Indiana Tribüne, Volume 22, Number 14, Indianapolis, Marion County, 2 October 1898 — Page 9

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agg! VaSeret? th alle?, wakvon th beäü ltt wird, und finb eine wirklich wundervolle Medizin. Ich hb oft ein Medizin gewünscht, feit anaenedm ia tarnen ,ft. und endlich habe ich sie in SaZcanti ae. .. K ... . . A . t . . I . . u u, rvluir, ,,i in cm 3ni gernnigr. ud mein Teint hat sich wundervoll gebessert, nutz ,ch I V mm vct in icuci vriicqung. SJirl. Collies. Vettar. Luttnll. TtN. LAXIF 1 Vy OON-BONS MMMM ANOCI MARKC OeaCHCAT ftrnatfVt. trtTaw. Skck gut, ttn .uivc nie rom c icproatp, verur?ae mm 4mja. iuc.2se.5ve. Heile erftod,. ? C y. tu.. ImMiIi In Tavft. rVO.Tn.Tc 1 P "nft d fliranrtcrt Mn all U-lU-liAUejtorte at Hllg UtXabaU rwtw. Dr: WILH. H. KLUGE, Bade-Arz, im -:- Haughville Sanitarium. -:- Behandelt alle chronischen Krankhetten, be sonders Rheumatismus, Podagra, Magen u. Lungenleiden, Nervosität und chronische e schlechtSkrankheiten. Osficestunden von 1 bis 6 Uhr. Wohnung : Jrvington. r.O.G.Mnff hat seine Offtce nach dem Willoughby Gebäude, No. 224 Neid M.ridian Str., erste Etage, verlegt. Ofnce-Stunden : Bon 2 bis 4 Uhr Nachmittag! Telephon: Office LVS-Wohnnng 9Z. Die Wohnung befindet sich wie bieher : 1237 Nord Pennsylvania Straße. Dr. Louis Burekhardt, No. 1134 Süd Meridian Straße. Sprechstunden: 9 Morgens und 7 tendl. Willoughby Block. 224 Nord Meridian Straße. Sprechstunden: 1 4 Nachmittag!. 2(1.8323. Dr. I. Wühler 120 Sst PlcSnrty Str. Sprechstunden : 8 6 tt fr Uhr Vorm. ; 2 MI 3 l hr Nachm.; 8 613 9 Uhr bendS. Telephon 1446. rrechku,de: vonntZgl nui VormtttazI. Die Osflee von Dr. H. PINK und Dr.COLE, i befindet sich in No. 34 Ost Ohio Straße. Telephon No. 927 wie bisher. C. C.EVEKTS, Deutscher Zahn - Arzt Ro. 8 Nord Pennsylvania Str. a I toltd au! Wunsch angewandt. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, 90 Ost Market Straße. Coffin lock. V Zimmer 43. N,.St,t: 9 6W 12 Vm. , 1 Itl 5 Um. , 7 lil 9 Abadi. eanntajl ,ou li Uhr Vm. ttl 2 Uhr W-,Mi.HhryAlilV.iihKV, ,,,:.,ui, lO fl 44 ChtHini werd Sonarrdö unk NuistuA au rn urta.c'TjttHfi kar eeltt5 ftUrfcofcr tzn Unfcufmlitrik. lf IsTI tl (ist Ki n, TratiiArt Irr V. O. oi Ml. flm f)o:f. lle Teutsche trinke Seebach's Ähee. (Deutsche Schweizer Kräuter.) r beseitigt ribde, i,t,t Vlut. WfH, regulirt die Leb??. stZrkt die yiier,. befördert Etuhlzing; besonder Iraue zu empfehle. Pvftsrei SOc. Agenten .'langt. B. Seebach, Peru, Jll. seszsttastszsisz ?CIICE TR1ED.-ALWAYSc OSED.; 8 na i h t( n ei vtm rn tre . (4iiMt, sACAMaa A OcMmire i I 2I4dil riülWlib ü OHAITI BOARDS M iun iik i IJtiä. ilno, Drooö opperi Ü tilbko! ond eil tCItchotn Nil Platod ütonöJra, , W. V'lÄrtrf.' Mnrhltv ö'stjH ..wst , fl , r.ftlnln. Pir. i l I w- t -b CEORCE VM. HOFFMAN,. ; 6 SU iUiiJSutuir mpetotar. - j t 3 9fiSCftTWMiToififteuiiAouu. J n wimi , Zum Verkauf in Apotheken Zö Centi per Vfuud. . . Nnterflützt die SllWfS, . tkteitz,Ni,WsSide. ; 5. 1L3, 1 und 112 xsmia Etest,

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mK Vai goldöttö ktu . Eine Beschichte au? Wien. Die K!t ist ein kräftiger Radi? gummi. der die Blätter unseres - Le bens wischt und die Striche und 2u nien. die das Schicksal darauf txrzeich net hat, verblassen und endlich verschwinden macht. Immer neue Linien zeichnet die Zeit, immer alte Linien verwischt di Zeit, so kommt's, so geht's unaufhaltsam, ewig ein stetes Werden und Vergehen. Und vergehen f r i l . . rr . . rjcißi gar oaio vergeben. Doch manchesmal hat die Zeit die Linien nicht vollends verlöscht, ' 'in leichter, zarter Eindruck bleibt zurück, unscheinbar und unbeachtet, und ein kleines Ereigniß genügt, um die Erin neruna zu wecken, um der verblaßten Linie Farbe zu verleihen, und tausend andere große und kleine Dmge, Per sonen und Sachen scheinen an diesem Stab zu hängen, sie klammern sich daran, sie steigen empor, lm Hinter gründe rollt sich eine längst vergessen Gegend auf, eine enge Gasse, ein altes Haus, ein großer Hof, em stilles Zim mer wir stehen mitten m emer längst entschwundenen Zeit!' Und so stiea vor den. Blicken der schonen jungen Frau gar oft eme G stalt auf, über welche die Zeit seit Lan gem. langem gewischt hatte, die er blaßte und endlich vergessen war. Die schöne Frau glaubte, sie sei ver gessen. Sie war es nicht, leider nicht. Die Voldi hatte ihren Mann au5 Liebe geheirathet, aus wahrer inniger Liebe. Liebt man denn den Menschen, ! in den man eben verliebt ist? Man glaubt es nur und man bildet es sich ein, man sitggerirt es sich, wie man hochwissenschaftlich sagen sollte. Man liebt ein Ideal, das in ' dem Gegenstand der Liebe verkörpert scheint, man liebt den Menschen, der diesem Ideal am nächsten kommt. Darin liegt die Lösung deö Räthfels, warum so viele Ehen, die - aus Aebe' geschlossen wurden, so ungluck lich sich gestalten. Weil ein oder der andere Theil alsbald es einsieht, daß man einen Menschen an der Seite hat und kein Ideal, weil jeder Tag tausend Abbröckelungen von dem Bilde bringt, daö die von der 'Macht der Liebe ge trieben Phantasie vom Menschen gemalt hat." Und die Poldi mußte eö sich gestehen, daß'.ihr Earl.'zuldem sie-in verehrungsvoller Liebe aufgeblickt, nichi das Ideal des ManneS war, dem sie ange hören wollte, dem sie Dienerin,' Sklavin. Vertraute. Trösterin, Verständniß. volle Teilnehmerin sein wollte.' Carl verzichtet darauf, da&. ihm die Poldi auch eine Freundin sein sollte, ' sie war nur sein Weib, seine Wäscheverwahre, rin, seine Köchin, seine Wirthschasterin sein Weib. Das war ihr zu viel, denn eö überlastete ihren Körper, das war ihr :zii wenig, denn ihr Herz und ihre Seele zeigten trostlose Leere. Sie liebte ihren Earl, aber sie war unglücklich u id' sie sürchtele, daß dieses Unglück sie zertreten werde. - Poldi war eine schöne Frau. Ein schimmernder Glanz lag über .ihrem tiefschwarzen Haare, ihr graueö Auge hatte metallisches Feuer und hinter den rosigen Lippen zeigten sich schneeweiße Zahne, deren Schönheit . durch 'eine kleine Lücke sonderbarerweise- nicht litt. Sie war eine interessante SchönfceiX und das ist die größte Steigerung. die Fraüenschönhkit verträgt. Carl glaubte' genug gethan zu haben, wenn er sein süßeö Mädchen geheirathet. Liebe ist wie alter Wein, der mit Verständniß behandelt werden will. Man muß stets jungen Wein nachfüllen, sonst verdunstet er, alte Liebe mich mit mnger sich erneuernder Liebe aufgefrischt werden. Davon hatte er kerne Idee. Er hatte seinen Hausschätz.' den er eifersüchtig hütete, und in der Eifersucht sah er den besten Beweis der Liebe, indeß sie nur ein Beweis von Eitelkeit ist. In stillen Stunden, wenn die Poldi allein war, da überdachte sie Manches und Vieles, und v.oft . drängten sich Thränen in ihr Auge." ohne daß sie ei gentlich einen Grund hatte, zu weinen. Kam er nach der Arbeit nach Hause, begann das übliche Verhör: 'Wo warst Du? Was hast Du gemacht? Wer ist Dir begegnet? Wen . haft Du gespro-chen?-und so weiter. Fiel daS Verhör zu seiner Zufriedenheit auS, ? ging's dann an'S Essen, dann an'S Schlafen und der Tag begann des Morgens und endete des Abends, wie der' vorherge ga'ngene und' der vorvorige. Der', alte Wein verdunstete im Faß, eö wurde kein frischer nachgefüllt. Wieder saß' die Poldi allein in lhrem sauberen Zimmer. Ihre Finger spieltenlmit einem goldenen Kreujlein, das an einer dünnen Kette um ihren Hals sich schlang. Sie that daö. oft so, fast immer. Aber heut, gerade heute, that sie es nicht so-gedankenlos, -wie sonst. '.Die Berührung des goldenen Kreuzes brachte' merkwürdige Seelen zuckungen in ihr hervor. . ; Ein elektrischer Strom schien' durch das Metall zu gehen. Direct zu ihrem Herzen. . , ' Vergessenes stieg empor. Verblaßtes erhielt Farbe. Todtes bekam Leben. Die Zeit hatte nicht kräftig genug darüber gewischt. . j ; Die Poldi war in ihrem Heim m der Vorstadt, im Hof mitten unter - den spielenden Kindern. Mit wem spieste e am liebsten? Mit dem Haslinger i?epi. , - j:. Der Haklknge? Pepll WaS fettä für in aufgeweckter, lustig? Junge gewesen. Als Minder hatten sie zusarnmen gespielt, wie sie groß geworden war,. hatte es ihr dn Pepi oft. gssagt, daß er sie bis zum Wahnsinn liebe. Die Poldi hatte ihn ausgelacht. 1 ' Du dummer Bub'. Du! Bist

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- :tjwbenü net aschiidt?- Äef die' V?Idi int rüstet, als der Pepi einst einett Küß von ihr berlanati. ..Du bist ia rückt!Das bin i ah! Verrückt bin i, nar risch bin i in die Poldi !" erwiderte der Pepi in halber Raserei. .Schaut's nur den Bub'n an! So was! Na wart', wenn i's Deiner Mut ter sag'!- spottete die Poldi und eilte davon. Das stand Alles vor ihr, ebenso wie ihr der Pept nachgerufen: Schau, daß' Di net mal reut, daß' 2 mit mir so warst!" Sie sah noch seine'Züge vor sich: verbissen, verbittert, zornig, beschämt und tief, tief traurig! Sie spielte noch immer mit dem Kreuz. Ihre Finger konnten eö nicht lassen. DaS Kreuz wackelte. Dle.zwe, schmäleren Theile waren eingeschraubt und lose geworden. Jetzt brachen sie ab. Die Theile lagen aus ihrer Schürze zm Schooß. Ist denn der Pepi nicht in Goldar beiter geworden? Natürlich! Ja, ein Goldarbeiter ist er! Sie hatte ja kürz lich die Kargl Julie getroffen. Die hatte ihr die Adresse vom Pepi gesagt. Wo wohnte er nur. der Pepi? Ja. richtig! Sie hat ja die Adresse notirtl und den Zettel in ihren Wäschekasten gegeben. Dort muß er sein. Die Poldi eilt zum Wäschekasteu. Tief vergraben unter ihren Hemden liegt der Zettel mit der Adresse. Wa rum hat sie ihn denn so vusteckt. Was ist denn weiter dabei, wenn man auch die Adresse eines Goldarbeiters auf. hebt? Sie konnte sich keine Rechenschaft darüber geben, warum sie die Adresse so vergraben hatte. Sie nahm den Hut und die . Jacke, ihre Feiertagsjacke und ihren Hut mit der weißen Feder und dem schönen Reiher, und ging fort. Es trieb sie förmlich in die Gasse zum Pepi, zum alten Gespielen, doch als sie die Klinke der Ladenthür in der Hand hatte, da zitterte sie und sie hatte nicht die Kraft, sie herabzudrücken. Der Goldarbeiter Lffnet behende der Kundschaft. Poldi!- rief er erstaunt und eine tiefe Röthe stieg in seinem Gesichte auf. Rasch verbesserte er sich. Pardon! Frau von Hanker! Was verschafft mir das Vergnügen?Mein Kreuzer! is mir 'brochen. Maßt, Pepi, i hab's von unserer Haussrau 'kriegt, wie's mi' zur. Firmung g'führt hat! ES iS mir so viel lad d'rum!Da is net gar viel dabei! ' Sie können d'rauf warten !" Na. na! Es hat kan Eil! Mach' mir's lieber gut, daß 's halt! Aber warum sagst denn Sie" zu mir?" Wann's D' erlaubst!- meinte der Pepi und prüfte das zerbrocheneKreuzlein. Poldi schaute sich den Pepi indeß an. Er war nicht hübsch, aber seine Züge waren männlich und sein Antlitz durchgeistigt. Man sah es ihm an, daß er ein gescheidter. energischer und braver Mensch sei. Du hast no' immer net g'heirat?fragte die Poldi. Na! I hab', ka Zeit, um mi' umzuschau'n! Und nachher i leb' so ah schön!- Recht hast! ES lebt An'S allani ah recht gut!" Na und wie geht's den Dir? Bist glücklich?" fragte der Pepi. O ja!" erwiderte tieftraurig : die Poldi und die Thränen traten ihr in's Auge. Und Du bist do' ah glücklich?" fragte stockend die Poldi. O ja! z bin sehr glücklich!" antwartete der Pepi und ein furchtbar schwerer Seufzer entrang sich seiner Brust. Sie reichte ihm die Hand. Er legte seine Hand in die ihre, er drückte ' sie fest, sie erwiderte den Druck voll Innigkeit. Tausend Worte hatten sie einander gesagt in diesem stummen Händedruck und sie hatten sich verstanden, wie dies die Worte der Poldi bewiesen, als sie nun ihre Hand löste und zur Thür schritt. Laß' gut sein. Pepi! Es wird,scho' besser werden ! Der Pepi seufzte und schüttelte den Kopf. Pfirt Di' Gott, Pepi!- - Leb' wohl, Poldi!Als die Poldi auf der Tramway saß, fiel es ihr erst ein, daß sie den Pepi vergessen habe zu fragen, wann sie das Kreuzlein holen könne. Sie wollte abspringen, es zog sie mit Macht zu ihm, dem Gespielen der Jugend, doch sie fürchtete die Verspätung und fuhr nach Hause. ' Carl kam zur gewohnten Stunde. Er hatte einen merkwürdig feinen Blick. An der sorgfältigeren Frisur bemerkte er, daß die Poldi einen Besuch gemacht habe. Er begann das übliche alltägliche Verhör. Die Frau war merkwürdig verwirrt. Und schließlich hatte sie sich ja Nichts vorzuwerfen. Er tobte, er schrie, er gerieth in förmliche Raserei. Poldi weint und gestand, wo sie gewesen. Beim Pepi!-' Aha! Wegen dem Kreuzer!! Also endlich . ist's heraus! Der Pepi ist's! Der alte Freund, der liebe Kamerad!. O! Ich we!ß schon lange, daß Du nicht mehr die bist, die Du warst !Aber warte! Du wirft mir nicht mehr i,u Pepi.gehen!" .i Die Nachbarm daneben 'hörje durch die Wand, jedes , seiner: Wort. .Alö S stiller aewsrden.da schlich sie stcy in die Wohnung der Polji, die,ihr .mit rothen Augen, verweint und doch mit erzwungenem Lächeln, entgegenkam. ' WaS is denn, Frau von Hanker' fragte sie. .Nix! A klaner Verdruß, wie er scho' manchmal vorkommt!" erklärte die Poldt und ging zurück in hie Stube. Sie war . leer, der Carl, hatte schon das Lager aufgesucht.' Er schien gut zu schlafen, als sie sich zur Ruhe begab. i ' Des anderen Morgens blieb eö lange still in der Wohnuna. Man wartete bis

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.u.M'Mittaa. UnA dün mM dieMif aewaltsäm aeöffnet ' , Was man geahnt gefürchtet, - das Schrecklichste war geschehen. Carl hatte seme Frau im Schlafe durch emen Revolverschuß gtödtet und sich selbst dann den Lauf an die Schläfe gesetzt. Die Poldi sah im Tode noch blühend aus, das freundliche Lächeln wär nicht don ihren Lippen geschwunden. Sie schien sortzuträumen in die Ewigkeit, fortzutraumen von ihm, dem Pepl, dem Spielkameraden. Vom Allgemeinen Krankenhause aus fand das Leichenbegängniß der Beiden statt. Sein Sarg stand bei Seite, die Poldi war prunkvoll aufgebahrt und Blumen und Kranze umgaben ihren todten Körper. Kurz bevor man den Sara schloß, kam m gebrochener um, ger Mann und schob ein goldenesKreüz in die starren Finger der armen Poldi. dann sank er nieder und weinte und betete. ' Bist Du glucklich. Poldi?- rief er verzweifelt der Todten zu. Sie behielt ihr träumerisches Lächeln, aber sie antwortete nicht. Ja. Du bist glücklich! O, wäre, ich es auch!- schluchzte der arme Teufel, der unglückliche Pepi Haslinger Das goldene Kreuz wurde mit der Poldi in's Grab .gesenkt. Eeheime Kräfte. Eine heitere Skizze von Wilhelm Herbert. Ich war der letzte Sommergast vielmehr schon Herbstgast. Das Dörflein entsann sich seiner selbst wieder: es kam nach dem Fremdentaumel zu sich. Die Anpreisungen von bequemen Sommerwohnungen zu jeder Tageszeit warmer Kuhmilch u. s.w. verschwanden allmahllg von Fenstern und Wänden der stocktaube Bettler, der außen am Dorseingange die Leute angehalten hatte, genas von seinem Ohrenleiden und kehrte zu der arbeitsamen Rolle des Kegeljungen zurück der Wirth, welcher den Sommer über seine Bauern mit einer gewissen Reserve . behandelte und erjt gegen Regierungsräthe kollegial .zu werden schien, that jetzt wieder dem Hiesl, Sepp und Jackl Bescheid, und auch die Frau Wirthin zog ihr -Seide-neS aus, nahm den vornehm lächelnden Zua von den Mundwinkeln und schimpfte und wetterte wie ein Oberknecht ln Küche und Stall. Ich war schon Monate lang im Orte. Die Leute zählten mich schon halb zu den Ihren und hatten keine Scheu vor mlr. Ich kannte jedes Kind. Und doch seit einigen Tagen sah ich etliche Gesichter im Dorfe, die .ich voryer nie wahrgenommen vaue. Zuerst einen Burschen in den Dreißigern mit dummschlauem Gesichte. Der stand am Sonntaa. als ich aus versteckter Wirthslaube das Treiben der Leute belauschte, mitten im Gast garten auf einem Tisch ein Menge Menschen jeden Alters um ihn her, die sich köstlich bei seinen Faxen unterhielten. Jetzt spitzte er die Lippen und krähte in der höchsten Fistel: Arthur! Arthur!" Nach einer halben Minute gab er denselben Ruf nur etwas gedampst und verschwommen zurück: Arthur! Arthur!-. Arthur, liebst Du mich?- krähte er dann wieder unter dem dröhnenden Gelächter der Bauern. Kein Zweifel mehr, es war die täusehend nachgeahmte, dünne Stimme der Baronesse Laura, die hier ' mit ihrer Familie und mit ihrem Bräutigam sich aufgehalten und durch . ihre schwarmenschen Gefuhlsausbruche für den Letzteren Manchen erheitert hatte. Arthur, liebst Du mich?- krähte der Bursche eben wieder zurück. Jetzt kommt der Münchener Privatier!" sagte er dann. Bierfaß!! Bierfaßl!- tönte es im tiefsten Baß, der aus einem Keller heraufzukommen schien. Bierfaßl! Bierfaßl!" gab er dann denselben Ruf wieder. Hör' mal, Lom , .frug ich die hübsche Kellnerin, wer ist denn der fidele Tropf da?Sie sah mich ein wenig verlegen an dann schmunzelte sie: Wissen S', der is unser schon s Echo droben an der Geisterwand wo die Fremden alleweil so gern 'neinrufen! Do höckt er den Sommer über auf einem Baum und wenn einer ruft, giebt er's z'ruck! Los hat er's schon wie a Komödiespieler der Loder!" Ich nahm gelegentlich den Wirth ein wenig auf die Seite und fühlte ihm vorsichtig auf den Zahn. ob. dnlleicht noch mehr solche Tausendkünstler da oaren. Er rückte sein Käppchen aus's andere Ohr, blinzelte mich von. der Seite an und meinte: Da können S' schon noch Etliches mne werden! Wissen Sie. man muß dem Geschmack der Fremden etwas. . entgegenkommen jetzt, wo die Saison aus is. lassen sich die verschiedenen Leuteln, die dazu bestimmt sind, allmahllg wieder tn Bors seh'n da? sind unsere geheimen Kräfte der NaturlDie nächste Naturkraft, die ich ken. nen lernte, war der Irrwisch.Ein putziges altes Kerlchen voll Hu. mor.Schalkheit und Laune. Er pflegte Abends im Schloßfumps" draußen am Fuß der Burgruine zu sitzen. Wenn die heimkehrenden Damen, in etwas gruselhafter Stimmung waren, traf es sich samoS, wenn plötzlich mit ten im Sumpf der' Alte - mit seiner mächtigen Glimmpfeife als Irrlicht auftauchte, hin und her gaukelte und plötzlich verschwand. ' Äuck ein aan, iunaer U Win terszeiten , als Ganshirte geschätzter Bursche tauchte auf der Guckezer- aenannt. .

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eta . Ms-ist ytf fcal sru'glch ibil cm t . .? iUKirum yeiyi 5vu venn so? Woaßt' denn nit," antwortete er und sah mich treuherzig an, an Guckezer dös iö der Vogel, der im Wald draußen alleweil Kuckuck schreit." . Ah, da bist wohl Du der Vogel? Ja frelll',- lachte er, im Buchen Waldl. woaßt'! Da derfst Dich gleich oft heiser schreien sonst schimpfen die Fremden: Heut' hört man wieder gar keinen Kuckuck!" Woaßt', wann so a Liebespaar! kommt und fragt: Wie lang haben wir uns noch lieb? nachher mußt' glei' a halbe Stund' ununterbrochen schreien sonst ist alles aus! Wann aber einer ruft: ,Wann stirbt meine Erbtante?"-und Du schreist nur einmal, nachher ist der Zierl ganz auseinand' vor Freud'! Ich that noch einen tiefen Blick in die ,nschu!dsblauen Augen des Jun gen dann wandteich mich schauvernd ad.' So viel List in einer Kinoessttle! Eines Abends hatte ick inen selt samen Anblick. -Ich kehrte von meinem Spaziergange. m'S Vors zurück. Aus einmal g.mahr,eichufmtr Wis rta-fjm. unb iö W fflift -TO nn-rmre Tuer l rnnr fMtt tMt?,hrtrf - ----- eben naber. um das Naturwunder ct nau zu besichtigen, als ein Mann aus i i". i i r. i einer oenacyoarlen iQuut sprang uno das Thier rasch in den angebauten Stall scheuchte. Als ich meine Beobachtung dem Wirth erzählte.' lachte er laut: Dös glaub' i, daß Ihnen der Gamstoni seine Gams net sehen laßt!" .Eine Gemse? Eine wahrhaftige Gemse? Eine wahrhastige Gemse?" Er schüttelte den Kops. Sie wissen doch." sagte er. daß wir oben auf der Veranda ein Perspektlv ein Fernrohr aufgestellt haben! Damit kann man in die Steinrotfnd hinaufschauen und wenn man Glück hat, sieht man oft eine oder meh rere Gams droben! Aber allemal wenn aerad' ein Fremder, eine Gams sehen möcht, kann man keme hcrpselfen, und wenn er keine sieht, schimpft er und is unzufrieden! Da hat denn der Gamstoni, um dem abzuhelfen, einen sehr g'scheidten Geisbock ein wenig dressirt und mit der Scheer' und mit dem Anstreichen ein bissel nachgeholfen, daß das Thierl von weitem einem Gamsbock täuschend ähnlich sieht. Die zwei Hausen im Sommer da droben auf der Wand in einem Hüttl! Da liegt denn der Toni auf der Lauer . . i p l m srÄru's Der springt nachher aus Kn Felsvor- " ' ri'-i' --v ----- - ivruna 'raus und macht die (sams. Die Fremden sind ganz närrisch bor Freud'. Va müssen Sie hingehen.' heißt's prächtige Jem e iesehen!" . Ich schüttelte den Kopf er zuckte vergnügt die Achseln dann lachlen wir beide. Andern Tages rief mich ein Eil bries heim; sonst hätte ich wohl noch mehr geheime Naturkraste entveckt. Die erste Zitung in Europa. Um die Ehre, die erste Zeitung in Europa herausgegeben zu haben, streik ten sich die Niederlande. Belgien und Frankreich. Brüssel begründet seinen Anspruch unter Hinweis darauf, daß bereits im Jahre 1605 in Brüssel die Nieuwe Tydinghen", ein unregelmäßig erscheinendes militärisches Bulletin. erschienen ist. Dem gegenüber hebt Frankreich hervor, daß in Paris schon 1494 wahrend des Feldzuges Karl's VIII. aeaen Italien den heutiaen Extrablättern ähnliche Berichte ausgegeben wurden, die das Volk über den Stand der Dinge im Felde, die Kämpfe, Siege u. s. w. unterrichteten. Die jetzt mit solchem Eifer begonnenen vereinigten bibliographischen Forschungen haben nun festgestellt, daö derartige Extrablätter schon m der Mitte deö 14. Jahrhunderts in Oesterich. England und Italien üblich geWesen sind, wo übe, Naturerscheinungen. Unsälle und Morde em regelmäßiger Nachrichtendienst in Flugblattform sich ausgebildet hatte. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurde schon in Köln eine regelmäßige, wöchentlich erscheinende Correspondenz herausgegeben. - Erst 1608 erschien in mZT; " ! m ÄS r v - o n . cra jt t f ix n.r 1609 mit einer Wochenschrift. In Frankreich erschien sogar erst 1631 ein regelmäßiges Wochenblatt La Gazette." O dies Tunnkls. ??rem, der (zur Dame, die sich beklagt, daß sie im unnei gelugl roorocn pa - . r , " t... ?n. m. rum steckten Sie denn nicht den Kops zum Fenster ymauSF' Ach, oas habe ich auch schon versucht, aber dann wurde ich von den Schaffnern ge-küßt!-Erster Gedanke. A. (im Theater zu seinem Nachbar): Die Ohnmachtsscene bringt Fräulein Werger großartig zur Darstellung." B.: ,J zur Frau mochte ich die nicht haben." ' Gerechte Entrüstung. Strolch: Ihre Börse her!" Toursst: tf" - i r l . , CV . . jic yar mir oerellö einer von yrrn College abgenommen. Strolch (wu sichln S "sJLiS5r c" OSönbeit flöt im Olut. Neiueß . Olut bedeutet reine Haut. vhnt diese leint Oüönheit. CaSca. retS, Csndy Cathärtic reinigen das lut, trattiaen die Lebe? und entternen allet Unreine auk dem' Körper. Zangen Oie heute an, Pusteln, Oechdüre, Messer und so weiter zu vertreiben. Ochönhett kür Ive. 3n allen Upotheken. gusriedenfiellung

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