Indiana Tribüne, Volume 22, Number 20, Indianapolis, Marion County, 8 October 1898 — Page 1
o s r sy rlO 0 rl 00 O.O K fi fVs rtf p v v y iy w V WIV w o o w Office : No. IS Güb Maban:a Otraße. Telephon 1171 Indianapolis. Indiano, Samstag, den 8. Gktober (898. Jahrgang SS Siel 20
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Editorielles.
Da hätten wir denn zur AbwechSlung wieder einmal einen Indianeraufstand. In Canada, wo es auch zahlreiche Indianer giebt, kommt so etwaS nicht vor und man darf annehmen, daß in den meisten Fällen vrutalität, Uebervortheilung oder Ungechtigkeit Seiten? Beamter oder der Regierung die Schuld an solchen Auf ständen trägt. Im gegenwartigen Falle wird gesagt. daß den betreffenden Indianern eine andere Reservation zugewiesen wurde, daß sie daraufhin Entschädigung für Gebäude und andere Ameliorationen beanspruchten, eine Forderung, die I man nur gerecht finden kann, daß aber der Congreß dieö verweigerte. Nun sollen die Häuptlinge, welche sich weigern, die alte Reservation zu verlassen, betBafttt WerdkN. Die Auslieferung wurde verweigert. weil die Indianer Ungerechtigleit und Mißhandlung befürchten. Im vorigen Jahre wurde ein Häuptling als Zeuge in einem Strafverfahren nach Duluth in'S Gefängniß geschleppt und danach mittellos auf die Straße gesetzt. sodaß er den weiten Weg nach der Neservation hungernd und bettelnd zurücklegen mußte. Sechs andere junge Indianer, darunter zwei Söhne des Häuptlings, wurden, angeblich ganz ohne Verschulden, in Duluth wegen ordnungswidrigen Betragens auf sechs Wochen in'S Arbeitshaus gesteckt und später ebenfalls ihrem Schicksal überlassen. Daö hat böfeS Blut gemacht und ohnehin find die Indianer der Reservation schon seit Langem durch Uebervortheilungen erbittert, die sie bei der Ausnutzung ihrer F chtenländereien haben erdulden müssen. AuS der Nachbarschaft von CivilisirinK st! fttaif hti ffnnnn i Tirfit , v'-' a; '" linannehmuchkelten entstehen, aber be I.itna mthr & tr t Ali attit und weniaer AflMllxt ,,ss,;, KZ... Klutia, I Nff Mt(IV j ww m w w 9W v n v g w usammenSKe nock immer vermieden ..... ,x ' kONNtN. - Eine Korrespondenz der New I K W nnt Iti( tittt hnn strth fi CVk.V wiuuivgvitMity vvi mvmw v ginnt wie folgt : DaS Großkapital wird den Nahm von Cuba abschöpfen, waS immer auch feine politische Gestaltung in der 3 kunst sein mag. Sn diesem zum größ ten Theile noch jungfräulichen Lande, Hnn tinr fcn fc I ftrf M in htr IVVII III QtHHflVHIIIH V. ganzen Welt nicht ihreS Gleichen stabil, I teiiiiV A O V Im link l Iwiiv 19 yiuiicii unu ivuuciii uuu iuu fendkSltiae iSchl. tragt. Millionen e0n Mksch, Sz!sttnz, Wohlstand, ja Reichthum gewähren und der ganzen Welt ein Paradies erschließen, wie eS sich schöner nicht träumen läßt. Wo man zwanzigmal von derselben Zuckerpstanze ernten kann, wo Gemüse aller Art kaum einen Monat zur völligen Reife bedürfen, wo der Weizen tausendfach die AuSsaat zahlt und Kaffee und Tabak ein Aroma entwickeln, wie nirgends in der Welt, da lohnt fich'S dem Unternehmungsgeist, da wird sich der Reichthum der Welt bis in'S Unendliche vermehren. DaS Tuba, das so lange geschlafen, wird unter der Thätigkeit von Taufen den von Maschinen, wie sie der emsige Geist deS Menschen zum Ersatz der in den Tropen schnellversagenden Körperkraft geschaffen, von Zeit und Distanzen kürzenden Lokomotiven zu einem Leben erwachen, wie noch keine moderne Kolonie eS gesehen. AuS allen Ländern der Welt strömen die erfahrensten. die energischsten Männer herbei, um ihre Kräfte an der Insel zu probirev. die so lauge von den Svaniern mit einer Mauer umgeben war, gegen welche die chinesische reineS Kinderwerk ist. Wissenschaft, KunS und Industrie werden hier in wenig Iahren vollbringen, daß in Zapa Zahrhunderte in Anspruch nahm, sie werden au? der Perle der Antillen die Perle der Welt machen !" Abgesehen von der zutreffenden Bemerkung im Eingänge entwirft der I Korrespondent hier ein wunderschönes Bild, Ein paar Worte über die Kehrteiu hältt er aber aus anbringen können. Wenn Cuba der modernen Industrie erschlossen wird, wenn das I ffl..truu.r .... v v.M n?r. IVülUßlupuui (lujicyi uuv vui tiuyui abschöpft, dann werden auch die unabwendbaren Legleiterschetnunge. nicht, stU bleiben. Ein Proletariat wird erI n r f T, V f ueyen, grauen uno moer eroen rn ! die Fabriken geschleppt, Streiks und
Boycotts werden von schlecht bezahlten
Arbeitern inszenirt werden, die Armuth (nicht deS Krieges, sondern deS Friedens und der Freiheit) wird einziehen, rebellische Arbeiter wird man niederschießen und Millionäre werden die Segnungen einer freien Regierung preisen. MMachriGn. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht und Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 75 Grad, niedrigSe 68 Grad. Die Räumung der Antillen. Washington, 7. Okt. Präfident McKinley hat der RäumungScommission in Porto Rico telegraphirt, die Insel müsse bis zum 18. Okt. von den Spaniern geräumt sein, widrigenfalls die Commission Besitz zu ergreifen und alle RegierungSsunktianen auszuüben habe. Falls die Svanier bis zum 18. Okt. nicht tranSportirt sein können, dürfen ihnen temporäre Quartiere bewilligt werden. In der KabinetSfltzung wurde auch heute erklärt, daß man fortan energisch bezüglich der Räumung CubaS vorgehen wird und der Präsident hat den dortigen Commissären die Erwartung ausgesprochen, daß die Räumung der Insel biS zum 1. Dez vollzogen sein werde, da man sich auf keinen weiteren Verzug einlassen könne, sondern Besitz ergreisen werde. Die Untersuchung der Mi litär-Vervaltung. Washington,?. Oktober. Die Commission zur Untersuchung der Militär - Verwaltung vernahm heute 3 Zeugen, General Greene, welcher an der Schlacht bei Manila betheiligt war, Col. Lee, den Chef - Quartiermeister von Camp ThomaS und Major Hersey, welcher zeitweise RooseveltS Rough RiderS befehligte. Die Zeugen gaben sämmtlich zu, daß in einzelnen Fällen die Leiden und Entsagungen groß gewesen sein mögen, aber alle waren darin einig, daß die große Mehrzahl der Beschwerden übertrieben, wenn nicht ganz grundlos gewesen sind. Sie waren einstimmig darin, daß keine Armee je so reichlich und luzeriöS versorgt worden ist, wie die amerikanische Armee in dem spanischen Kriege. Der Ka mp f mit d en 3 nd i a n e r n.' Walker, Minn., 7. Oktbr. Gen. Bacon kam heute Nacht mit seiner Truppe hier an. Er berichtet, daß er den See entlang allenthalben weiße Flaggen gesehen habe, ein Zeichen, daß die Indianer sich unterworfen. Oberst Harbach und 200 Soldaten find hier und bleiben bis die Unruhen gänzlich vorüber find. Die Zahl der Todten ist sechs, darunter Major WilkinsonVerwundet wurden elf Soldaten und fünf Civilisten. Washington. 7. Okt. Die Berichte vom Schauplätze deS IndianerkampfeS find sehr beruhigend und eS scheint, daß daS Schlimmste vorüber ist. Jedenfalls waren die Rachrichten der Korrespondenten sehr übertrieben. Gen. Bacon telegraphirt, daß die Indianer eine schwere Niederlage erlitten und den Schauploh deS Kampfes ver lassen haben. Gerüchte über den AuS bruch eines allgemeinen Indianeraus stände find zahlreich, aber wie eS scheint, unbegründet. Gen. Bacon telegraphirt ferner, daß er weiter keiner Verstärkung bedürfe und daß zu keiner Zeit die Gefahr einer Niedermehelung seiner Mannschaft be standen habe, Nicht mehr als 25 oder 20 Indianer hätten sich an den Un ruhen betheiligt. Niedergang d eS Populis mus. Atlanta, Ga., 7. Okt. DieMaiorität Allen D. ChandlerS als Gou-dernörS-Kandidat über seinen populi stischen Gegner 3. R. Hogan beträgt 55,000 Stimmen, b h. 20,000 Stirn men mehr, als der demokratische Gou vernörS-ttandidat vor zwei Jahren er Vitlltlt Countie. die damalt W " " ""M populistische Mehrheiten gaben, haben ein vollständigen Umschwung zu Gunsten der Demokraten gezeigt. Die ganze Congreß - Delegation ist dryio krtiscZ.
Daö gelbe gieber.
N e w Z o r k, 7. Okt. Dr. Wm. T. IenkinS von der Gesundheitsbehörde hat folgende Depesche erhalten: Oxford,' Miss , 6. Okt. Dr. Jenkinö, GesundheitS - Kommissär, New Sork. Die Lage ist hier kritisch. Bierzehn Erkrankungen und sechs Todesfälle find vorgekommen. Große Gefahr befürchtet. Ich habe für sechshundert Neger zu sorgen und sie zu ernähren. Wenn möglich schicken Sie unS Hilfe. (Gez). W. C. Heddleftvn. Herr Heddlefton ist Postmeister von Oxford. Jackson, Miss , 7. Okt. Heute wurden hier 6 neue Erkrankungen am gelben Fieber. konstatirt, aber TodeSfälle kamen nicht vor. WZehrere verdächtige Fälle werden beobachtet. Die Auswanderung auS der Stadt, und die Ausdehnung des Fiebers über den Staat dauern fort. In Natchez wurden zwei Erkrankungen gemeldet, in Madison 3, in Harnshaw 2, in gayette 2, in Starkville 1, in TaylorS Station 3 und ein Todesfall. New'OrleanS, 7. Okt. Der Bericht deS Dr. Louchon über den Stand deö gelben Fiebers lautet heute: New Orleans, 1 Fall, kein Todes fall. Wilfon, 13 Fälle, kein Todesfall. Houma, 5 Fälle, kein Todesfall. AuS St. Charles Parish, Waterford und Mt. Mary'ö Plantage wird gelbeS Fieber gemeldet, ist aber bis jetzt noch, nicht bestätigt. West Felicina Parish, 1 Fall, kein Todesfall. Die Fälle in St. Charles Parish sind in einem infizirten Distrikt. Hochwasser im Staat New Jork. Tr oy. N. A, 7. Oktbr. Eine der schlimmsten Ueberschvemmungen, die diesen Theil deS Staates New Fork je heimgesucht haben, hat letzte Nacht und heute daS Hoosac-Thal betroffen und einen Schaden angerichtet, der sich nach Zehntausenden von Dollar? beziffert. ES hatte 18 Stunden lang unaufhörlich geregnet und alle Flußläuse waren durch daS Regenwasser angeschwellt worden. I Hoofick Falls wurden mehrere Gebäude weggewaschen und ein Schaden von $50,000 biS $100, 000 angerichtet. Die Bahndämme find an vielen Stellen unterwaschen und eine Menge Eisenbahnbrucken weggerissen worden. -- George D. Saxton, Schwager des Präsidenten erschossen. Canton, O, 7. Okt. George D. Saxton, ein Bruder der Gattin deS Präsidenten, wurde heute Abend bor der Wohnung der Wittwe Eva L Althouse erschossen. Fünf Schüsse wurden auf ihn abgefeuert und Frau Anna C. George wurde unter dem Verdacht, den Mord begangen zu haben, verhaftet. Frau George ist von ihrem Manne geschieden. Ihr Mann hatte nach erlangte? Scheidung eine Schadenersatzklage gegen Soxton wegen Abspenstigmachung seiner Frau anhängig gemacht. Der Prozeß hatte schon-ver-schieden Instanzen durchlaufen und wurde am Mittwoch durch einen Compromiß erledigt, unter welchem Saxton an George $1,825 zahlte. George soll sich wieder verheirathet haben. grau George hat schon öfter behauptet, daß Soxton sie betrogen und wegen einer Anderen verlassen habe. Sie hat ihm mehrmals Drohbriefe geschrieben und eS schwebt gegen sie-in Folge dessen eine Anklage wegen Ver letzung der Postgesetze im BundeS gerichte. Sie hat sich bis jetzt geweigert. irgend eine der an sie wegen des Mor des gerichteten Fragen zu beantworten Sie sagt, sie werde schon zur geeigneten Zeit sprechen. - Die Moralischen. Newton, 3a., 7. Oktober. Dr. Harrison, ein alter Ansiedler dahier, hat sich durch den Verkauf von WhiS key in seiner Apotheke die Feindschaft unbekannter Personen zugezogen Litte Nacht durde seine Apotheke und ein ihm gehörender Leihstall in Brand gesteckt. Zu gleicher Zeit wurde sein Wohnhaus mit Dynamit theilweise vernichtet. Er und seine Familie ent singen knapp dem Tode.
Manzanillo besetzt.
- H a v a n a, 7. Okt. Eine Depesche auö Manzanillo meldet, daß der Dampser Reina de LoS Angeles, der daS Sternenbanner führt, mit Col. Henry und 400 amerikanischen Soldaten dort angekommen ist. Col. Ray wird morgen von der Stadt Besitz ergreifen. ..... . Die Verhandlungen mit Canada. Quebec, Qe , 7. Okt. Die Mitglieder der internationalen Commisfion werden am nächsten Montag Quebec verlassen und am 1. November zur Fortsetzung ihrer Arbeiten wieder in Washington zusammentreten. Die Commissäre haben über ihre Thätigkeit daS strikteste Geheimniß beobachtet und Senator Fairbanks erklärte heute, daß alle bisher darüber erschienenen Angaben unbegründet waren. Die Insurgenten 9 ' schlagen. M a d r i d, 7. Okt. Eine amtliche Depesche auS Jloilo auf den Philipp!nen meldet, daß die Insurgenten durch die Landung spanischer Truppen daselbst vollständig überrascht wurden und dreihundert Gewehre, vier Kanonen, eine Quantität Munition und eine Fahne zurückließen. Außerdem wurden acht spanische Gefangene befreit. Die Insurgenten wurden zersprengt und der Haupttheil zog sich in die Berge zurück; einige von ihnen haben sich ergeben. Die Geistlichkeit und die Bewohner haben ein Manifest zu Gunsten von Spanien erlassen. In anderen kürzlich stattgehabten Gefechten zwischen den Spaniern und Insurgenten haben die Ersteren 36 Todte verloren. allerlei. Die größte Zuckerfabrik der Welt ist vor einiger Zeit in ihren maschinellen Einrichtungen von der Maschinen - Fabrik GrevenbroichAktien - Gesellschaft" zu Grevenbroich in der preußischen Rheinprovinz herzestellt worden. Es ist das die californische Rübenzucker - Fabrik von Klaus Spreckels, die bei einer Verarbeitung von 60.000 Centner Rüben in 24 Stunden in Bezug auf ihre maschinelle Leistungsfähigkeit unerreicht dastehen wird. Beispielsweise ist die größte Zuckerfabrik in Deutschand gegenwärtig nur im Stande, die Hälfte, d. h. also 30.000 Centner Rüben, in 24 Stunden zu verarbeiten. In dem Hause des Fischers Henry Boerum nahe Greenport auf Long Island lam durch die öxploston eines Gasolin - Ofens ein Brand zum Äusbruche. Die allein anwesende Frau. Boerum sprang auf ihr Fahrrad und fuhr nach Greenport, hier Feuer! rufend. Als die Feuerwehr nach dem Hause kam. stellte es sich heraus, daß Nachbarn den Brand gelöscht hatten, ehe er um sich greifen konnte. Frau Boerum war durch die Fahrt so erschöpft, daß sie vom Rade stürzte. C a p i t ä n B ro o k s v o n der Jacht Fhispa- ist auf seinem Fahrzeug, welches gegenüber der Stadt Sausalito. Cal.. im Strome lag. von zwei Räubern ermordet worden. Diese bestiegen das Fahrzeug' wahrscheinlich in der Meinung, daß es ohne Wächter sei. Sie plünderten die Schränke und wollten mit ihrer Beute bereits wieder in ihrem Kahn nach dem Lande zurückfahren, als Capitän Brooks und ein Gefährte von ihm, die in der Kajüte geschlafen hatten, auf dem Deck erschienen. Es entspann sich ein verzweifelter Kampf, bei welchem Brooks getödtet und sein Gefährte, dessen Name noch nicht ermittelt ist, verwundet wurde. Di? Mörder entkamen in der Dunkelheit. Man hat keine pur von ihnen. Capitän Brooks stand 20 Jahre lang in Diensten von Jsidor Gutte, eines prominenten BersicherungSagenten. und war Commodore des Yacht. - Club? von Sausalito. Wie sehr rn unserem gesegneten Lande die Justizpflege im Argen liegt, beweist der folgende FaU. James Sherlock von Harrison, N. I., wurde vor 2h Jahren wegen eines an einem Kinde begangenen SittlichkeitsVerbrechens zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Sein Anwalt, Senator Daly, appellirte. weil das Kind keine kompetente Zeugin gewesen sei. Die Supreme Court ordnete einen n.?uen Proceß an. doch verlief derselbe resul tatlos. weil das Kind nicht gehörig über die Naiur 'eines Eides instruirt war. Daly beantragte jetzt AbWNsung der Anklage und HilfS-Diftricts-anmalt Van Wifille erhob, keinen Einwand. Rnmehv t der BuMe, Dank der Spitzfindigkeii und RechtsverdreHungers au Km Countygefangnisse entlassen worden. Seine Mutter hat allerdings ein kleines Vermögen ae opfert, aber die Schandthat ist nicht, gerächt. . . ' ' i . . .
500 Jahre auf demselben Hofe sitzt in Kramsk bei Schlc chau auf dem dortigen Schulzenhof dit Familie Korsaek. Ihr und einer au deren Familie wurde in ernem von dem Hochmeister Winrich v. Kniprode mit eigener Hand unterzeichneten, in deut scher Sprache abgefaßten Privilegium freie Fischerei undHolzgerechtigkeit zugewiesen. D e r S olh n d'e's 5ek ann -t e n Romanschriftstellers Robert Caze, der vor zwölf Jahr?n in einem Duell fiel, wurde der Häuptling einer großen Räuberbande, die kürzlich von den Pariser Geschwornen verurtheilt wurde. Die Einbruchdiebstähle der Bande waren so zahlreich, daß die Geschworenen auf 290 Fragen zu antWorten hatten und der Proceß sechs .Tage dauerte. Der junge Caze hatte einen alten AdelstiM seiner Familie, den sein Vater yie gebraucht hatte, wiederaufgenommen und nannte sich Caze de Berzieux. Er spielte auch vor Gericht den feinen Mann, indem er sein Erscheinen verweigerte, weil eine Dame seiner Familie krank sei, die er auf diese Weise schonen wolle. Die Richter zeigten für dl'se Delicatesse wenig Verständniß und verurtheilten den zweiundzwandzigjährigen Räuberhauptmann zu 15 Jahren Haft. Eine Eigenthümlichkeit des Processes war auch, daß im Anklageact eine feine Unterscheidung der befohlenen Personen gemacht wurde. Ein Professor erhielt das beinahe verächtliche Beiwort I. 8u?ur Petit de Juleville, andere erhielten bloß ihren Namen, und nur ein Gerichtsrath bekam das außerhalb der Gerichtsstube selbstverständliche Monsieur. Bei den bestohlenen Frauen wurde nach dem Quartier unterschieden. Eine Bewohnerin der vornehmen Avenue de Villiers wurde dame genannt, eine Bewohnerin des Hallenquartiers dagegen nur fernrne. Belgien besitzt seit Kurzem einen Enoch Arden. Der Mann ist aus Ostende gebürtig, nennt sich Hypolite Lucas und verließ vor mehr als zwanzig Jahren seinen heimathlichen Hafen an Bord eines Schisfes. Das Schiff scheiterte in der Nähe vom Kap der guten Hoffnung; die Mannschaft blieb verschollen und mit ihr auch der damals 20jährige Matrose Lucas. der Weib und Kind in Ostende hinterließ. Nachdem die Frau Jahre lang auf die Heimkehr ihres Gatten gehofft hatte, gab sie den Glauben, er könne noch am Leben sein, schließlich auf und in Uebereinstimmung mit dem englischen Balladendichter fühlte sie, daß ihr verwittwetes" Herz nichtRuhe und Zufriedenheit in der Erinnerung an vergangene Liebesseligkeit finden konnte. Sie entschloß sich daher zu einer zweiten Ehe. und um diese eingehen zu können, ersuchte sie das Gericht, ihren aller Wahrscheinlichkeit nach mit seinem Schiff untergegangenen Gatten öffentlich für todt erklären zu lassen. Zum Entsetzen deS glücklich lebenden PaareS ist jetzt Hypolite Lucas wie ein Schatten aus dem Grabe plötzlich in seine Heimath zurückgekehrt, nachdem er zwanzig Jahre in Südafrika zugebracht hat. Anstatt nun die Situation, die nur eine Folge seines ungehörigen Betragens ist, zu respektiren und heimlich wieder zu verschwinden, wendete er sich direkt an daS Gericht, ließ seine Identität feststellen und verlangte die Nichtigerklärung der zweiten Ehe seiner Frau, die er auf keinen Fall dem Andern überlassen will. Der Kanton Bern hat von der Frau Baronin Antoinette Fidele Zorn von Bulach, geb. von Reinach, Wittwe des BaronS Zorn, Rentiere in Straßburg, eine Besitzung in Vellelay, Gemeinde Saicourt (Berner Jura), um die Summe von 200,000 Francs erworben. Die Besitzung umfaßt 121 Hectaren und 95 Aren. Die auf der Liegenschaft stehenden Oeconomiegebäude haben einen Werth von 88.000 Francs. Bern hat in Bellelay eine Anstalt für unheilbare Geiste'skranke errichtet. Das erworbene Gut dient zur Arrondirung, ferner ist beabsichtigt, darauf eine landwirthschaftliche Musterwirthschaft zu errichten. JnFriedrichsruhsind die FundamentirungSarbeiten für das Mausoleum schon beendet. Die Länge beträgt 27 Meter bei entsprechender Breite. Die Mauern sind sehr stark. Es wird eine Haupt- und Nebengruft angelegt. Die Höhe des Oberbaues foll 7 9 Meter betragen, die deö KuppelbaueS entsprechend mehr. DerBau wird auf der waldumsäumten Höhe errichtet. die sich dem Schlosse gegenüber, jenseit deö Bahndammes erhebt. Die Lage der Grabmalstätte ist ergreifend schön, der Blick von dort aus die Landschaft herrlich und die Ruhestatte des Fürsten BiSmarck wird nach ihrer Vollendung einen eindrucksvollen Anhltä darbieten. Das Bauwerk dürfte biS zum Spätherbst soweit fertig sein, daß die Beisetzung erfolgen kann, wenn anch die Ausschmückung durch Makrei u, s. w. dann noch nicht v.alle.net.sein kann. '' Uheumatisrnuk im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, ülbogen oder Handgelenken ensteht durch zu viel Saure im Blut. Hood'S Varsaparilla Heilt Rheumatismus. Ho ob's Willen find die beste Nbfübr-und Leber-Medizin für FamilitiZtbrauij. 25',
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