Indiana Tribüne, Volume 21, Number 340, Indianapolis, Marion County, 28 August 1898 — Page 2

?as armcWurm". ' Tiroler Reiscerinnerung, von Arthur Ackleitner. Wird etwa in Dutzend Sommer her sein, meine Kniee waren noch gen!ig. die Füße fünf und das Gemüth allezeit berett zu lustigem Schabernak. Jrgendwo in Tirols herrlicher Vergwelt trieb der literarische Thunichtgut sein touristisches Unwesen und kletterte den Bergen schier die Spitze weg, wobei der Gewandteste häufiger als nöthig Gelegenheit erhält, Mut.ter Erde küssen zu müssen. Der letzte Sturz war famos, ein Trapezkünstler kann's kaum besser machen. Es glückte im letzten Augenblick der Sprung auf die Füße, und sausend ging's mit dem Geröllseld hinunttx. Was schadet es, daß die Hände und Kniee geschürft, die Wangen zerkratzt, das Gewand klein zerrissen sind, hübsch war's doch! Tief unten an der Straße lud ein lauschig schattiges Plätzchen zur Siesta ein, und bald daruf schlummerte ich Bergmensch wieder den Schlaf des Gerechten. Eine silberhelle Frauenstimme weckte den Schläfer, der eben von den Saliczen Fräuleins süß geträumt. Ach, Herzchen, gieb mir mal 'nen Kreuzer für das arme Wurm!" flötete eine junge mitleidige Dame zu ihrem Beyleiter, der härterm Herzens etwas dergleichen brummte, doch nicht in schlafenden Gebirglern gleich ein armes Wurm erblicken zu wollen. Laß den Kerl doch seinen Rausch aus schlafen!" Nicht doch, Karl! Sieh nur, der Arme ist abgestürzt, er sieht gräßlich aus! Und kein Arzt, keine Apotheke weit und breit! Das arme Wurm wird elend zu Grunde gehen!" I wo! Dergleichen sind diese Gebirgskerls ja gewohnt!" Karl, gieb mir einen Kreuzer! Das arme Wurm dauert mich so sehr!" x Höchlich über dieses Zwiegespräch belustigt, erhob ich mich und grüßte höflich. Aengstlich fragte die junge Frau, ob wohl die Knochen noch ganz seien. . Ich glaub' schon!" Er ist wohl ss 'n Bisken abjestürzt, was?!" meinte der Göttergatte. Wohl, wohl, a wengl! Hat nix zu bedeuten!" Na, sag Er mal: Will Er unser Gepäck über die Alp nach S . . . tragen? Wir wollen so 'ne richtige Alpenpartie machen und suchen einen Führer dazu! Ein gutes Trinkgeld ist Ihm sicher!" Da auch ich das gleiche Ziel, wenigstens in S ... ein Zimmer für mich brieflich bestellt hatte, und der Irrthum des Hochzeitspärchens einen Spaß dersprach, so erklärte ich mich zur Dienstleistung bereit. Was so ein HonigPärchen an absolut unentbehrlichemGepack mitschleppt, ist nicht zu glauben. Vier Schirme, zwei Bergstöcke, groß genug zum Ochsentödten, eine dickbauchige Handtasche, Plaids, ein Tornister, eine Büchertasche und ein undefinirbarer Ballen in Segeliuch einge näht. i Das bißerl Gepäck soll ich über'n Berg trazen?" fragte ich erstaunt und vor den drohenden Schweißtropfen er-

jchauerno. Ach, Karl, das arme Wurm wird noch zu schwach dazu sein!" I wo! Diese Kerls tragen viel schwerere Lasten!" Sich zu mir wendend, fragte der Bcneidenswerthe: Er hat gewiß schon manches schwere Stück Wild aus seinem Rücken heimgetragen, was?" .Jawohl!" Nu, also! Und hinterdrein immer der Jäger, was?!" Na, umgekehrt!" Wieso?" Weil der Jäger vorausgegangen ist!" Ich verstehe nicht!" Js ao net nöthig!" Sind Ihm 5 Gulden Traglohn genug?" .Hm!" Ach, Karl, leg' doch etwas zu! Der Mann hat gekörtig zu schleppen!" Man darf die Kerls nicht verwöhnen! Na. was Er Abends trinkt oben, bezahle ich extra. Ist er zufrieden?" .Ja!" Denn man fix! Wir wollen aufbrechen'." Vom Straßenwärlerhäuschen, wo die Herrschaften ihr Gepäck hinterlegt hatten, holte ich, grinsend vor Vergnügen, die Kolli, die mühsam genug in meinem Rucksack verstaut wurden. Den Rest, nämlich den undefinirbaren Ballen in Segeltuch, gab ich dem StraßenWärterbuben zum Tragen unter Beisügung einiger Sechserln. Der Gatte staunte; doch ich erklärte auf Hochdeutsch, baß das Zeua sich absolut nimmer im Rucksack unterbringen lasse. Flink sprang der StraßenWärterbub voraus, hinterdrein, hübsch langsam, das Zuckerpärchen, das sich nach jedem Vlümlein bückte, um sich die Hände drücken zu können, und sich alle zehn Schritte Kußhändchen zuwarf. Das Alles sehen und den Hausen Gepack dabei schleppen müssen, ist keine Kleinigkeit. Schier reute mich der wpatz. Je steiler der Pfad wurde, desto mehr verging dem Paare das Kosen. Die junge Gnädige nahm die Farbe gesottener Krebse an und die Stirnlöckchen verlängerten sich, während der Glückliche mit dem Taschentuch arbn tete. als wollte er sich mit dem Schweiß such die Haut wegwischen. Plötzlich ein Schrei des Entsetzens, die Gnädige taumelt, will in Ohnmacht fallen. Der Gatte springt hinzu fassungS los, kaum daß er die Gattin in den Ar rnen zu halten vermag. Aber schreien kann er vorzüglich, er brüllt um Hilfe. Ich keuche heran unter der Last des Hochzeitsaepäcks und muß auflachen. u . .Nanu?"

Wer wird denn wegen einesStaunzenstiches (Stechmücke) so a Spektakel machen!" Gelassen nehme ich eine Phiole aus der Gilettasche und träufle lluf die Stichwunde einige Tropfen. Ach. wie das kühlt!" flüstert die Göttliche. . Er -hat da wohl ein Hausmittel ? Wie heißt es?" Quecksilberchlorid in Collodium." Verdutzt sieht dasPärchen aufwärts. Der Junggatte beeilt sich, dem Weibchen auseinanderzusetzen, daß der Träger offenbar in lateinischer Bauer sei, deren es im Gebirge zuweilen welche als Abnormität giebt. Wie interessant! Aber ein armes Wurm bleibt der Mensch doch!" Stunde um Stunde verrinnt im warmen Aufstieg. Endlich tritt die Alm in Sicht. Ach, Karl, wie poetisch! Frag' doch den Mann, wie die Gegend hier heißt!" Der Grund, auf dem wir stehen, heißt der Sauboden!" lautete wahrheitsgemäß, doch poesielos meine Antwort. Wie, was? Unerhört! Und wie heißt die Alpe selbst!" Viehbergalm!" Er treibt wohl Spott mit unS ! Hüte Er Seine Zunge! Ich laß mir keinen Bären aufbinden, verstanden !" schnarrte Er". Js schon recht! I kann die Namen halt net ändern." Die Göttliche ereifert sich nicht wemg, daß in -so idyllisches, entzückendes LandSauboden" genannt würde, und will wissen, warum der Boden so bezeichnet sei. Von wegen der Säue!" Ach, Karl, gehen wir! Der Mensch ist doch zu prosaisch!" . Schier marode erreicht das Paar die Almhütte, wo der vorausgelaufene Straßenwärterbub dieSennerin längst verständigt hat, daß ein preußisches Paarl einen Herrn von uns" zum Gepäckträger genommen habe. Die Nanni guckte gehörig und ignorirte in ihrer Neugierde alle Wünsche und Befehle des Gatten. Hör' Er, Träger! Rede doch Er mit dem Fräulein!" Zunächst warf ich den voluminösen Rucksack in die Ecke, zündete mir eine Cigarre an und rief der Sennerin zu: Du, Nanni, mir giebst a Tüpfele Moosbirenm! Was dö Herrschaften wöllen, sollen s' Dir nur scho sagen ! Vostehst!" Grinsend vor Vergnügen bringt die zahnlückige ältliche Sennerin das gewünschteGläschen Schnaps aus Moosbeeren und stellt sich dann breit vor dem Paare auf: Was wollt's wohl Oes han?" Hören Sie mal, Fräulein! Kann ich wohl etwas Wein mit Mineralwasser haben?" Na!" ' Oder Schlagsahne mit Erdbeercn?" .Na!" Was jiebt's denn noch?" HabenSie Molken?" .Na!"

Inzwischen ist die junge erhitzte Frau durstgeplagt zum plätschernden Brunnen getreten und legt ihr Rosenmundchen an das Rohr. Mit einem Ruck reiß ich die Gnädige weg: Sell darf net sem, gna Frau! In der Hitz' trmkt man net! Aber Er hat doch auch soeben einen Schluck genommen?" Schnaps! Das ls was Anderes!" Und bereitwillig füllte ich ein Glas mit Wasser und gab einige Trop,en Beerfchnaps hinein. So, gnä' Frau ! Hiazt schadet's Wasser nimmer!" Nicht um die Welt ums ich. das Zeug!" Schaudernd wendet sich die Gottergleiche ab. Der Herr hat sich unterdessen so weit mit der Sennerin verständigt, daß statt Schlagsahne gute Milch gereicht wurde, die das Paar in gierigen Zügen consumirte, zum Gaudium der Sennerin und meiner Wenigkeit. Zwei Töpfe Milch, annähernd zwei Liter! Die Leutchen hatten offenbar keine Ahnung von der Wirkung. He, Träger! Eognak oder Chartreuse giebt's wohl hie: nicht, was?" I glaub net!" Weiß er denn, was das ist?" I glaub schon!" Nu. was ist es?" A g'farbter Schnaps!" G'farbter? Was ist das?" Ein gefärbter Schnaps!" Köstlich! Er hat da wahrlich nicht so unrecht! He, Fräulein, jeben Sie mir auch so 'n Dings da zum Trinken?" Der Herr fand Gefallen an dem alten Moosbeerschnaps und leistete sich einige Tüpfele zu meiner Genugthuung und zur Vorbeugung drohender Milchgefahren. Das Interesse des Pärchens wendete sich nun der Hütteneinrichtung zu; die Situation wurde tragisch für das übermäßig in Anspruch genommene Zwerchfell. Die junge Frau staunte über das offene Herdfeuer, über den Mangel einer Bratröhre; wollte wissen, wo das Fleisch gekocht, die Kuchen aebacken würden; sie erkundigte sich, wie oft am Tage frisches Brod vom Bäcker geliefert wurde und ob man Abends wohl Pellkartoffel mit Häring haben könne und dergleichen mehr. Klassisch lauteten die Antworten der Sennerin: Fleisch giebt es auf der Alm überhaupt nicht und Kuchen ebenso wenig. Häringe cssen blos die Holzknechte mit wehen Mägen, und Schwarzbrot wird alle Monat einmal heraufgebracht. Kartoffeln sind zu theuer zum Versuttern an die Saue. Und auf die Frage, wovon sich denn das Alpenfräulein nähre, sagte die Nanni vergnügt: Von Schmarrn, KaZnockm und Plenten. (Mus, aus Buchweizenmehl mit Butter aufwalzt).

Die junge Frau erschauerte und

drängte zum Aufbruch. Den schweren Ruasaa aufnehmend. bedankte ich mich bei der Sennerin für den Schnaps und ließ ihr eine Cigarre zurück, die sich Nanni zum Entsetzen des Porchens sofort ansteckte. Fröhlich gina's nun an der anderen Bergseite thalwärts nach Sch . . . Ich hatte Eile, an mir bekannten Häusern vorbei zu kommen; hier nickte der Leb, rer mir zu und schlug die Hände zusammen vor Staunen über meinen hochbepackten Rucksack; dort kam der Kurat heranspaziert, dem ich durch ein Zeichen noch rechtzeitig Schweigen auferlegen konnte. Aber selbst Sommersrischler merkten Etwas und munkelten halblaut, daß dasHochzeitspärchen doch einen sonderbaren Bergführer und Trager hattc. Am behäbigen Dorfwirthshause ging aber der Hauptspaß los. Alles besetzt, nicht in Zimmer ist mehr frei. Ueberhaupt giebt es im ganzen Dorf nichts mehr. Alles überfüllt. Blos ein Zimmer ist noch unbesetzt, aber bestellt. Wie an einen Strohhalm klammert sich daö Paar an diese Mittheilung. Ich muckste mcht, ließ mir aber den vortrefflichen Röthel nach Herzenslust schmecken, der denn auch bald ?ene weiche Stimmung brachte, in der man das eigene Bett hergiebt, um einem Mitmenschen gefällig zu sein. Ich tuschelte mit der Kellnerm und beaufkragte selbe, der Herrfchast mein bestelltes Zimmer zu überlassen. Leider wurde dadurch das Jncoqnito gelüftet und ich kam um den Tragerlohn sowie um den freien Trunk, da ein Herrischer doch unmöalich Geld für den Spaß nehmen konnte. Die Nacht verbrachte ich im Bett des Roßknechts, das mich natürlich einen Silbergulden kostete. Was mich aber geärgert hat, aeärgert so diel ich Haare damals auf dem ötopse hatte, das war am nächsten Morgen die auf einer Visitenkarte hinterlassene Mitthnlunq des mit Einspänner abgereisten Pärchens: Besten Dank für Abtretung des Zimmers! Auf solche Scherze kann aber auch nur ein Bayer kommen!" Da hatte ich's! Hereinaefallen war bei der ganzen Geschichte ich das arme Wurm. Nachtlied. Von Friedrich Karl Kretzmann Nun schweigen alle Stimmen In Feld und Wald und Thal, ;m Westen will verglimmen Der letzte Abendstrahl. Leise kommt die Nacht daher, Leise zieht am Himmel Auf das Sternenheer. Es kommt das tiefe Schweigen Auf mich so feierlich. Ich muß mich betend neigen: Gott Vater, segne mich! Feld und Wald ging langst zur Ruh', Trinken Gottes Frieden, Schlafe, Herz, auch du! Farbe der Haare. Den interessanten Untersuchungen Rothes zu Folge, sind von den norddeutschen Frauen fast die Halste blauäugig; grünäugige sind viel seltener. am wenigsten häufig die schwarzaugigen. Die Mehrzahl der norddeutschen Frauen ist blondhaarig, ihre Zahl überwiegt die der Blauäugigen bedeutend. Die Braunhaarigen treten gegenuber den Blondhaarigen an Zahl zurück. Roth- und Schwarzhaarige finden sich am seltensten.. Im Allgemeinen sind dunkle Augen mit dunklen Haarfarben und hell mit hell verbunden. Nur die Braunäugigen sind in mehr als der Hälfte der Fälle blondhaarig. Die Augenbrauen pflegen innerhalb der verschiedenen Haarfarben die dunkelsten Korperhaare zu sein. Was das Ergrauen der Haare anbelangt, so waren am häufigsten uno frühesten die Kopfhaare und zwar am häufigsten und frühesten an den Schlafen und am Scheitel ergraut. Bei 1000 untersuchten Frauen beobachtete Rothe 134 mit grauen Haaren; die jüngste von ihnen zählte erst 23 Jahre, 5 befanden sich zwischen 30 und 34, 16 hatten die 40 noch nicht erreicht, während das Decennium zwischen 40 und 50 nahezu 40 auswies und die Zahl bis zum 60. Jahre auf 43 anschwoll. Selbst bis zum 85. Lebensjahre wurden noch 2 Mal nur graue, nicht weiße Haare beobachtet. Am seltensten finden sich ergraute Augenbrauen vor. Aus der Betrachtung der Helligkeitsverhältnisse der Augen und Haarfarben ergiebt sich, daß die Dunkeläugigen und noch mehr die Dunkelhaarigen relativ unter den Ergrauenden überwiegen. Im Allgemeinen erfolgt das Ergrauen der Haare langsam und im höheren Alter im Laufe der Jahre, aber es sind auch Fälle bekannt, bei denen ein plötzliches Ergrauen durch besondere Umstände, namentlich Krankheiten, berichtet wor den ist. Ein Kind seiner Zeit. Die kleine Ella klingelt beim Advokaten Knifflig und läßt sich melden. Was willst Du denn bei mir?" fragt der würdige Herr Advokat. Ach, er widert die siebenjährige Ella, ich will mich von meinem Papa scheiden lassen wegen thätlicher Mißhandlung! Im Eifer. Wissen Si denn auch, Herr Doktor, daß die baare Mitgift meiner Schwester 200.000 Mk. betragt? Sie spaßen, meine Gnadige! Gar nicht möglich! Dazu ist sie ja viel zu schon! In der Schule. Lehrer: Nennet wir eine wohlthätige Wirkung der Sonne? Schüler: I bitt', wann r.ri rx.:.t t.u ... a.:i,r..:. zuttt, yuu n mti uigitiicji

ZZnefe von zarter Kand.

Humoreske von Hugo Klein. Gegen 10 Uhr Vormittags versammelten sich die Damen, die im Kurhause wohnten, zum gemeinsamenFrüstück auf der kleinen Terrasse. Die meisten verließen erst sehr spät das Lager man ist doch nicht in der Sommerfrische, um sich in seinen Beque:.ichkeiten stören zu lassen! Nur Frau Mathilde, die stark zu werden begann und sich viel Bewegung machen stllte, kam um diese Zeit schon erschöpft ton ihrem halbstündigen Waldspaziergang zurück, und die schöne Frau Biktorine, die eine leidenschaftliche Radfahrerin war, hatte bis zum Frühstück die Sonne brannte am Morgen nicht so stark, um den Teint allzusehr zu gefährden einen mehrstündigen Ausflug erledigt. Bon der kleinen Terrasse bot sich eine entzückende Aussicht auf den spiegelhellen, leuchtenden, 'bergumrahmten, waldumkränzten See. Ein würziger Windhauch wehte von denBergen herab und ein nicht minder wohliger, wenn auch von jenem durchaus verschiedener Duft stieg aus der umfangreichen Kaffcekanne auf. die die Hauswirthin mit Milch. Butter, mürben Kipfeln und goldbraunen Kuchen herbeischleppte. Trotz dieser Annehmlichkeiten des Lebens waren sämmtliche Damen an diesem Morgen sichtlich verstimmt. Ihr Appetit ließ zwar nichts zu wünschen übrig das ist eben der Vorzug der Höhenluft, daß sie jeden seelischen Kummer 'bezwingt aber ungewohnte Verschlossenheit und überraschende Schweigsamkeit waren bedenkliche Zeichen geheimen Verdrusses. Endlich ergriff Frau Julie, eine Dame mit spitzigem Kinn, das derschmähte Wort, indem sie sich zu ihrer Nachbarin wandte: Nun, Frau Viktorine. Sie haben ja heute auch einen Brief erhalten . . . Aus der Stadt? Und? Hat er angenehme Nachricht gebracht?" Mein Mann schreibt mir, daß er wieder keine Zeit hat, am Sonxtag herauszukommen." Die Stimme klang sanft und süß und gleichmüthig wie immer, nur die Augen der schönen Frau funkelten im Zorn. Die Dame mit dem spitzen Kinn zog ein zusammengeballtes Papier aus der Tasche, entfaltete es, strich es glatt und sagte: Ganz wie der meine..." Dann las sie vor: Verzeih', liebes Kind, aber die Geschäfte häufen sich, ich muß meine Sehnsucht bezwingen; es ist unmöglich, abzukommen . . ." Im Nu hatten auch die anderen drei Damen zerknitterte Briefblätter her vorgezogen und ergänzten aus ihren Episteln den Vortrag. . . . Denke Dir," verlas Frau OttiZie, die große Maschine in der Fabrik ist gebrochen, wir müssen die ganze Woche, vielleicht auch den Sonntag, arbeiten, um sie wieder in Stand zu bringen. Ich bin trostlos, vielleicht hier bleiben zu müssen, aber Du weißt ja, es geschieht nichts, wenn der Herr aus dem Hause ist." Und Frau Ottihe fugte prophetisch hinzu: Die Maschine wird ganz sicher nicht bis zum Sonntag heil." Unglaublich," murmelte Frau Mathilde. Und dann verlas sie mit halblauter Stimme abgerissene Sätze aus ihrem Briefe: Geschäftsfreunde aus Paris . . . wichtige materielle Jnteressen... Vertragsabschlüsse... Fremdenführer wider Willen . . ." Ein kurzes spöttisches Lachen schloß die Eitäte ab. Ach, mein lieber Schatz, wie bin ich untröstlich!" verlas Frau Wilhelmine. mit drolligem Humor die Zärtlichkeit des Schreibers persiflirend. Denke Dir, eine Conferenz im Ministerium ich bin dringend berufen . . . Eine Conferenz am Sonntag! Wie graur si 1 n . er" cf jam zcluorl ne meine illzonen Äv sichten!" Die Damen konnten sich des La chens nicht erwehren. Dann aber wur den sie plötzlich wieder ernst, falteten ihre Briefe zusammen und eine kurze Pause trat ein. Es scheint ja, daß die Herren viele Geschäfte in der Stadt haben." sagte dann Frau Julie mit beißendemHohn, Oder viel Unterhaltung," klang es wieder sanft und melodisch von den Lippen der schönen Viktorine. Ja, lieber Gott, hier gibt es zwar viel schöne Natur, aber sie' schließt die Langeweile nicht aus," bemerkte Frau Mathilde mit einem leichten Seufzer. Sich die ganze Woche als flotter Strohwittwer in der Stadt amüsiren und am Sonntag noch die eigene Frau unterhalten das ist offenbar zu viel verlangt!" meinte Frau Wilhelmine sarkastisch. Sie schwiegen wieder einen Augenblick, dann brach Frau Viktorine mit ihren zarten Händen einen neuen Kuchen an, lächelte malitiös und sagte: Wenn ich wollte wäre er da!" Hm. ja, wenn man wollte!" wiederholte Frau Julie, und die Worte fanden ein Echo im Kreise. Warum wollen wir eigentlich nicht?" fragte Frau Viktorine plötzlich, und die weiche, flötende Stimme hatt: mit einem Male einen entschiedenen aufrührerischenKlang gewonnen. Wir müssen wollen . . . Jedenfalls gehe ich, was meine Person anbelangt, jede beliebige Wette ein, daß mein Mann am nächsten Sonntag hier sein wird. Und auch Sie, meine Damen, sollen Ihre Macht zeigen das ist doch die geringsie Genugthuung, die wir uns verschaffen dürfen!" Und da aller Kuchen verzehrt und auch dieKaffeekanne schon leer war, erhob sich die erzürnte Dame lebhast und sagte: Ich schreibe ihm sofort." Jch auch ich auch!" ertönte es in derRunde, und rasch und mit flatternden Röcken eilten die Damen in ihre Wohnungen. An demselben Tage Kurden die fol-

genden fünf Briefe nach der Hauptstadt

vgesanot: 1. .Wie schade, liebes Männchen, dak Du am Sontag nicht ' herauskommen kannst, es ist hier wunderschon, so poetisch, es läßt sich auf Waldbänken so herrlich träumen ... Denke Dir, auch die pikante Arauka Teremtette. die ungarische Soubrette, für die Du azwarmst. ist vier. Und Toiletten lXlt sie, einfach entzückend. Ihr BicyclePostum ist ein Gedicht. Sie ist naturlich von vielen Herren umschwärmt, doch verkehren auch wir Damen gern mit .ihr, in der Sommerfrische wird man bald bekannt, und es wäre lächerlich, hier zimperlich zu thun; wir sind c k, r j. r -c l. . i i rcn luuijcir vtuaK von jneueikett bier ae funden au baben. Du bä'ttest Deine Freude an ihr, denn sie ist im Privatleben ebenso herzig, wie auf der Bühne. Aber Du hast recht, liebes Männchen, daß Du Dich nach der dielen Arbeit mit der Reise hierher abhetzest. Es ist ja aus anderen Grün'den sehr erfreulich, dak fick die Ge schäfte häufen, aber achte darauf, daß Du eine Ueberanstrengung vermeidest. Du mein armes Männchen! Mußt in der Heiken Stadt schwitzen, wabrend ich mich hier im Hochgebirge, an 'den herrlichsten Seen, ergehe. Ich mache mir manchmal wirklich Vorwürfe und wie ich Dich bedauere! Nun leb' wohl, mein liebeö Männchen, ick schicke Dir 1000 Küsse. Deine besorgte Mathilde. P. S. Die Teremtette läßt Zwar, um gewissen Verfolgungen zu entgehen, in den Zeitungen verbreiten, sie 'verbringe me ffenen in der Deimatb. sie bleibt aber jedenfalls noch bis in die nächste iiüoqt hier. P. S. Wenn Du nicht herauskommst, so schick' mir doch wenigstens das hübsche Touristen - Costüm. das Du mir versprochen hast. Die Geschäfte gehen ja gut!" 2. .Das mit der Masckin. lieber Alter. ist doch ein sehr Unangenehmer Zwischensall. Mir geht es gut. ich thu den aamen Taa nur Essen und Trinken wir haben nämlich eine unbezahlbaare Wlriyin. Unter sechs bis sieben Gängen am Mittaa thut Sie es nickt und am Abend drei vier heute hatten wir Capaun mit Hascheh und Ragguh von Trüffeln gefüllt; denk Dir ein Pfundt Trüffeln nibmt sie zu einem Cavaun. das Hascheh aus zahrten Hühnerbrüstchen. Mit dem sonstigen darin ist sie eine Spezialiteth. Der Capaun war mit Speckschnitte und Gewürtz 'belegt vazu vraune ?oys mit Zucker und Zitronen. ich saa' Dir. das war ein Capaun von dem kann man träumen. Ich weltz ja die alte Brigitt kocht gut aber so etwas bringt sie Dir nickt zu stand und alle Tag hat sie etwas neues. Heute meinte die Hauswirthin nämlich, Krebse, die Du ja so gerne magst. haben wir hier Ueberflun. Näcktten Sonntag kriegen wir Krebse in Sahne mit (champrnjons Spargelkopf und Spanischen Zwiesel, soll Etwas auserlesenes sein, wie die Hofrättin fagt. ton gegrüßt, es würd dir gut thun, acht Taa hier das Essen, saa der Brigitt, sie soll reinmachen nicht vergessen uno dem schütter, er soll mir ein paar leichte Schuh schicken, die Numer weiß er schon. Deine treue . Ottilie. Wenn ich einen Fehler in Rechtschreibuna gemacht habr. so schreibs mir. Die Brigitt soll die Marillen nicht zu tyeuer lausen. 3. Lieber Alfred! Ich bitte Dich, schicke mir gleich Geld so viel Du hast kannst ia das ganze Jahr Geizhals sein ich trage ja ohnehin alles geduldig aber wenn man in der Fremde ist, kann man nicht alles so 'berechnen hier ist näm lich hohes Spiel ich habe das ganze Geld, womit ich bis Ende August auskommen soll, verspielt und Ehrenschulden habe ich auch gemacht man kann nicht zurückstehen die muß man bezahlen also raffe zusammen was Du hast und schick es mir ich bin über den Verlust in solcher Auf-. regung ich kann gar nicht schreiben ich schließe auch wegen der Post so viel habe ich im Leben Nicht verloren unverantwortlich, eine Frau so ohne Geld dastehn zu lassen Deine verzweifelte Julie. Die Summe, die ich verloren habe, will ich Dir gar nicht sagen erst nach und nach 4. Mein armer Karl! Alsowirklich? Du kannst mcht herauskommen? ' Wie ich Dich bedauere! Müssen die im Ministerium auch im Sommer conferiren! Ich erlaube mir keine Bemerkung darüber um den schuldigen Nespekt nicht zu verletzen, den Du ja immer beobachtet haben willst, trotzdem das Ministerlum me Rucksicht auf die Frauen nimmt aber ich sage nichts wie aber . Hier nichts Neues. Einen m teressanten Gast haben wir denke Dir, den Sultan von Kung, mit Brilkanten auf der Mutze, daß man sich nicht satt sehen kann. Tragen in Kung die Frauen auch Brillanten auf den Hüten? Es wäre eine sehr schöne Mode. Du bist im Stande, zu sagen. die Frauen in Kung tragen überhaupt keine Hüte. Das sähe Dir .ähnlich. 3st aber undenkbar. Ich kenne Deine Späße. Der Sultan ist sehr leutselig. spricht die Leute aus den Spazierwegen an englisch und wenn sich einer mit ihm unterhalten kann, so gibt ihm der Sultan gleich seinen Orden, Leopardenorden oder so etwas. So einen könntest Du auch kriegen, wenn Du hier wärst. Du hast ja noch so wenig. konntest ihn ganz gut brauchen und die Brillanten mir schenken, denn die

Leoparden sind in Brillanten. Aber

freilich. Du kannst wegen dieser ünglücklichen Conferenzen nicht kommen, was nützt Dir jetzt Dein Englisch? Schreibe mir ausfuhrlich, denke manchmal ein Bischen an mich und sei vielmals geküßt von Deiner W : I y e l m i n e. Denk Dir, ein gewöhnlicher Rechnungsrath hat auch den Orden bekommen! 5. Liebster! Sei doch so freundlich und schicke mir das Tandem, das Du a wahrend meiner Abwesenheit nicht brauchst. Gruß! In großer Eile V l k t o r l n e. Am nächsten Sonntaa trafen die Herren Ehegatten sämmtlich zufällig" im Kurhause zusammen . . . Die Glocken. Von Fritz Töring. Droben die ersten Sterne Drunten ein letzter Schein Klingen zwei Glocken der Ferne Feiernd und tröstend darein! Siehe, mein Herz, was von büben Mächtig die größere sprach. Tonet d kleine von drüben Still und melodisch jetzt nach. Wie sie sich grüßen und einen. Schwimmt, den Glocken gesellt, Auch meine Seele zum Remen Ueber die dämmernde Welt! Eine ModeRevolte. Im Jahre 1798 erließ Sultan Mahmud ein besonderes Gesetz, welches den Frauen von Stambul das Tragen durchsichtiger Schleier, das Tragen gestickter Pantoffeln auf der Gasse und endlich das- Tragen von Kleidern, welche die Schönheiten des Korpers verrathen , auf der Straße der Todesstrafe verbot. Die türkischen Frauen und Mädchen von Stambul hatten sich daran gewohnt, das Gesetz des Propheten, welches den Frauen gebietet, nur verschleiert sich auf der Straße zu zeigen, immer weniger zu beachten und zuletzt ganz und gar zu ignoriren. Sie trugen allerdings Schleier, aber von so dünnen Seidenstoffen, daß diese Schleier nichts verbargen, sondern die Schönheit der Frauen noch hoben, die solche auf der Straße m dieser Weile zur Schau stellten. Der neue Befehl des Sultans. erregte zuerst Bestürzung unter den Frauen aber wie wollte man die Frauen zu einer neuen Mode zwingen? Auf diesem Gebiete hat selbst der Sultan Nichts zu sagen. Die Frauen allein bestimmen die Mode, und kein Kaiser und König kann ihnen darin etwas vorschreiben. Das Verbot wurde also einfach Nicht beachtet. Aber Sultan Mahmud spaßte nicht. Er erließ nach acht Tagen einen neuen Jrade, in welchem den Frauen anbefohlen wurde, bei Todesstrase einen Mantel zu tragen, der den ganzen Körper verhüllte. Dieser Mantel war von derselben Form, wie sie heute noch in der Türkei üblich ist, und welche es unmöglich macht, zu erkennen, ob die Trägerin eines solchen Mantels jung oder alt. hübsch oder häßlich, anmuthig oder plump ist. Außerdem wurde den Frauen von Stambul aufgegeben, unter keinen Umständen mehr auf der Straße sich aufzuhalten, wenn der Muezzin, das heißt der Gebetrufer, vom Minaret zum letztenmal vor Sonnenuntergang zum Gebet aufgefordert hatte. Die Stambuler Frauen beschlossen, mit einer Demonstration auf diesen barbarischen Befehl des Sultans zu antworten. Von Harem zu Harem ging die Parole, daß am nächsten Freitag Nachmittage, dem türkischen Ruhetage der Woche, entsprechend dem christlichen Sonntag, die Frauen, wie üblich, sich nach den Süßen Wassern am Bosporus herausbegeben sollten, um dort Luft und die herrliche Aussicht zu genießen. Und alle Frauen wollten in dem alten Kostüme kommen und keine einzige sollte sich an die neue Verfügung des Sultans kehren. Natürlich kam die Nachricht von dieser Modeverschwörung der Frauen auch zu den Ohren des Sultans. Am Freitag Nachmittag zogen in den verführerischsten Kleidern, das Gesicht mit spmnendunnen Seldenschleiern bedeckt, die Frauen und Mädchen Stambuls hinaus nach den Süßen Wassern. Sie hohnlachten der Janitscharen. die als Posten auf dem Wege aufgestellt waren und die ihnen Warnungen zuriefen. Sie lachten, als Beamte des Sultans auf dem Festplatz erschienen und nochmals die Verfugung des Be Herrschers der Gläubigen betreffs Aenderung der Frauenmode vorlasen und insbesondere den Schönen einschärften, vor Sonnenuntergang zu Hause zu sein. Das alles wurde dem Sultan nack seinem Palaste meldet. Die Folge war eine furchtbare Verfügung, die alsbald erlassen wurde. Als die Muezzin von dem Minaret vor Sonnenuntergang zum Gebet nesen, war dies gleichzeitig das Signal zu einem Massenmord. Die Janitscharen ergriffen auf den Straßen an dreihundert Frauen, die noch nicht das neue Kostüm trugen und deshalb ohne weiteres in den Bosporus geworfen wurden, wo sie ertranken. Am nächsten Tage gab es keine Frau mehr in Konstantinopcl, die es gewagt Mte. sich dem Befehle des Sultans zu widersetzen. Bis auf den heutigen Tag tragen die Türkinnen picht nur in Stambul, sondern überall dort, wo der Islam dies vorschreibt, das Gesicht dicht' verschleiert, während der Körper in einen schwarzen Mantel mit einem weißen Spitzenüberwurf gehüllt ist. An ihren Füßen sieht man nicht mehr die ehemaligen hübschen goldgestickten Pantoffeln, sondern plumpe Stiefel, die gewöhnlich aus gelbem Leder aefertigt sind.

Die Sängerin im Jorn. . Es war ein regneri,üer Sonntag, so schön regnerisch, wie er rnr im bayerischen Gebirge sein kann, ein Tag. eingerichtet zum Trinken, Rauchen und Skatspielen. Letzteres war aber in Bichl. der reizenden, früheren Besitzung von EmilThomas. nicht möglich, wenn er auch mit seiner Gattin zu Vieren saß, mit einem befreundeten Ehepaar aus Berlin die Frauen hörten den lustigen Emil lieber plaudern. , Es wurde ein prachtvoller Burgunder getrunken, und die Geister des Feuerweins hatten Emils Zung2 noch einen besonderen Schwung gegeben; er erzählte und plauderte fest darauf lo-, und alle Minuten übertönte das helle Lachen derZuhörer den niederplatschcndenRcgen. Da erklang in die bayerische nasse Einsamkeit der poetische Klang eines Posthorns. Wer kann denn das jetzt sein?" sagte Emil zu seinen ZuHörern. das ist sicher nur ein störender Besuch." Aber kaum war Wort den Lippen entflohen, da stand der Besuch" schon in der Zimmerthür, die bekannte Altistin nennen wir sie Normatizki, eine imposante Brunhildensigur, und neben ihr ein dünner schmächtiger, blonder Jüngling, dem man am Gesicht, an der Kravatte und den Locken den lyrischen Tenor auf drei Kilometer Entfernung ansehen konnte. Guten Tag. liebste . . rief Thomas, aber bis zu ihrem Namen kam er garnicht. Griaß Jhna Gott, liaber Aemil, liabe Betty, liaben Frcinde, da bin i. Dces h'cr is mci' Bräutigam, der Marl mit die schöne Stimm', und a Wuth hob i a Wuth hob i auf den Director Hartepatz in Emlingen. dös kann i Enk goar net sagen. Denkt Jhna, der Fetzen, der Lump, der Director. das Viech, der Hartepatz in Emlingen schickt mir die Partie der Adele in der Fledermaus", nur um mir ze frozeln, weil i ihm einmal ab-

g'sagt hab' mir, der Normatizki mit dem tiefen As die Adele in der damischen Operett'. was sagt's Ihr nur zu einer selbigen Viecherei, is decs glaublich? Mir die Adele mir zuzumuthen. i soll a kurz' Rockel anlegen und die Kammerzof singen, i. die Rormatizki. i und die Operette, wo i auf allen Bühnen der Wölt erste dramatische Partien Aber, erlauben Sie. Liebste." warf Thomas ein. Nix erlaub i,. sondern der Hartepatz, das Schaf, der Director, der Schmierenkerl muß in diePreß kumma mit seine Gemeinheit, dem werd' ich's anstreichen, mei Fremd', der Doctor Nosenblüth wird's ihm schon b'sorgen." Verzeihen Sie." versuchte Emil noch einmal vergeblich. Verzeihen, dö G'meinheit. i verzeihen?" sprudelte der Alt - Strom weiter, i denk net d'ran. In die Preß kimmt er. in die Neie Freie Preß, und der Bauer vun dem Extrablatt, der wird ä Bänkel. ä Gedicht! darüber machen, dem Hartepatz werd i'ö besorge für nun und die Ewigkeit." Darf ich Sie bitten." versuchte der ganz eingeschüchterte Thomas zum dritten Male, aber es gab kein Aufhören eine geschlagene Stunde rollte die Anklage Normatizki contra Hartepatz aus dem Munde der immer schneller sprudelnden Sängerin, bis abermals ein Posthorn erklang und die geräuschvolle Sängerin mit einem hastigen Jessas. mei Wagen, grüaß Jhna Gott," schnell, wie sie gekommen war. hinausrauschte. Emil Thomas aber warf sich auf seinen Sessel und schrie wüthend: das verdammte Singeweib darf mir nicht mehr über die Schwelle einen in seinem eigenen Hause nicht zu Worte kommen zu lassen" dann aber fiel er in das stürmische Lachen der Andern ein. und Frau Betty holte eine neue Flasche. Willi, TrttdlZicn und Licsel. Willi kommt nach Hause und erzählt: Die Nachbarsjungen haben mich gehauen Hast Du da geweint?" fragi Mama. Nein." Da hast Du ste wohl wieder gehauen? Nein, ich habe sie zuerst gehauen." Willi sieht bei Großmama eine Statuette der Dannecker'schen Ariadne und fragt, auf den Tiger zeigend: Großmama. ist das ein Hund?" Nein, ein Tiger." Trudchen kommt dazu und fragt auch: Ist das ein Hund?" Nein", sagt der Willi, das ist ein Tiger und eine Tante darauf." Ihm fällt das Einmaleins sehr schwer und er wird gefragt: Wenn hier zwei Kinder sind und jedes bekommt sechs Schnitten. wievielSchnitten sind das?" Soviel Schnitten kriegen die Kinder ja nicht", ist die Antwort. Trudchen soll nachsehen, ob im Nebcnzimmer das kleine Lieschen noch schlaft und kommt mit dem Bescheid zurück: Sie schläft noch." Hast Du auch ordentlichen nachgesehen?" Ich hab' das Liesel gefragt: Schläfst Du noch? Da hat es gesagt: Ja." Liesel fuhr im Winter Schlitten und als ihr der Wind ein Auge thränen machte, sagte sie:. Mein Augerle schwitzt so." ' . m t t Der Fortschritt der Wissenschaft. Vater: Du hast mick ja belogen; Du sagtest mir. Du hättest das. Buch genau durchstudirt, und dabei sind )Ze Blätter noch nicht einmal aufgeschnitten! Sohn (Student): Ja, Papa, ich habe X-Strahlen angewendet! t KeineUnregelmaßigkeit. Vat:r:'ie können Sie meinem Sohn zZ Zeugniß schreiben: .Schulbesuch unrelmäßig;" Lehrer: Er fehlt d: j:l: Woche zrort Tag:!" Vater: -Na:r regelmäßig