Indiana Tribüne, Volume 21, Number 353, Indianapolis, Marion County, 10 September 1898 — Page 1
O st "6 00 d O w m ofi k ao rr r Ml kx Vy iy w v v i o m Office : No. 13 Süd Alabama Strafte. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiana, Samstag, den 0. September 1898. ' Jahrgang 31 Nr 33
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Die amerikanisch kanadische Ausgleich. Kommission hat sich bis zum 20. d. M. vertagt. Was sie bis jetzt zu Wege gebracht hat, ist nicht bekannt. Man weiß nur, daß die wlcytige Frage der HandelSReziprozltat große Schwierigkeiten bereiten. Canada hat England einen Zollrabatt von12j Prozent bewilligt, weil eö kanadische Bodenprodukte zollfrei einlaßt und es ist Willens, gegen ent. sprechende Vergünstigungen von serer Seite, auch uns diesen Rabatt zu gewähren. Allein daraus wollen die amerikanischen Mitglieder der KomMission nicht eingehen. Ihre Forderung ist, daß die Ver. Staaten allem diesen Zollrabalt erhalten sollen, oder einen höheren Rabatt alS England Aus LttztereS will aber Canada nicht eingehen. Auf unS machen d,ese BerHandlungen den Eindruck, als wäre auf amerikanischer Seite kein ernstlicher Wille vorhanden, zu einem Vergleich mit Canada zu gelangen. ES ist wenigsten? kaum denkbar, daß Canada den Ver. Staaten Vortheile gewähren wird, welche eS England verweigert. Amerika stellt sich aus den SchutzzollStandpunkt ur.d verlangt von Canada, daß e? sich ihm gegenüber auf den Standpunkt ausgedehntesten Freihandelö stelle. Eine höchst sonderbare Nachricht kommt von St. Petersburg. Die! Wirkung, welche daS FriedenSzZrkular deö Zaren in PariS hatte, hat jeden - falls Beunruhigung hervorgerufen und i so versichern die russischen Blätter, daß! man ev rcii (Q ausgeieai yaoe. witi er 4V. I i . . y tf m k . I rat erttcye Regierung oeaoncyllge relneSwegö daS sofortige Zusammentreten!
einer Konferenz, oenn, ne ,eye woy, M a n i l a, 10. Sept. 3a Uebereindie Schwierigkeiten, welche im Wege mmung mit den neuen Regulationen
. r.rl stehen. . Man glaubt auS bie,en eußerungen entnehmen zu können, daß r i t. or f a e I
man oeaoncyltge oas Puollrum flrtragen.
oen i5eyi,qtag ees Bor,cyiagö oes Zaren vorzuberelten. Nun, großer Vorbereitungen bedarf c3 dazu nicht, denn Niemand würde über einen Fehlschlag schwer enttauscht r in ' . i i r i . s. OM vl W'': hat wh. nch mad ''u ..m-, I n f r w . r a t. r e tt n l mann ist sich bewußt, daß, selbst wenn d,e Konferenz zusammentreten sollte. kln unmittelbares rlefuital nicyr 3" l erwarten ist.
Klingt eS doch gleichsam wie einelDie Lage aus Porto Rico
r i i V -t I nlworr auf oas srluiar oeo saren, wenn der deutsche Kaiser in einer Rede daraus hinweist, baß die einzige iöarantie sür die Wahrung deS Friedens in der Erhaltung einer großen Armee , . . liege. Zu gleicher Zeit wird gemeldet, vr. c an i i . m I oap oem naq,ien eioze-lag eine or- , . tv ? r .. tage zmeas wenerer nergroperung oes Heeres zugehen werde. Das sieht nun woyz einflwenen mqi nacy oaioiger uoruiiung aus. Gleichviel aber, waS bei der Sache r . n i. m t I 9aneiornrni wir ,nmmen cem vyit v ... r . v I autk.K.KUu&u kZ- uuuau&& k i& auKUL&ft&j&AB mj m 3n welcher Absicht und mit welchem r,. O 'i M . ii niii . i K . . f I unmittelbaren Erfolg daS Pronuncia mento in St. Petersburg erfolgt ist eS kann nicht umhin, die demokratischen Friedensfreunde zu stärken. Der Sa tan hat sich in die Livree deS Himmels gesteckt. Die Epistel deS Grafen Mur rajew liest sich wie ein Kapitel auS den Schriften der Frau Suttner. Ungestraft wird sich der Despotismus das nicht leisten können. WaS immer die Motive Rußlands sein mögen, die Thatsache, daß eine der großen Mili tär-Mächte sich gegen den bewaffneten Frieden" erklärt hat, ist bedeu tungSvoll. Und wenn man ihm selbst die schlechtesten Beweggründe unter stellt, waS ganz zulässig ist, so bleibt doch übrig, daß eS eine der schwierigsten Fragen der Gegenwart mindestens zum Gegenstand, offizieller Diskussion gemacht hat und daß eS die Gegner deS amwuiiiu.up I"i"S ov. nicht, diese erstaunliche Manifestation! kann, eventuell gegen den Willen ihrer Urheber, nur gute Folgen haben. ZlrnUchriltzw. im. .rr. i&tllttotiiqx. KühleS, trübes Wetter heute Nacht und morgen. Höchste Temperatur inneralb der letzten 24 Stunden 78 Grad, medrigke 49 Grad. ScbisselSOadeanNalt. Wassertemeratur 86 Grad.
Deuschland protestirt nicht. W a s h i n g t o n, D. (L. 9. Sept. Hilf - Staatssekretär Moore stellte heute in Abrede, daß Deutschland, wie
am Dienstag gemeldet wurde, Anspruch auf dieselben Zollreduktionen erhoben hat, welche kürzlich Frankreich aus Grund eineS besonderen ReciprozitätSvertrage bewilligt worden find. Nicht geleugnet wird jedoch, daß Deutschland alle Zollreduktionen der langen würde, welche Frankreich auf Gxund der NeciproMtö-Befiimmun
un-Ign deS Dingley. Tarifs fordern und
klangen werde, wenn eö auf ein eige n(g ReciprozitätS-Arrangement unter ahnlichen Bedingungen einginge, und ist weniger Grund zu der Annahme vorhanden, daß daS im Laufe der nach nn Monate geschehen wird. VondenPhilippinen N e w A o r k. 10 September. Der Herold" läßt sich auS Manila Melden: Die Haltung der Jnsurgentenführer aus den Philippinen wird täglich eine drobendere. Sbre Ovvosttion aeaen ht amerikanische Autorität ist eine so offene, daß eine freundschaftliche AuS einandersetzung kaum möglich erscheint. Die Situation wird dadurch noch com plizirter, daß die AnHanger Aguioal do'S und General Piopilar'S sich ge genfeitig befehden. Letzterer befehligt die Insurgenten, welche südlich von Manila stationirt sind, sucht mit Aguinaldo aus alle mögliche Weise an zubinden und bezeigt den amerikanischen Behörden offen Verach'ung Seine Truppen begehen AuSschreitungen aller Art und beunruhigen die amerikanischen Truppen fortwährend. . 9 m Aautnalbo macot es ebenso unv " - . . a m versäumt keine Geleaenbelt. hfl an den amerikanischen Beamten zu reiben. lasse sich die meisten svanischen Dam p,tt in6 amerikanische Register ein- ' ' ' Die Eingeborenen weigern sich, unter svaniscken Ossineren in dienen und die Insurgenten verlangen, daß die amexifanischen Behörden keine Spanier in irflcnb welcher Stellung beschäftigen. 7 zs.,... sind n.ch wi. ,ei Lager aetbellt. "Ble Clnen mütn absolute Unabhängigkeit, die Andreren ein amerikanisches Protee torat -.4 New Sork. 10. Sept. Der ..Sed" läßt sich auö Ponce, Porto Rico, ak die Krankbeiten unter den amerikanischen Truppen .:f, aum 5 r. greisen, aum rasch um sich Prozent der Leute dienlltaualiü. Snnerbalb eineö " v ' Umkreises von wenigen Meilen um ' iyonu UfinUn sich tausend Soldaten im ?OfpMaI. 3n einigen Posten liegen zy b gfuU TyphuShn hatnh er Damvker ..Citv ok Ebener" ik i - - rr - ? 46 Krankenpflegkrn und Medika meinen qui cinaeuonen. . m i Ponce, 10. Septbr. 3m Inneren sollen neue Ausschreitungen borgekommen sein. In CocoaS bei CialeS überfielen Briganten neulich eine Plantage und schössen dem Eigenthümer derselben eine Kugel inS Bein. Eine Abtheilung von fünfzig spanischen Soldaten. ist von Arecibo abgegangen, um die Ruhe wiederherzustellen. DaS Territorium Hawaii. SanFranciSco. 10. Septbr. Der Dampfer Coptic" überbringt folgende Nachrichten auS Honolulu unterm 2. September. DaS AnnezionS Comite hat entschieden, daß Hawaii unter dem Namen Territorium Hawaii den Ver. Staaten angegliedert werden soll. Dem Territorium soll lokale Selbstregierung erhalten bleiben; auch kann eS spater in die Reihe der Staa- : zugelassen u Win .. v..:.., werden in Munizipal-Distrikte einge theilt werden. Honolulu z. V. wird ein solcher Distrikt sein und die ganze Insel Oahu umfassen. IHM Ertrunken. CampWikoff, Montauk Point, L. I.. 9. Sedt. Settern Moraen um " 2 Uhr mit der Fluth wurden die Lei üen deS Seekadetten ThoS. H. Wheei, Lohnes deS Generalmajors Joseph Wheeler, und deS Lieutenants Newton D. Kirkpatrick vom 1. Kavallerie-Re-giment, welche gestern beim Baden er ! tranken, anS Land gespült. Die Lei
chen lagen dicht bei einander unterhalb
der LebenSrettungöstation, eine viertel Meile von der Stelle, wo sich die jungen Leute zum Baden begeben hatten, ungefähr an der Stelle, wo die Lebensretter sie erwartet hatten. Sie wurden auf Tragbahren gelegt und von den patrouillirenden Soldaten nach General WheelerS Haup'quartier geschafft. Die Uniform eineS Infanteristen, Schuhe, Hut und Unterzeug wurden'.heute Morgen auf dem Strande etwas westlich von der Stelle gesunden, wo Wheelet und Kirkpatrick ertranken, und matt glaubt deshalb, daß daS Meer noch ein drittes Opfer gefordert hat. Sin Attentat. Berlin. 10. Sept. Der LokalAnzeiger sagt, daß vor 14 Tagen ein Versuch gemacht wurde, Königin WilHelmina der Niederlande in der Nähe AmerSsortS, Provmz Utrecht, zu ermorden. Em Mann sprang hinter einem Baum hervor und feuerte einen Revolver auf die Königin ab. Die Kuge! streifte die Wange einer Ehrendame. Der Attentater, ein vermeinticher englischer Anarchist, wurde verhastet. .- Li H un g Tschang. ö o n d o n, 10. Septbr. TimeS" äßt sich auö Peking melden, daß Li Hung Tschang noch immer Senior Großekretär sei, indessen wahrscheinlich rengnlren werde. Seme Cnllaljuvg auS dem Tsung-LiIamen ruft in Hinblick auf die Veröffentlichung des LuHan - Eisenbahn - Kontraktes wenig Ueberraschung hervor. WaS Rußland hun wird, ist nicht bekannt. Daily Mail" läßt sich melden, daß ein New Jorker Syndikat eine Conzcssion erangt habe, eine Eisenbahn zwischen Canton und Hankau zu bauen. VarbariSmuö. London, 10 Sept. Der Korrepondent der Daily Mail" von Athen chreibt : Flüchtlinge von Candia beichten über furchtbare Grausamkeiten. Sie sagen, daß die Baschi BozukS die Leichen der Christen aufschnitten und die Eingeweide in die brennenden Häuer warfen. Den britischen Viceconul warfen sie in die Flammen und iefea : Nun mögen die Briten kommen und ihm helfen". A t h e'n, 10. Sept. Ein weiteres bevor. Die Die Zahl der Bombardement steht Brände dauern fort.. Todten ist über vierhundert. Kriegsrecht wurde proklamirt. Die Tochter deS ermordeten engifchen ViceconsulS wird mit ihrem Kinde vermißt. Man glaubt, daß Beide ermordet wurden. Brand in Genf. Genf, Schweiz, 10. Septbr. Die große hiesige elektrische Anlage, welche den ' ganzen Kanton mit Licht und Triebkraft versah, ist gestern Abend ein Raub der Flammen geworden. Gelbes gieber unter 3 mm u n e n. Santiago deCuba,10. Sept. Sechs Fälle von Gelbem Fieber sind im Col. SargentS fünften ImmunenRegiment constatirt worden. Die Fälle find seit mehreren Tage genau beobachtet worden, und nach Anficht deS Stabsarztes des Departements Senticgo, Col. Havard, ist die Diagnose eine zweifellos sichere. Der Fall Dreyful. P a r i S, 10. Sept. 3n der Drey-suS-Angelegenheit ist im Augenblicke alles ruhig. Die Schwierigkeit, welche einer Revision im Wege steht, ist der Umstand, daß die Dokumente, auf welche hin die Verurteilung erfolgte diejenigen sind, welche angeblich aus einer auswärtigen Gesandtschaft kamen. Die Regierung beginnt die Echtheit dieser Dokumente zu bezweifeln. (Die Regierung ist damit etwas spät, die ganze übrige Welt hat sie längst be zweifelt.) In einer halbossiziellen Note wird in Abrede 'gestellt, daß ir gend eine auswärtige Regierung der französischen eine Mittheilung betreffs der DreysuS Angelegenheit hat zugehen lassen. Berlin, 10. Sept. Die Kölnische Zeitung" wiederholt, daß Deutschland nicht daran denke, Frank reich mit Krieg zu überziehen, wenn die Dokumente, die zur Verurtheilung 'von DreysuS gesöbrt haben, veröffent
licht würden. Kaiser Wilhelm hake nicht mit Spionen korrespondirt und könne mit dem größten Gleichmuth der Veröffentlichung der Fälschungen" entgegensehen. Hiesige Blätter machen darauf auf merksam, daß Oberstlieutenant Henri der sich zu einer dieser Fälschungen bekannte und dann Selbstmord beging. im Jahre 1871 als Kriegsgefangener in Weißenfels, Reg.-Bez. Merfeburg, internirt war. Er wobnte dort im Burgkeller", war aber eineö schönen Tage? verschwunden, obgleich er sich auf Ehrenwort verpflichtet hatte, nicht zu entfliehen. Auö Spanien. M a d r i d, 10. Sept. Ein höherer spanischer Beamter meinte, Senor Silvela weigere sich die Regierung zu unterstützen, obgleich er den Ernst der Lage sehr wohl begreise. Er thue das nur, um selbst die Gewalt zu erlangen, wozu man ihm dielleicht sehr bald schon Gelegenheit geben werde. DaS qanze Land werde dann sehen, wie bald dieser anscheinend liberale Mann sich in einen Despoten verwandle. General Polavieja hat den Zeitungen sein Manifest ausgehändigt, allein der Censor verbietet die Veröffentlichung desselben. El Liberal" stellt nochmals die Behauptung auf, daß Premier-Minister Sagafta sofort nach Annahme der Friedens-Vorlage durch die Kammern resigniren werde. Madrid, via Biaritz. 10. September. Die Maßnahmen der Regierung alle Berichte über die Geheim-Sitzun-gen der CsrteS zu unterdrücken, werden duich die Deputirten und Senatoren der Opposition vereitelt, welche die ausländischen Correspondenten auf dem Laufenden erhalten. Die gestrige Sitzung der Kammer endete mit einer dramatischen Erklärung Senor Silvela'S daS Sagasta Ministerium ist eine Leiche, wir sprechen nicht über Leichen, sondern begraben sie". General Blanco hat die Regierung um Fonds ersucht, hervorhebend, daß die Lage aus Cuba eine elende sei. Senor Römers Giron, Colonial-Mi-nister, welcher den Schatz um Anweisung von 100.000.000 Pesetas ersuchte, hat 30,000,000 erhalten. Senor Cana'ejaS überhäufte in einer wüthenden Rede daö Ministerium wegen seines Verhalten? während deö Krieges und bei den FriedenkuaterHandlungen mit Schimpfworten und Drohungen. Zuerst habe eö bei den Politikern Krieg auf jeden Fall geheißen. Er rief eine große Sensation dadurch hervor, daß er behauptete, der Colonial-Minister habe Admiral Cervera, alö dieser um Instruktionen ersuchte,, geantwortet: Möge Gott Ihnen helfen." Sagasta habe sich lediglich auö persönlichem Ehrgeiz zum Diktator aufgeworfen. Kriegsminister Correa und Marineminister Aunon wurden wegen Unfähigkeit unbarmherzig durch die Hechel gezogen. Die Sitzung wurde aufgehoben. CanalrjaS wird morgen in seiner Rede fortfahren. OchiffS-NachrlHten. Angekommen in : Liverpool: Cymbric" und Lucania" von New Jork. New Aork: Campania" von Liverpool. S,nFranciSco: San Zofe" von Panama; Coptic" von Hongkong. m in m allerlei. Schwere Gewitter haben in Köthen und der Umgegend erheblichen Schaden angerichtet. In Kleinpaschleben wurde die neuerbaute Scbeune des Amtsraths Klepp von einem Blitzstrahl getroffen, aber nicht erheblich beschädigt. In Mergien wurde die am Kirchenbauplatz aufgestellte Baubude durch einen Blitz angezündet. Die Bude brannte ab und sämmtlich in derselben aufbewahrten Gerätyr wurden zerstört. In Elsnigk schlug drr Blitz in das Stallgebäude des auf der Zuckerfabrik thätigen Aufsehers Kranig, so daß dasselbe sofort in hellen Flammen stand. Das Vieh konnte rechtzeitig gerettet werden, dagegen ist eine Partie Getreide und das Gebäude selbst völlig eingeäschert worden. In St. Ludwig (Elsaß) bot der letzte Tag der KilbV unserer Bevölkerung ein interessantes Schauspiel. Dr Coiffeurgehülfe hatt? mit einigen Freunden die.Wctte gemacht, daß er den Thierbändiaer Giacömctii
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