Indiana Tribüne, Volume 22, Number 15, Indianapolis, Marion County, 3 October 1898 — Page 1
0 Y r o VI W TVO ftC Mi O K LUV w y w w y o o V Office : No. 18 Süd Alabama Otrasze. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiano, Montag, den 3. Gktober (898. Jahrgang SS. 5tell5
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Wetterbericht. Schöne Wetter heute Nacht, morgen trübe, kühler und Regenschauer. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 83 Grad, niedrigke 67 Grad. m D i e Untersuchung. Washington, 2. Ott. Der Untersuchung? - Ausschuß beschäftigte sich gestern hauptsächlich mit dem von Nelson Hersh für die New Jork World eingereichten Dokument, daS21 Seiten umfaßt. Dasselbe bezieht sich Haupt sächlich aus Camp Wikoss. ES heißt, daß Montauk Point, als eS ausgesucht wurde, eine völlige Einöde war. AlS die ersten 275 Soldaten ankamen, am 8 August, war Nichts vorbereitet; sie mußten ohne Zelte nur unter ihren Decken im Freien schlafen. DaS war elf Tage nach der Wahl deS PlaheS. Am 10. August hatten die Kranken noch weder die nöthigen Medizinen noch ordentliche Pflege. Innerhalb von 24 Stunden habe ihre einzige Nahrung aus einem Glase saurer Milch bestanden. DaS Kriegsdepartement habe fortwährend seine Pläne.gewechselt. Gen. Joung seien nur sechs Tage Zeit für die Vorbereitung gegeben worden, während 14 Tage nöthig gewesen seien. Am 14. August besuchte Dr. Kdson daS Lager. Er fand, daß die 14.000 Mann, welche dort lagen, auf den Fort Pond, einen Teich ohne Zufluß und ohne Abfluß, für die Wasserzufuhr angewiesen waren, und daß in dieseS Gewässer die Spülwasser deS Lager? eindrangen. Eine Gallone dieses Wasserö enthielt 90 Gran Salz. Daraus entstanden Krankheiten, der Teich war eine fortgese.te Gefahr. Am 30. August waren von 20,000 Mann 1300 im Hospital. Die Regulären hatten nicht einmal die nothwendigsten LebenSmittel, und waren seit drei Monaten ohne Löhnung. Angestellte Aerzte lebten aus Kosten ihrer Patienten. Nach dem Frühstück der Aerzte wurden 25 Apolli-nariS-Wasser-Flaschen auf den Tischen gezählt, welche den Hospiial-Vorräthen entnommen gewesen sein sollen. Dann folgen Einzelnheiten über den Tod deS Soldaten Parrett, den Dr. Tabor nicht in das Hospital ausnehmen wollte, weil er nicht krank sei. ES wird behauvtet, daß am 5. Sept. Dr. Lee nur 15 Kranke auf den Zug bringen konnte, weil die Ambulanzen benuht wurden, um Ausflügler herumzufahren. 3n Folge dieseS Vorkommnisse? habe dann Gen. Ioung die Benutzung der Ambulanzen für Andere als Kranke derboten. Die angeführten Zeugen find Gen. Wheeler, Gen. Joung, Oberst Forwood, Maj. Brown, Dr. Senn, Dr. Edson. Dr. S. H. Doty, Frl. Helen Gould, Dr. W. T. JenkinS, Bankier William Smith, Dr. Linn, 13. Jnf., und Dr. Ameö, 10. Jnf. Die Streiker auö Pana. Washington, 3nd., 2. Okt. In unserer Stadt herrschte heute Abend grvße Ausregung. Etwa 150 Kohlengräber auS Pana, 3llS , erschienen hier heute Nachmittag und vereinigten sich mit den hiesigen Union-Kohlengräbern aus den gairgroundS. Heute Abend um 10 Uhr sammelten sie sich maSkirt und besuchten alle Barracken, in denen farbige Kohlengräber wohnen. Etwa 50 Neger wurden herausgeholt und mit vorgehaltenen Revolvern auS der Stadt getrieben. Auf einen Neger, der nicht gehen wollte, wurde gefeuert, und er dürfte getödtet sein. Die Polizei konnte nicht? thun. Ein Polizist Na menS Anderson tannon, der die Leute aufforderte, sich zu zerstreuen, wurde mit Revolvern bedroht. Die MaSkirten bemächtigten sich der Stadt. Polizeichef Call gab den Feueralarm und bot die Bürger auf, um den Frieden aufrecht zu erhalten. Mehrere wurden vereidigt, und wenn eS nun Krawall giebt, so wird eS zum Blutvergießen kommen. Zur Stunde drängen sich die Leute auf den Straßen. Die MaSkirten haben sich der borgen, und werde wahrscheinlich ei neu neuen Angriff auf die Negerwoh nungen machen. Etwa 50 Farbige haben erklärt sie würden eher Serben als die Stadt verlassen. Colorado Spring Flammen. in Denver. Eol., 2. Oktober. In Colorado SpringS ist Feuer auSge-
brachen, daS den Geschästötheil der Stadt zu zerstören droht. Eö brach im
Frachtbahnhof der Denver & Rio Grande R. R. auS. Starker Wind trieb die Flammen über den Viaduct, und sie dringen an der umerfaneStraße vor. DaS AntlerS Hotel, daö größte Hotel im Westen, steht in Flam men. Der Mayor von Denver ist tele graphisch um Hilfe angegangen wor den. - Sie haben sie. London, 2. Okt. Dr. Nancy Guilsord, die von der Polizei wegen deS Morde? in Bridgeport gesucht wird, ist verhastet worden. Der Filipino-Eongreß. Manila, 2. Okt. Die NationalVersammlung in MaloloS hat Aguinaldo eine Civilliste von $75,0ft) be willigt, dieser aber hat sich geweigert, Geld anzunehmen, bis die Armee ihre Löhnung erhalten hat. Der Sprecher des Hauseö Palerno versuchte eine Remuneration sür seine Amtsührung durchzusetzen, hatte aber damit kein Glück. Jetzt beräth die Versammlung die Constitulion. Die spanischen Behörden tslegraphiren nach Madrid, um die Freilassung der Gefangenen durchzusetzen. Wie man auS den Provinzen erfährt, find die Insurgenten entschlossen, eine Garantie günstiger Bedingungen zu erlangen, ehe sie ihre Gefangenen freigeben und eö ist sicher, daß sie daö theuer erkaufte Gebiet nicht leicht aufgeben werden. DerThronwechsel i n Ch in a. Lond on, 2. Oktbr. DaS Hauptintetesse ist hier auf die Ereignisse in China gerichtet. Daß der Kaiser umgebracht wurde, wird nicht mehr bezwefelt, desto ungewisser erscheint die zukünftige Gestaltung der Dinge im himmlischen Reiche. Alle? Wahrscheinlichkeit nach wird Iin, ein Enkel deS Prinzen Kung, den Thron bestergen. Falls dleS de? Fall sein sollte, wird die Kaiserin - Wittwe einen schweren Stand haben, da der Prinz einen ausgesprochenen Eigenwillen hat und in seiner Borliebe sür zeitgemäße Reformen in China dem ermordeten Kaiser nicht weit nachsteht. Personen, die ihn kennen, erklären, daß davon nicht die Rede sein könne, daß der Prinz sich zu einer Puppe in den Händen der Kaiserin-Wittwe hergeben würde. UebrigenS soll auch die Kaiserin-Wittroe nicht allen europäischen Reformen abgeneigt sein und in ihrem PalaiS sogar die elektrische Beleuchtung eingeführt haben. Die Zeit für die Fortsetzung der alten chinesischen Politik der völligen Abschließung von dem Auslande ist. unwiederbringlich vorüber und die jungchinesische Partei zu mächtig, um nicht ihren Einfluß auf künftige Gestaltung der Dinge auözuüben. Allerlei 3 n t e ? e ss a n t e ö. London, 2 Okt. In de? Aufregung über die DreysuS-Sache ist eine Pause eingetreten. Die Dokumente sind dem Cassationöhof eingereicht worden, der aber kaum vor Januar zu einer Entscheidung gelangen wird. Die Vorarbeiten werden drei Wochen in Anspruch nehmen, sodaß die Sache nicht vor Ende Oktober vor daö Gericht gelangen kann. Die Sache wäre einfacher. wenn eine Aushebung deS Urtheils statt einer Revision beantragt wäre. Aber bei einer UrtheilS-Auf-Hebung hätte die Frage der Verantwortung erledigt werden müssen, und daö sollte vermieden werden. Wenn eine Revision verfügt wird, so kommt die Sache wieder vor ein Kriegsgericht das wieder geheim geführt werden kann. Der Cassationöhof hat aber das Recht, ein öffentliches Verfahren anzuordnen, und die Vorführung von DreyfuS zu deeretiren. Der Papst hat die Geistlichkeit angewiesen, ihren Widerstand gegen die Revision einzustellen. DaS ist ein Schlag für die Jesuiten, welche aus Seite der Militärbehörden standen und die Libreparole controliren. Der Oberst-Lieut. Piequart wird strengsten? abgeschlossen gehalten. Keine mündliche oder schriftliche Mittheilung darf an ihn gelangen, er erhält keine Lücher und kein Schreibmaterial. Zwei Soldaten bringen ihm daS Essen, und sie müssen bei ihm bleiben, während er die Mahlzeit einnimmt. Aber sie dürfen nicht zu ihm sprechen.
Politisch bilden China, Egypten und
DreyfuS die Angelpunkte deö allgemeinen Interesse. Die Zeitungen wid- . : .i i:.e (ti.Mi ft,ktkB in eil jci'cin uiccc ji(uip ipuiiiMtuiig Artikel. DaS Haupt-Interesse gilt aber momentan China, wo daS Schicksal deS Kaiser? noch ungewiß ist, obgleich man allgemein annimmt, daß die Kaiserin-Wittwe ihn hat umbringen lassen. Man weiß, daß der Kaiser sich dem Christenthum zuneigte,, eö heißt sogar, er habe die Werke deS ConfuciuS im Palast verbrennen lassen. Der Mann, der den Thron besteigen wird ist Sin, ein Enkel deS Prinzen Kung. Er ist ein gut aussehender, intelligenter junger Mann, mit entschieden fremden-freundlichen Ansichten. Engländer, die ihn kennen, behaupten, er werde nicht, wie sein Vorgänger, eine Puppe sein. Er ist Willensstärke? und mit de? verwittweten Kaiserin nicht verwandt. Dr. Dudgeon von Peking, der einzige Ausländer, der je beim Prinzen Ain gespeist hat, behauptet, die Kaise-rin-Wittwe sei durchaus nicht antifortschrittlich. Aus ihre Veranlassung wurde daS elektrische Licht in dem Palaste eingeführt, deSgl. eine Eisenbahn und eine elektrische Launch in die kaiserlichen Anlagen gebracht. Auch soll sie den Ideen deS Westens zugänglich sein. Man sagt, die Entlassung Li Hung TschangS, deS Verbündeten der Kaiserin, und dann der starke von Rußland geübte Druck, welches daS Gelingen der Mission deS Marquis 3to fürchtete, seien die wahren Gründe sür die Entthronung deS Kaisers gewesen. Aber die Zeit sür daS Fortbestehen deö alten Regimes ist unwiderbringlich vorüber. Die jung. chinesische Partei wird sich bei den jetzigen Zuständen nicht beruhigen. Kang Auwei, der flüchtige Cantoner Reformer, ter in Hongkong unter englischem Schutze in Sicherheit ist. gilt a!S der moderne Weise China?. Er ist der Führer der Reform-Partei und der Gründer der Gesellschaft gegen da? Verkrüppeln der Frauensüße. allerlei. Seit 20 Jahren führte Oscar Ward inHackenjack einen Kampf um eine Schankllcenz und ictjt hat er sie endlich erhalten. Vor 20 Jahren wurde die Licenz seinem Vater genommen, weil er am Sonnlag Getränke verkaufte. Seither bat sich der Sohn Jahr für Jahr um eine Licenz bemüht. und ledesmal wurde sie ihm ln Folge der Opposition einer Anzahl Bürger verweigert. Der Streit um die Licenz erstreckte sich über immer weitere Kreise und wurde mit großer Erbitterung geführt. Das einzige Argument der Gegner war, daß eine Wirthschaft genug für den Ort sei. Dieser Tage kam das Gesuch abermals zur VerHandlung. Richter Zabriskie sak von 10 Uhr Morgens bis Mitternacht, um dem Vezanr der Anwälte zuzuhören, und dann bewilligte er Ward die Schanklicenz. Vor den Augen der Mutt e r fand der 5 Jahre alte John Murray von No. 103 John Str., Brooklyn, sein Grab in den Wellen des East Rivers. Die Frau ging mit dem Knaben, der an einem Augenllbel litt und deshalb eine Binde trug, am Ufer spazieren. Sie betraten das Dock am Fuße der Bridge Str. und während die Mutter sich umwandte, kletterte derKnabe über den Balken am Rande desLandungsplatzcs und stürzte kopfüber in die Fluth hinab. Die Mutter salz erst, alö der Körper des Knaben auf daö Wasser klatschend niederfiel, was geschehen und schrie laut um Hilfe, dock vergeblich. Ihr Söhnchen sank in die Tiefe. Die arme Mutter verfiel nach dem schrecklichen Geschehniß in Krämpfe und mußte in einem Wagen nach ihrer Behausung geschafft werden. JnElizabeth. N. J.,hatein schrecklicher Vorfall großes Aufsehen erregt. Lewis R. Smith, ein Eisenbahn - Agent, Vater von zwei Kindern und Wittwer, drang in daS Haus von W. S. Pugh, in dem ein junges Mädchen wohnte, mit dem er verlobt gewesen war. Smith versteckte sich unter dem Bette des Mädchens und als sie ihn entdeckte, rief sie um Hilfe, da sie nichts mehr von Smith wissen wollte. Pugh eilte herbei und wurde von Smith durch einen Schuß an einer Hand verwundet. Auf die herbeieilende Frau Pugh, die ihren Mann schützen wollte, versuchte Smith dreimal zu feuern, doch versagte seine Waffe. Das Mädchen fiel ohnmächtig zu Boden und Smith, der glaubte, er habe Pugh getödtet, eilte fort, warf sich unter die Räder einer heranfahrenden Lokomotive und fand einen schrecklichen Tod. Weil sie sich kein künstliches Bein anschaffen konnte, hat die.
13 - jah?ige Tochter der Frau Emma
Anderson in Eouncil Bluffs, Ja., Selbstmord begangen. Vor mehreren Jahren hatte die kleine Susie bei einem Eisenbahnunfall ihr rechtes Bein verloren, und ihre Eltern waren nicht im Stande, ihr ein künstliches Bein zu kaufen. Das Mädchen war über die Verkrüppelung untröstlich und nahm sich dieselbe außerordentlich stark zu Herzen. Schließlich sagte ihr die Mutter, daß, wenn sie von verschiedenen Familien das Geld holen wollte, das sie für ihr Waschen schuldeten, sie ihr ein hölzernes Bein kaufen könnte. Das Kind war darüber voller Freude und brachte den ganzen Nachmittag damit zu, um das Geld zu collectiren. Unter allerhand Vorwänden aber vertrösteten die betreffenden Familien das Mädchen. das am Abend bitterlich weinend nach Hause zurückkehrte. Susie war untröstlich und ging weinend zu Bett, und am Morgen fand man sie todt auf ihrem Lager. Sie hatte Morphium genomme. C. C. Cunningham au? Milton, Q.r., erschoß auf dem BahnHofe der Oregon Nailway & Navigation Co." zu Pendleton den dort angestellten C. O. Voung, während derselbe Nichts ahnend dastand, und sich mit Frau Julius E. Worcester und deren Tochter Effie unterhielt. Nachdem der Mörder,' welcher sinnlos betrunken war, und das Verbrechen ohne die geringste Veranlassung beging, Joung getödtet hatte, verwundete er Frau Worcester lebensqefährlich und verfolgte Frl. Effie Worcester. Er feuerte drei Mal auf letztere, ohne sie zu treffen, und das Mädchen suchte schließlich Zuflucht in einer Wirthschaft. Cunningham verfolgte die Flüchtige in's Innere und drückte dann seinen Revolver noch zwei Mal auf Frau Johnson, die Gattin des Eigenthümers, ab. Alle Patronen waren indessen jetzt verschossen und derMoro&sva VntVt (44 ' H wVj ch'en'z'w ei Berliner Kaufmannslehrlingen hat dieser Tage ein' Duell stattgefunden. Der 17-jäh-rige Sohn des Baumeisters Sch. aus der Katzbachstraße liebte- eine 16 Jahre alte Verkäuferin. Kürzlich mußte Sch., der in einem Berliner Geschäftshause als Lehrling thätig ist, eine Reise unternehmen. Schweren Herzens schied er von seiner Braut", die ihm bei seiner Abreise ewige Treue gelobte. Doch kaum war der jugendliche Bräutigam wieder zurückgekehrt, mußte er die Erfahrung machen, daß seine Geliebte mit seinem 16 - jährigen Freund und College H., dem Sohn einer Wittwe aus der Fichtestraße, ging". Kurz entschlossen schickte Sch. seinem Nebenbuhler eineForderung auf Pistolen unter schweren Bedingungen. H. nahm als echter Cavalier die Forderung an und wenige Tage darauf fand das Duell im Grunewald statt. Secundanten waren zwei Primaner eines Berliner Gymnasiums. Einen Arzt hatte man aus Furcht vor Entdeckung nicht mitgenommen, dagegen führte der eine der Secundanten Verbandszeug mit sich. Schon beim ersten Schuß wurden beide Duellanten schwer verletzt. Einer erhielt einen Schuß in den Mund, dem anderen wurde der Oberarm zerschmettert. So gut es ging, wurden die Verwundeten auf dem Platze verbunden und dann in einer Droschke nach der Wohnung ihrer Eltern gebracht. Durch einen Zufall hat die Staatsanwaltschaft von dem Vorfall Kenntniß erhalten. Daraufhin sind von der Polizei Erhebungen angestellt worden, und die kampflustigen Mercursjünger werden sammt ihren Secundanten in kurzer Zeit die Anklagedank zieren. DieVerliner Theat?rconfection hat in dem neuen Stück des dortigen Metropol - Theaters Das Paradies der Frauen" einen Triumph gefeiert, auf den sie stolz sein kann. Die Theaterconfection ist. für Berlin eine vollständig neue Industrie; Bedeutung hat sie erst seit wenigen Iahren erlangt; sie hat es dahin gebracht, daß sie tonangebend für den Weltmarkt geworden ist. Die Costüme für die großen Ausstattungsstücke, die man in Paris, London. New York sieht, werden in Berlin angefertigt. Die Ausstattungen für die Shakespeare'schen Dramen, die im Londoner Lyceum - Theater aufgeführt werden, sind in Berlin componirt worden, u?id zwar nach Vorbildern von Alma Tadema, der für Zeichnungen der Figurinen allein 2000 Pfund Sterling erhalten hat. In der Berliner Theaterconfection erhalten manche Zeichner, welche die Figurinen entwerfen, ein jährliches Gehalt von 10.000 Mark. Die nothwendigen Stoffe werden nach angegebenen Zeichnungen besonders gewebt und gefärbt. Die Leistungsfähigkeit der Berliner Theaterconfection liegt aber auch noch auf anderem Gebiete. Große Ausstattungen werden dort in allerkürzester Zeit hergestellt, weil die dazu nöthigen Arbeitskräfte und Hilfsmaterialien besser als in jeder anderen Stadt vorhanden sind. Es sind schon Ausstattungen sür große Pantomimen und Val7ets in einer Wochr geliefert worden. Für dieOpe? Zar und Zimmermann" ist sogar die Ausstuttung eineS große malerischen Auszuges, zu dem (ine große Anzahl von Costümen nöthig war. innerhalb 24 Stunden für das königliche Opern iaus in Berlin angefertigt worden.
Ein zerrüttetes Nervensystem
Schlietzlich Herzbeschwerden. vesundhelt wiederherseftellt durch Dr. Niles'S Nervine. err Edward Hardv. der jovial Maa nj ger des große Stores der Shepperd Co. zu Braccville. Jll.. schreibt: ftch war sie inen Tag krank in meinem Leben, big 1390. Ich litt so schlimm an nervöser Erschlaffung, das, ich meine Stelle nicht versehen konnte und zu medi ,Zniren ansangen mußte. Ich versuchte unsere Lokal-Aer,te und einen in Joliet, aber keiner konnte mir helfen und ich dachte, ich würde fterden. Ich wurde verzagt und stand unsägliche Angst aus. lkonnte weder essen, noch schlafen und ruhen, ti schien alZ könne ich nicht exiftiren. ach Verlauf von sechs Monaten war ich nur ein Schatten und zuletzt wurde mein Her, ergrif fe und ich war wahrhaft elend. Ich nahm fcch oder acht Flaschen von Dr. UlxUi' ervive. die mir von Ansang an Linderung brachte und mich schtirblich kurirte. Der grödte Segen meines Lebens. Dr. MileS' Mittel werden durch alle Apotheker vn kauft unter einer positiven Garantie: die erste Flasche nützt oder das Geld wird jurückerstattet. Buch über die rankheiten des b,eus und der Rerve frei. S Drr.::& 3 Kcrvino nccxcrca Hdcrn vv uuiJ Adresse: D r. M i l , M e d i e a l o.. SUhart. Ind. hiesiges. An der Ecke der Marhlond und Zllinoii Str., wurde gestern der No. 2112 W. Walnut Str. wohnende W. F. Kalfo von einem Straßenbahnwagen ersaßt und ihm der linke Fuß überfahren. Er wurde in einer Apotheke verbunden und später nach seiner Wohnung geschafft. Clarence Wattö, der gestern Nachmittag versuchte mit einem Schlauchwagen um die Wette ach dem Feuer in Garver'S Eishäusern zu sahren kam zu Fall und wurde lebenSgefahrlich verletzt. Er fuhr aus dem Trottoir und verlor die Kontrolle über sein Nad Mabel Brown versuchte sich gestern aus dem Morphium Wege in daö Jenseits zu befördern. Sie ist ein Freudenmädchen in Blanche BrowningS Resort. Gestern ging sie mit Dott Moriö nach Zimmer No. 1 in No. 322 O Washington Str. und hier nahm sie Morphium. Etwa um 2 Uhr wurde Dr. Erdmann vom Diöpensarium gerufen der sie dem irdische Jammerthal erhielt. Wer einen Catarrb beilen will, muß mit dem Blut anfanaen. Hood'ö Sarsaparilla beseitigt die Ursache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daö Blut reinigt. Hood'ö Pillen wirken milde aber rasch und sicher auf die Leber und den Magen. 25. Ein früherer Angestellter der Panhandle Bahn, Henry Atheh auö Indianapolis, der feit einigen Jahren Lokomotivführer der Northern Mexico R. R. ist, kam gestern Abend hierher zurück, nachdem er elf Monate in Mezteo wegen UeberfahrenS eineö Bauern in Untersuchungshaft gesessen hatte, ohne ein Verhör erlangt zu haben. Er hatte schließlich den Gouvernör Culberson von Texa durch einen Zettel von seinem Schicksal benachrichhat, welcher sich seiner annahm. Auf dessen Veranlassung wurde er obne Verhör sofort entlassen. Nette Zustände im Sllberlande Mexico ! Der ow York iftose. lMabllrt 1853.) !&.! Vuttenck Muster ! fertige Teppiche auö Enden neue? Belvetö, Brüsseler und Axminster Teppiche während der flauen Saison gemacht, gehen diese Woche zum halben regulären Preis. i Alle Größen. Dritter Stock. m m m ssk
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