Indiana Tribüne, Volume 21, Number 347, Indianapolis, Marion County, 4 September 1898 — Page 4

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Zndwna Mivüne Erschein Täglich und Somtte. tt täglich TridKn- kftt durch tn Xtlgt J ttcitt per Woche, die oimtaoWtrUüiuT textl prr Woche, eid ,usv 15 kt ode? U ent per ,t. Per Voft nierhalb bei todb fttgtfchiffi i ,rtte,oHln IF p7 Jalc crni 18 oüd labama GttcZu Indianapolis, Ind., 4 September 98 Sonntags - puteci. Wenn ich heute einen Gescheidteren für mich plaudern lasse, so kann eS unö Beiden nur angenehm sein; Dir, lieber Leser weil ein Gescheiterer auch GtscheidtereS zu sagen weiß, und mir auS zwei Gründen. Ersten?, weil mir bei dieser Hitze eine Arbeit erspart wird und zweitens, weil in dem, waS jener Gescheidtere sagt, so diel derbe Wahrheit liegt. Der Gescheidtere ist Ernst von Wolzogen. und waS er in seinem neuen Roman Der KraftMayr" über die Musik sagt, daS wird zwar Manchem nicht Passen, aber dafür kann ich nicht. Hier ist eS : Wissen Sie, ich hasse eigentlich die Musik", sagte der Baron im Laufe der Unterhaltung, weil sie alles absorbirt, vaS die große Menge sonst für ernste Kunst vielleicht noch übrig hatte. WaS sich heute zu den gebildeten Ständen zählt, daS verbraucht so viel Nervenkraft und Gehirnschmalz in seiner fieberhaften Erwerbsthätigkeit, daß eö sich beim Kunstgenuß, wenn eS überHaupt ein Bedürfniß darnach hat, nicht mehr geistig anstrengen mag. Daher kümmern sich so wenig Leute um unsere Litteratur. Nur nicht sehen, nur nicht nachdenken müssen ! Bei Worten muß man aber immer denken. Darum fort mit der Wortkunst! Nun liegen sie alle vor der Tonkunst auf den Bäuchen. Wie wonnig die daS Denken einwiegt: Wagalaweia! Wie sie die fchlummernden Gefühle aus der Brust dcS trägsten VerdauungSsimpelS hervorlockt : Hojotoho ! Wie sie so milde und lieblich lallt man kaun sich zur Noth dabei noch etwaS denken, aber eö geht auch so Weiala walala weia ! Seufzen und Juchzen, daS find die Grundelemente der Musik. Viel weiter reicht ihre absolute Deutlichkeit nicht also eine Lyrik, die nur noch auS AuSrufzeichen und Gedankenstrichen besteht. Unsere neueste Tonkunst dersteht sich freilich auch auf die Schilderung; aber eS sind schließlich doch immer wieder dieselben einfachen Elementarereignisse, die sie gemeinsaßlich dar.zustellen weiß : Gewitter und Sturm, Waldesrauschen und sonst noch ein paar allgemeine Naturstimmungen. Aber im Uebrigen ist alles Wagalaweia, Gefühlsurbrei. Wagalaweia sollten wir eigentlich über die Thore oll unserer Musikinstitute schreiben. Wa galaveia wäre auch die treffendste Ver deutschung für das Fremdwort Musik Nur daS Wort vermag dem Urschleim der Töne dat Knochengerüst zu der leihen, durch den er Gestalt gewinnt; aber wo die Knochen nicht sehr hart sind, , die beim Meister Wagner, da werden sie von den Tönen in tückischer Umschleimung zerveicht, zermürbt und ersäuft. Sine Qualle ift die Musik sie labt sich treiben von den Wellen und schimmert in herrlicher Farbenvracht, den Sinnen ein Wohlgefallen; aber im Grunde nur eine wabbeliche Unbegreif lichkeit ein gestaltloses BerdauungS organ, daS unersättlich alles Lebendige in seine schleimige Umarmung zieht und ihm seines Wesens genießbaren Kern autsaugt. Musik Wasserpest Wagalaweia !" . Und was glauben Sie wohl" fuhr er eifrig fort, waS unsere oberen Zehntausend in die Konzertsäle treibt ? WaS läßt sie alte und neue, große und kleine Kunst, nichtige Virtuosenge tändel wie die Offenbarungen großer Meister mit .der gleichen Behaglichkeit in sich aufnrhmen ? .Die Bequemlich keit dek Genr'sseS, behaupte ich man braucht nicht Udei zu denken , daS ist'S, was ihnen die, Musik so.ange nehm macht. Sie wird einfach als eine Nervenstimulanz empfunden, wie Thee, Kaffee und Tabak. Und dann laßt sich so leicht darüber klug schwätzen. Gedanken über Musik find kaum zu kona m t. r irouireu, . oarum rann auq oer gedankenlose Geist heucheln, wenn er über Musik spricht." Ob du nun Musiker bist oder Publikum, lieber Leser, denke einmal über ObigeS nach. . Der Plauderer. No-To-Bne für fünfzig Cents. Heilt die Leidenschaft für Tabak, kr2ftigt schwache Männer, remigt dak Blut. 60c, $1. Bei alle Apothekern zu haben. . verlangt Nucho's'Oeft Hatzzzz Clzers."

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ver Kaiser von China Und sein Aos. Durch den Besuch veranlaßt, den Prinz .Heinrich dem Kaiser von China abgestattet hat. veröffentlicht der Östas. Lloyd" die folgende Schilderung des chinesischen Hofes: Wäre es einem Occidentalen möglich, das Thun und Treiben, welches sch innerhalb der Mauern des Kaiserl'chen Palastes in Peking abspielt, aus de Bogelperspektive zu beobachten, so wüde sich ihm ein Schauspiel darbieUn, welches in mancher 5)insicht von weit höherem Interesse ist. als das Leben an den Höfen der großen Monarchen des Westens. Der Kaiser, der als der Stellvertreter des Himmels und der Ausleger der göttlichen Erlasse auf Erden angesehen wird, bildet den Mittelpunkt des Hoflebens. ffalls der Besitz von Macht und das Bewußtsein, der Gegenstand einer fast unbegrenzten Verehrung seitens der Unterthanen zu sein, glücklich macht, darf man ihn wohl als den Glücklichsten der Sterblichen betrachten. Die große Achtung, welche man ihm zollt, geht schon aus den Titeln hervor, mit welchen man ihn belebt hat. ffür qewöhnlich. wie z. B. ,n öffentlichen Erlassen, bezeichnet man ihn mit Huang-Ti oder HuangSchang. d. h. der durchlauchtigste Kaiser. der Titel, welcher die Verehrung an den Tag leqen soll, ist Tien-Tse. der Sohn des Himmels; seine Volksthümliche Benennung lautet Tangtschin ??o-ve. d. h. der Buddha des glyenwärtigen Tages; in schmeichelnden Anreden wird er auch der Herr der Zehntausend Jahre- (Wan Suiyeh) genannt. Der Kaiser selbst bezeichnet sich qewöhnlich mit Tschen, welches dem imperativen Wir- der Monarchen des Westens entspricht, oder als Kun-Jen der emsame Mann oder Prinz." Zunamen wie z. B. der Bruder der Sonne und des Mondes" u. derql.. mit welchen ihn europäische Schriftsteller oft belegen, kennt man unter den Chinesen nicht. Der Kaiserliche Palast hat verschiedene Namen, wie die Audienz-Halle, der purpurrothe und verbotene Palast, die goldenen oder himmlischen Stufen u. s. w. Der Sitz des Kaisers ist der Drachen.Thron, sieht man den Kaiser, so erblickt man das Antlitz des Drachen; seine Person ist der Drachenkörper und sein Wappen ist der Drache mit fünf Klauen. Der Kaiser ist die Quelle aller Macht, jeden Ranges und aller Ehrenbezeugungen, das Haupt der Religion und der einzige, der befugt ist. den Himmel anzubeten. Er ist die Quelle des Gesetzes, der Spender der Gnade; das ganze Kaiserreich ist sein Eigenthum. Indeß ist der Glaube, welcher in den Ländern des Westens noch immer gilt, daß China durchaus despotisch beherrscht werde und daß der Inhaber des Drachen-Thrones ein Feind aller persönlichen wie konstitutionellen Freiheit sei. doch irrthümlich. Das Nachsolgerecht ist in der m'annlichen Linie erblich, doch liegt es stets in der Gewalt des Herrschers, seinen Nachfolger entweder aus der Zahl seiner Kinder oder irgend eines Anverwandten zu wählen. Der nächste Erbe ist auch nicht einmal immer zu Lebzei ten des Kaisers dem Bolke bekannt, wenngleich schon ein Titular-Bureau des Beschützers des muthmaßlichen Thronfolgers ezistirt. Die Lebensweise des Kaisers wird durch althergebrachte Vorschriften geregelt, und seine Zeit ist gewissenhaft zwischen Arbeit und Erholung getheilt. Im Winter wie im Sommer steht er gewöhnlich um 3 Uhr Morgens aus und begibt sich zumeist, nachdem er eine kleine Magenstärkung zu sich genommen, zur Privatandacht in einen seiner Tempel. Darauf liest er die Depeschen seiner hohen Würdenträger, welche ihre Berichte direkt an ihn einsenden müssen. Gegen 7 Uhr nimmt er sein Frühstück ein, dann arbeitet er mit den ersten Ministern in Staatsangelegenheiten. worauf eine Art Lever stattfindet. zu welchem sich die Minister der verschiedenen Departements einsinden. Gegen 11 Uhr Vormittags, nachdem die' Geschäfte meistens erledigt sind, unterhält er sich entweder in den Zimmern der Damen, die seinem Hofe zugetheilt sind, oder er geht in den Lustgärten spazieren. Zwischen 3 und 4 Uhr Nachmittags nimmt er seine Hauptmahlzeit ein. begibt sich dann in seine Gemächer, um seine Erholungsstunden bis zum Schlafengehen, dessen Zeit sich immer nach dem Untergange der Sonne richtet, in der Gesellschaft der einen oder der anderen Konkubine zu vckbringen. Die jedesmalige Wahl derselben geschieht auf die Weise, daß ihm ein Eunuch ein Kästchen darreicht. welches eine Anzahl Villete enthält von denen jedes den Namen einer Konkubine trägt. Der Kaiser sucht einen dieser Zettel aus; darauf wird der de treffende Eunuch, dem die Verwaltung des Hausstandes" der Bevorzugten obliegt, herbeigerufen und ihm anbefohlen, dieselbe in das kaiserliche Gemack zu führen. Sie muk iedock dasselbe in ein paar Stunden miede.' I . r.rr .:y v.:. y :.: UCllUC!l. IUCII HUI UIC JlUlCllll UIC Nacht mit dem Kaiser verbringen darf, Der Ober-Eunuch führt ein Buch, in welchem alle Besuche, die der Kaiser alltäglich von seinen Konkubinen . ewf pfängt, verzeichnet werden. Vierundzwanzig Dienerinnen, sämmtlich auk der Familie der inneren Bannerleute gewählt, bringen die Nacht über in dem Zimmer zu. w welchem das kaiserliche Paar schlckst. Ihr Dienst besieht 'darin, über die Masestäten zu wachen. Das Ausmachen des Kaisers in der Frühe wird von dem Eunuchen, der auf Posten steht, dadurch signalisirt. daß er mit den Händen laut klatscht. Einmal de3 5kavres am Neujabrstaae führen der Kaiser unb

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seine Gemahlin bei dem grötzen BanketKaiserNche FamMen-M. welcher alle ' '- . . . t , r.; t . nr

oen xfoiirn: Die anerin iiri dci nie m r i c r r i i. sem Festmahl zur Linken des. Kaisers. Dies ist auch die einzige Gelegenheit während des Jahres, bei welcher Seine Majestät alle seine Frauen- zusammen sehen und ihre Vorzüge verglei chen kann. Der Kaiser bietet den Eunuchen Speisen an, welche . dieselben von Seiner Majestät knieend in Empfang nehmen, und auch den Konkubinen erweist er diese Ehre. Es dürfte an dieser Stelle von Interesse sein, die Mengen der Lebensmittel anzuführen, welche, dem althergebrachten Brauche zufolge, täglich Seiner Majestät und seinem nächsten Hofstaate geliefert werden müssen. Sie bestehen aus 30 Pfund Fleisch in einer Schüssel, Suppe aus 7 Pfund Fleisch gekocht, 2 Schafen, 2 Hühnern, 2 Enten, Schweineschmalz und Butter, je iz Pfund, der Milch von 80 Kühen und 75 Packetchen Thee. Die Kaiserin erhält: 22 Pfund Fleisch mit Gemüse gekocht, 1 Huhn, 1 Ente, die Milch von 25 Kühen und 10 Päckchen Thee. Die Konkubinen sowie sonstige Hofdamen erhalten ihre Rationen einem regelmäßigen Kostzettel zufolge. Die Kaiserin genießt selbstverständlich nächst dem Kaiser das höchste Ansehen am Hose. Ihr gewöhnlicher Titel ist Huang-Hou, d. h. Kaiserin; will man aber seine Ehrfurcht vor ihr besonders an den Tag legen, so nennt man sie Kuo-Mu. d. h. Mutter deö Staates.- In der Zeit der Regentschaft nach dem Tode Tung-Tschis (18751889) existirten zwei Kaiserinnen von gleichem Range nebeneinander, die, nach den zwei Abtheilungen des Kaiserlichen Palastes, welche man ihrem Gebrauche anheimstellte, die Lst-liche-beziehungsweise die westlicheKaiserin hießen. Jedes dritte Jahr werden die Töch ter von angesehenen Mandschu, die das zwölfte Lebensjahr erreicht haben, von dem Kaiser nach Peking berufen, und aus ihrer Zahl wählt er dann nach Belieben seine Konkubinen. Es gibt nur sieben gesetzliche Nebenfrauen, doch eine unbestimmte Anzahl von ungesetzlichen; die letzteren werden, falls sie fünfundzwanzig Jahre alt sind, wieder aus dem Harem entlassen. Die Konkubinen (chinesisch Kuei-Fei) sind in fünf Rangklassen eingetheilt; solche des zweiten Ranges können durch Kaiserliche Gunst zu Nebenfrauen ersten Ranges erhoben werden, und letztere wiederum zu einer Kaiserm-Gemah lin. Dem Kaiser wie seiner Gemahlin und seinen Konkubmen stehen eme be deutende Anzahl von Aufwärterinnen zu eoore, vie unter umstanden zu Konkubinen fünften Ranges erhoben werden können. Unter diesen steht wiederum ein zahlreiches weibliches Dienstpersonal, welches jährlich einmal aus den Familien, die dem Kai serlichen Haushalte angehören, ge wählt wird, und dessen Mitglieder eme bestimmte Anzahl von Jahren lm Pa last dienen müssen. Die eigentliche Dienerschaft des Palastes sind aller dings die Eunuchen, deren Zahl sich aus einige Tausend' belaust. Die Mitglieder des Harems stehen unter der nominellen Controlle der Kaiserin. In dem Palaste des Kaisers leben auch die Prinzen so lange, bis sie sich vermahlen, woraus sie ihre eigenen Pa läste und ihren besonderen Hofstaat er halten. Die Titel, welche man den männlichen Mitgliedern des Kaiserli chen Hauses der gegenwärtigen Dyna stie verleiht, sind in zwölf Grade ge theilt. Kaiserliche Prinzen erhalten gewöhnlich Patente des ersten oder zweiten Grades, sobald sie zum Manne gereist sind, wahrend ihren Söhnen der dritte Grad verliehen wird. Die Titel pflanzen sich dann nach einer Diminuendo-Skala fort, d. h. der Sohn eines Prinzen des dritten Grades (Beile genannt) wird ein Prinz des vierten Grades (Beide), u. s. w. bis der Sohn eines Adligen des zwölf ten Grades einen Titel nicht länger erbt. Doch sind von dieser Regel die Titel ausgenommen, weiche mit dem Rechte der Erbschaft für ewig verlieben werden. Diese gehören vornehmlich den acht hervorragendsten prinznchen Familien, welche Nachkommen der Prinzen sind. die. bei der Eroberung Nord-Cbinas behilflich waren; man nennt sie gewöhnlich die Stahlhau-ben"-Prinzen. Die Prinzessinnen werden an mongolische Fürsten sowie. an hohe Mandschu-Wurdentrager ver wählt, da Heirathen zwischen Maudschu und Chmesen verboten sind. Die Verwaltung des Kaiserlichen Hofes ist in folgender Weise geordnet. Die allgemeine Aufsicht steht unter der Leitung eines höheren Departements, Nei Wu-fu (der Haushalt) . genannt, welches sich aus einem Präsidenten und mehreren Sekretaren zusammensetzt, und unter dem wiederum eine Anzahl von . kleineren Bureaus stehen. Die Obliegenheiten dieses Departements sind sehr verschiedener . Natur. ' DaS eine hat die Privat-Schatulle des Kaisers und die ttronjuwelen unter sich; ern anderes die Porzellan- .und Se, denvorräthe; ein drittes führt die Auf ficht über die Heerden, welche für - den Gebrauch des Palastes gehalten wer den; ein viertes überwacht alle Repara turen. die an den Palästen notbwendia werden, und achtet daraus, daß alle Straßen der Stadt leer sind.. wenn der Kaiser, die Kaiserin oder gewisse andere weibliche Insassen de Palastes ausgehen 'wollen; ferner besorgt es die Leibwache, wenn der Kaiser sich aus Reisen begiebt; ein weiteres Amt controlir: die Opfer, welche der Kaiser und die Prinzen zu bestimmten Zeiten darzubringen haben; noch ein anderes Bureau beaufsichtigt die Eunuchen und bildet ein Gericht für die Bestrafung von Vergehen, die von den "Insassen des Palastes begangen werden. In Verbindung mit de,m Haushalt steht das soaenannte, Tsuna Jen-fu. das

2. jjÄ 5Tnrt,TVrt,fi,t-n hi- K,s,rl,ck,e An v v w -w-j " verwandten angehen, regulirt; es führt die Matrikeln der Geburten. Verehelichungen, Todesfälle und anderer Fa-milien-Verhälwisse der Kaiserlichen Prinzen und berichtet dem Kaiser von Zeit zu Zeit über deren Aufführung. Weitere kleine Aemter, die dem Haushalt unterstehen, sind der Kaiserliche Marstall und das Equipagen--Amt. die Kaiserliche Rüstkammer und das Bureau, welches die Aussicht über die Kaiserlichen Parke, wie der NanYllen (Hai-Tse). Yüen Ming-yüen u. s. w.. sowie die Kaiserlichen Jagdreviere führt. Die Bewachung- der Paläste liegt der Kaiserlichen Leidwache ob. die etwa 1000 Mann stark ist. ihre Offiziere versehen zum großen Theile den Posten vo Kammerherren. Die Leibwache setzt sich ausschließlich aus Bannerleuten (Mandschu und Mongolen) zusammen; unter denselben befinden sich viele Kaiserliche Anverwandte. Es ist ganz unmöglich, auch nur einen annähernd richtigen Ueberschlag über die Zahl des Personals zu geben, welches innerhalb des Weichbildes der Kaiserlichen PalSste lebt, und das stets deS Winkes des Monarchen gewärtig ist; doch muß sich dasselbe auf viele tausend Köpfe belaufen. DaS Leben deS Kaisers fließt unter steter Arbeit ohne große Abwechslung dahin; r ist fast immer im Palaste, und diese Anwesenheit wird nur durch Reisen unterbrochen, die er mitunter behufs "Besuches der Kaisergräber u. dgl. unternimmt. In früheren Iahren gewahrten die , großen Jagden, welche die Kaiser häufig anstellten und die gewöhnlich ganzen Heereszügen glichen, eine anderweitige Abwechselung, doch da seit den letzten dreißig Jahren, bis zur Besteigung deS ThroneS durch den jetzt regierenden Kaiser (1889) die Herrscher minderjährig waren, so hat auch während dieser Periode keine Kaiserliche Jagd stattgefunden.' Die Jagdgründe liegen in der Provinz Kirin, in einem gebirgigen Distrikte, der mit herrlichen Waldüngen bewachsen ist. Die PotycarpusSilde. Nach althergebrachter Sitte seiert in Delmenhorst die .Polycarpus'Gild alljährlich um Johann: herum ihr Fest ein Volksfest im wahren Sinne des Wortes.. Hoch und Niedrig, Groß und Klein zieht Nachmittags hinaus zum Schützenhof, wo die Mitglieder der Gilde und . ihre Angehörigen mit Braunbler und , sogenannten Gilde Zwiebäcken, die mit Butter bestrichen und mit Käse belegt sind, gratis be wirthet werden. Nachmittags vergnügt man ttck beim Eoncert . im dreien. Abends findet der 'Gildeball statt. Im Saale deS SchützenhoseS ltt der Vor standstisch aufgestellt, cn dem die bei den Gildemeister ihres Amtes walten. Bor ihnen liegen die alten vergilbten Bücher, und Mltghederregister, auf dem Tische steht der große Willkommbecher, ine'r der Gildemeister führt einen kurzen. keulenartlgen Knüppel, mit dem aus dem Tisch ein Zeichen gegeben wird. wenn sich Jemand aufnehmen, ode? wie eS hier heißt einklopfen-, lassen vill. . Ist das neue Mitglied ausge. eommen veim. frinrtrrintm" In tn'rh ihm der mit Braunbier gefüllte groe Pokal m Willkommentrunk gereicht, den der Betreffende unter beständigem O- ..ri.L - r m s. cni-.r' ... . wjiuuüiucii ver DiVL zu leeren !)!, I wahrend von dem anderen Glldemeister der Teckel des Pokals, so lange der Trinker sich abmüht, den Humpen m leeren, geschwungen wird, wodurch eine kleine. kZ'gur, die aus dem Teckel eine abschließende Verzierung bildet, sich um Nch selbst dreht. Dieser schon seit Alters her zu dieser Ausnahmefeierlich keit enubte Pokal, der recht hübsche Äerzierungen au weist, stammt aus dem Jahre l659 und trägt folgende nkchrlsten: Arnold Stümer und (5atbarina I Ellladeta Stümer bakn htien yttili.I komm zum Gedüchtnik an die Gilde! , .. ' - 1 - - - verehret. .Was in. die Gilde wird! ausgenommen, muß dies austrinken zum Willkommen.- Seid einig. )tX einig, ihr iÄlldebrüder und dient einander wie Leibesglieder. Ferner M aus oem Polai zu le en: "1750 ist fc. P m m. ... I dieser Willkommen von den lÄeschwistern! 11 m I Vaaenroyler de-ve ert." I ir. ? r a m a. iai vsiioc oe ibi eine aan Anmm slck,er P,a,e und B.ck ' i ,f Vecyer uamml aus dem .labre it!25. I aus dem abre 1U25. (kr trägt keinen Namen, aber die Jn.I iqrisl: . .Deme lck bin zu klein, um uniiuc uiim iipccrnai Dorem". Weitere Becher sind der Gllde geschenkt! von TonmeS ttoch 6U, zwei von! M . vm uat 1040, von Rickleven im, von '!vyannes Boveker WiH nan . WKYiotir Iftr.n , ' : x. I c it tni ' Vf,,lV vuiiic ivov pon vmr. Baaenködter 1 1 i 7 linn linnftiAH sint.l.. iro I i cvx u:.".. , .. ' I - , '' vs.vi4i 4jiiii(iuiuuii lUio. i uüh .uuiur öurwnien 100. von 1 dem Postmeister Fitaer 1837. von den SS SgrS"S!WB3 flrininien. . -,r v,,,,,,, ,e Gttve veM serner noch drei zinnerne flache Teller, der Gilde verehrt im Jahre 1761. Diele, sowie drei gelbe Schalen, sind ihrem Zwecke schon länger gänzlich entfremdet. Auf ! rw , v r . ' vie .euer wuroe sruyer der zum Rau chen bestimmte Ta''ak aeleat.' wäbrenl OÄönbeit üiyt im Olnt. ütizti Oliit hthmiti wfin s Ohne diese kei Oüönbeit. . aStai retk. Eesdd CaiHttif fHf,n Llut, kräftigen die Lebe, usd estfer-l nen alles Unreine auk de örd. l BaCMratt an, yupela, Ofschwüre, Nitesse, und so veitn hlif. . mx.t.ut.n.iA. 5I allen i pothkkea. - Zssrieienftellurz . it 1 . ab b. VktON.iU hI iuc. - ini aaraninr. iuc-aoc. tüc

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die Schalen als Aschbecher dienten. Das Gründunasiabr der Volvcar pus-Gilde ist mit Bestimmtheit nicht zu ermitteln, es dürfte indeß noch viel weiter zurückliegen, als die Jahrzahl des ältesten Bechers besagt und vielleicht in die Zelt zener Pestepidennen, die im 10. Jahrhundert verheerend m l5uropa auftraten, fallen. Mündliche Ueber lieferungen melden, daß zwei alte Da men vor der Pest flüchtend nach Tel menhorst gekommen, sich hier häuslich niedergelassen und vom schwarzen Tod verschont geblieben seien. Ihr hinter lassenes Bermögcn bestimmten sie zur Begründung einer Verbrüderung, wie solche gar viele derzeit znm Zwecke gegenseitiger Hilssdcreitschaft gegründet wurden. Die Gilde wurde nach dem heiligen Polycorpus benannt. Jetzt haben die Mitglieder nur noch die einzige Verpflichtung der gegenseitigen Todtenbestattnng, indem sie bei Veerdi gungen .allwechselnd die Trüger stellen, was überdies nach EintÜhrung der be rufsmäßigen Lcichenbeglciter auch nur noch selten gehandhabt wird. Fundirt ist die alte Einrichtung heute so gut wie gar nicht mehr, sie lebt sozusagen von der Hand in den Mund, da die Mittel zur Aufwendung für die jeweiligen Feierüchkeitep immer aus den Eintrittsgeldern der neuen Mitglieder der Antritt kostet für die Person 9 Mark bestritten werden. ?er r?xoe5 am Arme. 60 Jahre sind jetzt verflossen seit dem Tage, an welchemEnglands Herr-scherin-Victoria zum ersten Mal den berühmten Hosenbandorden, der 1349 gestiftet wurde, anlegen sollte. Es war drei Monate nach ihrer Krönung an dem Tage, als sie das Parlament ihres Vorgängers zu verabschieden hatte. Das blaue Sammetband die ses Ordens wird wie bekannt sein dürfte nur sichtbar" unterhalb des Knies getragen. Die junge Herrscherm befand sich daher in arger Vene genheit, wo sie das ehrenvolle Abzeichen anbringen sollte, um der Vorschrift nicht zuwider zu handeln. Unter den fünfzig Mitgliedern, die der Hosenbandorden damals zählte, war sie die einzige Frau, und auf den Umstand. daß das weibliche Geschlecht zum Tragen langer Kleider verurtheilt ist, hatte man bei Abfassung der Statuten gar nicht Rücksicht genommen. Die Konigin wandte sich zuletzt in ihrer Rathlosiqkelt an den 72iahrigen Herzog von Norfolk, den Großtanzler des Reiches. Auch diesen versetzte die wichtige Ana legenheit in Sorge und Unruhe; während mehrerer Tage bereitete die schwer zu lösende Frage, auf welche Weise man es wohl einrichten könne, der strengen Etikette Genüge zu tragen. ohne den guten Anstand zu verletzen, den beiden Betheiligten unangenehme Stunden und viel Kopfzerbrechen. Der alte Herzog fand aber schließlich einen Ausweg: es kam ihm schließlich ein analoger Fall in Erinnerung. Königin Anna hatte den Hosenbandorden auch getragen, und zwar unter halb des linken Ellbogens. Nun herrschten wieder Ruhe und Zufriedenheit; das schwierige Problem war gelöst. Seit 60 Jahren trägt also Kö nigin Victoria den berühmten Orden am linken Arm und erzählt oft läckelnd. welche Sorae e ihr und dem alten Herzog einst bereitet hätte, für DU "oraiiorl "neu vyivaun Platz zu finden, der nicht sliocking I ninnt VnrSrt fnnr Unter einem Vuggy häneno wurde bet Jndevendence. Kan.. die Leiche deö 24 Jahre alten Thomas Fitzmorris gefunden. Das Gesicht war zur Erde gewendet und die Füße an der Axe der Vorderrader befestigt. Die Eoronersiury 'gab einen Wahrpruch auf zusalllgen Tod ab. seitdem ind jedoch zwei Männer, Feinde von itzmorns, unter der Anklage, den Mord begangen zu haben, verhaftet worden, und die Beamten behaupten. genugende Beweise zu baden, um die A . ..i -.. - " ungttlaaten ZU udertudren. ' . uurtrte micv voUstandkg. Kerne Butter sollte ohne ?e-ru-na sein. So schreibt Frau Margaret Veldvon Lake Millö, Wiö., m einem ff ! f (Yft ? k A ncmiqen rrer an nr. artman. Pe. & a. ia rnB. H.r. . m '' ' onwe ntcuni itr

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ven lyrem e sö!eöt eigenen etven. regelmaßigkeinen. lamm haften Perio den, schwächen- ' den Absonder I, ,,tä . . . IPieaOJn flössen, unvermeidlichen Excessen, I . , . .7. ' unrinftrutf n u.ia iffimi ..k w jw hhh uhv nAhSAin Z U .ü""" "Vma" ich al. lanociioax erriarr. nöi litt 2R"Ä? b,.. , cro-v: ,.!. H Uin" ohne rlelchteruna zu dersvuren. roo-l rauf mir Ve-ru-na emvfobl.n wurde und ich zu ih meine letzte Zuflucht ahm. Ich schrieb sodann an Dr. Hartman, der mir den Rath gab, auch kan-a-lin zu nehme. Ich nahm die I zvei Heilmittel. Ich hatte schon lang an meinen Krankheiten gelitten. Keine iVlütUt sollte obne Ve,ru-na fein. ir halten ei beständig im Hause und lemvfeblen eS allen Leidenden. e,I ru'na kurirte mich vollkländig und alaube ich, daß eS auch andere kurirev dird. velche zhjch Leiden zu kämpfen haben. nrhin 5ks... buö. Ohio. für ei freies, speziell für .f.CfC. m r I , vvtiHiHu vviuui uraueu ge,qr,eoeneo uq. i

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