Indiana Tribüne, Volume 21, Number 355, Indianapolis, Marion County, 12 September 1898 — Page 1

o O rt o 00 TVO W.O K V w y w w o o W V V Ossice : No. IS üb Alabama Otrasze. Telephon 117 U Jahrgang 31 Indianapolis, Indiana, ZNontag, den 2. September 1898. 90355

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(tXfrtfsl Hemt borgen im Alte? von 52 Jahrtn VllilU Louis Cchetter. Sattin von Christian Echttt.r, in ihrer Wohnung, 610 ESv Meri dian Straße. Die Zeit der Tendigung wird später be sinnt gemacht. Cbriftian ZSitiUt, Satte.

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ArchllMilhkn. Wetterbericht. Wärmere, schöne Wetter heute Nacht, morgen wahrscheinlich Negen.

Höchste Temperatur innerhalb der lehten 24 Stunden 70 Grad, niedrigste 49 Grad. SchisselSBadeanttalt. Wassertemperatur 76 Grad. -i Schatzamtö-AuSweiS. Washington, 12. Sept. Baarbestände 5309,785,101; Goldreserve 5235,715,227. Militärische. Washington, C..12. Sept Da? Kriegsdepartement hat den com mandirenden Offizieren der Militär. departemenlö, ArmeecorpS und dazu gehörigen Commandänturen Befehl er theilt, dem Generaladjutanten so bald wie möglich die Namen solcher Ossi ziere der regulären und freiwilligen Armee, die weger. hervorragendertzandlungen vor dem Feinde zur Besörderung berechtigt gehalten werden, einzusenden. Generalbefehl No. 139. der vom Kriegsdepartement veröffentlicht wurde, schreibt vor, daß alle Offiziere von auf sechzig Tage beurlaubten Regimentern als auf Befehl wartende Offiziere in der Armeelifte geführt und wie ihre Truppen beurlaubt werden sollen. DieS sichert den Offiziren bessere ezahlung. Sin anderer Paragraph deS Befehls legt den commantirenden Offizieren der HoSpitSler die Verantwortlichkeit ür die Entscheidung auS, ob kranken SoldaOn, die beurlaubt werden, Schlafwagen gestellt werden sollen oder nicht. . Furchtbare Erplosion. Philadelpia, 11. September. Durch die Ezplosion von vierzig Gallonen Gasolin im Keller eines SpezereiwaarengeschäfteS, No. 1444 South Str.. wurden heute Abend bestimmt vier Personen und vielleicht ein Dutzend und mehr um'S Leben gebracht. DaS Gebäude, in welchem die Katastrophe eintrat, und die Nebengebäude an beiden Seiten stürzten ein. Bis zehn Uhr Abends, vier Stunden nach dem Unglück, waren vier Leichen aus den Trümmern gegraben und drei derselben identisizirt. Wie die Explosion entstand, ist noch unbekannt. Die Front deS HauseS No. 1444 wurde in die Straße geschleudert und gleich daraus erfolgte der Einsturz der Nebengebäude, in welchem sich MorriS Goldberg'S Möbelladen, Louis SalloneseS Schuhladen und L. Wanger'S Kleiderladen befanden. Alle Gebäude waren Backsteinhäuser und drei Stockwerke hoch. Bei der herrschenden Verwirrung ist eS noch nicht möglich, genaue Einzelheiten zu berichten; eS wird aber berichtet, daß die oberen Stockwerke von Familien bewohnt waren. Man befürchtet, daß der Verlust an Menschenleben groß sein wird. )4 DaS gelbe Fieber. Austin, Tex, 12. Septbr. Der StaatS-GesundheitSbeamte Blunt erhielt von der Gesundheitsbehörde von New Orleans die Mittheilung, bis jetzt seien in Franklin, La., 26 Fälle von gelbem Fieber vorgekommen, 14 davon bedurften ärztlicher Behandlung und alle verliefen günstig. 23 Fälle find in Taylor, Miss., und 2 TodeS fälle zu verzeichnen. 3a Orwood 34 Fälle, kein Todesfall; in Waterford Miss., eine Erkrankung. ' BessereZuftände. Havana, 11. Sept. Die Resolute" mit der amerikanischen Eomis fion an Bord ist hier eingetroffen. Die Mitglieder der spanischen Commission statteten den ersten Besuch ab. Der General-Capitän Llanco wird die Commission im Kron-Saal des Pa lafteö empfangen. Havana, 10. Sept. Freitag Morgen wurden die Archive vom Gou verneurS-Palast nach dem spanischen Poftdampfer Ciudad de Cadiz" über führt, der Samstag nach Spanien ab ging. Am Nachmittag deS 5. September kam der kubanische General Pedro Diaz mit seinem Stab und' einem MusikeorpS nach Artemisa und machte de spanischen Oberst Duett seinen Besuch. Er wurde durchaus freund-

schaftlich empfangen. Ueberhaupt gleichen sich die Gegensahe aus. Die Bürgermeister der Städte befolgen die ihnen von der kubanischen Jnsurgenten Negierung zugesandten Befehle.

Die Ermordung der Kai se r i n. Bern, 11. Sept. Der Bunde? Präsident und andere Mitglieder der Regierung waren sehr niedergedrückt über die Nachricht von der Ermordung der Kaiserin. Man ist entsetzt, daS etwaS derartiges in der Schweiz geschehen ist. Die Gesetze deS Cantonö, in welchem daS Verbrechen stattfand. kennen die Todesstrafe nicht, lebenS längliches Zuchthaus ist die schwerste Strafe deS dortigen Gesetzbuches. Als der österreichische Gesandte, Gras Kü stein, die Nachricht erhielt, begab er sich sofort nach dem Palast, wo er mit dem Ausdruck deS tiefsten Bedauern? empfangen wurde. Vermittelst Extra zugeS begab er sich sodann nach Genf, begleitet vom Generalanwalt der Schweiz, der die Sache sofort in seine Hände nahm. Genf, 11. Sept. Die Bahre, auf welcher die Kaiserin nach dem Hotel gebracht wurde, war in der Schnelligkeit aus Segeltuch und Rädern hergestellt worden. Aerzte und Priester wurden sofort herbeigerufen und )er Kaiser telegraphisch benachrichtigt. Alle Bemühungen, die Kaiserin in daS Leben zurückzurufen, blieben erfolglos. und sie starb um 3 Uhr. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß ein dreikantiger Dolch benutzt worden war. Nach vollführte? That lief der Mörder die Rue deS AlpeS entlang, augenscheinlich in der Abficht, die Place deS AlpeS zu gewinnen, aber ehe er soweit gelangte, wurde er von zwei Droschkenkutschern gefaßt, welche Augenzeugen deS VerbrechevS gewesen waren. Diese übergaben ihn einem Bootführer und einem GenSdarmen, die ihn auf die Polizeistation brachten. Der Gefangene leistete keinen Widerstand. Er fang sogar auf dem Wege zur Wache. Ich Hab'S gethan" und Sie muß todt sein." Auf der Polizeisia'ion erklärte er, er sei ein verhungerter Anarchist, ohne Haß gegen die Armen, aber mit Haß gegen die Reichen." Wien,. 11. Sept. Der Mörder Luccefi hatte die Abficht, den Herzog von Orleans zu ermorden. Dieser war aber bereits abgereist. Er folgte ihm 25 Meilen weit, traf ihn aber auch dort nicht mehr an. Bei seiner Rückkehr erfuhr er von der Anwesenheit der Kaiserin. Als er einen Lakai nach dem Landungsplatz gehen sah, schloß er daraus, daß die Kaiserin abzureisen gedenke. Er stellte sich hinter einen Baum mit einer dolchartigen spitzen Feile in der Hand. Nach wenigen Minuten erschien die Kaiserin in Begleitung ihrer Hosdame, worauf die That erfolgte. Luccefi gesteht, daß er seit seinem 12. Jahre ein Anarchist gewesen sei und fügte hinzu : Wenn alle Anarchisten ihre Pflicht thäten, wie ich, so wären die Bourgeois bald derschwunden. Er wisse, die That habe keinen Nutzen, aber er habe ein Beispiel geben wollen." Die Waffe ist nicht gefunden worden. 3a Paris ist die Sympathie besonderS groß, wo man sich an den schrecklichen Tod ihrer Schwester, der Herzogin von Alencon, erinnert. Die Wunde ist an der Leiche kaum fichtbar. Die Waffe ist in daS Herz selbst eingedrungen. Die Kaiserin war unter dem Eindruck, daß sie bloß einen hestigen Schlag erhalten habe. Sie sagte :. Er hat mich nur vor die Brust gestoßen und wollte jedenfalls meine Uhr stehlen." Wien, 11. Sept. Die Selbstbeherrfchung des Kaisers wird allgemein bewundert. Der Schlag, der ihn traf, hat in Rücksicht auf sein hoheS Alter allgemeine Befürchtung hervorgerufen. Zuerst ganz betäubt, erholte er sich bald wieder, zeitweilig aber bricht er in hef tigeS Weinen auö. Zum Hofmarschall Fürsten von Lichtenstein sagte er : ES ist unbegreiflich, wie ein Mann seine Hand gegen eine Frau erheben kann, die nie in ihrem Leben Jemand verletzt, son dern nur GuteS gethan hat". Er seufzte und sagte serner: Mir wird nichts im Leben erspart." BeileidSdepeschen treffen von allen Theilen der Welt ein. Unter denselben befinde sich Depeschen von Kaiser

Wilhelm, von Präsident McKinley und fast allen europäischen Monarchen. Lausanne, 11. Sept. Zehn Freunde und Bekannte deS Mörders wurden heute hier verhaftet. Er arbettete in der Nachbarschaft von hier alö Steinhauer. Lktzten Monat reichte er ein Naturalisationsgesuch ein, zog eS aber letzten Montag wieder zurück.

--' D er Fall DreyfuS. Paris, 11. Sept. Eine, halboffizielle Meldung sagt heute Abend, der Kriegsminister habe ' dem Justizminister die Papiere übergeben, welche auf den DreyfuS-Fall Bezug haben, zugleich mit dem Ausdruck seiner Anficht, welche dahin geht, daß DreyfuS schuldig sei. Gerade wie seine AmtSVorgänger. Er will daS Militärgouvernement von Paris wieder übernehmen. Der Ministerrath wird am Montag endgiltige Beschlüsse fassen. Die Franzosen am Weißen Nil, südlichvon Khart u m. O m d u r m a n, Sudan, 11. Sept. Der Kalif Abdullah hörte wenige Tage vor der Schlacht bei Omdurman,.eine Abtheiung Weißer habe Fasoda. eine Stadt am westlichen Ufer deS Weißen NilS, besetzt, etwa 400 Meilen südlich von Khartum, die Hauptstadt eineö fruchtbaren, dichtbevölkerten Distrikts. Der Kalif sandte sofort zwei Dampfer ab, um die Wahrheit deS Gerüchts zu ergründen. Einer davon kam am 7. nach Omdurman zuiück und ergab sich den Engländern. Der Befehlshaber berichtete, Fasoda sei von Weißen besetzt, die sofort ein heftiges Feuer eröffnet hätten, so daß der Dampfer beinahe untergegangen wäre, und viele von der Besatzung getödte5 und verwundet worden seien. Nach den Kugeln im Rumpf deS SchisseS erscheint eS sicher, ' daß eS französische Truppen sind. Eine Flotille englischer Kanonenboote wird sofort nach Fasoda abgehen, um die Sachlage zu untersuchen. Die Anglo-eghptische Cavallerie hat die Favoritin deö Mahdi, die Mutter OSman Digna'S und deS SheikS Eddin gefangen genommen. Sie war von Allem entblößt am linken Ufer deS Nil zurückgelassen worden. ,, Ochissö. Nachrichten. Angekommen in : Philadelphia: Waekland" von Liverpool. H a v r e : La Touraine" von New Jork. Southampton: FrieSland" von New Jork. allerlei. -Die weit verbreitete ÄnNahme, daß der letzte Leibsklave" Grorge Washington's längst das Zeitliche gesegnet hatte, hat sich als unrichtlft erwiesen, denn in Omaha ist dieser ac,t ein gein'nian of color" im angeblichen Alter von 130 Jahren gestorben, der seiner Zeit dem Vater des Vaterlandes" gehört haben will. Der wollköpfige Mrthusalem hieß Lewis Washington und lebte seit vielen Iah ren in Omaha. Im Jahre 1890 starb dort seine Frau im Alter von 104 Jahren. NachdenGesetzendes Staates New Jersey kann selbst in Theater, ja eine Nennbahn als ein verrusenes Haus bezeichnet werden und beinahe wäre es der Frau Hattie S. Edwards. einer respektablenDame in Asbury Park, mit dem ihrigen ebenso gegangen. Sie mußte sich nämlich vor Richter Wyckosf verantworten, weil ihre zahlreichen Gäste eines Nachts bis zwei Uhr nach einer Drehorgel getanzt hatten. Der Richter entschied jedoch, daß der in der Anklage gebrauchteAusdruck unordentliches Haus" in diesem Falle nicht angebracht sei, überwies Frau Edwards aber wegen nächtlicher Ruhestörung unter 5200 Bürgschaft dem Verfahren der Grandiuru. AonGoldqierverblendet, hat der Metzger R. Roberts in Ottawa sich von einem biederen Farmer ganz gehörig übertölpeln lassen. Wenige Milen von genannter Stadt ist ein Bach, in dem viele Wasserpflanzen wuchsen und der sich deshalb Vorzuglich zur Enten- und Gänsezucht eignet. Nun brachte neulich ein Farmer, dessen Land von diesem Bach, durchflossen wurde, eine prächtige Gans u Markt, wo sie vom Metzger Roberts erstanden wurde. Als der Mann die Gans schlachtete, fand er in ibren Einaeweiden ein Stückchen Metall, welches sich als reines Gold erwies. Dieser Fund erweckte m Roberts den Glauben, daß der Back, wo die Gans ibr Futter ge-

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; utiviii, iuii yuiuyuuitj jcui musjc, und er kaufte Die Farm sur emeu exorbitanten Preis. Kaum hatte er den Besitz angetreten, als er die Suche nach Gold begann, freilich vergebens, denn der biedere Farmer hatte die Gans mit einem Nugget gesalzen. Das Opfer eines Unfalls wurde in Conev Island der Sckiek. budenbesitzer Carl Nieß, 67 Jahre alt. M!.Q t . ? . yuu vellleo eine auerie neoen oem Sea Beach Palace und hatte jüngst eine starke Frequenz. Die Büchsen knallten unaufhörlich , und einige junge Leute, bei denen es sich um eineWette handelte, feuerten Schuß auf Schuß,., während sie beim Turnier immer erregter wurden. Nieß, der seitwärts gestanden, rief den Schützen zu, einzuhalten, da er etwas an derScheibe in Ordnung bringen wollte. Sein Ruf wurde jedoch nicht gehört, und gerade als Nieß zur Scheibe trat, krachte ein Schuß. Die Kugel drang dicht oberhalb des Herzens in die Brust ein. Wie vom Sturm zerstoben war der Schwärm der Schützen, als Nieß bewußtlos neben der Schießscheibe niedersank. Es wurde schnell ein Wagen requirirt, um denSchwerverwundeten nach dem No?. Wegian Hospital zu bringen, doch auf dem Transport starb Nieß. Einern schweren U n -glücksfall sind vierzehn Mann der BeZahung des russischen Vollschiffs Vusen von Neapel- in der Bucht vonThio zum Opfer gefallen. In Thio hatte eine festliche Veranstaltung zu Ehren der franko - russischen Allianz stattgefunden. Die Dunkelheit war bereits hereingebrochen, als die russischen Matrosen, welche sich an jenem Tage nach viermonatlicher Seefahrt zum ersten Male wieder auf Urlaub an Land befunden hatten, nach ihrem Boote zurückkehrten. Was dann vorgefallen ist, scheint in Dunkel gehüllt zu sein. Kurz, am folgenden Tage wurde das leere Boot mit dem Kiel nach oben auf einer am Eingang der Hafenbarre gelegenen kleinen Insel gestrandet aufgefunden. Unzählige Haifische, die in nächster Nähe umherschwammen, konnten über das Schicksal der Ertrunkenen keinen Zweifel bestehen lassen. Hilfe war, als sich der Unglücksfall ereignete, an der einsamen Stelle nicht zur Hand, hätte ,jm übrigen auch, der dort herrschenden Strömung wegen, .nicht gebracht werden können, ganz abgesehen davon, daß das Wasser gerade an dieser Stelle fast zu jeder Jahreszeit von Haisischen buchstäblich zu wimmeln pflegt. . In einem Spe?sehause in der Rue Royale zu Paris fand sich ein eleganter und hübscher DragonerOfficier in Begleitung einiger nicht minder eleganter und hübscher. Halbweltlerinnen zum Nachtessen ein. Dem Oberkellner desHauses.der unlängst bei dem Regiment des schneidigen Rittmeisters eine Reserve - Uebung abgelei-stet-hatte, fiel es auf, daß der Rittmeister seine Uniform in nicht ganz orthodozer" Weise trug. Klug, wie er war, benachrichtigte er daher ein paar in der Nähe herumlaufende Geheimpo-. lizisten, die denn auch näher traten und den Herrn Rittmeister" in genaueren Augenschein nahmen. Ohne viel Schwierigkeit erkannten sie in ihm einen mehrfach bestraften Hochstapler, der namentlich die Bäder und Sommerfrischen heimzusuchen' pflegte und dem es sogar gelungen war, sich unter angenommenen, äußerst feudal klingenden Namen in die höchste Gesellschaft des Faubourg" einzuschmuggeln. um dann, nach erlangtem Vertrauen, die geriebensten D'.ebstähle, Vertrauensmißbräuche und ähnliche Dinge zu begehen. Er heißt Guillaume Hobbrink und hat, wie man bald nachher auf der Polizeipräfectur feststellte, schon 26 Mal mit französischen Gefängnissen Bekanntschaft gemacht. Ein erschütterndes soziales Drama hat sich in Hamburg abgespielt. In einem Hinterhause in der Steinstraße wohnte eine Frau, deren Mann km Krankenhause ist. Demzufolge befand sich die Frau in Bedrängniß. so daß sie die fällige Miethe nicht entrichten konnte. Von den fünf Kindern der Frau lagen drei im Alter von 5. 3 und 1j Jahren am Scharlach bezw. Keuchhusten schwer krank darnieder. In ihrer Noth wandte sich die Aermste an die Polizeibehörde, welche die Frau an den Armenpfleger des betreffenden Bezirks verwies. Als die Frau wieder nach Haufe kam. bot sich ihr ein schrecklicher Anblick dar. Der Vicewirth hatte während der Abwesenheit der Frau die Fenster und. Thüren der Wohnung ausgehängt, um auf diese Weise die schlechte" Mietherin los zu werden. Ob er aus eigenem Antriebe gehandelt hat, oder ob . er hierzu beauftragt worden ist, entzieht sich der Kenntniß. Die Nacht mußte die Frau mit ihren Kindern in der von allen Seiten der Zugluft ausgesetzten Wohnung zubringen. Auf das Einschreiten des am Morgen dle kranken Kinder besuchenden Arztes mußten zwar Thüren und' Fenster eingehängt werden, doch das Schreckliche war geschehen: der Zustand der kranken Kinder, die nach der ärztlichen Anordnung warm gehalten werden sollten. . verschlechterte sich zusehends; die, kleineren mußten dem Krankenhause zugeführt werden, wo sie binnen vierzehn Tagen verstorben sind. Die beiden ältesten Kinder wurden demWaisenhause über-wiesen.

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rwroix m b&äu jiMtof" ' '.Miiy- yyyuyyrTt' gv- mr ?sw xv vjar fCM P. abeoik. von voca. 5k. I. eia U V Beterau der 5. N. f). Artillerie vnd seit dreißig Jahren bei der Babcock & Munsel Tarxiage Co. von Audur sagt: Ich schreibe, um meinen Dank auözusprechen für den wunder baren Nutzen, den mir Dr. Mile' Heart Eure brachte. Ich litt seit Jahre an Eciatica ali Resultat des ArmeelebenS. wodurch mein Her in schlimmster Weise ergriffen wurde, meine Glieder schwollen an von den nöchcln aufwärtZ. Ich war aufgeblasen, dafc ich nicht im Stande war. meine leider , zuknöpfen, hatte heftige Schmerzen in der Herzgegend, erstickende Anfälle und kurzen Athem. Drei Monate lang konnte ich nicht liegen und nur in einem Armftuhl schla sen. Ich wurde von den besten Doktoren btban btlt. aher aümRMin fsMitnmp ffln MfllllLHItl 4 II y 1 U einem Jahre begann ich Dr. Milek' Hurt Eure i iicvmcu uns c rcucic mein kve ic surcD in Wunder. Dr. MileS' ' Mittel werden durch alle Apotheker verkauft unter einer positiven Garantie: die erfte Flasche nüht oder da! Geld wird zurucker, stattet. Buch ubrr die Krankheiten deS HerzenS und der Rervni frei. rs? ,v Urr r.' ii M Jfostcr v ijM.LvS Adressen D r. M i l k M e d i e a l C o.. Elkbart. Ind. hiesiges. Mord. Samstag Nacht e, stach der vierzigjährige George W. White in Lawrence, acht Meilen nordöstlich, von Indianapoliö. den dreiundzwanzigiährigen Howard T. Hansing, in einem Streit auf - offener Sandftraßr. White der Mörder, ließ sich in feinem Hause diderftandöloS verhaften. Er sagt, daß Hansing in Gesellschaft mehrerer junger Leute von der gegenüberliegenden Seite der Straße aus ihn zugekommen sei und ihn gefragt habe, ob er ihm soeben Schimpfnamen zugerufen habe. White hatte dies verneint und ihm empfohlen dahin zurückzukehren, von wo er soeben gekommen war. Hanfing weigerte sich die zu thun. White sagt, er glaubte Hanfiag wollte einen Revolver ziehen, da er plötzlich nach ver vuftentascye faßte. Er habe darauf seinerseits sein Taschenmesser geogen und in Selbstvertheidigung ihm emen ttch beigebracht. Der Stich hatte die Schlagader aus der linken Seite deö HalseS durchschnitten und der Verwundete war verblutet, bevor ärztllche Htlfe elnaetroffen war. Daö Berhör ist am 14. Sept. W I Der kleine StadtherolD. Heute Morgen starb ftrau Louisa G. Scheiter, Gattin deö No. 610 Süd Meridian Straße wohnenden Herrn Christian Scheiter im Alter von 52 Jahren, grau Scheiter wurde in Piqua,O geboren. . ,,, E ö l o h n t s i ch, Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, Diphteritiö oder Fieber. Aaak'A Villen sind an den außae V - - n suchtesten Pflanzen sorgfältigst zube1 . M. renei. Morgen beginnt die Konvention der Rotbmänner" im Talbott Block. Eine Menge Delegaten auS allen Theilen der Ver. Staaten ist bereitö eingetroffen. ' Der Stfew York Btoso. (Ctablkt 1853.) mÜiltnm Butterick Mustert Schul-Waaren zu New York Store ...Preisen... und Sie wissen was das bedeutet. . , . , . . . . taiS-81 El ÖSf.

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