Indiana Tribüne, Volume 21, Number 326, Indianapolis, Marion County, 14 August 1898 — Page 4
Jndiana Tribüne. tlthcts Täglich nnd TyMiaz-e.
Me tägliä.e SZvilünt kostet durch den Xxtgct ent per Woche, die ZonntagS.rrtbae"I lextl pe, Woche. Selbe uftsne 15 ct8 ,,e, (Jcnt! per et. Ver V,ft eukerhatt li !8Ub gchickt in r,Iie,hna V pe? Jar. omfi iQ ea nuiama eitert Indianapolis, Ind., 14 August 1898 Sonntqs piitoi. Nun ist die 'Nadsahrer-Zusammen-kunft auch vorüber. Sie war ein gehlschlag. Eö sind ihrer nicht viele zusammengekommen, wenigsten? nicht der zehnte Theil von denen, die erwartete wurden. Nun, Indianapolis ausgenommen, hat kein Mensch durch da Wegbleiben Schaden gelitten und der Fortschritt der Welt ist dadurch nicht ausgehalten worden. Allgemeinen Zweck haben diese Zusammenkünste wohl keinen. Allerdings, Vergnügen ist auch ein Zweck, sogar ein sehr guter, aber irgend ein höhere?, ein ideales Interesse ist doch nicht dabei. Warum Radfahrer deS ganzen Landes irgendwo jährliche Zusammenkünfte haben sollen, daS vermag ich beim besten Willen nicht einzusehen. Zum Zwecke deS Vergnügens hat natürlich jede Zusammenkunst ihre Berechtigung und ich hoffe, daß die Fremden, welche hierherkamen, sich recht gut amüsirt haben. Dann wissen sie doch, warum sie kamen. Und ist vom geschäftlichen Standpunkte auS, von dem aus die Convention?städte" dergleichen meisten? ansehen, die Sache auch gegen alle Erwartungen klein ausgefallen, umsonst ist sie doch nicht gewesen, denn ein paar Kröten hat doch wohl jeder Besucher hier fitzen lassen. Vielleicht auch hat Manchem unsere Stadt so gut gesallen, daß er später wieder kommt. Damit wir nicht auS der Gewöhnheit kommen, haben wir nächste Woche gleich wieder eine Convention und zrcar die der KnightS os PythiaS. ES ist SieS der liebenswürdige Orden, der auS seinen Logen daS deutsche Ritual verbannt hat und der beschlossen hat, keine Wirthe auszunehmen. Ob unsere deutschen Wirthe sich nächste Woche dafür rächen werden? Ob sie ihrerseits sich weigern werden, die KnightS of Pythia? aufzunehmen und ihnen etwa? zu verabreichen? Oder werden sie, fall? welche Ritter sie besuchen, singen: In diesen heil'gln Hallen kennt man die Rache nicht ?" Wahrscheinlich da? Letztere Die Deutschen haben die liebenswürdige Gewohnheit sich bloß an ihren Landsleuten zu rächen. . Sage mir Einer: dir Menschen werden immer klüger. Mir kommt et zuweilen vor, alö ob sie immer dümmer würden. ES scheint wirklich keinen Unsinn zu geben, aus den nicht Leute reinfallen. Früher diente dazu der Hsxenglaube und der Glaube an allerhand Zauberkünste, und in manchen Volkökttisen ist daS ja auch heut, noch der Fall. Sonst aber bedienl man sich heute in der aufgeklärten Well der Wissenschaft zum Schwindel. Ek ist ja richtig, daß die Wissenschaft aus. klärend wirkt, daß sie aber auch dazu benützt wird, Dumme zu fangen, ist eine Gemeinheit der Wissenschaft gegenüber. Ich weiß nicht recht, wie ich mich do ausdrücken soll. Denn die Dummer fallen ja nur durch ihr Nichtwissen '(ein, aber sie trauen der Wissenschaft, von der sie nichts verstehen, in ihrer Dummheit alles Mögliche zu. Item, ein Pastor kam aus den Ge danken zu schwindeln. Eigentlich sollte man einen solchen Gedanken bei einem Pastor nicht für möglich halten, aber wahrscheinlich dachte er, er könne doch nichts dafür, daß eS dumme Menschen giebt und deshalb sei er nicht da für verantwortlich. Eine Gewissenberuhigung findet ja schließlich Jeder Unser Pastor hatte irgendwo gelesen, daß daS Seewasser Gold enthalte. Da kam ihm ein Gedanke. Kann man da? Gold auch nicht eztrahiren, so werden sich doch Dumme sinken, die man glauben machen kann, daß eS eztrahirt wer den könne. Und sie fanden sich Denv warum sollte, man bei dem heutigen Stand der Chemie nicht Gold auö Seewasser herausbringen können, wenn solche? drin ist ? Eine Aktiengesellschaft wurde gegründet und der Pastor (sein Name ist mir entfallen, aber er war ein smarter Neuevgländer) fand Abnehmer für die Aktien. Mit dem Gelde baute er die Fabrik, aber nur aus dem 'Papier. Der Prozeß, vermittelst dessen da? Gold eztrahirt wurde, blieb natürlich ein Geheimniß. ' Ein Geheimniß muß immer dabei sein, denn da? Geheimnißvolle hat stet?, seinen besonderen Reiz. Nachdem. so etwa dreißig oder iuzig tausend
Dollar? in der Tasche hatte, derduftete er. Da? Letzte, da? man von ihm erfuhr, war,' daß er Passage nach Europa gekauft hatte. Die Geprellten können sich nun auf dd? Studium der Chemie werfen. Vielleicht erfinden sie einen Prozeß, wie man Gold au? Seewasser in genügenden Quantitäten gewinnt,; um ihren Verlust zu decken. An Seewasser fehlt e? nicht. An Dummen offenbar auch nicht. Der Plaudere?.'
Wiener Altlreibebriefdes Philipp Sauerampfer. CoprigM Sc$by ttie Geiman Pre & Plate Ca 5JO. 2t Mein lieber Herr RedaktionSr ! Ich kann Jyne sage, mir wäre sick un tei rtvon das ttampleif un ich war ang froh, wie die Lizzie, was mei Altie is, erklärt Hot, daß mir.besser uffbre cke un beim aebn debte. Sckubr aenua. , die Geickickt Kot uns lattie gut gedahn. Die Lizzie Hot Bäckelcher t:.i rcuu.r.. :? v:. r.,z uicyi, iuic ifftiuyc um iu uic cu? Woche so schön dick geworde, daß mer r . t. , i rs ce... VI je yol royie geionni. uwe, oiz sin so toss geworde, wie Eise un en Eppiteit hen die kriegt, tt war autef.: sin : r.r f. n m!n Cll. JJllU) IU tytU III IllVlil aantts Lewe nock nit so aut aekieblt. w - , j i immer hen ich Hunger und Dorscht geyabt, m die erscyte XJem 2)orscöt. eu, wann mtr so rDt ick alle Daa in die Wutts erumsegt UN Bootfahrn duht. oo is xti dünner, wann mer gut fiehlt. Am mehrschte hen ich das Bootfahrn gegliche. Der Milchmann Hot e feines Robboot habt un ick saae Jhne. ich ben gelernt zu rudern, wie l rvv oer Zlaens un lcy yen mein ujccind uffaemackt. so wie ick Keim komme, do geh ich mich e Boot bilde. Holz kann mer ang tjcyiep kaafe un uyis Yen ich plentie. Das bische Kahrpenterbißneß. wo do zu gehört, das is iesig. Dann nemm ich Sonndags mei Boot ufs de Buckel un qehn an die Lehk. un uff den Weg hen ich lattse Fonn. Well, wie die Lizzie usfbreche- gesagt Hot, do hen ich reiteweg gestart.. . Sell war en harte Schapp, bis mer Alles eingepackt' hatte. Es bot zu mick aeauckt. als wann mer viel mehr Stoss einzupacke hatte, als wie mer mitgebracht hen. Die Kids hen sich wenigstens zwei Tonns Gräwwel un Stein an den Schohr uffaevlckt. wo se all mit beim nemme wollte. Ich sag Jhne, es warei genug, sor e aus zu baue. Wie se nit gewatscht hätte, do hen ich die Stein genomme un hen se all in die Lehk geworfe. Sell deht mich aach noch fehle, baft ick mich mit e Brickiabrd'battere deht. Off Kohrs hen se all gekrisch:, wie dZe Buchmarder, wie se's ausgefunne hen, amwer wie se all e diesente wickln geyaot Yen, do Ware se sattls feit. Am mehrschte Trubel hen ich mit den Stohf gehabt. Zwaamol is.er mich uff mei Fuß un einmol uff meißlest händ Händ gefalle. Wei, ich sin puttinier krehsig gange, so weh Hot mich das aedahn. Nor mei Nöbrfs t wenia zu kweitene, hen ich so ebaut e Peintche kliere Wikkie aenomme un das bot mick e wenig besser siehle mache. Die Lizzie fit . r i rr.. t'rxi ' Vi iivi immet ycuyi; xju viOjl no gut,' wann mich ebbe geyäppend . ,s. Ich Un aesaat. warum dubit du's dann nij, UN do Hot se qeänbert, sell war kein -cyapp sor e Fraa un for was hätt se dann en Mann. Wann ich im Saluhn hocke deht, dann kennt ich so viel Schkuhnersch drinke. wie en großer Mann, awwer wann ich emol evves duyn oüt, dann war ich so dumm un so eefellig, wie e Behbie. Ich yen micy arig iwwer die Niemayrks ge fuchst, awwer ich hen stillaesckwieae Was is enniweh der Juhs, mit e Fraa von die Lizzie ihr Temper zu feite, die Hot doch immer recht, un wann se nit recht Hot, dann Hot se doch recht. Well. e Hot en halwe Dag genomme, bis daß mer Alles in t Grfxbö athahl k,n kak, m sor die Jittie starte konnte. . Die Lizzie un mich, mir hen uns vorne uff de Dreiwersiet aesekt. Die Kids den ich in de Wage gesetzt. Der Johnny not oreiwe gewollt, awwer sell wär micy oocy en zu großer Risk gewesi Mir sin dann losaekabre un anfana do hst aach Alles aut schafft. Mir hen den Milchmann sein Gaul gehabt un oas leyrcye yot gepullt wie Alles. Uff eemol hen die Kids oehallert. dah en uno zammerk. orcy das ??ab?e an di, holperige Rohd is unser Stoss in den Waae nach eine Seite oeworke wocde. Der Stohf is uff den Johnny gerutscht un der Bettstosf bot ukk dkcrnnere Kids gelege. Off Kohrs hen icy oo nappe mu)t un bis AlleZ errehnscht war, do sin so baut e Stund un e yaiv gepaßt. Dann sin mer wid der losaesahre un nach e ziemlick kann Zelt sin mer in die Zittie komme. Wie mer so ebaut an das dritte Haus wäre. oo nappr uss eemol vas Horste un is nit mehr weiter aanae. .Well. Ken Zck gedenkt, das Diehrche is ousgeteiert un will emol en kleine Rest nemme. Ich hen mich in die Mienteim en diesente Schnuff getackelt. un hen bei Mibstehk aach die Lizzie die Backs hingehalte. Do Hot se off Kohrs Widder gekickt. Sie sagt: Wann das jetzt ein diesenter Mensch gesehn hätt, der müßt denke, ich wär grad so e Vick wie du. Wie kann iwwerhaapt nor en Mensch e Bergniege an so en dreckige Stoff hen. Wann sich e Lehdie emol e GläscheEiskriem Sohde kriegt, dann tahke die Mennfohks driwwer, awwer iwwer so t beeses Häbbitt von dieMänner do soll mer nicks sage." Well, die Stohrie hen ich schon so ost gehört, daß. ich gar pickz mehr derzu fern, Pas Gailcke.
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not immer nocv'gettappt un do hen ich
emol die Wipp gejuhst. awwer das Oos is nit vorwärts gange. Do is mich uss eemol eingefalle, daß der Milchmann in Front von sellem Haus estappt Hot. wie ich emol mit ihn in die Zittie gefahre sin. Was wollt ich dukm. ich sin ' . . w . , P" l - - erunner getjcyumpr, im m oas aus gelaafe un gleich Widder komme, sieh. do iS der Gaul ttet üang?. Ich hen hardlie diesent gesosse gehabt, dc Hot er. schon Widder gestappt. Ich fc? Glttopv! gehallert, daß mich mei Droht weh gedahn Hot, awwer nicksi yyt i n kommeraus, ver aui yot mt gemuyst. Was wollt ich .duhn? Ich sin Widder erunner getschumpt, sin in das Haus gelaafe un hen geäckt, als wann ich Milch enei deht drage. Wie ich Widder autseit sin komme, do is das Horsie Widder weiter. Nach ebaut zwei Minnits, do Hot dcr Zwnne Widder gestappt. Die Lizzie is ganz norwes geworde, bikahs en ganze Peil Buwe Hot das Bißneß schon genohtist gehabt un is immer hinnig uns drin. Un ich sage Jhne, e Neus hen die Fellersch gemacht, das war orfel un mit Brickstein hen se nach unsern Wage geworse. sell war e rehgeller Schehm., Off Kohrs war kein Bliesmann zuwehn. Am mehrschte Hot mich mähd gemacht, daß mich . der Johnny ta einem fort gebattert Hot, er wollt von den Wage erur.ner un aach mit Brickstein nach unsern Wage schmeiße. Jetzt denke , Se nor emol, so en verdollter Lausbub! Ich hen ihn awwer e paar Aage zugeworfe, sell war all, was ich händig gehabt hen. Ich sin Widder erunner getschumpt, hen dasselwe MonklebißneK noch emol ge macht un .ich hv'n Widder for zwei Minnits Rest gehabt. Ich' kann Jhne sage, ich sin bei un bei ganz juhst derzu geworde un ich hen gesiehlt wie en rel geller Milchmann. Die ids sin immer hinnig uns drin un hen gehallert: O, sohtsch e Bißneß, its e rehgeller Tleehter! Wie mer Widder emol gestappt hen un wie ich m das Haus geronnt sin, do is so en Feller uff mich zu komme un sagt, was ich sor e Bißneb in sei Haus hätt. Do hen ich gesägt, er sollt emol mein Gaul froge, mehbie der könnt ihn alle Jnformehschens gewwe. Do hätte Se awwer emol höre solle, wie der Feller mien is geworde. Er Hot mich am Wickel krieg! un Hot mich mit so e Fohrs an die Wahl gepuscht, daß ich Aedenkt hen, alle.Bohns dehte mich verbreche. Wie ich Widder autseit sin komme, do war n ich awwer doch sick un teiert von den Bißneß. Ich sin m e anner Stritt ge driwwe, wo der Milchmann keine Kostiemersch gehabt Hot un.do is das Gailche gelaafe. wie en, Hersch. Ich sag Jhne, der Feuer ts geronnt wie en Deibhenker un die Lizzie' Hot sich fest an mich, festhalte gemüßt, sonst wär se schuhr erunnergefalle. In - dieselwe Minnit, wie mer in Front von unser Haus Ware, do macht der Oosegaul noch emol en Tschump un badautz! do bricht der ganze Wage zusamme. Sell war awwer emol en Schohl Die Lizzie is inen Waschtobb gefalle un Hot die Bein in die Luft gestreckt, die Kids, die hen am mehrschte zu soffere gehabt. Den. Johnny is e Pies Stohfpekp in sein Mund gesloge un er Hot aeguckt, wie en rehgeller Schmohkstäck. Die annere Buwe.'die.hen mer erscht in all dem Gelumps suche müsse. Der Stohf war off Kohrs zu Splintersch gebroche un die Lizzie, die war wie perreleist. Seilen Owend, do hen mir e hatt Teim gehabt. .Sehn Se, uss den Weg hen mir unser Kämpleif gefinnischt. iZnniyau war n ich. froh, daß mer widder heim Ware. ... Womit ich verbleiw? Jhne Jhrn liewer - Phitlvp Sauerampfer 'Liebe und Schlagsahn. Von Leo van Husen. Heinrich Fischer saß an seinem Fenster und seufzte. Er sah nicht den blinkenden Sonnenschein, nicht die blühenden Hlumen, er seufzte nur aus Herzensgrunde, denn er war verliebt. verliebt bis über beide Ohren. Das wäre ja an sich nichts Schlim mes gewesen. Er hatte ja eine feste An stellung an der Bank und konnte schon eine kleine Frau ernähren. Auch war er von der Natur rncht allzu stiefmüt terlich behandelt. Er . hatte einen schönen stattlichen .Wuchs und seine Freunde neckten ihn sogar mit seinen schönen Augen. Also warum sollte das Mädchen seines Herzens nicht auch ihm seine Liebe zuwenden? Nur seine Schüchternheit, diese abscheuliche Schüchternheit! ' i Es waren jetzt gerade .drei Wochen her. Er hatte sich zu seinem Abendschoppen noch ein paar gute Cigarren mitnehmen wollen und war in daZ erste beste, Cigarrengeschäft . gegangen. Und. hier '. hatte er . sie kennen gelernt. Gleich vom ersten Augenblick an hatte sie ihn entzückt.' Wie reizend, hatte sie ihn angelächelt, als sie ihm für seme Cigarre Feuer reichte! Natürlich fand der wachste flbend jhn wieder, beim Cigarreneinkauf, imd' bald war der Abendschoppen verdrangt, und , Lernrieh Fischer saß stundenlang bei . der schönen Annie und'plauderte mit ihr. ! Ach, und wie sie plaudern, konnte. und wie .'entzückend sie lachte! Das Herz wurde ihm weit beim 'Zuhören. Nur. wenn andere Käufer in das Geschast traten, dann stand er ubellaunig auf. murmelte etwas von lästiger Störung und bewachte zedes Lächeln und )edes PZort Annie's mit neidischer Mißgunst' Oft stellte' Annie ihn zur Rede: -' : . i. Ich weiß nicht, was Sie' wollen, Herr- Heinrich. Die anderen Herren wollen doch auch bedient sein.- ' . Ja, daö wohl antwortete tx, mabit Sie brauchen nicht dabei zu lä-cheln!- ' 1 :; 'v,.: Sie tbun is aerade. als ob Sie
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,MI1lz LExHD'acil' SeHccH.' Fcnilien gebrauch durch das Boltling. 1050. Heinrich war entsetzt aufgesprungen; an diese Wirkung seiner Worte hatte er nicht gedacht. Er legte seine Hand auf ihren gesenkten Kopf und streichelte unausgesetzt ihr weiches Haar, wahrend es hervorsprudelte: Beste, liebste Annie! Sie sollen ja nicht weinen! Um meinetwillen sollen Sie doch gewiß nicht weinen! Aber sehen Sie, ich kann doch nun einmal nicht leben, ohne Sie jeden. Tag zu sehen, und die Süßigkeiten kann ich wirklich nun nicht mehr vertragen, und da dachte ich Annie's Thränen hatten sich unter seinen bittenden Worten gelegt, und ohne ihn auzubllcken, sagte sie errothend: Nun, gibt es denn da loirklich keinen anderen Ausweg, als das (igarrengeschäft, wenn Sie mir wirklich so aut sind?" O ja," rief Henrich Fischer,, der von Annie's Thränen wie berauscht war. und dem die Angst, sie zu verlieren, den Muth gab. o ja, einen Weg wüßte ich schon! Wenn Sie den wahlen wollen Der wäre?" Werde meine Frau, süße Annie ! Dann brauchen wir kein Blumen- und kein Ciaarrenaeschäft mehr!" Ob ich will?" erwiderte Annie. Ich habe Dich ja so lieb!" Und wlllig ließ sie sich in seine Arme nehmen und erwiderte seine Ztusse. Jetzt erscholl aus dem Nebenzimmer eine weibliche Stimme: Fräulein, eine Tasse Kasfe!" Annie löste sich erröthend aus Hein rich'5 Armen, und er sagte lachend: Gottlob, daß diese Tasse Kaffee nicht vor fünf Minuten gewünscht wurde, wer weiß, ob ich dann jemals den Muth gefunden hätte. Dir meine Ziebe zu gestehen! m tmi m Endlich kurirt. Eine chronisch Invalide, die alö unheilbar erachtet würbe. grau Marie Hanson, von Niebull, Wi., war chronisch invalid und zog ihr Fall große Aufmerksamreit auf sich zsn einem neu liefen Brief, an Dr. Hartmav schreibt sie wie ' folgt : Ich litt V. uicic jauii an Dyspepsie und Im 2fnT'..V.s k W Wtll ltlUltylV t, sen sehr herun. ZV: 4?... r tiuiiuuiuicu. Ich wurde von meinen nächsten Aerz ren oeyanoeir, ooa, yaisen ne mir nur aus kurze Zeit. Eö schien schlimmer zu werden anstatt bess?. Ich. hatte jenes müde Gefühl und litt schrecklich in meinem Magen. Ich schien ost hungrig zu sein, doch wenn ich aß, einerlei wie wenig, so machte eS mich so e?end, daß ich mir oft den Tod wünschte. Bor ungefähr zwei Jahren hatte ich eine Nieren- und Gebarmutter - Krankheit. Ich vurde schwach und nervös, hatte schreckliches Herzklopfen und mußte daS Bett hüten. Ich hatte alle Hoffnung aufgegeben, je wieder kurirt zu werden. Ich sah eine Anzeige in einer Zeitung, wo ein ähnlicher Fall durch den Gebrauch von Dr. HartmanS Heilmitteln kurirt wurde. Ich sing an, die Medizin zu nehmen und fühlte mich gleich nach der ersten ftlafche besser. Jetzt habe ich neben Flaschen Ve-ru-na und. zwei glaschen Man-a-lin genommen. Ich danke Ihnen für Ihren Rath und bin froh, sagen u können, daß ich jetzt gefund bin. Ich bin seit einem Jahr gesund und kann essen und trinken und schlafen und arbeiten, ohne nachher dafür leiden zu müssen." ' Schickt an Dr. Hartman. 5olumbuS O , für ein kostenfreies Buch, speziell für Frauen geschrieben.
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