Indiana Tribüne, Volume 22, Number 17, Indianapolis, Marion County, 5 October 1898 — Page 1
' A 0 rl o a cs H r rlC ft k a v y lUVo w iy y w v k W iy y w Ossi: No. 18 Oiw Mabaa Otrasze. Telephon I17Ii Indianapolis. Indiana, TNittwoch, den 5. Oktober J898. Jahrgang SS, cll7
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(Lditorielles.
Der Annahme einer gemeinen Geldspijbüberei als Grundlage deS DrehfuS-SkandalS schließt sich der be kannte Elsässer TageSschriftstiller Pa, cal David an, der in Frankreich zahl reiche Blutsverwandte und sonstige Verbindungen hat, die ihm schon oft einen guten Einblick unter die Oberflache der dortigen Vorgange gestattet haben. ES gab, wie er hervorhebt, im Pariser militärischen Nachrichten-Bu-reau Gelder von bedeutendem Belang, mit denen Diejenigen belohnt wurden, die fremden Spionagen auf die Spur kamen. Um diese Belohnungen zu erlangen, skjen häufig derartige angebliche Aufspürungen erdichtet worden und die so findigen Herren verschafften sich in solcher Weise ein nicht unbedeutendes völlig mühelose? Nebeneinkommen. Diese Gelder und dieses Nebeneinkommen für gewisse Leute seien aber von Hauptmann DreyfuS, als er einmal festen Fuß im Nachrichtenbureau zu haben glaubte, gesperrt worden. SaS Motiv" seiner Vernichtung wäre also, wenn nicht gesunden, doch zum mindestens deutlich in die GesichtSweite gerückt. , Generaladjutant Eorbin macht bekannt, daß die Gesammtzahl der seit Beginn deö Krieges gestorbenen Solbaten sich auf 2910 belaufe. Davon starben 2565 in Folge von Krankheien. ES wird hinzugefügt, daß diese Zahl von Todten in einer Armee von 272,000 Mann innerhalb fünf Monate keine größere Sterblichkeitsrate aufweise als sie in den Städten des SandeS herrsche, wo sie zwischen achtzehn und dreißig per Tausend variire. Sollte der Herr Generaladjutant eS absichtlich auf Tauschung abgesehen haben, oder sollte er ein schlechter Staistiker sein ? Die Sterblichkeitsrate in einer Stadt wird doch nicht nach der Zahl der jungen Manner berechnet, die nach ärzt Ucher Untersuchung kerngesund find und dann plöglich erkranken, sondern nach der Zahl aller, welche sterben und von denen die meisten im zarten KindeSalter, diele im Greisenalter stehen, viele mit erblichen Gebrechen behastet sind usw. usw. Der Vergleich macht dem GeneralAdjutanten keine Ehre, denn wenn der Mensch einmal daS achtzehnte Lebensahr erreicht hat und gesund und kräfig ist, dann hat er unter gewöhnlichen Umständen Aussicht noch lange zu leben. Noch immer glauben viele Arbeier an daS Märchen von der europäichen Pauperarbeit im Vergleiche zu welcher die Arbeit in Amerika glänzend bezahlt wird. DaS Ergebniß einer Untersuchung seitens deS American Wool and Cotton Reporter", eines in Philadelphia erscheinenden FachblatteS ist in dieser Beziehung sehr interessant. Die Untersuchung wurde von dem Blatte keineswegs den Arbeitern zuliebe angestellt, sondern zu dem Zwecke, die kürzlichen Lohnherabsetzungen in den Spinnereien und Webereien NeuEnglands durch HinaweiS auf die Konkurrenz der Spinnereien im Süden zu rechtfertigen. Daß daS Ergebniß der Untersuchung mehr beweist alS man beweisen wollte, dafür kann daS Blatt nichts. ES ergiebt sich nämlich daß der amerikanische Weber schlechter bezahlt ist, alS der Pauper-Weber" in England und zwar nicht nur relativ, sodern in vielen Fällen auch absolut. Der Reporter" weift an diversen Bei spielen nach, daß der amerikanische Weber durchgängig eine größere Quan tität produzirt, alS der englische, aber gar nicht im Verhältniß bezahlt wird. Hier find einige Beispiele, die er anführt : Der amerikanische Weber ar beitet an acht bis zehn gewöhnlichen Webftühlen oder an 16 bis 24 SelsseederS" und verdient 6 bis v Dollars per Woche. Der englische Weber hat vier Webstühle und erhält $5 per Woche, also verhältnißmäßig mehr alS der Amerikaner. Für Satin, 42 Zoll breit erhält der amerikanische Weber $1.10 sür 106 IardS,der englische aber $1.23. Für 106 SardS Shirting er hält der amerikanische Weber 20, der britische aber 56 Cents. An einem Satin-Stuhl daS Tuch 40 Centimeter breit, erhält der Amerikaner $1 90 für 20 SardS, der Engländer $2 02 oder $1.12 mehr als der Amerikaner. Und so veiter.
Wir sehen da, daß in verschiedenen
Fällen der amerikanische Weber allerdingS eine größere Geldsumme verdient als der englische, der Unterschied in der ArbeitSleiSung ist aber enorm und der amerikanische Lohn ist in sei nem Verhältniß zum Produkt viel kleiner als der englische. Die Nutzanwendung, die sich sür den amerikanischen Arbeiter auS dieser Thatsache ergiebt, ist, daß der Schutzzoll ihm nichts nützt, sondern dem Fabrikanten lediglich die Erzielung hoher Preise ermöglicht, weil ihm die Konkurrenz deS ausländischen Fabrikanten fern gehalten wird. VrchlNllksjrWll. Wetterbericht. Kälteres, schönes Wetter heute Nacht und morgen. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 74 Grad, niedrigke 68 Grad. In Colorado und NebraSka steht die Temperatur unter dem Gefrierpunkt. Die Untersuchung. Washington, 4. Okt. Gen. Wheeler befand sich heute vor der UntersuchungScornmisfion. Er belobte im Allgemeinen die Ossiziere und die Truppen sehr. Beim Durchwaten deS FlusseS San Juan mußten Offiziere ihr Gepäck ebenso tragen, wie die Gemeinen, nachher wie diese zu Fuße g?hen und auf der bloßen Erde schlafen. Er sagte, er habe nicht begreifen können, warum die Spanier keinen AuSfall machten. Er habe General Toral darüber befragt und dieser habe gesagt, seine Soldaten hätten wunde Füße gehabt. DieS sei aber nicht der Fall gewesen. Wahrscheinlich wagten die Spanier eS nicht, den Amerikanern in offenem Felde entgegenzutreten. An Proviant habe eS niemals gefehlt, ob eS an der nöthigen SanitälSauSstattung fehlte, könne er auS eigener Beobachtung nicht sagen. 3m Allgemeinen, sagte Gen. Wheeler hätten die Regulären sich alS bessere Soldaten erwiesen als die Freiwilligen. Die vielen Erkrankungen seien dem Klima zuzuschreiben, er kenne keinen Fall, daß ein Soldat auS Mangel an Pflege gestorben sei. Jeder Klage, die ihm zu Ohren kam, habe er sofort abgeholfen. In Bezug auf Camp Wykoff sagte er, daß, nachdem ihm der Präsident den Befehl über dasselbe übertragen habe, er AlleS gethan habe, waS zum Wohle der Soldaten geschehen konnte. Er habe Brunnen graben, Wasserröhrer. legen, Hospitäler errichten, die Zelte mit Fußböden versehen lassen und er könne sagen, daß keine Armee aus Erden je besser mit Nahrungsmitteln und Delikatessen versehen war, als Camp Wykoff. Bloß 260 Mann seien im Lager gestarben und eS sei wunderbar, daß kein gelbeS Fieber auSgebrochen fei. Die Errichtung deS. LagerS sei eine Nothwendigkeit gewesen. Wenn man die Soldaten, die von Santiago kamen, direkt in ihre Heimath oder in Städte geschickt hätte, so hätte sich auS Furcht vor der Möglichkeit deS AuSbrucheS von Gelbfieber ein Sturm der Cntrüftung allenthalben erhoben. Er zweifle gar nicht, daß einzelne Falle der Vernachlässigung vorkam:, aber das seien Ausnahmen gewesen. ES sei auch richtig, daß eS vorkam, daß Aerzte und Angestellte von den für die Hospitäler bestimmten Delikatessen und speziell ApollinariS Wasser nahmen, aber er habe die Betreffenden sofort verhaften lassen. MIM ES heißt. Washington, 4. Oktober. SS heißt, daß der Präsident sich geweigert habe, Agoncillo, den Agenten der Phi lippiner, zu empfangen, doch konnte darüber nichts Bestimmtes ermittelt werden. Sine Verschwörung. Philadelphia, Okt. ChaS. H. McKee von PittSburg, Bundessenator Quay und Andere sind verhastet und unter $5000 Bürgschaft gestellt worden. Sie sind angeklagt der Verschwörung zur Benützung von StaatSgeldern für SpekulationSzwecke. Der Streik in Pana. P a n a, 3ll., 6. Okt. Heute Abend kam vieder ein Eisenbahnzug voll Neger von Birmingham, Alabama, an,
welche die streikenden Bergleute zu er
setzen bestimmt find. 3m Bahnhof befand sich eine große Zahl von Sheriffsgehilfen und eine Abtheilung Miliz, um Gewaltthätigkeiten zu.verhlndern. Richard Katzenmayer t o d t. NevJork,4 Oktober. Richard Katzenmayer, welcher seit vielen 3ahren Präsident deS Vereins Arionö und Beamter vieler anderer deutfch-ameri-kanischer Vereine war, ist im Alter von 59 Jahren heute plötzlich gestorben. -.- Schneesturm. St. Paul, 4. Okt. Vom außersten Nordwesten Minnesota wird der erste Schneesturm dieser Saison berichtet. 9Rev. Mc3ntyreS Pro z e ß. Denver, Col., 4. Okt. Als heute der Prozaegen Rev. 3os. P. Mc3atyre, Kapld'öon Schlachtschiff Oregon", wieder aufgenommen wurde, wurde der Angeklagte nochmals auf den Zeugenstand gerufen und sprach über die unablässigen Anftrengungen der Blockade von Santiago etc. etc Auf Befragen deö 3udge Advocate erklärte Me3nthre, er könne sich nicht entsinnen, was er in seiner Vorlesung vom 18. August gesagt habe, uud er sei erst daraus versallen, daß er etwa? gesagt habe, waS er nicht sagen wollte. alS er daS kühle Benehmen etlicher seiner Freunde gegen ihn bemerkte. Er erfuhr dieS erst etliche Tage nachdem er dem Marinesekretär geschrieben hatte, er habe die Aeußerungen nicht gethan, welche die Zeitungen ihm beilegten, aber er glaubte damals, die Arrangements für ein Kriegsgericht seien zu weit vorgeschritten, alS daß weitere Erklärungen noch Nutzen haben könnten. Der Kaplan versicherte, er habe Capt. Robley D. EvanS nie verhöhnen vollen, und er habe nie andnS als mit der höchsten Achtung über ihn sprechen hören. Der 3udge Advocate verlaS dann die Interview, welche der Angeklagte mit Blättern in Denver gehabt bben soll, und von denen Mc3nthre etliche alö falsch dargestellt bezeichnet hat. 3n einem dieser 3nterviewS soll er gesagt haben, die östlichen Schiffsbaue? hätten die Regierung beschwindelt. Während der Besprechung dieser InterviewS trat Vertagung ein. ., DaS gelbeFieber. New Orleans, 4. Okt. Dr. Souchon erstattet folgenden Bericht über das gelbe Fieber : New Orleans Fünf Erkrankungen, ein Todesfall. Franklin Sieben Erkrankungen, kein Todesfall. Wilson Vier Ekrankungen, kein Todesfall. Baton Rouge Eine Erkrankung, kein Todesfall. Die Waldbrände. Hudson, WiS., 4. Oktober. Die Waldbrände find noch nicht gelöscht. Die Brände erstrecken sich 20 Meilen nördlich und östlich von Turtle Lake. Die Ansiedler stehen jedoch nicht' in Gefahr, denn die Brände sind weit von ihren Heimstätten entfernt. Die Leiden und Entbehrungen der Farmer fangen jetzt erst an, sehr fühlbar zu werden, denn die LebenSmittel gehen auf die Neige und in Folge deS unablässigen AnkämpsenS gegen daS Feuerneer sind die Leute auch bis auf den Tod erschöpft. Die Aerzte befürchten den AuSbruch einer TyphuSepidemie und hegen den schlichten Wunsch, daß Diejenigen, die um ihr Hab und Gut gekommen sind, möglichst bald unter Obdach gebracht werden. Sn Rice Lake wurde heute eine Masse Vorräthe für die Abgebranten gesammelt; aber im Vergleich zu den vedürfnissen sind diese Sammlungen verschwindend gering, denn die Zahl der Unterstützungsbedürftigen steigt von Stunde zu Stunde. Die Schätzungen der hilfsbedürftigen Familien in Baron County auf 250 bleiben weit hinter der Wirklichkeit zurück und außerdem befinden sich auch hilfsbedürftige Familien in einzelnen Strichen der CountieS Chippeva, Polk, Washburn und Sawyer, und viele Familien der Branddiftrikte wohnen so weit von Eisenbahnen und frequentirten Landstraßen ab, daß man
nicht einmal weiß, ob dieselben todt
oder am Leben sind. Abgesehen von den Verlusten in Farmeigenthnm, welche sich in Barron County allein auf $400.000 beziffern werden, haben die Holzgesellschaften einen ungeheuren Schaden an ihrem auf dem Stamme befindlichen Holze erlitten. Die Verluste der KnappStout. Gesellschaft find die schwersten denn sie büßte nebst $20,000 an Gebänden und Getreide ungefähr 50.000,000 Fuß Fichtenholz auf dem Stamme ein, daS einen Werth von etwa 7 DollarS pro Tausend repräsentier. DerFall DreyfuS. Paris, 6. Okt. ES wird halboffiziell 'berichtet, daß der GeneralProkurator dem KassationShof einen Bericht übergeben habe, welcher die Revision -deS DrehfuSprozesseS sicher stellt. OHissS.NachrlHten. Angekommen in : N e v I o r k : Kaiser Wilhelm der Große" und Southwark" von Bremen und Southampton. Southampton: Kaiser Friederich" von New Fork nach Bremen. Gibraltar: EmS" von New Fork nach Neapel. M o v i l l e : Furnessia" von New Sork. Boulogne: MaaSdam" von New Jork. Copenhagen: Hekla" von New Sork. Bremen: Weimar" von New Sork. allerlei. Der 28jährige Louis Fischer in Paterson, N. I.. liegt mit einer Schußwunde im Kopf schlimm verletzt im dortigen General-Hospital darnieder. Er hatte .ait John Martin einen Jagdausflug unternommen und war nahePreakneß Mountain auf zwei fremde Jäger gestoßen, mit denen eine Kneiperei inscenirt wurde. Als Fi scher schließlich Martin ersuchte, einen Apfel von seinem Kopse herunterzuschießen, ergriff plötzlich einer der Fremden seine Flinte und feuerte auf ersteren. Die Kugel riß einen halbmondsörmigen Streifen der Kopfhaut ab und Fischer stürzte bewußtlos nieder. Die Identität des Schützen, der nach der That mit seinem Freunde das Weite suchte, versucht die Polizei festzustellen. Ein Druck auf einen des irischen Knopf, eine furchtbare Efplosion, hoch in die Luft fliegende Trüm mer. eine dicke Rauchwolke, dann tiefe Stille die Onondoga", einst der stolzeste Dampfer der Seneca SeeLinie, war zerschmettert, und ihre Trümmer versanken bei Geneva, N. ?).. in der schäumenden Fluth. 5000 Menschm wohnten dem seltsamen Schauspiel bei. und als es vorüber war. hatten Alle eine höhere Achtung vor der furchtbaren Macht moderner Erplosivstoffe erhalten. Die Onondoga," ein 260 Fuß langer. 44 Fuß dreiter Dampfer, war vor fast 40 Jahren gebaut, diente während des Bürgerkrieges als Truppentransportschiff und wurde dann umgebaut, um jährelang den See zu befahren. Vor mehreren Jahren wurde er ausrangirt und während des Winters campirte eine gestrandete Schauspielerfamilie darin, deren Mitglieder an Blattern litten. Nun endlich wurde daö alte Schiff benutzt, um eine submarine Mine an ihm zu erproben, und die Sprengung wurde programmmäßig vollzogen. Der Anblick war großartig. Der .Baron- Gustavvon Gotthardt, angeblich ein Schweizer aus Luzern. welcher Frl.-Bertha Wagner von Bankton, S. Dacota, heirathete. hat die junge Frau im Stich gelassen und sich aus dem Staube gemacht. Er gewann daö Vertrauen der Mutter des betrogenen Mädchens durch Borzeigung zahlreicher Dokumente aus dem alten Vaterlande, welche mit Siegeln versehen waren, also den Stempel der Echtheit trugen, und durch Aufschneidereien von seinem fabelhaftem Reichthum. Die Mutter und Tochter ließen sich bethören und Bertha Wagner träumte von nichts mehr als von der Eleganz ihres zukünftigen Lebens an der Seite ihres distivguirten Gatten. Als Baronin in der Schweiz zu leben, schien ihr daö höchste Lebensglück. Kurzum die Hochzeit wurde mit Glanz gefeiert. Noch an demselben Tage reiste der schweizerische Edelmann mit seiner Neuangetrauten und der Mutter, resp. Schwiegermutter über Niagara Falls nach New York, um Passage auf einem Europadampfer zu nehmen. Sie stiegen in eineneleganten Hotel ab und dort ließ er die junge Frau und Schwiegermutter nach einigen Tagen Aufenthalt sitzen. Man hat seitdem nichts mehr von ihm keleben. . . . .
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