Indiana Tribüne, Volume 21, Number 325, Indianapolis, Marion County, 13 August 1898 — Page 3
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Vttstchfuitz. Eiumal Hr iS 14 Tage ode ?thlana gk taxiert, da ich nicht dazu im stände wa ohne ttlQ sti? von ietfecn Gaffer. Kdronische Ltrttopfunz seit sieden Jahre brachte mich in dies lrecklich Lage: während dieser JJeit labt ich Hat gethan, wo von ich borte, aber keine (rilfc gefunden; so war mein RaO. lii ich anfing, (alcaxttl ?kb rauche. Ich habe int ein di bttimal täglich Ctuol, und toenn ich reich wäre, würde ich $100 für jede Mal im fcm, eine solch, HUZeiste.- y lme,. Hunt. !KL?R-et..Ttttvlt. m&
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naenedm, sckmaSbaft, wirksam. CchmeSen (tat, fön out. awen nie krank ootx $rvarv, veruriawe letne fechrnerj. 10c. 2, 50c. Heile BerftodfllNS. k tmmnij Cmk7i Caleaca, tr.al, tw Tat. SSSg Dr. Louis Eurckhardt, No. 113-4 Süd Meridian Straße, Sprechstunden: k 9 Morgen und 7 dknd. Willoughby Block. 224 Nord Meridian Straße. erchftnndn: Z 4 Nachv-.ittag. 2el.233. Dr. I. Wühler, 12 Sst PZeCnrw Str. ?v?echftunden : 8 bis 9 Uhr Vorm. ; 2 bl8 3 . hr Nachm.; 8 biS 9 Uhr Abends. Telephon 1446. vriSude : Gonntaa nux Vormittagl. C. C. EYE11TS, Deutscher Zahn - Arzt. 20. Sj Nord Pennsylvania Str.. wird auf Wunsch angewandt. Dle Ofssee von Dr. H. riKK und Dr. COLE, befindet sich in No. S Ost Qhio Straße. C&- Telephon No. 927 wie bisher. WALTER FRANZ, Zahn-Arzt, .o. 90K Ost Market Straße. Cosfin lock.Zimr 43. Osfic,Ctundkn: 9 Hl 12 93m., lii,5?!m., 7HI9 bind. Sonntag , 1U Uhr Lm. bil 2 Ubr r-rlrrJrJTtlrrzlrnJ ao 9s..rr..Qr.M..:AM:rjr. ih" ?? 'TViitiiTTImfriTst mime .r . ... . ... . w in 191 n Hl tfnrhtcmiroan s xjntnriai n nuuiiuuuiuuu p u iuiiui k V0N II MAItCKWORTIT, I 532 Vine St , Cincinnati, O.. ist anerkannt lal älteste, weitverbrel li . m . r f sw . 11 lene unv uocrwi -Si n merua n 0 u, ii1! uno und Deutschland, und alle Ansprüche r ii Erbschaften und 2echte, t rann man vertrauensvoll m seine il-l S3i kikn iitih iirstifiiri in. hslfi 0 dle klemsten, rote die gröhlen S iGl A-fT I A ..Cl. 'S - X " 11 f r " w " F - m voumaci5auyirage tiil c m.ia . Ii TNii giexcgcm viiicruno genauer jieaji ij 3 f tilnil torntntaf itnK rtmtRttfiAf f r Hl vitij f v v u f j . n f ledigt wirden. n J lie.sfiMeLifl, !j Ö vermisster Kurven FT J S rtrt Schkntlich in diesem Slatti erneuert lLTJa-' HH-rI-TiITIiTiTJTlT. VöT'llWÄ RlPANS TABUIES Are intended fpr thUdrcr tadlc$ and all who preier a rnIdnejJIsguised as cost tecUonery.Thcy rnay" nowbehad (put up ist Tin Box, seventyw Ja a box) price. twcntylve cents or sive box for onedollar. Any drustwillgctihaa if you instst, and they rnay always bc obtaincd py renutung the pnee tc jri) TheRipans Crimn-arw ical -i, B&ffixrÄi1!. kuvi 50 YEARS Traoc Marks .4 DESIGNS frf Copyright ac AiiTMf sendln sketeta and dsrtptlmj rnaf anleklr " oar ptniun fre whethr M InvantW I crobably ptentWa. CommanL tloÄrtrtlrufldentiaL U&ndbookon Patent en fre. Oldost aency for eci'rtnEpaU.nta. PatenS taten tbronsrh Mann & ic1t wrtai noc Je, wtthaut u'r?. w the Sdenfiflc fltntfican. ftisäresMSffl rr: (or aon:.b.$U Ö11 tT " BwifliOT. riUItll & Co.3S,BrOÄ,y-nev York 1 Bribä üfflSTö ? PU WMUlDCton, D. C AdoDpIi Frey, (01J Frceom liight.) otary Fcblic, Translator Correspondont etc. No. 970 West Walnut St. Tdke Blaka St. Car ' X M. öierhe, Ortttföet 9 i 17 Oft ElcSaTlij Str. Cie Last Up ütair.
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Roman von Emil Kaiser. (gottefeung.) Oyo, ttcf Der andere prahlerisch, X-az ist noch nicht ausgemacht. Dennoch sah er sich scheu nach der geschlossenen Thür um. Auf alle Fälle könntest Du einen Strick holen und ein paar ixrbe Knüppel, man weiß nicht, was vorfallen kann, wandte er sich an seinen Bruder. Wollt Ihr ihm zu Leibe? grinste dieser. In sein stumpfsinniqes Gesicht kam ein Ausdruck brutaler Grausamkeit. Je nachdem, meinte SeinriÄ leise. sei vorsichtig, daß Niemand etwas merkt. Das Hinterzimmer, in das Sckellberg seinen Gast geführt hatte, bot jetzt einen andern Anblick als vor einem Jahre. Der bäurische Hausrath war daraus verschwunden. Ein Kalbes Dutzend Wiener Stühle, ein Maha gonischrank, mit vielem Stolz der Secretar genannt, und ein schwerer Eichentisch mit einigen Papieren darauf schienen anzudeuten, daß die Ackerwirthschaft nicht mehr das Hauptgerjf'2ti . o r... .c A " jiui es jjausgtirn vlioe. Zwar kam dieser selbst mit der Schreiberei nicht gut zurecht, er gerieth leicht in unverbesserliche Meinungsverschiedenrvtftftf 4 r VA4- Cll tiiiVH illll IUIC4 (JtVCl, UÜCl Cl LjüUZ seine Tochter nicht umsonit in das theure belgische Institut geschickt, sie verrichtete jetzt die Dienste einesSckreibers für ihn. Auch im Aeußeren Schellberas war eine Veränderung vorgegangen. (5i hüllte seinen umfangreichen Leib nich vi- . n ji . r, -. . . f- r, mcvi wi uic aciiiaic eppe, ein Aiujurrock war an deren Stelle getreten, md unter der W?ste leuchtete das steise. weiße Faltenhemd hervor. Er nahm letzt auf einem -stuhle cu der breiten Seite des Tisches Platz, zog einige Papiere zu sich heran, als sei er gewohnt, bei jedem Gespräch ein Pro, okoll aufzunehmen, und hotte dann Reiners Vortrag mit 'gelassener Miene an. nur daß er zuweilen sein schwarz?: Mützchen auf dem Kopfe hin- und h:rschob. Als Nv'iner geendet, zog der aln Schellberg die Augenbrauen bis unte ren Rand seiner Mutze empor um passte einige mächtige Zuge gerade vo' sich hin, als habe er sich vorgesetzt, der. ungen Mann in eine Wolke zu hüllen. damit er seinen Blicken entschwinde. Als aber der Rauch verzog und Reinei noch immer abwartend dastand, begann er gemüthlich: Sieh.' Junge, das isi eine dumme Geschichte. Jetzt habe ick dem Tonius Patz schon erlaubt, un. das Madchen zu freien, wir waren eber dabei, das Nähere zu besprechen, abe: Im Grunde bist Du mir doch lieber Dein Vater ist ein tüchtiger, seßhafter Mann, er hat Eigenthum und ist ein Bauer, das paßt mir alles besser. Wieviel will er sich denn nun abzwingen? Mein Vater, sagte Nemer langsam hat mit der ganzen Angelegenhei nichts zu thun. Ich will Eure Tochtei heirathen. ihn kümmert das Nicht. ' Schellbera zog wieder ewige Er leuchtung aus seiner Pfeife, dann blin zelte er Reiner listig zu. Ihr hab'. Euch also getrennt? sagte er. Na, mikann s recht sein, denn mit dem Alter. war doch kein Auskommen mehr. Was hat er Dir denn aber als Abfindungs summe gegeben? Er hat mir nichts gegeben. Er hat mir auch gedroht, mich zu enterben, aber ich stehe deshalb doch, nicht mitjellos vor Euch. Ich verdiene so viel, daß ich eine Frau ernähren kann. Halt! rief der Alte, das aebt mich gar nichts an. Du hast nichts. Ich habe aber schon Deinem Vater gesagt. einer, der nichts hat. kriegt auch meine Tochter nicht. Ich bleibe daraus bestehen. Reiner . stand verstummt, er vermochte es nicht zu fassen, was der Alte ihm da sagte.' Er wollte ez nicht verstehen. Nein. Herr Schellbera. begann er endlich wieder, ich stehe' nicht vor Euch als Bettler. Ich sage Euch fa. ich kann heirathen, selbst wenn Ihr Eurer Tochter nichts mitgebt. Mein ttmd bekommt achttausend Thaler mit. rief der Alte erbost. Und deshalb bekommst Du sie nicht. Dem Pätz gebe ich sie nicht gern, aber er hat doch etwas. Du, ein Hungerleider, nein. Du verthust Dich. Bleibt nicht bei Eurer Weigerung, bat Reiner. Ihr wißt nicht, was ich gethan habe. Wl ich Traudchen heirathen wollte, habe ich mich mit meinem Vater überworfen. Versteht doch. was das heißen WM. Du hast wie einNarr gehandelt. schrie Schellberg empört. Deshalb brauche ich Dir's noch lane nicht nach zuthun. ES bleibt bei meinem Nein. So hedenki ppch auch Traudchen, hielt Reiner an. Sie wird ja keinen andern nehmen als mich. Sie! Ich zweifle, daß sie Dich über Haupt will. Retner starrt? den Alten fassungs los an. Du sollst es von ibr selbst hören. Schellberg rief seine Tochter aus dem Wirthszimmer herbei, und noch ehe sie Zeit gesunden, die Thür wieder zu schließen, begann "er, schon: Reiner Overmann behauptet, dan Du , keinen andern zum Manne nehmen würdest als ihn. Wie ist eS damit. Mädchen? Traudchen sah ihren Ex-Geliebten unsicher an. ohne etwas zu erwidern. Nun, sprich! mahnte der Alte unge duldia. Du wirst doch nicht? Ich nehme den Mann, den Ihr mir gebt, Vater, sagte daS Mädchen endlich , 9i rr t Mll naaymungsivuivig uigcocn heit in den väterlichen Willen. Und wenn ich Dir sage, daß der da nichts hat. daß er ein armer Schlucker ist. und dak ich ibm erklärt habe, ich hätte keine Lust, Dich ihm an den Hals zu werfen, was sagst Du dann? Ich thue, was Ihr wollt, erwiderte sie. vor sich auf den Boden sehend. Da trat Reiner an sie heran. Fürchte Dich nicht. Traudchen, sagte er weich. Verlaß mich nicht, jetzt auch Du Sage mir, daß Du .nur gut bist.
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yavö Nicyls mit xxx, log sie. Da faßte ihn Grimm. Du hast nichts mit Mir? rief er. Aber Du hast genug mit mir gehabt. -Du bist ein verworseneS Geschöpf, wenn Du mich nicht nimmst. Du darfst mich nicht zurückweisen, wenn Dir etwas an Deinem guten Namen gelegen ist. Da fuhr der alte Schellberg dazwischen. Er fuchtelte mit der Pfeife kampflustig in der Luft herum. Das ist eine Lüqe! schrie er Reiner zu. und seiner Tochter: Wenn er die Wahrheit spricht, werf ich Dich aus dem Hause, Hals über Kopf. Ich weiß nicht, was er will, ächzte Traudchen. zitternd, ob vor Angst oder vor Entrüstung, war schwer zu unterscheiden. Sie weiß genug, schrie Reiner auf. Sie weiß auch, daß sie schuldiger ist ais idj.' Halt Dein. Schandmaul. Du Bube, kreischte der Alte. Heinrich. Peter. rief er. kommt her. Denn die Söhne hatten sich in die Thür gedrängt, und hinter ihnen tauchte auch Tontus' Ve sickt auf. das ein boshaftes Schmunzeln zur Schau trug. Da steht ein Mensch, der Eure Schwester oeschimpsk, derihr vorwirst, dak sie sich mit ihm veraanaen habe. Wenn ?lhr Kerls seid, so zeiat ihm. daß wir Schellbergs uns nicht beschimpfen lassen. Im Nu hatten die beiden zungen Männer die Arme des verblüfften Reiner erfaßt. Hund! schrie ihm Heinrich in'S Gesicht, das sollst Du büßen, während auf der anderen Seite Peter ihm mit einer wahren Freude den' Arm verdrehte, daß die Gelenke knackten. Aber so leicht wurden ue einer nicht Herr. 5ft es so aememt? rief Reiner und versuchte sich ihren Griffen zu entminden. Er vrekte Peter vorwärts tretend oeaen den Tisck. daß er ächzte. Da fublte er. dak sich eine Schlinge um. sein Handgelenk legte. Er wandte den Kopf zurück und bemerkte Tomus, d: sick nun bemühte, auch die andere Hand durch die Schlinge zu zwängen. So. Du? saate Reiner einfach.- Er ward überwältiat. Daß der Mann. dem er unter Gefährdung des eigenen Lebens ausLebensgesayr aerettel yaue. daß dieser Mann feindselig gegen ihn vorging, das brach seine Widerstandskraft. Fest schnürten ihm die Gegner b! stände aus dem Rücken zusammen. Traudchen war stillschweigend hinausgegangen, Schellberg aber stand dabei und sah mit grimmigem Behagen zu, wie sie ihn fesselten. Du wirst uns nicht wieder veleioi- . An.. . i - i gen. IS soll 3Dii vincr cingtuauu werden, drohte der Alte. Sein Angesieht war von Zorn geröthet. Mi? sanaen wir denn mit ihm an? fragte Heinrich, als derUeberwundene völlig wehrlos gemacht war. Ich weiß es, lachte Peter. Wir binbn ihn über in ftafc und vrüaeln ihn mit Gummischläuchen, hiö er genug hat. . . : ' ' . Ja, Prügel soll er haben, eniscvieo Schellbera. DaS ist das beste Mittel gegen Verleumdung. Reiner wars ihm einen sieyenoen Blick zu, aber als der Alte ihn nur anschrie: Vrüael! da biß er die Zähne in die! Lippen, daß das Blut hervordrang. m?rsck. in's Laaer! rief Peter und schob Reiner vor sich her über den Flur in ',sn,n neben der Kücke aeleaenen Raum, der als Aufbewahrungsort für alte Fässer und Kisten diente. Hemrich und Tonms soigien, .ici um c . r r CD Xmynn f fr i emem ver scgrocr vimö" vwvumi., die Peter in's Wirthszimmer geholt batte. Schellberg allein.-betrat den halbfinstern Raum nicht. Macht es nicht zu arg. daß' er keinen Schaden nimmt, rief er den andern noch nach. dann schlok er die Thur, die Tomus von innen verriegelte. Peter überließ es nunmehr semem Bruder. Reiner festzuhalten. Er selbst machte sich mit der gelassenen Geschaftiakeit eines Henkerknechtes daran, ? ... . . . s - . vn . ... . t... alles für ?!e uriyensvousireaung vvi1 sc . .ffl. mntli ' tmi zuyereilen. vs iwa tm, nupia ßes Faß in die Mitte des Raumes und holte auK einem Winkel noch mehrere Stricke herbei. Das genugi. lyn zu knebeln, bis er keinen Finger mehr regen kann. , . . Reiners Entsetzen wuchs von sernde tu Secunde, während er mit den Auaen diesen furchtbaren Vorbereituna, , ' ' m IC il.ti;jy gen soigie. Il lvouirn in wumu züchtigen, wie man einen Hund züchtint. um ibm seine Unarten abzuaewöhnen, und er war wehrlos, er mußte diese Schmach ertragen. js war lym, als müßte unter den Streichen seiner rohen Peiniger alles, was Mannesstolz und Mannesehre m lym war, zerschmettert, vernichtet werden. Mackt mick los! stieb, er aeaen Seinrich hervor. Ihr seid drei gegen einen. Ihr konnt Euch vewassnen. iaz yaoc nichts als meine Fäuste. Ihr werdet mich doch nicht prügeln wollen wie einen Schuljungen. ?aS wollen wir dock, nickte dieser. ihm unverschämten die, Augen stierend. Der Gefesselte wendete sich nach onZus um. einrick dersucdte veraebcns, ihn daran zu hindern, und ob aleZck der binkende Z?eialma aucy veMüht war, sich hinter Reiners Rücken ,u balten. aelana es diesem mit' einiger Anstrengung doch, einen Blick auf ihn zu'aewinnen. das Dein Dank? batte er saaen wollen, aber er brachte eö nicht über die Lippen. Wie er den Erbärmlichen anfnh iühli pr Irin lle Wtlf slfntlt krön W ! iv. --'-'"D ' w .''-. 1 . , i , !r,ss,in. sr kebrie dem zueracvricken den Rücken. Bei den Anstren gungen. die er machen inußte, um diese Beweaunaen auszuführen, batte er bemerkt, daß die Stricke um seine Hände in der Eile nickt aanz fest geschnürt worden waren. Lanasam boa er die Arme aus einander, die Handgelenke knackten, aber er wußte nicht, ob sich die . . . . ltscynnge meyr geioaeri yaoe. Jetzt hatt Peter auch die Gummi smlaucbe aeiunden. die er zur iUcktl auna zu benuden gehackte. Pfeifend ließ er einen durch die Lust sausen, mit hartem Klatschen schlug da? Ende aus dem. Loden auk..' : i Neiners Haar sträubte sich.' Er sah Lnd'böräi nicht nur diesen Schlag, ex
fühlte ihn, so schmerzhaft wie eZ nur irgend der Fall gewesen nÄre, wenn er ihn wirklich getroffen hätte. Eine namenlose Wuth ergriff ihn. Mit furchtbarer Gewalt zerrie er an den Stricken, die seine Arme umwanden. Ein Ruck, ein Krachen und er hatte die rechte Hand frei. Rasend vor Wuth stürzte er sich auf Heinrich. Wie Eisenklammern griffen seine Hände in die Schultern des Erschreckten, und als dieser das zornentstellte Antlitz und die schrecklich rollenden Augen so nahe vor sich sah. da faßte ihn Todesangst. Einen Schrei stieß er aus, einen einzigen nur, aber gellend heulte er hinaus wie der Todesschrei eines RaubthiereS. Schon fuhr Reiners Faust nach der Kehle des Unseligen, da traf ihn selbst ein schwerer Schlag auf den Kopf. Er erkannte, indem er herumfuhr, noch Tonius, der den Prügel wieder zum Schlag erhob, dann umflorte ein blutiger Schleier sein Gesicht. . Seine Sinne schwanden. 13. Unaufhaltsam rollte das Rad der' Zeit. Tag und Nacht kamen und aingen in gleichmäßigem Wechsel. Für Reiner aber, den eine ungewohnte Schwäche an's Krankenlager fesselte, stand die Zeit still. Die Minuten dehnten sich ihm zu Ewigkeiten, und die Wochen waren ihm doch vergangen wie Augenblicke, als er endlich vermochte, den Druck abzuschütteln, der auf seinem Geiste lag. Seltsam traumverloren erschien dem Genesenden sein voriger Zustand. In einem fremden Zimmer war er erwacht. Gedämpftes Licht fiel durch die herabgelassenen Vorhänge in den sauber ausgestatteten' Raum. Ein fremder Mann stand vor seinem Bette. und doch als Reiner in das freundlich lächelnde Gesicht sah. erschien es ihm bekannt. Der Mann mußte ihm mancherlei Handreichung gethan haben, er erinnerte sich, daß er bittern Tranl von ihm erhalten. Richtig, da stand auf dem Nachttische die Medicinflasche. und der silberne Löffel im Glase daneben. Um nachzudenken, fuhr der Geschwächte mit der Hand nach der Stirn, eine feuchte Compresse bedeckte sie.' Ich bin krank? fragte er. Der Mann nickte mit dem Kopfe. Eine Gehirnerschütterung hat der Angesagt, aber es geht ja schon besser. Wo bin ich denn aber eigentlich? wollte Reiner weiter fragen, aber er schämte sich. Er wollte nachdenken, um es selbst herauszusinden. Er legte sich zurück und sann. In einem dunkeln Schacht war er gewesen und hatte Jemand retten wollen, der drunten unter den Trummern wlmmerte. das war Tonius Pätz. der Ea nalschacht war eingestürzt. Abei Tonius war nicht verschüttet, er hatte ihn ja niedergeschlagen, er sah ihn ja noch vor sich. denKnllppel in der Faust, das mv.te wabr " sgor sezung folgt.) m tm Schwierige Paf)l. Von Eduard Jurge.'sen. Wie immer, wenn wir im Verein bemaliaer Sextaner" zusammensaßen, wurden auch heute wieder Thiergeschickten- vorgenommen. . Wir hatten diesen M0!u3 für den praktischsten ber , rn v t.' mfit! !., unoen ooh uc. viv.. vwt,'u fanden wir doch Alle nichts, Wissenchast und Kunst kannte man tn unerm kleinen Neste nur vom Hörensagen. und die sociale Lage der Busch neger in Australien interessirte uns nickt genügend, da wir sie doch nicht bessern konnten. So waren wir 'denn aus die Thtere gekommen, aus ven Hund, auf die Rhinocerosse im Allaemeinen und im Besonderen, aus vle Eingeweidewürmer in ihrem Verhältniß zur Aesthetik, und was der guten Themata sonst noch sind. .Re erent' war mv mx tonouct) stets unser alter lieber Förster B., und da seine Geschichten durchweg etwas stark an Unwahrscheinlichkeit'' litten. so hatten wir mit ihm inen Contract geschlossen, wonach wir ihm von zwei Geschichten immer mir eine zu glauben brauchten! was dann ln der Negel. mit den Worten geschah: .Na gut, Försterchen, diese Geschichte soll nun also wahr sein, aber hinsichtlich der nächsten behalten wir uns freie Hand!" Der alte B. war mit diesem Pakt auch stets, sehr zufrieden gewesen und konnte dies ja auch immerhin sein, weil ihm auf solche Art und Weise ja sozusagen fünfzig Procent Glaubwürdigkeit garantirt wurden, waö sicher nicht bei allen Förstern der Fall ist. Heute Abend war'S aber rein zu toll Mit ihm. Er hatte sich nämlich in sein LieblinaLthema, die Fuchsjagd, vertieft uno uns soeben des Längeren von einer alten Fetze (weiblicher Fuchs) erzahlt, welche ihre Jungen gegen sieben Teckel und fünf Terriers, von denen sie neun todtgebissen, vertheidigt hatte usw., usw. Er war M diese? Erzählung vsn jener merkwürdigen Fetze derartig in die Erregung gekommen, daß wir ihn selbst! durch Absingen dS ' lieblichen Waldmann'schen Liedes z SDenn so wie Du, so lieblich und so : : " schön. Denk' Dir mein Liebchen, war keine der Fee'n! ' nicht am Weitererzahlen hindern konnten, und so schloß er denn seinen Vortrag mit folgenden Worten: Ja, seht Ihr, meine lieben Freunde, die Zähigkeit dieser Füchsin war wirklich . eine so ungeheuerliche, wie ich sie sonst noch nie constatirt habe. Nachdem ich sie nämlich schließlich doch noch erwischt hatte, tödtete ich sie selbstverständlich und steckte sie in meine Jagdtasche, in welcher sie durch die Nachlässigkeit eines meiner Jägerburschen drei . Tage verblieb, hiS sie herkitS hgZH in Yeilve,sung übergegangen war. Und trotzdem ist sie uns nachher noch desvonaelaufen ! ! Die Wirkung, welche dieser Schluß, satz aus unsern Verein ehemaliger Seztaner hervorbrachte, läßt sich schwer oder vielmebr'aar nickt 'schildern. ' '
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of Cardui zu lenken. Sie wird es nie vergessen. Wenn sie an einer'jener häufigen Krankheiten leidet, die gewöhnlich als Frauen'- Krankheiten" bezeichnet werden, dann wird Wine of Cardui vollständige Abhilfe bringen.'' Er kurirt alljährlich Tausende von Fällen von weißem Fluß, Gebärmuttervorfall.Gebärmutterblutung und schmerzhafte'und unregelmäßige Menstruation. , Er hilft den Mädchen, sich als Frauen zu entwickeln. Er rüstet die jungen Gattinnen für die herannahende Mutterschaft aus und hilft ihnen starke gesunde Kinder gebären. Für Lebenswechsel- gibt es keine bessere Medizin. ' Mit solcher Medizin, wie Wine of Cardui, innerhalb ihres Bereiches, wie kann eZ da eine Frau unterlassen, '
Abhülfe zu suchen? Sie muß es wissen, daß sie nicht krank zu sein braucht. Wine of Cardui wird dasselbe an ihr vollbringen, was er an Tausenden vollbringt, die ihn täglich gebrauchen.
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Er kostet Pfui-Rufe ertönten von allen Seiten, oberfauler Windbeutel!" gemeingefährlicher Aufschneider !" erklang es ringsumher und Einige schienen sogar nicht übel Lust zu verspüren, sich persönlich an dem Braven vergreifen zu wollen. Dieser aber saß mit unerschllttcrlichem Gleichmuth da und rauchte aus seiner Jagdpfeife weiter, wußte er doch, daß sich unsere Aufregung bald wieder legen würde, und so verließ er sich auf seinen Contract- mit den fünfzig Procent Glaubwürdigkeit! Diesmal kam die Sache aber doch etwas anders, als bisher. Nachdem nämlich die erste sittliche Entrüstung vorüber war, erhob sich unser erster Vorsitzender, von dem es thatsächlich feststeht, daß er seiner Zeit wirklich in Serta gesessen und auch aus dieser Klasse confirmirt worden ist, und hielt folgende zündende Ansprache: Zeitgenossen! Ich meine, die Zumuthungen des Forsters an unsere Naivetät gehen denn dock allmälia etwas zu weit! Ich bin dafür, daß : c. : c r- r . r jr. jl i . . c wn im int-c vctyiu;ic von oer lösten, verwesten und wieder aufgelebten Fetze denn doch nickt zu alauben in der Lage sind! Aus diesem Grunde schlage ich vor, daß er uns jetzt erst sofort seine zweite Geschichte erzählt, wonach er es denn unserm häufig bewiesenen Mangel an eigener Einsicht i.'berlassen muß. uns zu entscheiden, welcke von beiden Geschichten zu glauben wir uns verpflichte: suhlen!" Nun, dieser Vorschlag unseres allverehrten Vorsitzenden fand naturgemäß, wie alles, was im Verein ehemaliger Sextaner von irgend einer Seite vorgeschlagen wird, colossalen Beifall, und auch der alte Förster schien einverstanden, denn er nickte schelmisch einige Male und begann dann sofort seine zweite Geschichte. Diesmal handelte es sich aber nicht etwa blos um die Klugheit. List. Verschlagenheit oder Zähigkeit gewisser Thiere, sondern um die Energie, die bewußte Energie, mit welcher sie ihren Willen durchzudrücken verstehen," wie sich der Alte gebildeter Weise ausließ. Als Beispiel führte er seinen alten zahmen Raben, Namens Jacob, an, welcher nach dieser Richtung hin Wunderdinge verrichtet haben mußte, besonders wenn es sich um die Erreichung des allgemeinen ' und letzten menschlichen und thierischenEndzwecks, die. eigene Ernährung, handelte. ,Sq wqr Jacob es $um Beispiel gewohnt, jeden Morgen sein Stückchen Zucker von mir zu bekommen, meine lieben Freunde, endete unser Förster diese seine zweite Erzählung, woran er dann, stets durch die Worte: Jacob Zutto haben! sehr klar und vernehmlh erinnerte. Nun hatte ich aber etues Morgens keine Zeit, um mich um shn zu bekümmern, und so unterblieb denn zunächst tziese süße Labung, obgleich der kluge und wie Ihr bald merken werdet , auch überaus gedildeteBogel mindestens schon ein Dutzend 2ju oanacy gerufen hatte. 'Immer lauter wurden seine Rufe, immer energischer, immer drohender : Zucke? lxlben! Zu u ucker haben ! ! Jacob Zu u u u ucker haben!!!Ich ber dachte, wirst doch mal sehen. was die Canaille schließlich anstellt und ließ ihn immer noch warten. Da plötzlich was ich Euch erzähle, ist mehr als wahr, meine lieben Freunde tönten hell und deutlich aus dem Schnabel dieses intelligenten, gebilde, ten und energischen Vogels die Worte, welche die Wirkung seines Rufes jedenfalls zu.vervierhundertfachen bestimmt waren:' ''.Jacob Sacccharin haben ! ! !" -Der Verein ehemaliger Sextaner entschloß sich in corpore n jenem Abend denn doch lieber die erste Ge schichte zu glauben, obgleich fcie Wal recht scdwteric, war. . . -T c Ciufe Cltto C:? C Ct;:;
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21 1! in 3, Pope Co.. Ark., - . 3. Oktober 1897. Ich litt sehr schlimm an unregelmäßiger und schmerzhafter Menstruation, als ich einen Ladies' Birthday Almanac las und zum ersten Mal von Wine of Cardui
hörte. Ich entschloß mich sofort, lyn zu Probiren. Ich habe zwei Flaschen Wine of Cardui und ein wenig Black Draught gebraucht. . Meine Menstruation ist jetzt regelmäßig und ich habe während ihrer Dauer keine Schmerzen wie früher. Ich glaube, daß Nichts Wine of Cardui gleichkommt. Ich habe ihn persönlich jedem kranken Mädchen und jeder kranken Frau in unserer Gegend empfohlen. LizzieE. Diggö.
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Send 3C for Illnstrated Ptmphlet Addret A. A. SMATZ. . . a DBTROIT. MIOH. Don auiuaiia Die wabrend beriroet ten französischen Occupation (zwischen 1809 und 1814) nächst dem Molo San Carlo infolge einer Pulverexplosion versunkene . französische Fregatte Däne wird gegenwärtig durch ern Consortium mittelsDamvskrahnen gegelwben. Man ist auf das Ergebniß der Arbeiten sehr gespannt, weil eö heißt, daß sich an Bord eme Kriegskasse mit mehreren Millionen Francs befunden habe. Vor etwa z-wer Monaten hatte sich die Ehefrau des Fabrikarbeiters Gugler mit ihren zwei Kindern aus Ludwigshafen heimlich entfernt und ''am Rheinufer Kleidungsstücke der Kinder und auch Briefe binterlassen, aus denen hervorging, daß sie mit ihren zwei Kindern den Tod im Rhsrn gesucht habe. Der Vorfall ries damals dieTheilnahme weitester Kreise wach. Wie sich nun herausstellt, hat die Frau lügenhaftes Spiel getrieben, um vor den -Nachstellungen ihres Mannes während eines Besuches bei Verwandten sicher zu sein. Zu einem Psandleiyer in derAltstadt zuFrankfurt, a. M. kam ein junger Mensch, um unter verdächtigen Umständen goldene Uhren zu verkaufen; es wurde ein Schutzmann herbeigeholt, der den Verdächtigen verhaften wollte. Dieser feuerte jedoch auf .den Beamten drei Revolverschüsse ab und ergriff die Flucht nach dem Maine zu. Man fand bei ihm eine große Zahl goldener und silberner Uhren und Brislantrmae und ermittelte, daß er der längst gesuchte Josef Ende aus Rieden ist. der vor vier Wochen aus dem Heilbronner Gefängnisse entsprungen war. Die Verletzungen des Schutzmannes sind ganz unbedeutend, da die kleinen l i 1 r - Kugeln an ven ttieioern uno am senträger Widerstand gesunden hatten. Dieverhängnißvollen Schlagwetterexplosionen auf den Zechen Kaiserstuhl- und 'Karolinenglück" haben das Oberbergamt in Dortmund zu einer neuen BerapolizeiVerordnung veranlaßt, nach der auf sämmtlichen Schlagwettergruben des Oberbergamtsbezirkes biö spätestens 1. Januar 1899 Spritzwasserleitungen, welche die regelmäßige Anfeuchtung des Kohlenstaubs ermöglichen, im Betriebe sein müssen. Von dieser Verordnung werden von den 163 Stein kohlengruben des vberbergamtö min, bestens 140 mit 90 Procent der Gesammtförderung betroffen. Die Zeche Hibernia- in Gelsenlirchen besitzt bereits eine solche Spritzwasserleitung von etwa 30.000 Meter Länge. . JnWehlheidenistman einem frechen Lotterieschwindler aus die- Spur- gekommen. Ein früherer Cigarrenarbeiter Namens Windowski, ein schon olt bestraftes Subiect, batte OOquUU sitz! im Olut. Newei Olut bltkutet reine 0aut, Ohne diese keine Schönheit. Cakcaretö, Candy Cathartie retntgen ca Olut. kräftigen die Leber und entfern ven alles Unreine auß dem Körper ttavaen Cit beute au. ?uLtln. Ct schwüre, Nitesser und so mit? V ve.tr-bes. OLniett f üt 10:. an e?en Upothekes.. Lusri:::?:2z
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Eisenbahn -Tabelle
nkunft und Lbgang der verschiedenen Eisen bahnzüge un Union Depot, Jndianapolik. vandalia. Mgcmg PoNzug 7 00 ib Erpreß 11 20 Nm Erpreß 12 40hn AcMnodatwn 7 20 ?m Expreß 4 00S?m Ervreb 8 10 Vm Ankunft Erpreß 5 40 Vm Expreß 4 4.-. sJlm Accomodattsn 10 CO ?m Expreß 2 ?5 Jlm Schnellzug 7 15 3m Äccomadatton 1 20 Rm Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Loui. JndianttoliS und Cleveland Divtsten. Abgang Expreß 4 15 ?n. Expreß 6 35 ?m Expreß 1 35 Vm Limited Erpreß 11 15 Vm Erpreß 25 Ankunft Erpreß 4 10 Nn' Expreß.. .11 30 Lm LimUed Expreß 8 45 315 Expreß 310 Nm Expreß 10 50 Nm St. Louis Division. Abgang Expreß 7 30 Vm ;rnco expreß 11 45 Srn Expreß 11 LONm Erpreß. tZalicd 3si0 9im Ankunft Expreß täglich 4 05 Pm xprev 10 30 2?m Limited Expreß K SO Nm Erpreß 61 Vm Chicago und CincinnaU Division estlich. Abgang Schnellzug Accomodation Srn ccomodation tiali . 7 im Accomodation 10 50 5m Postzug 2 45 91m - Accomsd. nur Sonntags). Accomodatian fi so Xim Ankunft-Rushville Accomodation. voiizug 11 40 Jnd'plS Acc. (nur Sonnt.). Accomodation., . ....11 15 Tnt Accomodation 40 Ab Schnellzug. 11 05 ?!m Chicago und Cincinnati Diviston westlich Abgang Accomodation 7 10 8m i lScbnell.Post 11 45 T'm Lafayette Accomadation. ... 515 Nm Schnellzua.. 12 30 Vm Ankunft Schnellzug 3 30 Vm Lasayette Accomodanon ... 10 80 Schnellpost 2 35 Nm Accomodation 5 45 Nm Peoria Division westlich. Abgang Erpreß 7 25 vm Expreß 11 45 Nm Danville Accomodation 4 35 3lm Expreß. . 11 15 Pm Ankunft Erpreß 3 8) V n Danvlll Accomodation 10 30 Vm Expreß 2 42 Nrn Expreß.... 616Nm Peoria Division östlich. Abgang Erpreß S20 Accomodatisn Expreß 3 25 m Ankunft Expreß 11 J Accomodation Erpreß 9l Lake Srie und Wesiern. Abganz Expreß 7 00 Vm Expreß ; 1 20 m Expreß 7 (X) 5!m Slhnell'Erpreß Ankunft Sa) neU'Expreß Expreß 10 20 '3m Expreß 2 40 m Expreß.? 6 (X Um Pittkburg, Cincinnati, Chicago und St. Louik. Indianapolis Division. Abgang Expreß K 00 Nm LolumbuS Accomodation.. . L 3:) Vm Expreß 6 5'j $rn Richmond Accomodation. . . 130Nm Expreß 7 20 Ab Ankunft Richmond Accomodation 9 00 rn Schnellzug 8 00Pm Expreß 12 30 Nrn Accomodatwn 3 15 Nm Expreß 50 Nm Expreß 10 15 Nm Chicago Divisisn via Kokcmo. Abgang Expreß.. 11 35 Vm xvrek 12 3 Nm Ankunft Expreß 3 3OVm Expreß 3 20 ' Louisville Division. Abgang Expreß 3 40 2?m 8 10 Vm 3 25 Nm 4 0)Nm 10 15 Dm 11 30 Vm K 50 Nm 12 25 N Dayton . 8 05VM omsvllle Accomodanon.. . Schnellzug Accomodation Ankunft Accomodation Schnellzug Accomodation Spezial täglich Cincinnati, Harnilto und Abgang Mail.....'. Abgang Erpreß Cincinnati AcccmodUion . . Expreß Expreß Erpreß 3 45m 10 45 Vm 7 00 Ad 4 45 Nm 2 45 Nm 11 45 Vm 12 45 Vm 7 50Nm 10 35 Lu, 5 50Vm 6K0Vm Ankunft Accomodation. ErpreK Expreß Exyreß Erpreß . Ankunft MaU Indianapolis und Vinceuntk. Abgang Expreß L 15 Vm LincenneS Accomodatio, .. 4 00NM Ankunft VincenneS Accomodat.onlO 40 Vm Expreß..- 4 5SS!m Cincinnati, Wabafh und Michigan Abgang Expreß 6 35 Vni Expreß 11 15 Vm Expreß 4bONm S!nkunft Expreß 9 25 Nm Expreß 3 10 Nm TL C am mm cn vrp rc o Stm Indianapolis, Decatur und Wesiern. Abgang Expreß 8 15 Accomodatlvn ". S 45 Nm Schnell.Expreß lllONn Onkusft Schnell.Expreß 3 35Vm Aecomodation 10 40 Vm Expreß... 4 40Lm Chicago, Indianapolis und Louitdille. ' ' . Nonon Nonte. Abgang Expreß.... ,.12 55?m ,. 3 35 Nm . 7 00Vm .11 bOVm ,. 3 30Lm . 7 55Nm . 2 40Nm . 4 37Nm -Wer.., Mail. Expreß (via 3 2) & 23). Lnkunft Expreß Nail Expreß (viaJDckLZ). OononJlZa Tho Tirontieth Century, Ine auZgezeichnete Oochenfchrift, welche 'orrfchrittlu) gesäten Lesern sehr zu empseh ,'ea ist. In d.? Tendenz zwar sozialistisch, oerd doch dne fortschrittlich Theorien earin rsteiisch tesprocen. ::7.:2di--:t dn M Humboldt PübUeMng Co 19 Ct V-ix, L
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