Indiana Tribüne, Volume 21, Number 325, Indianapolis, Marion County, 13 August 1898 — Page 1

o t rlC o I 00 ft v kS M vvy y W V kyj o y Ay Office : No. 18 Qüb Alabama (Ztraße. Telephon 1171. Indianapolis. Zndiano, Samstag, den o. August (898 Jahrgang 21 Noj 325

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Sditorielles.

Großen Enthusiasmus wird der Abschluß der Friedenspräliminarien ebensowenig hervorrufen, wie ihn der Krieg hervorgerufen hat. Natürlich ird sich Jedermann freuen, daß die Menschenschlächterei zu Ende und der Krieg siegreich für unser Land derlau sen ist Viele werden vielleicht j'fet aus einen raschen Aufschwung der Geschäfte rechnen und mögen sich damit ebensosehr täuschen, wie in der Ervartung guter Geschäfte durch den Krieg. Hoffen wir nun wenigstens, daß eS bald gelingt, unsere Soldaten recht rasch von Santiago fort und in ein gesundes Lager zu bringen. Der Krieg ist zu Ende, aber die Kriegssteuern werden wir wohl noch viele Jahre lang bezahlen. Eine in dem Consularbericht vom 4. August enthaltene Zusammenstellung der amtlichen Zahlen über den Außenhandel der leitenden Kulturstaaten rückt den gewaltigen Ausschwung den der Außenhandel der Ver. Staaten im letzten Menschenalter genommen hat, in helle? Licht. Danach gilt für das Jahr 187 folgender AuSweis : 1. England $1,235,200.000 2. Frankreich 726,066,000 3. Deutschland 559,700,000 4. Ver. Staaten 430,583,000 5. Rußland 270,586,000 Oesterreich - Ungarn 850.900.000 7. Belgien 193,000,000 3m Jahre 1896 haben Frankreich und die Ver. Staaten die Platze gewechselt. Die amerikanische Union steht mit $1.050.692.000 an zweiter, Frankreich mit nur $656,393,000 an vierter Stelle. Der Außenhandel der Ver. Staaten nahm um $620,109,000 zu, derjenige Frankreichs ging um $69.673.000 zurück. Deutschland behauptete seinen Platz an dritter Stelle durch eine Zunahme um $334,456.000 und war mit $994,156,000 den Ver. Staaten hart auf den Fersen und Frankreich, seinem alten Rivalen, weit überlegen. Rußland, Oesterreich und Belgien behalten ihre alte Reihenfolge bei, haben aber sämmtlich große Zunahmen zu verzeichnen. Rußlands Außenhandel stieg für daS Jahr 1896 auf $513.908.000; Oesterreich - NvgarnS auf $369,016.000 und Belgiens auf $283,824,000, eine Zunahme von rund L0 Proz. für Rußland und nahezu 100 Proz. für Belgien, während der schwarzgelbe Staat mit 40 Proz Zunahme verhältnißmäßig zurückblieb. Noch geringer war im Verhältniß die Zunahme deS englischen WelthandelS. Sie blieb mit nur 207 Millionen auch absolut hinter der Rußlands, Deutschlands und den Ver. Staaten zurück und stellt sich, prozentual auSgedrückt, auf etwa 16 Prozent. 3m Jahre 1372 stand der englische AuSlandhandel auf anscheinend unerreichbarer Höhe, betrug er doch mit rund 1235 Millionen nahezu 50 Prozent deS AuSlandhandelS der anderen sechs Mächte zusammengenommen (rund 2431 Millionen); im Jahre 1896 aber gaben sich Deutschland und die Ver. Staaten schon als offenbare Rivalen Englands zu erkennen, und der englische Handel kommt mit rund 1422 Millionen nur noch etwa 37 Prozent deS Handels der anderen sechs Staaten (rund 3868 Millionen) gleich. Die Ver. Staaten find dem ehemals alleSbeherrschenden England in 1896 schon bis auf rund 370 Millionen nahegerückt, und das Jahr 1900 mag und wird wahrscheinlich die Ver. Staaten im AuSlandhandel an der Stelle sehen, die England so lange innehatte. Mit Hinblick auf die Colonialfeierei, welche jetzt in den Ver. Staaten spukt, ist die obige Zusammenstellung von großem Interesse. Sie läßt ersehen, dvß diejenigen Staaten, welche die größten Kolonien besitzen, ihren Handel am wenigsten ausdehnten. Die Ver. Staaten, welche gar keine Kolonien hatten, machten den größten Fortschritt; Deutschland, dessen Handels verkehr mit seinen Kolonien verschvin dend gegenüber seinem Gesammthandel ist, kommt am nächsten. England dagegen, daS größte Colonial - Reich, bleibt zurück und Frankreich, nach ihm die größte Colonial - Macht, erleidet sogar einen absoluten Verlust. ' Daß widerlegt schlagend die Nützlitjkeit der Annezlon zu HandelSzvecken.

ArchwlHnlhkli.

Frieden! Das Zriedensprotokoll unter zeichnet. Washington,. Aug. Staatssekretär Day e, stattete gestern Nachmittag um halb fünf Uhr folgenden offiziellen Bericht über die Bestimmungen deö Protokolls. 1. Daß Spanien alle seine Rechte auf Cuba aufgiebt. 2. Daß eS Porto Rico und andere spanische Inseln in Westindien und eine von Amerika auszuwählende Insel der Ladronen an die Ver. Staaten abtritt. 3. Daß Amerika Siadt und Hasen von Manila besetzt, biö durch Abschluß deS FriedenSvertrageS darüber diSponirt wird. 4. Daß Cuba, Porto Rico und andere westindische Inseln sosort geräumt werden und daß innerhalb zehn Tage Commissäre ernannt werden, welche inrcrhalb dreißig Tage in Havana und San Zuan die Einzelnheiten der Räumung feststellen. 5. Die Ver. Staaten und Spanien ernennen je fünf Commissäre zum Abschluß deS FriedenSvertragS Die Commissäre treten nicht später als am 1. Oktober in Paris zusammen. 6. Unmittelbar nach Unterzeichnung deS Protokolls werden die Feindseligleiten eingestellt, wovon jede Regierung sosort ihre Befehlshaber not'fiZirt. Der Dzt deS Protokolls wird vorläufig nicht bekannt gegeben. Im Allgemeinen besteht er aus den in der ersten Note festgestellten Bedingungen mit der Aenderung, daß statt der zuerst verlangten sofortigen Räumung die Details derselben einerCommission übertragen find. - Einstellung der Feinds e l i g k e i t e n. Washington, 13. August. Sine Abschrift der Proklamation deS Präsidenten wurde sämmtlichen Besehlöhabern der Armee und der Flotte noch gestern Abend zugestellt. Generaladjutant Corbin trlegraphirte an Gen. Merritt, nach Manila, an MileS nach Porto Rico und an Shafter nach Santiago. Indeß war eS ihm um Mitternacht noch nicht möglich, sich mit MileS in Verbindung zu setzen. DaS gelang erst heute. Shafter erwiderte, daß er die Spanier in Holguin, CienfuegoS, Manzanillo und Havana, sowie die Cubaner in Kenntniß setzen werde. Marinesekretär Allen telegraphirte an Sampson und an Remey nach Key West und ordnete die Zurückziehung aller Blockadeschiffe an. Die Schiffe New Fork, Brooklyn, Zndiana. Oregon, Iowa und Massachusetts wurden nach TompkinSville beordert. Watson wird mit der Newark in Guantanamo verbleiben. Die Kreuzer find in sicheren Häfen unterzubringen. Die Censur über Kabeldepeschen wird aufgehoben werden, sobald der Ober-Signalbeamte Greeley offizielle Mittheilung hat, ausgenommen werden wahrscheinlich Depeschennach Cuba und Porto Rico. Ueber die Auflösung der Freiwilli-gen-Armee ist noch nicht berathen worden. Indeß wird och eine starke Streitmacht für längere Zeit in Cuba, Porto Rico und Manila nöthig sein. Die Befehle, welche an Admiral Dewey abgingen, werden vorläufig ge heim gehalten. Proklamation .deö Präsideuten. Washington, 13. Aug. Der Präsident erließ gestern Abend folgende Proklamation : I Erwägung dessen daß heute von W. R. Day, Staatssekretär und Ver treter der Vereinigten Staaten, und Monsieur JuleS Cambon, dem franzöfischen Botschafter und Bevollmächtigten Spaniens, ein Protokoll unterzeichnet wurde, worin beide Länder sich auf die Bedingungen einigen, unter welchen Verhandlungen zur Herstellung des Friedens zwischen ihnen eingeleitet werden sollen; und 3n Erwägung dessen daß in diesem Protokoll nach Unterzeichnung deS selben die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten vorgesehen ist und die

Befehlshaber der Truppen- und glot

tenmacht so bald wie möglich davon zu unterrichten find, Deshalb ordne ich, Wm. McKinley, Präsident der Vereinigten Staaten, im Namen derselben und im Einklang mit den Bedingungen deö Protokolls die Einstellung aller Feindseligkeiten an und befehle hiermit, daß die Befehlöhaber der Armee und der Flotten der Vereinigten Staaten angewiesen werden, sich aller Handlungen, die dieser Proklamation zuwiderlaufen, zu enthalt. Gegeben zu Washington, den 12. August im Jahre achtzehnhundert und achtundneunzig und im einhundert und dreiundzvanzigften Jahre der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten. ( Gezeichnet) Wm. McKinley. Wm. R. Day, Staatssekretär. Eine Abschrift der Proklamation ist den Heer- und Flottensührern der Ver. Staaten telegraphisch übermittelt worden. Den spanischen Befehlshabern werden von Seiten ihrer Regierung gleiche Instruktionen zugehen. - Gelbfieber. Jackson, Miss., 13 Aug. Ossiziel wurde berichtet, daß in Franklin, La. eine Person am gelben Fieber starb. Dr. John Hunte?, Sekretär des Staats - GesundheitSratheS hat Quarantäne gegen Franklin und Parish St. Mary eingeführt. Aller Per-sonen-und grachtverkehr von diesem Parish auS ist untersagt. Mexico, 12. Aug. 3n Merida herrscht Gelbfieber in seiner schlimmsten Form und breitet sich nach dem Innern der Staaten Aucatan und Campeche auS. Die Hitze ist erstickend. Der Gesundheitszustand der Stadt Mex'co hat sich seit dem Eintreten der Regen nicht gebessert und man beabsichtigt, alle Leichen zu verbrennen. Schlechte Aussichten. Denver, 12. Aug. Ein soeben auS dem Klondike zurückgekehrter Goldsucher sagte einem Reporter deö Republican", in Dawson City seien 20,000 Menschen und von diesen würden Tausende gerne heimkehren, wenn sie daS Reisegeld hätten. 3a diesem Winter würde große Noth in dem Lande entstehen. Die alten Minen seien der Erschöpfung nahe und die neuen, die man entdecke, seien nicht viel werth. Die Prise ist weg. Key West. 13. Aug. Der zweimastige spanische Schooner Äalve Maria", der am Samstag von der Hörnet" vor FranciS Key nahe der 3sl of Pineö" als Prise aufgesangen worden war und von der PrisenMannschaft. Maat MeManuS und Seeleuten McKeovn und Foley, hier eingebracht werden sollte, ist in der letzten Nacht nahe den Western Dry DockS", neun Meilen südwestlich von hier, auf die Klippen aufgelaufen und vollständig zertrümmert worden. Die Bemannung, bestehend auS der Prifen-Mannfchaft, dem spanischen Capitän und Schisssbesitzer Pallebanto und 4 Seeleuten, sowie 7 svanischen Gefangenen, wurden heute vom Schlepper Aceomae" vom Wrack geholt und hier untergebracht. Wetterbericht. Schönes Wetter heute Nacht. Zunehmende Bewölkung und Regenschauer Sonntag. Höchste Temperatur innerhalb der letzten 24 Stunden 0 Grad, niedrigöe 61 Grad. SchlsselSVadcattstalt. Wassertemperatur 81 Grad. AuS Spanien. Madrid, 12. August. DaSFriedenk. Protokoll wird hier in den osfiziellen Blättern gleichzeitig mit der Veröffentlichung in den WashingtonerZeitungen bekannt gemacht werden. Die Zeitungen besprechen die Lage sehr ruhig und in Regierungskreisen fühlt man sich namentlich dadurch erleichtert, daß Präs. McKinley nicht die Einberufung der CorteS verlangt hat, um die FriedenS-Präliminarien gutheißen zu lassen. Unter den Umständen werden die CorteS nicht vor dem Herbst einberufen werden und man erwartet, daß biS dahin die Wühlereien der Revolutionisten sich gelegt und daS Land zur Annähme der Friedensbedingungen, resp, zur Annahme von bestehenden Thatfachen mehr geneigt sein wird.

S o l d a t e n s ch i n d e ? e i.

Berlin, 13. August. 3nderArmee scheint eine Selbftmord-Epidemie äuSgebrochen zu sein. Die Frankfurter Zeitung berichtet heute über vier Soldaten-Selbstmorde in Sachsen, die öudvigSburger Zeitung berichtet von einem fünften. Brutalität seitens der Offiziere soll die Soldaten zu dem Aeußersten getrieben haben. Der Vesuv. ; Messina, Sizilien, 13. August. Gestern Nachmittag wurde hier und im südlichen Theile Italiens ein Erdbeben gespürt. Neapel, 13. August. Der Vesüv" speit aus einem neuen Krater Feuer. Englands neue Niederlage. Lon d o n, 13. Aug. 3m UnterHauS gab heute A. 3. Balfour, der erste Lord deS Schatzamtes, zu, daß der Bericht der Timeö" auS Peking korrekt sei, wonach der Tsung Li Namen alle Forderungen deS russischen GeschäftSträgerS Pawloss betreffs deS Kontraktes über die Verlängerung der Newchwang - Bahn angenommen hat, obwohl dieselbe in direktem Gegensatz mit den bereits angenommenen Bestimmungen find, so daß die AuSführund deS Kontraktes thatsächlich dadurch verhindert ist. Er gab noch zu, daß der ganze Borgang ein beabsichtigter Schlag gegen die britischen 3nteressen sei. Er schloß mit 'der Bemerkung, die Sache habe die ernsteste Aufmerksamkeit der Regierung erregt. Diese Bemerkung wurde mit Beifall aufgenommen.' ' Die Bank von Hongkong und ßhanghai, welche daS Geld für die Fortsetzung der Newchwang Bank liefern sollte, wird eine Schadenersatzklage gegen China anhängig machen. 5?an glaubt hier, daß Li Hang Chang sich mit Leib und Seele den Russen verkauft hat. Eine Depesche von Gibraltar sagt, daß die Abfahrt deS MittelmeergeschwaderS, die heute stattfinden sollte, biS auf Weiteres verschoben wurde. ES ist nicht bekannt, ob diese Gegenordre mit de Ereignissen in Ostasien in Beziehung steht. . v CQfiö'laC)xCUn. Angekommen in : New Sork: Campania" von Liverpool; Thingvalla" von CopenHagen; Pretoria" von Hamburg; Seruganca" von Santiago. QueenStovn: Lucania" von New Sork nach Liverpool. Liverpool: Cevic" von New Sork. Allerlei. c n D a l l a s. Texas, ging iin riesiger Wasserbehälter, der auf einem 83 Fuß hoher. Tkurm stand. 1000 Barrels Wasser enthielt und mehrere Äeschäftsgebäude überragte, für die er zu Löschzwecken gebaut worden war. in Trümmer. Diese sammt den Wasserniassen schlugen die Dächer zweier Gebäude ein und verwandelten letztere in Ruinen. Der Schaden ist Z50.000. Ein an dem Wasserbehälter beschäftig ter Arbeiter Namens Wm. Pierce trug todUiefc Verletzungen davon. Der.Ritter-ConleyCom-pany" in Pittsburg. Pa., wurde von der Allegheny Heating Company- der Contrakt für den Bau des größten Na-turgas-Tehälters imLande zum Preise von $225,(XX) Übertrag:. Der Behälter wird 5.000.000 Cubikfuh Gas fassen und den Bewohnern Allegheny's einen stetigen Strom Hetzmaterial während des Winters liefern. Der Be. hälter wird 221 Fuß hoch sein und einen Durchmesser von 193 Fuß haben. Zu seiner Herstellung werden 3000 Tonnen Stahl erforderlich sein. I o h n lz, a m'p d e l l, e t n wohlhabender Farmer vonHenderson County, Illinois, kam vor einiger Zeit nach Fargo, N. D., um eine Ehescheidungsklage zu schlichten,' in welcher sein Sohn betheiligt war. Er war erfolgreich, indem die Klage vom Gericht abgewiesen wurde, nachdem er sich bereit erklart hatte, seiner Schwiegertochter eine hübsche Summe Alimente zu zahlen. Sobald daS Frauenzimmer sich in dem Besitz deS Geldes befand, strengte sie eine Schadenersatzklage im Betrage von $10.000 gegen den alten Campbell an, weil derselbe ihr die Zuneiaung ihres Mannes abspenstig gemacht habe. Der Alte wird wahrscheinlich wünschen, daß er zu Hause geblieben wäre und seinem Sohne eS überlassen hätte. Viifx fm hTi'inhMT (5tntm& HI ,ntlFtf . tv f v dlaen.

Im Ural versucht rnän

' sg?nwä?tZg gegen die Anwendung vvrr i Schimpfworten im täglichen Verkehr . anzukämpfen. Die Verwaltung der , Kyschtym'schen 5)üttenwerke bei Jekaterinburg zum Beispiel hat für jedes von Arbeitern angewandte Schimpf wort 1 Rubel Strafe und beim Wiederholungsfalle sofortige Entlassung festgesetzt. Beamte werden, wenn sie sich eines Schimpfwortes bedienen, um ein Halbmonatsgehalt bestraft, jedoch nach der zweiten Strafe ebenfalls entlassen. Dieses drakonische Regiment erzielt gute Ergebnisse, und gegenwärtig ist auf den sechs Werken des Kyschtym'schen Bezirks nur selten e:n .Kraftwort" bei der Arbeit zu horen. . In den nordischen Reichen besteht seit einer Reihe von Jahren die löbliche Sitte, Schriftstellern 'und Journalisten Staatsbeihilfen zu gewähren, um ihnen dadurch einen .ängeren oder kürzerm Aufenthalt im Auslande zu ermöglichen. Hierbei sollen in erster Linie solche Herren Berücksichtigung finden, die nicht (wie Ibsen, Björnson, Garborg u. A.) eine ständige Dichiergage" von der Volksvertretung zugebilligt erhalten. In der letzten Staatsrathssitzung hat König Oskar von Schweden den Schriftstellern Knut Hamsun, S. Obstfelder, Per Sivle und Rasmund Löland Staatsstipendim im Betrage von $250 bis $500 für das Etatsjahr 189899 bewilligt. In derselben Sitzung ist auch der berühmte Nordpolsahrer Johannsen, der Nansen auf der Schlittenexpedition nach dem Nordpol und zurück nach Franz - Josephsland begleitet hat. zum Premierlieutenant befördert worden. In Pryemysl beging der Officier Gustav Stump vom 45. Infanterie Regimente, zeitweise den Pionieren zugetheilt, einen Mord unter ungewöhnlenUmständen. Stump war einem Wucherer Namens Hopsinger, der in Officierskreisen operirte, 25 Gulden schuldig geblieben, für die er mit Ehrenwort gebürgt hatte. Der Gläubiger wandte sich an daö Regiments - Commando und dieses trug Stump auf, bis zu einem bestimmten Tage die Sache zu ordnen. Stump fuhr in einem Fiaker vor dem Hause Hopfinger's vor, ying .in dessen Wohneno zählte-Hopfmger, der .mit. seiner Frau eben bei Tische saß, die 25 Gulden auf und verlangte eine Quittung darüber. . Während Hopfinger dieselbe schrieb, setzte ihm Stump einen Revolver an das linke Ohr und schoß ihn todt. Hierauf fuhr Stump nach Hause und wartete mit einem Buche in der Hand ruhig bis er verhaftet wurde. Der Vorfall erregt das . größte Aufsehen. JnempfindlicherWeise hat die Stadt Kirchham es zu büßen gehabt, daß bei der jüngsten Reichstags - Stichwahl in ihr eine sehr große Zahl Stimmen für den Antisemiten Dr. Böckel abgegeben worden ist. Hr. Böckel hat den Kirchhainern wie allen Landwirthen des Wahlkreises vor seiner Wahl das Erdenklichste an Wohlfahrt und Aufhebung aller Nothlage versprochen, wenn sie Ihn wählten und sie thaten es ja auch. Nun war in Kirchhain, das bisher mit die bedeutendsten Viehmärkte in' der Provinz aufzuweisen hatte, wieder Viehmarkt, aber statt der üblichen 600 1000 Stück Rindvieh waren nur etwa 160 aufgetrieben, denn die meist israelitischen Händler waren dem Kirchhainer Markte ferngeblieben und hatten statt dessen den Viehmarkt in Gießen befucht. Man fürchtet, daß es sich genau so beim nächsten Kirchhainer und Gießener Viehmarkt, die auch am gleichen Tage abgehalten werden, verhalten wird. Eine Untersuchung ist . gegen die auf dem Neuen Steinweg in Hamburg wohnende Frau Feddern eingeleitet worr den. Die Frau, die dem Untersuchungsgefängniß zugeführt wurde, ist der Engelmacherei beschuldigt. Frau Feddern annoncirte in einer Zeitung, daß sie ein Kind für eigen anzunehmen beabsichtige. Massenhaft liefen die Offerten ein. gegen einmalige Vergütung nahm die Frau Kinder in verschiedenen Fällen in Kost und Pflege. Bi einer Haussuchung in der Wohnung auf dem Neuen Steinweg fand man elf Rechnungen über Kinderleichenbestattungen. die alle in den Iahren 1895 bis 1897 stattgefunden haben und auf den Namen der Frau Feddern ausgestellt waren. Die Arrestantin will aus diesen Jahren weitere Rechnungen über Beerdigungen von Kindern vernichtet haben. Bei einem sofortigen Verhör gestand die Feddern, daß sie seit 1896 vierzig Kinder verpflegt habe, von deneji zwanzig gestorben seien. Es sei noch erwähnt, daß der Verhafteten das Halten von Pslegekindern sowohl in Hamburg als auch in Altona polizeilich verboten ist, und daß die Feddern sich bereits zweimal wegen'des Verdachts der Engelmacherei in Untersuchung befand, i i ES lohnt sich, Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht 3hr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, DiphteritiS oder Fieber. Hood'S Pillen sind von den auSgesuchtest Pflanzen . sorgfältigst zubereitet. ' ,

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