Indiana Tribüne, Volume 21, Number 329, Indianapolis, Marion County, 17 August 1898 — Page 1
o o 0 A . AO O VS A A vi . ( ovy o W V kJ O .0-. Vv Office: No. 18 Oüd Mabama Otrasze. Telephon 1171 Indianapolis. Indiano, Mttwoch, den T. August (898 Jahrgang 81, NcJ329
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Todes Anzeige. Freunde nd ?!anr.te die ttauriz, achricht, ka sn geliibtn Satt nl Vate?, LoniS Kern, ch lange Leiden Msnt, beud, m 6 Uhr, im alter 61 Jahre geftorbe ist. ri Beerdigung findet Dannerstag Nachmittag 2 Uhr Trauerhau, 807 d Delama Str., a u Patt, ozu inlade ie trauernden Hinterbliebene, Margaretha Kern. Sattln, George L. Kern. Ch, vebft Geschwistern. Oeorge Mernnnnn Q t foK D i K, ö rv Qsfiee : ZK Sü, Delawareftr. Ulle : 120, 122, 124, 125, 128 Oft $f IRx Televho 011. Offen Taa und St. KISSBL'S. 13. Saison und'immer noch im Sang. Dies Woch : I ule ' i ist V!h. Balladen. lIam,. Enio-Somlc. C... . fiUI arito. d?.F.oiers- Pino.in,s. Eröffnn? der .Zsarm' an Kiff'l v. ad 38. Str., dem Haxtgag M Fairgrund gegenäder, morgen achmittag Z Uhr und Rdiad 8 Uhr, durch die ,d,gen KiiU ttritt sret. Di3 Öiliiis SträssiaTsihfl Efsilkäaft IFfirvIew IPon'Ei! Bis aus Weiteres lausen die Wagen der College Avenue und Union Bahn hos Linien durch nach dem Fairvie Xtorf, ebenso die die Wagen der Jllinsls Str. Linie jetzt. Transfer, von und aus allen Linien. Wbea Band Sonntag Ztachmittag und Abend?. Zur gefalligen Beachtung ! Der Unterzeichnete bat die Lp heke von Jo 3Ä. Dwyer. ?cke Morris Str. und Vkadlsoa Ave., käuflich übernommen und bittet UA gefälligen Zuspruch. Recepte werden prompt und zuverlässig auZgesührt. chmng.voll, Louis Phih. Telephon 282. Eine günstige Kapitalanlage Die Union Trust Co. offerirt Allen, welche Kapitalien anzulegen haben, Antheile in dem LAYs BÜILÜ1NG einem elsstöckizen Gebäude, da? an der Ost Tlixtd Straße, besonders für Advokaten, SkundeigenthumZ und VersicherungZazenten gebaut wird. Die Akttheile sind durch rundeigenthum ks-chert, welche die ö schichte aller Städte att dai Werthvollste zeigt, indem es nicht allein unter allen Um, ändert regelmäßige Dividenden abwirft, sondern auch durch daS Wachsthum der Städte an ZtLntd zunimmt, Gewöhnlich können nur reiche Leute solches Eigenthum besitz n, die dann den ganzen Gewinn haben, aber unter dem Eo-ep ratePlan kommt der Xutze auch Leuten mit wenigem Kapital zu gut. Die Lokatton und der üharakter dieses Gebäudes sichern größere Dl,idenden, wie andere Aktien in diesem Markt. Aktien $100 dai Stück und die Zahl ist auf 1600 be Senzt. olle Auskunft und Prospekte in den sficen der.. . v' Illllllll WlsllLt $0. Office: (ekäude der Gesellschaft) o.118 und 122 Ost Market Str. Dr. WILH. H. KLUGE, Bade-2lrzt im -:- Haughville Sanitariurn. -:- Behandelt alle chronischen Krankheiten, lo sonderi Rheumatismus, Podagra, Magen . Lungenleiden, Nervosität und chronische Ge schlechtSkrankheiien. Ofsiktstunden von 1 bis & Uhr. Wohnung: Jrvingt on. ::Äene :: Tßinmn und rTfl st M inr t ftfi U rt $t v v f i . hsL.selLIlSU 29 ts 31 Nest Washingtoaftr.
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Editorielles. 3a der hiesigen NewS" stand dieser Tage folgende Notiz: Kein stärkerer Kontrast zwischen Armuth und Reichthum ist denkbar a!S derjenige, zwischen zwei Häusergevierten in New Jork, von denen daö eine zwischen zweiter und dritter Straße
und Avenue und d liegt, bat an dere von der fünften und sechsten Ade. und der 53. und 54. Str. umgrenzt ist. 3m ersteren wohnen 2353 Menschen mit einem durchschnittlichen jährlichen Einkommen von $4 die Person; in dem anderen wohnen 614 Menschen, welche zusammen ein Vermögen von etwa vier hundert Millionen Dollar been." Der Kontraft ist allerdings groß, und der Umstand, daß in einem einzigen Häusergeviert 2353 Menschen zusammengedrängt wohnen, daß Menschen in diesem großen weiten Lende Mangel an Licht und Lust haben, fordert zu Bergleichen heraus. 3n Wirklichkeit ist aber der Kontrast kein größerer, als man ihn allenthalben antreffen kann. Sr ist wohl größer in Bezug a"j Zahl der Beteiligten, aber Kontraste, welche in ihrer Art nicht ninder groß find, können fortwährend im täglichen Leben beobachtet werden. Der Kontraft zwischen dem Spekulanten, oder dem Großfinanzier, der im Handumdrehen Hunderttausende gewinnt und dem Tagelöhner, oder dem Kohlengräber, der mühsam und im Schweiße seines Angesichtes sein täg licheS kärgliches Brod verdient, ist sicherlich nicht kleiner, eS ist im Grunde genommen derselbe Kontraft. So ist ek auch der zwischen der Frau, welche vom Morgen bis zum Abend am Waschtopf steht, um eine ärmliche 9r ßenz zu fristen und der reichen Dame, die ihre Nachmittage mit shopping oder parlies oder sonst etvaS verbringt, das ' ihr ' die Langeweile vertreibt. Ob man Einzelne jeder Klasse oder diele mit einander vergleicht, der Kontraft ist immer derselbe, ist immer derselben Natur. SS giebt freilich diele Menschen, aus welche die Einzelerscheinung keinen Eindruck macht, welche den Kontrast erst empfinden, wenn sich in ihrem GesichtSkreise viele Einzelerscheinungen konzentriren und diese ihnen alö Gesammterscheinuvg sich bemerkbar machen, aber an der Natur und der Größe deS Kontrastes ändert daS nichts. Auch ist an diesem Kontrast nichts Neues. Dieser Kontrast besteht seit Eintritt der Eigenthumsperiode in der Entwicklung der Menschheit, aber mit der fortschreitenden Kultur, mit der Steigerung deö individuellen SelbstbewußtseinS, mit dem Wachsen deS Freiheit?- und GleichheitSgedankenS wird er immer fühlbarer, wird er immer schwer:? empsundea. Man hat längst aufgehört, die sozialen Unterschiede und die wirthschastlichen Kontraste als göttliche Einrichtungen zu betrachten, an die man nicht rühren darf. Die Menschheit von heute ist in daS Geheimniß der Entstehung von Macht unk Reichthum eingedrungen; sie sieht ganz gut, daß trotzdem alle Reichthümer nur daS Produkt von Arbeit sind, doch die schwerste Arbeit dem Arbeitenden keinen Reichthum schafft. Darum begnügt sie sich nicht mit dem schmerzlichen Bedauern darüber, sondern ist bestrebt, sie abzuschaffen. . Wenigstens ist eS der Theil der Menschheit, welchem diese Kontraste ungünstig find. Und sie werden einst verschwinde, bald verschwinden. SS eristirt ein mächtiger Faktor in unseree ZcU, der dazu berufen ist, die soziale Gegensäe Ihrem Höhepunkte zuzuführen, auf dem ihre Vernichtung zur zwingenden Nothwendigkeit 'wird und dieser Faktor ist die Maschine. MMHrWli. DeveyS Bericht. Washington. 17. Aug. Admiral Dewey berichtet : Manila, 12. August. An den Marinesekretär : Manila hat sich dem vereinigten Angriff unserer Armee und Flotte ergeben. DaS Seschvader beschoß die Befestigungen von der Südseite, die Armee drang zu gleicher Zeit vor. Stadt ergab sich um 6 Uhr. Lieute ant Orumby zog dle amerikanische
Flagge auf. Gegen 7000 Gefangene. Keine Kasualitäten aus den Schissen, kein Schiff beschädigt. Am 7. Aug. verlangten Gen. Mer-
! ritt und ich die Uebergabe der Stadt, welche verweigert wurde. Dewey. Dle Einnabme von Manila. Ein englischer und eindeutscher Bericht. Waö man in Washington denkt. Hongkong, 16. August. DaS Bombardement wurde am Samstag um 9 Uhr 20 M. begonnen und dauerte zwei Stunden. Dann stürmten die Amerikaner die Schanzgräben uyd die Spanier wurden zur zweiten Berthe,diaunaSlinie zurückgetrieben. Die Amerikaner drangen weiter vor und trieben die Spanier in. die inneren Befefiigungen, wo der spanische BesehlSHaber, einsehend, daß jeder weitere Widerstand nuhloS sei, die weiße Flagge aufzog. Die Verluste find noch unbekannt. Die Spanier in den Trancheen zählten etwa dreitausend Mann, die Amerikaner etwa zehntausend. Die. Spanier behaupten, daß die Amerikaner von den Schiffen auS nicht trafen, bloß ein kleines Kanonenboot habe ein wirksames Feuer unterhalten. Die Spanier behaupten ferner, daß die Amerikaner bei der Erftürmung der Gräben schwere Verluste gehabt haben, woran die fehlerhafte Konstruktion ihrer eigenen Gräben, die von den Höhen beschossen werden konnten, Schuld war. Admiral Dewey und Gen. Merritt hatten Befehl gegeben die Stadt zu schonen und dieselbe wurde wenig beschädigt. Gen. Augufti sagt, er habe nicht gewußt, daß die Kaiserin Augufta nach Hongkong abgehen werde. Man hält dies für eine Ausrede. Sonsul Wildman erhieir Nachricht, daß amerikanische Kreuzer nach Zloilo und Cebu abgeschickt werden, um die Uebergabe der beiden Städte anzunehmen. Der amerikanische Bericht steht noch auS. London, 17. Aug. Der Correspondent deS Daily Telegraph" meldet von Manila : Die Olympia feuerte den ersten Schuß und die Beschießung dauerte zwei Stunden. Dann folgte der Sturm aus die Berschanzungen. Jeder Widerstand war vergeblich. DaS Fort Malate litt am schwersten. Ein Blick über die Bucht lieh die sonderbare Thatsache erkennen, daß die ausländischen Flotten nach ihren Sympathieen sich arrangirt hatten. Die Engländer und Japanesen waren in der Nähe der Amerikaner, die Deutschen und Franzosen aus der gegenüberliegenden Seite der Bucht nördlich vom Pasig Fluß. Der britische Kreuzer Zmmortalite und seine Gefährten hielten sich in der Nähe der amerikanischen Linien. London, 17. Aug. Der Korrespondent der Times" meldet von Hongkong: Die eigenthümliche Haltung der Deutschen hat hier große Mißstimmung erzeugt und ihre Geheimthuerei erregt Verdacht. Der Brauch war bis jetzt, daß Kreuzer, welche von Manila abgingen, gleich viel welcher Nationalität, die Post für alle in Manila vertretenen Nationlitäten mitbrachten. Die Kaiserin Augufta brachte nur deutsche Post. Augüsti und seine Familie kamen nach vorheriger Verabredung auf die Kaiserin Augufta, welche sofort mit einer Geschwindigkeit von 17 Knoten abfuhr. v erlin, 16. Aug. General Augufti war nach einer Depesche von Hongkong von seinem Posten alö Generalcapitän am 5. August abgesetzt worden. DaS Commando war dem General JaudemeS übertragen. Die Amerikaner schickten am 7. Aug. an den spanischen Befehlshaber ein Ulti matum, die Uebergabe innerhalb 48 Stunden verlangend. In der Zwischen zeit nahmen die deutschen Schiffen alle Deutschen und alle unter ihrem Schutze Stehenden an Bord. Am 9. erfolgte die Aufforderung zur Uebergabe. Die Spanier verlangten Frist, um Znftruk tionen von Madrid einzuholen. DieS wurde abgelehnt. Am 12. erfolgte das Bombardement und die Uebergabe. Die Otadt bleibt trotz deS heftigen NeuerS unbeschädigt. Washington, 16. Aug. Die
Regierung hat noch keine .Nachrichten
von Dewey und Merritt. 3n offiziellen Kreisen legt man den Berichten über daS Verhalten der Deutschen keinen Werth bei. -Die Nachrichten find zu mager und zu unbestimmt, um auS denselben einen Schluß zu ziehen. 3n Rücksicht daraus, daß die Uebergabe mehr oder weniger eine Formalität ist und Spanien schon am Tage vorher in die Besetzung von Manila durch die Amerikaner gewilligt hatte, hat man keine Neigung daS Benehmen der Deutschen zu kritifiren. Madrid,16.Aug. SS ist jetzt auS halbosfiziellen Quellen hier bekannt, daß die Regierung gestern wußte, daß Manila am Samstag Nachmittag kapitulirte. General 3audemaS hatte vom General Augufti daS Commando übernommen und der Letztere war bevollmächtig! worden, seinen Posten zu verlassen und sich aus einem auSländischen Kriegsschiffe nach Hongkong einzuschissen. Manila kapitulirte anscheinend vegen Mangel an Nahrungsmitteln ; die Bevölkerung und die Garnison hatten großen Mangel gelitten. 9 Camp Ho b s o n vom Blitz getroffen. Lithia Spring S, Ga., 16 August. Während eines heftigen GewitterS schlug gestern der Blitz in Camp Hobson ein und 7 Soldaten wurden so schwer verletzt, daß sie in'S Hospital geschasst werden mußten. Dieselbe Compagnie wurde vor acht Tagen von dem Eisenbahnunfall bei Fort MePherson betroffen. Ernennungen. Washington, 17. Aug. Der Präsident ernannte die Commissäre zur Regelung der Räumung CubaS und Porto RicoS Seitens der Spanier. Dieselben sind : Für Cuba : . Generalmajor 3ameS F. Wade, Rear Admiral Wm. T Sampson; Generalmajor Matthev C. Butler. Für Porto Rico: Generalmajor 3ohn R. Brooke; Rear Admiral Winsield S. Schley; vrigadegeneral William W. Gordon. Washington, 17. Aug. Botschaster Hay, in London, hat die Ernennung zum Staatssekretär an Stelle DayS aeceptirt. . , Wetterbericht. Kühleres, wolkiges Wetter und Regenschauer heute Nacht; schöneS Wetter Donnerstag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 84 Grad, niedriglle 71 Grad. Schisses VadeanNalt. Wassertemperatur 81 Grad. Ml Was Andrew D. White sagt. B erl i v, 16. August. Mr. Andrew D. White, der hiesige amerikanische Botschafter, gab heute dem Correspondeuten der Associated Preß folgende Erklärung : So weit ich sehen , kann, ist der Stand der Dinge zwischen Deutschland und. den Ver. Staaten zufriedenste!lend. Während deS KrieaeS bat unS die deutsche Regierung gut behandelt und weit davon entfernt, einen Grund der Beschwerde für unS zu finden, scheint S mir, daß die offene Ehrlichkeit der Stellungnahme der deutschen Regierung Anerkennung verdient. Bezüglich der Absenkung derStreitkräste nach den Philippinen ist alleS vollkommen klar. . Darin lag nicht daS Geringste, was bösen Willen gegen die Ver.' Staaten zeigte und ebenso wenig herrschte die Abficht, sich in uasere Angelegenheiten zu mischen. Betreffs Deutschlands Verlangen nach Kolonleea oder Sphären des EinflusseS im fernen Osten habe ich nie gezaudert, mich herzlich zu Gunsten solcher Unternehmungen auSzusprechen. Ich betrachte jede Stablirung solcher Einflußsphären durch zivilifirende Mächte, wenn sie glauben, daß sie dieselben ohne Schädigung ihres Volkes verwalten könne, als eine große Wohlthat für die Welt. Jeder Theil der barbarischen Welt, in Berührung mit der Civilisation durch eine erleuchtete Macht wie Deutschland gebracht, ist ein Gewinn nicht allein für Deutschland, sondern sür die Ver. Staaten und für alle anderen zididilifirtea Mächte. , Ich bin erfreut wegen der Wiederkehr deS Friedens und ich glaube, daß die Leitung deS Krieges mit solcher
Energie und Wirksamkeit diel dazu
beitragen wird, die Achtung der Deutscheu wieder zu erlangen. Ein großer Theil der Deutschen vardazn gekommen, den Schaum, der während deS Aufwallens der amerikanisten Thätigkeit entstand, sür den wahren Inhalt deS Kessels zu halten. Oiehatten Behauptungen, welche seosationelle Correspondenten über Amerika. nachten, zu ernst genommen und waren zu dem Glauben gekommen, daß der 'amerikanische Patriotismus todt setzt,! daß die Männer, welche unsere öffentlichen Angelegenheiten leiten, gänzlich unfähig seien; daß eine derachtrngldürdige Dollaranbetung alle unsere edlen Bestrebungen zerstört habe) daß die Fähigkeit, edle Thaten zu erkennen, entschwunden sei, und daß alle diese Eigenschaften der Leidenschaft ach Geldgrabscherei gewichen wären. Die Deutschen find aber nach, deutlich und ehrlich und wenn sie über den jetzt glücklich beendeten Krieg nachdenken, dann werden sie finden, daß die Eigenschaften der Amerikaner, die während deS Bürgerkrieges zu Tage traten, heute so stark wie nur jemals find. Schon beginne die Zeitungen in Deutschland dieses einzusehen. H Li H u n g Tschang soll . , weichen, London, 16. Aug. ES verlautet hier allerdings auS noch unverbürgter Qute, baß daS auswärtige Amt bebfichi'gt, von der chinesischen Regierung die Entlassung Li Hung TschangS auS seiner Stillung zu fordern, weil ans ' ihr die britenseindliche Haltung deß Tsung Li Aamen zurückzuführen ist. DaS auswärtige Amt soll auch besonders die Besetzung deS FortS Takn am Golf von Peking an der Mündung deS Peking FlusseS nd der Stadt Tientsin. des Hafens von Peking für den Fall erwogen haben, daß China sich den englischen Forderungen nicht süg . . . - Unterdessen greift heute daS halbamtliche Journal de St. PeterSbourg" den Ton der britischen Presse an und sagt : Rußland plant keine weitere ErWerbung im fernen Osten. Sein einziger Zweck ist jetzt, die erlangten Vortheile zu erhalten. Die russische Regierung wünscht die wirthschaftlichen Interessen Englands sowenig, wie die einer anderen Macht zu schädigen. , , Eine Studienreise. Berlin, 16. August. Drei Leuchten der medicinischen Wissenschast,Prosessor Koch, der Mikrobenentdecker, Professor Pfeiffer, der berühmte vakteriologe der Berliner Hochschule und Geh. Medicinalrath Kassel, Dekan der medieinischen Fakultät in Marburg, habe eine Forschungsreise nach Süd(Europa angetreten. De? Zweck ihrer Reise ist, daS Wesen der früher in Europa wenig gekannte, seit einigen Iahren jedoch mit Recht gesürchteten Ma-laria-Krankheit zu ergründen. ; OHM'NaHriHtet,. 5 Angekommen in : Antwerpen: Southvark" von NevSork. ' Glasgow: Anchoria" von New Sork. m Allerlei. Zu Tode gerächt ffat sich Frau Annie Mäher in N.w York. Die 33 Jahre alte Frau wohnte mit ihrem Gatten John, dem Janitor des OfficegebäudesNo. 6SWashinaton Square. im Souterrain des Hauses. Neulich Morgen um 5 Uhr erwachte das Ehepaar, und da eö zum Weiterschlafen zu spät, zum Aufstehen aber zu früh war. vertrieben sich die Bettgenossen mit Er. zählen von beiderseitigen Erlebnissen die Zeit. Ueber eine besonders lustige Schnurre ihres Gatten mußte Frau Mäher besonders herzlich lachen. Mit beiden Händen hielt sie sich die Seiten, während sie, von Lachkrämpfen ge. schüttelt, rief: .Um Himmelswillen. John, hör' auf mit Deinen Geschichten, Du machst mich ja krank!- Dann stand sie, immer noch lachend' auf und begab sich in'S Badezimmer. Eine Weile hörte sie der Mann noch lachen, dann aber vernahm er ein Stöhnen, und als er rn's Badezimmer eilte, fand er seine Gattin bewußtlos auf dem Boden ausgestreckt. Dr. Robert Brough ton, der im Hause wohnt, war gleich zur Stelle, während er aber in seine Office hinauseilte, um eine Medizin zu holen, hauchte Frau Mäher den letzten Seufzer aus, sie hatte sich zu Tode ge-
Duwete 2dö Zahre. .
rF&j fQT H LVTr. Mary Le wi. Frau eine promt. ifji ncnten ffarmer ua& wohlbekaut untre fr w allen Bcwolznern nade Belmont. . yschrtibt: Ceit 27 Jahr litt ich farttoftbrn an Nkrvöskr Erschlaffung und bk,ahlt örode Etldsnmmrn sür Doktorrn nd angezeigte Mittel ebne Abhilfe. Vor drei Jahre wurde mein Zu stand beängstigend, der geringste Lärm erregt mich und machte mich nervö. Ich konnte nicht schlafe nd hatte eine Anzahl verderblicher fäll und wurde allmählig schlimmer. Ich begann Dr. Äile' Reftorativt Nervine nd Nerven und Leder-Pillen ,u gebrauchen. Anfang schien die Medizin nicht ,u Wirten, aber nachdem ich einig, Flasche genommen, trat Aenderung i. Ich ruhte acht, besser, mein Appetit bessert sich und ich befand mich bald wohler: u bi ich nahezu wieder gänzlich gesund, wie in Person meine! Alter tt erwarte kann. Sott fegn Dr. Mile,' erdine. Dr. MUe,' Mittel werde durch alle Apotheker verkauft unter einer positive Garantie: die erfte g lasche nützt oder da eld wird zurückerstattet. Buch über die Krankheiten de Herzen und der erve frei. Adresse: 5 vzi r:c7vino:ictcrca; l1 Aiy IJ t. 1 1 e I e U 1 1 .. lldart. Ind. Dte Mol es M o n t e f i o r eGemeinde orthodoxer Juden in- Hoboken, N. I.. hatte seit Jahren ihre Synagoge in einem kleinen Hause an Grand Str. in Hoboken. Haus und Grundstück, sowie eine angrenzende Baustelle gehörten, Peter Kerrigan, dem .komischen Alten, und als sie vor einigen Monaten zum Verkauf ausgeboten wurden, beschloß die Gemeinde, sie zu kaufen. David Engler, der einen Bauplatz neben dem Kerriganschen Grundstück besitzt, wollte letzteres selbst haben, und als er erfuhr, daß seine orthodoxen Glaubensgenossen nht das ganze Grundstück, 2j Bauplätze, für die neue Synagoge brauchen, offerirte er der Gemeinde für die Bauplätze und das Haus $2700 und den Besitztitel für anderthalb Bauplatze. Die Gemeinde nahm die Offerte an. aber Engler hielt sein Versprechen nicht und theilte der Gemeinde mit, daß sie die $500, welche sie Jos. Anderson als Anzahlung für die Grundstücke gegeben, zurückhaben können. Engler begann jetzt mit dem He.ben des Gebäudes, um unter der Synagoge einen Laden einzurichten, und da die Gemeindemitglieder nicht mehr in ihre Synagoge gelangen konnten, engagirten sie einen Anwalt, um im Kanzlergerichte die Grundstllcks-Ueber-tragung an Engler umzustoßen und Engler zu hindern, einen Laden unter der Synagoge einzurichten. Bis dbe Sache aber vor Gericht entschieden ist. wird Engler wohl den Laden eingerichtet haben und die Synagoge für die Glaubigen unzugänglich sein, ausge. nommen sie benutzen eine Leiter, um hinaufzugelangen. iLin ent letzt ich eö Verbrechen ist von zwei jungen Zigeunern, die früher in Latscha im Kreise GleiWitz wohnten verübt worden. Sie waren von einer militärischen Uebung zurückgekommen und hatten sich zur Feier des Tages betrunken. Nachdem sie aus dem Wirthshaus in Latscha gewiesen waren, gingen sie in den Wald bei Schierakowitz, wo ihnen zwei junge Mädchen aus Latscha, die 19jährige Tochter des Stellenbesitzers Marondel, Alwine, und deren 23jährige Stiefschwester Johanna Pietzka, begegneten. Die hübschen Mädchen waren den Zigeunern bekannt. Johanna Pietzka wollte in der nächsten Zeit Hochzeit machen und hatte sich zu ihrer Großmutter nach Schierakowitz in Begleitung der Alwine Marondel begeben. Die Mädchen hatten über 100 M. bei. sich. Die Zigeuner überfielen die Mädchen, beraubten sie und tödteten sie alsdann in bestialischer Weise, nachdem sie an ihnen sich sittlich vergangen hatten. Um die Mädchen am Schreien zu verhindern, stopften sie ihnen Taschentücher in den Mund und schleppten sie in daS Dickicht, wo sie am nächsten Tage von den Eltern als Leichen aufgefunden wurden. Der Alwine Marondel war der Kopf vom Rumpfe getrennt; der Pietzka, welche sich anscheinend energisch zur Wehr setzte, wurden Messerstiche am ganzen Körper beigebracht. Die beiden Zigeuner sind auS der Ct gnd verschwunden. Ich Die ausfallendsten Heilungen von Serofeln, die an kennt, find mittelst Ho od'S Sarsaparilla erzielt. Dieses Mittel sucht seines QUU chen bei Blutkrankheiten. Sebraucht nurHood'S. Hood'S Pillen find mit der Hand gemacht und völlig gleich anOröe und Lewiöt. 25.
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