Indiana Tribüne, Volume 21, Number 342, Indianapolis, Marion County, 30 August 1898 — Page 1

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.e-. --rWechsel, Creditbriefe und PostanweiEditorielles. Die Einladung Rußlands zu einer internationalen Konferenz, deren Zweck die Schassung einer allgemeinen griedtnöbasis und Einstellung der immer mehr anwachsenden Rüstungen ist, muß sowohl seinem Geiste, wie seinem Wortlaute nach als ein hochwichtiges Dokument angesehen werden. ES ' wäre verfrüht, heute schon eine- Ansicht über daS wahrscheinliche Resultat auSzusprechen. ES ist sicher, daß wie die Verhältnisse in Europa liegen, eine Einigung betreffs aller widerstreitenden Interessen keine Kleinigkeit ist, aber unmöglich ist sie nicht. Daß der Versuch einerseits mit großen Hoffnungen, anderseits mit großem Mißtrauen betrachtet wird, ja daß von mancher Seite, namentlich von franzöfischer Seite befürchtet wird, daß eine Konferenz wie die borgeschlagen?, erst recht die Unmöglichkeit eine? Verständnisses zeigen wird, ist natürlich. Denn in Frankreich wird man wahrscheinlich immer noch den hörichten Gedanken einer Zurückgabe von Elsaß-Lothringen pflegen, und wie die Franzosen nun einmal sind, glauben sie nicht an die Möglichkeit dauernden Friedens, so lange ElsaßLothringen dem deutschen Reiche angehört. Indeß ist eS nicht unmöglich, daß ihnen gerade eine solche Konferenz die Hoffnungslosigkeit ihrer Wünsche zeigt. ES ist eine eigenthümliche Erscheinung, daß der Borschlag von einem Lande, wie Rußland, mit seinem noch halbbarbarischen Volke und seiner aniquirten Regierungsform ausgeht, unzweifelhaft macht aber gerade der lmstand, daß die russischen Zustande o rückschrittlich sind und so sehr einer Entwicklung in kultureller Beziehung bedürfen, den Druck deS Militarismus ühlbarer als sonstwo. Wir lassen eS dahingestellt, ob der Zar, wie gesagt wird, bei dem Erlaß einer humanistischen Regung nachgab, m Allgemeinen werden große Staatsaktionen nicht durch Gemüthsregungen, ondern durch sehr materielle Einflüsse veranlaßt. Rußland steht trotz seiner gewaltigen Ausdehnung, trotz seiner großen Bevölkerung hinter den Kulurvölke.rn deS Westens. Ein Theil deS ungeheuren Reiches leidet an chronischer HungerSnoth und der Regierung fehlen die Mittel, den Bauern zu helfen. In diesem Jahre soll die Noth sogar an den kleinen Landadel herangetreten sein und dieser soll die Regierung um Hilfe angefleht haben, welche zu gewähren die Regierung aber nicht die Mitel besitzt. Der Militarismus zehrt am Marke aller europaischen Völker, aber die hohe Kultur Westeuropas hat eS ermöglicht, bislang dieses große Uebel zu ertragen. 3a Rußland aber geht daS Volk zugrunde und man mag zu der Etasicht gelangt sein, daß wenn man nicht alle Mittel anwende, Kultur und Wohlstand im Lande zu fördern, die Opfer, welche die Erhaltung der Machtstellung deS Reiches verlangt, den gänzlichen Ruin deS Bauernfian. deS herbeiführen. Dem Blasen der FriedenSschalme wird wohl veniger ein humaner als ein praktischer Zweck zu Grunde liegen AlS Quelle humaner Bestrebungen ha sich bis jetzt Rußland, daS heißt daS

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ofsizielle'Rußland, gerade nicht ausgezeichnet. Indeß, waS immer der praktische Erfolg dieses ersten Versuche? in der eingeschlagenen Richtung sein mag, der

schritt ist mit Freuden zu begrüßen. Der Militarismus saugt nachgerade die besten Kräfte der europäischen Län der auf, und seine Abschaffung wird immer mehr zur dringenden Nothwen digkeit. Eine Auslösung der immer stärker angespannten Kräfte der Völker muß einmal stattfinden und sie kann nur aus zweierlei Weise stattfinden, entweder durch Verständigung oder durch eine furchtbare Katastrophe, einen ungeheuren Krieg, in dem eine oder mehrere Nationen ihre Selbstfländig keit verlieren, und in Folge dessen ei nige andere sich in die Weltherrschaft theilen. ' Daß man bei den heutigen Riesen armeen und bei der Furchtbarkeit der modernen Waffen vor einem Weltkriege zurückschreckt, ist nur zu natürlich. Der Friede Europa? wird heute nur durch die Furcht vor dem Kriege ausrecht erhalten, die Furcht vor dem Kriege aber macht den ungeheuren Aufwand .für daö Militär nöthig. Diese stetige Anspannung aber muß schließlich, weil eö eine Grenze der Möglichkeit sür sie giebt, gerade zu der Katastrophe führen, welche sie derhindern soll. ES ist daher ein Versuch, eine Verständigung herbeizuführen, mit Freuden zu begrüßen. Dieser erste Versuch mag mißlingen, aber eS werden ihm sicherlich weitere Veruche folgen. Dafür wird schon die zunehmende UnertrSglichkeit deS MiitariSmuS sorgen. MglMWn. -Wetterbericht. Schönes Wetter' heute. Nacht und Mittwoch. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 90 Grad, niedrigste 73 Grad. ScbisselS Badeanstalt. Wasertemperatur 84 Grad. AuS den Lagern. EampMegde, Middletown, Po., 29 August. Eol. Elliott vom 6. Penna. Regiment wird die AuSMusterung desselben vornehmen. Am Samstag sollen die Soldaten ihre EntlassungS-Papiere erhalten. Gem. McNamara vom 10. Ohio Regt , der in Eleveland, O., gefaßt wurde, wird wegen Fahnenflucht vor ein KriegSgericht gestellt werden. Alle TyphuS-Kranken im Lager (15 sind heute der Pflege der Rothen Kreuz Gesellschaft übergeben worden. N e w A o r k, 29 Aug. Im Eamp Wikoff" und in den hiesigen Hospitäern starben heute 15 Soldaten. Fernandina, Fla., 30. August. Im hiesigen Lager starben drei Mann. E a m p P o l a n d, Knozville, Tennessee, 29. August. DaS 1. Penna. Regt, langte heute Nachmittag auS Ehickamauga Park hier an. San Francisco, 30. August. Trotz der von der Militär-Behörde ergriffenen VorsichtS-Maßregeln sind die sanitären Verhältnisse im Lager schlimmer alS je zuvor. Heute belauft sich die Zahl der Kranken , auf 308, die größte Zahl seit Errichtung deö LagerS. 3m Lazarethe befinden sich 18 Typhuskranke. 65 Saldatea deö Ten-nessee-RegimentS und 65 deS Iowa Regiments sind krank. Min Stimmen über den Erlaß deö Zaren. B e r l i n, 29. Aug. Die Norddeutsche" bemerkt bezüglich der Frie denöpläne deS Zaren : Unsere Rüstungen waren nie aus eigennützige Zwecke berechnet, sondern nur sür unseren eigenen Schutz und für die Erbaltuna deS Friedens. Wir sind bereit, dem Plane zur Erreichung desselben Zweckes mit geringeren Kosten einen unparteiischen Versuch zu geben." Die .National-Zeitung" sagt: Der Zar und seine Minister haben sich nicht mit der Idee bethört, daß sie die Welt von den Ursachen befreien könnten, die seit Iahren die zuneh menden Rüstungen veranlaßt haben. Wenn aber eine Großmacht solche Borschläge den anderen unterbreitet. dann werden dieselben überall alS der ernstlichsten Berücksichtigung werth an erkannt werden."

P a r i S, 29. August. Die französischen Zeitungen im Allgemeinen bekunden kein Vertrauen zu der Auösührbarkeit deS FriedenS-PlaneS deS Zaren und sie deuten klar genug an, daß als Grundbedingung Frankreichs sür die Theilnahme an der Konferenz die Rückgabe Elsaß-LothringenS seitens FrankreichS verlangt werden müsse. TempS" sagen u. A. : Graf Muravieff'S Cirkular entbehrt weder deS Geistes, noch der Zweckmäßigkeit. Allein eS würde eine Entwürdigung deS Vorschlages in Bezug auf seine Inspiration und seinen Zweck sein, wenn

man darin weiter Nichts erblicken oder damit den Gedanken verknüpfen wollte, daß er suche, vom Beginne an den Abschluß deö Bündnisse zwischen den Ver. Staaten und Großbritanien zu hintertreiben. Waö wird Wilhelm vom Deutschen Reiche über die Initia tive Nikolaus' denken ? Er wird kaum gesonnen sein, die zweite Violine zu spielen." St. Petersburg, 29. August. Die hiesigen Zeitungen erklären, baß das Manifest deö Zaren einen Wende Punkt in der Geschichte bilden werde. Sviet" sagt : Wenn alle Mächte Rußlands Vorschlag mit demselben Ernste annehmen, in dem er gemacht wurde, dann wird die Morgendämme rung deS zwanzigsten Jahrhunderts die Idee deö allgemeinen Weltfriedens über die der Unruhe und die der Zwietracht triumphiren sehen." L o n d o n, 29. Aug. Die Zeitungen sind mit Besprechungen und Commentaren über die Friedenö-Vorschläge deö Zaren gefüllt, und wenn auch die Verwirklichung der Pläne von Vielen für eine sehr große Unwahrscheinlichkeit gehalten wird, so wird der edlen Idee deö Zaren doch allgemein daö größte Lob gezollt, wie ihm auch der beste Erfolg gewünscht wird. Der Vorfall in Cavite. London, 30. Aug. Eine Spezialdepesche auS Manila, datirt Hongkong, 25. August, meldet : Die zwischen den Amerikanern und Eingeborenen bestehende Spannung erfordert außergewöhnliche Fähigkeit, um völlige Entfremdung zu vermeiden. Ich habe gefunden, daß mehrere hohe amerikanische Beamte, Leute von höchst mittelmäßiger'Bildung, völlig unbekannt mit orientalischen Ideen und unfähig sind, die uncidilisirten Rassen zu verstehen. Den meisten Amerikanern fehlt die Geduld, und zahlreiche kleine Mißverständnisse vergrößern nur die Spannung. ES scheint mir, daß die Amerikaner mit Absicht die rauhe Seite herauskehren. Der amerikanische Censor verbietet gänzlich, daß auch nur ein einziges Wort über den Vorfall in Cavite am gestrigen Tag (24 ) berichtet wird, und er drohte, jeden Korrespondenten, der eine Silbe darüber schrieb, auSzuweisen. Eine Deputation der ZeitungöCorrespondenten wird bei Gen. Merritt Protest gegen diese Maßregeln erheben. Der Cavite-Vorfall (über den an dieser Stelle bereits kurz berichtet wurde) wurde dadurch verursacht, daß ein betrunkener Amerikaner aus der Straße seinen Revolver loöknallte, woraus die einheimischen Posten versuchten, ihn zu verhaften. In dem folgenden Wirrwarr wurden vier Eingeborene und ein Amerikaner getödtet, und jetzt wird der Vorfall fälschlich als ein vorbedachter Anfang der Feindseligkeiten der Eingeborenen berichtet. Gen. Merritt hatte die Gewehre der gefallenen Eingeborenen der Compagnie zurückgegeben, die wie jeder Vernünstige annimmt, ohne Vorbedacht und ohne Ueberlegung auf die Amerikaner schoß. Die Eingeborenen versichern, daß Aguinaldo den General Merritt gezvungen . habe, sie freizulassen und ihnen die Waffen zurückzugeben. Die Amerikaner tadeln Gen. Merritt'S, Vorgehen. Befürchtet einen Konflikt. L o n d e n, 30. August. Sine Depesche auö Shanghai sagt, der chinesische Gesandte in St. Petersburg habe seiner Regierung berichtet, seines Er achtens werde die chinesische tZrage zu einem Konflikt zwischen England und Rußland führen, da der britische Bot schafter in 'St. Petersburg eine Note von so peremptorischer Art überreicht habe, in der die Freiheit der Unterneh mungen in russischen Einflußsphären

verlangt wird, daß Graf Murawjew darauf nicht eingehen kann. Der chinesische Gesandte sagt, er erwarte den Auöbruch deö Confliktö sicher vor Anbruch deö Jahre.

allerlei. Ungewöhnlich zahlreich sind die Nachkommen Samuel Packard's, der sich mit Frau und Tochter im Jahre 1633 in 5)ingham. Mass., niederließ. Vor 10 Jahren fand in Vrockton die 250ste Familienversammlung seiner Nachkommen statt und an derselben nahmen an 1200 Packard's Theil. Seme Nachkommenschaft reträat zur eit 7000 KLvfe. In einem plötzlichen Anfalle von Irrsinn erschoß George Ennett in Rockford. Jll.. seine 35jährige Schwester Anna und jagte sich dann selber eine Kugel in den' Kopf, die seinen augenblicklichen Tod kzerdeiführte. Die Schwester war, als sie von ihrem Bruder ermordet wurde, mit Waschen beschäftigt gewesen. Eine andere Schwester und eine Waschfrau, dic sich im selben Zimmer befanden, retteten sich durch schleunige Flucht vor einem ähnlichen Schicksal. Nachdem Ennctt seine Schwester erschossen hatte, ging ?r in ein anstoßendes Zimmer, zog vom rechten Fuße den Schuh und Strumpf ab, stemmte das Gewehr, mit welchem er die Schwester ermordet, auf den Boden und drückte dasselbe mit der großen Zehe ab. ZumVatermörderaeworden ist der 19 Jahre alte William Castle, ein Sohn des bei Chandler, Ind., ansässig gewesenen reichen Farmers Benjamin Castle. Der alte Castle kam in angetrunkenem -Zustande nach Hause und fing mit seiner Frau Streit an, wobei er so wüthend wurde, daß er dieselbe niederschlug und in gemeinster Weise mißhandelte. Er war eben im Begriff, seinen Revolver zu ziehen, als sein Sohn auf das Hilfegeschrei der Mutter hinzukam, dem Aater den Revolver entriß und in seiner Aufregung zwei Schüsse auf denselben abfeuerte, von denen der eine in .den Kopf und der andere m den Unterleib drang. Die Mutter war gerettet, aber der Vater war so schwer verwundet,' daß er am nächsten Morgen starb. Bei der Coroners-Untersuchung wurde der junge Castle freigesprochen. Von der obligaten Schießerei begleitet war eine freundschaftliche" Auseinandersetzung, welche der Advokat John McChord in Lebanon. Ky.. mit dem County - Anwalt Spaldina hatte. Zwischen den beiden Anwalten herrschte seit längerer Zeit böses Blut und McChord begab sich nam der Office Spalding's und erklärte ihm, daß er gekommen sei, um die Streitigkeit zu schllchten. Dabei zog er einen Revolver vom Kaliber 44 und feuerte zwei Schüsse auf seinen Gegner ab, welche aber ihr Ziel verfehlten. Es entstand nun ein Zweikampf auf Leben und Tod, doch entwand sich McChord schließlich den Armen seines Gegners und schlug ihm zweimal mit dem Kotben des Revolvers über den Kopf, so daß Spalding bewußtlos zusammenbrach. Das rechtzeitige Eintreffen des Hon. Finley Shuck rettete dem Spalding jedenfalls das Leben, widrigenfalls McChord nochmals geschossen haben würde. Unser n der Stadt Lei P zlg wurde im Leutzschen Holze der Handelsmann Friedrich Elsner aus Taucha bei Weißenfels überfallen, durch Messerstiche schwer verletzt und seiner nicht unbeträchtlichen Baarschaft, die er zur Bezahlung eines im Stadtteil Lindenau gekauften Pferdes verwenden wollte, beraubt. Man fand ihn im Blute schwimmend bewußtlos, aber noch lebend; er wurde nach dem Krankenhaus transportirt. Die Thäter sind in dem stellenlosen 20jährigen Herrschaftsdiener Krauße und dem Schuhmacher Kühn letzterer in Beucka bei Grimma ermittelt worden. Die Beiden hatten sich Elsner, der mit ihnen eine Bierreise" unernahm, angeschlossen. Im Leutzscher Holze warf der Eine Elsner nieder, der Andere bearbeitete ihm mit dem Messer Kopf und Rücken. EinVorfall, der lebhaft an die Handlung der Oper Der Bajazzo- erinnert, wird aus Oberungarn gemeldet. In die Ortschaft Podhorolla kam vor einigen Tagen ein wanderndes Ehepaar, welches mit Schaustellungen, Magie und Akrobatik die Bevölkerung unterhielt. Das Weib war jung und wunderschön und ihr Mann glaubte Grund zur Eifersucht zu haben. Vor Beginn einer Vorstellung kam eS zu einer heftigen Scene zwischen Beiden, doch scheinbar versöhnt betraten Beide die Bühne. Des Publikums harrte- jedoch ein schauerlicher Vorfall. Kaum hatte sich die junge Frau , in Positur aejtellt. stürzte ihr Mann, ein. langes Messer ziehend,' auf sie zu und grub ihr das--selbe mit Blitzesschnelle mehrere Male in Brust und Bauch. Nach wenigen Secunden war sie eine Leiche. Der Mörder, der einen, verzweifelten Versuch machte, sich umzubringen, wurde von der Bevölkerung überwunden und der Gendarmerie übergeben, welche ihn dem Bezirkbaencbte einlieferte.

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