Indiana Tribüne, Volume 21, Number 354, Indianapolis, Marion County, 11 September 1898 — Page 10

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..ffr A3 ststbrr lana war IA ein Obs der Tvöpepsia in ihrer Ichlimmslen ftotm. Ich konnte nißju tnn aun aicugvioaji, no zuwrnen ronle mein Maaea leldst ba nicht bedaltin und dkrdauen. Letzten Mar, begann ich die Sa rare ts zu nehmen. nk seitdem bin ich stetig bester geworden, di ich mich o rooiji aqie wie ze m meinem reven. Davl d H. Diurphy. Ntwark. O. genehm, smae5haft, wirksam. Cchmttken ant, thu auk, maazen nie rram over iQroaa), veruriacyen leine echmenen. hk.zc.hk. Helle Berftopfnng. MvrlluK .7 sMnpanj, C1ilca(c Baatrcal, H.w Yarfc. SIlK Tft TU Tl 4 s1 verkauft und aranttett ron allen mJJUJ.tllat.o,i;ctm lur feana dnTabaki. erochnbrtt. Dr. WILH. H. KLUGE, Bade-Arzt im -:- Haughville Sanitarium.-:-Behanelt alle chronischen Krankheiten, be sonders Rheumatismus, Podagra. Magen u. Lungenleiden, Nervosität und chronische Ge schlecbtSkrankheiten. Offickstunden von 1 bis 5 Uhr. Wohnung: Jrvingt on. .O.G.Mnff hat seine Ossice nach dem Willoughby Gebäude; No. 224 Noib Meridian Str., erste Stage, verlegt. Office. Stunden : Bon 2 bis 4 Uhr ?!achmittag Telephon: Office 2SZ-Wohnung 03G. Die Wohnung befindet sich wie bisher : 1c37 Nord Pennsylvania Straße. Dr. I. Btthler, 120 Sst PZcCnrty Str. Sprechstunden : 8 bis 9 Uhr Vorm. ; bis 3 i hr Nachm.; bis 9 Uhr Abend. Telephon 1446. vrchftde : Sonntag Vormittag. C. C. EVE11T8, Deutscher Zahn - Arzt. No. 8z Nord Pennsylvania Str. '08 wird auf Wunsch angewandt. Dke Ofssce von Di H. PINK und . . Dr. CÖLE, befindet sich in No. 34 Ost Ohio Straße. Telephon No. 927 wie bisher. Dr. Louis Eurekhordt, No. 1134 Süd Meridian Straße. Sprechstilnden: 9 Morgen und 7 ient. Willoughby Block. 224 Nord Meridian Straße. e p r e.ch f. u n d , n: 2 4 Nachmittag. Tel. 232.1. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, S o. 90)4 Ost Market Straße. Cosfin Block. Zimmer 43. Osftce-Stunden: 9bill2rn., 11115 91m., 7b9 bend. Sonntag von 10 Uhr Bm. bil 2 Uhr Alle Teutschen ttinken Sccbach's Thee. (Deutsche Schweizer Kräuter.) , 9t beseitigt rivve. reiaizt Vlut, Mgen. rezulirt di, Vrbfr, stärkt die 9tleru, beordert Ctuhlzsng ; ttjondn ftraatn zu empfehle. Poftkrei Soe. Agenten .'langt. B. Seebach, tyrn, Jll. bSMM B . I ... .a ru.va k...v. a...vi. Uuv I I i kklnl werden SonanhSa lulflufcaul den Urin Organe murrn HM ns.ekob otjM UnK.umIitfii. Prei iriTTt I nrt ti.i N. T...l(Ua kr lmwll m otm. mmmiwmw W W . V. O. or 1061. York. S2S2Äcb. ti vr r 2Äcb VSSlUri LbÜ ii ÄSSÄtfb nn? TRirn mym.iisnL W t VnU M -ww pj tU ' ! sysfETr 8.GM!M? iV 1 vr??fclir fi ! so ) fcwa4A tKttatta MeaMv ; BAR FUtTUREStr 08AIM BOARDS tl mnu au y n Tifk iYtiC, Drood, öppor. I filckG! end 0:1 Kitcnort nd 5 ridt) 1 v 3 ir Plntnd UtensÜB, H Clst Wood, Morblo 10 L colain. Etc. l CSOnCC WM. HOfFMAM, ) toi tuaafliotwM ejU rreprttr. tj 20SCTWA.NIHTOMST4lMfllnA.f. J " THE BAR-KEEPERS' FROfl. ; SSSS2S2SZS2S2SSZS2S2SSSSZ?1SZ2 f Zum Verkauf in Apotheke A A 25 Centk per Pfund. W ftwrni rrwrlkutf. VT. t&n xo. K. ri.k. Tw mu in tr.t mw UU M ri t wa4rfol mrf worte m .11 Um. M tka wot. -ibm u Imih.i r Hn M. 9hm rwiM ua Bpwsraa, 4 wn aiUr Kai. MilaiM. W. Mi AmUk ya. mmZZrmtM v 1 r- 'S. r V'""''.fcr;

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?eim hellen Tageslicht. Von Frangois Coppee. Am Sonntag Morgen, dxn breifeig sten April, findet im'Odon eine klasfische Matinee statt um ein Uhr, d. h. also, um ein Uhr mit der üblichen Viertelstunde Zugabe; dnn man der gesse nicht: im Theater ist alles falsch, selbst die Zeit. Fanny Perez. die große Künstlerin, ist sehr spät erwacht und in mörderischer Laune. Sie hat gestern Abend in Der Novität nur eine jämmerliche Nebenrolle gehabt, und die erste Aufführung des Stücks war recht stürmisch verlaufen. Die arme, nicht mehr in erster Blüthe stehende Person sie zählte dreißig, oder richtiger dreiunddreißig hatte nach dem Theater in größerer Gesellschaft soupirt und sich erst zu ungewohnter Stunde zu Bett begeben. Heute sollte nun mit den Fansss confidences" begonnen werden, in denen sie die Araminte zu spielen hatte. Mariette. die Kammerjungfer, hatte schon aus der Heftigkeit des Klingelns entnommen, daß Madame ihren bösen Tag habe, und hatte sich sehr beeilt, die Chokolade sammt

den Zeitungen hineinzutragen. Während sie im Bett ihr Frühstück nimmt, hat Fanny die Theaterberichte durchflogen. Sie lst dann gleichzeitig mit denen ihrer Kameraden, die Ne benrollen gespielt haben, ohne weitere Hervorhebung zwei bis drei Mal ge nannt pah! mit der Masse! Das Stück wird auf der ganzen Linie heruntergerissen. Recht angenehm! Bim! Die Uhr schlägt! Halb zwölf Uhr! Schon?! Fanny muß spätestens um zwölf im Theater sein, um Zeit zu haben, sich zurecht zu machen." MarieNe! Mariette! .. Und Madame kleidet sich im Handumdrehen an und läßt sich kaum Zeit, ihre Zofe ab und zu anzufabren. Aber nein doch... Diese Schuhe doch nicht, dummes Ding! . . . Und nun gleich einen Wagen, rasch!" Endlich ist sie fertig!... Immer hübsch, aber so blaß, von einer gelblichen Blässe. Die Züge schlaff, mit dem fiebrigen Nachzlttern der schleHten Nacht, "wirft sich Fanny, ohne die strahlende Sonne und den klaren Himmel zu beachten, in den Fiaker, mummelt sich in ihren Pelz ein und kommt nach ein paar Augenblicken Gott sei Dank, erst fünf Minuten nach zwölf! - am Theater an, wo sie flink die Treppe hinaufläuft und in ihre Garderobe tritt. Der Tyeatersrlseur erwartet sie schon, die gepuderte Perrücke für die Marivaux'sche Kokette auf der Faust. Gehorsamer Diener, . Ma'me Fanny!" Guten Tag, Auguste, machen Sie nur rasch." ' ' Sie verschwindet einen Augenbllck binter dem Wandsckirm. leat ibr VromenadenKostüm ab, wirft einen Frisirmantel über und installirt sich endIich vor dem Spiegel, zwischen den beiden Gasflammen, die mit leichtem Zischen brennen. Gott tm Himmel, wie erbärmlich sieht sie heut Morgen aus! Zum Glück hat sie ja da auf ihrer Toilette die Schminken und CosmötiqueS: Colclcream, Poudre de riz, Blanc gras, Kouge vgtal, v eloutlne Nichts fehlt! Da liegt daS ganze Arsenal künstlicher Schönheit in vollster Vollständigkeit. Ohne Zögern beginnt die Schauspielerin Mit handwerksmäßiger Geschicklichkeit ihre Umgestaltung. Gewandt öffnet sie die Topfchen, Aüchöchen und Flacons, füllt ein paar GläSchen, tränkt den kleinen Schwamm, überfährt und bestreicht damit ihr Gesicht. ihr Kinn, ihren HalS, braucht die Hasenpfote, reinigt die Augenbraunen Mit einem Mtniaturbürstchen und husch! husch! zwei Striche' mit dem blauen Stift unter die Augen ach, die Arme habe ich ja veraessen !" noch ein wenig Schwarz auf die Wimpern. ein Tupf Roth aus Nagel und Ohrläppchen und basta! Sie derschönt und verändert sich sichtlich. Ihr Blick schimmert jetzt feucht und glänzend. Ein Lächeln spielt um tyre halbgeöffneten, granatrothen Lippen. Rasch, Leontine... Mein Kleid!" Die Garderobiere, mit ihrer ewig leidenden Miene, tritt herzu; mit den Fingerspitzen hält sie die hübsche Theaterrobe. ein Kleid von rosa Atlas mit großen Falbeln. Fanny erhebt sich, streift behend ihren Frisirmantel ab und springt schließlich in die bereit gehaltene Robe, wie eine Kunstreiterin durch den Reifen, und da steht sie, nach kaum einer halben Stunde, geschmückt, coiffirt, gepudert wie mit Reif .überschüttet, strahlend von pomphafter und gezierter Anmuth in ihrer Toilette von anno dazumal. . . . Ihre gute Laune ist wieder da. Diese Matinee, diese Vorstellung vor Spießbürgern, die ihr Textbuch in der Hand halten, vor Familicn. di einqekeilt in den Logen sitzen, erscheint ihr nicht mehr als Frohndienst. wie eben noch. Im .Gegentheil! Fanny ist entzückt, wieder einmal die Araminte zu spielen, in der sie sicher, ist. Gutes .zu geben und Erfolg zu haben. Da sitzen dann die Militärschüler von! St. ' Eys auf den Orchesterfauteuils, die Ezakos mit dem roth-weihen Federbusch - auf den Knien, klatschen Beifall, bis die Haut von den Händen springt' dessen lst sie gewiß: Und indem sie den verlorenen Blick in der großen Szene des. dritten Akteö studirt. lächelt ' die Schauspielerin, stolz auf die Schönheit einer Stunde, dem köstlichen Pastellbild zu. das ihr aus dem Spiegel ent""&1e!$ fertig. Me Garderobiere kniet vor ihr und steckt die letzten Nadeln fett. Der Nriseur bat eine Rose in der gepuderten Perrücke .befestigt. Durck ein Labyrinth dunkler Stteam geht es zur Bühne herab, die Schlepve unterm Arm. den Fächer in der Hand. Schon kräht die gedehnte Stimme deö 5lnsvignl?n sein: .Ansa a an

gen!" durch die finstern Gange: aber er hat gut krähen: Fanny ist, wie immer, wieder zu pünktlich gewesen. Du siehst, mein Holdchen, es ist noch Niemand unten." redet sie Bonamy. der alte Komiker an, dem sie in einem Korridor begegnet. Und die Schauspielerin tritt, bis der Vorhang aufgehen wird, in das Künstlerfoyer. Allein auf der ThürschwelTS hält sie geblendet an. Durch die offenen Fenster strömt

eine breite Fluth von Sonnenlicht, die den weiten, leeren Raum mit leuchtendem Glanz überschüttet. Draußen ist der Frühling der frische, schimmernde Frühling, der an diesem Morqen seinen Einzug gehalten hat. Wie blau ist der Himmel, wie duftig! Und wie mild ist der erste Hauch deö Lenzes, kaum bemerkbar, rein wie der Athem eines Kindes! Gestern noch war das Wetter rauh und feuckt. die mit Schirmen bewaffneten Passanten wateten bis an die Knöchel im Schmutz. Doch heute Nacht hatte es sich mit einem Schlage geklärt. So ist der April!. . . Und alle Welt ist im Freien, im Sonntagsstaat, man belagert die Omnibusse; die Menge drängt sich durch die Thore deö Luxembourg-Gartens. Denn der alte Garten sieht anbetungswürdig aus mit seinem . blühenden Flieder, seinen vor Freude tollen Vögelchen und seinen alten Bäumen, deren Blätterschmuck so zart und fein seit gestern hervoraesproßt ist, daß 'einem Thränen in die Augen kommen. Bei diesem Anblick hat die Künstlerin, deren Charakter gerade nicht bukolisch veranlagt ist, zuerst nur eine angenehme Empfindung: Na. das ist ja nett! Bei dem Wetter können wir vor leeren Bänken spielen... Ich wette, wi? werden kein Dutzend Plätze los." Dann schaut sie sich, um sich noch mals zu versichern, wie gut ihr das Kleid steht, in einem der großen Foyer, spiegel an, in dem sie ihr Bild vom Kopf bis ZU den Füßen sieht. Aber mit einer Bewegung der Bestürzung, beinahe des Grauens, weicht sie zurück. Denn die Sonne bleibt über alle Schminken und Mittelchen Siegerin. Hier, im vollen Tageslicht, bei dieser heiteren Helle, findet sie sich abscheulich, entstellt, widerwärtig! Ist sie das wirklich. diese angestrichene Schaufensterpuppe, dieses wächserne, mit Fett und Pomade bepflasterte Gesicht? Wie?! Und daS ist ihr Kostüm, diese verblaßte, mißfarbige Robe, dieser Mehlsack auf ihrem Kopfe, diese Zuckerbäckerrose, diese Glasperlen, wie vom Schmucke eines Negerfursten oder Seiltänzers?... Nein, es ist zum . Aufschreien! Wie gesagt, sie ist nicht besonders eindrucksfähig, die gute Fanny! Wem. man fünfzehn Jahre beim. Theater war, ist man gegen manchen Uberraschenden Eindruck gefeit. Aber wahrhaftig. der Contra'st zwischen diesem köstlichen Aprilmorgen und dem geschminkten, mit Flittern aufgeputzten Gespenst, daö der. Spiegel da zurückwirft, ist allzu grausam! Zum ersten Mal in ihrem Leben em-! pfindet Fanny eine unbestimmte Art Scham über ihre Person und ihren Beruf. Ist es denn möglich? So verbraucht und verwelkt ist sie im Staube der Coulissen! Und trotz deö strahlenden TageS, des heiteren Sonnenglanzes.soll sie gleich wieder auf die Bühne steigen, soll in dem erleuchteten Käfig ihre Grimassen machen, unwahre Gefühle heucheln und eine gekünstelte Buchsprache reden, die sie selber kaum versteht, mit einem Wort, soll ihre Assen- undPapageienkünste von neuem üben. Der Frühling du lieber Gott! für sie eristirte so etwas nicht mehr. Bitter traumend sieht sie sich in eine entlegene Vergangenheit zurückji r-r. r.ti r.. is.v. it griulll. vic Iicyl jiuj löirver oei lyrem Vater, einem zu Hause arbeitenden Buchbinder, sieht, wie Mama sie nach dem Conservatorium führt... Da war auch ihr Flurnachbar. der kleine blonde Mensch, der ihr nicht eben mißfiel und von dem sie sich geliebt wußte.' Ein kleiner Beamter, der sie mit Freuden geheirathet haben würde, wenn sie nur auf's Theater hätte verzichten wol len . . . Der Vater wußte das und hätte es gern gesehen; aber die Mutter war ehrgeizig, und Madame Regnier hatte versichert, daß Fanny im Bewerd um oen ersten Theaterprets .den Vogel abschießen werde. Wäre sie ver nünftig gewesen, so' wäre sie heute wohl die Frau eines braven Menschen, eines Bureau-Chefs, und würde an einem so prachtvollen Tage am Arm ihres Gatten spazieren gehen, wie das Paar da. das sie eben, zwei Schulbuden voran, in den Luzembourg-Garten eintreten sieht ... Aber so ich danke! jetzt ist sie für immer zu ihrem entnervenden und gelünftelten Leben verdammt. Noch dazu ohne die Sicherheit, daß ihr Contrakt am Odeon erneuert wird. Waö für ein düsteres Zukunftsbild! Vielleicht, wird sie und gar bald in Provinz-Gastfpie-len auftreten, alt werden und eines Tages die'Stelle einer Duenna annehmen müssen?... -: ; In diesem Augenblick tritt der alte, lustige Komiker Bonamy . in's Foyer er giebt , in den Faüsses confl dincps den Dubois. und unter seinem Marquis kostüm hak er ganz das Ausseffen der haßlichen 'Karnevalsmaske eineö abgerichteten Affen betrachtet sich seinerseits im Spiegel und wendet sich mit dem' zynischen Du" des Coulissenreißerö an, die Kollegin: . , - '' Mine liebe Fanny, Du bleibst ja immer ein hübscher Käfer Aber das muß ich schon sagen: . . . schon sind' wir alle beide nicht bei diesem odiösen Tageslicht!" Die arme Kollegin ist nahe daran, in thränen . aüszübrechen. Aber ' da gellt schon die Stimme des JnspizUn ten durch die' Coulissen: Erster , Akt Anfa a angen." Und Fannb ist gezwungen, ihre Thränen zurückz'udrängen der Schminke wegen! . . .

mi' (7luS dem Wiener LebenX Hinter drei gekreuzten Bajonetten älterer Modelle schaut der breite Kops des Herrn Vereinsvorstandes aus dem in Halbdunkel gerauchten WirthshausKinkel mit stolzem Lächeln heraus. Natürlich daS Bild des Herrn Vorstandes, auf dessen Haupt der Veteranenhut mit wallendem Federbusch sitzt und dessen Brust die Kriegsmedaille schmückt. Diplome, Bilder von Kriegszügen und Schlachten sind sinnig um das Portrait gereiht, und der lange Tisch, der in den Winkel eingeschoben ist. wird von allen Gästen als Veteranentisch ehrfurchtsvoll refpectirt. Hart daran befindet sich die Thür in das kleine Zimmerchen, in dem der Gesangverein Die schöne blaue Donau" seinen Sitz hat, dessen Mitglieder von den ergrauten Kriegern als die überflüssigsten Menschen von der Welt angesehen werden. die nur dazu da sind, die Ruhe und den Frieden der übrigen Menschen zu stören. Am Samstag, da Einzahlung bei den Veteranen und Uebuna bei der Schönen blauen Donau" ist, kommt es oft zu kleinen Plänkeleien, die nur durch das Dazwischentreten des Wirthes im Keime erstickt werden. , Die Veteranen besprechen ein ernstes Thema. Der Schustermeister Kaderak rxablt nämlicb mm soundsovielten Male die Geschichte vom Trommelhund des Crenneville-Reglmentes, bei dem er gedient hat. Er behauptet fest und steif, der Sultan" sei durch die lange Dienstzeit bei der, Mustk vollkommen musikalisch geworden und habe den Tambour stets durch ein leises Bellen aufmerksam gemacht.- wenn . er dreinschlagen sollte. Der Amtsdiener Swoboda bestreitet die Möglichkeit .der musikalischen Ausbildung eines. Hundeö, wogegen der Hausmeister Mayerhoser, ein bekannter Thierfreund, erklärt, daß die Viecher unter. Umständen viel.gescheidter seien, als die Menschen, und dies durch sehr lehrreiche Beispiele erhärtet. So behauptet er, daß der Pudel vom Herrn Dr. Mitterer. sofort zu winseln beginne, wenn im Hause falsch gespielt werde, und daß er mit Behagen horche, wenn seine Tochter Zithern schlage", ein Beweis der großen Virtuosttät seiner. Tochter, gleichwie der feinen musikalischen Empfindung des Pudels des Herrn Doctors. Während das Gespräch über den musikalischen Trommelhund des Cren-neville-Regimenteö die wackeren Bete ranen in ziemliche Hitze 'bringt, er scheint ein Kellner mit einer Blcchernen". die einen Dopelliter Pils" ent hält, und einem. Krügel Eierbier in größter Eile und vor ihm schreitet breit und. behäbig ein , braver Mann, dessen Kopf hinter den drei Bajonetten herausschaut, der Präsident des Vereines, seines Zeichens Portier in dem Gebäude einer hohen Centralstelle. Er bleibt knapp vor dem Tische stehen, um seine wackeren Kameraden zu mustern, und dabei stößt der flinke Kellner auj den Herrn Borstand und eine Bierwelle ergießt sich über ihn. s Pardon! Pardon! Bitt' vielmals um Entschuldigung! 'S is net gern g'scheg'n. Aber die Herr'n d'rin hab'ns so eilig. FUr'n Bassisten an Doppelliter, sonst kann er net abi, für'n 2enoristen Eierhier, sonst kann er net aussi!" ... Himmelherrgottsternbombenelementer überanander! Was geh'n denn mi die Civilisten da drin an. Meintswegen soll der Bassist aussi- und der Tenorist abisingen! Is eh all's ans! Gut'n Abend. Kameraden!" Habe die Ehre, Herr Vorstand!" Is All's in Ordnung?" fragt der Herr Vorstand mit der Miene eines Ministers und setzt in Paar dicke Hornbrillen auf sein röthliches Näs chen. ; Melde gehorsamst, so weit AlleS in Ordnung bis auf den Lukic, der scho' wieder net einzahlt hat!" Den Lukic strelch'n m'r anfach. I wir mi von an Menschen, der eh nur Osficiersdiener war und in Bosnien den Hund vom Hauptmann am Schnür! g'führt hat. net für an Narren halten lassen. Streichen's 'n aus, Herr Schriftführer!" ' Der Schriftführer macht einen dicken Strich über den Namen Simon Lukic, die Kielfeder kratzt und seufzt dabei ganz entsetzlich und die Geschichte ist vorüber. Aber die Aeußerung deö Herrn Vorstandes an denHund des Herrn Haupt manns, der während deö bosnischen Feldzuges der Obhut deö Herrn Lukic anvertraut war, veranlaßt den Kämeraden Kaderzak, auf das . beliebte Thema von dem musikalischen Trommelhund . der Crennedille-Jnfanterie zurückzukommen und eben will auch der Hausmeister Mayerhoser die Geschichte von dem Pudel deö Dr. Mitten? zum Besten geben, als ein strenger Blick des Herrn Vorstandes die Beiden trisft: Aber Leut'l Aber Leut'! Nur g'scheidt sein! Seid's öS ProsessorS oder Doctor's, oder sonst so fcas, oder seid's ös Veteranen? Schamt's Enk riet? I hab' scho' tausendmal und tausendmal g'sagt, a Veteran is a hal. berter Soldat, und waö soll a Soldat Nden? Vom Krieg! Bin i q 'scheid, ter Mensch? Ja! Sunst wär t do net der Borstand! Was? Schand' g'nua. daß jetzt so wenig Krieg' . mehr gibt. Zu meinerZeit hat s do mindestens alle zehn Jahr an schön' Krieg 'geben so was m'r sagt, an Krieg, aber ka Schnakerlschießerei! Aber jetzt! Jetzt muaß m'r froh sein, daß die Amerikaner a bisserl zum Rasen ang'fangt hab'n! I bin sonst ka Freund von Amerika! Erstens Haben's ka recht's Militär net, zweitens san's. halt do no. Amerikaner und a bisserl wild. Wie lang is denn her. daß drüben ny.alle

Mann tor Tschervera gefragt hatt'!

Indianer waren? So g'schwln? ' geyt die G'schicht net, daß m'r an ganzen Welttheil auf gleich bringt! A bisserl a f. I ' r ... . ' ' .

was noianl'cyes steckt no' allerweil in denen Amerikanern. I hab' aber viel zu die Spanier g'halten. Erstens sans , V. ,X . 1 - r , " w nuulcr, zwciiens oin l zeyn Jahr in Mailand, Verona und in Pesch era g'legen und kann italienisch. und das Spanische is ja dieselbe Sprach', wie das Italienische, nur daß f.' rr t i. ' ' . a viner! anoers is. :mann ÄN'S gut italienisch kann, lernt er's Spanische in a paar TLg', wenn er aufpaßt. Na und nachher san die Spanier do' gute Leut', die kan Menscken Nix thun und an Fried' geb'n. I bin jetzt 4 Jahr in Yifr flTl?r..rftV I takt's 'As ck,' . v wniituvi) uvi V g'hört. daß a Spanier An was 'thau hat. daß bei aner Rauferei a Spanier dabei war? Na! Das san ja die besten Menschen von der Welt. Aber mein Gott, glei, wie der Krieg an'gangen is. hab'ns ja g'sagt: Die G'schicht r r 1 . . - . - . ' ' gyi ia)les aus!' ic Schicht nimmt a schlecht's End!" Na. wenn die Leut' nur mir g'folgt hätten! Oes seid's ja meine Zeugen, was i g'sagt hab': Wann i nur den Admiral Tschervera a Correspondenzkarten schreiben könnt. Er oll net-nach Cuba geh'n, er. soll glei nach Amerika geh'n und das Amerlka, wie's liegt und steht, z'sammschießen! . Jcssas! Wann der Tscher vera mir g'folgt hätt'! Der könnt' ganz anders dasteh'n! Die Amerikaner hab'n eahm in Cuba aufpant Von mir aus könnten's jetzt no passen. I war wohl nach Cuba g'fahren. O, ja. . Aber so a Paar Meilen vor Cuba hätt' i mi draht hast es net g'feg'n und siehst es ah net bums wär i in Amerika g'wesen und hätt' einig'feuert. daß nimmer schön g'wesen wär'. Was i nur Munition g'habt hätt', hätt' i verfeuert. Und das gibt was aus! Natürli wär'n die Amerikaner glei' von Cuba wegg'sahr'n und war'n ihr'n Land zu Hilf' kommen. Aber zu spät! Jetzt hätt' i da so an Bogen g'macht auf'n Meer kann An's den Andern leicht ausweichen, denn 's Meer is ja sehr groß und 's is Alles eben und glatt und dann hätt' i so an Bogen g'macht . und jetzt war i nach . Cuba z'ruckg'fahr'n und dort hätt' i Kohlen g'habt und Commisbrod und Fleisch, hätt' Alles, ausg'faßt und war dag'standen und hätte übrig'schaut mit mein Operngucker, wie das Amerik? brennt. Ja, wenn der Tschervera mir g'folgt hätt', wär heute der spanische König Kaiser von Amerika und im ganzen Lande möchten lauter Veteranenvereine gegründet werden, so wie bei uns, und beim nächsten Veteranentag wären's übri'kommen, die spa-nisch-amerikanischen Veteranen, a jeder Verein mit. aner Banda, und mir und die Heßer- und die Schwarzenberger und die Wilezek- und die Philippovich.Veteraner wären dag'standen Habt Acht! Rechts g'schaut! Ja. wann der. Admiral Tschervera mir g'folgt hätt', könnten mir eahm a Gra-tulations-Depeschen schicken auf's offene Meer! Aber so " In einem kühlen Grunde, da geht ein Mühlenrad!" tönte es jetzt aus dem Extrazimmer. Kruzitürken Himmellaudon - Ele. ment! Jetzt fangen dö da zum Plärren an! Mir ziag'n aus aus dem Local! M'r kann ja ka g'scheidt's Wort mehr red'n! Aber das Ane sag' i no: Wann Se. Excellenz, der Herr Admiral Tschervera mi gefragt hätt', kunnt er jetzt gemüthlich als der spanische Ra. detzky umgeh'n. Aber so " Mein Liebchen ist verschwunden, das dort gewohnet hat!" Verflixte , Plärrerei ! In ane? Zeit. - wo der Admiral Tschervera der größte Mann sein könnt, wenn er mir g'folgt hätt', singens do drin solchene dumme Lieder. I sag's dem Wirth, daß wir unsere Zahlstellen da aufheben. Na. i bin ganz außer mir! Die ganze Weltg'schicht wär' umdraht. wenn der Herr von Tschervera mir g'folgt hätte! Reden m'r jetzt von wa Andern, sonst gift i mi' gar z'viel. Während derHerr Vorstand in dum. pses Brüten verfällt und in das halb geleerte Glas schaut, beginnt txi Schuhmachermeister Kaderzak zu erzählen, daß der Trommelhund von der. Crenneville-Jnfanterie musikalisch ge bildet sei, und die Geschichte von den gescheidten Viechern und den dummen Menschen wird wieder erregter Gesprächsstoff an dem Tische vor den drei Bajonetten. ,' Nichts Schöneres auf Erden, als fröhliche Wahrheit und wahre Fröhlichkiit. Wn 3 ü 0 1 i ch t Betonung. Besuch: ... auf der Photographie sieht man so recht, was gnädige Frau für einen kleinen Mund habe?." Hausherr (mit einem Seitenblick auf die bessere Hälfte): O ja, ihr Mund istaufdemBUde seh? klein." . A u s S a ch s e n. Herr (in der Menagerie zum Wärter, der den Arm in der Binde trägt): Sie Aermster sind wohl gar von so einer Bestie gebissen worden?" Wärter: Ja, ja. mein Gutester, das is nu äben ,Wärdersch Leiden'!" DieHauptsache. Freund: Ihr Nordpolfahrer habt wohl viel Probleme zu lösen?" Nordpolfahrer: O ja. sehr viele." Freund: WelcheS ist nun. eigentlich daS HauptProblem?" Nordpolfahrer: Das Zurückkommen. SSSnbeit flvt tm Olnt. ütinti Olut bedeutet reine Haut. Ohne diese keine Schönheit. Caöcaretö, Canby , Cathartie reinigen daö Olut, kräftigen die Leber und entferm alles Unreine aus dem Körper. ! fangen Oie heute, an, yufteln, Oechvüre, Nitesser und so veiter zu vertreiben. OchSnhett für 10c. In allen Apotheken. Zufriedenstellung aarantirt. 10c. 2öe. 5Qc

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