Indiana Tribüne, Volume 21, Number 357, Indianapolis, Marion County, 14 September 1898 — Page 2
Mzvisns Tribüne.
ErslheKu Tagttch und Somttazv. Die täglich .Tr'.bKne" kostet durch den Xtlgct 1 ent per Joch, die vonntagS.rribüe'k Tet per Woche. Leid uttrae 15 2et5 de, U Eent per r?t. Per P,ft uhrrhalS di wrv ywgqcjtai r per fJa. Csftwi IC Süd labams Ctt&u Indianapolis, Ind., 14 September '98 Frauen auf der Nil(?xpeditlott. Lieutenant Gustin. Begleiter einer der vom französischen Congogebiet aus gegen den obern Nil hin entsandten Expeditionen, schildert in einem Bericht an das Brüsseler Mouvement Geographique" das Leben der Frauen auf dem Zuge der Expedition. Es handelt sich natürlich um Negerfrauen. Die Beobachtungen des jungen Ossici:rs über die sociale Stellung und Charaktereigenthümlichkeiten der Negeisrau sind nicht gerade neu, aber die Schilderung des Lebens dieser Frauen aus dem Marsche und im Lager verdient doch eine Wiedergabe. In einer Exvedition. schreibt Gusiin, wo jeder sein eigenes Leben für die Interessen des Staates zu Markte trägt und wo die geringsten Ereignisse die meisten unserer weißen Frauen zur Ohnmacht blinken würden, muß man den Muth, die Selbstverleugnung und die stall blütigleit bewundern, die die Negerin sogar im Augenblicke Köchster Gefabr auszeichnen. Natürlich ist dies dem Umstände zuzuschreiben, daß sie in ganz anderer Weile mit dem Gesühle rertraut ist, von Gesahien umgeben zu sein. Auf dem Marsche tragt die Ne gersrau an einem geflochtenen Tragkorbe, dessen Tragriemen entweder um die Schultern oder um die Stirn gelegt sind, das Kücbenqeräth: 4 oder 5 Töpfe von verschiedener Größe, einen Eßnapf. Conservenbüchsen. Calebossen und Flaschen, zuweilen einen Mörser nebst Keule und Messer; dazu die Lcbensmittelvorräthe:geräuchcrtesJleisch. Getreide oder Knollenfrüchte, je nach den Erzeugnissen des Landes, durch welches die Expedition gerade geht, Salz, spanischen Pfeffer und Oel; dann ihr Geld. d. h. Gegenstände, die im Lande zum Tauschhandel gebraucht werden, wie Glasperlen, Armbänder. Nadeln, Faden, Schnüre, Bänder u. s. w. Dazu kommen Kleidungsstücke des Gatten": Schurz, Decke, geflochtene Matten und verschiedene Gewebe, endlich vielleicht auch ein Fetisch und Gegenstände von heilkräftiger Bedeutung. Diese ganze Traglast sührt den besondern Namen Biloko und wiegt ca. (30 Pfund. Auf dem Wege hebt sie ihren Schurz bis zu den Knieen auf. wenn sie ihn nicht überhaupt durch ein kürzeres Kleidungsstück ersetzt, wie es die Männer tragen. Sie geht gebeugt, den Kopf gesenkt, gewohnheitsmäßig die auf dem Rücken ruhende Last mit den Händen ein wenig stützend. Sie spricht eine halbe Stunde nach dem Aufbruch vom Lager kein Wort mehr. Oft bedient sie sich auf dem Marsch eines Stockes. Hat die Frau ein kleines Kind, so trägt sie es sitzend in der Höhlung eines besondern Trägers auf der einen oder auf der andern Schulter und umfaßt es mit einem Arme, während das Kind die Beine um denOberkörper der Mutter schlingt. Sie nährt es im Gehen. Das Kind scheint ein Gefühl dafür zu haben, auf dem Marsche Unbequemlichkeiten ertragen zu müssen, denn es stößt keinen Klagelaut aus. nicht einmal in strömendem Regen und in der brennendsten Sonnengluth. Sobald das Kind gehen kann, folgt es seiner Mutter zu Fuß und trägt eine kleine Wasserflasche, aus der es sich zuweilen erfrischt. Während der Morgenmärsche, wenn der Tau auf den Gräsern liegt, trägt es in der Hand eine Strohsackel. deren Gluth es zuweilen anfacht, um den kleinen nackten. ganz nassen Körper zu erwärmen. Die größern Kinder nehmen ihrer Mutter leichtere Geräthe ab. z. B. eine Rolle geflochtener Matten, ein großes Gefäß u. a. Wenn die Colonne bei einem Dorfe anhält, so entledigt sich die Frau ihrer Last, ruht sich aber nicht aus, sondern läuft zuerst in die Felder, um nach neuen Lebensmitteln zu suchen. Die Frauen marschircn stets unter dem Schutz einiger Soldaten, die die Marschordnung unter ihnen aufrecht erhalten und sie verhindern, in die Felder zu laufen, wo sie leicht von den Eingeborenen erschlagen werden können. ' Wo ein Bach überschritten wird, schöpfen sie oberhalb der Durchgangsstelle frisches Wasser. Ist der 5alteplatz erreicht, so ziehen sich die Frauen und die Kinder m den Schatten des Geholzes zurück, um zu warten. bis die Weißen den Soldaten ihre Plätze für die Nacht angewiesen haben. Dann geht jede Frau zu dem ihrem Gatten zugewiesenen Platz und legt dort ihr Biloko nieder. Sie sucht hierauf drei große Steine, aus denen sie über dem Feuer eine Stütze für den Kessel herrichtet. Brennt das Feuer und kocht die Suppe, so läuft sie schnell zum nahen Bach, um ihren Leib zu erfrischen und zu säubern. Nachdem die sorgfältige Waschung beendet ist. nimmt die Negerin einen Tropfen Oel in die Handfläche und reibt sich damit die Haut ein. Dann bindet sie ihren Schurz wieder um und kehrt mit gleichgültiger Miene zu ihrem häuslichen Herde" zurück. Es ist noch zu bemerken, daß unter den Stämmen der Haussa, der Ccngolesen und der MataMatamba, die die Begleiter dieser Expeditionen stellten, natürlich Bielweibcrei herrscht, und zwar sind die moralischen Begriffe von den ehelichen Verhältnissen nach unserer Auffassung dort derart verkehrt, daß eine Frau stolz darauf ist. einem Manne zu gehören, der außer ihr noch recht viele andere Weiber besitzt. Am wenigsten geachtet ist dort die Frau, die ihren Mann mit wenigen oder gar nur mit einer andern Frau theilt. ,
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Königin Wtthelmina. Unter einfachen, aber eindruckZvollen Ceremonien hat 'in der Nieuwe Kirk zu Amsterdam, die aber trotz lhres Namens das ehrwürdige Alter von 400 Jahren hat. die junge Königin Wilhelmina den Thron der Niederlande bestiegen. Am 31. August 1880 als Tochter des Königs Wilhelm III. und seiner Gemahlin Emma, Prinzessin von Waldeck und Pyrrnont, geboren. war Königin Wilhelmina nach den Bestimmungen des Staats-Haus-gesetzes die Nachfolgerin ihre am 23. November 1890 verstorbenen Baters. doch führte während dieser Minderjährigkeit, d. h. bis zur Vollendung ihres 18. Lebensjahres ihre Mutter sowohl die Vormundschaft, wie sie auch als Regentin fungirte. Das Königreich der Niederlande ist nach dem 1840, 1848 und 1887 revidirten Grundgesetze vom 24. August 1815 eine eingeschränkte constitutionelle Monarchie, und die Krone ist in dem Hause des ersten Königs WilHelm I. dergestalt erblich, daß immer die ältere vor der jüngeren, die männliche vor der weiblichen geht. . Aller Voraussicht nach wird die junge Königin an der Krone nicht schwer zu tragen haben, denn im Heimathlande wie in seinem reichen Colonialbesitze erfreut sich das Reich der größten Prosperität. Im Grunde genommen hat sie mit den eigentlichen Regierungsgeschäften auch nicht viel zu thun, denn das Königreich ist ein Verfassungsstaat, in welchem die Generalstaaten, d. h. die Volksvertretung, durch ein verantwortlichesMinisterium regieren. Aber auch von einer VolksVertretung im eigentlichen Sinne des Wortes kann im Königreich der Niederlande nicht wohl die Rede sein, da dort nicht das allgemeine Stimmrecht herrscht. Das Grundgesetz macht das Wahlrecht von gewissen, durch das Wahlgesetz näher bestimmten Bedingungen. die Fähigkeit und den Besitz der Wähler betreffend, abhängig. Selbst nach dem neuen, erst im Jahre 1896 angenommenen Wahlgesetz muß der Wähler 25 Jahre alt sein und im abgelaufenenFiscaljahr eine bestimmte Steuer bezahlt haben, oder im Besitz eines gewissen Einkommens sein, oder einen durch Bestehen der Prüfung zu einem Amte oder Beruf angezeigten Bildungsgrad besitzen. Während vorher nur etwa ein Drittel der volljährigen männlichen Bürger wahlberechtigt war, sind jetzt fast zwei Drittel wählberechtigt; die ärmsten Elemente, welche den Regierungen immer die unbequemsten zu sein pflegen, habe noch immer nichts zu sagen. Nur die zweite Kammer wird vom Volke erwählt. Die erste wird von den Provinzialstaaten (Provinzial-Gesetzgebung) gewählt. So werden also die Regierungsgeschäfte nicht zu schwer auf der jungen Königin lasten; sie wird das Land vorherrschend bei friedlichen Gelegenheiten und dem Auslande gegenüber zu repräsentiren haben, so wie die Königin von England es thut. Immerhin aber kann sie als Landesmutter viel Gutes und viel Böses wirken. Wie unter der Regentschaft der Königin - Mutter Emma, so wird auch unter der Regierung der jungen Königin Wilhelmina das kleine Land voraussichtlich sein stilles Dasein weiterführen, fast unberührt von der hohen Politik der Großmächte. Die Hauptsorge der Königin-Mutter Emma wie der niederländischen Staatsmänner dürste auf die Wahl eines Gemahls für die junge Königin gerichtet - sein, der ihr nicht nur ein liebender Gatte, sondern auch ein fühiger'Berather sein soll. Eine Distelfarm Auf esnem reizenden Fleckchen Erde, in unmittelbarer Nähe der MolallaPrairie im Staate Oregon, liegt eine Farm, deren Besitzer seit beinahe vier Jahrzehnten dieDistelcultur als Hauptsächlichsten Erwerbszweig betreibt. In diesem Jahre hat Herr Sawtelle dies ist der Name des Distelfarmers 50 Acres mit Disteln bestellt. Selbstverständlich verwendet er das Product seiner Arbeit nicht zum Füttern von Eseln; er baut vielmehr die sogenannte Kardendistel, deren Fruchtköpfe in der Tuchmacher zum Rauhen des gewalkten Gewebes. Verwendung finden. Der Anbau der Disteln erfordert, wenig Mühe, aber die Behandlung der Pflanze, um sie in der Tuchfabrication verwendbar zu machen, erheischt nicht geringe Aufmerksamkeit und Sachkenntniß. Herr Sawtelle besitzt eine Anzahl sinnreich construirte Maschinen und liefert einen . ausgezeichneten Artikel, aber er hat in jüngster Zeit Concurrenz erhalten, ' die ihn zum Aufgeben der Distelcultur zwingt und er wird deshalb m Zukunft seine Felder mit anderen Nutzpflanzen bestellen. Es ist nämlich rxrn einem ' findigen Kopfe eine Maschine construirt worden, mit welcher das Rauhen des gewalkten Tuches ebenso gut wie mit Kardendisteln bewerkstelligt werde. kann, und diese Erfindung hat die Erträge der Sawtelle'schen Farm überaus problematisch gemacht. Nach dem Tüdpoll
Eine Südpol-Expedition, die besser vorbereitet und besser ausgestattet ist, als je eine frühere und darum die i besten Erfolge verspricht, ist auf Kosten Sir George Newnes', des erfolgreichern Begründers und Eigenthümers des Strand Magazine", sowie der Zeitschrift TH-Birs" und Miteigen thümers der Mestminster Gazetteausgerüstet worden, nachdem die englische Regierung es abgelehnt hatte, für eine Slldpol-Exvedition die Mittel zu bewilligen. Die Dampfbark Südliches Kreuzt das-die Mitglieder bis an den Rand des ewigen Eises bringen soll, liegt fertig ausgerüstet und mit allem Nöthigen reichlich ausgestatte! in der Nähe der großen TowerBrücke auf der Themse vor Anker. Das Südliche Kttüz" ist einSchiff, das sich auf der Walfischj'agd und beim Robbenfang bewährt bat. und nacb-
dem Sir George ewnes es für die Zwecke seiner Siidpol-Expedition erworben hatte, hat es Colin Archer, der Erbauer der berühmten Fram" vollständig überarbeitet und Widerstandsfähiger gemacht und mit besonderen praktischen Einrichtungen versehen. Die Expedition selbst steht unter der Leitung des schwedischen Gelehrten C. E. Borcharevink. die Namen der übncjen Theilnehmer sind: L. Bernacchi, Colbeck (magnetische Observatoren), Dr. Klövstad (Arzt), Hansen. Hugh Ewans (Zoologen), A. Fougner (erster Officier). An der Ausrüstung hat Sir George Newnes nichts gespart: die Pelz-Anzüge sind theilweise sogar luxuriös, mit wissenschaftlichen Apparaten. Waffen. Geräthen. Schlitten, Eskimo-Kayaks, Skis und Schneeschuhen ist die Expedition genügend versehen, und neunzig Samoje-den-Hunde befinden sich an Bord, die mit ein Paar tausend Pfund Unkosten aus Sibirien beschatt wurden, rnd als deren Hüter und Pfleger zwei Finnen in ihrer Nationaltracht auf dem Schiffe sind, die bisweilen dazwischenschlagen müssen, wenn diese PolarHunde sich ihrer Gewohnheit gemäß gegenseitig beißen. Das Südliche Kreuz" wird zunächst nach Hobart-Town in Tasmania und von dort nach Victoria-Land segeln. 1841 hat Sir James Roß zum ersten Male die weiten Eisfelder, die dieses Land bedecken, gesehen. Er umsegelte ein Stück der Küste, sah und benannte den 12.000 Fuß hohen Vulcan .Erebus". den Berg Terror" und viele andere Punkte, das Innere des Landes selbst betrat er aber nicht, weil die davorliegende hohe Eisbarre ihm unübersteiglich schien. Herr Borchgrevink, der seit jenen Tagen der Erste ist, der das Land wiederum gesehen hat, hält die Eisbarre nicht für unübersteiglich. er. glaubt, daß sich dahinter ein Tafelland befinde, das er mit Schneeschuhen und Hundeschlitten ebenso überschreiten könne, wie Nansen Grönland durchquerte und daß er auf diesem Wege den magnetischen Südpol erreichen kann. .Herr Borchgrevink selbst hat sich über seine Ziele mit folgenden Worten geäußert: Der Hauptzweck der Expedition ist, wissenschaftliche Daten zu sammeln, daneben wird aber auch der weiteren Erforschung der Handelsge legenheiten im südlichen Eismeer, auf den Inseln und an den Küsten von Victoria-Land volle Aufmerksamkeit zugewendet werden, und das Schiff ist mit der - nöthigen Ausrüstung dafür versehen. Ich halte noch immer meine Ansicht aufrecht, daß sich der commerciellen Energie doch noch eine Zukunft bietet, sowohl in Bezug auf Guanofelder, als auch in Bezug auf Walfischund Robbenfang. Indessen wird mein wissenschaftlicher Stab seine ganze Energie der wissenschaftlichen Forfchung zuwenden. Ich habe vor, mit einer genügenden Ausrüstung von wissenschaftlichen Apparaten, Lebensmitteln, Hunden und Schlitten bei Cap Adair auf Victoria-Land zu landen und dort Winterquartier zu errichten. Halbkugelförmige Hütten, die nach der Art der Eskimohlltten construirt und aus hartem Holze angefertigt sind, werden wir mitnehmen, fowie auch einiges lebendes Vieh. Sobald die Lebensmittel undGeräthe für das Hauptlaar gelandet sind, wird sich dasSchiff mit seiner Mannschaft, mir selbst und drei Herren meines Stabes, weiter nach Süden begeben, wenn möglich bis zum 76. südlichen Breitegrade, wo wo meine Gefährten und ich uns mit unserenJnstrumenten, Hunden, Schlitten, Lebensmitteln und anderen nothwendigen Gegenständen ausschiffen werden, um die vandreise nach dem magnetischen Südpole zu anzutreten. Wenn es mir gelingt, unter jenem Breitegrade auf Victorialand zu landen. dann habe ich ungefähr zehn Längengrade in westlicher Richtung zu durchkreuzen, um zum magnetischen Südpole zu kommen, der sich unter dem 75. Grade 5 Minuten südlicher Breite und unter dem 150. Grade östlicher Länge befinden muß, das wäre eine Entfernung von 150 englischen Meilen. Ich hoffe, den Weg landeinwärts und zurück in zwei Monaten zurückzulegen. In der Zeit werde ich die nöthigen magnetischen Beobachtungen gemacht haben und wieder beim Lager bei Cap Adair zurück sein, ehe der arctische Winter anbricht." Mein wissenschaftlicher Stab bei Cap Adair wird inzwischen damit beschäftigt gewesen sein, die Bai von Victorialand zu erforschen, TiefseeUntersuchungen anzustellen, die Fjords zu erforschen und Proben der Fauna und Flora zu sammeln, ' außerdem Pendel - Untersuchungen anzustellen, meteorologische Daten aufzunehmen u. s. w. Das Südliche Kreuz" wird inzwischen nach Australien oder Tasmanien zurücksegeln, weil es eineLtheils sicherer ist für das Schiff, und weil das Schiff selbst auch zwischen den Inseln, die zwischen Australien und Victorialand liegen, während des späterenTheiles des antipodischen Winters werthvolle Arbeit verrichten kann.' Es würde sicherer sein, weil es der Gefahr des EisdruckS aus dem Wege' ginge, und dann könnte es im folgenden Frühjabr frisch nacb Victorialand- segeln, um die Mitglieder der Expedition zur Civilisation zurückzubringen. In zoologischer Hinsicht erwarte "ich große EntDeckungen, namentlich auf Victorialand selbst. So viel) wir wissen, ist die antarctische Zone die Heimath von sehr von einander verschiedenen Arten von Fischen. Walen, Robben und Vögeln, aber sicher gibt es in jenen Geg:nde?l auch noch unbekannte Säugethiere."
- I n b t x t f a n st e n t n ' Anstalt am Klingelpütz zu Köln starb ein Insasse, iDegenhard.Empt. der seit 50 Jahrew-die Schwelle der Anstalt nicht überschritten hatte! Er war 1848 'we gen Mordes zu lebenslänglichem Zucht. Haus vcrurtheilt worden. Schon vor her hatte er 5 Jahre. Zuchthaus verbüßt. Von seinen 83 Lebensjahren Hit er somit drei Viertel . im Zuchthause verbracht. .
Emopüische'Rundschau. Provinz Brandenburg. . Berlin. Ein alter Veteran der Königlichen Opern - Capelle, derKammermusikus a. D. Frieckcrt, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Der als Bursche zum Rittmeister Prinzen von Hohenlohe - Oehringen commandlrte Ulan Haase von der 4. Eskadron des 2. Garde - Ulanen - Regiments brachte sich im Thiergarten einenSchuß in den Kopf bei. Wegen Brandstiftung verhaftet wurde in Weißensee der in der Wörtherstraße 5 wohnhaste 25jährige Schreiber Gustav Peters; er wurde in das hiesige Untersuchungsgefängniß überführt. Ein Wiedersehen in der Heilanstalt feierten dieser Tage zwei dem Trunk ergebene Brüder., der Maurer August und der Arbeiter Heinrich Lllck. Beide waren, weil das Delirium bei ihnen auSgebrochen war, fast gleichzeitig in der betreffenden Anstalt untergebracht worden. Auf 5 Jahre Zuchthaus erkannte die Strafkammer wegen Sittlichkeitsverbrechen, begangen an Schulkindern von 7 10 Jahren, gegen den ehemaligen Lehrer der 82. Gemeindeschule in Moabit. Karl Werkmeister. Am Kottbuser Ufer kam die vierjährige Tochter des Holzhändlers Köne um's Leben. Sie war ihrer in den Landwehrcanal gefallenen Puppe nachgesprungen. Das Strafverfahren gegen die Modistin Auguste Schrattenauer. die ein Revolver - Attentat auf ihren früheren Liebhaber, einen Postassistenten verübte, ist eingestellt worden. Die Aerzte haben die Schrattauer für geisteskrank erklärt. Schulden haben den 34 Jahre alten Postboten Schindler aus der Bergstraße 46 in den Tod getrieben. Der Mann war als Billard- und Kartenspieler in seinem Viertel bekannt und gab für seine Leidenschaft mehr Geld aus, als seineVerHaltnisse erlaubten, zumal da er Frau und Kind zu ernähren hatte. Schindler erschoß sich. Fahnenflüchtig geworden ist aus dem Palais des Prinzen Albrecht von Preußen der Gefreite Elgers, der dem Königs - HusarenRegiment in Bonn angehört und als Bursche zu dem Adjutanten des Prinzen commandirt war. Provinz Ostprnlßelu Königsberg. Vor dem Stein dammthor wurde der Maler - Werner erstochen. Binnen Kurzem ist dies der zweite Fall dieser Art. Ein entsetzlicher Unglücksfall hat sich in der Dumcke'schen Fabrik auf dem Vorderroßgarten ereignet. Als ein kupferner Kessel aufgewunden wurde, zerriß das Seil, an welchem er hing. Der Kessel stürzte herab und zerschmetterte den Kopf des unter dem Kessel stehenden Küpferschmiedegesellen Gustav Eifler; der Mann war auf der Stelle todt.
A l l e n st e i n. Der 25 Jahre alte Maurer Stoll stürzte von dem 20 Meter hohen Gerüst des Wasserthurmes und zog sich so schwere Verletzungen zu, daß er bald darauf starb. Provinz Wkstpreußcn. D a n z i g. Sein 50jähriges Jubiläum als Tischler- und Stuhlmachergcselle beging Gustav Giese. Der Jubilar steht seit 36 Jahren beiKunsttischlermeister Schönicke in Befchäftigung. Ein vom Thürmchen des Gymnasiums herabstürzender Mauerstein erschlug das 32jährige Fräulein Klara Brandt. Berent. Ein in der Werkstätte des Vottchermeisters Kopecki entstände, nes Feuer theilte sich dem benachbarten Wohnhause des Häuslers Michaelis und auch dem alten Sudhause der Brauerei mit. Alle drei Gebäude fein den eingeäschert. Briefen. Kantor Fischer hat seine Pensionirung nachgesucht und tritt am 1. November nach 50jährigerAmtsthätigkeit in den Ruhestand. Marienwerder. Sein 50jähriges Bllrgerjubiläum feierte der Senior der Stadtverordneten, Franz Döring. M e w e. Ertrunken ist beim Vaden der 15jährige Sohn des KaufmannS Nathan Cohn. Provinz Pomriem. . Stettin. Die goldene Hochzeit beging Schneidermeister E. C. H. Schatz mit seiner Ehefrau, Wilhelmine, geb. Arndt. Schatz ist 80 Jahre alt und gehört der hiesigen Schneiderinnung seit dem Jahre 1853 an. Frau Schatz steht im Alter von 71 Jahren. Im hiesigen Gerichtsgefängniß erhängte sich ein Untersuchungsgefangener. der Arbeiter August Kühn. ..'.Bahrenbruch. Im hiesigen Dorfe kam Feuer zum Ausbruch, das sich schnell zu gewaltigem Umfang ausdehnte. In kurzer Zeit wurden 11 Gebäude fast vollständig vernichtet. Der Schaden an Futter, Getreide. Ackergerathschaften, Wagen, Mobiliar u. s. w. ist sehr groß. Besonders schwer wurde der Bauernhofbesitzer F. Tiede betroffen, dem 70 Schafe, 8 Schweine, 3 Kühe, mehrere Kälber und etwa 40 Hühner verbrannten. Provinz Schlesvig-Holstcin. . Alton a. Viehhändler Alfred Henning wurde als Leiche aus der Elbe gezogen. Zerrüttete VermögensVerhältnisse sollen ihn veranlaßt haden. Selbstmord zu 'begehen. Der deutsche MUllerbund hat den Beschluß gefaßt,. keinem Bäcker, der die socialdemokratischen Forderungen bewilligt hat, Mehl zu liefern. - Kellin ghu sen. Schuhmä chergeselle AsmuS, 43 Jahre alt und aus.Büfum gebürtig, ist Nachts in die Stör gefallen. Seine Leiche wurde Tags darauf im Wasser treibend aufgefunden. K u d e n s e e. Die Diamanthochzeitsfeier beamg das Gastwirth Paul Witt'sche Ehepaar. Meldorf. . Bei einem heftigen Sturme verlor Schiffer Schaumann von hier Schiff und Ladung. Der Mannschaft gelang es, sich zu retten. ; Neutntirchen. Infolge Blitz schlags wurde daö Anwesen des BälterS .Hansen tingeäschert.
Provinz Schlesien. B r e s l a u. Der Dieb, welcher einen Einbruch in das hiesige Museum schlesischer Alterthümer verübte, ist in der Person des Kausmanns.Langmartin festgenommen worden und hat ein Geständniß abgelegt. Der Verbrecher führte 24 gestohlene Münzen bei sich. Gleiwitz. Auf der Chaussee nach Schönwald wurde der Hüttenarbeiter Swonka von drei Straßenräubern überfallen und erschlagen. Die Verbrecher sind verhastet. Großwartenberg. In Cammerau brannte die Besitzung des Gutsbesitzers ZLkiel nieder, dessen Frau und erwachsene Tochter in den Flammen umkamen. Auch ein Feuerwehrmann wurde schwer verbrannt. I a n n o w i tz. Die Scheuer des Schmiedemeisters Jung ist gänzlich niedergebrannt. Königshütte. Der Bautechniker Goldberger wurde unter dem dringenden Verdacht, den Maurermeister Tentschert ermordet zu haben, um dessen Frau heirathen zu können, verhastet. Provinz Posen. Posen. Aus Furcht vor Strafe wegen Soldatenmißhandlung erschoß sich der Bataillons - Tambour Bahr vom 6. Grenadier - Regiment. Arys. Beim Scheibenschießen wurde der 12jährige Sohn des Arbeiters Götze aus Wirsbinnen, der mit seiner Mutter am Rande des Waldes Blaubeeren suchte, von einem Geschoß' so unglücklich in den Rücken getroffen, dah er auf der Stelle todt war. F o r d o n. Der Fischer Karl
Lorenz aus Fordoneck ist beim Einzie hen von Aalschnüreu in der Weichsel ertrunken. M o g i l n o. Dem Gutsbesitzer Rozanski in Padniewo brannten zwei Scheunen und ein Stall nieder. Gro ßere Erntevorräthe, sowie 60 Kälber und drei Fohlen sind müverbrannt. Der Schaden ist durch Versicherung ge deckt. P.-ovknz Sachsen. D i t t e l st e d t. Aus Liebesgram erhängte sich die 17jährige Pau line Krause in demHause ihres DienstHerrn. Das 2 Jahre alte Töchterchen des Eisenbahnarbeiters Feilsche stürzte aus einem Fenster des ersten Stockes im Bäckermeister Schreck'schen Hause auf die Straße und trug schwere Verletzungen am Ruckgrat davon. Erfurt. Im Dienste verun glückt ist auf dem hiesigen Bahnhofe der 50iahrlge Elsenbahnarbeiter Hemrich Krause aus Azmannsdorf. indem er von dem einfahrenden Eilgüterzuge erfaßt und überfahren wurde. Der Verunglückte konnte nur als graßnch verstümmelte Leiche unter dem Zug hervorgeholt werden. E l l r i ch. Der Oekonom DempWolf, früherer Ortsschulze von Gu dersleben, wurde, als er mit seinem mit 4 Kühen bespannten Wagen die Straße nach Ellrich befuhr, um nach seinem Acker zu gelangen, buchstäblich zu Tode geschleift. Der Unglückliche ist wahrscheinlich beim Abspringen vom Wagen mit den Kleidern hängen geblieben und die Kühe sind davongelaufen. . " Provinz Hannover. Hannover. Der 45jährige Ludwig Tude hat sich in einem Brunnen ertränkt. Der Selbstmörder hinterläßt Frau und mehrere Kinder. Lehrer und Organist a. D. Ludwig Gehrich feierte mit seiner Frau das Fest der goldenen Hochzeit. Goslar. Der durch das jüngste Hochwasser verursachte Schaden ist für den Kreis Goslar auf mindestens 200.000 Mark zu schätzen; allein an 20 Brücken sind theilweise ganz zerstört. ' H ar b u r g. Der Fischer Riege aus Ochsenwälder fuhr mit seinem Kahn an, einen Schleppzug heran, um Fische zu verkaufen. Infolge schlechten Manöverircns schlug das Boot um. Riege fand den Tod in den Fluthen. Loccum. Der Arbeiter Ehlerding hat sich im 5ause seines Schwagers. des Schuhmachers Kuhlmann, in angetrunkenem Zustande erhängt. L U n e b u r g. Kaufmann Karl Göcke aus Braunschweig ist aus dem hiesigen Gefängniß aüsgebrochen. Er war in Untersuchungshast wegen über hundert Wechselfälschungen und Betrügereien die ihm zur Last gelegt werden. Provinz Westfalen. D ü l m e n. Von einem Zuge überfahren und getödet wurde der Weichensteller Schöler. . E n n i g l o h. Sein Frau erstochen ha der Kolon Dreckmann. Zwischen den Ehegatten herrschte schon seit Jahren Streit; dieser Tage kam es beim Abendessen wieder zum Zwiste, wobei der Mann mit einem Brotmesser auf seine Frau einstach und sie in's Herz traf. Er stellte sich sofort der Behörde and erklärte im Verhör, er habe im zifer die That begangen. H e m e r. Ertrunken sind im Hemerbach der 8jährige Sohn des Fabrikarbeiters Schmidt und de? 3 Jahre alte Sohn des Arbeiters Wienand. . K ö r b e ck e. Das goldene Hochzeitsfest feierte das Ehepaar Theodor und Clara Wichard aus Delecke; der Gatte ist 79, die Gattin 74 Jahre alt. Lippstadt. .Die Eheleute Bierbrauereibesitzer Wilhelm Nies feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Rbeinprcvinz. .Aachen. Hier feierten Dr. med. Rey das 60jährige, Geh. Sanitätsrath Dr. Frank das 50jährige Doktorjubiläum. B a ch a r a ch. Anscheinend in einemAnfall geistigerUmttachtung stürzte sich ein Herr kurz vor der hiesigen Station aus dem Zug und wurde mit zerschmettertem Schädel todt ausgefunden. Zwei mitreisende Herren konnten den Selbstmörder . nicht mehr zurückhalten. In dem Todten wurde Wilhelm Richter auö öklinaen in Würtembera.
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A practicing physician in Shelbyville relates that his attention was sirst directed to jM TABUIES by a brother doctor while on a visit to the National Capital at Washington, D. C, sorne years ago. 41 1 first used the Tabules rnyself experirnentally," says the Illinois doctor, "and derivedsuch benefit srorn thern thatlat once adopted thern as a part of my medical armormentarium. They have givengreat satissaction and in one case where the stomaen was infected by large stomach worms, the Tabules destroyed the worms and expelled them, greally to my surprise and also to the permanent relief of my patient."
LAXIR BONBONS KURIEREN VERSTOPFUNG (.:di, Reisender einer Weinhandlung m Cues-Verncastel. identificirt. Bonn. Der Stations - Assistent See! wurde auf demGüterbahnhos von einer Rangir - Abtheilung überfahren und getödtet. . ' C ob lenz. Der Geh. ProvinzialSchulrath Henning ist in Ottweiler plötzlich gestorben. E n g e r s. Hier wurde der Schlosser Höwer aus Bendorf durch einen Lokalzug der Wesierwaldbahn überfahren und sofort getödtet. Provinz Hcsscn-Nassall. Kassel. Von einem Wirbelsturm wurde die kleine Gemeinde Alrafft betroffen. Der Wirbel bewegte sich auf einer verhältnißmäßig schmalen Bahn durch das Dorf Alrafft und seine Flur und richtete auf seinem ganzen Wege schreckliche Verwüstungen an. Sämmtliche Dächer wurden der Ziegeln beraubt, einzelne abgedeckt, selbst die auf den Dachfirsten aufgenagelten Schieferplatten wurden herabgerissen. Eine Menge Obstbäume wurden entwurzelt. Bockenheim. Der Oelmüller Adam Sell befand sich als Wächter allein in der im Umbau begriffenen Oelfabrik von Mohr. Sein Sohn wollte ihn Abends besuchen, fand den Vater aber todt in einer Blutlache unter einer Holztreppe. Wahrscheinlich ist Sell von der regenfeuchten Treppe lbgestürzt. Der herbeigerufene Arzt stellte Genick- und Schädelbruch fest. D r e i h a u s e n. Kürzlich schlug der Blitz in das Lanae'sche Wohnhaus, betäubte zwei Personen, die sich aber bald wieder erholten, und äscherte das Gebäude ein. Im benachbarten Leukersdorff brannte aus gleicher Ursache die neuerbaute Scheune desGutsbesitzers Tuchscheerer ab. Wlitteldeutsche Staaten. A r n st a d t. Im benachbarten Espenfeld hat die ca. 70jährige Ehefrau H.- sich nach der Scheune begeben, bis auf das Hemd entkleidet und auf ausgebreitetes Stroh niedergelegt, wo sie sich mit einem großen Fleischermesser zwei tiefe Schnittwunden am Unterleib beibrachte, so daß die Eingeweide hervortraten. Die Frau wurde von ihrem Manne noch lebend aufgefunden, verstarb jedoch bald darauf. A u m a. Wegen Verdachts eines Sittlichkeitsverbrechens, begangen an seiner noch nicht 12jährigen Adoptivtochter, wurde der Gutsbesitzer Peterlein in Staitz verhaftet und hier inUntersuchungshaft genommen.-Der hier in der Sommerfrische weilendeSchriststeller Dietze - Dider, Dr. phil. aus Leipzig . Volkmarsdorf, wurde ' auf Antrag der Staatsanwaltschaft zu Köln verhaftet. Dietze - Dider ist dringend des Betrugs und der Unterschlagung verdächtig. Braun schweig. Auf offener Straße verbrannte der 72jährige Friedrich Staudmeister. Er stand im Augenblick in vollen Flammen und ist den erlittenen Brandwunden erlegen. Die Ursache wird darauf zurückgeführt, daß Staudmeister die brennende Eigarre bezw. Pfeife in die Tasche gesteckt hatte. Der Gärtner Franz Mägdefrau, der auf dem Rittergute Marxbüttel an der Dreschmaschine beschäftigt war, gerieth mit dem linken Arme in die Trommel der Maschine, wodurch ihm der Arm an' der Schulter abgerissen wurde. C o r b a ch. Erschossen hat sich der Kreisiote Witte. Unregelmäßigkeiten in der von ihm verwalteten Spöttelnlasse sollen d'.e Ursache zur That gewesen sein. - Zeitgemäß. Dame (ihr Album zeigend) Das hier ist das Bild, meines ersten Mannes und dessen zweiter Frau. Dies hier ist die erste Frau meines jetzigen Mannes und deren zweiter Mann. Das ist mein zweiter Mann und dessen erste, und hier ich als seine zwei Frau. Hier die Mutter des ersten Mannes zweiter " Hrr: Danke, danke! Haben Sie nichts Unmoderneres?
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