Indiana Tribüne, Volume 22, Number 5, Indianapolis, Marion County, 23 September 1898 — Page 1

v o sw AA Os HY A0 kS rii r s w r i iii V y Ky ly W vV w y yy v Office : No. 18 Süd Mabama Otraße. Telephon 1171. Indianapolis, Zndiano, Freitag, den 23. September 1898. Jahrgang 23 CteJ5

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Editorielles

ES war nicht der gegenwärtige Kriegsminister, der die. neue Anklage: gegen Plcquarl noratgic, iüh rr l ' .. t . . X. i . fali ' Zurlinden, der einige Tage lang Kriegsminister war und nun wieder Militärgouvernöe von Paris ist. DaS giebt dem Vorgange ein ganz anderes Ansehen und läßt eS nicht so trostlos für DreyfuS erscheinen. , , Dem Jndianapoliser Publikum liegt die Frage deS Ankaufs der Was. serwerke vor. Von Seiten der Gesellschast wurde ein Anerbieten gemacht, daö den Ankaufspreis äuf 3 Millio nen Dollars bringt. Von Seiten der städtischen Behörden wurde ein Eincinnatier Ingenieur, Namen Hill, mit einer Untersuchung und Abfassung eineö Gutachtens beauftragt. Besagter Ingenieur reichte nun ein unmäßig lange? Gutachten ein, daS im Ganzen nemllck, sckwer verständlich ist. Klar gehen aber auS demselben drei Punkte hervor: 1. Für eine Million neun hundert tausend Dollars kann man die ganze Anlage neu herstellen. Dieser Betrag schließt auch den Werth der Grundstücke ein. 2. Die Wasserwerke in ihrem gegenwärtigen Zustande sind nicht im Stande genügend Wasser zu liefern, ohne daß Flußwasser in die Leitung eingeführt wird und die Herstellung weiterer Brunnen ist nothwendig. Dabei erscheint eS fraglich, ob daS Brunnensystem sür die Dauer überhaupt genuzt. 3. AlS Finanzanlage find die Wasserwerke drei Millionen Dollars werth. Wir haben an diesem Bericht vor Allem daS auszusehen, daß der Inge-i nieur wohl kaum zu einem Gutachten berufen war, welch?S nicht in sein Fach einschlägt, daß man also wohl schwerlich ein Gutachten von ihm als Finanzmann erwartete. Den dritten Punkt brauchte der Herr Ingenieur also nicht zu besprechender ging damit über seine Aufgabe hinaus. WaS sagen nun die gesetzlichen Vorschriften betreffs deS Ankaufs der Wasserwerke ? In der Ordinanz vom Januar 1870 heißt eS : Zu irgend einer Zeit, nach sechsmonatlicher Notifikation, soll die Stadt daS Recht haben von der Compagnie alle Gebäude, Maschinerieen, und Röhren der Wasserwerke und alle ihre korporativen Rechte und Privilegien (aber nicht einschließlich eine? hierin bewilligten Konzession (franchise), oder solcher, welche in Zukunft bewilligt wirdnoch einschließlich deS angenommenen (estimated) Werthes dieser Konzession) (charter) zu dem Preise zu kaufen, welcher vom cornrnon council und den Direktoren der Compagnie vereinbart wird. 3m Falle beide Parteien sich nicht einigen können, soll der Preis von fünf unintereffirtenPerfonen, Nicht-Einwohnern der Stadt festgesetzt werden. Zwei derselben sollen vom cornrnon coun eil, zwei derselben von den Direktoren der Compagnie und der Fünfte von diesen Vieren gewählt werden. Der cornrnon council lou Dann otclen Preis annehmen oder verwerfen können. )u Compagnie leu an i'tte mand anders verkaufen dürfe, ohne erst dem . Stadtrath Gelegenheit zu geben, für den von einem Andern offerirten Preis zu kaufen. Kein An kauf soll von dem Stadtrath abge schlössen werden, ehe derselbe von einer Mehrheit der gesetzlichen Stimmgeber in einer besonderen Abstimmung gut geheißen ist." Die Erwerbung der Wasserwerke durch die Stadt ist im höchsten Grade wünschenSwerth und da der Ankauf in keinem Falle ohne Zustimmung einer Mehrheit der Bürger stattfinden kann, so ist eS nothwendig, daß sich die Bür ger in der Angelegenheit wohl unterrichten. Ja eS mag sich herausstellen, daß eine allgemeine Betheiligung bei der Abstimmung nothwendig ist, denn der Ausdruck "a majority of the lega voters" mag dahin ausgelegt werden, daß nicht nur eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sondern eine Mehr heit aller Stimmgeber zum Abschluß deS Kaufes nothwendig ist. ES dürste bei dem Ankauf wohl zu berücksichtigen sein, daß die Beschaffung einer ganz neuen Anlage eine mißliche und umständliche Sache wäre und daß die Bezahlung einer größeren Summe

als die der bloßen Anlagekosten jtatr

der Beschaffung einer neuen Anlage Mo., eröffnen. Der Aufruf der Chiviel Scherereien vermeiden würde. eagoer Retail-Droguisten ersucht jede Auch läge gerade keine Ünbilligkeit Staats- oder Stadtorganisation von darin, eine größere Summe zu bezah- Retail-Droguisten, am selben Tage

i i c r i cm f len, wnn man veoenir, cop ou jü5qi jserwerkgesellschaft diele Jahre lang mit Verlust arbeitete,' so lange die Stadt noch klein war. Aber 3$ Mil lionen Dollars sür eine Anläge zu be zahlen, die einen wirklichen und nicht bloß spekulativen Werth von nicht mebr als der Sälfte bat. daö wäre absurd. Man könnte ja nun, nachdem man so weit informirt ist, den Kaufpreis nach den Bestimmungen der Ordinanz festsetzen lassen, der Stadtrath könnte dann immer noch thun, wie er will. in MMchlHlen. Wetterbericht. SchöneS Wetter heute Nacht und am Samstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 74 Grad, niedrig? 63 Grad. ScbisselS Badeanstalt. Wassertemperatur 76 Grad. -.." Todte und Kranke. Washington, 22. Sept. DaS KriegS-Departement wurde informirt, daß in Ponce 2 Soldaten starben. Washington. 22. Stpt. General Lawton sandte heute Abend solgenden Bericht über die GesundheitöVerhältnisse unserer Truppen bei Saniago de Cuba : Gesammtzahl der Kranken 1059; Fieberkranke 741; neue Erkrankungen 114; zum Dienst zurückgekehrt 93; gestarben 2. CampWikoff, Montauk Point. L. 3 , 22. Septbr. ES wurden heute drei Sterbefälle, alle durch TyphuSfieber verursacht, berichte!. Im allgemeinen Hospital befanden sich heute Morgen 432 Patienten. Die Hälfte derselben wird morgen nach Hospitälern in NewIork gebracht werden. Calizto Garcia kommt. Washington, 22 Sept. Auö kubanischer Quelle verlautet, daß der Jasurgenten-General Calito Garcla im Laufe der nächsten 14 Tage nach Amerika kommen und New Jork, Baltimore und Washington besuchen wird. Bei dieser Gelegenheit kommt auch in Frage, wie eS gerichtSseitig mit ihm gehalten werden soll, da er bekanntlich beim Bundesgericht in Baltimore, wo er sich wegen FlibustirenS zu vertheidegen hatte, seine Bürgschaft im Stich lieh und sich an der Spitze einer neuen Flibustir-Ezpedition nach Cuba begab. und dabei versprach, sobald der Krieg vorüber sei, sich freiwillig den Behörden zu stellen. . P i n g r ee wiedernominirt. Detroit. 22. Sept. Die republikanische Staatöconvention nominirte Gouveroör Pingree sür einen weiteren Termin. WaS Alger sagt. Chattanooga, Tenn., 22. Sept. Sekretär Alge?, der gestern Abend hier eintraf, ging heute mit dem Generalarzt Sternberg und General Boynton nach dem Chickamauga Park ab, wo sie den Tag mit der Inspektion der Hospitäler verbrachten, worüber so viele Mißftände in der Presse verösfentlicht und vom General Breckinridge nach Washington berichtet wurden. Er sazte : Wenn Mangel an Me dizinen und Nothwendigkeiten zum Leben herrschte, dann lag der Fehler an den commandiren den Offizieren der Lager. ES mögen unfähige Offiziere, Ge neräle und Obersten in einigen Lagern daS Commando gehabt haben und wenn solches befunden werden sollte, dann werden dieselben zur strengen Rechen schast gezogen werden. Interessant sürApotheker. Chicago, 23. Sept. DieRetail Droguiften dieser Stadt haben einen Aufruf an die Retail-Droguenhand lungen deS ganzen Landes zur Organi sation einer nationalen Association er lassen, um die Last der KriegSsteuer. welche die Fabrikanten den Retail. Händlern aufgehalst haben, abzuwerfen Am 17. Oktober wird die NationalAssociation der Wbolesale Droguiften

ibre Jahres Convention in St. Louis,

letegalen naq l. ouis zu lenoen , r i o ' M t V und mit den Fabrikanten von PatentMedizinen zusammen zu treffen. Die RetailerS behaupten, daß sie die Last der Stempelsteuer den Consumenten nicht auferlegen können, wie die Fabri kanten verlangt hatten. Die Demokraten. von Conneeticut verwerfen Silberfreiprägung. Bridgeport, Conn., 22. Sept. Die demokratische Staatöconvention fand hier heute statt. Der temporäre Vorfitzende Wm. Kennety auS Montauk hielt eine lange Rede über Einführung der Doppelwährung ohne Rückficht auf andere Conventionen. DaS Resolutionökomite konnte sich nicht einigen und legte der Convention zwei Resolutionen vor, von denen eine die Chicagoer Platsorm bestätigt, die andere aber nicht. Die Convention schloß .mit einem vollständigen Siege der Goldfaktion, indem sie die Streichung der Beftätigung der Chicagoer Platsorm von 189 durchsetzte und die Controlle über die ganze StaatSorganisation und daö ganze StaatS-Central-Comite in die Hände bekam. Ein Mord.. Ch ieag o, 23. Sept. Im StauWasser am Fuße der 36. Straße wurde heute Morgen die Leiche deö 13jährigen SchulmädchenS, Jennie Hickey mit eingeschlagenem Schädel gefunden. Die Identifikation erfolgte jedoch erst in der Morgue. Heute Abend wurde alö deö Mordeö verdächtig der 19jährige Ezpreßmann ThoS. Rutledge verhafet, der jedoch jede Kenntniß von dem Veibrechcn läugnet. DaS Mädchen hat die väterliche Wohnung, 747 in der 37. Str. gestern gegen Abend verlassen, um sich nach dem Hause ihrer Tante an der 39. und Dearborn Str. zu begeben, traf aber dort nicht ein und wurde von ihren Verwandten nicht wieder lebend aeehen. Dagegen hat man sie in Rutledgeö Begleitung in der Nähe deö Hause? der Tante gesehen. Heute Morgen sah man Rutledge mit seinem Wagen in der Richtung nach der Fundstätte der Leiche mit einem Packet auf dem Wagen ahren. Die Leiche wurde fast entkleidet und nur in'Unterzeug gehüllt gefunden. Kleid und Röcke dagegen waren neben die Leiche gelegt. Nach der Identifikation wurde die Leiche nach dem Hause der Eltern gebracht und auch Rutledge war vor dem Hause, alö die Leiche abgeladen wurde. Gerade alö er auf die Leiche hinstarrte, wurde er festgenommen. Er macht zahlreiche widersprechende Angaben darüber, wo er gewesen ist, und lügt augenscheinlich. Die Polizei nimmt alö sicher an, daß er daö Mädchen an sich gelockt, während der Nacht ermordet und am Morgen ihre Leiche in daö Stauwasser gewerfen hat, um den Eindruck deö Selbstmorde? hervorzurufen. UM Eine nicht sehr glaubliche Mittheilung. London, 22. Sept. Wie die Daily New erfährt, hält sich Graf Ssterhazy hier unter der Maöke eineö italienischen Grasen auf. Er spricht Italienisch fließend, gab aber in einem Interview zu, daß er durch seine Maöke den Detektivs in Paris entgangen sei. Er soll behauptet haben, nach dem Selbstmord Henris habe er General Pellieux erklärt, die Sache lasse sich nicht mehr aufhalten und die Aufregung werde entsetzlich sein. Die Generäle abet hatten den Kopf verloren, und Herr Cavaignae, dem er einen lan gen Brief über die Hauptpunkte der Sache geschrieben, habe ihn nicht ein mal sehen wollen. Sein Untergang sei beschlossen gewesen, und deshalb sei erauSgerissen. Vergeblich habe erver sucht, General Pellieux zu überzeugen. daß daö Henri'sche Dokument gefälscht sei. Nur drei Personen wußten die Wahrheit, Sandherr, Henri und er, Esterhazy. Der Graf klagte über die ihm und der in Pariö verhafteten Frau Payö widerfahrenen BeHand lung. Der Unterrichtsminister Ler tuloö habe Frau Payö die Freiheit

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ii&.t. k ... ...zr,. rr. rca.c.u , " - I o . - " i vu uic V3cnciuic wic. vuciyujy erklärte ferner, er beabsichtige ein Buch zu schreiben, welche? Licht über die DreyfuS - Affaire verbreite. Aber Cavaignae habe einen Fehlgriff durch leine Verfolgung aelyan, wett er gleichzeitig seinen Verwandten, Oberst Paty du Clam getroffen habe. Eine ihm von General Billot angebotene Pension habe er bereits abgelehnt. Graf Esterbazy gab sich einen sehr munteren Anstrich, aber als er den Zug bestieg, sagte er in scharfem, nerbösem Ton: Ich weiß nicht, ob ich Gebrauch von den in meinem Besitz befindlichen Dokumenten machen soll. DaS wird vom Gange der Dinge abhängen. - Ver gäll DreyfuS. Paris. 22. Sept. Die Situation wird von Presse und Volk alö kritisch bezeichnet. Der Konflikt zwischen den Civil- und Militärbehörden wird acut. Daö plötzliche und unerwartete Verfahren deö Generals Zurlinden, des MilitärgouvernörS -von Paris, in Verfolgung deö Oberst Picquart unter der Anklage der Fälschung und deö Gebrauchs gefälschte? Dokumente schafft eine schlimme Aussicht infolge der 2ntervention der Militärbehörden in die bürgerlichen Gerichte. Im gegenwärtigen Augenblicke, da die politische Atmosphäre mit gefährlicher Electrizität, die durch die DreyfuS Affaire erzeugt wurde, geschwängert ist, thut der General, der soeben auö dem Ministerium ausgetreten ist, einen wichtigen Schritt, ohne seinen Nachfolger oder den Premier zu consultiren. Unter gewöhnlichen Umständen ist der Militärgouvernör bevollmächtigt, unabhängig zu, handeln; jetzt aber, nachdem die DreyfuS Frage eine nationale Sache geworden' ist, ist jedeö Verfahren in derselben von Wichtigkeit. General Zurlinden? Nichtbeachtung dieser Thatsache ist sehr bezeichnend. Er tritt auf alö Vertheidiger der Armee, alö Verfolger ihrer, angeblichen Verleumder und alö entschlossener Gegner einer Revision deö Falle. Von dort biö zu einem Appell an daö Volk in der Weise der Etablirung einer Diktatur ist kein weiter Schritt. Solei!" sagt, daß daö Kabinet infolge der gestrigen Ereignisse in einer informellen Conferenz die Handlung deö Generalö Zurlinden besprach und die Fronde" behauptet sogar, daß der Premier, M. Brisson, die gegen den Oberst Picquart getroffene Maßregel verwirft, die, wie er sagt, ohne Kenntniß deö Kabinetö ausgeführt wurde. Der Radical" macht einen erbitterten Angriff auf den Generalftab, den er beschuldigt, die moralische Abschlachtung deö Picquartö durch einen Militärprozeß zu erzielen. Henri Rochefort erklärt in seiner Zeitung Jntranögeant", daß Picquart von einem Syndikate oder von Deutschland bestochen, um DreyfuS au retten. Saureö, der sozialistische Deputirte. behauptet in der Petite Republique", daß der Generalftab der französischen Armee einer Revision deö DrehfuöFalleö nicht entgehen kann. Oberst Picquart wurde heute Nachmittag nach dem Militärgefängniß von Clerche Midi gebracht. Der Matin" behauptet, autentifche Information zu haben, daß der Name DreyfuS nicht ein einziges Mal in der Masse von Dokumenten, die gegen ihn eingebracht wurden, genannt ist. DaS Blatt fügt hinzu, daß daö einzige gefährliche Dokument daö sogenannte Sordereau ist'. Eö scheint, daß die Dokumente deö Falle? nur auö Bruch stücken von Briefen, die sich auf alle?, nur nicht aus Dreyfu? beziehen, bestehen und fügt hinzu : Diese Bruch stücke enthalten solche Feenmärchen, daß kein vernünftiger Mensch von der Berücksichtigung derselben träumen würde." Servern ist stolz. Madrid, 23. Sept. Die auögeprägte Kälte deö Admirals Cervera und seiner Offiziere gegen den Marine minister Aunon wird hier vielfach besprachen. Senor Aunon und sein Stab in voller Uniform empfingen den Ad miral und seine Gesellschaft am Bahn Hofe. Der Admiral hielt vor dem Miaifter, salutirte und sagte steif : , Ich melde mich zum Befehl Ew. 65 cellenz. Ich werde mich heute im Minifteriun stellen, wie eö meine Pflicht

ist."

Chronische DySpepsia kurirt.

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n ach nahezu em Leide an DyZ pepfla sairelbt strau eine rominenten Geschäftsmanne . 'uaoaie. nie von Warsaw. N. .Seit 28 Jahren litt ich fortwährend an DySpepsia und schwach? Ma kn. Die leichteste Nahrung erzeugte Beschwer den. verursachte heftige Schmerzen und Formt, rung von GaZ. Einerlei wie sorgfältia ich meine Diät wahrte, ich litt quälende Schmerzen nach dem Essen. Ich wurde von dielen Aerzten dehan, delt und versuchte zahlreiche Mittel ohne dan ernde Abhilse. Bor zwei Jahren begann ich Dr. MileS' Nerven, und LeberPillen und Nervine ,u nehmen. Innerhalb einer Woche fiellte sich Besserung ein und ich war bald im Stande zu essen, wat mir beliebte, ohne üble Folgen. Ich halte dieselben stets dorräthig und eine einzige DofiS vertreibt irgendwelche alte Symptome. )r. 'lies' Mittez werden durch alle Apotheker versauft unter einer positiven Garantie; die erfte Flasche nützt oder da? Geld wird zurücker stattet. Puch über die Krankdriten deS Herzen und der Nerven frei. Tim lv ' y Kille pKcrvinöJ Itestcrea J r, 5 Vv HcthV Adresse: . . D r. M l l M e d i e a l .. Llkiart. Ind. Der Admiral begab sich darauf fort, nachdem er Capt. Eulate, den früheren Commandeur deö Viöcaya, und seine anderen Kameraden umarmt hatte. Der Minister offerirte dem Admiral, den Gebrauch seiner Kutsche, Cervera lehnte dieö aber ab und nahm eine andere Kutsche. In.. einem Interview sagte der Admiral, er habe bezüglich Santiagos ein reineö Gewissen. Nationen würden durch ihre Siege und nicht durch ihre Niederlagen groß. Spanien hätte in einem Traume gelebt und müsse nun der Wirklichkeit begegnen. Der Admiral fügte hinzu, seine Kriegsschiffe wären nicht in der Schlacht, sondern durch Feuer zerstört worden. Eeneral Toral, der spanische ComMandant, welcher seine Streitkräste bei Santiago de Cuba übergab, traf ebenfalls hier ein. Er erregte keine Aufmerksamkeit. Er liegt jetzt krank im Bette. Palastrevolution in China. Peking, 22. Sept. Ein kaiserlicheö Edikt kündigt av, daß der Kaiser von China alle seine Macht in die Hände der Königin - Mutter gelegt habe, alle Minister haben an diese zu berichten. Eö ist schwer, weitere Information zu erlangen. Der Kaiser war bisher nur eine Puppe und man ließ ihn gewähren, so lange er sich nicht um die Regierungögeschäfte kümmerte; seine Absetzung erfolgte aber sofort, alö er versuchte selbst zu regieren. ein Beralver ana Jumot l t entflohen. Die Wirkung deS Wechsels ist wahrscheinlich die Wiedereinsetzung LiHung TschangS und daö Wachsen deö rusfischen Einflusses. Vermuthlich wird auch auö dem Bündnisse mit Japan nichts werden. Die auffallendsten Heilungen von Scrofeln, die man kennt, sind mittelst Hood'ö Sarsaparilla erzielt. Dieses Mittel sucht seines Gleichen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur H 0 0 d'ö. Sood'ö Pillen find mit der Hand gemacht und völlig gleich anGröße und GevtSt. 25s. Der SSfew York BtoEe. lEtablirt 1853.) WLenfitr Butterick Muster I Großer Spitzen-Verkauf Samftag! 12e, 15c und 19c Spitzen zu per Fard Ob 19c, 25c und 49 e Spitzen zu sn perSard. lUb $5c biö $1.25 Spitzen zu per Fard.. 43 $1 50 biö $3 00 Spitzen zu QO per Fard.. ÜÜÜ Möchten Sie nicht welche davon ? kmS I Sl üffil

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