sbraekübl find längst überwundene Standpunkte für ihn. ArchlllllkhrilHleii. Wetterbericht. Schönes, warmereö Wetter heute und morgen. Höchste Temperatur in nerbalb der lebten 24 Stunden 49 Grad, niedrigkk 36 Grad. Unfall bei Herzogs von Sachse n-Meiningen. Berlin, 14. Okt. Mit knapper Noth ist der Herzog Georg der Zweite von Sachsen-Meinivgen einer Lebens gefahr entronnen. Bei dem Dorfe Jmmelborn stürzte in der Dunkelheit der herzogliche Wagen eine Böschung hinab. Der Herzog wurde hinauSgeschleudert und' trug an der Schulter und Hüfte Verletzungen davon. Die Landtags wählen in R e u ß j L. Berlin, 14. Okt. Bei den im Fürsteathum Reuß jüngerer Linie nothwendig gewordenen Stichwahlen zum Landtag ist im ersten Wahlkreise (Gero), den bisher der Finanzrath Fürbringer vertrat, der Sozialdemokrat Fiedler, im zweiten Wahlkreis der eitherige Vertreter, der deutschfreifinnige Lehrer Kalb, gewählt worden. - Sine angebliche V e rschwörung. P a r i S, 14. Okt. Mehrere Bläter bringen heute die Mittheilung, daß eine Verschwörung von Offizieren gegen die Regierung entdeckt worden sei. Die Verschwörung soll von einem Herrn in hoher Sellung entdeckt worden sein. Sie sollte am Samstag während der Abwesenheit deS Kriegsminister? ausgeführt werden. Die verschiedensten Gerüchte find darüber in Umlauf, doch Niemand scheint etwaS Bestimmtes zu wissen. Eine Zeiung behaupket, die Verschwörung gehe von oen Generalen BolSvessre und Pellieuz auS, aber anderseits wird wieder gesagt, daß daran nichts Wahreö fei. Auch Zurlinden wird in Verbindung damit genannt. Geeüchtweise verlautet auch, daß Prinz Louiö Bonaparte in die Sache verwickelt sei.' ES ist unmöglich, die Wahrheit zu entdecken. Von mehreren Seiten wird die ganze Geschichte als eine Erfindung dargestellt, aber einigen vagen, halboffiziellen Veröffentlichungen zufolge scheint doch etwas daran zu sein. Wak eö aber ist, daß läßt sich auö den wiversprechenden und verworrenen Berichten nicht erkennen. ,, Der Pariser Streik. Paris. 14 Okt. Die Gewerkschaft der Eisenbahner schlug heute Plakate an, worin die Streiker aufgefordert werden, sich aller Gewaltthätigkeiten in enthalten. Wenn dem Lande Gefahr drohe, heißt eö darin, würden die Streiker wieder an ihre Posten gehen. Der angedrohte Generalfireik fand nickt statt. Von Unruhen war heute nichts zu merken. Eine Allianz. Rom, 16. Okt. Die Jtalia" sagt heute : Frankreich hat in der gaschoda Anaeleaenbeit einen Vertrag mit Abyssinien gegen England geschlossen. . Schifss-siatastrophe. Lond on, IS. Okt. Sine soeben gyS Falmouth eingehende Depesche berichtet, .daß auf der Höhe deS Lizard der Dampfer Mohegan gescheitert ist, und daß von den 200 Personen, auö welchen die Mannschaft nd die Pas sqgiere bestanden, nur 31 gerettet worden sind. Vondon, 1ö, Okt. Der Dampfer der Atlantic TranSpert Co., Mohegan, frühr Cleopatra, von der Wilfon und Furneß Leyland yinie, welcher

gestern von London nach Nev Zork mlt

60 Passagieren und 160 Seeleuten abaeaanaen ist. ist auf der ööbe deS Li 'zard zwischen den ManacleS und den , LowlandS gestrandet und eS heißt, daß der Verlust an Menschenleben groß ist. Die Küste ist bei dem genannten Punkt sehr gefährlich, und ist schon der Schauplatz dieler Unfälle geworden. Lond on, 15. Okt. Eine telegraphische Meldung deS Küstenwächterö nach Falmouth bestätigt, daß von den Schiffbrüchigen auf dem Mohegan" nur 31 Personen gerettet sind. London, 14. Okt. Der Mohegan," damals Cleopatra," traf auf seiner ersten Fahrt in New Bork am 12. August von London ein. ES war ein Stahlschiff von 4610 Tonnen, 480 Fuß Länge, 62 Fuß Breite und 26 Fuß Tiefgang, und war auf Unterbringung von 126 Passagieren, 7,000 bis 8,000 Tonnen Fracht und 700 Stück Vieh eingerichtet. Nach den letzten Nachrichten find 48 Personen gerettet. OlYisfS.L?achriqt,. Angekommen in : Southampton: FeieSland" von New Aork; Augusta Victoria" auf der Fahrt von New Jork nach Hamburg. Queenötown: Jtalia" von Philadelphia. Baltimore: Willehad" von Bremerhaben. New Jork: Karlsruhe" von Bremen und Fürst BiSmarck" von Hamburg. Liverpool: Britannic" und Cymbric" von New Jork. Hamburg: Pretoria" von New Sork. allerlei. ZlSährend der letzten Waldbrande in Wisconsin sind viele Menschen nur mit knapper Noth dem I?euertode entgangen. Frau Fred Schranz. welche im Town Barron wohnt, befand sich allein mit ihren Kindern zu Hause, als die Flammen sie erreichten. Ehe sie ihre Kinder in Sicherheit bringen konnte, war sie schon von den Flammen umringt. In der Nähe des Hauses befindet sich ein großes Kartoffelfeld, und dorthin eilte sie so schnell als möglich mit ihrenKlNdern. Sie begrub die Kinder buchstäblich in dem Sand und häufte dann einen Sandhaufen um sich selbst auf. Das Feuer zagte über sie hinweg, und sie wurden fast blind von dem Rauch und der Hitze, aber ihr Leben wurde gerettet. Der 16jährige Frank Higbee brachte seine Mutter und seine Geschwister nach einer offenen Stelle, wo er einen Farmerwagen über sie kippte. Dann pflügte er eine große Strecke ringsherum auf und rettete so das Leden der Familie. Ein wundersames Jndivtduum mit fußlangen, pechschwarzen Locken, rath - weiß - blauem Jersey, dessen Front mit Medaillen aller Art bedeckt war, einem riesigen Sombrero auf dem Kopfe und Indianer - Mocassins an den Füßen, wandert zur Zeit durch's Land, begleitet von einem 7 Fuß langen Hünen, der als Majordomo" zu fungiren scheint. Der Bunte ist kein Geringerer als Dakota Bob-, Meister - Dauergänger der Welt, der erst vor Kurzem eine Wette von 52000 mit der Durchquerung Amerika's aus Schusters Rappen" gewann und eben im Begriffe ist, zu Fuß nach Californien zurückzukehren und eine weitere Wette von 55000 zu gewinnen. Er hat das Land bereits viermal auf diese Weise durchquert und auf seinen Dauermärschen in den letzten vier Jahren 26.30 Meilen zurückgelegt. Der interessante Bursche ist in vielen Jndiaerkämpfen gewesen und ist ein ausgezeichneter Pistolenschütze. Furcht kennt er nicht. Dakota Bob" ist 40 Jahre alt. JmZuchthausezuFolsom, Cal., ist ein brutaler Mord verübt worden. Die Gefangenen waren eben vtt. der Arbeit im Steinbruch zurückgekehrt und warteten auf die Ordre, sich in dieSpeisezimmer zu begeben, als Jacob Oppenheimer von hinten an Walter H. Roß herantrat, ihm einen Arm um den Hals legte und ihm mit einer sehr scharf zugespitzten Feile mehrere Stiche in die Brust versekte. Der Schließer Haggeriy und ein anoerer Angestellter ergriffen Oppenheimer, nahmen ihm die Waffe ab und brachten ihn in seine Zelle. Roß starb binnen einer Stunde nach seiner Verwun? dung. Er war mit seinem Bruder, den zwei Brüdern Holland und Oppenheimer zusammen in den Counties San Francisco und Alameda an verschiede nen -Einbrüchen und VaubUberfällen vethelligt gewesen und wurde von dem Letztgenannten beschuldigt, ihn verra then zu haben. Roß erhielt damal) weaen Straßenraubs 25 Tidtxt und Oppenhrimer 50 Jahre Zuchthaus zu dictirt, ' '

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ist der Tabaksrauch unleidlich. In ihrer unmittelbaren Nähe ist deshalb Stikinanden das Naucöen aettntit Dcsincch ist die Rechnung für Cigarren ' s::r die königlichen Gäste sehr hoch. auptpotcn bilden die feinsten Havc:na-Cigarren. die besonders für di? Königin angefertigt und hermetisch in Blasrohren verschlossen nach Windsor gesandt werden. Die Königin ictorka"-Ciaarren könnte mn Msift in Cuba in Menge gekauft nicht unter 7??.tT, V ! A . n. v..v.i vuui ta ?luu rrylltten. zjit Arbeiter, welche die Cigarren anfertigen. erhalten 30 Cents für das Stück und nur die ältesten und geschicktesten Cigarrenmacher werden mit der Arbeit betraut. Sie stehen sich außerordent. lich gut. denn ein guter Arbeiter kann 200 Stück den Tag anfertigen. L. -E tnlnrerel 1 ante rRechtsstreit ist zwischen der Stadt Würzburg und der dortigen Fischer- und Schis fer-Zunft. einer der ältesten inDeutschland, entstanden. Bisher hatte die Zunft das Recht, von jedem auswärtigen Fischer, der um Fischmarkt kam, ein Standgeld für die Zunftkasse zu erheben. Ihre eigenen Mitglieder waren von Standgeld befreit; außerdem mußten die fremden Fischer, natürlich gegen Entgelt, die Waagen der Zunft benutzen. Diese Privilegien stützen sich aus eine Urkunde vom Jahre 1399 und einen fürstbischöflichen Erlaß vom Jahre 1635. Die Stadt will nun den Fischzoll- für die Stadtkasse erheben und die Gebührenfreiheit der Zunft aufheben. Nach der Ansicht des Magistrats ist das der Zunft eingeräumte Recht ein Zwangsrecht, das vor der heutigen Gesetzgebung keine Gültigkeii hat. Die Fischer haben dagegen in einer ausführlichen Eingabe daraeleat. da sie ein leaales Reckt besitzen da? nur durch Gesetz aufgehoben werven könne. as Ministerium hat übrigens schon im Jahre 1829 erklärt, der Fischzoll lasse sich nicht mit der modernen Gesetzgeöung vereinbaren. Hiesiges. Dle Appellationsrichter müssen erwählt werden. Die Mehrzahl der Supreme Richter deö Staates, nämlich die drei Demokraten Howard, Hackaey und McCabe, entschieden gestern Abend, daß die Kandidaten für AppellationSrichter auf daS Ticket gesetzt werden müssen. Die Republikaner Jordan und MonkS waren gegentheiliger Ansicht. Die Entscheidung geht dahin, daß der Termin der AppellationSrichter am 1. März 1897 ablief und sie nur so lange im Amt bleiben können, bis ihre Nachfolger erwählt find. , Grand Opera House. Seit letzten Montag spielt im Grand eine flehende Theatertruppe unter der Direktion von SoSman, LandiS und Hunt, welche ohne Zweifel unser hiefiegeS kunstliebendes Publikum befriedigen wird. Die Idee, eine stehende Theatertruppe zu halten, ist für IndianapoliS neu. Draußen in Deutschland hat man längst eingesehen, daß ein gut ausgewähltes Künstlerpersonal besseres zu leisten im Stande ist, als reisende Theatertruppen. Letztere Sorte, die in Amerika die vorherrschende ist, ist gewohnlich auf ein einzige Stück gedrillt," hat als besondere AnziehungSkraft ihren Star," der künftlerifch die übrigen Mitglieder der Truppe bei Weitem überragt, und naturgemäß die Leistungen der Uebrigen" um so unvortheilhaster hervortreten oder auch zurücktreten läßt und mit dem Ensemble Spiel ist eS darum bei reisenden Truppen meistentheilS Essig. Eine stehende Theatertruppe, bei deren Zusammensetzung man Anfang? gleich darauf -bedacht sein muß möglichst gleichmäßig gute Kräfte zusammeazuziehen, hat den Vortheil deS besseren ZusammenspilS, daS Publikum tritt mehr in Fühlung mit den Künstlern, sie werden zu Lieblingen, kurz, eine stehende Theatertruppe ist der reisenden" in vielen Dingen bei Weitem überlegen und vorzuziehen. Unsere hiesige Truppe im Grand hat durch daS erste Stück "The Charity Ball", ein Schauspiel in vier Akten von VilaSeo und de Mille, bewiesen, daß eS außerordentlich Tüchtiges zu leisten im Stande ist. Sämmtliche Künstler und Künstlerinnen find in ihren Leistungen gleich gut. DaS prächtige Ensemble - Spiel derselben kam hauptsächlich in dem dritte, hochdramatischen Akt, zur vollsten Geltung. Hoffen wir, daß unser Publikum dieS neueste Unternehmen Dickson & TalbottS aufs Kräftigste unterstützt.

NuS Den erichtshSfen. Su verior Court. Zimmer No. 3. Robert L.Haughey aegen Charles Reynolds u. A. Urtheil

für $355 64. Edna C. gegen Oliver 3. Johnson. Scheiduig verweigert. Circuit Court. Margaret F. Peele gegen die Pro vident Fund Society. Jury einigte sich nicht. Kriminalgericht. Joseph Cossman. Verkaufs geiftiger Getränke am Sonntag. Angeklagter entlassen. Joseph Goldftein. Verletzung deö Schulzwanggesetzes. Angeklagter entlassen. Louis Richter. Profanität. Freigesprochen. Dora Henderson. Großdiebftahl. Freigesprochen. Stewart BediS. Betreten fremden Eigenthums. Freigesprochen. Cornelius CollinS. Nothzuchtengriff. Urtheil vorbehalten. ,, Neue Magen. Auf Scheidung klagten : Josephine von Frank Stinson. 3ohn von Nannie Tilford. Die Indianapolis GaS Co. behauptet 240 Gasquellen zu haben, deren GaS in Indianapolis verbrannt wird. Geschieden wurden heute : Emma von Joseph Taylor. Wm. E. von Helen M. GivenS. Idolen von Claud Brock. Clara von Stephen A. Van Horn. Mary E. von ChaS. B.Caderdill. Minute von Frank Stetzel. MittaaS-Sibe und atmosvbärische Feuchtigkeit greifen die Nerven an und neuralgische Schmerzen stellen sich ein. Dieselben können durch die AnWendung von St. JakabS Oel geheilt werden. - Der Damen - Berein deS Sozialen Turnvereins hat für morgen Nachmittag eine gesellige Unterhaltung und für den Abend eine cinch party veranstaltet. Bischof Horn von der edangelischen Gemeinschaft wird morgen Bormittag und Abend in der ersten Kirche der ev. Gemeinschaft, Ecke New Jork und East Str.. vrediaen. Montaa Abend wird er in derselben Kirche ei5rn Vortrag halten über Reisebeobachtungen in Europa." Der Eintritt ist für Jedermann frei. An der Kreuzung der Oft Washington Str. und der Gürtelbahn stieß gestern ein Frachtzug der Big 4 Bahn auf einen an einem Straßenbahnwagen angehängten ArbeitSvagen der Straßenbahn. Circa vierzig Arbeiter befanden sich auf demselben. Alle sprangen rechtzeitig ab und Niemand wurde verletzt. AlS gestern Morgen der No. 1666 West Market Str. wohnende Arbeiter Zameö William? erwachte, fand er seine Frau todt neben sich im Bette liegen. Sie hatte seit einiger Zeit an Gallensteinbildung gelitten und war um 4 Uhr Morgens aufgestanden, aber vor Schwäche neben dem Bett umgesunken. Ihr Mann hatte sie wieder in'S Bett gehoben, war dann eingeschlafen und alS er um 6 Uhr erwachte fand er sie als Leiche. Kurz nach Mitternacht wurde der Anstreicher Albert Wade, 13 Süd Capital Ave. wohnhaft, an der Kreuzung der West Washington Str. mit der Gürtelbahn von drei Wegelagerern angehalten und um seinen Wochenlohn, . $26.66, beraubt. Einer der Strolche hielt ihm einen Revolver vor und befahl ihm, sich so schnell wie möglich auS dem Staub zu machen. Wade war nicht im Stande die Räuber näher zu beschreiben. Wer einen Catarrb betten will, muß mit dem Blut anfangen. Sood'S Sarsaparilla beseitigt die Ursache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daS Blut reinigt. Ho od'S Pillen wirken milde aber rasch und sicher auf die Leber und den Magen. 26. ThomaS TaggartS Fuhrwerk wurde gestohlen, später jedoch wiedergefunden. Zwei Jungen, John Gorman, 10 Jahre alt und Joseph Campbell 13 Jahre' alt, wurden am Abend wegen DiebstahlS deS Fuhrwerkes verhaftet. Sie wurden heute vom Polizeirichter den Großgeschvorenen zugewiesen, aber auf ihr versprechen zu erscheinen, entlassen.

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