Indiana Tribüne, Volume 21, Number 339, Indianapolis, Marion County, 27 August 1898 — Page 1

A 90 O AV rlC w o kv-ews w v o W V v o o yv i iyo Office : No. 18 Qöb Alabama Gttafiei Telephon 1171. Indianapolis, Zndlana, Samstag, den 27. August (89Ö Jahrgang 31 Noi339

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Jeden Abend Conzert ! RuKer sselZ Kapkllt sind die nachfolgenden jkllnflln aus dem Programm , LlNie BZal,. Piima tonna Coxrano. VZabel ttrant. Champion Cake-Walker. Lillian Hayden, Cr i-?omie. Bef sie Lamb. Vemelodien. 5baZ. tf. Roberts - Vians-Virtuose. Jeden Cointag zwei rorliellungen in .The Farm," iffel ve. und Strafe, dem Haupteingang zum laie tfair vrounvs arqxnuorr. Tieselbe rä te treten am 21. und 23. August aus. Mtta&ta IFairvüew IPark! Biö auf Weiteres laufen die Wagen der College Avenue und Union Bahn' Hof LinikI durch nach dem Faikviev Park, ebenso wie die Wagen der Illinois Str. Linie jetzt. Transfer von und auf allen Linien. Wbea Band Sonntag Nachmittag und Abendö. Fünfzig Jahre unermüdlichen deutschen trebens in Indianapolis von THEODOR STEMPFEL. Fest-Kchrlft zur Feier der Vollendung deö Deutschen hanses Brochirt 50c; gebunden 51.00. Postporto beträgt 16c.' Zu habe in der Offi:e der Tribüne. sjkann auch bi der H. Lieder fo., in der Qtftce d4 .Telegraph und im Teutschen Hause gelaust werden.) Zur gefälligen Beachtung ? Der Untrrzeichnkt bat die Apo he?e von Jos M. Dwyer. de Morris Slr. und Ma. dlson Ave., käustich übcvnomrnen und bittet um gefälligen Zuspruch. Recepte werden prompt und zurerläjsiz ausgeführt Ächiungsvolk, . Louis Pinie. Telephon 282. Dr. WILH. H. KLUGE, Bade-Arzt im Haughville Sanitarium. -:-Behandelt alle chronischen Krankheiten, le sonders Rheumatismus, Podagra. Magen u. Lungenleiden, Ätervofität und chronische Ge schkecbtSkrankheiten. Officlstunden von 1 bis 5 Uhr. Wohnung: Jrvingt on. r.O.G.Mttff hat seine Office ach dem Willoughby Gebäude, No. 224 Neid Mlridian Str., erste Stage. verlegt. Offtre'Ttunden : Ban 2 di? 4 Uhr NaLmittag Telepho : Osftce SS Wohnung va. Die Wohnung befindlt sich wie bildet : i: 37 Nord Pennsylvania Straße. Wer Scblllie brauckt, der gehe zu VZode, er ist immer noch auf dem alten Platz Seine Schuhe haben den ?orzug vor allen Andere. Exrecht vor und überzeugt Sach selbst. lsIL- J&JHbqR;9 13 Ost Wasb'lngion Str. Kroße Auswahl junger, . mexikanischer Papageien $4.50 und aufwärts. Junge Epotivögel $2.00 und $2.50; jeder Vogel garantir'. C. F. Klepper, 433 Massachusetts Ave. George MerrmüHB & tiQzviWeMc Ofsice: ZS Süd Dekavareftr. UttZt : 120, 123, 124, 123, 123 OH VkNlste ZilrQll. DZrzZzzvr.zZL

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Sditorielles.

Die zwischenstaatliche (interstate) Verkehrs. Commission hat vor einigen Tagen der Presse einen Au5zug auS ihrem nächsten Jahresberichte in Bezug aus die Eisenbahnen zugehen lassen. Wir veröffentlichten denselben am vergangenen Dienstag. Der Zöericht weist sehr lehrreiche Zahlen auf. Sr zeigt, daß am 30. Juni 1897 843,476 Leute beschäftigt waren und daß dieselben einen Gesammtlohn von I405.e01.581 erhielten. 465 Millio nen ! DaS ist ja riesig, wird Mancher denken. Bei der großen Zahl der Leute aber kommen doch nur rund 5552 per Jahr auf jeden Sinzelnen, also $10.60 die Woche. Bedenkt man, daß in der Gesammtsumme die großen Gehalte der höheren Beamten eingeschlössen sind, nnd ferner, daß die Zahl der im Verlaufe deS SahreS Arbeitenden wahrscheinlich viel größer war, alS am 30. Juni, d. h. daß diele der Arbeiter nicht daö ganze Jahr hindurch beschäftigt waren, so daß die Gesammtsumme sich auf eine größere Zahl von Leuten vertheilt, so stellt sich heraus, daß das Durchschnittseinkommen der Sisenbahnarbeiter weit unter $10 per Woche ist. Wir sehen dabei ganz davon ab, daß weil ein Theil der Leute einen über dem Durchschnitt stehenden Lohn bekam, der Lohn eines anderen Theiles darunter sein mußte 3n velchem Verhältniß dieS der Fall war, ist auS den angegebenen Zahlen nicht erfichtlich. Gegen daS Vorjahr hat die Gesammtsumme der Löhne um mehr alS drei Millionen Dollars abgenommen, dagegen hatte die im Betriebe befindliche Schienenlange um 3315 Meilen zugenommen. Also größere ArbeitSleifiung,' aber geringere Bezahlung. Dagegen wurden Z267.390.000 an Dividenden bezahlt. 267 Millionen an die Aktionäre, die gar nichts thaten und 465 Millionen an die Arbeiter, die Alles thaten. Wiederum ohne die Riesengehalte der hohen Beamten, die eigentlich auch nichts thun, in Srwägung zu ziehen, hat also durchschnittlich jeder Arbeiter rund $552 für sich und $310 für die Aktionare erarbeitet Berechnet man aber die hohen Sehalte der Oberbeamten, die Verzinsungen, die Neuanschaffnngen u. s. tt. so wird eö sich etwa so herausstellen, daß durchchnittlich jeder Arbeiter ungefähr ebenso viel für daS Kapital, d. h. für die Gesellschaft, die Beamten, die Akionare erarbeitet hat, wie für sich elbst. DaS aber ist noch lange nicht daS Schlimmste, d,S der Bericht zeigt Derselbe giebt nämlich die Zahl der verunglückten Personen auf amerikanischen Eisenbahnen vom 1. Juli 1896 bis zum 30. Juni 1897 mit nicht weNiger als 43,163 an. Von diesen wurden 6437 getödtet und 26,721 der vundet. Unter den Getödteten besänden sich 1693 Eisenbahn - Angestellte und zum Kontigent der Verwundeten ieserten sie die ungeheure Zahl von 27.667. Von je 486 Eisenbahnangestellten wurde in einem Jahre also' einer geödtet und von je 30 Angestellten einer verwundet. Wie diele dieser Unglückssälle der Prositsucht derGesellschasten, derUeber anstrengung der Arbeiter, der Nachlasfigkeit Seitens der Gesellschaften zu zuschreiben sind, daS zeigt der Bericht natürlich nicht. ' Wir entsetzen unS über die Opfer, die eia Krieg fordert. aber eS muß schon eine der gewaltig sten mörderischsten Schlachten sein, in der über 6000 Menschen den Tod sin den und über 36,000 verwundet werden. Keine der Schlachten deS deutsch französischen Kriege hat so viele Opfer gekostet. Und hier sehen wir JahrauS, Jahrein ein solches Schlachten. Und trotzdem find die automatischen Kuppler noch nicht eingeführt, trotzdem gewährt die , zwischenstaatliche Com Mission den Eisenbahngesellschasten immer wieder Frist zur Einführung derselben. ' Im Uebrigen ist an diesen furchtbaren Mißstäaden Niemand mehr Schuld als die Arbeite? selbst, welche sich von ihren eigenen Führern be thören lassen. "IM Ex - Gouvernör Matthevß. Lafayette,27. Aug. ErGou vernör MatthevS ist noch immer nicht zum Bewußtsein gekoren und die Aerzte geben r?eniz Yossez. -

ArGliGW.

Wetterbericht. SchoaeS Wetter heute Nacht; wärmereS, schönes Wetter Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 81 Grad, niedrigste 64 Grad. SeblsselSOadeanstalt. Wassertemperatur 80 Grad. DieFriedenS-Sommision Washington, 27. Aug. Räch Schluß der CabinetS'Sitzung gestern Nachmittag, theilte Staatssekretär Day mit, daß die folgenden fünf Herren seitens der Bundesregierung zu Mitgliedern der amerikanisch-spani schen griedenS-Commisflon, die in PariS tagen wird, ernannt worden sind: ' Staatssekretär Day; Senator C. st. DaviS von Minnesota; Senator Wm. P. geye von Main,; Whitelav Reid von New Jork und Richter White vom vundeS-Supreme-Gerichte. Die vier erstgenannten Herren haben zugesagt und bereits die Vorbereitungen für die Ausführung ihres wichtigen AmteS eingeleitet. Von Richter White war bis gestern Abend noch keine Antwort eingetroffen, doch wird dieselbe heute erwartet. Zu Gehilfen der Friedens. Commission werden HilsS - Staatssekretär Moore von Massachusetts und I. R. McArthur von New Jork, Ersterer als Sekretär, Letzterer als zweiter Sekretär ernannt werden. Kranke Soldaten und Klagen ohne.önd e. . Chicago, 26. Ü. Der für die Heimschaffung der Kranke deS 1. RegimenteS der ZllinoiS-Cavallerie von hier abgesarldte HoSpital-Zug ist mit' 154 kranken Reitern in gort Ohrridan angelangt. Bon den 154 Kranken leiden nur 11 am TyphuS. Die übrigen find am Sumpffieber und Lagersieber erkrankt, aber außer Gefahr. Boston, Mass , 27. August. Die er?e Abtheilung deS Hospital-ZugeS, der die Truppe deS 1. Maine Frei. RegtS. von Chickamauga heimbringt, traf mit 172 Mann hier ein. Dr. Elliott, vom Regiments. Otabe, führte die Ausficht. Unter den Kranken befinden sich zwanzig Schwerkranke, zwei waren dem Ende nahe, als der Zug einlief. Während der Reise war einer gestorben. Santiago tz e C u b a dia Hahti, 26. Aug. An den Gen. Adjutauten : Gesammtzahl der Kranken 577; Gesammtzahl der gieberkranken 402, neue Fälle 15; wiederhergestellt 5; gestorben 9. Atlanta, Ga., 27. August. Die Semeinen Henry T. Burton, Co. S, 1 Geörgia; Charles Kemper, Batterie K, 5. Artillerie; und Harry King, ein Rekrut für das 3. Inst. Regt., starben heute in Camp MePherson am TyphuS. Chickamauga, Chattanooga Nat. Mil. Park, Tenn., 26. Angu Der Auszug auS Camp ThomaS geht langsamer von Statten, als General vreckenridge und seine Offiziere erwartet hatten, und von allen Seiten werden Klagen laut. Die Regimenter find fertig zu Abrücken, doch fehlt eS an Transportmitteln. ES scheint, all ob die Eisenbahnen nicht in Stande s.ien, mehr als 2 CommandoS pro Tag zu befördern, während 4-6 CommandoS abgeschickt werden sollten. Wenn diese Trödelei anhält, wird daS Lager in Monatsfrist noch nicht geräumt sein. K n o i d i l l e, Tenn., 27. August. Camp Poland, in der Nähe Knozville'S, wird schnell mit Soldaten auS dem Chickamaugaer Lager gefüllt. DaS 158. Ind., 2. Ohio und 1. Weft-Ba. Regt, find heute angelangt. Der Ge-sundheitS-Zuftand der 77,000 hier jetzt campirenden Soldaten ist ein Vorzug licher. Lust und Oasser find ebenso ausgezeichnet. C h a t t a n o o g a, 2f. Aug. Heut? Nachmittag wurde hier bekannt ge macht, daß es praktisch unmöglich sei, daS 3. Armee. Corps in HuntSville im Vager zu belassen, wohin dasselbe von Chickamauga beordert worden ist. Wahrscheinlich , wird daS ganze Corps nach Aninflon, Ala., geschickt tottla müssen. 3a Hunttdille kann daS Ccrp: nicht Laze? beziehen, den dort herrscht tt? crött Osssertl. Oashingtov, 23. C:. Cij

heute Abend von Montauk Point

(Camp Wikoff) von General Wheeler gesandte Depesche meldet die Ankunst der Transportschiffe Fucatan", Hndson" und Catalina" von Santiago. Auf der Jueatan" befanden sich JOT Wtm fü (TAmhAUHtiH rS7 9tn 0I 3iuuii, vi'WMijMy , . fanterie); davon waren 110 krank; 4 waren während der Seereise gestorben. Auf der Hudson" befanden sich 514 Soldaten (2. und 3. Bat. vom Distrikt Columbia); davon 95 Kranke. McDonald 2. Bat., war auf der Reise gestorben. Aus der Catalina" langten 401 Soldaten von verschiedenen Regimentern an. . An Bord der Catalina" waren auf hoher See neun geftorben. Die Hawaii-Commission. San Francisco, 26 August. Der ans Honolulu kommende Dampfer Moana" berichtet, daß die amerikanische Hawaii-Commission dort am 17 d M. angekommen ist, und sich sofort mit Präsident Dole und seinem Kabinet in Verbindung gesetzt hat. Die Mitglieder leisteten am 18. den Eid und gingen dann an ihreOrganisation,wobei Senator Cullom der Vorsitz übertragen wurde, voraus die erste Sitzung im alten Thronsaal deS SzekutivgebäudeS abgehalten wurde. Die nächste Woche wird die Commission aus den Besuch der große Insel Hawaii derenden und sich dann nach den Inseln Maui, Kauai und Molokai begeben Die Sitzungen werden,' abgesehen von Vernehmungen von Individuen und Delegationen, geheim sein, um schneller und geschäftsmäßiger vorwärts zu kommen. Wahrscheinlich wird ' die Commission ein OeganisationS - Gesetz entwerfen, welches für die Verwaltung und Gesetzgebung grundlegend. ist, und zu .dem dann noch eine ganze Anzahl Besetz LberVeftenerung, Zölle, Justiz, vesea etc. hinzutritt. Die Aenderunge der bestehenden Bestimmungen solle so gering die möglich sein. Der Streik'in Pana. Pana, 328., 26. Aug. 3a dem Streik der r-nßen Kohlengräber kamen heute keine Gewaltthaten vor, obgleich sie noch Verstärkungen auS der Stadt erhalten haben. John .Mitchell, der Vice. Präsident der nationalen Union, und andere Beamte sind hier, um mit den Streikern zu berathen. Man ist der Meinung, daß die noch verbleibenden etwa 50 Neger bald verschwinden werden, da schon 65 Farbige auS Alabama erklärt haben, sie würden unter den bestehende Verhältnissen nicht bleiben Der Grubenbesitzer Penvell erklärt dagegen, daß sobald a!S möglich noch weitere 150 Neger herbeigeschafft werden sollen. Die Rücksahrt von Ü7 Negern hat die Union bezahlt. Folgen eineSJuxeS. Mai lai 26. Aug. Am Mittvoch (24.-) wurden ein Corpotal und zwei Soldaten von Batterie B der Utah-Artillerie, nachdem die Batterie bei Cavite gelandet war, mit elnem Auftrage seitens ihres Kommandirenden nach Cavite geschickt.. Während daS Kleeblatt die Straßen durchschritt. feuerte Soldat Hudson, wie er dem Corporal sagte, nur zum 3ux. seinen Revolver ab und. verursachte dadurch große Angst und Ausregung unter den Eingeborenen. Dieselben gedeihen außer sich und begannen ein Feuer aus die drei Artilleristen. Cadallerie zu Fuß wurde zur Stadt geschickt, um die Aufgeregten zu beruhigen, doch glaubten diese, sie sollten niedergemetzelt werden, und nun entspann sich eine lebhafte Schießerei. Der Artillerist Hudson,, der Zuzer, wurde erschossen, sein Corporal Anderson wurde tödtlich verwundet. Leicht vervundet wurden die Soldaten Lahdon, Nachbar, Connolly und Doyle vom 4. Cadallerie. Regiment. Bier Eingeborene vurden getödtet, mehrere wurden verwundet. Gen. Agulnaldo hat erklärt, daß er die Schuldigen zur Rechenschaft ziehen verde. Weiterer Trubel wird nicht wartet. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Hood'S Sarsaparilla beseitigt die Ursache dieses Uebels und heilt Katarrh dadurch, daß sie daS Blut reinigt. Hood'S Pillen wirken milde aber ?2sch ud s.:r aus die Leber und den f ; .

allerlei.

Beim Brunnengraben in Bar Harbor trug sich jüngst in merkwürdiger Vorfall zu. Ein Arbeiter weiaerte fick. in dei Brunnen binabmsteigen, weil er in demselben angeblich von einem elektrischen Schlage getroffen war. Um der Sacke auf den Grund 41t aaC tflCL ttW ! QU Htltll, llCJj lilUll CUlCIl tylUUU und dieser wurde getödtet. Vergeblich bemühen sich die Ortögelehrten, eine Erklärung für dieses Phänomen zu findzn. Der Farmer Alfred. Dan i e l s in Saline. Mich., wollte in seiner Küche etnas vom Boden auf-; heben, , das r für einen, Lederneren hielt. ES war Idämmerig und er konnte mcht genau den Gegenstand unterscheiden, so wie er aber die Hand an denselben legte, kam Leben in den Lederriemen", der sich als eine KlapPerschlange entpuppte. Jetzt liegt der Mann dem Tode nahe in Folge des Bisses des giftigen Reptils. In San Francisco fand neulich eine merkwürdige GerichtsverHandlung statt. Die Taubstummen O'Brien und Horn hatten Jsidore Selig, der an demselben Gebrechen leidet, auf der Straße durchgeprügelt. Selig wurde klagbar und brachte den Advokaten Grady, ebenfalls ein Taubstummcr, als Vertheidiger mit. Nur des Anwalts Ausführungen wurden vom Richter verstanden, denn sie waren schriftlich. Der Ricyter behielt , sich seine Entscheidung vor. An den Folgen eines Moskitostichs starb in Mystic, Eonn.. die Krankenpflegerin Aslang Larsen aus Brooklyn, N. Z). Anfangs hatte die Dame den Stich gar nicht beachtet. Der Schmerz, den .die Wunde verursachte, wurde aber immer intensiver, d der Kopf Fräulein Larsen's schwoll in bedenklicher Weise an. Die Aerzte vermochten nichts auszurichten. Dr. Günther kam vom Brooklyi. Hospital, konnte der Dame aber ebenfalls nicht helfen, und dieselbe starb endlich unter entsetzlichen Qualen. Spitzbuben, denen Meaillen gebühren, haben. hier in Carroll, Ja., ew Kunststück ausgeführt. Sie brachen in die Jail ein. stahlen -Sheriff Skestle's Hosen und Weste, eine goldene Uhr und etwas Geld, gingen von da nach der Polizeistation, wo sie den in der Office stehnden Geldschrank aufsprengten un alles Geld, was nicht sehr viel gewesen sein soll, mitnahmen. Der bestohlene Sheriff machte sich auf die Suche nach den Kerlen und folgte bis Ames ihrer Spur, wo er in einer Leihanstalt seinen Zeitmesser fand, der da versetzt worden war. Die baldige Erösf. nung einer Fernsprechlinie PariS-B lin über Brüssel steht bevor. Dieses würde damit der Knotenpunkt des internationalen mitteleuropäischen Fern sprechverkehrS. Schon jetzt ist daö belgische Fernsprechnetz mit Frankreich Amsterdam, Aachen-Köln und Luxembürg verbunden, während die Fertigstellung der Linie Brllssel-London über Lille und Calais eifrig betrieben wird und die Verbindung Brüssel-Verlin beschlossen ist. Die doppelte Leitung Paris-Berlin wird eine Länge von 1000 Kilometer haben imd dürfte damit die ausgedehnteste Europas werden. ' Eine der schlimmsten Plagen-Rußlands bilden die zahllosen Brände in der wärmeren Jahreszeit. Sorgsame Statistiker berechnen den jährlichen Schaden auf mehr als 100 Millionen Rubel. Die russische Feuervergesellschaft hat, um die Bestrebungen zur Bildung von Feuerwehren" zu fördern, eine - schwimmende Auöstel-kung-von .Feuerwehrgegenständen 'veranstaltet, -Der Dampfer wird ln diesem Sommer aus der Wolga Und deren Nebenströmen von Stadt zu Stadt geführt. Man feiert bei sein Ankunft Feste ' aber die Bildung von Feuerwehren nimmt nur sehr langsam einen Fortgang und noch seltener ist eö, daß eine wirklich leistungsfähize Wehr'geschaffen wird. SMt drei' Jahren betrieb der als lyrischer Dichter bekannte Deutschrusse Moritz Reinhold von Stern in Zürich eine Buch- und KunstHandlung., Wie eö scheint, war aber Stern kein Geschäftsmann, denn über sein Vermögen wurde der ConcurS verhängt, nachdem der zartfühlende Poet" unter Zurücklassung feiner Frau und seiner beiden Kinder daS Weite gesucht hatte. Die Schuldenlast soll ziemlich bedeutend sein.- Stern spielie Ende der 80er Jahre in der Zürcher sozialistischen Bewegung einigermaßen eine , Rolle. . Vor ein paar Monaten hatte, der Bundesrath ein Gesuch SiernS um Erwerbung deS schweizer Bürgerrechts abschlägig beschieden. was den erzürntm Dichter zu eine? flammenden Beschwerde in Versen gegen den BundeSrath veranlaßte. ' Wie sich jetzt nachträglich herausstellt, ist man in Bern gut über Stern berichtet gewesen, als sein Gesuch abgewiesen wurde. Die junge Italienerin Giodanna Pierretta, eine in Athen sehr beliebte Tingeltangelsän gerin, tv libtt vor einigen Monaten das romant tisch: NirLN. daß sich ein griechi- ' iiit Arbeiter, dem die Voluei auf Un

Fersen war, trr ihre Wohnung fluchtete. Er hatte einem Nebenbuhler um die Gunst der italienischen Sängerin auf offener Straße einen Dolchstich versetzt. Giovanna Pierretta nahm den feurigen, wenn auch allzu blutgie-

' rigen Anbeter bei sich auf und schenkte ihm thrc Gunst. Da aber der junge Grieche gar keine Anstalten machte, ihre Wohnung wieder zu verlassen, so kündigte sie ihm nach einigen, Wochen die Gastfreundschaft. Er ging, aber schwur seiner Geliebten. Rache. An einem der letzten Abende, als Giovanna Pierretta von einem Spaziergange zurückkehrte, tauchte plötzlich ihr verstoßener Geliebter vor ihr auf und versetzte ihr zwei Dolchstiche in die Brust. Das unglückliche Mädchen starb nach wenigen Minuten. Der Mörder entkam. JnParis hat sich ein stadtbekannter junger Mann, Albert Chat, der Sohn eines reichen JuwelenHändlers, erschossen. Albert Chat, der erst im 21. Lebensjahre stand, verbrachte den vorigen Winter in Wien, wo er zu 'der bekannten Chantanisängerin ,Rosa Benkö in heftiger Liebe entbrannte. Er überschüttete die ihn kühl behandelnde Schönheit mit Geschenken und verausgabte auf solche Weise in 14 Tagen über 10.000 Gulden.' Endlich veranlaßten ihn seine Verwandten, Wien zu verlassen, und mit schwerem Herzen verabschiedete er sich von der schönen Sängerin. Von Paris schrieb er mehrere Briefe an Fräulein Benlö. die jedoch unerwidert blieben. Endlich entschloß er sich zur Reise nach Wien und richtete daher ein Telegramm an die Sängerin. Seine Verwandten verhinderten jedoch' im letzten Moment seinen Reiseplan. Herr Chat schloß sich hierauf in seinem Zimmer ein und jagte sich eine seinen Tod herb.isüh.ende Kug l in das Herz. Hiesiges. Neue Klagen. Wm. Creß'-gegen Charles Jordan. Schadenersatzklage auf 5S000. Verklagte? soll Fatina Creß, Frau deö Klägers, derart beeinflußt haben, daß sie dessen HäuS nach fiebenundzwanz'gjähriger Ehe verließ. Klager verlangt obige Summe vom Verklagten, weil er ihm die Liebe seiner grau abspenstig gemacht hat. Horace B. Holloway gegen die In. dianapoliS Gaö Co. Schadenersatzklage auf $3000. Kläger? HauS, 29 Ashlaud Ave., wurde im Februar durch eine GaSerplosion total zerstört. Auf Scheidung klagten : Nettie'von Wm. C. Coffman. Wm. Morris gegen Nellie Morris. Mary 3. van Noftrand gegen Aug. Klann. Schadenersatzklage auf 52000 Klägerin wurde im Mai von einem dem Verklagten gehörenden Hund gebissen. Hl Ho-To-Bac für fünfzig Cents. Heilt die Leidenschaft für Tabak, kräftigt schwache Männer, reinigt das Blut. 50c, ZI. Bei allen Apothekern zu haben. I ' Qrunvelgih.-Uevertragungen Indianapolis, 26. Aug. '98. verichtet durch die A. Metzger Srundei genthumk Agentur im zweiten Stockwerk der Odd Fello Halle, nordöstliche Ecke on Oashington und Pennsylvania Lrr . Patrick W. Ward an ZameS F. Chamberlain, Lot 8, Tweeds 1. Ad., West Indianapolis. $1350. Henry E. Weickert an George ?. Hammel, Theil von Lot 6, PattersonS Sub., Sq. 19. $2500. Sarah Spahr an Lavina OwenS, Lot 8, Block4, Indianapolis Car Co.'S Ad. $1.300. Mahala Allen an Bürgt Allen, Lot 28, Block 1, Nordy'e & Hollowell'S Grandview Ad. $3,200. Ella 3. Lee an Wm. C. McLane, Lot 11, Sq 2, Armstrong'S 1. Add. $2,000. Uebertragungen 6; Gesammtwerth $10,350.00. Wie vor einiger Zeit mitgetheilt wurde, hatte der in Washington, D. C., kürzlich verstorbene Buchhandler Robert Beall der neunzehnjährigen Tochter deS verstorbene? Capt. W. I. Brvwn von hier, Frl. May Brown. sein ganzes, eine halbe Million Dollar betragendes, Vermögen vermacht. .Die Verwandten deS verstorbenen BuchHändlers haben nun in den Washingtoner Gerichten daS Teöament angefochten und behaupten, daß der Verftorbene zur Zeit der Aufstellung seines Testaments nicht bei klarem Verstände gewesen sei. :zz-:l Quy C3' ti Ct::

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