Indiana Tribüne, Volume 21, Number 361, Indianapolis, Marion County, 18 September 1898 — Page 4

Zndiana Mivüne.

Erschein Täglich und Somaas. Die täglich, .Tribüne' kofttt durch den Xrlgu 1 ffcnti per Woche, die ontagI..rribaeet per Woche, eid usve 1 t ,dn IS Cent, per ,t. Vr V'ft ußerhalb ci 9ufc gchtZt Ib ori,,hls V P JaZr. cmi 13 0üd Vladaa Cttc$u Indianapolis, Ind., 18 September '98 ZoRlG-PKuilmi. Diese Woche laS ich und meine Leser haben eö auch in der Tribüne" gelesen. daß die deutsche Schulein Daven Port, Iowa nach fünfzigjährigem Vestände eingegangen ist. Daß andere deutsche Schulen, w,e in IndlanapoUS, in Detroit u. s. v. längst eingegangen find, das wissen ja wohl die Leser. Ob noch irgendwo, von Kirchenschulen ab.gesehen, eine der vielen deutsch-eng-lischen Schulen, Met srüher gab, besteht, weiß ich nicht, ich glaube aber kaum. Mich ergreist daS allmähliche Verschwinden dieser Schulen mit Wehmuth. 3n diesen Schulen wurde . ein Nachwuchs herangezogen, .der echt deutsch blieb, deutsch suhlte uno oeul,cy dachte und 'eine kraftige Stütze deö DeutschthumS wurden. Um nur für unsere Stadt einige Namen zu nennen die mir gerade einfallen, so kann nicht in Abrede gestellt werden, daß dieun : gere'n Elemente (heute find sie freilich nicht mehr so ganz jung) in Familien, wie die der Lieber, Frenzel, Schnull, Sonnegut, Kothe.i Mehger und viele andere, an die id nicht denke, oder die 4ch nicht kenne, und die in der deutsch - englischen Schule ihre Erziehung genossen haben. ' vollständig deutsch geblieben " find DaS ist nicht mehr so, seitdem diese Schule eingegangen ist. DaS . BiSchen Deutsch, daS in den öffent lichen gelehrt wird, kann die frühere deutsch. englische Schule nicht ersetzen. kann daS deutsche Gemüth nicht erhalten. Ich will nicht für die deutsch-engli schen Schulen plädiren, denn die Zeiten derselben sind vorbei und daS Unmog liche läßt sich nicht möglich machen, ich will nur sagen, wie schmerzlich eS ist zusehen zu müssen, wie daS beste Mittel . zur Erhaltung deS DeutschthumS unS bereits verloren gegangen ist. Mit dem deutschen Theater geht eS ja ebenso. Mit Mühe und Noth erhatt sich daS deutsche Theater in New Sork, in der so sehr deutschen Stadt Milwaukee kann eS nur durch die Liberalität eines reichen Brauers , , . , ( Passt) erhalten werden, in Eineinnati bringt eS sich kümmerlich durch. Sonst ist eS fast überall schlafen gegangen. selbst in der so stark deutschen Stadt St. LouiS. Ich habe in vergangener Woche wie der einem alten Deutschen ein paar Worte inS Grab nachgesagt. So sterben die Alten ab, Einer nach dem Andern. Mit Wehmuth denke ich dabei. wie wird eS in einigen Jahrzehnten mit dem Deutschthum aussehen ? Der Nachwuchs bleibt nur in wenigen Fä! len Deutsch. Wohl verstehen die jun gen Leute deutsch, aber sie sprechen eö wenig und sie denken nicht in deutscher Sprache. Viele sind auch in ihren Sitten und Bräuchen, in ihrem Um gange nicht deutsch. ES giebt viele deutsüe Familien, in denen keine deutsche Zeitung gehalten, kein Wor deutsch gesprochen wird, in denen selbst den Alten daS Deutsche gleichgiltig ge worden ist. ES sind Leute, welche in lyrer Iugeno wenig lioung genoen "r i Ff habe und nun .deutsch und englisch gleich miserabel sprechen. Die grauen erhalten die deutsche Sprache länger als die Männer weil sie mehr im Hause und weniger in der Außenwelt wirken, und die Süddeutschen wahren ihr Deutschthum Ufa ge.' als die Norddeutschen, besonders die Plattdeutschen, wahrscheinlich da rum weil daS Platt etwas mehr Aehn lichkeit mit dem Englischen hat, als daS Hochdeutsche. WaS aber wird bei alledem auS dem Deutschthum werden.? Mit' seiner Blüthezeit istS vorbei. Möglich, daß einmal wieder eine starke Einvanderung gebildeter Deutscher kommt und damit eine neue Blüthezeit deS amerikanischen DeutschthumS ' anhebt, aber ich kann' nirgends eine günstige 'Aussicht dafür entdecken. DaS Deutschthum- Amerikas geht langsam und allmählich seinem Untergang entgegen. ES vesinkt in 'der Masse der sich bildenden amerikanischen Nation. Ich sehe im Seifte die Zeit kommen, und sie ist durchaus nicht mehr sehr fern, in der eS keine deutschen Vereine, - keine deutschen Zeitungen, keine deutschen ; Kirchen 'mehr ftcM. Hoffen wir, daß bis dahin deutsche Sitte und deutsche Denkart sich dem

Amerikanerthnm so eingepflanzt hat, daß man von dem Deutschthum sagen kann, eS habe seine Mission erfüllt. .

Der Plauderer. Wie nöhmt denVkann ich Gekaentlick US acktnaNen Ge burtstages des Fürsten Bismarck wurde im Kreise Hofgeismar, Reg.Bez. Kassel, von einiaen SStmn des Kreisausschusses die Anregung gegeben. dem eisernen Kanzler die Ehrenbürgerschaft des Kreises anzutragen. Da der Vorschlag erst in letzter Stunde gemacht wurde, so war es nicht meyr möglich, die oft schwer zu Stande kommenden schriftlichen Zustimmungen der einzelnen Ortschaften abzuwarten: die Bürgermeister wurden angewiesen, v . L E. C V 1 ! JL iqr uuiociiianoniB aus ojamucqcrn Wege zu übermitteln. Selbstverständlich liefen von allen Ortschaften zur rechten. Zeit zustimmende Erklärungen em. Wie uraermei uer yanen, oyne erst eine umständliche Gemeinderaihsfifeuna anzuberaumen. ; aus eiaener ' Machtbefugnis dem Vorschlag ihre Zustimmung ertheilt. Anders die Colon Gewissenruy. 'Karl Joseph I?. der Bürgermeister, beruft .den Gemeindeausschuß, zu dem bei der Klenheit des Ortes sämmtliche Familien väter (12) gehören. Er hält folgende Ansprache: Lüh', eck henx vom Landroth ein Schriewen UtQtv.; wi sollt Bismarck taun Ehrenbörger von Gewissenruh ernennen. Wat meint Ji totem?" Langes, nachdenkliches Schweigen der Väter des Ortesso was ist ihnen noch nicht vorgekommen. Nach einer Pause fängt das D.orfober-' Haupt wieder . an: Je,.J, ,mot Ju (Eure) Meinunge utspreken, die Landroth will Bescheid hem.'. Eck kann Jok (Euch) nix seggen dat mot ji allein mieten." Wieder lange Pause. Mdlich erhebt sich unter Rauspern Ut schwerböriae Heinrich G.: Lüh'. ,eck will Jök wat seggen: W hett allide olle Schornsche (em. altes Weih, vas bei den Bauern reibum ' gefüttert wurde) up'n Halse, wer weit wenn wi den Bismarck, taun .Eyrenoorger annöhmt. denn kriege wie den ok noch tau ernähren. Wie nöhmt den'Mann nich." Demgemäß wurde beschlossen. Ilrn neunzehn Zlhr. Werebrte Gnädiae! . ' : Also nach Blankenberabe aebm Sie! Gern möchte ich mein Bund! schnüren und eme Reise machen, um Ihnen (pe sel!sckaft au leisten. Aon Blanken berghe hält mich aber etwas ab die Empfindung, eö konnte mir das Wit derleben mit dem ' scbönen Badeorte wo ich einige der glücklichsten Wochen meines Lebens verbracbt'e. ctni 5fchi der zerstören, den ich mir bewahren mochte. i Blankenberahe! Mir ist's, als sä ße ich noch am Strande und starrte hmaus aus das weite, sonnenbeglanzte Meer weiße Segel gleiten in .der Ferne darüber hin so ziehen lichte Traume an der Menschenseele vorbei. Sie werden zur 5ieit des asten Bad treibens ankommen und gleich eien vollen Eindruck empfangen, am Nach mittaa. so aeaen 13 Ufer. Denn in Blankenberghe zählt man in Folge amtlicher Verordnung die Stunden Nicht von 12 zu 12, sondern, um Mit ternacht beginnend, von 1 bis 24. Wa rum ick daS bier erwäbne? Weil fick eine meiner liebsten Erinnerungen mit ver ungewohnten Zelteinthellung der knuvft. ) 19 Ubr. . . die Stunde bleibt mit unvergeßlich. Natürlich spielt dabei ein junges Mädchen eine Rolle ein junges Mädchen mit blauen Aug ininb aoldenen Locken und einem fiifeen Laschein um den feingeschnittenen Mund. Gleich am ersten Tage meiner Ankunst an der Table d'hote im Hotel des familles. fiel mir der schöne Kopf auf Und als sich zum ersten Male unsere Blicke trafen, da wußten wir, daß wir Beide zu einander gehörten. Denn an der ganzen langen Tafel gab eS wohl kein Weiblein oder Männlein mehr, denen Iuaendlust oder Lebens freude so das 6rn erfüllte wie uns Beiden. - Leider saßen ein Dutzend Menschen und mehr an der Tafel zwischen uns, und zwei, drei Tage mußten wir uns auf den Verkehr durch Blicke beschränken. Nur karg wurden mir auch diese gespendet, höchstens einer zum Ragout, einer zum Braten, einer zum Nachtisch. Aber wie beseligend, wirkten sie, wie dankbar wurden sie empfangen, wie feurig erwidert! Da geschah's an einem Morgen, daß ich einen Weg beschritt, den man , in Blankenberghe .dieSeufzer-AYee nennt, trotzdem es gar keine Allee ist, 'sondern ein Gäßchen. Freilich ein entzückendes Gäßchen, das sich zwischen Landhäusern hinzieht Gartenmauern halten rechts und links die Blicke der Neugierigen ab die Mauern sind mit Grün bekleidet, mit Schlingpflanzen aller Art. und übe? die Mauern ragen die Laubkronen .der Bäume hinaus und wölben sich über' - dem Gäßchen zu einem schattigen Dache, in dem es flüstert und blüht, blinkt und zwitschert wie schön mag es sich hier lustwandeln lassen, nicht wahr zu Zweien? So dachte auch ich Und während ich das bedachte, kam mir mein blondes Mädchen entgegen, und mein jun ges Herz schlug höher. In her Mitte der Seufzer-Allet trafen wir-zusam men. Sie blieb stehen und lächelte. Ich reichte ihr die Hand, küßte die zarten Finger, die sie mir. schüchtern bot und wlr waren bekannt. ' Arm in Arm schritten 'wir dabin, und als meine , ste Verwirrung bezwungen war, wurde ich bcredtsam Tausende Dinge hatte ich ihr ja zu sagen die tausend Wncvdik.man bei. solchen Gelegn.

y'eiNn sagt.wie Sle wisien, metne Gnä-

dige. Als wir an diesem Tage schieden. waren wir schon ganz vertraut und beim Abschied erhielt ich von Annie Annie hieß die Liebliche, und eine Engländerin war sie, die mit dem drolligsten englischen Accent ziemlich gut deutsch sprach den ersten Kuß. Es war der scheueste, flüchtigste und doch süßeste und berauschendste unter allen den Küssen, die ich in der Folg von meinem Mädchen erhielt. Es ist wohl nicht nöthig, verehrte Freudin, Ihnen dergleichen ausführlich zu schildern. . . Und noch etwas erhielt ich: ein Rendezvous für 19 Uhr. . . 19 Uhr. . . Um 18 Uhr- nahmen Annies Eltern das Abendbrod in ihrem Heil, früher als die anderen Badegäste. zufolge einer ärztlichen Verordnung. die dem Vater galt er war magenleidend und aß immer zu viel. Gegen 19 Uhr war man fertig. Papa rauchte dann m den Gartenanlagen des Hotels, wo man manchmal musszirte, seine Cigarre, Mama, eine Deutsche, schlummerte indessen em halbes Stündchen in ihrem Lehnstuhl. Dieses halbe Stündchen war das einzige im Tage, in dem meine Annie ganz sicher ohne Aufsicht war. Da schlupfte sie denn aus dem Hotel, und wenige Minuten nach 19 Uhr schritt sie schon an meinem Arm in der Seufzer-Allee dahin. Ach, die schone yotve stunde: ällir waren 'Beide verliebt, und in der Seufzer-Allee ließ sich so herrlich küssen, rosen und zanken! Ja, auch zantn und. wir zankten ziemlich viel. Das erste Mal schon in der erste Woche unserer Zusammenkünste. Das war eine böse Geschichte und der Zank hatte triftigen Grund. Er betras UNsere dereinstige Vereinigung. Ich stand vor Beendigung meiner Rechtsstudien und wollte mich dann der Gerichtsprazis widmen. Sobald ich eine halbwegs mögliche Stellung hatte, sollte Annie mein Weibchen werden, so entwickelte ich ihr meinen Plan. Sie aber verlangte, daß ich meine Studien aufgebe, ihr nach England folge und mir dort einen Beruf fuche, da sie ihr Vaterland nicht verlassen wollte. Ich suchte sie zu überzeugen, daß ich das Ergebniß vieMhriger Arbeiten nicht preisgeben und mit einer ungewissen Zukunft nicht vertauschen könnte, daß unsere Vereinigung auf diesem Wege noch länger auf sich warten lassen müßte als sonst. So stritten . wir hin und her, und der Streit wurde immer heftiger. Endlich rief Annie erzürnt: Rrni sehe ich, wie deutsche Liebe' ist vorsichtig und egoistisch." Daraus erwiderte ich: ! ,Und ich erkenne, wie englische Liebe ist unbedacht 'und widersinnig." - - v t Die beleidigte Britin spannte hierauf stürmisch, ihren Sonnenschirm aus und sagte mit blitzenden Augen: i -. Mein Herr, nach dieser Beschimpfung will ich Sie niemals wiedersehen niemals!" - Ich antwortete erzürnt und doch riwas kZeinlaut: Gut. niemals!" Und wir schieden erbittert und ohne Abschiedskuß. . Waren wir dumm, meine Gnädige! Um den verpaßten Kuß war mir so fort leid und heftige Reue befiel mich, als ich, wie gewöhnlich nach un serm Scheiden, noch eine halbe Stunde auf der Digue lustwandelte, um das Meer im Avenonammenglanz zu ve wundern, bis die Sonne in ihr feuchtes Grab sank. Die Reue steigerte sich. als Anme am nächsten Tage an der Table d'hote nicht erschien. Ich war sehr unglücklich., und am Abend erschien .ein hoffnungsvoller, junger Mann schon um 18 Uhr m der Seuf-zer-Allee. Ja, um 18 Uhr, meine Gnädige. Ich wußte . ganz bestimmt, daß Annie, wenn sie überhaupt kam, nicht vor 19 Uhr. 5 Mtn. zur Stelle sein konnte. Unh doch harrte ich ihrer schon um 18 Uhr.",So sind die .Verliebten. Und jede' Minute bisir gewohnten Stunde des Stelldicheins dehnte sich mir zur' .Ewigkeit. . . Endlich wurde es 19 Uh?' ein zwei drei vier' fünf Minuten. Sie kam nicht, und das Fieber schüttelte mich. Da sechs Minuten nach 19 Uhr 'erschien am anderen Ende der Seufzer-Allee eine lichte Gestalt. Ja) kannte sie wohl, diese lichte .Gestalt, obgleich sie den weißen, seidenbefranzten , Sonnenschirm nicht schloß und derart hielt, daß er ihr Gesicht verdeckte. . . . i ' ; Alles lachte und jubelte in mir. Am liebsten wäre ich auf sie zugestürzt, um ihr um den Hals zu fallen. Aber ich Heuchler nahm eine ernste, halbverdrossene Miene an, als wäre ich noch nicht ganz unversöhnt. In der Mitte der Seufzer-Allee trafen wir -wieder zusammen.' Da hob sie den Schirm und lächelte. Ich konnte mich nicht länger halten. Sofort holte ich mir den Kuß. der mir Tags zuvor vorenthalten war. Er trug niche Zinsen. Wir waren versöhnt und glücklich. Aber an einem der nächsten Tage be gannen wir wieder den Streit.. Nur machte ich sofort aus, daß der Abschiedskuß immer gegeben werden mußte, wie lebhaft der Zank sich auch gestalte. Und so tönte auch der Zank in einer .süßen Note aus. Das ging so fort, bis wir scheiden mußten. Denn die Abschiedsstunde kam. die Zeit war uns im Fluge verflösset Meine süße Annie schluchzte bei der letzten Begegnung wie ein Kind.. Unser langer Streit war nicht ganz geschlichtet, nur vertagt, mochte ich saaen. Annie willigte nämlich ein, daß ich mein Studium in Deutschland deendige. Ueber das Weitere wollten wir dann schlüssig werden und auch den Vater zu Ra.

Und wie der schöne Roman endete, meine Gnädige? Die Frage liegt Jhnen auf der Zungenspitze. . . Ach. das Leben ist so traurig, grausam und prosaisch. daß es schmerzt, darüber zu berichten. Ich und Annie nun ja wir haben einander vergessen. Anfangs schrieben wir uns täglich Briefe voll heißer Liebesversicherungen, dann alle acht Tage, dann alle vierzehn Tage, dann jeden Monat schließlich hörten wir auf damit. Wir waren in die alten Kreise zurückgekehrt, hatten unsere früheren Beschäftigungen wieder aufgenommen, verkehrten von Neuem mit den bekannten Menschen wir gingen unter in der Alltäglichkeit. Die heiße Liebe der schönen Tag? in Blankenberghe war nichts gewesen wie ein glühender Sommertraum, ein phantastisches Capriccio der Herzen und nach und nach fügten sie sich wieder in den monotonen Tritt der nüchternen Wirklichkeit. Vielleicht hätte es nie ein glücklicheres Paar gegeben als uns Beide. Doch die Ehe war uns nicht bestimmt, vermuthlich weil wir schon in der Flitterzeit der jungen Liebe allen üblichen Ehestreit ausgeko-

stet hatten. Alles vorbei!. . . Aber das Herz geht mir auf, wenn ich an Blankenberghe zurückdenke. 19 Uhr. . . Die uns lächerlich scheinende Bezeichnung der Stunde weckt in mir eine Fülle schöner Erinnerungen. Ich glaube manchmal, ichliebe Annie noch immer. Oder nicht? Jedenfalls werde ich niemals eine Andere lieben, wie ich sie geliebt habe. Beareifen Sie nun. meine Gnädige. warum ich nicht nach Blankenberghe zurückkehren will? Soll ich die Seuf-zer-Allee wiedersehen, ohne Annie dort zu finden? Vielleicht em anderes glückliches Paar erblicken, das jetzt unter dem Blätter- und Blüthendache lustwandelt? Nein, nein, ich will niemals Blankenberghe wiedersehen!. . . In treuer Verehrung Ihr sehr ergebener Freund T h. v o n L i s k a. WodieSchuldliegt. Er: .Was Du da heute gekocht, ist wieder nicht zu genießen. Sie: .Ich hab' es -mir gleich gedacht; das Kochbuch, welches Du mir gekauft, hat ja noch nicht einmal die zweite Auslage.Kein Kunststück. Entrüstete Mutter: Aber ich begreife ga: nicht, Willy, wie Du nur mmer ati Letzter n der Klasse sitzen kannst." -Willy: Ja, ich begreife das selbem nicht, Mama, aber ich muß Dir sagen. es ist furchtbar leicht.In der Ordi nation. Ick weiß nicht, Herr Doctor. aber mii scheint, ich verliere mein Gedächtniß Arzt: Das hat schon seine Richtigkeit, denn Sie . vergessen schon Vu längste Zeit, die Doctorrechnung zu begleichen!" Freiheitsdrang. Richte: (ärgerlich): Ich bitte mir Ruhe im st i . r - r - o cur c i c u)ciicyißstaie aus. ver qicr noaj einen Laut von sich gibt, den lasse ick. durch den Gerichtsdiener an die frische. freie Lust befördern!" Der Angeklagte': Hurrah!" Vom juristischen E xa men Professor: Giebt es Fälle (err Candidat. in denen die Unkennt niß des Gesetzes nicht schadet?" Can didat (nach kurzem Besinnen): O ja wenn man schon seinen Assessor gemacht bat." - m ni Müde Hausbälterinnen. Tanz abgearbeitet, müd und schwach, Morgens, Mittagk und Abends. , Wenn Jemand all' die nervösen, ab gefallenen, abgematteten Frauen fragen vürde, welche Tag um Tag arbeiten und sich kaum aus den Füßen halten können wenn eine Person sie fragen wurde. vag ihr Leiden sei, so würde die eine sagen Dispepfla, eine andere Nerven erfölaffung,z wieder eine an dere grauenschwache usw. Thatsache ist jedoch, daß .sie beinahe alle an derselben Krankheit leiden und daß diese Krankheit Ironischer Katarrh ist. Tausende von versonen leiden an chronischem Katarrh, und wissen es nicht. Sie erkennen, daß sie kraut find, denken aber gar nicht daran, daß ,hre Krankheit chronischer Katarrh ist Wenn sie Magenkatarrh haben, so nennen sie ei Dyspepsie, wenn sie an allgemeiner katarrhalischer Schvache leiden, so nennen sie ei Nervenerschlassung, wenn sie Katarrh der Leder oder Nieren haben, so sagen sie, sie leiden an Gallen- oder Rieren-Krank. heit und wenn sie Katarrh in de Organen des Unterleibs haben, so nennen sie ei Frauenschvache. In Wirklichkeit sind all diese Organe von Katarrh asfizirt und dai Land ist voll von arbettenden grauen, halbe Invaliden, welche an chronischem Katarrh in einem Oladium oder irgend einer Weise an diesen Organen leiden, gräulein grancei Nuael. Marcüi und Anderson Qvenuei, Ct. Louii, Mo., schreibt uberVe-ru-na die folgt: .Ich wünsche, daß alle yersonen. welche mit katarrhalischen Leiden assieirt sind, von Zbrem großartigen Heilmittel hören würden. Ich kann Ihnen für ihre mir erwiesene Güte nicht dankbar genug sein." Jede Nrau, welche alles, was in Oezug aus die ihrem Geschlecht eigenen Krankheiten bekannt ist, wissen will.

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