Indiana Tribüne, Volume 21, Number 333, Indianapolis, Marion County, 21 August 1898 — Page 9
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Die Ikucht.
Von Rudolf Nabe. Im Hafen von Habana drängte sich m Boot langsam durch das Gewühl der Sckiffe. Unauffällig war es von der Hafenmamr dr Stadt abgestoßen und fuhr inZick?ackpfadn um die zahlreichen Dampfer unv fcgier, oie aus der leichtbeweaten Wasserfläche vor Anker lagen. Zwei Männer in Fischer tracht saßen dann, der altere am Steuer, während der jüngere ruderte. Icdt zu den spanischen Brummbären hinüber, Pedro", sagte der Jüngere. Sein Bealeiter nickte, und sie llitten lanasam an zwei spanischen Kriegsschiffen vorüber, die Truppen zur Be- . r . l . ?rjt t..cri a lampsung oes cuoamicyen AUsl.lanvcs gebracht hatten. ,Sechs. sieben, acht fahre langsamer. Pedro-, flüsterte der Jüngere, ich r c " C ' f - mun Die nanonen zaylen; nir beiden Panzer werden in wenigen a aen unter unsern Bergen an der Ost' küste lreuzen, und mein Bruder muß vorher wissen, mit wem er zu thun hat So. jetzt hab' ich alles gesehen. .Nur Vorsicht. Snor. Paolo Go. mez: naym ver neuere oas uori. a. r m L - CtV k. Habt Ihr Euern Gürtel noch?" .freilich, und die Liste der Truppen drin, die gestern angekommen sind, und die du so schlau ausfindig gemacht hast. Die Burschen sollen aus der Perle der Antillen nichts finden als ein Grab durch das gelbe ffleber oder durch unsere Kugeln; das schwöre ich dir bei San Jago. Jetzt Muth, Pedro zur ffestuna hinüber!" .Vorsicht, enor, orncyt!" maynie der Alte. .Du sollst ja auch nicht anlegen ; ich will nur'den Felspfad noch einmal se hen, den ich heute Abend wagen muß. Nur vorwärts!" .Wie Ihr wollt," sagte Pedro und lenkte das Boot Hinüber zu dem hohen Felsen, der die Einfahrt in den Hafen von Habana deckt, den die Stadt im Halbkreis umschließt. Tiefe Hohlen hat schon das Meer in den Felsen ge nagt, aber noch steht er trotzig da. 'Mit Bangen flog das Auge der beiden vom Ufer an den steilen Wanden zu der Festung empor, dem jetzt vielgenannten Castlllo del Morro, das mit semen gewältigen grauen Quadern wie in den Felsen hingewachsen schien. .Siehst du dort hinter den zwei Könlasvalmen die diaen-Aldedu cde in der Felsrinne?, Dort hinauf muß ich Sieh zu, wo heute Nacht das Boot am besten anzulegen ist. .Wird der Sergeant auch zur Stelle sein?" fragte der Alte. Ein trlumpyirendes Lächeln glitt über das schone, kühne Gesicht des tun en Mannes: Ein mit Gold beladen 5sel öffnet die Pforten jeder Festung. Freund,' daö hatte' schon der Vater Alexander's des Großen erkundet. In jener Rinne am Felsen wird heute eine gute Strickleiter hangen, und wenn auch der Commandant seine Wachen verdreifacht, so wird doch heute Nacht ein Jnsurgentensuhrer m die Festung eindringen und den Genossen, die da oben im Kerker schmachten, Nachricht von ihrer baldigen Befreiung bringen." .Wohl, Senor: mögen Euch alle Heiligen dazu leisen! Auch mein Sohn sitzt droben, mein einziger, der Wackere. nur weil er einen spanischen Sergeanten niederschlug, der mit seiner. Braut charmiren wollte. Hol' sie alle der Teufel! Und ich will Euch heute Adaid' fahren mit diesem Boot, Senor,' und morgen rufdem Segler nach den'Bergen. VerMt.Euch aus mich!"Gut, aiyo erwarte mich zur be stimmten Stunde heute Nacht. Jetzt fahre zurück. Das Boot alltt langsam gegen d?e Hafentreppe zu, ohne daß die Insassen noch nn Wort gewechselt hatten. Gleichgiltig stieg der junge Mann aus, nickte dem Alten zu und verschwand im Gewühl am Hafen. Gleichmütig, als s er des bunten Treibens aewodnt. sah er auf die Haufen schwatzender, lärmender Neger, die unter Geschrei schwere Farbholzstämme, Zucker und Rumfässer, große Schildkröten und Früchte aller Art. die Produkte der In sel, auf die Dampfer karrten, die an der Hasenmauer lagen, wahrend ernste, magere Chinesen, ohne ein Wort zu sprechen, die schwere Arbeit des oh; lentraqens für die Dampfkessel der Seenesen besorgten. Dazwischen pa trouilllrte eine spanische Wache, das Gewehr im Arm und scharf Umschau haltend; sie schritt dicht ' an unserm ungen Wanderer vorbet, der ihr mit pöttischem Lächeln nachsah. Endlich bog er in eine schmale Gasse, die Ihn ' ? . " l n r lt aus oem arm oes asens in vie innere Stadt führte; sie war so eng. daß man, in der Mitte gehend, die Häuser auf beiden Seiten mit den ausge treckten Händen fast berühren konnte. Ml! Mühe drängte . er sich an einer zwei; räderigen Volante , vorbei, die mit Zuckerrohr beladen war, und deren Kutscher, ein Mulatte, fluchend sein r l m i r r jr Psero unier royen zpnlcyenscylagen dem Hafen zutrieb. Die Häuser wäre: nur einstöckig, alt und häufig vom Erdbeben zerklüftet. Hinter den Fenstern, die naH spanischer SU!e mit starken lisenstäben vergittert waren, ertönte b und zu der lang einer Mandoline und ner Frauenstimme. ' ? Ziemlich am Ende der Gasse trat der langsam Dahinschreitende in einen' geräumigen Hausflur, der m ein: Schmiedewerkstätte umgewandelt war. ,' Der Schmied musterte denAnkomm ltna. der aus der Tasche eine Citron, rbordolte unv ne lächelnd mit ter i linken Hand emporyielt. ,
! Komnlt, Senox," sagte der Schmied, .'den Gaft erkennend, und führte ihn an den Xefellen vorüber i sein Zimmer, daS tt hinter sich schloß. " Ist alles bereit?" fragte der Gast. .Win drei Kisten dersedte Ux
Schmied, zweihunoett Gewehre nv
Degen." ' ' - " .?ut. hier ist das Geld, das Euch mein Brude? sendet. Quittirt; heute Abend wird Pedro die Kisten abholen." Der Schmied zahlte die Geldrolle, unterschrieb die Quittung und holte eine strohumflochtene Flasche Wein mit zwei Glasern, schenkte ein und erhob sein Glas mit dem Ausrus: Aus die Freiheit, Senor Gomez!" Auf die Freiheit. Meister!" Macht es Euch bequem und bleibt bis zur Nacht bei mir." Der Gast schüttelte das Haupt: Ich habe noch einen nothwendigenWeg, und die Stunden eilen. Tretet dicht an mich heran, Meister, und hört, was ich Euch sage. Die beiden flüsterten wohl eine Vier telstunde lang, dann sagte der Schmied laut: Gut, verlaßt Euch darauf, Senor, ich bin um zehn Uhr in der Kirche Santa Clara; es wlrd mir eine Ehre sein. Mögen die Heiligen Euer liebes junges Haupt beschirmen, Senor!" fuhr er dann fort, mit seiner kräftigen Hand die dargepotene Rechte des Anstokraten schüttelnd; alle unsere Herzen beten für Euch, für die junge Senorita und Euern Bruder, für Cuba und die Freiheit!" Durch die Werkstatt hindurch schritt der junge Mann und betrat wieder die enge Gasse, den Mantel um-s Kinn m a v a'. 5? lcyiageno. jü) om zwar gui verrieidet," murmelte er, aber der Teufel kann sein Spiel haben, besonders wenn ich aus dem Hafenviertel komme." Sein Weg führte ihn in breitere Straßen mit ansehnlicheren Hausern, die aber ebenfalls in spanischer Art niedrig gebaut waren, und deren Schmuckseiten Nicht nach der Straße, sondern nach dem mnern Hos lagen. Endlich kam er an einen freien Platz. Er zögerte einen Augenblick. Ach was!" murmelte er dann entschlossen, es wird mich ja Niemand erkennen! Weiter!" Vor einemHause. dessen erstes Stockwerk hell erleuchtet war. begegnete er einem Herrn, der achtlos an ihm vorüberschritt und in s Haus trat. Er erkennt mich nicht. Der deutsche Consul sieht scharf und hat oft genug mit mir da oben im Deutschen Club Billard gespielt, hätte mich also erkennen müssen, wenn ich nicht gut verkleidet wäre , sprach er, dem Deutschen nachsehend, der in das Clublocal hinaufstieg. Beruhigt eilte er weiter, aber er hielt sich, als er den Prado erreicht?, doch auf der Mitte des von strahlenden Candelabern und Laden eing?rahmten Platzes. 'In bunten seidenen Kleidern, die Mantllla über dem dunklm Haar, wandelten bei den Klängen einer spamschen Regimentscavelle dt Senoritas im Schatten der alten Lorbeerbäume auf und ab. Der junge Mann vermied es, der Schaar der schönen Spaziergängerinnen zu begzgNen. denn ein Frauenauge sieht meist - schärfer, als ihm lieb gewesen wäre, und manche war darunter, dle ihn recht gut kannte. die heute aber keinen Blick für den ha stig vvruderschreitenden Mann, 'in Schlfferkleiduna übrig hatte, et lä chelte höhnisch, als er an dem Marmor denkmal der Konigm Jsabella vorbei chritt, sich erinnernd, daß man beim etzten Aufstand die Statue herahgeholt und in'S Gefängniß gesperrt hatte, bis die siegreichen Spanier sie wieder aus ihr Piedestal stellten. Je welter der iunge Mann schritt. desto erregter wurde er; seine Augen glühten, und seine Lippen murmelten abgerissene Worte vor sich hin.- Er sah sich vorsichtig um und lenkte jetzt seine Schritte nach der vornehmen Vorstadt Cerro. Auf Hügeln,' dicht qm. Meers liegen schöne, reiche Villen-inmitten weiter Gärten im Schatten von stolzen hohen Palmen und dunkeln Ebenholz bäumen. Springbrunnen verbreiten Kühlung und Schlingpflanzen umztehe dunkle, verschwiegene Lauü'n. Ueder die Villen und das Meer crfj sich der rothllch gleißende Schimmer de Abends, wie er den Tropen eigenthümlich ist. Tief Athem- holend, stand unser Freund still und sah sich um. - Unter ihm .lagen die Stadt - und der Hif?n. und von drüben drohte das Castell Morro herüber, rechts dehnte sich weit rL i rm !rx. vlö zum orlzoni vie lejlcanllcye See. - " Auf der Höhe des Hügels, an der Gartenmauer - einer schönen großen Villa entlang, schritt er jetzt dahin, ersah sich eine Lücke, sprang vorsichtig m den Garten und pfiff, hinter einem dichten Lorbeergebusch stehen bleibend, einige Tacte. ES blieb still. Er wiederholte die Töne, und hörte nun den leisen Ruf : Paolo, hier!" Mit raschem Schritt erreichte er eine Laube und sank dort zu den Füßen eines jungen Mädchens nieder. . Donita, mein Herz, meine Liebe, die Madonna sei gesegnet, ich habe dich!" Paolo, Paolo!" rief sie entzückt -ihre Lippen fanden sich, und in Selig keit tauschten sie hastig Küsse und Schmeichelworte. Höre, Paolo", sagte das Madchen endlich, wir mus sen die Stunden nutzen. Denke nicht seltsam von mir. ,uhr sie mit qeröthe ten Wangen fort, .aber ich würde gern heute noch itta Weid; ver warer rg wöbnt. dak ich dir schreibe." i Geliebte Donira, mein Weib, mein Herz, mein tapferes holdes Lieb!" rie? BaolJ entzückt. 5ta.' wisse, es ist alles bereit, der Priest wartet unser in Santa Clara; lch habe zwei wackere Trauttuaen. einen Schmied und einen Schiffer. Früher hatten wir uns frei lich unsere Hochzeit anders ausgemalt. Nur in der Catdedrale vor den Augen von aanzHabana sollte sie gefeiert wer den: aber der bei deinem Vater in Unanade aefallene Rebellenführer darf sich dort nickt-mebr.seben lassen und mur
sich im yafenkatMchen sein Weib antrauen lassen."' O, das ist ja Mch, Paolo. Mein Vater drängt mich täglich zu der Heirath mit 'dem fpanischen Capitano fahre nicht auf! Er hofft ja umsonst. Hier meine Pavrere, die zur Trauung nothwendig sind, und hier meine Kleinodien und Geld, meiner Mutter Erbtheil. So laß uns denn gehen, Paolo!"
O seliges Glück! Unter Cubas Frauen wirst du als ein Muster der, höchsten Liebe dastehen, du meine süße ! Donita, nun bald mein Weib!" Höre, Paolo, du gestattest doch, daß ' ich meine Barbara mitnehme, meine alte, treue Dienerin?" Gewiß, sie soll bei dir bleiben, Herz, und sie soll, wenn der Feldzug beendigt ist, mit dir .auf meine Plantagen bei Cienfuegos ziehen. Wir werden dann deinenVaterrsöhnen und glück-. lich sein. Vorher aber gibt es noch viel zu überstehen. Unsere Hochzeit feiern wir heute allein auf dem Meere, denn heute noch' muß' uns Pedro's Segler zu den Bergen tragen, wohin uns dein Vater nicht verfolgen kann. Hast du auch Muth, mein Lieb?" Muth? Ich folge dir bis an der Welt Ende!" rief sie begeistert. Und nun fort, bis ich dir ganz gehöre ! Mein Vater ist in der Stadt; um halb zehn Uhr werde ich mit Barbara in der Kirche Santa Clara sein. Nichts soll mich dann hindern, auch nicht der Zorn des Vaters!" So leb' denn wohl. Geliebte; auch ich habe .noch ein Brieflein drüben abzugeben." Bei wem, ou Böser?" unterbrach sie ihn. Drüben auf der Festung. Sie erbleichte. Erschrick nicht," fuhr er fort, es ist gefahrlos, und es ist Dienst." Die Madonna behüte dich!" flüsterte sie, angstvoll, nach der düstern Festung hinüberschauend. . Stumm trennten sie sich. Paolo glitt über die Mauer, und Donita kehrte ln's Haus zurück, um sich unmhigen Herzens zur Flucht aus dem Vaterhause zu rüsten und dem Mann zu folgen, den sie liebte. ., Die Nacht war hereingebrochen, sah. ohne Zwielicht und Dämmerung, wie sie in den Tropen 'den Tag abzulösen pflegt, und rasch schritt Paolo dahin, der schützenden Dunkelheit vertrauend. Es war Neumond, nur die Leuchtkäfer schwirrten gleich kleinen Laternchen durch die Büsche, und so bemerkte Paolo nicht, daß ihm in Schatten folgte, der biö zum Hafen us seiner Spur blieb. ' Noch war Gewühl und Leben am Hafen, und wieder drängte sich das Boot des alten Pedro mit dem jungen Fahrgast, wie vor ewigen Stunden, durch 'die Schiffe und' ent ging hier den Augen des unruhig nachspähenden Mannes, der sich eilenden Schritts . zur. s panischen ' Hafenwache oegao. ' 7. Ohne Furcht vor einer drohenden Gefahr ruderten die Bootführer jetzt langsam und schweigend cm dem Fuß des Felsens entlang, der die Festung trägt. Einen" Druck rechts. Pedro", sagte Paolo Gomez. Dann erhob er sich aus dem Boot und sprang an's Ufer. Das Boot glitt weiter, und Pedro's Auge schaute voll Sorge der dunkeln Gestalt, nach die hinter den Palmen langsam in einer Felsrinne emporpiea. Eine Weile folgte es dem auf mühsamem Pfad Emporklimmenden, dann entschwand 'dieser seinen Blicken. ' Dichte Aloegebüsche vorsichtig umgehend, war Paolo in der Felsspalte auswärts geklettert, immer. daraus ve dacht, daß sein Fuß keinen Stein zum Rollen brachte. . Endlich erreichte' er den glatten Felsen. Ein triumphirendes Lächeln überflog fein Gesicht; er sah die verabredete Strickleiter hangen und klomm wie eine ftafa bis zur n ern Msuerbrllstung empor. Äon hier ührte eine steile, in den Felsen gczauene Treppe hinauf in die Galerie der obern Festung. Dort hörte Paolo A , 9 AT I yle vS)!!vlvache aus unv aojlyrettcn. Leise kroch er die Stufen hinauf und blickte nach dem Soldaten es ging alles nach Wunsch. Der von ihm be stochene Sergeant hatten , die Wache. Ein leises Klopfen, und er trat zu Paolo heran. Her die Briefe!" flu sterte er hastig, und fort ich habe heute Ronde und bringe sie Euern Freunden, aber fort ich riskire die Kugel!" Paolo nickte und glitt wieder die hochstufige Treppe hinab. Die Strickleiter bakte er aus. nackdem er sie benutzt hatte, und kletterte nun den Pfad abwärts bis zu derStelle, wo ihnPedro im Boot erwartete. Alles gut, Alter!" Ein Stoß gegen den Felsen, und daö Boot flog davon. So, Pedro, jetzt zur Hochzeit," rief Paolo, zur Kirche Santa Clara ; eö geht auf zehn, und dann fort nach den Bergen. Liegtder Segler bereit?" ' Alles bereit. Senor. und das ist gät; eS ist unruhig auf dem Wacr, und ich sah soeben die Hafencontrolboote mit spanischen Soldaten Vemannen; sie dürfen uns nicht sehen." i Paolo verdoppelte auf diese Kunde hsn seine Ruderschläge, und bald erreichten sie daS sichere Ufer DaS Boot ward angelegt, und nun schritten beide hastig durch einige finstere Straßen. Eine dunkle Gestalt löste sich 'von einer Ecke und kam zu ihnen; eS war der Waffenschmied. ' Die Senörita .ist soeben in dle Kirche getreten.", flüsterte er Davk'für.diese Bötschaft. Meister." erwiderte Paolo. ".Es lieat mir - jetzt wie ein Alp.'auf der' Brust ; ich wollte. w r wären erst auf dem Wasser!" ' Eilig öffnete .'er .die ' Kirchenthür. Daö Innere wgr nur matt dyn einigen Kerzen'auf.dem Altar erhellt. ' Donita trat, ihm entgegen,' von ihrer alten - Dienerin '.öealeitet. .tumm.
wortlos reichfen sie einander die Hände und traten zum Priester. Einen schweren Beutel legte Paolo in den Opferstock, der Waffenschmied und . der Schiffer traten heran, und die heilige Handlung begann, um zwei liebende Herzen für die Ewigkeit zu verbinden. Die letzten Worte waren verklungen, und, leise weinend, beugte sich die alte Dienerin über die Hand feer jungen Frau; glückwünschend traten die beiden Zeugen zu Paolo. Da wurde die Kirchenthür rasch geöffnet, und ein Knabe von etwa dreizehn Jaksen erschien, lief zu Pedro und rief ihm zu: Es droht Gefahr! Eilt, Senoc ! Fort, Vater! Sie durchsuchen den Hafen, ein Spion hat euch verrathen; man sucht euch schon zu Haus!" Erschrocken und .rathlos stand noch die Gruppe da, als der Priester hinzutrat. Folgt mir. ich geleite Euch sicher durch mein Haus!" Und eilig ging es über die Straße. Nach wenigen Minuten schon befanden sicr Paolo, in ein Priestergewand verkleidet, neben ihm Donita und Barbara, Pedro mit dem Schmied und dem Knaben jenseit der Stadtgrenze, wohin sie der Priester durch den Klostergarten geleitet hatte. .Gedankt sei dir. Madonna!" rief Pedro; hinter den Palmen dort liegt der amenkanischeSegler, und Niemand ahnt, daß wir ihn gemiethet haben." Arme Donita!" flüsterte Paolo im Laufen, schon jetzt beginnt die Verfolgung." Mit dir trotze ich allen Gefahren," sagte sie leise. Ich fürchte, es war meines Vaters Gärtner, der dich sah und verrieth." Sie durcheilten den Hain und erblickten den Segler, eine kleine, für Schnellsegeln gebaute Dacht, die ungeduldig an der Ankerkette zerrte. Pedro klatschte in die Hände, schnell ward ein Brett herübergeschoben, hastig nahmen sie Abschied von dtyt Schmied und dem hilfreichen Priester, dann waren Paolo, Donita, Barbara und Pedro mit dem Knaben an Bord. Die Bemannung. die nur aus wenigenMatrosen bestand, erfüllte schnell des Führers Befehle; der Anker ging hoch, und rasch flog die Jacht zum Hafenausgang. , Es ist Neumond, Senor," flüsterte Pedro am Steuer Paolo zu, während die Frauen in der kleinen Cajüte saßen, ünd die Nacht stockfinster, wie ich sie uns gewünscht hatte. Wenn wir nur erst vor dieser verwünschten Festung vobei wären!" Nur Muth. Alter." sagte Paolo, unser Pfeil" segelt, herrlich!" Die Yacht schoß unter der Last der Segel, die das Leebord fast auf den Seespiegel drückte, in rasender Fahrt dahin da zischte in der Nähe eine Rakete in die Luft und beleuchtete einen spanischen Zolldampser. Paolo erkannte in der Gruppe von Osficieren Donita's Vater und den Gärtner, der ihn verrathen hatte. .Sie sind's balt, halt!" erscholl es von dem Dampfer. Ein Kanonenschuß rollte von der Festung herab., das Signal, daß kein Schiff Un Hafen verlassen dürfe. . .-. , Hol' den Fock an. Klüverff aus!" rief der alte Pedro, jetzt gUM" Und mit verdoppelter Geschwindigkeit schoß die Agcht zum Hasen hinaus. Der Regierungsdampfer folgte; es war eiye wilde, verwegene Jagd. Es regnete, und nur die Raketen halfen das Dunkel der Nacht lichten, sodaß der Dampfer den Segler nicht aus den Augen verlor und ihm auf den Fersen folgen konnte. Wortlos und -hart arbeiteten die Matrosen nach Pedro's Befehlen. angstvoll rang Donita die Hände in der Cajüte, und Paolo stand am Steuer, die Büch'e m der Hand, ent schlössen, sein Leben theuer zu verkaufen. Wieder stieg eine Rakete empor. In kühner Wendung warf jeht Pedro die Dacht herum, daß sie in weitem Bogen dahinschoß - da blitzte es an Bord des Dampfers auf. Kugeln zischten üher denSegler. rnd die Büchse fiel klirrend aus dem Arm Paolo's, der ächzend auf'ö Deck sank. ... Dem Spanier waren sie entronnen, aber mit zerschmettertem Arm' lag Paolo bewußtlos in der Cajüte. Bleich und betend mühte sich Donita um ihn. Welche Hochzeitsnacht für meine arme Herrin!" murmelte die alte Baibara. So fuhren sie zwei Tage und zwei Nächte an der Küste Cubas' in Angst und Sorgen entlang, Paolo im Wundfieber rasend und sehnsüchtig den Namen seiner Geliebten rufend, die neben seinem Lager saß und die Wunden kühlte. Am dritten Tage, in d:r Moraendämmerung. tauchten die Riesen-
formen der südöstlichen cubarnschen Küste in der Nähe Santiagos auf. Hart an der Küste entlang hielt Pedro den Curs, bis er eine kleine Spalte in den Felsen erblickte, in die er lenkte. : Von-Bergen umschlossen, lag bier in kleine, sichere Baider Hafen der Insurgenten. Schon hatte man die Nacht bemerkt. Wachen eilten herbei. unv bald stand der Fuhrer Mazimo Gomez am Lager seines Vruderö und vegrutzte mit lzerzlichen Worterr die Schwägerin. Der Arzt verband'die Wunden und erklärte, daß der Arm steif bleiben werde und Paolo dem Mdzug fern bleiben müsse. In den kubanischen Alpen harren Donita und der genesende Paolo des Ausgangs der Erhebung' gegen die Spanier. Im sichern Hafen den Augen der Welt verborgen, liegt Pedro's Schiff vsr Anker. - - - AoreinigenTagenverübte der L8jährige Gärtner Jacob Zerve in Oestrich im Rheingau ein Re. volverattentat auf feine Geliebte und deren Bruder. , Sodann ging 'er flüchtig unv wurde steckbrieflich verfolgt. . In Mainz wurde er verhaftet und im dortigen Haftlocal erhängte er na
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